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Tuyt) 39 Jaljren Ins Jrrcngcsängvi» zurück. Sin zerlumpter, halb oc:

haariger Mann ivrtangte Diefer 5c '

in Dte GefängniS-Irrenanstall Deti cnglil<bcn Drte4 (BrcabiTroDt unb <rfiärtc. batz er vor 39 Jahren ausgebrochen fei unb jetzt zurückkehre, um Mn Gewißen nt beruhigen unb nicht allein zu sterben. Seine Lebensgeschichte enthüllt eineu

baS öefb tn btt Tasche. yOfl L-jfam einen Re­volver heraus unb hielt ihn bem Verkäufer vor bic Stirn. .Hände hoch! Still gehalten! 5tein Mucks!" kommandierte sie lau. Daraufhin er­schien an junger Wann, cb allS mit einem Xeootoct bewaffnet. unb end btc freundliche Dame den Kaufmann in Schach hielt, leerte er ruhig den Inhalt der Kasse, der 300 Dollar 5c- tcug. Dann nehm das Nläbchen ihr« Tasche aus. bic beiden verliehen ruhig den Laben und ver­schwanden um die nächste Scke...

Buntes Allerlei.

Cln Mesen-Weinstock.

Sm Weinstock, der die Groß« unb den

lang eineS starken BaumeS Hal. wirb von Dr. S. M Greß in einer amerikanischen sorstwifsen- 'chal: lichen Zeitschrift beschrieben. Dieser bei '5onswago Steel in Pcnnsylvanien entdeckte Ric e ist am Boden etwa sechs Fuß dick unb hat einen Durchmesser von 14 Zoll Dann erhebt sich der ..Weinstock" aufrecht unb Hal einen Fuß über bem Boben einen Durchmesser von 15 Zolls-, fünf Fuß über dem Boden ist der Durchmel'er 13 Zoll. Dieser ungeheure Weinstock ist aber doch so anlekrnungsbcdürftig, dast er von einem mächtigen Hickory-Nußbaum gestützt wird, ..Der Baum und der Weinstock', schreibt der Bota­niker. ..müssen seit hundert Jahren zusammen ausgewachsen fein: daraus erklärt sich die Tat- saa^o. baß der W.instock den Baum nicht frü­her berührt, als dis er eine Höhe von dreißig Suß erreicht hat. Bielleicht ist die Bebe früher von einem anderen Baum gestützt worden, der die Last dieser Ricsenpflanze nicht aushielt und sie daher dem inächtigeii Hickory-Baum über­ließ."

Eine liebenswürdige Räuberin.

Sine teizcuüc Nachfolgerin der berühmten *3anbrtin mit dem Dubenkopf", die vor einem 3aßr etwa die Läden Reuyorls unsicher machte, ist jetzt in dem belebtesten Teil von Flatbush in Brooklyn ausgetreten. Eine nette junge Dame mit einem einfachen pelzbescyten Kostüm. Seiden­strümpfen und Lackschulen erschien im Laden eines Butterhändlers. Dieser, der 2bjährige William Wc. Sarthy, erwartete devot ihre Befehle. .(Sin Pfund Butter", sagte sie. Nachdem sie die Ware erhalten, zögerte sie noch einen Augenblick mit einem liebenswürdigen Lächeln, wie wenn sie nachdächte, und sagte bann: .Ach geben Sie mir doch bitte noch ein Dutzend Sier." Als sie auch diese bcloinmcu hatte, meinte sie: »DaS ist alles", tat die Sachen umständlich in ihre Tasche unb fragte: .Können Sie mir eine 20-DoIlar-Dote wechseln?" Wc. Earthy gab ihr heraus; sie tat

Roman, der so manches Silmftütf an Dramatik übertrifft. Gs war ein gewisser IameS Kelly, der im Juli 1883 wegen Ermordung seiner Jrau zum Tode verurteilt ttprbc. Sr war damals 23 Jahre alt, verdiente (ein Brot als Tapezierer unb hatte feine Frau erstochen, weil er glaubte, sie sei »hm untreu Sin berühmter Verteidiger, der seine Lache führte, suchte nachzuweisen. ba1< er irr- finnig fei. Gr drang zwar damit nicht durchs aber daS Gericht empfahl i hn der Begnadigung, und so wurde er denn auf Lebenszeit in daS Irrengefängnis von Bregdmoor geschickt. Da er sich ungerecht behandelt glaubte, so floh er von dort am 23. Januar 1888. unb obwohl die Flucht großes Au stchen erregte, konnte man ihn doch nicht aussind-eu. Rkan hatte von ihm seitdem keine Spur. Wie er erzählt, verbarg er sich zunächst in der Nähe der Irrenanstalt, ging bann nach der Ostküste, wurde Arbeiter auf einem Schiff, lebte eine Zeitlang in Paris, kehrte nach Gugland zurück, wurde Seemann unb fuhr um bic ganze Welt. AIS er vor einigen Wochen von Neu» Orleans nach Liverpool zurückkehrte, ging der alte Wann die Straßen auf und ab. um irgend­einen kleinen Verdienst mitzunehmen, unb dabei kam ihm der Gedanke, er wolle in das Gefängnis zurückkehren. .Ich habe keine Freunde und siehe ganz allein auf der Welt," sagte er. .All die Jahre hindurch verfolgte mich der Gedanke, daß ich ein Flüchtling sei, den jeder Schutzmann auf­greifen könne. Ich will mich von dieser ewigen Angst befreien unb der noch größeren Furcht, allein sterben zu müssen."

rter. grau«

mufitabcnbai beS Vereins in guter Erinnerung stund, leistetCx-^uch diesmal Vorzügliches. Die einzelnen Darbietungen auS Werken Beethovens fanden denn auch reichen Beifall. Sine ange­nehme Abwechslung bot das von Herrn Bauer jr. zu Gehör gebrachte Btolinsolo Sonate op. 23), daS von Studien rat Dr. Krauß, der für btc erkrankte Frau Dr. Fächer ein- gesprungen war. in feinsinniger Weile begleitet wurde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag von Stub.enrat Dr. Kraust über ..Das Leben und Wirken "Beethovens". Die in- terc'fanter. Ausführungen deS NedncrS hinter­ließen be; allen Defuchern einen nachhaltigen Gindruck unb gaben mit den sonstigen Dar­bietungen dem Abend daS Gepräge einer ein­drucksvollen Ehrung beS großen Komponisten. Der Frauenchor beS Vereins trug unter Leitung von Frau Minna Schäfer unb Klavierbeglei­tung von Stubicnrat Dr. Kraust Beethovens .Die Himmel rühmen deS Ewigen Ehre" äußerst witlungSvvll vor.

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** Dec Innenausbau der DolkS- h-ll« ist seit einigen Tagen eifrig im Gange. 3n der Hall« sind mächtige Gerüst« aufgLsicllt, auf denen öle Arbeiter emsig (chajscid um die Verfchönerung der Halle bemüht sind. Die Halle wird in allen Teilen deS Innern verputzt und mit einem farbiaen Anstrich versehen, 'o daß daS bisherige rohe Vttd einem angenehmen Ge­wand Matz machen wird. Di« Empore der Halle erhält durchweg Holzfußboden, an der Decke wird eine sog. CDülicrunq angebracht, di« parallel zur Äeck'.'Nstäche verläuft und zwischen dem Halten­raum und der äußeren Decke eine lufrgefüllte Zwischenschicht schafft, durch die der Erwärmung der Halle in der kälteren Jahreszeit gedient wird. Auf der Bühne wird zur weiteren Verbesserung der Akustik eine gewölbte Rab'.tzdeckc eingebaut, ferner hat man bereits die an der rückwärtige., Bühnenseite gelegenen Fenster, die bei dem Blick auf die Bühne immer fehr unliebsam blendeten, ntfernt und die Ocffnungen zugemauert: die Be- 'uchtunaSvcrhältn.lse der Bühne werden evtl, durch .'unstliches Licht den Ersordernisscn an- 'epaßt. An den Eingängen sollen einige Meter hinter den Außentüren Windfangtüren ange­bracht werden, durch Die der Kälteeinwirkung von außen her abgeholfen wird. 3m An­schluß an die Weinstube auf der Onbore link» der Bühne soll auf dem Dache deS Unterbaues eine Terrasse errichtet werden, di« im «5oiffmcr angenehmen Ausenthalt mit schönem Blick auf Die Stadt und deren Umgegend bieten wird. Für den Herbst plant man evtl, noch den Anbau von großen Gardervberäumen. die gleichfalls sehr itotwendig sind. Wenn der gegenwä: tige Arbeits­abschnitt beendet ist, Dürfte die Dolkshalle zwei­fellos erheblich gewonnen haben. Sämtliche Ar­beiten werden von Gießener Baufirmen und Handwerksmeistern unter der Überleitung des Architekten Philipp NicolauS auSgeführt.

Das W o h l t-ä i i g ke i t S s e st .Fikm- 4außer", do- am vorigen VamStag von dem darstellenden Personal unseres Stadttheaters im GefellschaftSverein veranstaltet und von Der Bür­gerschaft außerordentlich stark besucht wurde, hat mit einem Reingewinn von 3521 Mk. abgeschlossen Der Betrag ist zu gleichen Teilen an die 3en- lral-, Bezirks- und ürtSkasse Der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger zur Förderung Der vorgesehenen wohltätigen Zwecke abacfüßri wor­den. Die Künstlerschaft deS Stadttheaters fühlt sich den Besuchern der Veranstaltung für die glänzende Unterstützung Der guten Sache zu herz­lichem Danke verpflichtet.

** Die Alice-Schul« veranstaltet in den Bäumen der städtischen Gemäldesammlung. Senckenbergstraße, die der Schule von Der Stadt für die ÄuSstellungStage überlassen sind, iforc diesjährige Ausstellung der IahreSarbcUen der Fachausbildung zur NadelarbeitSlehrerin. Die LluSstellung zeigt in gedrängter Fülle Wäsche, Oberkleidung, Derzierungsarbeiten. Zeichnungen, selbstgesertigte Lehrmittel und Stickereiversuche

nach Der Natur ueD gibt so einen Ueberbllck über den Lehrstoff Der Fachausbildung n Nadel- arbeiten. Die LluSstellung ist von Ssnmag, 27. Februar, bis SamStag. 5. März geöffnet, am Samttag. 5. März, werden gleichzeitig m der Stein st raße. Alice-Schule. Die felbftgeferUfltcn Lehrmittel Handarbeite:'. und Zeichnungen des HautwirrlchafttfahrgangS ausgestellt. Allen In- terellenten fei ein Besuch der Ausstelluirgen bestens en-.pfohlen.

Xeiltocifct <S i n ft u r 4 eines Ae u- baucA. Wie und unmittelbar vor Nedaktio.w- fchlust gemeldet wird. 4t in Der letzter: Nacht Der Anbau an das Alemannenhaus. Gcke (Suieu- Bergstraße, der im Parterre bereits ferägge- stellt und bis zum ersten Stock gcDicßen war. aus bi* jetzt unbekannter Ursache zum großen Seil eingestürzl. Der nach dem Schifferrberger Weg und nach Der Licker Straße zu gelegene Dell des Baues liegt völlig in Trümmern. Da DaS Unglück in Den Nachtstunden sich ereignete, ind ersreulicherweike keine Nlettschenleben zu Schaden gekommen.

WSN. Wichtig für VeretnSaus- flüge^mit Der Bahn. Man kann häufig in Den Bahnhöfen die Beobacktunq machen, daß größere Neisegesellschaften, wie Wander- und Sportvereine, kurz vor Der Abfahrt deS ZugeS auf Dem Bahnhwf eint ressen unb dann ungehalten finD, Scni'. die Berein-angchörigen nickt ge­schlossen untergebrach! werdet! können und eine llcberfüllung Der Wagen entsteht. Solche Vor­kommnisse lassen sich ucrmciDcr., wenn die Ver­anstalter der Ausslüge ein oder >wei Tage vor dem beabsichtigten LluSflug Dem Adsahriebahnhof unter Angabe Der voraussichtlichen Teilnehmer- zahl schriftlich oDer mündlich (auch fernmündlich) von chrem Vorhaben Kenntnis geben. Die Neichs- bahn ist dann in Der Lage, den in Betracht kom- menden Zug enllprechend zusarnmenzustellen. Die Unterlassung der B "..achrlchtigung Hal zur Folge, daß einmal die Reisegesellschaften au5cinanDcr- gerissen werden, und eine unerwünscht' Uebcr- füllung der Wagen eintritt, ia schließlich Rei­sende zurückbleiben müssen. Dies liegt nicht im Interesse Der Reisenden, wie auch nicht in dem der Reichsbahn. Es muß deshalb Den Veranstal­tern von solchen Ausflügen im allgemeinen Inter­esse dringend empfohlen werden, dem AbgangS- bahickvf ein bis zwei Sage vor dem Antritt der Bahnfahrt Mitteilung zu machen.

WS2k. Die Gisenbahnpaketkarte mit rotem Rand. Die Frist für den Auf­brauch der früheren Ellenbahirpaketkarte mit rotem Rand war am 3L Dezember 1926 ab- gclaufetL Da ein Teil der Versender noch im Be­sitz solcher Karten ist, hat die Reichsbahn nun­mehr die Aufbrauchsfrtst der Kamen mit rotem Band bis zum 1. Juli 1927 und die der Gjpreßgutkarten mit grünem Rand bis zum 31. Dezember 1927 verlängert.

Ser Evangelische Arbeiterver- c i n veranstaltete am Mittwochabend im Io- hannessaal einen Beethoven-Abend. Für den musikalischen Teil des Programms hatte sich das Streichquartett Franz Bauer freund­lichst zur Verfügung gestellt. Das Quartett, daS bereits durch seine Mitwirkung bei Kammer-

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