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gegen ihn etn Disz'iplirurrversoh «n em^ulrten. Außerdem wurde eure Uairtfudpung über die Um» k»ände der Befreiung der Gefangenen angeordnet.

Wo ist Daudet?

Paris. 26. Juni. fXU.) 3n P erpignan in der spanischen Grenze herrschte freute graste Aufregung. 6ine Gendarm niedrig ade rüdt zur Verhärtung des aewöhnlichen Polizei aufgebatL- ;ui. Sur den Rachmittag war nämlich eine roya- liftckche Versammlung angekundigt und gerächte ocife hieß es daß bet der Berfammlung auch Daudet zugegen sein werde. Der ®t'er der Polizei ging so weit dost sie alle nach Perpignan üfrrenten Züge nach Daudet untersuchen liefen. Vergebens. Dauben blieb und bleibt bi- auf weiteres unauffindbar. Sein Blatt die .Action Franca.hat dafür In Paris einen reihenden Absatz gefunden.

Poincars und England.

London, 2V 3uni (XUj Dientouflung. die das Verhältnis zwischen Poin- c a r c und Slrefernann genommen bat. gibt in politischen Äteifen Londons Anlaß au ernster B e s v r gn is Allgemein wirb die unladelhafle Haltung des deutschen Außenmini­sters hervorgehoben und Poincarö als der Frie­densstörer bezeichnet Bon den Sonnta.,-blättern beschäftigt sich der ..Observer" ausführlich mit der durch Poincars geschaffenen Lage Der Aus­tausch der Reden zwischen Doincare und Streie- munn habe gezeigt, bah Locarno an den De- 'chehniffen Europas noch nicht seinen vollen An- eil habe Man müsse zuaeben, daß die Men- alitat der bcuischen Konservativen leit Locarno 16 Haupthindernis für die volititche Entfaltung her damals festgelegren Polüil gewesen (ei. aber voincare gehe ganz erhebltch über eine War- ung an die alldeutschen Revanchisten hinaus, eim er sage ober erwarte, daß Deutschlands beiitag zur Sicherheit und zum Frieden über die m buch die Friedensven.äge ouserlegten Pflichtleistungen frinausgelxm solle. Locarno sei ine freiwillige Begrenzung der deutschen ouveränität gewesen und di« RheinlanddclAtzung ine vorübergehende Phase, die her» a, w i n d e n mu'se. wenn man «ine dauernde . cherhelt am Rhein wünsche.

Eine peinliche Frage.

Die französischen Sozialisten und das Kriegvorqanisatiousgesetz.

Paris. 26 Juni lWB.l 3n der heutigen "Übung des Rationalrats der Sozialistischen Par­tei wurde btt Diskussion über das von Paul Boncour besirwortete Gesetz über bie a l l- gemeine Organisation der Ration n Kriegszetten forige'eM. Bon Interesse st. daß der frühere Generalsekretär des fronzö- ischen Gewerks chatt-Hundes. Dumoulins. u. .t. erklärt» Man hat behauptet, baß diese- Ge­est einen Forts chri t t für die Demokratie und ur den Frieden darstelle Andererseits hat man m« Politik der Schied-gericht-barkeit und die Politik von Locarna gebilligt. 3ch stelle die Frage Würden Sie es wagen, es gut zu linden, daß Deutschland einen derartigen Entwurf für seine nationale Verteidigung an­nimmt. Wenn Sie das gutfinden würden, bann würden Sie damit alle Bemühungen verur­teilen, die Vie für den Frieden unternommen haben. Paul Bvncour versuchte, in längeren Ausführungen fich gegen die Angriffe, die getien ihn erhoben worden waren, zu rechtfertigen. Der frühere Abgeordnete B r a d e stellte darauf fest, daß Paul Boncour auf die Frage Dumoulins'. ob Deutschland ohne den Protest der Sozia- ltsten der ganzen Welt, einschließlich der Deutschen, hervorzurufen, ein ähnliches Gesetz hätte annehmen können, nicht beantwortet habe. Der Pariser Sozialist Eiomskt erklärte, he Vorlage Paul Boncours entspreche in keiner Leise der sozialistifchen Auffassung vom Kriege. Gine» derartigen Plan dürfe man übrigens nicht aufbauen, intern man sich auf die gebrechlichen Garantien der Bestimmungen des Völker­bundes stütze. Der Völkerbund habe den Wunsch, immer mehr Syndikat der Re­aler ungen zu werchen Schließlich wurde eine Kommission von 16 Mitgliedern ernannt, die eine einheitliche Tagesordnung ausarbeiten sollen, um die Ginheit der Partei zu wahren. Diese Kommission trat kurz nach Mitternacht zusammen. Sie einigte sich auf eine Tagesord­nung. die vom Qlationalrat mit 299 gegen 208 Stimmen angenommen wurde. Darauf wurde die Tqguna des Rationalrates um 5 llfrr vor­mittag- geschloßen Der Tert der Tagesordnung ist noch nicht bekannt.

Das neue Bündnis in China.

Pari-, 26. Juni. ( WB.) lieber da- Bündnis Tschiang-kaischek- und Feng -yu Hst angS zur Bclämp ung de-Bote Ichewismu» teilt hu* HavaSagentur an» Schang­hai mit: ..Die zwischen den beiden Generalen zustandegekommene Vereinbarung bildet ein Kompromih zwischen der Qlufjaflung Feng- nudsiangs. der wegen seiner persönlichen Bc- ,.epung«n zu Rustland Hankau g e g e n ü be r i e u t ral bl eiben wollt«, und derjenigen Ichlang-katschekS, der gegenüber Tsang- 1 o l i n lleutralitat bewahren wollte, leng-tiubfiang hat fiai bereit erklärt, bffent- ch mit den Lankauer Kommunisten zu btt» den und auch mit Borodin. Tschiana-kaitchek erbe auf der Linie Peking Pukau und Feng- -uhsiang von Aantau auS gegen Peking nrruden Das Abkommen enthält aufrerbem eine nzahi veuvaltungsrechtlicher und politischer Be- mmungen "

Die tRegierungshoalitton in Preuhen.

Berlin. 27. 3uni. iPnv.-Tel. des üb. QL) Sie Weimarer Koalition in Preusteu hat in den Men Tagen wieder einmal gründlich au spüren eConimen. auf wie schwachen §üfwn sie doch steht iur Beratuua stunden im ÜanbUZg zwei Gesche ie beide nicht bi« Zustimmung bet Öp- oofitiou spart eien fanden 3cntrum und Sozialdemokraten uk-IUch »«doch mtt aller Gewalt he Verabschiedung erzwingen zogen sich Dabei aber eine Rtcdcrlage ikxl> der anbvrcn zu. Io dah zunächst einmal bu- Erledigung der La n d- gemeindenordnung bis auf den ^erbft verschoben wurde. Das Polizeibeaniten- g « s e v wird aber das gleiche Schicksal h.»dcn Aus der abkbmmben tzaltung der ÜNrohuon txr- sucht nun dir Preve der Linken zu konstrv.ier,n. he

sei die Folge einer Absage an di e Deutsche VolkSpartei. bie angeblich bean.nagt habe in die Regier ung ausgenommen zu werden. Ohne auf dtcse QZchauvtung tir.^efren zu wollen, kann man «ich doch ,rl >'tigea letr.e Lppofiliongpartei so töricht sein w.rd mehrere Monate vor den Neuwahlen in eine Regie­rung eintreten zu wollen, «gen bi; sich der ganze kommende Wublkampi rich cn tmrfr. Aber die Borgüngc der letzten Tage hab der LigicrurgS- koalition peinlich, sie w:U daher diesen Eindruck abkchwachen. Sic würde iedoch wesentlich weiter kommen, wenn fir auf Die Oppositionsparteien etwa- mehr Rücksicht nehmen würde, als bis­her. Daß sich die Rechte so nicht weiter bibanbein läfjt Hal sie der Wcrmarer Koalition in der ver­gangenen Woche wiederholt eindringlich zu Ge- müU geführt

Das Kriegsgerätegesetz.

Wie wir bereit» berichteten, ist ht diesen Tagen der im Reichswinichaftsminister um auf Grund der Vereinbarungen mit der Botfcha'er» konserenz im Januar d. 3. fertiggeftellte önte tourf. nachdem er sowohl vom Retchsrat wie Dom Reich-Wirtschafts rat genehmigt worden. der die Regelung der Herstellung von Äriegtgerät auf gesetzlichem Wege ersaht, dem Reichstag zugelenet Worten. W'c bekannt, beruht dieses Gesetz auf den § 168 170 des Versailler Vertrages, die besagen, daß Deutschland die Anfertigung von Waf­fen. Munition und Ärieg*gerät aller Art außer­halb von Werkstätten und Fabriken bi« nicht von feiten der Alliierten genehmigt fmb. unter­lagt ist. DeS weiteren ist die iS i n f u fr r von Waffen, Munition und Äriegtgerät jeder Art nach Deutschland ausdrücklich verboten. Aus Grund dieser Paragraphen stellte Deutschland bereits im Jahre 1921 ein Gesetz über da- Ari«g»flcräl fertig, da- aber zunächst den ganzen Komplex noch nicht vollständig umfaßte, allo nur vorläufiger Tiatur war und deshalb her «Entente nicht genügte.

2S setzten nunmehr jahrelang« Ve.handlun- gen über bie Ergänzung dieses Gesetzes ein. die erst Ende Januar m Paris im Rahmen Der Auflösung der 3. M. Ä. X. ihr Ende fanden, nach­dem in dem sog. Genfer Protokoll vom 12. De­zember 1926 feftgeftellt wurde, daß die diplo­matische Erörterung übet die Frage des Kriegs­materials von der Botschaft, konferenz fortzu- setzen fei. Damit ist nun also, vorausgesetzt. dah dieser Entwurf im Reichstag angenommen wird, wnS nicht au bezweifeln ist, die Materie der deutlch n Abrüstung vollständig erledigt. LS Verbleiben lediglich nur noch Abwicklung-- geschälte. deren Erfüllung jedoch feine tzrohe deit mehr beanspruchen wird. AuS diesem Grunde dürfte eS wirklich angebracht sein, dar­aus hinzuweisen und dies auch besonders zu unterstreichen, daß eS Deutschland in seinen Zu­sagen in jeder Beziehung ernst genommen hat, und daß es seine Zusagen termingerecht er« fül It hat. E» wäre deshalb an der Zeit, wenn sich auch die Gegenseite auf die prompte Erfüllung ihrer Verpflichtungen besinnen würde.

DaS Gesetz besteht im ganzen auS 13 Para­graphen. Während in den § 1 und 2 noch ein­mal bie Bestimmunaen des Versailler Vertrage- wiederholt werden, beschäftigen sich bie H 3 unb 4 mit einer genauen Spezifikation de- Begr.ffes Äriegögerät, wobei nicht weniger als 53 verschiedene diese Materie betreffende Positionen angeführt tveeben. Rachd.m in den 8 7 und 8 noch im besonderen die Verwendung von Spreng­stoffen behandelt wird, beschäftigen sich die wei­teren Paragraphen mit den angedrohten Strafen bei einer eventuellen Ucbertretung des Gesetzes. Wer den Vorschriften deS Gesetzes zuwiderhan- belt, wird mit Gefängnisstrafe bis zu 6 Monaten oder mit Haft ober mit Geldstrafen bestraft. DaS Gesetz selbst tritt mit dem auf bie Versün­dung folgenden Tage in Kraft. Auch dieses Ge­setz bedeutet einen liefen Einschnitt in das deut­sche Wirtschaftsleben. ES darf aber nicht ver­gessen werden, dah bei seiner Bearbeitung auch die Vertreter der verschiedenen Industrien zu­gegen waren unb selbst auch an der Formulierung der einzelnen Positionen beteiligt waren.

Die Rheinlandbesetzung.

Gin amerikanisches Zeugnis.

Die Frage der Rh e i nl a n b b e f e t * jung steht gegenwärtig im Mittelpunkt des allgemeinen Interesse- unb das deut'che Volk ohne Unterschied der Parteien ist einig in dem Willen, da- ihm Auftcfrenbe Recht auf ein freie- Rheinland mit allem Rachdruck zu fördern. Wie von Anfang an Frankreich allein eS war, das Deutschlands Rechte mißachtete unb immer neue Gründe suchte, die Rheinlandbesetzung zu verewigen, ist bekannt, ein wichtiger und gewiß unverdächtiger Zeuge ist General - enry T. Allen, der al- Oberlommandiereni'er der amerikanische^ BesatzungSarmee und .Beobachter­in der Rhelnlandoberkommission genauen Ein­blick in alle Vorgänae hatte. Er hat soeben ein neues BuchS i e Besetzung deS Rhein­land«-" geschrieben, da- in Stürze im Verlag von Reimar Hobbing, Berlin S5V? 61 erscheinen wird, wo schon das . Rheinland - jage» b u ch" des Generals veröffentlicht wurde. Der Deist voller Unparteilichkeit unb vornehmer Den- kungsweise, der Allen auSzcichnet, Wehl uns auch hier entgegen unb kommt in der rückschauen den Darstellung noch mehr zur Geltung, als in ben kurzen Eintragungen des Tagebuches. Die Be­setzung desXbeinianbct wird in allen AuSwtr- kungeu für daS Land unb feine Bewohner, wie für bie Politik der besetzenden Mächte geschildeN. Diele- Hal Allen im Rate der Rhcinlandober- kominission für bie gerechte Sache der deutschen Bevölkerring burchgcseyl, mehr noch verhindert, wenn er auch manchmal resigniert sagt .Wortlaut der VeNräg« und Gerechtigkeit sprachen für Ge­nehmigung der deutschen Forderung, die Mehr­heit der Kommissar« yigte sich auch dafür geneigt, aber der französische XommiMar erklärte . und setzte wi« gewöhnlich feint Ansicht durch" Das Buch General AllerrS verdient in weiten Äreifen bekannt unb verwertet zu werben zur Unter* stützung unseres Rechts am Rhein.

Die Auswertung der Dersorgungsansprüche der Offiziere.

Berlin. 25. Juni. Der 11. Senat des Rtichsversorgungsgerichtes hat in der Rekurs-Instanz entgegen viner Entscheidung des VersorgungSqerichteS Erfurt . rneul dahin tnt'chie- dtn. d,'.h bi« ^.rsorgung-an'pruch« her OffUicrt

au» bet Inflationszeit nicht auf gewertet werden I dürfen Damit hat fich das Reichs.'ersorgungSge- rich: cmeid m Gegen >ay zu der ständigen Rechtsprechung deS RetchSaerichtes gesetz:. Sc'.rens der OfstziTre wird beabsichtigt, die Frage ome cabertn 6er.it zu erneuter Prü ung und einer nbrreichrnLen Sn: cheidung zu .:o'.tr- buileTL

Die Arbeitslosenver.cherung.

Berlin 26 3iuri tWelfs.' 3m Reichstag tag herrschte CamStag Ruh« Aach intrdraf'.io» n«Tle Besprechung:n fanden nich: leit Rur der Sozialvolititche Au-schust hielt eint Sitzung ab. in welcher er bie zweit« Lesung der Arbeitslofenverftcherung fcriklte. Eine lus'ptadjt entspann sich um bi« Forderung de Ltr.fe* irtei.n den getzpbenen Ange­stellten ein« freiwillige Versicherung zu ermög­lichen Von den RegieruttgSparteien wurde er- toibert. man könne bie finanzielle Lrapweu« n cht übersehen, ferner könne man di« Versicherung vielleicht au-bauen. Schließlich wurde eine Be­stimmung anernommen. wonach Angestellte, di« wegen Ueberschreitung der Gehaltszr.Ttze aus der Versicherung aiGkchelden. sich weiter frei­willig vtrfichern können Auherdtm wurde di« bisherige grundlegend« Bestimmung ge­strichen. bie gelautet hatte Der feine Beschäl- tigung als Arbeitnehmer aufgegeben oder verloren hat. ist nicht arbeitslos, «olanae er den erforderlichen Lebensunterhalt er­wirbt oder durch Tkarbcitur q des vorhandenen Grundbesitzes oder Fortführu.ig eine- vorhan­denen Betr.ebes erwerben kann. Vicht arbeits­los ist auch der Ehegatte einer solchen Person, die den gemeinfaracn Lebensunterhalt erwirbt ober erwerben kann

Mus aller Welt.

Lechs Perioneu Cvirr eines(iitüuiiflläde.

iln einem Bahnübergang Der Raheburger Aller wurde Samstag vormittag ein von Radeburg kom­mende» Mulo von dem beschleunigten personenjug Cübrrf Stellln ersaht und eine Streife mikgefchleist. Sech» Personen wurden aus der Stelle getötet und da» Auto irrtrümmerl. Da» tluto näherte sich dem Bahn­übergang in demselben Augenblick, al» von Mecklen­burg kommend ein beschleunigter Personen,ug In voller Fahrt herannah le. Die Schranken de» Bahnübergang» waren nicht geschlos- s e n. 211» der ftraitroagen fich auf den Schie­nen besand. wurde er von der Cofomolioe ersaht und sämtliche Insassen fielen auf bie Gleise. Der Zug schleifte den wagen, der voll­kommen zertrümmert wurde, mit sich fort, wobei sämtliche Mitfahrer getötet wurden. Nach kurier Zeit wurde der Zug jum halten ge­bracht. Bei den um» Leben gekommenen Personen handelt es fich um die Eheleute Hans D e b a i d (Hamburg) und um die Eltern des Ehemannes. Der Harne des Chauffeurs ist noch nicht feftgefleUt.

3n einer Unterredung, die ein Vertreter der Lübecker Anzeigen" mit dem Schrankenwärter hatte, erklärte dieser u. a.: Da um 11.38 Uhr der Zug, der den Bahnübergang um 11.40 Uhr parie­ren sollte, noch nicht gemeldet war, nahm ich an, dah er Verspätung hatte, und begab mich nach dem in der Näh« liegenden Acker. Inzwischen muh da» Läutewerk ertönt haben, und ich habe e» infolge de» herrschenden Sturme» übergört. Al» ich |ur Bude znrück- kam, war da, Unglück bereit» geschehen.

Lchncc im Achwariwald.

Freiburg, 27. Juni. (WIB. Funkspr.) 3m versolg der kühlen Witterung unb der leichten 7! jeder- schlage der letzten Tage kam es gestern abend im südlichen Schwarzwald zu starken Regel­fällen bei erheblichem lemperatur- rürfgang. Auf dem J elbberg stand da» Ther­mometer auf minus 0,4 Grad Celfiu». heute morgen gegen 8 Uhr zeigte da» Thermometer minus 0,1 Grad Celsius an. Jn den Rachtstunden ist aus dem Jclbberg Schnee gefallen. Die Schneehöhe beträgt zwei Zentimeter.

Tragische Joigen einer stesselexplosion.

In der Räh« von HoheNstaaten ereignet« sich auf einem Oberbampfer eine Kelsrl- ejplofion, der zwei Menschen zum Opfer gefallen sink». Der Dampfer wurde beim Durchtchleusen durch bie Saatener Finowschleus« durch die he rein strömenden Waslermengen g e- fl e n bie öchleusenwände gedrückt und chwer belchädigt. Bei dem Anprall stürzte «ine Frau mit einem zweijährigen Kind in den Maschinenraum, in dem im gleichen Augen­blick durch ben Anprall eine Kesselerplo- f i o n erfolgte. Die heranströmenden freisten Waslerdämpse verbrühten Mutter und Kind der­art schwer, datz sie ihren Verletzungen alsbald erlagen.

Berufung im Aaffrler Strafenbahnprozest.

Degen da- Urteil im Kasseler Strastendahn- Droz eh. durch daS. wie gemeldet, der Wagen­führer Gerlach unb der Schaffner Hentrich von der Anklage der Transportgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung an 23 Personen freigesprochen worden sind, hat der Ob« r- staat-anwalt in Kastel Berufung einge­legt.

Ausschreitungen

eine» betrunkenen Droschkenchaussenr».

6in Berliner Drolchkenchaufseur fuhr ohne Licht mit einer Stundengeschwindigkeit von 80 Kilometer die Oranienburger Ehauste« entlang und gefährdete Passanten unb Auto­mobilisten. Die Kraftdroschke stich auf einen Plattenwagen auf. besten Führer vom Bock ge- schleudert unb schwer verletzt wurde. Als ein P o - lizeikommissar den anscheinend betrunkenen Ehaustcur feftfldlen wollte, fielen dieser und die beiden Fahrgäste über den Beamten her. dem da­bei der Daumen her rechten Hand ab« gebissen wurde Erst als Landjäger dem schwer vebrängten Beamten zu Hilf« kämmen, gelang es die Rowdy« zu überwältigen und fest zunehmen

Tfierfrourbigcr Selbstmordversuch.

Am Eingang dcs im Berliner Westen üe- genben fiilmtbeater« Givria-Palast hat sich em 18iübriger Schlosser Herold Ulamfta auf offe­ner Stran« «ine Äugel in den Kopf gefchostei». nachdem et vorher anontzm bie Redaktion der .Vofs Ztg." angerufen hatte und bt'.ngenb un erregten Don ersucht hatte, etnen Berichterstatter vor ben Gloria-Palast iu entsenden da sich dort pünktlich um 4.15 Uhr ..etwas Intereff ante« ereignen würde". Die Redaktion hatte die $olitet zur Entsendung eines ÄruninalbeamNn veranlagt, der aber den Selbstmord nicht mehr verchntdetn

konnre. Llam'la. frort mit großer Pürcktlich- !e r den Revolver in dem Augenblick ad>ruckte, wo 6;t XI51 der Gedächr.^sl ich« Viertel schlug, wurde ins J'caaknfraud geschafft.

Zolgeuschwerer , Scher,'.

Zwei iuage Meute in der Deutsch« Ma- Ichiuenlavnk ia K »b l e n » bit ae e.ncm Cutt* Hammer k i dem Lusttchlauch hantierten, bet f eben Arn:». fc un Druck hatte, richteten ben Schlauch auf einen Kameraden. S.e Preßluft rr.fr dem Unglücklichen den Kör­per. ko bdfr er an ben erfttenrr B-rstümmelg»* gen starb

Sein« tirbeitWoUfg* angejunfrrt.

Ter Steinarbeiter Zoleph Dürmler ie der Motorenzelle des Scho'.:crwerkrs tu H fl bei Sim­bach begoß mutw.lltgcrw«ke seinen Ar beitfrf ollegen Kreil i na« r mit B cnzin und zündete die durchtränkten Kleiber am Körper beweiben ae. Ättihnger. der «ich Ieiner Kleiber nicht schnell genug entledigen konnte, trug äuherst schwere B r a n dve r 1 e tz u n ae n am ganzen Körper davon Von Gewtssensblsten geplagt, beging Dürmler einen Selbstmord­versuch durch Erhängen konnte aber noch recht­zeitig abgcschnitten werden

von einem steiler zerfleischt.

Gin Winzer aus Enkirch iMoselj wurde im QBalbe. als er mit dem Aufbitt den von St­iem bclchälttat war. von einem au- dem Dicktet bervorbtc cn.en angelcholsenen Äetkr ange­fallen und in Stuck« gerissen so daß L<r Tod sofort «inttat.

Wirbelsturm in Rufrlanb

Fünszia Kilom«tee von Z f <fr i t a wütete eti heftiger Wirbelsturm, bet von einem ^agellchlag begleitet war. besten Körner Zaubernelergröste uberst'.egen Biel Vieh wurde getötet, zwölf Bauern verwundet. Durch einen hebenftünfrigei Aegenguh wurden in mehreren Bezirken des Gvuv.rnements Smolensk die Saaten weg­geschwemmt. Die Flüffe find über die Uf«t getreten. Ein 24stündiger Rrgenguh bei Rvkinsl an der Wolga zerstörte di« Ufer und verursachte Erdstürze.

Zunahme der lodessüst« in Frankreich

Aus der von dem Arbeirsmimster ver­öffentlichten Statistik der Bevölkerungsbewegung in Frankreich im ersten r 1 -<27 ergibt

sich ein lleberfchuh der Todesfälle über die Geburten in Höhe von 32 252. 3m ersten Vierteliahr 1926 war ein Geburten­überschuh von 9091 zu verzeichnen. Die Ver­schiebung gegenüber dem Vorjahr beruht weniger aut einem Rückgang der Geburten ।von rund 195 000 auf rund 190 000). als auf einer Zu­nahme der Todesfälle von 186 000 auf 222 000.

Di« Meuterei in einem amerikanischen Berg werf.

Di« in «iner Ä b'«ngrui« beschäitiaten Straf- g«fangen«n d«S D«sängnifs«s von Lansing iKan- ♦ofr), unter denen, wie gemeldet, wegen Verbot her Raucherlaubnis ein« Meutere i ausge­brochen war. sind nunmehr ans Tageslicht gekommen. Viel« von ihnen waren bei «irem schrecklichen Kamps der sich unter ihnen ab­gespielt hatte, verletzt worden und einige wurden in ein Krankenhaus verbracht Rach ihrer Schilderung muhten sie ungefähr 50 Gfftremisten, die als Führer auftraten, überwältlaen. bevor sie an bie Erdoberfläche zurückkehren konn­ten. Sie fochten, durch Hunger zur Verzweiflung getrieben, mit diesen einen erbitterten Kampf aus Di« Gefangenenwärt«r. bie seit Dienstag in dein Bergwerk «ingeschlossen waren, hotten seit dieser Zeit nichts gegessen.

Unfall durch ein alte» Geschotz.

Auf einem im Bezirk des ehemaligen Trup­penübungsplatzes Druck an der Leitha gele­genen Maisfeldes batten Feldarbeiter «in noch aus der Kriegszcit stammendes altes Ge­schoß gefunden und beiseite gelegt. Gin ISjäfrri« aer Arbeiter, der zu der Gruppe neu hinzukam. hob das Geschoß vom Boden auf. warf «s aber dann auf die Borsichtsrufe der anderen Ar­beiter wieder weg, wobei d auf einen Stein traf unb «rplodierte Ein Arbeiter den Gruppe wurde von einem Splitter getroffen, der Bursche selber schwer verletzt.

Derfebreübergabr der Regent-Street In London.

'Regent ötrevt. bit größt« Geschäfte« ft r n fr e London), trug am Donnerstag aue Anlaß ihrer Verkehr-ubergab« durch den Kdnig nach fast uolhogenr- Kn Umbau be» ganjen

oirabeajuge» reichen Slaagen- unb Blumenschmuck. Auf dem Weg« zur Universität zur Teilnahme an der Jahrhundertfeier durchfuhr da» KSnigepaar im Vierspänner bie unter« und obere Straße, bte von beiden Selten mit Publikum dicht umsäumt war.

Reid)»bunb deutscher Kunsterzieher.

Unter lebhafter Beteiligung der Spitzen bet Behörden tagten in Karlsruhe bie Reichsvar» bände akademischer Zeichenlehrer und Zeichen­lehrerinnen. Es wurde der »iufammanschluh mit den Reichsvrganisationen der akademischen Mu- hßefrrer b^ckUossen unter dem Rarnen Reichs­bund deullcher ÄuntterAiefrcr Die Gründung dieser gröberen Organisationen entlprach dem wachlenorn Interesse brr Schulbehörden für Me künstlerische Erziehung unb der Erkenntnis des ibrelen und orakuschen WeNes der Kunstlächer. Auster den Vorträgen des ilniversitätsprofessorO Dr. Litt (Leipzigt: .Vom Bckbun.1-ganzen unb der Kunfterziehuna" unb des Mu 1 eurnsbirektors Dr. Harblaub lMannheim, .Imvretlionismus. ^rpressionismus und neue Sachlichkeit in Ihrer Wirkung auf bit Kunsterziehung", bot die groste Au-sttllung von Schülerzeichnungen aus ganz Deutschland «inschl Oefterretchs im Dumgene- gebäude ausserordentlich viel Anregendes. Die Ausstellung letfltt ein erfreuliches Bild von dem ungeheuren Aufschwung des Kunstnntereichts in den knien Jahren Bei dem Elser, dar hier aus Jugenb und Lehrerschaft sprach bad man dem Kunstunterricht an unteren höheren Schuten nur herzlich trundxu bafl ihm endlich die Wür­digung Auietl wird, bit tfrm gebührt, nicht nur leiten» ber Behörden, sondern auch in der brei­ten DeffentlldfrCeit

stHcktervsraNtzsage.

Borläuhg unbeständig, wechselnd wolkig, kühl mit vereinzelten Schau erregen.

Gestrige Iaat<temperatu«n Marin»um: 16.0 Grad Lelstus. M.n mum S2 Grad Eelfius.

Rt-derichläge OjB Milttmeter.

heutig« Atorgentemperatur: II2 Grab Eel- fius.

Wttterungsausfichien für Mittwoch. Fort­dauer des veränderlichen WnierunOschataktens.