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Siebener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Gberhefien)
Mittwoch, 26. Oktober 1927
Nr. 25 Zweites Blatt
Kameraden
preieiromon des Schweizer GchnftstellerS
wollen Me Gvan
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It batte, bic an Baukasten und
schon stark nzyfferbm.
Hessische Lande»
DaS
TtcubeffeOer für d«n Monat irovember erhalten den Gießener Anzeiger bis zum Monatsende kostenlos ins Haus gebracht. Bestellungen nehmen entgegen in Gießen die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, Gchulstraße Ar. 7, und die Träge» rinnen, auswärts die örtlichen Dertncbsstellen und die post
Äulturtämple ®laubtn tXr Mrdf» her
Heinen belasten ohnehin
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Völker u, a Unser M und bbe cheistliche Lehre.
tx«i DottStheater in ‘Berlin al» Dost engt Hm* Digk. da er aber verbinden war, übernahm (Benetali ntenhanl öbert diese Bolle, die er bereit» bei den 5eftffielen in Heidelberg inne* gehabt hatte Sein ®raf Strahl war ein Stabi- nettstück. Dicht von Vorteil für die gesamte Au|-
iübmnfl war e». dah man sie in ein vällig un vom an tische» SKenengswand gekleidet unb Do- lorat innen
zur ®r.nneninfl an den 1b? GecrurrSlag Heinrich von .Kleist» (ein Ritterfchaukptel .Da» Kä thchen von Heilbronn" «nifgefübrt. da» m Darmstadt feit vielen Jahren nÜÄ mehr gegeben worden war. Sntotgebeffen war da» Hau» stark besucht, und die lebendige Aus- ‘ rechrstNTtiqte Da» Inlevesse, namentlich
durch die Öeifhm^m der Darsteller Da» Äätb- chcn von Ä;tth Stengel war ganz daS naive, sconuue und kcuschc De'en, wie e» der Dichter gcxndbnet hat. 2C3 Dr^s Strahl war D. Man»
Strauh wieder in den Spielpian ausgenommen sehr eindrucksvoll.
oolkspoiiti|chr, aber auch eine scha|t»pollti|chc Noirorndigkeil.
3n feinem Schlußwort sagte Buraerrnecher
■* • ~ <n die Bibel
spricht sich gegen die Gründung gelllchern Partei au» und desürchtel und Schäden für den evangelischen verteidigte die neuen Vorschriften 7000 Stimmen bet Splitterparteien
hatten, etubicnrai Dr. Len§ (beutfconaitonal) einer evan-
Svüngelische Dolttgemeinfchast.
Unter dem Vvttid de» Bürgermeister» "Bbitt r , l Ik Icnb am Äeeiag ..'end die erste IMfr» lerveriamn-lung bet chvangeii'cher- Bo!:» ;lvrettte schast in Gte«u-n statt Der VMUreuhr Monte
Felix Moeschlin nimm, am SamStag, dem 29. Oktober, im Gießener Anzeiger seinen Anfang
e.^enritche gemeinsame 3ntete‘*<o verfechten ?'! un» d.ese Sombinatior uch keine Serubigurg. |o L nr.rn mir sicher (ein, balz beute keine Regier^ug te Leiter- reich aui der mir: ' .ittichen Sol heraus Lockungen folgen rennt,, bi« in -c-ch so odge'chwachter oorm su neuen Bindungen in der Frag, .es Anschlusses fuhren würden
Str Haden aber noch eine andere Sicherheit Die wirtschatrliche Vernunft hat im 9tf:d) wie in Oesterreich gesiegt ?le Investierung reich-deutschen Bank- (Girozentralr'i und In?. itririapiiaio und das lebhaft, Int.refse an gegenseitigen Verhandlungen über Zoüerleichrrrungrn nut dem 3M eines Zoll- bündnisses sind im letzten 3abr so groß gerocr den. daß die enischetdende xr ri> baftild». n Faktoren :rotz ihrer vielfachen Verflechtungen mit ausländischem Kaoital nur noch dieser Losung zustimmen tonnen. IM# Ueberleguna ist sehr einfach Senn Wien erst wieder D U h a f e n de» Reiches ist und Oesterreich und das Gleich eine Wirtschaftsein, heil bilden, dann find die Staaten der Älrlnen
die Holzöl? von DpieUeugfchachleln erinnerten.
Stembeim» Lustspiel .Die Hofe" war ebenfal'.» in erster Linie ein Sarjtdlunneertoig, bet befonbet» von Paul Mal» hkh lUUurte-. Aoberr Klu pp (Ccarron» unD Hugo Keßler Mandelrtam- fow'e Bestie Hoffarth (2uHe Ma-ke > bestritten würbe Aus Dan Gebiete ber Operette hat das Landettbcater mit dem ,3ifleu nerbaron“ einen vollen Grsolg er* rangen. Darstellung. Regie <nb fzeni'che Au»* ’titlung hatten sich hier *u einer vortrefflichen Gefamtle.krung vereinigt. Rach einer Pau'e von vielen Jahren ist harn' die .Salome^ von
zuzuschreiben war - Gin Tanzabend her Ballett- -c.ft-erin he» Lande»th^aterS Manda vonK reibt g. bewie» erneut ihre starke Begabung für ben ®rrte»fton». Der VsrtrazSmetfter Ludwig Hardt bot an e.nem 2E5enb deutsche Prosa von Kleist bi» Kafka Sr behandelte feine S.inrme betäubt mit txrtutfcr:. Können Die Wirkung war rein äußerlich; dabei war DL? Auswahl ter Bort rag» nummern noch nicht r.muri ernt — T a» erste Shmphoniekvnzert te» 2an.*:e»- theater» unter L'r.tung von tdeneral'.m>ik'ivektor Dr Böhm knüpfte an die besten Traditimvn bietet Konzerte an; Bru cknerS 7. Symphonie erfuhr eine geradezu glän-ende ‘IS ebetflohe. 3m großen Hause deS Land-eSrheoter» veranstaltete auch die Städttfche Rkademie für Tonkunst khr erste» die»winler<ichcS Äonaert; e» war ein erfolgreicher Äanrnernw'-.farmh de» Busch- Quartett» D e er braches u. a. die Urauf» sührung eine» Streichquartett» von Rudolf Se v» Iin, einem be» Quartett» Der Äom»
ponist folgt in tnefem ÜSerk mehr ben Spuren Regers al» denen feine» Lehrer» Schönberg. Die Konzerte waren, im Gegensatz $u manchen Theateraafführungen, fehr stark besucht. EL B.
worden. D:e Ru' ührung war sehr eindrucksvoll, wo» haupttächllch da» Berdien't der orchestralen Leitung von Generalmusithireftor Dr Böhm und der Regie Han» 2»draS Mutzenbecher»
fleflVftn von llnk» und von vschl» sammeln, wir wollen bü Gegensätze au»gleichen; nicht trennen, sondern «tnen wollen wir Da» AelchS^nkorhat hr^t. tz* •ttangelHAen mtHtn bU Reihen 'chlief»en nut) rehen. Wir kümpfen fftr Balerlanb. Rellglon mck» Gemeinwohl. Die Svangefifche BolkSaemetnschaft mußte komm«, und 61, Sache ist auf dem besten Weg, Zum Schluffe bat d r Vorsitzende die 2fntocfent>en nm Unter», chnung de» Wahlvorfchlage» der Svangelkfchen Bolf • • getneinschast.
waren:ndustrie «geben, die ursprünglich nur hetm sche. jetzt aber auch Seemuscheln verarbeitet. Der Begru"her dieser Industrie war der Buch-
Urauffübruna im Hessischen ianbeelieakr.
Da» Hessische Lande»theater in Darmstadt bot an einem Abend die 'Bin- leSke von Igor Strawinsky ..Reineke FuchS", ten Sketsch von Marrellu» Schiffer .Hin und »iTucf4. Musik von Paul Hindemith, ha» Märchen von Benno Slkan .Die Prir- yeflm auf der Grb'e . Mustk von Ernst T vch unh die Pantomime von (Käte Eckstein .Oben unh unten Musik von Poulenc. Allen Einaktern ist die atonale Musik gemeinsam. im Grunde genommen fiang sie bei ben verschiedenen Komponisten nicht we'entlich anher# Sie entbehrte her Ch gen art und ist wohl am einfachsten durch die /Feststellung charakterisiert, daß sie höchst langwellig war. 'S* handelte sich um Htrnarbeit, am eine Musik, die (ich nur an ben Intellekt wende: Mit den Testen sah e» nicht besser au», fie krankten an der ®dtn- dung-armu: ihrer Berfas'er Am erträglichsten war rrxf) der S-inakter von Loch, doch auch hier fühlt man fich auf die Dauer gelangweilt. Da» letzte her Stücke, die Pantomime .Oben
esflert w e Oesterreich Wie wenig Aeißung gerade aber die Nachbarn Oesterreich- zur (Erfüllung dieser liarberungen hoben, zeigen tu B<rl>onNungen de-
e» Oesterreich nicht gelang, wesentliche Sneichtcrun- fen für fein< Ausfuhr, sondern nur Lrschwerungen ür die tich.'chifihe Einfuhr zu erreichen. Und dies, obwohl seit der Ioachtmstboier Konferenz ter Siel- nen Enterte ein neues Serben um Oesterreich, be- anders leitens der Tscheche, zu spuren ist am stärksten, feit Ungarn, dessen enge Verbindung mit Italien der Kleinen (Entente lehr unangenehm ifl. ihr die falte schulter zeigte Die tstrur.de für das Angebot einer engen wirtschaftlichen Bindung durch Einraum ing von SorAugs^üen liegen einwandfrei auf politischem "cbiete Frankreich sied: mit Sorge bas Bündnis zwischen Ungarn unh Ito
bauten Frankreichs soll mit Hilfe Oesterreich:-, bas man gern, allerdings gegen einen Verzicht auf den Anschluß in die wirtschaftspolitische Front einreiben
möchte, Ungarn tfofleren w* eflbpmDtm gegen Stehen stärken Frankreich kämpft den Kampf um den siidofteuropalschen Raum, In dem Italien sich fest- setzen will, heute auch gcaen England, gegen helfen Mitlelmeerpohtik es höchst empfindlich gewor- den ist Dem tschechischen Auhenminister kommen die sran-itzsisch n Wünsche sehr gelegen. Ein Nachgeben Oesterreichs, dem man dafür eine neue Anleihe ge- wahren würde, hieste einen wirtschaftspolitischen Block der Donauländer schaffen, die berühmte Donaukonföderation in anderer Gestalt mit der Spitze gegen Italien und das Reich. So kommt es zu der eigenartigen Konstellation, daß in bieiem Kampfe um den südosteuropäischen Wirt schaflsraum Ungarn.Italien und b a s R e i ch
perlen, die in Deutschland wachsen.
Bon Arthur Frank Kaufet
Für ben Laken schmelzen bic Begriffe Perlen. Austern. Orient ,u einem zusammen^hörigen Ganzen zusammen. Cr kann sich bie Perle qar nicht ander» al» den südlichen Meeren entstammend vorslellen. und er ahnt nicht, dafi er gar nicht so weit in die Ferne schweifen muh. um Perlen suchen und finden zu können, dah. wenn er Deutscher ist. er d.e« sogar in feinem Vater- land erreiche i kann. Diese kostbaren Juwelen kommen nümlich nicht ausschlichlich in verschalen- tierm. wie j. B der Seeperlmuschel, der Lister und der Mlee-mulchel vor. S» haben auch einige Sühwassermulcheln. vor allem die ziuhpeiLnu- schel deren Heimat Deutschland ist. dir sonderbare Gewohnheit. Fremdkörperchrn d.e zufällig zwilchen Schalen und Tier geraten, mit kon- Zentrischen Schichten aus den llvfonderungen be» Mantels zu umgeben und fo im Laufe der Jahre die begehrten Perlen zu schaffen. Defe ^lust- perlen finb zwar nicht allzu häufig, können aber in solcher Vollkommenheit vorkommen und weilen manchmal einen solchen Schmelz und Schimmer auf. das, sie selbst ein gewiegter Kenner von oriental.lchen nicht unterscheiden kann.
Allerding» enthalt nur ein sehr geringer Prozentsatz der gefif4r.cn Flustperlmulch ein Perlen von fo guter Qualität. 3n der Regel f nd unter 1000 gefischten Flustperlmuscheln bödmen» zehn .periträchtig', da» waven also ein Prvien: Das ^ahlenverhältni» zwischen geftfchten Muscheln und erbeuteten guten Perlen ist aber noch viel ungünstiger, da grüne, rote, gelb^ braun: und schwarze Perlen lehr häufig Vorkommen Diese Haven aber einen weit geringeren Wert. Jedoch hat man beobachtet, dah üch farb.ge Perlen. wenn man Die Muschel samt Inhalt wieder in» Wasser setzt, im Laufe der Jahre in weihe verwandeln.
Ein sicheres. äuheieS Kenn.zeichen. aus dem man auf das Vorhandensein von Perlen schlie- hen kvmlle. ohne Die Muschel zu offnen, gibt cs nicht, doch erklären die Perlfischer, dah Die .Weißrinne", eine charakteristisch geformte Vertiefung an der Auhenfeite Der Schale, auf die Anw: n".elt von Perlen Deuten soll.
Sic Zluhperlmuschel und ihre Perlen sind schon seit Jahrtausenden bekannt, doch wurde in
Entente o • ■ Meter «ckchängtg und nicht gekehrt. Such Vie rfterrrtmlld)cn Dittschaftler sehen klar und denken nüchtern. Sie sehen, wo ber öslerreichische Vorteil liegt unb werben keiner Losung zusttmmen, welche die Diplomaten wollen, bie aber oer österreichischen Wirtschaft abträglich ist. (Eine Do- naukonföderotton nach Frankreichs unb ber Tschechei geheimen Wünschen m3 re so ober so ber Strohtob ber österreichischen Volkswirtschaft Benesch mag sich noch so gegen den Anschluß strauben unb selbst bie Unterstützung gewisser subeienbeutscher Politiker her- anziehen, um nicht in eine Zange zu geraten — ber Anschluß kommt zwangsläufig als eine
und unten" von Poulenc erlebte ihre Urauf* lührung. f.e ist ein geistio'.e» Machwerk Ausstattung und Trr^tcy.un.) waren aber au»ge- »ittchner ihnen galt auch nur der Beifall de» Publikum», Da» sonst nicht mit MlhfallonS- äuf" mmge: über den Abend während der Pausen zurückhielt. Seranige BübnenerDer merte wie die Wrhl der vier $:natter. die nur einem Kreise intellektueller zuliebe gdQcb Ine Finanzen De» LandeStheaterS, die
qab in einstündiger Rede die Aniwon auf die Stage .Darum grimbefva wir vor ach: Jahren tn Der - chweiz eine evangelische Par- : e i? ®» sagte u a.: Der Vl. «erialismu« und die Dewimlluch« wirkten sich nach dem Weltkriege voll au». Wir wollen Die Lehre Öfcriftt aui d e Pollttk anwenden und bat» Thn'trnru.n zur Tat werden laften Büvgeriiche iowohl iric auy Sozialdemokratie Unb r.uiter.ell: Park' ie i. beide i>edeigen i.ur winfchaftliche Probien«. Die in vre llmflefidliung De» Volköll'rpen» IV ■ i;:xnMg. He verlangt Opfer und -nt'aguna, de» einz Inen, loyale <?efinnung nnrst die Grundlage fein. Aulgabe ist Mc verärgerten und hrtcnitelo'en Wähler müffen wir au» Der Reserve lur llvahiume lühren. Wir verlangen die vollständige Umgestaltung he» Dirtichafteleben». Marri ru» und Religion finb »wei Dinge die e. -ander au»- schllesten. Dem Klaffenhast setzen wir die Bruderliebe gegenüber Wir nTÜlsen kämpfen gegen b » hrrbenbe Konkordat, gegen littflm.-.i akrfall. Trunkiucht Spiefwut ufiv Da» volitllche Leben must hn Sinne de» öhangeliunri* erneuert, der Eiitchristllchung tmifi entgeg.mgearbe.tet werden. Ter Staat muh nach christlichen Grundkätieu reagiert werden. De»ball' gilt es, alle relliiöfai Elemente zufEmen^ufasfen zu -*mer Partei
Anfchliehenb entwickelte sich ch e rcae 2u<- fpradx Derr Bitrau bebauer dah die Ver- cmmlun i von her evangelischen Bevölkerung nicht stärker besucht wurde und sprach mit ynnilltuiig non der Geldennvertung. Durch Die viele tieuic ihre Sparbeträge verloren hätten Herr Stephan bezwciselte die Voiwenhigkell uncr reuen Parteigründung Post beamt r lll -> -11) iDeutlcbnalionai) glaubt. Das» die evangtb1 be Sache Durch lewe Partei genügend Dtrtr« ten fet und bttztichnet DU Aufwertung al» ein *2-.erf Der hiicrnationalcn Hochfinanz Kreisfchulrat Fischer wandte Ilch gegen letztere Behauptun-i. da wir in sener Seit deutschnational'' Vl nist -r
Lprcthftondcn der Redaktion.
12 bi, 1 Ufer mittags, 5 bie 7 Uhr nadjmillagt. Samstag nachmittag geschlossen
Jür unverlangt tingefundle 2TI a n u | f r l p I f ohne brlgefüglt« Rückporto wird keine Gemäht übernommen
Untelgenaef träge find lediglich an die Geschastsstellc zu richten.
früheren wahren au-gefprochene Raubwirtschaft getrieben Man machte c» genau fo. nrLe man e» noch heute Iti der Gewinnung der Seeperlen macht, t Stete die Muscheln und untersuchte dann erst die töten Viere Da» war natürlich so un- wirtschaftlich wie möglich unb ganz dazu geeignet, die Muschelkolvnien vvllstän>g zu vernichtrn. Leit imqcfäbr fünf Jahrhunderten werden aber Die Flustverlmulcheln ;n Deutschland, d. h. nämlich in den in Betracht kommenden Gebieten w.e Badern. Oberfranken. Sachken. systematisch gehegt und Und -Rron. gentum besser gesagt Staatseigentum de» betn’ftcnbcn Lande». Man erfanD ein Verfahren Die Muscheln mit geeigneten Instrumenten zu offnen unD ihr die Per.en zu entnehmen. ohne dabei da» Tier zu verletzen, und setzte die gelcecte Muschel wieder au«. Die dabei verwendeten Instrumente sind mehrere Jahrhunderte alt und haben sich merkwürknaerweife In fast unveränderter Form bi» auf ben heutigen Tag erhalten.
Der Vorgang bei Der Perlenfischerei ist sehr einfach. Die Muscheln werden vom Fischer tn ein nr.i Dasier gefüllte» Defäh gesammelt, mit der Perlenzange geöffnet. Die Perlen herauSge- nommen, mit dem JHunD von dem ihnen anhaftenden Lchlcim gereinigt und dem Kontrolleur übergeben. Die Schalen der untersuchten Muscheln versieht man mrt einem Zeichen und fetzt dann dir Muschel wieder tn den Bach
Die Perlgewäsier sind in eine Anzahl Reviere e ■.geteilt, deren jede» alle 12 bi» 15 Jahre einmal adgefifch« ttnrh Oefter ist hie» nicht an- gängig da Die Muschel nur in kalkarmen Gewässern lebt und daher lange Zeit braucht, bi» der Mantel die zur Perlenblldung er<otberl:$e Perlensubstanz, die in der Hauptsache au» Kalk bestehl, absondert. Die Fluhperlmufchel hat eine ziem', ch lange Leben-dauer. nämluh 60 bi» 100 3übrc. wie man an mit Zeichen versehenen Deren feslgestcllt hat.
SX-r Ertrag der Flustperlenst'cheve'. in ver- hältr.i^mä^g gering. 3m Jahre 1915. einem verhältnismäßig ertragreichen Jahre, wurden in der Meißen Elster und deren Rebenslüsfen n»- gefamt 120 Perlen erbeutet, von denen beinahe Die Häl^c minderwertig war.
Die Ausnutzung der Perlengcwässer ist allo von keiner besonderen wirtschaftlichen Dei«H- tung Doch hat Die Perlens scheret, oder tnel- mebr ihre Abfallprodukte. Die Schalen, den An- stost zu Der Entwicklung der heute rund -xax) Menschen beschäftigenden sächsischen Perlmutter-
ln Ieiner Err'hi...ig»anfprache. dah dte SvMU«. Belksgemetn'cha'r tn H<t en und im Reich gute Anfänge zu ver^nchnen habe Da auch in GiZien ch der neuen Panel gerben werde, fo fei tiefe Berfammluiia zustande gekommen Al» Redner habe man Dr Ruedin au» IXa'el gewonnen.
über Wirken und L irrl en der PaNei tn S chwei z berichten werde.
tr. Rurdin.Bafef
Oesierreichs Stellung. !
Gedanken eine» Reichtzdeuischen.
Oesterrnch ist auf dem beften Weg,. grotzc sommerfrr che der 5i,>ch>teutich, zu iD.rben. Jlod) in keinem Sommer traf man ir zi'tcn wie m ten «Ipenfäntern soviel «äN- au» dem .R<i*. Ttf rech, geichickte wenn au., noch nicht grofzzugig. Fremtenwerdung d,ginnt ihre Fruchte zu tragen Die L’orteUe liegen nutzt nur auf materiellem Gr biete In ter Steigerung des ofterreichiichen Volk?. vermögens: der ideell, Nutzen, den beide Teil, daraus ziehen, ist viel bedeutungsvoller Man findet in Oesterreich kaum noch einen Menschen, glra welcher Partei ober GefeUschoftefchicht, ter Nicht von ter N otwendtgkeitdesklnichluffes über trugt wär, Vas haben leibst amerikanische unb sranzofisch, Schriststeller, die wie Diogenes mit ter Laterne au»zogeu, in dieiem Sommer eingeftehen müflen, uns zur Freude, Polncor» und Benesch zum Berger Dem Neichsdeutschen, der zu Haus, mit ter Statistik kommt unb berechnet, datz ein eventueller Anschlutz nur der oder sener Partet oder Konfession bienen mirrte ober Ober leinen Stamm nicht hiiiausfetzen kann, tut ein mehrwc chiger Anschauungsunterricht in Oesterreich sehr gut. Die ge- suhlsmäfiigen Husroirfungen des gegenseitigen Ken- nenieenens sind leider nicht zu ersosten. Denn aber so grobe und rinslufireiche Vterbäabe rote ter Ber- bnnb be tscher Historiker und (B e • schichflehrer, ter Deutsch-Oester- reichische Blpenoerein und der Gustav- ck d o l f • C e r r I n und noch manche andere, in diesem Sommer ihre Tagungen In Oesterreich abhieltcn. so kann man gewitz sein, dasi ter Anschlufigedankr wesentlich gefördert wird Dir Beichsdeutschrn standen manchmal ganz beschämt vor der Stärke de, Glauben, an Grofideutfchland und dem festen D l l l e n ter Oesterreicher, über alle noch l'^tehenden Schranken und Hemmungen hinweg alle Weg» zur Einheit zu gehen Hinbendurg» Geburtstag war auch für Oesterreich ein Feiertag Höhen- feuer atH den ‘Bergen loderten zum Himmel, und In ben Städten herrschte Derselbe Festjubel rote im R-lch Der 2 Oktober diese» Jahres war der e r st e gemeinsame nationale Festtag seit 1914
Der Neichsbeutsch, lernte noch etwa» anderes. Di, Not bi,Ire Volkes, dos seinen Staat nicht wollt.' unb nick-k rollt, ist grofj. Größer aber ist brr Will,, durch ,rnst, Arb,it unter fast durchweg unwürdigenD,dingungen sich d u r ch z u k ä in p f » n. E, muß immer roteter gesagt werden, baß e» ein großer Irrtum ist. anzunehm.-n, bei einem Zusam- inensthliisi, wäre nur da, Reich brr grbrnde teil. Vfbrr re ist rin ebrnfo großrr Irrtum, zu glauben, daß diesrr Staat, so wir Ihn bi, Entent, geboten, auf di, Daurr !cd,nefahig wär,. Die Anschluß- srind, weisen auf bl, Vellmiing der wirt|ch.isil'ck),n Vag, hin, indem st, Zahlen bringen Die Ziffer der Arbeitslosen sei non 235 000 im Januar auf L35OOO im Juli zurückgegangen und im August auf gleicher flöhe gcbltebfa Der Außenhandel habe in brr ersten flälfte dirse, Jahr,» beträchtlich zugrNommen, auch dl, Landwirtschaft hab, In all,n Vroduktlonszwei- gen erfreulich, Fortschritt, erzielt M,l, Industrien unb Geroerbezwelg, seien bedeutend bester beschäftigt al, vor einem Jahre, da, Passtmim ber Handel,- hlfoni wrsenifich herabaemindert ßufl^ebfn, daß die Zahlen stimmen Ist damft aber petant, daß Oesterreich, Wirtschaft saniert sei, ber Staat In 'einem heutigen Zustande bestehen könne, daß tiefe Entwicklung so weiter ging, und nicht zum größten Test , l n , 6 d) e I " b HH , wär,? Bestimmt nicht' Die Ofbenebctinflungen sind in Oesterreich eher u n - O a n ft l Q , r al» im Reich, die steuerliche Brlastung dr» rinzrlnrn, brsondrr» in Dirn, nicht fleringrr als bei un« stir Entlohnungrn fast ohne Auc-nahmr writ utebdgrr al, im Rrich Es ist für brn inlrrrssirrtrn Brobachtcr gar krinr Fraar. daß die öftrrreidxfche Volkswirtschaft in hohrm Maße von der Entwicklung der wirtfchastlichrn Trrbältnifjr In Mitteleuropa ob hönglg ist 21 n den Forderungen Der Genfer Deltwtrtf chaftstonf rrr n z noch Abkehr non dem gerade unter den öfterrfid),Idirn Nochsolgr flaaten ftarfrn Wirtlchaftsnationolismus und noch Ernkung brr Zöllr ifl kaum rin Staat derart igtrr-


