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glitt der Führer aus und stürzte in einen 900 Fuß tiefen Svali herab. Hätte er den angefeilkn Alpi­nist ei^ mit heruntergerissen, dann war das Schicksal der beiden besiegelt. Aber de Bordes lieft sich nicht mit herunterziehen, sondern hielt den Führer in der Schwebe und zog ihn dann langsam auf einen sicheren Platz heraus, obwohl er sich an dem Seil mit seiner schweren Last die Hände bis auf die Knochen durchschnitt. Der Führer hatte ein Bein gebrochen und war bewußtlos: in diesem Zustand legte ihn der Holländer auf den schmalen Grat an dem tiefen Abgrund und blieb bei dem Verletzten die ganze Nacht, eine wahre Schreckensnacht, bis die beiden am nächsten Morgen von einer Touristengesellschaft gesunden wurden. Es wurde dann noch am selben Tag eine Hilfsexpeditton ausgerüstet, die den noch immer bewußtlosen Führer aus seiner gefährlichen Lage rettete. Die beiden hatten 21 Stunden buchstäb­lich über dem Abgrund gehangen.

Der goldene Baben Jleugotfs.

Die ungeheuere Wertsteigerung, die der Boden Neuyvrks in der Hauptgeschäftsgegend gewonnen hat, wird durch einige Zahlen beleuchtet, die Veuhorker Blätter veröffentlichen. Man hat kürz­lich ein Schriftstück gefunden, in dem der Preis für ein Grundstück von 4 Hektar am Ende des 17. Jahrhunderts angegeben ist. Ein Holländer, na­mens Johanan Roes«, zahlt« damals 1000 Pfund, und der Preis wird alsungeheuer hoch" bezeich­net. Wäre dieses Grundstück noch im Besitz der Familie, dann könnte sie heute mit Leichtigkeit 25 Millionen Pfund dafür erzielen. Der Ülnion-Klub, der älteste der Stadt, zieht seit seiner Gründung im Jahre 1836 zum sechsten Male um. Das ur­sprüngliche Terrain am Broadway kostete wenige 100 Dollar: für seinen neuen Sih an der Ecke der Parkavenue und der 69. Strafte muft er 1,25 Mil­lionen Dollar zahlen. Die Parkavenue, die heute das Wohnviertel der Millionäre darstellt, ist erst seit wenigen Jahren so sehr im Preis gestiegen.

Wirtschaft.

Zur Lage des Baumarkles.

Die im ersten Halbjahr erteilten, ständig ge­stiegenen Bauerlaubnisse hätten im Monat Juli eine ganz gewaltige Steigerung der Bauvorhaben bringen müssen. Jedoch ist trotz der vorhandenen Baugenehmigungen ein beachtlicher Rückgang der Wohnbauten sestzusieiten. Ein Rückgang der Bankonjunkttir selbst bzw. die Ueberschrcitung des Höhepunkts läßt sich ans dieser Tatsache jedoch nicht ohne weiteres folgern, da gleichzeitig mit dem Rück­gang der Wohnbauten bzw. Bauvorhaben für den Wohnungsbau eine beträchtliche Zunahme der Bauvorhaben für gewerblichen Zwecken dienende Bauten festzustellen ist. Die Bauschwie­rigkeiten, wie sie wiederholt geschildert worden sind, wirken sich selbstverständlich vor allem auf den Wohnungsbau aus, da dieser ganz und gar von der Verfassung des Kapitalmarktes abhängig ist. Beim Wohnungsbau spielt die Frage der Rente des Baues die Hauptrolle und die zu­nehmenden Bauschwierigkeiten lassen den Bau­unternehmern eine Inangriffnahme ihrer Bau­vorhaben nicht ratfam erscheinen. Die Haupt­schwierigkeiten liegen einerseits in der durch die stark gediegenen Baustoffpreise gegebenen Ver­teurung, andererseits in der Daufinarizierung. Für die Hypothekenbanken ist 9er Pfandbriefabsatz nach wie vor sehr schwer, und noch heute müssen die großen Pfandbriefemissionen vom Anfang des Jahres an den Mann gebracht werden. Auch der Zufluß von Wohnungsbaugeldern der Ver­sicherungsgesellschaften ist mit der Verengung des Kapitalmarktes geringer geworden. Infolge dieser Entwicklung hat sich die Baumartttendenz bei Wohnungsbauten vollkommen geändert. Wenn trotzdem die Beschäftigung im Baugewerbe gegen­wärtig noch durchaus günsttg ist, so ist dies darauf zurückzuführen, daß die Bauvorhaben für In- dustriezwecke gegenüber der gleichen Vorjahrs- zeit beträchtlich höher liegen. Die Zunahme der Industriebauten ist zweifellos eine Folge der diesjährigen ansteigenden Konjunktur und ent» spricht der Expansion der Industrieanlagen. Bei Industriebauten fällt auch die Frage der Rente weg. und die Kosten werhen in den meisten Fällen aus den eigenen Mitteln der Industrie- firmen bestritten. Mithin ist die Situation heute die, daft die starke Zunahme der Industriebauten einen gewissen Ausgleich für die Abnahme der Wohnbauten bringt, und man kann bei anhalten­der Konjunktur damit rechnen, daft die Lage der dem Baumarkt beliefernden Industriezweige günsttg bleiben wird. Eine gewisse Belebung wird auch aus Bauaufträgen der Landwirtschaft eintreten, die bekanntlich nach der Ernte ihre Bautätigfett wieder aufzunehmen pflegt.

Pünktliche Zahlung aus der deutschen I n v u st r i e b e l a st u n g. Die Bans für deutsche Jndustrieobiigattonen hat am 25. August den Betrag von 125 Mill. Ml. gemäß den Bestimmungen des Jndu .riecelastung.g^e^es als zweite Halbjahresrente der für das dritte Reparationsjahr vorgcsch:nen Johrcszinsleistung von 5 Proz. aus die 5 Milliarden Belastung der deuttchen Industrie dem Generalagrn e i für die Reparationszahlungen zu Rechnung des Treu­händers für die deutschen Jndustrieobligattonen überwiesen.

'Verhandlungen über einen inter- nationalen chemischen Konzern. Die Morning Post" meldet, daß in Deutschland Ver­handlungen über einen uternaäcnalen chemi­schen Konzern im Gange seien. Die I. G. Farben- industrie plan« von ihrer starken Stellung aus die Bildung eines europäischen Ehemietrusts. Heber den ersten Schritt werde jetzt zwischen den britischen Interessenten und dem deutschen Kon­zern verhandelt. Sir Alfred Mond, der Prä­sident der britischen Gesellschaften befinde sich in Deutschland und es werde angenommen, daß der Entwurf eines Abkommens zwischen den deut­schen und den britischen Konzernen bereits auf- gestellt worden sei und nur noch auf die Schluß» revision warte. (Anm. der Red.: Seitens der beteiligten Kreise war eine Stellungnahme zu dieser Meldung nicht zu erhalten, wobei darauf hingewiesen wurde, daß vorstehende Nachricht von keiner der an den schwebenden Verhand­lungen maßgeblich beteiligten Persönlichkeiten stamme. Von einer Anwesenheit Sir Alfred Monds in Deutschland sei nichts bekannt.)

* Versuche zur Jndustriefinanzie- rung in der Textilwirtschaft. Die Bemühungen von Jndustriegruppen, im Wege der Bildung von Genossenschaften und ähnlicher die Haftung gesamtschuldnerisch übernehmender Organisationen, Kredite auszunehmen, sind mehr oder weniger erfolglos gewesen. Runmehr hat eine bedeutende auslärwich-e Kapitalgruppe, über deren Zusammensetzung erst später Näheres be­kanntgegeben werden kann, sich bereit erklärt, in großem Umfange Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Rationalisierung der Betriebe bzw. die hierfür erforderliche Anschaffung von Maschinen zu erleichtern. In erster Linie sollen die Mittel der deutschen Textilindustrie zugeleitet werden. Die Amortisierung der durch die Lieferung der Maschinen entstandenen Schuld hat durch eine Air­zahlung, die sich zwischen 20 und 25 Prozent bewegt und vierteljährliche Ratenzahlungen, ver­teilt auf drei bis vier Jahre, zu erfolgen.

* V o m süddeutschen Schnittholz- markt. Am subdeutschen Schnittholzinarit macht sich die alljährliche stillere Saison in diesem Jahre weniger deutlich als sonst bemerkbar. In der Vreislage ist seit längerer Zeit ein allgemeiner Stillstand eingetrelen. Auch Umfang und Leb» haftigkeit der Nachfrage scheinen ihren Höhe­punkt allmählich überschritten zu haben. An­dererseits sind die Vorräte in Schnitthölzern gegenwärtig nicht groß. Die Beschäftigung der Merke mit Einschnitt und Lieferung von Bauholz­listen ist noch befriedigend, jedoch sind die An­forderungen in letzter Zeit weniger zahlreich und driiiglich.

* Oelänbefäufe der Siemens- Schuckert-Werke A.-G. Die Siemens-Schuckert- Werke A. G. haben dieser Tage einen Teil des an der Berliner Chaussee in Spanbau gelegenen Ge­ländes mit Fabrikationsgebäuden von der Deutsche Werke A.-G. in Liquidation zur Entwicklung ihrer bis jetzt im Kabelwerk Gartenfeld bei Spanbau gelegenen Leistungsfabrikation käuflich erworben.

frankfurter Börse.

Frankfurt, 26. Aug. Tendenz: Still. Die heutige Wochenschlüßborse hatte kleine Umsätze, da weiterhin Zurückh. itung geübt wird und die zweite Hand auch heute fehlt. Die Kurse blieben im allgemeinen knapp behauptet, nur in einigen Spezialwerten konnte sich etwas Ge­schäft entwickeln, da hier die Spekulation Wochen- s ch l u ft d e ck u n g c n vornahm. Anregungen boten dabei die Verhandlungen der I. G. mit der eng­lischen Chemieindustrie. Mit Befriedigung wurde auch der Reichsbankausweis aufgenommen, der ein« weitere Entspannung zeigt (Rückgang der Wechsel- und Lombardbestände um rund 123 Millionen Mk. und des Rotenumlaufs um nmd 114 Millionen Mk.). Der Geldmarkt war kaum verändert. Bei wei­terer Flüssigkeit von Tagesgeld blieb Termingeld knapp. Die lleberroeifung der 125 Millionen Mark Jndustrie-Obligationen-Zinsen an den Reparations- agenten machte sich am Geldmarkt nicht stärker be­merkbar, da umfangreiche Vorbereitungen getroffen worden waren, was allgemein befriedigte. Verstim­mend wirkte dagegen die dauernd feste Haltung der Produktenmärkte in Verbindung mit der schlechten Witterung, die die Ernte gefährdet. Gegenüber den Kursen der gestrigen Abendbörse ergaben sich an den Effektenmärkten im allgemeinen unr geringe Ver­

änderungen. Lebhafter umgefeftt und bis 2 Proz. fester wurden I. G. Farben und die Mehrzahl der Elektrowerte, besonders Sie­mens. Bankaktien und Montanwerte lagen knapp behauptet. Etwas schwächer er» öffneten Sd/eibeanftalt und Bergmann. Dagegen konnten Wayft & Freytag 2,5 Prozent anziehen. Heimische und fremde Renten blieben fast geschäftslos. Im nxiteren Verlaufe verstärkten sich die Deckungskäufe der Spekulation und erstreck­ten sich jetzt außer I. G. Farben und Eletkrowerten auch auf Bankaktien bei Kursbesserungen von 1 bis 2 Prozent. I. G. bis 3 Proz. fester. Am Geldmärkte ermäßigte sich der Satz für Tagesgeld auf 5 Proz. Im Deoifenverkehr konnten sich das Pfund und der Dollar merklich befestigten, da sich die Nach­frage nach Devisen verstärkt hat. Die Reichsmark schwächte sich daher gegen Kabel auf 4,2024 und gegen London auf 20,4390 ab. Ferner notierten: Paris gegen London 124,02, Mailand 89,25, Madrid 28,85.

Berliner Börse.

Berlin, 26. Aug. Die Börse zeigte heute ein freundliches Aussehen. Zwar ist das Ge­schäft nach wie vor noch nicht groß, doch schreitet die Spekulation weiter zu Deckungen. Die Börje scheint das Bestreben zu haben, die Abschläge gegen die letzten Liquidationskurse nicht attzugroß werden zu lassen, damit die Nachschüsse nicht so erheblich sind. Der Reichsbankausweis wurde mit ziemlicher Befriedigung aufgenommen, da er die Erwartungen der Börje eigentlich übertroffen hatte. Auch die Ex­portziffern Deutschlands am Weltkohlenmarkte im ersten Halbjahr sind günstig und regten besonders für Montanwerte an. I. G. Farben wurden auf Grund der deutsch-französisch-englischen Chemiever­handlungen reger gehandelt und konnten fast fünf Prozent gewinnen. 9m allgemeinen betrugen die Kursbesserungen 1 bis 3 Prozent. Glanzstoff und Bem berg konnten sogar 11 bis 12 Prozent anziehen. Allerdings blieb auch ein großer Teil der Kurse unverändert. Am Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert. Tagesgeld 4i bis 6, Monats­geld 7z bis 8z Prozent. Heimische und fremde Renten fast geschäftslos. Nach Fest­setzung der ersten Kurse wurde die Tendenz allge­mein weiter fest. Die Besserungen betrugen weitere ca. ! Prozent. Glanzstoff konnten sogar noch sechs Prozent gewinnen. 9. G. Farben plus 2 Prozent. Später wurde das Geschäft ruhiger.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a .M., 26. Aug. Bei weiter anhaltendem schlech:en Wetter kommt kaum noch trockene Ware an den Markt. Vollkommen ein­wandfreier Jnlandweizen wird weit über Notiz bezahlt. Roggen zog im Preise an. Da auch di« Forderungen vom Auslande heute höher laute­ten, zogen die Preise für Mehl an. Roggenmehl ist sogar bis 0,50 Mk. teuerer, da wieder in größerem Maße Auslandroggen vermahlen wer­den muß. Kleie ist stark befestigt. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 28,75 bis 29, Rog­gen. inländ. 24,25, Sommergerste für Drauzwecke 25,50 bis 27, Hafer, inländ. 23,25 bis 23,75, Hafer, ausländischer 23,75 bis 25, Mais gelb 19/25 bis 19,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 35 bis 36, Weizern- und Roggenkleie 13,75. Tendenz fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 25. Aug. Das katastrophale Wetter hat am hiesigen Markt zu einem unerwarteten Ten­denzumschwung geführt. Trotz der starken Preisrück­gänge auf sämtlichen ausländischen Märkten setzte sich für Roggen bis 5,50 Mark, für Weizen vis 3,75 Mark betragende Preiserhöhungen durch. An­laß hierfür war der trostlose Regen, der in einzel­nen Teilen Deutschlands das noch auf den Halmen befindliche Getreide verderben läßt. Die Berliner und auch die übrigen Inlandmühlen sind mit Roh­material, besonders für Roggen, nur noch für ganz kurze Zeit gedeckt und müssen unweigerlich zum Stillstand kommen, wenn nicht in Käme eine Besse­rung des Wetters und damit erhöhte Zufuhren ein­treffen. Beim Weizen find die Verhältnisse nicht ganz so schlimm, weil man sich noch mit alter Aus« lanbroare behelfen kann und vom Inlande, wenn auch in abfallenden Qualitäten, immerhin manches Angebot besteht. Am Mehlmarkt find die Preise nur ganz wenig mit der Haussebewegung am Getreide­markt mitgegangen, da der Konsum nur das Not­wendigste aufnimmt. Großes Geschäft entwickelt« sich am Cifmarkte in Auslandroggen. Es sollen bis zur Börse bereits 6500 Tonnen Roggen gehandelt wor­den sein. Mais hat wenig Geschäft bei unveränderten Preisen. Für Gerste hält die Nachfrage nach guter Ware an. Hafer ist als fester zu bezeichnen, die gestrigen Preisverluste sind wieder eingeholt. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 277 bis 281, Sept. 283,75 bis 284,75, Oft. 280 bis 282, Dez. 280 bis 280,50 (sehr fest): Roggen, märt., 231 bis 235, Sept. 248 bis 249,50, Oft. 248,50, Dez. 242,50; Sommergerste 224 bis 272; Wintergerste und 1 Futtergerste 203 bis 209 (fest); Hafer, märkischer,

ab schief. StaL 202 bis 214 (etwas matter), Sept, (ruhig), Ott. 210. Dez. 208; Mais, La Plata, 196 bis 197 (ruhi!H;Naps 290 bis 295 (stetig); (100 Kilogramm): Weizenmehl 35,75 bis 37,50 (fest); Roggenmehl-32,50 bis 33,25 (fest); Weizenkleie 16 (fest); Roggenklcie 15,25 (stetig); Viktoriaerbsen 42 bis 48; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21

Letzte Nachrichten.

Brand des Amtshaufcs in Wien.

Wien, 26. Aug. (WTB. Funkjpruch.) Heute Nacht ist in dem neuen Amtshause der Stabt Wien ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, der, als er gegen Mitternacht entdeckt wurde, schon län­gere Zeit im Innern gewütet haben mußte. Dem sofort herbeigeeilten großen Aufgebot der Feuer- wehr gelang es, das Uebergreifen auf andere Ge­bäude zu verhindern und um 5 Uhr morgens den Brand zu loschen, so daß sie um diese Zeit bis auf eine Feuerwache abrücken konnte. Im ganzen sind etwa 1 0 00 Quadratmeter Dachstuhl ausgebrannt. Der Schaden ist beträchtlich. Ver­letzt wurde ein Feuerwehrmann. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. In dem Amtshause sind Abteilungen des Wohlfahrtsamtes und der Lebensmittelversorgung der Stadt untergebracht.

Verurteilung französischer Soldaten wegen Gehorsamsverweigerung

Paris, 26. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Kriegsgericht in Rouen hat einen Sergean­ten zu 1 Jahr Gefängnis, einen Unteroffi­zier zu 18 Monaten Gefängnis und zwei Soldaten zu 1 0 bzw. 5Monaten Gefängnis verurteilt. Sie waren angeklagt, sich während ihres Aufenthaltes in einem Reseroistenlager der Ge­horsamsverweigerung, der Beleidigung und der Aufreizung von Militärperfonen zum Un­gehorsam schuldig gemacht zu haben.

Nene Waldbrände in Frankreich.

Paris, 26. Aug. (WTB. Funkspruch.) Haoas berichtet aus Toulon über neue Wald- b r ä n b e an ber Sübfüfte Frankreichs. Truppen finb zur Bekämpfung bes Feuers abgefanbt worben.

Innere Anleihe Rußlands.

Moskau, 26. Aug. (WTB.) Das Präsibium bes Zentralerekutiokomitees ber Sowjetunion ge­nehmigte die Ausgabe einer sechsprozentigen inneren Staatsanleihe von 200 Millionen Rubel in Stücken von' 25 Rubel mit zehnjähriger Tilgungsfrist vom 1. Oktober 1927 gerechnet. Die Anleihe wird für die Industrialisierung ber Volks­wirtschaft verwandt werden.

Schwere Ausschreitungen bei Mukden.

London. 26. Aug. (WTV. Fimfspruch.) ..Times" meldet aus Peking: V«i einem Streik in einem bedeutenden japanischen Kohlen- und Eisen-Konzern in der Nähe von Mukden kam es zu Ausschrei­tungen, in deren Verlauf die Starkstromzen- trale geftilrmt und der Strom abgeschnitten wurde. Die Stadt wurde in Dunkelheit gehüllt und der Pöbel griff mit Knüppeln und Aexten bewaffnet die Bureaus und Wohnungen der japanischen Angestellten an, tötete einen Japaner und verwundete mehrere. Ein Zu­sammenstoß zwischen dem Pöbel und der Polizei verursachte viele Verluste. Der japanische Premierminister ist entschlossen, die ja­panischen Interessen in der Mand­schurei zu schützen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuft 7 Prozent.

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1.196

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81,60 2,112 5,606

4.208 4.-04

20.976

Berlin. 25 August

vielt.

| Brie-

Amerikanische Roten.....

belgische Roten......

Dänische Roten......

Englische Roten.......

4.181

58,33

112,13

20.37

4.2*1

58,57

112,59

1 20,45