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Leib. Er schleppte sich unter starken Schmerzen bis zu seiner Wohnung, wo er zusannnenbrach. Er wurde nach dem Krankenhaus Hephcrta überfuhrt, wo er bald nach seiner Einlieferung starb.

Maingau.

Lpd. Höchst a. M., 25. Aug. Heute nachmittag um 1 Uhr kam der 10jährige Schüler Hans Gerhard Haupt aus Bad Soden auf dem hiesigen Bahnsteig dadurch zu Tode, daß er seinen Kopf durch den Aufbau eines G e p ä ck a u f z u g e s steckte. Der gerade hochkommende Aufzug ver­letzte den Jungen so schwer am Kopf, daß der Tod sofort eintrat.

Turnen, Sport und Spiel.

Wasserball.

Einzelwettkämpfe und Staffeln des)wimm- festes find vorüber, und doch verläßt noch keiner der Zuschauer die Kampfstätte. Was folgt noch? Das Wasserballspiel, das sich in letzter Zeit in Deutsch­land einer stets steigenden Beliebtheit erfreut.

Rasch sind in dem Schwimmbecken zwei Tore auf­gebaut. zwischen denen ein Spielfeld von verschiede­ner Länge (17 bis 28 Meters und verschiedener Breite (nicht mehr als 18 Meter) liegt. Auf jeder Seite sieben Spieler (Torwart, zwei Verteidiger, Verbin­dungsmann, drei Stürmer) bei beschränkten Raumoerbältnissen kann jede Partei auch mit fünf Mann spielen, Meisterschaftsspiele werden natürlich nur mit vollständigen Mannschaften ausgetragen. Das Spielfeld ist ganz frei, die Mannschaften lauern auf der Torlinie, der Schiedsrichter pfeift, die Stür­mer stürmen nach dem in der Mitte besindlichen Ball. Der saust nun schnell hin und her, scharf aeworfen und gut gefangen, und schon steht ein Torschuß be­vor, als der -en Ball haltende Spieler von einem gegnerischen getaucht wird. Das ist erlaubt? Der Schiedsrichter pfeift nicht und tut es doch so oft in Fällen, die anscheinend gar keinen Anlaß bieten.

Ja, wer Wasserball spielen oder die Spielführung nur richtig verstehen will, muß sich mit den gar nicht so einfachen Regeln sehr vertraut machen. Es ist er­laubt, den Gegner zu tauchen, wenn er im Besitz des Balles ist (er soll dadurch veranlaßt werden, den Ball möglichst schnell weiterzuspielen); und was allesFehlev' sind: den Ball mit beiden Händen gleichzeitig zu berühren, im Wasser zu gehen oder zu laufen, den Gegner zu behindern, wenn er nicht den Ball hält, den Ball beim Angriff eines Gegners un­ter Wasser zu halten, sich von einem Gegner abzu­stoßen, den Ball zu berühren, bevor er, wenn er vorn Schiedsrichter geworfen wurde, die Wasserober­fläche berührt hat das sindeinfache Fehler" ober: absichtlich Zeit zu vergeuden, zwischen Ab­pfeifen und Wiederbeginn des Spieles absichtlich sei­nen Platz zu verändern, sich innerhalb der feindlichen Zweimeterlinie aufzuhalten, mit der geballten Faust nath dem Ball zu schlagen, das sindabsichtliche Feh­ler . Und alles muß der Schiedsrichter sehen, er muß

bei solchen fehlerhaften Handlungenpfeifen", Frei- würfe und Strafwürfe verhängen und unter Um­ständen den schuldigen Spieler für bestimmte Zeit ausfchließen.

Spielzeit ist ausschließlich aller irgendwie herdei- gesührten Pausen zweimal sieben Minuten. Und diese knappe Viertelstunde genügt reichlich, an Kön­nen und Kraft des Spielers größte Anforderungen zu stellen. Es sieht nicht als zu schwierig aus, wenn der Ball mit ziemlich großer Geschwindigkeit hin und her geht, genau zugespielt wird. Und wenn der ahnungslose Zuschauer hoffentlich ist er immer schwimm kundig einmal selbst ins Wasser steigt und das Ballwerfen probiert, so merkt er, daß es zu­nächst gar nicht so leicht ist, den Ball überhaupt mit einiger Fahrt, dann noch genau, und schließlich sogar verhältnismäßig scharf und weit zu werfen. Er kann dann etwa ermessen, inwieweit ein guter Wasserball­spieler einer intensiven technischen Schulung bedarf. Da kommen je nach der Situation Schöpfgriff (Aus- nehmen des Balles mit gebeugtem Arm) und Wurf mit Schwung aus dem Handgelenk (GelenIwurf), Stemmgriff und Wurf durch Drehung des Armes oder Vorhandwurf, Schrauben des Balles, Rückhand- wurf, Doppeln (Weiterschlagen des Balles mit der flachen Hand), Dribbeln (Rachvorndringen des Dal­les, der natürlich nicht festgehalten werden darf) in Anwendung, immer in Derbinduna mit wirksamster Beintätigkeit. Und stets wird in schärfstem Tempo gespielt. So reichen zweimal sieben Minuten für den Spieler, umschlapp" zu werden.

Das Wasserballspiel hat auch seine Geschickte, die in England (um das Jahr 1870) beginnt, yn Deutsch­land erfuhr man von diesem Spiel erst gegen das Jahr 1900 einiges, und zur Austragung einer Mei­sterschaft des Schwimmverbandes kam es im Jahre 1912. Anfänglich wurde nach besonderen Regeln des D. S. D. gespielt; 1924 die internationalen Wasser­ballregeln dann übernommen. In den allerletzten Jahren hat das Wasserballspiel ganz wesentlich an Bedeutung gewonnen und insbesondere in Deutsch­land, wo jetzt auch die Deutsche Turnerschaft in ihrem Schwimmbetrieb eine Wasserballmeisterschast aus­trägt, ist die Beachtung für dieses Ballspiel im Wasser sehr gestiegen.

In diesem Jahr ist die Wasserdallmeisterschafl des Deutschen Schwimm-Verbandes gegenüber der frü­heren Austragsweise nach einem neuen System in Rundenspielen durchgeführt worden, um das Interesse an diesem Spiel, in dem Deutschland inter­national noch keine führende Rolle spielt, zu steigern. Bisher waren an den Endspielen die Sieger der ein­zelnen Kreise des D. S. V. teilnahmeberechtigt, in diesem Jahre wurde die Meisterschaft unabhängig von der Organisation des Schwimmverbandes durch­geführt. Insgesamt beteiligten sich 26 Vereine an den diesjährigen Meisterschaftsspielen, aus denen sich er­wartungsgemäß Hellas - Magdeburg und Wasser- freunde-Hannover für das Endspiel qualifizierten. Beide haben die Meisterschaft schon in früheren Iah- ren mehrmals gewonnen, Verteidiger ist Hellas- Magdeburg im Braunschweiger Endspiel.

D. f. D.

Erstes Verbandsspiel der Bezirksligaklasse I.

Am kommenden Sonntag beginnen für die 1. Be- zirksligaklasse des hessisch-hannöverischen Bezirks wieder die Verdandsspiele. Die V. s. B.-Liga hat im ersten Kampf um die Punkte zwar den Vorteil des eigenen Platzes für sich, aber eine der stärksten Mannschaften ihrer Gruppe zum Gegner. Und zwar Ht es der durch seine letzten Resultate oft genannte S. C. 03 Kassel, der am Sonntag zum erstenmal auf dem Waldsportplatz des D. f. B. zu Gast ist. S. C. 03 Kassel schlug vor 14 Tagen die Vereinigten Mar­burgs mit nicht weniger als 11:1 und bewies am vorigen Sonntag in einem Spiel gegen den vor­jährigen Deutschen Meister und diesjährigen Süd­deutschen Pokalmeister, die bestbekannte Spielver einigung Fürth, erneut feine Spielstärke, indem er nur knapp mit 2:4 der Meisterelf ehrenvoll unterlag, wobei besonders erwähnenswert ist. daß Kassel in der ersten Spielhälfte mit 2:0 in Führung lag. Trotz alledem sollte D. f. B. opiel und Punkte noch nicht verloren haben. Die Mannschaft hat durch ihr inten­sives Training während der Sperrzeit ihr Können bsdeutend verbessert und geht nicht ganz ohne jede Chance in den Kamps. Voraussetzung für ein gün­stiges Abschneiden ist, daß sie angesichts der schweren Ausgabe unter Aufbietung aller Energie kämpft bis zum Schluß und im gemeinsamen Willen zum Sieg ein harmonisches Ganzes bietet. Mag das Spiel aus­gehen, wie es will, man darf ihm jedenfalls mit Interesse und Spannung entgegensehen.

Die Ligareserve fährt nach Butzbach und tragt Degen die dortige Reserve ebenfalls ihr erstes Punkte- igiel aus. Ihr kann man aller Voraussicht nach mehr Siegesaussichten zusprechen, womit nicht gesagt sein soll, daß sie bereits gewonnen hat.

Auch die Dritte beginnt mit den Verbandsjpielen und hat auf eigenem Platz Lollar zum Gegner. Wenn V. f. B. nicht in bester Besetzung antritt, ist hier der Sieg und damit der Gewinn der Punkte sehr in Frage gestellt.

Die Jugendmannschaften tragen noch Gesell­schaftsspiele aus. Die Erste hat die gleiche von Grün­berg zu Gast. Sie dürfte nicht aUuoiel Mühe haben, einen glatten Sieg zu landen, da Grünberg bei allem Eifer noch nicht die richtige Wettspielerfahrung besitzt.

Die Zweite tritt auf dem Trieb gegen die neu- gebildete Jugendelf des hiesigen B. C. 20 an. Wenn sie nicht mehr Geist und Eifer zeigt, als in ihren letzten Spielen, verdient sie keinen Sieg.

Dasselbe gilt van der Dritten, die einer Ein- lodung nach Großen-Buseck folgt. Hier wird die körperliche Ueberlegenheit der Gastgeber über das technisch bessere, aber lahme Spiel der V. f. B.-Ju­gend siegen.

Spielvereinigung 1906 Giehen.

o. Durch besondere Umstände hat 1900 für die Ligamannschaft für kommenden Samstag und Sonntag zwei Gegner verpflichtet. Beide Spiele finden auswärts statt und stellen an die teil­

nehmenden Spieler außergewöhnliche Anfor- derungen.

Zunächst stand das schon vor langer Zeit fest­gelegte Rückspiel gegen die Dezirksligamannschaft vom Verein für Bewegungsspiele Weidenau a. d. Sieg auf dem Sonntagsprogramm. Der Gäste- platz unterliegt aber zur Zeit einem Umbau und ist daher nicht benutzbar. Das vorgesehene Freundschaftstreffen wird deshalb schon am Sams- tagnachmittag in Siegen auf dem ..Jahnsportplatz" zum Austrag kommen. Man ist allseits gespannt, wie sich 1900'8 junge Elf hier aus der Affäre ziehen wird. Das Vorspiel in Gießen gewannen s. Zt. dieVereinigten" mit 3 :2. dazu einen Elfmeterball auslassend. Die Leistungen konnten damals nicht überzeugen, da beiderseits reichlich Ersah eingestellt war.

Durch die Verzögerung dieses Abschlusses hatte die Spielvereinigung für den Sonntag be­reits einen anderen Gegner verpflichtet und sieht sich nun in die Lage versetzt, beide Spiele auch auszutragen. Am Sonntag gewährt den Gieße­nern der Mainbezirkspvkalmeister. Fußballverein Germania 1901", Bieber bei Offenbach a. M., Gastfreundschaft. Der Gastgeber ist durch sein gutes spielerisches Können und stets erfolgreiches Abschneiden in Pokal- und Meisterschaftskonkur­renz weit über die Grenzen des Mainbezirks hinaus bekannt. Die Mannschaft steht unter Lei­tung des bekannten Spielers Huber (früher 1. Fußballklub Nürnberg) der in der Elf den Posten des Sturmführers einnimmt. Bei den, letzten Auftreten in Gießen konnte Bieber mit 5:1 über die 1. Elf des V. f. D. siegreich blei­ben. Ueber das Abschneiden der Blauweißen in diesem Spiel läßt sich nichts voraussagen, da man nicht wissen kann, ob in der einheimischen Elf Spieler nach dem schweren Samstagspiel er­seht werden müssen.

Die 3a°Mannschaft trägt bei dem Verbands­neuling Leihgestern ihr erstes Meisterschaftsspiel in dieser Saison aus und müßte auf Grund der seitherigen Leistungen unbedingt Sieger bleiben, wenn die Elf komplett antritt und sich bald mit den ungewohnten Plahverhältnissen, die nicht gerade ideal sind, vertraut macht.

Die 1. Jugend 1900'd empfängt nachmittags die 1. Jugend Butzbachs zu einem Gesellschafts­spiel. Der Ausgang ist völlig offen.

Während die 2. Jugend spielfrei ist, geht die 3. mit nach Leihgestern, um der dortigen 1 Ju­gend ein Rückspiel zu liefern.

Die 1. Schülerelf stellt sich in Wetzlar dem dortigen Sportverein zum Rückspiel. Das Vorspiel am vergangenen Sonntag in Gießen endete be­kanntlich 1:1.

Schwimmweltkämpfe in Gieren.

L Zu den am kommenden Sonntag statt­findenden kreisoffenen Schwimmwettkämpfen des Gießener Schwimmvereins haben eine ganze Reihe von Vereinen aus Darmstadt. Frank­furt, Heidelberg, Mainz, Wiesbaden, Offenbach

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