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Hand Eingriff. Bcgünstigk wurde d'e Abwärfs^ bewegt ng einmal durch die außerordentlich g c - ringe Aufnahmelust, bedingt durch das weitere Fehlen des privaten Publikums, dann durch die Nähe des Ultimos, vor allem aber durch die Tätigkeit, die die Baisscpartei mit Eifer und mit Erfolg entfaltete. Auf der einen Seite die Lösung der Positionen infolge des drängenden Termins, auf der anderen Seit: große Leerverkäufe der Baissiers verursachten die flaue Stimmung. Auch Weitethin dürfte bei der Privatkundschaft wenig Neigung be­stehen, sich wieder am Börsengeschäft yu beteili­gen: den Industriekreisen verbietet das der stär­kere Geldbedarf im Herbst, der Landwirtschaft bereitet die Finanzierung der Ernte Schwierigkeiten. Verschiedene Gründe waren maß­gebend für die Verstimmung und Nervosität der Börse. An erster S'elle stehen die Befürch­tungen über neue Krediteinschränkungen der i Neichsbank trotz der wiederholten Versicherungen, daß man nichts Derartiges beabsichtige. Immer­hin muh die Neichsbank Mittel und Wege finden, um die kurzfristigen Auslandgelder, deren Ge­samtsumme zwei Milliarden Mark betragen soll, zu reduzieren. Verstimmend wirkte weiter die unsichere Geldmarktlage trotz der in dieser Woche anhaltenden Flüssigkeit kurzfristigen Geldes, die im wesentlichen auf Vorv^rsorgung zum Ultimo zurückzuführen sein dürfte. Einen un­günstigen Eindruck machte die Hausse an den Produktenbörsen, da die andauernd schlechte Witterung die Ernte gefährdet. Ver­schiedentlich werden jetzt auch Stimmen laut, di« einen Rückgang der Konjunktur ankündigen. Ge­wisse Anzeichen, wie der Rückgang derKoh- lenförderung, die unveränderte Wagen­stellung der Reichsbahn, lassen allerdings zum mindesten einen gewissen Stillstand erkennen. In diesem Sinne ist auch der Monatsbericht der Deutschen Bank aufzufassen. Zu der herrschenden Unsicherheit trugen wesentlich bei die verschiedenen Meldungen von Unruhen in den europäischen Großstädten im Zusammenhang mit dem Fall Sacco und V a n z e t t i, was unter anderen Umständen viel­leicht nicht diese Beachtung gefunden hätte. Für die Danken, Slektrowerte, Montan­papiere. Schisfahrtswerte und Auto­aktien ergaben sich gegen die Vorwoche Kurs­rückgänge von durchschnittlich 5 bis zu 8 Proz., vereinzelt aber auch darüber hinaus. Wesent­lich schwächer lagen I. G. Farben (minus 17 Prvz.) und Zellstoff Waldhof (minus 25 Proz.). Bei Waldhvf verstimmte die unge­nügende Begründung der Kapitalerhöhung und das nicht sehr günstige Bezugsrecht. Auf den Rentenmärkten lagen deutsche Anleihen recht schwach, Ausländer überwiegend abbröckelnd. Am Geldmarkt war Tagcsgeld, wie schon erwähnt, leicht, Monatsgeld aber stark gesucht. Am Devisenmarkt lagen Devisen recht schwach, besonders der Dollar, da das Angebot infolge der he^inkommenden Auslandanleihen groß war. Auch sollen größere Divisenverkäufe zur Geldbeschaffung vorgenommen worden sein. Die Reichsbank griff babei nicht kursregelnü ein.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Auch in dieser Woche war das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt ziemlich b e - scheiden: nur am Schweinemarkt konnte sich anfangs lebhafteres Geschäft entwickeln, doch flaute der Markt im Verlaufe wieder merklich ab bei stark nachgebenden Preisen. Am Neben­markt waren Kälber und Schafe lebhaft gehandelt und ausverkauft. In Schweinen ver­blieb einiger Ueberstand, doch konnten sich die Preis« wieder erheblich erholen. Der Gesamt- auf trieb bestand aus: 374 Ochsen, 107 Bullen, 736 Kühen. 432 Färsen, 1285 Kälbern, 490 Scha­fen und 6352 Schweinen. Im Vergleich Aum Auftrieb der vergangenen Woche, waren dem Markte 232 Rinder, 104 Schafe mehr zugetrieben: während 195 Kälber und 145 Schweine weniger zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zent­ner Lebendgewicht: Ochsen A, I. 63 bis 66 Mk., 11. 58 bis 62; B, I. 54 bis 57. II. 53 bis 53;

C, 45 bis 49. Bullen A. 56 bis 60: B, 52

bis 55. Kühe A. 51 bis 55; B. 45 bis 50; C, 38 bis 44; D, 30 bis 37. Färsen A, 61

bis 65; B, 56 bis 60; C, 50 bis 55. Kälber

A,; B, 80 bis 83; C, 71 bis 79; D. 65 bis 71.

Schafe A, I. 50 bis 54: B. 41 bis 49; C, 32

bis 40. Schweine A. 70 bis 72; B, 70 bis 72;

C, 70 bis 72; D, 70 bis 72; E. 65 bis 70.

Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche mußten Rinder durchweg 1 bis 2 Mk. im Preise nachgeben. Dagegen erfuhren Kälber eine ganz beträchtliche Erhöhung, da der Auftrieb der Nachfrage nicht genügte. Kälber, beste Sor­ten, wurden 2 bis 4 Mk. und geringere Sorten

bis zu 7 Mk. teurer. Schafe zogen 2 Mk. an und Sckweine, die anfangs billiger zu haben waren, hatten ebenfalls einen Preisgewinn von 3 bis 5 Mt. zu verzeichnen.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

In dieser Woche war die Haltung am Frank­furter Produktenmarkt weiter f e st. Angeregt wurde die Stimmung durch die festen überseeischen Notierungen, die zum Teck g?nz erheblich waren und dos noch immer unbeständige Wetter, da die Einbringung der Ernte dadurch weiter ver­zögert wird. Das Angebot ist nach w.e vor sehr knapp, da sich auch starkes Interesse für In­landsgetreide seitens der Händler und Mühlen bemerkbar machte. Hauptsächlich gute Qualitäten waren rege verlangt und schnell ausverkauft. Der Markt ist sehr spärlich mit trockenem Ge­treide beschickt. Im Verlaufe der Woche stellten sich ganz erhebliche Pr^-.s st eigerun­gen ein. Guter, trockener Weizen und Rog­gen wurde sogar über Notiz bezahlt. In H a f e r wurden ebenfalls größere Umsätze getätigt, so daß Materialknappheit eintrat, und die Preise ganz erheblich anziehen konnten. G e r st e war für Drauzwecke in outen Qualitäten gesucht und höher bezahlt. Gegenüber der Vorwoche konnte sich das Mehlgeschäft bei zi.mlich unveränderten Preisen besser gestalten; doch schrumpfte das Geschäft nach erfolgten Deckungen bald wieder ein. Die Bestände an Futtermitteln wa­ren sehr gering. Weizen- und Roggen- I lei e war stärker gesucht und im Preise höher; besonders wurden Deckungen in Roggenkleie für spätere Lieferung vorgenommen. Für O e l - kuchen bestand ebenfalls lebhafteres Interesse. Obwohl die ausländi'chen Märkte zum Wochen­schluß große Kursverluste zu verzeichnen hatten, reagierte der hiesige kaum darauf. Die Tendenz blieb im allgemeinen fest: nur die Käufer übten größere Zurückhaltung als anfangs der Woche. Das Angebot blieb weiter knapp, da nur feuchte und minderwertige Ware an den Markt kam. Rur Weizenmehl mußte etwas nachgeben.

Im Vergleich zu den Notierungen der ver­gangenen Woche waren die Preise für Weizen, Roggen, Sommergerste, Weizenklei: und Roggen­kleie durchschnittlich V2 bis/* Mark höher, Hafer inl. war besonders höher und konnte 1'_> Mark anziehen. Mais, Weizen und Roggenmehl waren kaum verändert.

Weizen 28.7529.-. Roggen 24, Sommer­gerste 25.50-27, Hafer inl. 23.25-23.75, Hafer ausl. 23.7525, Mais, gelb, 19.2519.50, Weizenmehl 39.7540., Roggenmehl 34.50 bis 35., Weizenkleie 13.5013.75, Roggenkleie 13.50 bis 13.75 Mark.

Wochenausweis der Reichsbonk. Nach dem Ausweis der Neichsbank vom 23. Äug. hat die gesamte Kapitalanlage der Bant in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 122,8 Mill, auf 2 209.8 Mill. Mark ange­nommen, und zwar der Bestand an Wechseln und Schecks um 101,4 Mill, auf 2 092,6 Mill. Mark, der an Lombards um 31,4 Mill, auf 25 Mill. Mark. Die Anlage in Effekten ist mit 92,3 Mill. Mark unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusam­men sind 216.5 Mill. Mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen: im-einzelnen hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 185,7 Mill, auf 3 406.09 Mill. Mark verringert und der an Rentenbankscheinen um 30,8 Mill, auf 931,7 Mill. Mark. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen auf 112,5 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 711,3 Mill. Mark eine Zunahme um 114,3 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungssähigen Devisen insgesamt verringerten sich um 648 000 Mark auf 199,2 Mill. Mark.

* Einlagen bei den preußischen Sparkassen. Ende Juli 1927 stellten sich die Spareinlaaen bei den gesamten preußischen Spar­kassen auf 2652,2 Millionen Reichsmark gegen 2592,0 Millionen Reichsmark Ende Juli. Der Juli erbrachte somit einen Gesamtzuwachs non 60,2 Millionen Reichsmark. Der Bestand der Giro-, Schick-, Konto­korrent- und Depositeneinlagen stellte sich zum glei­chen Zeitpunkt auf 769,6 Millionen Reichsmark gegen 781,5 Millionen Reichsmark Ende Juni.

" Das Elektrifizierungsprogramm der Reichsbahn. Die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft erhält aus allen Teilen des Reiches Anträge auf möglichst baldige Umstellung weiterer Hauptstrecken vom Dampf­betrieb auf elektrischen Betrieb. U. a. hat auch die Leipziger Handelskammer die Einrichtung eines elektrischen Schneltbahnverkehrs zwischen Leipzig und Berlin gefordert. Wie eine Berliner Korrespondenz mitteilt, weist die Reichsbahn­verwaltung darauf hin, daß die Umstellung vom

Dampfbetrieb in elektrischen Betrieb auf ban ge­samten deutschen Bahnnetz über 10 Milliarden erforden würde. Bei dieser Sachlage kann Die Durchführung des Eleltrisizierungsprogramms nur schrittweise erfolgen, und zwar geht man dabei planmäßig in der Weise vor, daß zunächst auf denjenigen Strecken der Betrieb umgestellt wird, die starke Steigungen aufzuwrisen haben, deren Ueberwindung mittels Dampfbetriebes sich sehr teuer stellt. Aus diesetn Grunde wird zurzeit an der Elektrifizierung der Strecke München- UlmStuttgart und MünchenSalzburg ge­arbeitet.

* Von der Leipziger Textil -Messe. Die Aurstellerzahl der Leipziger Tcxtil-Herbstmesfe hat sich auf über achthundert erhöht, darunter zahl­reiche auslänbifdx Firmen. Die Aussichten der Tex­tilmesse werden als günstig bezeichnet.

* Wohnungsbau anleihe der Stadt Hanau. In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten in Hanau ist die förmliche Ge­nehmigung zur Aufnahme einer Anleihe von zwei Millionen Mark für den bereits beschlossenen Woh­nungsbau genehmigt worden.

* Ludwig Ganz, A. - G. Mainz. In der Generalversammlung wurde die vorgeschlagene Di­vidende von 5 Prozent auf Antrag eines Aktionärs auf 6 Prozent erhöht. Wie die Verwalt, ng aus­führte. habe sich in letzter Zeit das Geschäft derart entwickelt, daß bis jetzt schon der Umsatz die Höhe des Vorjahres erreicht.

' I. C. Bemberg A.G.. Barmen. In der außerordentlichen Generalversammlung der I. C. Bemberg A. G., Barmen, war ein Aktien­kapital von 11 177 200 Mk. mit 55 886 Stimmen vertreten. Die Verwaltung beantragte, das Grundkapital von 16 Mill. Mk. um 12 Mill, auf 28 Mill. Mk. zu erhöhen, und zwar durch Aus­gabe von 60 000 Stück auf den Inhaber lau­tenden Aktien von je 200 Mk. Die Versammlung stimmte ohne Widerspruch dem Vorschlag zu. Vom Vorsitzenden des Aussichtsrates wurde zur Begründung der Kapilalerhöhung auf den letzten Geschäftsbericht verwiesen, in dem bereits auf die Steigung des Absatzes der Produktion der Gesellschaft hingewiesen wurde, die eine Ver­größerung und Ausdehnung der Betriebsanlagen gebieterisch fordere. Die Rach rave nach den Produkten sei weiterhin gestiegen. D e Produkte selbst seien durch Patente geschüät. Der Redner betonte, daß die Aktionäre mit einer erheblichen Steigerung der Dividende rechnen könn en, um so mehr, als die Aussichten für die nächste Sai­son auch weiterhin recht gut seien.

Frankfurter Abcndbörfe.

Frankfurt a. M., 26. Aug. An den Abendbörse herrschte große Geschäftssttlle, die Stimmung war jedoch etwas fester. Vereinzelt wurden zum Wochenschl.ß noch Deckungen vor­genommen. I.-G.-Far :n lagen 1' ? Proz. Elel- trowerte bis zu 1 Proz. fester. Stärker erhol; waren Rütgerswerke mit plus 31/. Proz. und und von Lokalwerten Voigt & Häffner mit plus 3 Proz. Zellstoff Waldhof 2 Proz. erholt. Ren­ten blieben ohne Umsatz. Abl.-Schuld 16,20, Schutzgebiete 9,10. Barmer Dank 147,50, Com­merzbank 175,75, Danatbank 229,50, Deutsche Bank 156,75, Dresdner Bank 165, Buderus 112,50, Gelsenkirchen 157, Harpen er 202,25, Aschersleben 177, Westeregeln 185,75, Mansfeld 130,50, Phönix 117,50, Rheinische Braunkohlen 255, Rheinstahl 201,50, Stahlverein 171, AEG. 186,50, Bergmann 198, Deutsche Erdöl 157, Scheideanstalt 215,50, Licht und Kraft 205,50, I.-G.-Farben 299, Gold­schmidt 135, Holzmann 196, Lahmayer 177, Rüt- gerswerie 100,50, Schuckert 205, Siemens & Halske 2893,', Voigt & Häffner 167, Zellstoff Waldhof 326,75, Asch.fsenbirrg 206, Hapag 150,50, Nordd. Lloyd 151,75, Südd. Zucker 141,50.

Berliner Börse.

Berlin, 26. Aug. Die Börse zeigte heute ein freundliches Aussehen. Zwar ist das Ge­schäft nach wie vor noch nicht groß, doch schreitet die Spekulation weiter zu Deckungen. Die Börse scheint das Bestreben zu haben, die Abschläge gegen die letzten Liquidationskurse nicht allzugroß werden zu lasten, damit die Nachschüsse nicht so erheblich sind. Der Reichsbankausweis wurde mit ziemlicher Befriedigung ausgenommen, da er die Erwartungen der Börse eigentlich übertroffen hatte. Auch die Ex- portziffern Deutschlands am Weltkohlenmarkte im ersten Halbjahr sind günstig und realen besonders für Montan werte an. I. G. F a r b e n wurden auf Grund der deutsch-französisch-englischen Chemiever- Handlungen reger gehandelt und konnten fast fünf Prozent gewinnen. Im allaemeinen betrugen die Kursbesserungen 1 bis 3 Prozent. G l a n z st o f f und Bemberg konnten sogar 11 bis 12 Prozent anziehen. Allerdings blieb auch ein großer Teil der Kurse unverändert. Am Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert. Tagesgeld 4j bis 6, Monats- geld 7j bis 8z Prozent. Heimische und

fremde Renten fast geschäftslos. Nach Fest­setzung der ersten Kurse wurde die Tendenz allge­mein weiter fest. Die Besserungen betrugen weitere ca. ! Prozent. Glanzstoff konnten sogar noch sechs Prozent gewinnen. I. G. Farben plus 2 Prozent. Später wurde das Geschäft ruhiger.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a .M., 26. Aug. Bei weit« anhaltendem schlechten Wetter kommt kaum noch trockene Ware an den Markt. Vollkommen ein­wandfreier Inlandweizen wird weit über Notiz bezahlt. Roggen zog im Preise an. Da auch die Forderungen vom Auslande heute höher laute­ten. zcgen die Preise für Mehl an. Roggenmehl ist sogar bis 0,50 Mk. teuerer, da wieder in größerem Maße Auslandroggen vermahlen wer­den muß. Kleie ist stark befesttgt. wurden notiert: Weizen, Wetterauer 28,75 bis 29, Rog­gen. inländ. 24,25. Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 27. Hafer, inländ. 23,25 bis 23,75, Hafer, ausländischer 23,75 bis 25, Mais gelb 19,25 bis 19,50, Weizenmehl, inländ, Spezial 0 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 35 bis 33, Weizen- und Roggenkleie 13,75. Tendenz fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 26. Aug. Obwohl der Regen heut« nach- gelassen und größtenteils sogar aufgehört hat, wir­ken die enlstandenen Schäden sich am heutigen Markte noch aus und das Angebot in Brotgetreide bleibt klein. Die Auslandnotierungen und die Cif- offerten waren gleichfalls erhöht, das Geschäft ist an diesem Markte gegen gestern gesehen, wesent­lich ruhiger geworden. Das geringe Angebot der Provinz in sofortigem Weizen kann den Bedarf nicht befriedigen und war Ausnahme, da Aus- landware über Parität liegt, so mußten die Preise weiter anziehen, am Lieferungsmarkte ergaben sich für Weizen Erhöhungen von 3 bis 5,25 Mark, Roggen ist per sofort und September weiter spär­lich angeboten, für die späteren Sichten wurden aber besonders für Dezember stärkere Abgaben vor- genommen, so daß auch die aus der Provinz ein- gelaufenen Kaufaufträge ein Abaleiten der Preise nicht verhindern konnte. Der Abschlag für Dezem­ber betrug 4 Mark. Meist ist in sofortiger Sicht und für Herbst etwas mehr gefragt, die Preise zei­gen besonders für Wcizsnmefst steigende Tendenz. Mais gut behauptet. Für Gerste und Hafer hat sich die Situation nur unwesentlich verändert. Es notier­ten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 280 bis 284; Sept. 290 bis 288; Oft. 286 bis 284,75; Dez. 283,50 bis 283 (fest); Roggen, märkischer, 237 bis 241, Sept. 250 bis 248,50 bis 251, Oft. 248 bis 247, Dez. 242 bis 244 bis 249; Sommergerste 266 bis 274; Wintergerste und Futtergerste 203 bis 209 (fest); Hafer, märkischer, ab schles. Station, 201 bis 213, Sept. 216, Oft. 215 bis 215,50, Dez. 216; Adais, La Plata, 196 bis 197 (ruhig); Raps 295 bis 300 (behauptet); (100 Kilogramm): Weizenmehl 36,25 bis 38 (sehr fest); Roggenmehl 32,50 bis 34 (fest); Wcizc.ifleie 16 (fest); Roggenkleie 15,25 (fest); Viktoriaerbsen 42 bis 58; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Rapskuchen 15,60 bis 16; Leinkuchen 22,50 bis 23; Trockenfchnitzel 13,50 bis 13,70; Sonaschrot 20,20 bis 20,70; Aartoffriflocken 22,75 bis 23 Mark.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 28. August. 11. Sonntag n. Trinitatis

Stadlttrche. 8: Psr. Becker. Zugleich Ehristen- lehre für die Neukonfirmierten aus der Markus- gemeinde. 9'/,: Pfr. Mahr. 11: Kinderkirche für die Matlhäusgem. Psr. Mahr. IohanneSNrche. 8: Pfr. Ausfeld. Zugleich Ehristenlehre für die Neufonfir­mierten aus der Iohannesgemeinde. 9'/,: Pfarrer Bechtolsheimer. 11: Kinderkirche für die Lukas- gememöe. Pfarrer Bechtolsheimer. Kirchberg. Iu- gendsonntag. 10: Kollekte f. evangel. Jugendarbeit. 11: Ehristenlehre für männl, und weibl. Jugend. Lich.10: Stiftsdecbant Lenz Katechismuslehre für die Jungen. '/.I: Kinderkirche. 2: Misstonar Walther. Kollekte für Dolksmiffion. Hausen-Garbenteich. Garbenteich: 9, Hausen ' ,11. Watzenborn-Stein­berg. 1 lKoll.', Pfarr. Steiner, Hausen. Wieseck. 97,; Opfer für die kirchliche Jugendarbeit. '/.Ur Christenlehre ibeide Abteilungen).

Katholische Gemeinden.

Gießen. Samstag, 27. August. 4'/, u. 7 Deichte. Sonntag 28. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. 6'/, Beichte, 7 Meße, Kom. der Frauen 8 Kom. 9 Hochamt m. Predigt. 11 Meße m Pred. 2 An­dacht für die Abgestorbenen. Donnerstag Nachmit­tag Beichte. Freitag 6: Segensamt. - Grünberg. 9'/, Messe mit Predigt. - Hungen. 97,: Hochamt mit Pred. - Lich 77,: Messe mit Predigt.

Sonnka iSdienst ^.'Aerzie n. llpotbeken am 28.8.27 Dr. Steinreich. Frl. Dr. Gürtler. Htrschavoldeke. Zahnarzt: Dr. Wertheim. mD

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuh 7 Prozent

Frankfurt a.M.

Frankfurt a M.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Berlin. 26 «ngit't

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Berlin

Ü-ran;oinwe Norcn.....

Holländische Noten ... - tttalienische Noten......

Norwegische Noten .....

Teutsch-r>sterr.,L 100 Kronen

Numänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten ......

Spanische Noten.......

Tichechoflowakische Noten . .

Ungarische Noten . . -

Devilenmartt Berlin

Telegraph i sche

16,47 107,94

22.89 108,83

59.0?

2 58 112,45

80,94

70.40 i2,41

73.25

Stanffttt Auszab

16,60 168.62

22.99 100,27

59,32 2,60

112.91

81 20 70,68 12,47 73,55

a. M.

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Datum:

25.8.

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25.8.

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Datum:

25. 8.

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Datum:

25. R.

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25. 8. 1 26. 8.

fi*/. Dl Neichsanlelbe o. 1927 Tk Anl Ablof Schuld nut

Auslot -Rechten

Tesal. ohne 4tusl s »Rechten 7°', Franks Hyp.-Bk. Go dpi unkündbar bis 1932 ....

Wo Rbctnllche Hyp »Dank tiiqu -Goldpf ....

Ä E. G abfl VorkriegS-Ob- (iflationen, rückzahlbar 1932 4% Schwei;. BnndeSb.-Anl. 4% Oesteretchitche Goldrte. 4,20°/« Ccfterr ich. Silbcrrte 17o Ccicrrrtd). eint,eilt. Rtr 4° Ungarische Goldrtc 4% Ungarische Slaatsr v 1910 4'/,°/. dcSgl. von 1913 . .

4% Ungarische Kroncnrle . . 4°/, Türk, Zollanleihe v 1911 4% Türk Bagdadbahn-Lnl

L rie I.....

4°/<, dcögl. Serie 11 . . .

4° o Rumänen convert Rte 4Rumänen Goldanl.

von 1913 .

Deutsche Eisenbahn 4'/, Hamburg-Amerika Pate,. . 6 7'amb -Südam Dampfsch 8 Hansa Da-nvti'chlft .6 Norddeutscher Vlonö c rng. Deutsche Lreditanst- 10 Barm r Bankverein lu

Berliner Hanvclöyclcllsch. 12 Commerz- und Priva!-Bk. 11 Ta mist. u. Nationaldank. 12 Teul'chc Bank TiSkonto Gesellschaft Ant 10 Dresdner Bank w Mitteldeutsche Credilbank $ Melallbank..........°

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151

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148

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175

228 5

161

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236

144

174

».EG.........7

Bergmann ........8

Elektr. Lieferungen . . . lo Licht und .'traft......10

Welten <t Guilleaume ... 6

Ges f. Elckir Untern . . 10 Hamb. Elcltr. Werte . . 10 Rhein. Eleltr.......8

Schles. Elektr......10

Schuckert ........1

Siemens <k HalSke ... 16

Tran'radia...... .8

Labmever L To ... 9

Buderus .... 0

Deutsche Erdöl......6

Essener Steinkohle ... .8 Gelsenkirchener . f. y. 4 Harpener.........8

Voesch Eisen .........5

trift Bergbau . .......8

Klücknerwerke ...... .5 Köln-Neuessen .... .5'/» Mannesmann .f. '/, 9 4

Mans cldcr.........7

Qberschlcs. Tiscnb. Bedarf 0 Lberfchlef. Kokswerke . . .0 Bhönir Bergbau f '/, 9 3 Rheinische Braunkohlen . 10 Rheinttabl ... .0

Nie deck Montan.......c.

Bereinigte Stahlw. f. V» I 3 Otavi 'Minen ..... 1 sh Kali Aschersleben . lu

KaUWencreaeln . . 10

Kaliwerk Salzdetfurth 12

I G Sarden-Industrie 10

Dynamit Nobel ..... 0 Echeideanitalt ........8

Goldschmidt.........5

Rütgerswerke....... . 0

Metallgefcll chatt.....10

185 197,5 192.5 202,6 139,5

168,5

-

202.5 286,5

-

176

111,5 154.13

155,5 199,5

266 5 158.75

177.75

129 98

16 5 251 200 168 .4.25

33 5 177

184.5

295

.14,5 134 98,5

185

186.5

198

139.5

205,5

1.39 5

164 5

205

289.4

177

112,5

157

157

202.25

267

159

178 4

130.5

98

117.5

265

201.5

169

131

33.5

177

185.75 .40

299

15.5

135

101.5

187

183 5 194,75

189 202 139 255,5 !64,5

162 173.75 200.65 283 75

132 175,5

HO 154.5 164 5 154.5 198,65

175

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129

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25. August.

26. August.

Amtliche Geld

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Amtliche Notierung

Geld ! Brief _

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Berlin. 26 August

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