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des 13. Jahrhunderts bet viel höhere Lhor oue dem Jahre 1393 3n ber Dreifaltigkeit-- kirche ber Kirche bei im Hmentriertel ge­legenen AugustinerklLsters. hat Alsfeld r.r ch ein zweites Gotteshaus Don bem JöoÄet selbst ist nur noch wenig erhalten. Hinter ber Kloster- anlage flnb noch Hefte ber Staftrbefestigung qu tehen. bereu einziger übriggebliebener lurm der Leonhardsturm ist

Die Hachmitragsstunben benutzte ber Verein zu einem Dang nach bem nahgelegenen Dori Altenburg Aus einer Anhöhe im '^»chtoft- garten steht bai Hiebeseliche Schloh Dai An- wesen, bai ehemals ben yefti'chen Landgrafen, bann ben Herrn von Lieberbach unb von Homrvd gehörte, ift seit 1432 im Delitz ber Herrn von 5kMeL

Oberhessen.

Landkreis «letzen

Hlbodj, 25. Mai. Bei dem Wertu ng» fingen bei Sängerbünde«C b o 11 i o* am vorigen Sonntag in Nonnenroth errang ber hiesige Gesangverein ,,Sä n g e r k r a nmit Ißl Punkten die höchste Punktzahl. Ihm folgten die Gesangvereine von Hattenrod und Lfndenstruth mit je 158) Punkten

Climbach. 26. Mai .iu unserer Meldung vom Montag über die Folgen eine« gefähr­lichen Kinderspiel« mit dem Beil teilt un» ber Vater de« verletzten Mädchens. Herr Lehrer Schöne, mit. das, Infolge der Hilfeleistung durch Dr. Kunz (HUenborf a. d. Ldo ) die Folgen ber Fingeroerletzung bei Kinde« auf ein germaes Matz vermindert wurden, so dotz ber Ung(ü<f«faU noch glimpflich verlaufen ift.

Püdbing«hausen. 25. Mai. Unter star­ker Beteiligung der Einwohnerschaft und zahlreicher Gäste feierte der Krieger ve reinRabenau- Ruddi na «Hausen fein 50jährige« Be­stehen. von ben 25 (Brünbern de« Verein« leben noch Peter Schmidtl., Johanne« 6e i pp I. und Ehr. Dietz- Dechenbach Nach gemeinsamem Kirch­gang wurde da« Andenken der gefallenen Helden in würdiger Weise am Kriegerdenkmal geehrt, wo­bei der 1. Vorsitzende, Forster Knlberlah. nl« .-Zeichen der Erinnerung einen Kranz nieberlegte, während Pfarrer Thorn die Ansprache hielt und dabei ben Kriegerverem au seinem 50jährigen Be- stehen beglückwünschte. Anichlieftend wurden im Ber- emilokal Ehrenurkunden der ,F)alsio", sowie ein Fahnennagel durch ben Bezirkevoriiszenden. Lehrer H o t b (Brünberg Überreich« Rach dem Vortrag Aweier Prologe trug ber Mannerchor Büdding»- Haufen unter ber Leitung feine» dbormeifter« eine Anzahl Lieder in vollendeter Weise vor. abend« Ichlotz sich die Aufführung de« Schauspiel» rodjlageter« Heldentod' an. Der Kriegerverein Bobenau" kann mit Genugtuung auf die wohlgc- ungene Jubiläumsfeier zurückblicken.

Kreis Aricdberg.

Bad-Tlaubeim. 25. Mai Das Kur- Heim ber hessische n Krankenkassen, bas in bem durch Kauf erworbenen Hotel .Im­perial" am Dahnhos eingerichtet worben ist. würbe gestern in Anwesenheit der Abgeordneten hzr Krankenkassen. Vertreter ber Behörden und ge­ladener Gäste eröffnet. Der Vorsitzende Tornau des Landesverbands Hessen und Hestcn-Hatfau des Verbandes deutscher Krankenkassen hielt die Eröffnungsansprache Glückwünsche überbrad)len Bob- und Kurdirektor v. Doehmer. Ober» regierungsrat Pennrich vom Ministerium für Arbeit und Wirtschaft. Dr. Hobt (Frankfurt a. M.) für den Provtnzialverband ber Aerzte von Hessen-Hassau Deigeordneter Kling für die Stadt Dad-Dauheim. Präsident Krug von Hidda für das Oberversicherungsamt Darm­stadt. (Sine Führung durch die neu hergerichteten Häume überzeugte die Anwesenden von bet Ge- htcgfulNtl und Vehaglichkeu ber Ausstattung. Der TiennunaSausschuft zum biesjährigen großen Helt» unb Fahrturnier, das am 11. und 12. Juni auf der .Holen Heil' zwischen Deich­baus und Golfplatz sich abfpielen wird, brachte Bennungen prominenter Frankfurter Turnier- leute; fo nannten u. a M. 3. Oppenheimer, Paul Heil, Frau Flersheim, Hans Fiersheim. Dr. Döienandt. Don auswärtiaen Ställen sind besonders zu erwähnen' der Stall Starck, drr mit sieben Pferden kommt Graf Wilhelm Hohenau mit seinen bekannten sechs Spring­pferden. Köln wird durch die Ställe des Freiherrn Eberhard v. Oppenheim, des Hofrats Alden- Hoven und des Herrn Koerser rcrtreten fein.

i Kreitz Büdingen

_ Hidda. 25. Mai. Dell seither in einigen urnliegenden Orten noch Me Klauenseuche herrscht, konnten ui nn Iahte her noch keine kal en derma tzigen Schwe nemLrkte abgehallen werden. Heute fand nun ein autzerterminl.cher Schveinemarkt Katt, bei recht gut bt» iobren und von Kauft lebhabern stark besucht war. lls standen etwa *2? Ferkel unb Einleger zum Verlaut. Die Preise waren, fr.- auch auf en­teren Märkten Oberhessens, vertzälttusmätzig ge­drückt 2s kostete je ein Paar sechs Wochen alte Ferkel durchschnittlich 24 bis 27 TM.. acht Wochen alte Tiere 30 Mk. Einleger im Alter von etwa 14 kns Id Dachen kostete das Paar 72 Mk. Ss blieb ein geringer lleberstand Die hiesige Realschule unternahm gröhere Schüler» nusflüge. Ihc oberen Klassen hatten am Dienstag eine zwellämg« He fe an die Berg­straße und nach H e i b e l b e r a angetreten. 3te mutieren Klaffen hatten such Braunfels als Heifatel gewühlt, unb die jüngsten Schüler besuchten heute die Saalburg,

gr. Dauernheim, 25. Mai. Be, günstigem Detter wurden tiefer Tage die B« r I u chs - selber des Landwtrtschaftsamles Büdingen bet Herrn Schulte-Overbeck In Dauernheim be- ' chtigt. Trotz günstigen Arbeitswetter« waren bald 100 Landwirte, nicht nur aus dem Kreise Büdingen und Friedberg, sondern von allen an- gerrue: ben Gebieten ertcheenen. Auch dies ist wohl ein Beweis dafür, daft überall grobes In­teresse für bis Dünnsaat besteht Gröhtes Erstaunen nef ber Feibbeftanb hervor Die Land­wirte wollten kaum glauben, dah man hier nur ein Zehntel ber gewohnten Ausfaatmenge bem Felde anoertraut batte. Hecht lehrreich waren b*.e Ausführungen von Direktor Grimm, der ben Landwirten empfahl aus dem Geschauten die notwendige Lehre zu ziehen Aber nur der Land­wirt. der mit den Grundbegriffen ber Ernäh­rungslehre bekannt ist. der die Bodenbearbeitung beherrscht, kann mit Erfolg zur Dünnsaat über- gef-en. Größtes Interesse wurde ferner ben beiden Hackmaschinen ent gegen gebracht, die gleich- zeittg vorgefübrt wurden. Hayes Hackmaschine .Pflanzenhtlse". wie auch die f'-Hacke Zeigten, das» sie bet richtiger Führung gute Arbeit leisten können. Die Hackmaschine ist die Grundlage für eine erfolgreich? Anwendung der Dünnsaat, denn ohne Hacke must es bei dünner Saat zu Fehl­ern! en kommen. Schließlich konnte noch eine neu» angelegte Milchmelkanlage besichtigt wer­den. die sich Herr Schulte-Overbeck erft vor kurzem beschafft bat Gs war ein schöner, lehr­reicher Tag. und hocherfreut reiften die Teil­nehmer ab. mit dem Bewusttfein. etwas für ihren Betrieb gelernt zu haben.

Kreitz Schotten.

-* Schotten. 23. Mai. Der Feftzug an» läßlich des bevorstehenden Gesangswett- ft reit e« verspricht In der geplanten Aus­gestaltung einen ganz besonderen Heiz auf die Schaulust auszuüben. Soll doch dem deutschen Volkslied dabei eine eigenartige Ehrung zu­teil werden, indem verschiedene unserer schönsten Volkslieder durch geschmackvolle Gruppierung sinnig dargeftellt werden sollen. 11. a. wird ber hiesige D. H 6. ein geeignetes Wanderlied, der Schützenverein ein Iügerlied zur Verkörperung bringen. Iie Innungen tra­gen sich mit dem Gedanken, das einstige Zunft­wesen. da» in unserem Städtchen In hoher Blüte stand, im Festzuae in historischer Aus­machung zu veranschaulichen. Baurat Hob» nagel ift als künstlerischer Beirat gewonnen.

Gaubad). 25. Mai. Gestern abend fand eine Sitzung de« Gemeinderals mit um­fangreicher Tagesordnung statt. Der Vertrag zwischen dem gräflichen Haufe und der Stadt Laubach. betr. Verpachtung der städti­schen Ziegelei wurde im wesentlichen nach dem Entwurf, über dessen Grundzüge wir schon berittet haben, genehmigt. Die Anschaffung eine» Sprengwagens wurde beschlossen. Der Bürgermeister wird Erkundigungen über die per- schievenen Systeme, sowie die Kosten der An­schaffung einziehen. Die Stellen eines st Übt. B au m w a r t s und eines Totengräber« (ber Friedhof gehört ber politischen Gemeinde s find erledigt. Durch die OrtSfchelle soll zur Mel­dung aufgeforbert werben. Der Antrag der Direktton der H e a l s ch u l e betr. Freistellen wurde zur Kenntnis genommen. O» soll jedem Einwohner Überlassen Bleiben, sich einen Das-

Millionär ohne Geld.

Der Roman einer Wette.

Bon E. Philipp».

Copyright by August Scherl ® m. b. H., Berlin.

25 Fortsetzung. Nachdruck verboten

Morgan schüttelte still den Kops.Geh doch mUr sagte Rrou Harnet rasch.Unb wenn ich nicht im Dege bin. ein Gläechen Stout wurde mir ganz Sui tun. Hören wir den jungen Mann nur an, mo«!

Blitz führte die beiden in ihr gewohnte- Gast- bau«. Er selber trug die drei Glaser zum lisch Aus gute* Glück!"

Morgan tat ihm trübselig Bescheid. deine st rau schob ben Schleier hinaus unb schlürfte von ihrem Bier. Obre Hande waren rot und a bearbeitet. 6te sah Blitz ängstlich an.

»Also Horen Ste! Ich kenne einen jungen Men scheu einen richtigen Narren. aber er ist mit mir verwandt. Für mich tut er nicht« mir bat er immer nur geschadet. aber anderen Leuten "weist er gerne eine Seiälligkett. denn er schwimmt m Gelbe Ich bin sicher, datz er Ihnen etwa» leiht! Morgen mittag werden Sie e« haben. Ich gebe Ihnen mein Don daraus!"

Die beiden Alten schöpften neuen Mut. schienen aber ke,ne«weg» üderzeuat Blitz ging zum Schank- t'ich unb holte noch ein (Jia« für jeden. ..Ihr Mann und ich", sagte er au ßrou narrtet .Haben jeden Abend hier ein Gtaechen getrunken. Heute wollen wir un« zwei vergönnen! Ich sehe, datz Sie mir '"chs recht glauben, aber Sie können sich fest auf »'ich verlassen. Morgen um eis bringt ich da« Gew'"

Menn da« wahr ist." seyluchzte die Frau. Jo tonn ich nur sagen, datz wir wie segnen werben nler Leden lang!"

Genau fünf Minuten vor «if am folgenden lag trat Blitz durch die Tür de« kleinen Bureau«. Frau narrtet lehnte am Fenster unb Jab aut die Strohe biruni«. Al« sie sich mndrehte. nickte er ihr lächelnd ui. ..Alle« in Ordnung!" Er zog rtne /Kmboofi Banknoten au« der Tasche

Sie stürzte zur Tür. die zum Keller führte. ,,'2üno«! Amos! Der junge Mann ift da! Er hat es mitgebrachk!"

Morgan lieh seine Maschine stehen unb kam mit unglaublicher Schnelligkeit die Stiege herauf. Wie im Traum taumelt« er zu seinem Pult Plötzlich fatzte er seine Frau bei der Hand. Beide gingen linkisch zum Fenster unb standen dort eine Weile eng um'chlungen. .Hol' mit der Teufel!" sagte der alte Mann mit bebender Stimme und begann sich geräuschvoll zu schneuzen.

Blitz zündete umständlich eine Zigarette an. Al« sie sich umwandten, batte er seinen Stuhl zum Pult geruckt und tat. al« sähe er ihreRührung nicht. Er sprach in gttchoftsmätzigem Ion.Der verrückte Kerl mar gerade In der richtigen Laune, al« ich zu ihm kam. Ich erklärte ihm unsere Schwierigkeiten, und er macht Ihnen ein Angebot, da» Sie hoffentlich an- nehmen werden. Hier sind die hunbert Psund für die Maschine unb was der junge Mairn vor- schlägt. Ist folgende«. Er will Ihnen fünfhunbert Pfund vorstrecken ich habe da« Geld hier liegen Bestätigung und fünf Prozent jährlicher

..Patzt Ihnen da«, Herr Morgan?"

,.®a«?" fragte der Alte unsicher.

,Db Ihnen da« patzt? Wollen Sie bat Geld zu diesen 'Bedingungen annehmen?"

Morgan lief) jetzt seinen Gefühlen freien Laus. Er legte den Kopf auf die Arme und schiuchzte laut am. Seine Frau fotz neben ihm und streichelte ihn zärtlich.Danen eie, bi» er sich beruhigt. Herr Blitz. Dir haben e» beide schwer gehabt So oft wir r« ein Stückchen öttterprbradx hatten, wurden anr ®teber zurückgeworsen. Siebzehn Jahre lang haben wir niemals mehr ai» zwei oder drei Psimd die Woche .zum Leben gehabt, und stet» ist irgendein Unglück dazwischen gekommen, und da« letzte letzt war wohl ein wenig zuviel für ihn Aber nun ift ja da» Geld da. nicht wahr. Herr Blitz? Sie nehmen e« nicht wieder weg?"

Blitz stopfte die Banknoten sorgsam m Morgan» zitternde StandeSie brauchen matz die Bestäti­gung Zu unterschreiben' Und dann könnten wir ob­gleich wir da» noch nie am Dormittag getan hoben, auf ein Stündchen in» (fraftbrnu hmübeegeben. Herr

f e >«r. elfer anzulegen, bewies Sh item febM> vom der Gern, inche te .umr.t eirb Für ben Kubik­meter c erben 20 P g e.hoben ttx;be-r. Die Ein­gabe be» Vorstands o ber t ft aelitischenGe- m e i n b e wegen llcbedcfleifl ctr«e» Bauplatz. » an ber fegen. ..Klemen Hohl" wurde genehm,gr.

Gebern. 25. Mar. Auf irrunb ber bereits vortlegenden Hnmetbungen farm eil einer sehr starken Beschickung des d*.e»sLhrigrn Marktes trat gerben sowohl, al» auch mit Htnboieb und Schwernen gerechnet werven. U. a. werden 15 Simmentaler unb Bogel»berge: Bullen die bei der Lanbw»rtfchafrska»me7 gtwlbei waren, zur Auknon kommen Hachdem die Fürstlich Stolberg'che Berwallung dre Schloß- k ü ch e zur Berfüwang gestelll hat. ist. beabfichttgt. ber jpmg demnLchst einen auf

bte Dauer oon wer Dachen berechneten K o ch - kurfus nrver brr Leitung ber Haupt am rltchen .inbufhidebtertn Frau L Kuhl bahier ei hau» rechten In erster Ltnie kommt für ben Kurfus ber bntte Jahrgang der Mäbcherckc-rtb.lbun-s- fchule in Frage. Do teboch tnfolg? der drängen den iandwirttchaftlichen Arbetten damit gerechtml wer­den must, datz iuch der diesem erstmaliaen Kursus nicht alle Schülerinnen beteiligen formen soll auchibulentlaffenen Mädchen bte Beteiligung am Kursus »re aestellt lein

T Ober-La is. 25 Mai, D.e H e rft el- lungsarbeiten an der K i r che z u Unter» Lais schreiten rüstig vvrwäns Der Krrchturm prangt bereits in seinem neuen Kleid Bevor der Hahn wieder feinen luftigen Plad etnnmnnk" wird er nach alter Dachdecker-Sirte toi Dorf herum­getragen. Das gelchah jetzt. Huf einer S:an« rr.it bunten Bändern g .sloa" der Hahf

von Hau» zu Haus dabei kündete fein Träger .Hier zeig ich euch den Kirchendahn. er zeigt euch Dind und Detter an. Gr zeigt nach Horden. Süden. Ost unb Deft damit ihr auch da» Trinkgeld nicht vergetzt' Gr heitzt auch Meier unb frifjt gern Speck unb Gierf Hicht umsonst .krähte" der Hahn dies Berschen. Die Dachdecker konnten am Schlutz des .Hahnen sluges'' reichlich beschenkt ihre Arbeit wieder auf» nehmen. Gern gab itber seine .Giersteuer" ben Handwerksleutrn. die einen so gefährlichen Be­ruf haben. Auch hier war vor kurzem ein Ar­beiter abgeftürtt aus einer Höhe von acht Meter, hatte aber glücklicherweise keinen Schaden ge­nommen. Der Kirchenvorftanb befchlotz im G.n- pemehrnen mit bem Gemeinderat auch btr Aus­führung einer Heizungsanlage für die Kirche. Die Anlage dieser Heizuna lGfch-Luft- heizungi dürfte einen Kostenaufwand von 14 000 bis 15 000 Mk verursachen Der Gemeinde- rechn er Otto Fritz, der über 17 Jahre dies Amt bekleidet hat. hat aus Desurchheitsrückfichten fein Am t n i e d e r ge l e g t. Um die frei­geworbene Stelle haben sich sechs Bewerber ge­meldet.

Äreie Alsfeld.

fr* Alsfeld, 25. Mai Au» der 6 i obi o e r orbnelenjigung. In her gestrigen Sitzung wurde ein für die künftige Bebauung der Stadt mubtiger Deschlutz «esatzt. indem der tz 32 be« Drtebauftatut» für die ötabt Alsseid dahin ob- afänbert wurde, datz bei der foa. offenen Bauweise künftig der Zwischenraum uvi'chen zwei Gebäuden, von Wand zu Wand gemesien, nnnbeften« fi Meter betragen mutz, statt 3 Meter seither. Hierdurch soll erreicht werden, datz Neubauten nicht so nahe aiteln- arrbergerürft werden unb mehr Luft unb Licht be­kommen. Für die städtische Wohnung»- b e o u t a t i o n wurde an Stelle be« nach Darmstadt versetzten Mitglied««, Oberlanbmeffer Schade, ber Kaufmann H. Gerhard oemobil. Bezüglich der ft n b t i | d) r n Faselhattiing würbe auf Emp­fehlung de» Ibreittamie» beschlossen, von der Durry» führimfl be» Beschlüsse», einen Bullen der Vogels­berger Nasse anzuschaffen, vorerst ab.zufehen, nach­dem sich sowohl da« Äreieoetennoramt. wie auch der Lanbwirftchaftskcnnmerausschutz für die Provinz gegen die Anschaftuna au«g«sprachen hatten. Dem Kreisziegenzuchtoeretn AI «selb wird anlählich seine» 25jährigen Bestehen» am 20. Juli ein Geschenk geftiftei. Für die Kosten der Her­st e 11 u n g eines Film» antatzlich de» Festzuge, an bem Landoolktag am Sonntag. 29. Mal, ber in Alvsttd stattftnbet. wurde etn Betrag von 100 Mark bewilligt. Der Film soll dann welker au »gebaut wer­den zu einem Werbefilm für Stabt unb Kret» Al »seid. Wie der Vorsitzende mitteilte, wird der zug etwa 24 verschiedene Hummern aufweisen. Man rechnet mit einem grotzen Massenbesuch Bezüglich der städtischen Diegegebühren wurde auf

Antrag btt nadtnchen 2Stegemerfter» beschlossen. :n ab-^nöerung der teicher»z<n Regelung b-.t'rrr, die Halft, ber antoUerben »legegebübcen statt ehr Drittel seither, al» Sergütung ür ietne Tätigten zu gewahren. Der Termin für d e Eröffnung de« neuen städtischen Sajmimmbabe* ward, au* ben zwen,^ T-'mglrfeterteg, ».mag. Ckduni.< tgrey. E» soll ^umi: eine Serberar^üb- rang für ben c<ba>;.-nmlpori tn ,«orm eine» ee"xmmfefte* verbürg" werden. t.< cor. Nm besten Schw mmem btt Gaue» He fen der Deutschen Tvenettchch' unter Leitung bet G:u!chvia-mwa.te» Sauer ron Gtetzen veranstaltet wird Die bei ier c röinung^ewr entfld>enben Raft en warben oereh ...... " : - -. r Gebühr, .

neue Schwe-nmbad ent prechend den Bonchagen der 8oufomrrilfion genehmig: E» ftob Tagevkanen Wochenkanen und Abonnement« 'ür bte ganje BabQrit vorgesehen Der «irncha wbeteieb m der Badeanstalt wurde ber Frau nugo Klingel Höffer übertragen, ak» Badewärter wurde brr Etobtb.ei»vr H Falkenbainer ngeftek" Unter Wittnlurxr*. gab der B?rf am Schb-fte ber öffenttichen Sitzung bekannt, datz nach einer Kit teihmg be» hestft«hen I -ftipnlnckterium» in Ai » - seid Hm fl rbciler la m me : unb fl n geh r II- tenfarr. mer bei Arhmt gericht» Lauterbach ihren sitz erhalte» soll Dte Austo.-chigkei.' be#er Rümmer soll sich au- die Ürnsgeh*».yrfr Älitefb und siomberg erstrecken Dte ersorderiichen Bureauröume sollen beschafft werden Autzerhoid der läge»- ortmmg wurde auf Beschwerden an» der Mitte ber Versammlung über die d .rch ben zunehmenden Auto oerkehr gerad.-zu unter ragt* g.'w ordern Staut plage innerhalb ber Stadt be»ct. n;n bie vaukonmnfsion mit ber Av«. rdettung geeigneter Matznohmen zur Bekämpfung be» Mttzstonde» ju beauftragen.

L Oder-Ohmen. 25 Mal Hecht gefähr­lich ist gegenwärtig die Benutzung des Diese n- Pfades nach Huppertenrod durch Ne .Kreuzwiefe" Dieser 'Tab führt über eine prl- mi11ve Holzdrücke über bte dort Verhältnis- mäßig breite und liefe Ohm Die Brücke besteht aus vier morschen Balken, von denen einer ge­brochen und in bie Ohm gefallen ist. Da sich auch das Geländer tn lehr srugwurd'gem Zustande befindet, ist es geradezu levensgefährlich über diese Brücke zu »reden. Der Dietenpsod wirb recht vtei benutzt Gs wäre deshalb endlich an der Zett, dasi untere Gemeind.' dort einen dauer­haften, eisernen Slea errichtete, damit etn für alternd diese Brückenkalamttat befetrtgt wär«. - In weiten Kreiten der Bevölkeruna herrtch- Mlst- h t m m u n g über die P reite für Da» Loshol« und über bte Zuteilung. Die Prnte bewegen sich teilweise bedeutend über den Holzpreifen auf den letzten Berfteigerunaen. und dazu liegt das Los­holz teilweise un .Heimerholz", über zwei Dea- stunden von hier entternt. Betonders 'chwer Ist das für die Leute die fein Fuhrwerk besitzen. Da ein Los etwa 15 dis 18 M7 deimzufahrrn kostet, wird dadurch das Holz sehr oerteucrl. und viele Leute haben sich enttebloffen. Ihr Los zurück- .zugeben und auf da» Holz zu verzichten Gs er­weckt allgemein den Anschein, al» wol.e die Forstbehörde diese alten, verbrieften Hecht durch die Preise und die Art der Zuteiluna te stark vermindern, datz die Ginwohner schl'etzllch darau« verzichten. Auch hört man Klagen über Holz da» nicht dem dafür gezahlten Preis entsprich« Da die D a l z a r d e i 11 n auf der Strafte Hup­pertenrod Ermenrod in etuj Tagen beginnen, ist man augenblicklich c.frtg eit dem Hei ms ähren des Los- und d t r g Holze» be­schäftigt. Die Strafte wirb dann für langet.- Zeit gesperrt, und das Holz must bis zur Beendigung Der Dolzarbeiten im Dalde sitzen bleiben, wo­durch es sehr an Deri verliert

T Kirtorf. 25 Mat Am Sonntagabend sprach im Saal des Gasthauses .

Helm" Pfarrer Deidner üb*i die Grund., d.< die Gründung der Gvangelifchen Volks- f,ern ein schäft bedingt haben. D.e Bersa-n». ung. die von Lehrer S r d m a n n geleitet wurde horte mit großem Interesse zum erstenmal roe Vorkommnissen in Hessen, die auch ihr die Hot» wendigkett einer evangelischen DaNei im hessischen Landtag deutlich zeigten. Aach dem m t grobem Beifall von allen Anwesenden meist Land­wirten nufacnr

Erdmann dem Hebner für feine überzeugen­den. sehr fachlichen Ausführungen unb schloft mit der Mahnung .Evangelische, seid einig, schlieft! euch zusammen." Die Gründuna einer Ortsgruppe der Evangelischen Bottsgemein-

Morgan betarf der Ablenkung, unb ich habe heute auch schon etwa» geleistet."

Morgan hob ben Kopf. Er war wieher her Alte, nur verjüngt und fröhlich. Er la» die wenigen Zei­len durch in* unterzeichnete voller Freude. Dann steckte er da« Geld in die Brusttasche und knöoste den Bock .zu. Er reichte Blitz beide Hände unb fwüt- teile sie kräftig. .Lunger Mann." rief er strahier*. ..da» war der alücklichste lag meine» Lebens al« ich in die Slratzendahn in Lain derweil fneg! Sie sind ein Glücksbringer geworden für zwei Men- fchen, die immer schwer gekämpft haben unb immer ehrlich geblieben sind Mehr kann ich nicht sagen ich farm nicht so gut roden wie arbeiten. Mutter, nimm ihn auch beim Arm. wir wollen unter Glück begießen f

Sie gingen über die Stiege auf die Strotze Blitz zwischen ihnen, ff« war ein hätzliche». armselige» Viertel ber Tag drückend heitz der Geruch Der Wirtsstube unerträglicher denn je. Frau Morgan halte sich auf der einen Seile eingehängt, fein Dienst- gebet auf der anderen. Der Hut der Frau fast schief, unb ein Stück Band hing an ihm herunter.

Die Situation war grotesk, aber Blitz schritt hocherbobcnen Haupte», und fein Herz klopfte in sturnnicher Freude Die Erinnerung an oll die langen Monate der Muhe und Entehrung war plötzlich verwischt Er hätte wieder einen liefen Trunk getan au» bem vollen Becher de» Leben».

Jjtmmel. ist do» nicht Ernst BUtz?!'

Der Angerufene, der gerade auf dem Wege nach dem nächsten Arbeitsbureau über den Stand ging, blickte rasch auf. Da« er so lange befürchtet hätte war geschehen: Er erkannte mit Entsetzen in dem Sprecher Dick honerton. einen feiner früheren nbe. den |e5er kannte und

niemand Genaue» wuftte.

Mein Lieber, wissen Sie. dotz Sie do« Kstsel von London sind? Wo stecken 6te denn' Da» soll do» alle» bedeuten?"

.'Ich weift nicht, wo» da Kstseihofte» ift. Ich dachte, jeder hätte von meinem Unglück gehört."

Der junge Mann hüstelte, aber er war zu takt­voll. um seine Verlegenheit ui zeigen. JQfo ist e» wah». datz Sie Ihr Bermögen verloren haben*

Aber da» wäre doch kein Grund, sich zu verstecken! Ich bin überzeugt. Ihre allen Bekannten würben gern etwa» für Sie tun!"

..Sehr gütig! Doch Ich fühle mich verpflichtet, jetzt selbst mein Brot zu verdienen, und da» möchte ich lieber unter mir fremden Menschen."

..Ist e» wirklich so arg?" fragte Honetton mH höflichem Bedauern.

Blitz bejahte düster. Seit dem Tao,, ato er. ben Bedingungen seiner Delle gemoft. sich von Moe- gan trennen mutzte, hatte et zwei Wochen auf der Suche nach einer neu. n Stelle verbracht. In t Augenblick besatz er nicht mehr al» einen Sch Hing, unb am nächsten Tage war seine Miele fällig. Auch seine Kteider holten udftten Die Armut hatte ihn nun in ihren Fängen: Seit zwei Tagen batte er sich nicht mehr rasieren lallen können unb lein Ge­sicht war schmal geworden. Und wa» am fdiimmfim war: Er hatte seit einer Woche nicht mehr oeroagt France» oufzusuchen Denn sein ganzer Optnnlemue wäre nicht mehr imstande geweten. sein, ssmmer- liche Loge zu verbergen, und mehr ai» alle« fürchtete er, datz sie bet feinem Anblick bo» Flimmchen Hoffnung vertieren könnte, do» er so mublam ge- nährt hatte Solange sie einander nicht freien war er ihrer sicher. Denn er batte ihr do» veriprechen abgenommen, dotz sie nicht» Wichtige» beginnen wurde, ohne ihn zu benachrichtigen Also schickte er ihr blotz fröhliche Heine Briefe, in denen er Ihr mitteUle, batz er zuviel zu tun hätte, um sich auch nur eine Stunde von seiner Arbeit -frbebten w können

Dick Honerton war ein Mensch, der von seiner Schlauheit lebte und ber sich etwa» darauf zugute toi. ditz er kein Herz und em weites Gewtften habe. Er strafte sich jedoch sofott leibet Vügrn. Kommen Sie. wir wollen vor allem ein« trinken Sie sehen wirklich au« al» ob ein steifer Ddtßt» mit Soda Ihnen gut tun würde."

Ste betraten eine Deinhall«, und Honerton be­stellte die Getränke. .Dissen Sie." erfürle er -ich kann e» noch gar nick: (»Her 5» ftnb doch nach keine sieben Monate her. haft Ich 6U gebeten habe mir tausend Pfund zu leihen."

^Ich weift. Unb Ich hätte e» beinahe getan.* kyontetzung feigt)