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assage.
M: Marinium 238 ^Heutige Morgen^ Ztunöen.
ir Freitag.- Wollig, ^Tewitierßörungen.
ilhaspA». den 27. M 1927. Strohtochter.
Md allein zu hause, ib ich bin entsprechend in Travemünde und
; Wohnung. Bon dem ice sind nur noch zwei i stehen in der Küche, iel(alat gegessen haben. ' Sabeln dazwischen Herrn überzogen sind. Da i sind, {reuen wir uns, imen, immer über das ag zu Tag leuchtender wir einmal, da ein jgefegt hatte, selber ab= ’ alle Kessel und Töpfe Wir warfen uns in in» i mir zwei Tiller aus ließen wir das Wasser as meiner Tochter einen
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men. In eine dieser Dosen hoben wir nachher wieder Blumen hineingetan, und sie haben sich so überraschend gut entwickelt, daß wir das als eine neue Erfindung unsererseits buchen zu können glauben. Auch haben wir, was zur Beruhigung bienen mag, bei allen Milchgefäßen sehr sauber und vorsichtig ben Rahm abgegessen, so bah von einer Verschwendung nicht bie Rebe sein kann. Meine Tochter er» Härte bes weiteren, sie habe in ber Schule gehört, baß bie Dickmilch auf bem Lande nur an Schweine verfüttert würbe? Warum sollten w i r sie also essen?
Morgen haben wir viel zu tun. Wir malen an einem Spruchband«: „W i l l k o m m e n!" M. G.
Bornotizeu.
— Tageskalenber für Mittwoch. Pa- last-Lichtispiele: „Die Großfürstin unb ihr Kellner".
- Astona-Lichtspiele: „Gauner im Frack".
Personalien. Regierungsassesfor Dr. _,;org Krüger zu Gießen wurde mit Wirkung ■om 1.5uni 1927 zum überplanmäßigen Kreis- inimann mit der Amtsbezeichnung „2degierungs- al" ernannt. — Pfarrer Otto Schultheis, :r vom August 1924 an hier an der Iohannes- irche als Pfarrassistent tätig war, ist aus dem Dienste der hessischen evangelischen Landeskirche ausgeschieden und als Pfarrer der Gemeinde Wickenrodt bei Kirn in den Dienst der evangelischen Kirche des ehemaligen Fürstentums Birken- feld übergetreten. — Amtsgerichtsdirektor Rausch in L i ch wurde nach Bad-Aaucheim verseht.
*• Erledigte Stelle. Die Stelle des Amtsvorstandes des Forstamts Bingenheim ist erledigt. Bewerbungen um ^Übertragung dieser Stelle sind an das Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kameral- verwaltung, einzureichen.
*• Reg ierungs baur a t Schneider, seit sieben Zähren in Gießen auf dem Kreisbauamt tätig, wurde unter über 140 Bewerbern zum Stadtbaurat der alten Kaiserstadt Goslar gewählt. Schneider, gebürtig aus Worms, hat sich seither im hessischen Staatsdienst besonders im Gemeindebauwesen und in der Denkmalspflege sehr verdient gemacht. Auch eine Anzahl wohlgelungener Wiederherstellungen alter Kirchen und eine Reihe vorbildlicher Krieger rhrenmÄer iint) ihm zu verdanken. Sn unserer Beilage „Heimat im Bild" (Ar. 30 und 34, Sahrg. 1925; Ar. 40, Iahrg. 1926) wurden übrigens mehrfach Arbeiten Schneiders von berufener Seite gewürdigt.
" Der Ober hessische Geschichtsverein, dessen rühriger Tätigkeit bi* heimatliche Geschichtsforschung feit vielen Jahrzehnten Befruchtung und Anregung in hohem Maße zu verdanken hat, hat in diesen Tagen seinen Mitgliedern den 27. Band der „M i 11 e i l u n g e n" zugehen lassen können. Das stattliche Heft, dem ein Aachruf für den unvergessenen Historiker unserer Landesuniversität Professor Fritz D i - g e n e r vorangestellt ist, enthält wieder eine Reihe überaus wertvoller und interessanter Beiträge, namentlich zur Kunst- und Kulturgeschichte Oberhessens. An Hand einer Reihe, auf zwölf Tafeln gut reproduzierter Abbildungen berichtet Dr. H. O. Baubel über bie kostbaren Minia- 'urenhandschriften aus dem 11. bis 15. Jahrhundert, die sich in der Gießener Universitätsbibliothek und der Bibliothek des Grafen zu Solms-Laubach befinden. Auszugsweise hat der 'Verfasser ja schon in unserer „Heimat im Bild" über den gleichen Gegenstand gehandelt. Einen interessanten Beitrag zur oberhessischen Musikgeschichte liefert der Alsfelder Reallehrer K. Dotter in seinem Aussatz über das Collegium
musicum zu Schotten. Wirtschaftshistorisch wich- tig ist die Abhandlung Geheimrat Ottos, Darmstadt, über den Butzvacher Stadtwald. Der Suettor unserer Universitätsbibliothek schließlich, Professor Dr. Ebel, ergänzt seine zum Defor- mations;ubiläum im vergangenen Jahre in unserer „Heimat im Bild" niedergelegte Arbeit über Gießen im Reformationszeitatter durch weitere Ausführungen zur Kirchen- und Schulgeschichte Gießens. Der gleiche Autor hat auch eine Reihe wertvoller neuer Schriften zur Heimat- geschichte zusammenfasfend besprochen. Aus dem von dem Schriftführer Dr. W a l b r a ch erstatteten Bereinsbericht ist zu ersehen, welch rege Vortragstätigkeit der Verein auch im vergan- genen Jahre entfaltet hat. Gerade auch durch seine Vortragsabende dient ja der Verein in hohem Maße der Belehrung und Forschung. Der neue Band der „Mitteilungen" ist ein weiterer erfreulicher Beweis, daß der Oberhessische Geschichtsderein die schwierigen Kriegs- und Sn-» flationsjahre überwunden hat und nun mit Energie daran geht, weiteste Kreise dec Bevölkerung für sein großes und verdienstvolles Werk der Erforschung heimatlicher Geschichte zu gewinnen.
** Der hiesige Mandolinen- und Gitarren-Derein „Aeapolila" erzielte, wie man uns mitteilt, am vergangenen Sonntag unter Leitung seines Dirigenten, Hans Sonntag, auf dem großen nationalen Mandolinen- wettstreit in Kiedrich (Rheingau) einen Achtungserfolg. Bei einer Gesamtbeteiligung von 42 Vereinen erhielt der Verein in seiner Klasse den 2. Ehrenpreis in Gestalt eines wertvollen Pokals nebst Diplom. Der Verein blieb mit nur einem Punkt Unterschied hinter dem an erster Stelle stehenden Mannheimer Mandolincn-Verein.
** Neue 50, Pfennig-Stücke aus Nickel. Im Reichsgesetzblatt wirb soeben auf Grund des Münzgesetzes vom 30. August 1924 eine Bekanntmachung über bie Ausprägung von Reinnickelmünzen im Nennbeträge von 50 Reichspfennigen veröffentlicht. Die Münzen bestehen aus reinem Nickel. Der Durchmesser beträgt 20 Millimeter. Die im gerippten Ringe geprägte Münze trät auf ber Ablerseite in ber Mitte ben von einem Seilkranz umgebenen Reichsabler. In bem oberen Teile bes Zwischenraumes, ber sich zwischen bem Seilkranz unb bem aus einem flachen Stäbchen be= stehenden erhabenen, an ber Innenseite mit einem Seilkranz versehenen Nanbe befinbet, ist in Antiqua bie Inschrift „deutsches Reich" unb bie Jahreszahl angebracht; ber untere Teil bes Zwischenraumes ist burch zwei als Verzierung bienenbe gekreuzte Eichenzweige ausgefüllt. Die Schriftseite ber Münze trägt innerhalb eines burch einen Seilkranz abgegrenzten Kreises, besten Orunb mit vertieft geprägten rabikalen Wellenlinien versehen ist, bie Wertbezeichnung „50" unb barunter am unteren Raube bes Kreises bas Münzzeichen.
Ein Meisterstück deutscher Gold- schm i e d e k u n ft, der goldene Pokal, welchen der Sungfchühe Heinrich Balzer, Mitglied des Schühenvereins (e. V.) Gießen, als 1. Sieger auf der Festscheibe „Germania" beim Bundesschiehen in München errungen hat, steht im Schaufenster des Suweliers Carl Brück, Kreuzplah, zur Besichtigung.
*• Auhholz Versteigerung. Bei der gestrigen Autzholzversteigerung der Stadt Gießen wurden bei großer Aachfrage folgende Durchschnittspreise erzielt: Fichtenbauholz 3. Kl. per Festm. 49,50 M._ 4. Kl. 47,50 Mk.. 5a-Kl. 49 Mk., 5b-Kl. 46,50 Mk.; Kiefernbauhvlz 3. Kl. 46 Mk., 4. Kl. 46 M7., 5. Kl. 44 Mk.; Fichten- derbftangen l.Kl. 40 Mk.; Fichtennutzknüppel 2. Kl. per Raummeter 9,50 Mk.
** Gießener Rinde rmalkt. Der Auftrieb zum gestrigen Rinbviehmarkt betrug insgesamt 1046 Stück Großvieh unb Kälber. Der Handel war bis Zum Schluß schleppend, so baß nach Marktschluß noch Ueberftanb vorhanden war. Bezahlt wurden für Milchkühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk., 2. Qualität 450 bis 550 Mk.; Schlachtkühe 250 bis 300 Mk.; Kälber 70 bis 90 Mk. pro Stück.
** D ie Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen in Langenbergheim, Kreis Bübingen.
Schöffengericht Gießen.
Gießen, 25. Sufi.
Unter Ausschluß der Oessentfichkeit wurde gegen zwei junge Burschen von Obe r°Morlen wegen eines Sittlichkeitsverorechens verhandelt. Die beiden Angeklagten wurden freigesprochen, weil sich das Gericht nicht davon überzeugen konnte, daß ihnen seinerzeit die geistige Minderwertigkeit der betreffenden Frauensperson bekannt war.
Aus der Unterfu’ ungshaft vorgeführt wurde ein erst kürzlich hierher gezogener 67jähriger Mann. Dieser war angeschuldigt, sich an einem 8jährigen Mädchen vergangen zu haben. Durch die Beweisaufnahme wurde er im Sinne der Anklage überführt und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Turnen, Sport und Spiel.
Aus dem Arbeiter-Turn- und
SporLbund.
Daubringen I — Lollar I 3:5 (Ecken 6:6).
Daubringen betritt mit neun Mann den Platz, Lollar komplett. Lollar hat Anstoß, Daubringens Verteidigung Härt sicher. Obwohl Daubringen nur neun Mann einseht, kann Lollar nicht verändern, daß der Gegner nach 8 Minuten die Führung übernimmt. Snzwischen stellt Daubringen elf Mann. Setzt setzt Lollar, den Wind als Bundesgenossen, ein scharfes Tentpo ein. Aach 20 Minuten wird der Rechtsaußen Daubringens verletzt vom Platz getragen. Lollar stellt das Resultat bis Halbzeit 4:1. Aach der Pause gibt Daubringen den Ton an. Lollar muß sich ein zweites und drittes Tor gefallen lassen. Ein viertes wird vom Schiedsrichter unverständlicher Weise nicht gegeben. Ein Elfmeter wird von Daubringen direkt auf den Mann geschossen. Daubringen drückt immer mehr, jedoch der Schlußpfiff macht seine Siegesaussichten zunichte. Daubringen hatte den Ausgleich verdient. Der Mannschaft ein Gesamtlob.
Tennis.
Gießener Tennis-Elub 1922—Tennis-Elub Bab- Aauheim 13:6.
Vergangenen Sonntag hatte ber Gießener Tennis-Club ben Tennis-Club Bad-Nauheim zu Gast. Auch biefes Club-Wettspiel wurde ebenso wie bie drei übrigen in bi es em Sommer ausgetragenen Wettspiele mit 13:6 Punkten, 28:15 Sätzen unb 238:189 Spielen ganz überlegen gewonnen. Die wenigen Spiele, welche Nauheim an sich brachte, konnten erst nach äußerst scharfen Kämpfen, gewonnen werben. Dies trifft besonders bei ben Spielen ber beiben Gießener Spitzenspielerinnen, Frl. K e rh p f f und Frau Dr. Klaus zu, welche erst nach stundenlangem, wechsekvollem Spiel gegen die sehr spielstarken Nauheimer Damen, Frl. Schmidt und Frau Dr. E y r e r, unterlagen. Nicht minder gut hielt sich Herr Helmuth Bock, welcher nach etwa zweistündigem harten Dreisatzkamps ber größeren
Widerstandsfähigkeit des Um 10 5ahre jüngeren Nauheimer Gegners erlag. — Das nächste Club- Wettspiel findet Sonntag, 31. Juli, gegen die Tew nisabteiluna des Sportvereins „Kürhessen" Kaffei aus deren Plätzen in Kassel statt.
Deutsch-akademisches Olympia.
Das Ergebnis der Schlußkämpse lautet: 100-Meter-Laus: Salz, Bonn, 10 7 Sek. Diskuswerfen: 1. Weih, Berlin, mit 37.41 Mtr. 4x400-Meterstaffel: 1. Mannschaft Universität Breslau 3: 30,9. Hochsprung: 1. V e h, Berlin, mit 1,75 Meter. 3xlOOO°Meterstaffel: 1. Mannschaft Technische Hochschule Charlottcnburg 7:59,2 (neuer Hochschulrekord). 200-Meter-Lauf: 1- Salz, Bonn, 22,5 Sek. (neuer Hochschuttelord). Speerwerfen: 1. Molles, Königsberg, mit 59.73 Meter. 5000-Meter-Laus: 1. Süffel. Dresden, mit 16:18,4. Stabhochsprung: 1. Held, Graz, 3,50 Meter. Fünfkampf: 1. Weiß, Berlin mit 333 Punkten. lOXlOO-Meterstafsel: 1. Mannschaft Universität Berlin 1: 51,1. 4x100--OH J ci» staffel für kleine Hochschulen: 1. Mannschaft Aachen 46,1 Sek., für mittlere Hochschulen: 1. Mannschaft Handelshochschule Berlin mit 44,4 Sek. Olympische Staffel für kleine Hochschulen: 1. Mannschaft Aachen 3:47,8. — Studentinnen: Kugelstoßen: 1. Leskin, Königsberg, mit 10,60 Meter. 4xl00-Meterstaffei: l.MamI- schast Universität Berlin mit 55 Sek.
Berliner Börse.
Effekten-Frühvcrkchr.
Berlin, 27. Juli. (WTB.-Funtspruch.) Das Geschäft ist auch heute im Frühverkehr sehr still. Die Tendenz ist jedoch angeregt burch die etwas erhöhten Farbenkatien (319 eher Gelb). Die Spekulation verhält sich weiter abroartenb. Im Devisenverkehr hört man Paris 124,08, Mailanb 89,30, Mabrid 28,42 unb bas Pfund 4,8545 bis 4,8548.
Aus dc;n tsverküu-rnungsblütt.
** Das Amtsverkünbigungs-blatt Nr. 5 6 vorn 26. Juli enthält: v. Brentano s. — Straßensperre. — Erhebung einer Wertzuwachssteuer. — Die vorläufigen Umlagen unb die vorläufige Sonbergebäubesteuer bes Kreises Gießen. — Felbbereinigung Linbenstruth. — Die Kosten bes nebenamtlichen Fortbilbungsschulunterrichts im Schuljahr 1927/28. — Dienstnachrichten.
Rundfunk-Programm.
Donnerstag, 28. Juli.
13,30 bis 14,30: Ucbcrtragung von Kassel: Mittagskonzert der Kasseler .Hauskapelle. 16,30 bis 17,45: Konzert des Hausorchesters Robert Schumann. 17,45 bis 18,15: „Max Daulhenlxy, dem Dichter zum 60. Geburtstag", Dortrag i n Dr. Heinrich Schleichert. 18,15 bis 18,45: „Die Aufgaben des Kleingartenbaues auf dem Gebiete der Dolkslultur", Vertrag von Rektor Förster. 19,15 bis 19,45: „Sprechkünstlerische Stil- und Formfragen", Vortrag von Tlniversitätsleilr.r Rvedemeyer. 20 bis 21,30: Uefcertragung aus dem Beethovensaal der Musikausstellung: Klavier-Konzert Samuel Feinberg, Moskau. 21,30 bis 22,30: Uebertragung von Kassel: Rezitationsstunde Dr. Rolf Prasch.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 llhr mittags, 5 bis 7 Ahr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
Für unoerlangt dngefanbte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
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