Die Bautätigkeit in Hessen.
Die Zentrals9elle für Landesstatistik veröffentlicht jetzt eine AufsteSung über die Bautätigkeit in Hessen, geordnet nach Gemeinden mit über 5000 Einwohnern. Es ist daraus zu ersehen, daß die Zugänge an Neubauten sich hauptsächlich auf Klein- Häuser mit ein bis zwei Wohngeschossen beziehen. Nur einige bemerkenswerte Ziffern seien aus dem umfangreichen Zahlenmaterial yerausgegriffen. In Mainz ist z. B. die Zahl der baupolizeilich abgenommenen Neubauten von 272 im tzahre 1925 auf 136 im Jahre 1926 zurückgegangen, die Zahl der Kleinwohnungen darunter von 146 auf 36 und die Zahl der neuen Wohnungen von 821 auf 581. In Darmstadt find 1926 61 Wohngebäude neu hinzugekommen; gegen das Vorjahr hat fich diese Zahl nur wenig verändert. In O f f e n b a ch war die Zunahme der Bautätigkeit besonders groß, denn die Zahl der neuen Wohngebäude stieg von 49 im Jahre 1925 auf 173 im Jahre 1926. Worms hat eine Abnahme der Neubauten zu verzeichnen, und zwar von 93 (1925) auf 86 (1926), doch dabei eine Zunahme der Wohnungen selbst von 206 (1925) auf 217 (1926). Ausschlaggebend sind, um die Bautätigkeit zu beurteilen, also vielfach nicht die Ziffern für die neuen Wohngebäude, sondern die Ziffern der neugeschaffenen Wohnungen. Das zeigt sich besonders deutlich bei G i e ß e n , wo 1925 29 und 1926 54 Wohngebäude errichtet wurden (davon 16 und 23 Kleinhauser), aber mit 68 (1925) und 148 (1926) Wohnungen. In Bingen ist das Verhältnis der neugeschaffenen Wohnungen zu den Neubauten anders; es wurden hier 1925 11 Wohnungen errichtet und 1926 5 und die daraus fich ergebenden Zahlen für die neuen Wohnungen lauten 44 für 1925, aber nur 1g für 1926. Die durch Umbauten entstandenen neuen Wohnungen fallen ziffernmäßig nur in den größeren Städten ins Gewicht, und die Abgänge sind sowohl in den größeren wie in den kleineren Städten ganz gering. Für ganz Hessen ist für die Jahre 1919 bis 1926 die Errichtung von 12 819 Wohngebäuden mit 23 388 neuen Wohnungen ermittelt worden, wozu noch 6228 durch Umbau entstandene hinzukamen und 431 Abgänge durch Brände und Abbrüche zu berücksichtigen sind. Im Jahre 1926 allein sind 3921 Wohngebäude erbaut worden mit 5057 Wohnungen; hinzu kommen noch 778 durch Umbauten entstandene Wohnungen.
Wirtschaft.
Die Bilanz der Deutschen Reichspost.
* Berlin, 23. Suli. Nachdem das Reichs- postministerium bereits vor einiger Zeit die endgültigen Nechnungsergebnisse für das Rechnungsjahr 1926 bekanntgegeben hatte, sind dem Verwaltungsrat der Deutschen Reichs- Post heute auch die Bilanz für den 31. März 1 927 und die Gewinn- und Berlust- rechnung für die Zeit vom 1. April 1926 bis 31. März 1927 vorgelegt worden. Es ist also gelungen, Bilanz unb Gewinn- und Derlust- rechnung für den Riesenbetrieb der Deutschen Reichspost in 3Ve Monaten fertigzustellen. Die Aufstellungen sind noch gerade so rechtzeitig gekommen, daß sie bei der Beratung der Vorlage über die Erhöhung der Postgebühren verwertet werden konnten.
Die Ergebnisse zeigen, mit welchen Schwierigkeiten die Deutsche Reichspost schon im vergangenen Jahre zu kämpfen hatte. Die Betriebseinnahmen sind um 108 Millionen Mark hinter dem ursprünglich veranschlagt gewesenen Soll zurückgeblieben. Der Einnahmeausfall ist durch Einschränkung der Betriebsausgaben um 35 Millionen Mark, durch Unterlassung von Anschaffungen in Höhe von 55 Millionen Mark und durch Erhöhung des Vorgriffs um 18 Millionen Mark eingeholt worden. Statt des erhofften Gewinns von 208 Millionen Mark ist nur ein solcher von 1 25 Millionen Mark erzielt worden. Das Kapital hat sich also nur mit 5,5 Prozent verzinst. Von den, Gewinn haben nur 55 Millionen Mark als Zuweisung zum Vermögen verrechnet werden können; 70 Millionen Mark sollen an das Reich abgeführt werden. Dem Zugang an Sachwerten und Forderungen in Höhe von 231 Millionen Mark steht eine Anleihe von 150 Millionen Mark und ein Zugang an anderen Passiven in Höhe von 25 Millionen Mark gegenüber. Bemerkenswert ist auch, daß die Vorräte der Deutschen Reichspost im abgelaufenen Rechnungsjahr um 75 Millionen Mark abgenommen haben.
Das Gesamtergebnis kann zwar noch als befriedigend angesehen werden. Es zeigt aber mit aller Deutlichkeit, daß die für 1927 zu erwartenden Mehrausgaben ohne Gebührenerhöhungen nicht gedeckt werden können.
Gleichzeitig ist das genaue Ergebnis für den Monat Juni 1927 bekanntgegeben worden, so daß nunmehr auch die Zahlen für das erste Viertel des neuen Rechnungsjahres vollständig vorliegen. Das Ergebnis stellt sich wie folgt: Die Einnahmen find um 18,5 Mill. Mark hinter dem Durchschnitts-Soll für drei Monate zurückgeblieben. Das ist an sich normal. Der kassenmäßige Fehlbetrag beläuft sich auf 22,6 Mill. Mattk. Zu berücksichtigen ist dabei, daß die in Aussicht genommene Anleihe noch nicht ausgenommen worden ist und daß bei den Ausgaben gegenüber dem Voranschlag mit Rücksicht auf die bisher ungeklärt gewesene Finanzlage der DRP. große Zurückhaltung geübt worden ist. Der nach Berücksichtigung der ausstehenden Ausgaben sich ergebende rechnungsmäßige Fehlbetrag stellt sich auf 67,4 Mill. Mark.
Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung.
Das neue Gesetz über die Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung tritt am 1. Oktober in Kraft. Die materiellen Bestimmungen dieses Gesetzes sind im allgemeinen die gleichen geblieben, wie sie im Arbeitsnachweisgesetz und in der Verordnung übet die Erwerbslosenfürsorge enthalten waren. Die wesentlichste Neuerung besteht in dem Fortfall der DedürftigLeitsprüfung für die Gewährung des Unterstühungsanspru«^.
Völlig neu ist jedoch der Aufbau der Instanzen. Nach den bisherigen Erfahrungen hätte eine Beibehaltung der Verbindung zwischen Gemeindebehörde und den Organen der Sozialpolitik in der untersten Instanz dauernd die Gefahr der Jn- teressenkollision bedeutet unö sie hätte diese ständig den jeweiligen kommunalpolittscheu Erwägungen untergeordnet. Jetzt werden unter der obersten Instanz der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung als Organe der mittleren Instanz der bisherigen Landesämter (Landesarbeitsämter) und als solche der untersten Instanz die öffentlichen Arbeitsnachweise (Arbeitsämter) eingerichtet. Die untersten Instanzen sind mithin in Zukunft nicht mehr Gemeindebehörden, sondern sie sind verwaltungsrechtlich von der Gemeinde völlig losgelöst. Die einzelnen drei Instanzen werden nicht mehr — wie bisher — lediglich durch die lose und prattisch so gut wie wirkungslose „sachliche", sondern durch eine mit zwingenden Exekutivvollmachten ausgestattete Dienstaufsicht verbunden, so daß die Kontrollmöglichketten erheblich verstärkt sind. Das verwaltungsrechtlich schwer zu übersehende, zu ständigen Schwierigkeiten Anlaß gebende Durcheinander der sachlichen und dienstlichen Aufsichtsbehörden ist somtt zugunsten einer einheitlichen, klaren Verwaltung beseitigt.
Die einzelnen Instanzen sind in sich nach den Grundsätzen der Selbstverwaltung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf gebaut; im Gegensatz zur bisherigen Regelung sind die Vorsitzenden in Zukunft nicht mehr Gemeindebeamte; auf Grund besonderer Bestimmungen ist in Zukunft für die Vertreter der öffentlichen Körperschaften in den Organen eine entscheidende Mitbestimmung nicht mehr gegeben. Im übrigen liegt die letzte Entscheidung auch über die Personal- und Etatspvli- ttk, sowie über die Besetzung der maßgebenden Stellen in den einzelnen Instanzen beim Vorstand der Reichsanstalt, so daß damit Sicherungen gegen etwaige einseittg politische und sonstige unsachliche örtliche Einflüsse gegeben sind.
Was die Höhe der Erwerbslosenunterstützungssätze angeht, so ist der Reichstag über die Vorschläge des Degierungsenttvurfs, die im finanziellen Endergebnis ungefähr mit den jetzigen Ausgaben je Kopf des Erwerbslosen gleichbedeutend waren, hinausgegangen. Angesichts der Neuregelung durch Einführung der Lohnklassen und der stufenweise festgesetzten Erwerbslosenunterst Ühungssätze, durch die im übrigen die bisher oft eingetretene Möglichkeit der Lleberschneidung der Löhne durch die Erwerbslosenunterstützung vermieden wird, ist ein genauer Vergleich zwischen den bisherigen und künfttgen Unterstützungen zwar nur schwer möglich. Jetzt kann man, im Gesamtdurchschnitt gesehen, mit Ausgaben für den einzelnen unterstützten Erwerbslosen (Hauptunterstützung, Familienzuschläge und Verwaltungskosten) in Höhe von etwa rund 71 Mark, im Monat rechen. In Zukunft dürfte diese Summe etwa auf den Betrag von 78 bis 79 Mark je Monat ansteigen (die Anttäge der Arbeitnehmerabteilung des Reichswirtschaftsrates erstrebten sogar eine Ausgabeerhöhung um 65,6 Prozent). Wie weit es möglich ist, dieses Mehr an Aufwendungen auszugleichen durch Vereinfachung der Verwaltung (es bestehen zur Zeit nicht weniger als 900 Arbeitsnachweise!) ist eine Frage, die insbesondere davon abhängt, inwieweit es möglich sein wird, durch das tünftige Organisationssystem die jetzt vielfach bestehenden sinanziell sehr kostspieligen Mißstände zu befeitigen.
• Lokomotivenauftrag der Deutschen Reichsbahn. Der „Kölnischen Zeitung" zufolge werden von der Deutschen Reichsbahn als erste Rate für das erste Halbjahr 1927 45 schwere Lokomotiven in Auftrag gegeben. Diese Aufträge werden nur an diejenigen Werke weitergeleitet, die dem Deutschen Lokomotivenverband ange- schlofsen sind und die bei der zuletzt erfolgten Bestellung von 88 elektrischen Lokomottven und 15 Triebwerken berücksichtigt worden sind.
* Deutsche Stahl- und Walzwerk A. G. Zu der kürzlich gemeldeten Beteiligung einiger Werke der Eisenindustrie an der Deutschen Stahl- und Walzwerk A. G. in Siegburg wird mitgeteilt, daß die Werke, welche die Mehrheit der Beteiligung erworben haben, die Vereinigten Stahlwerke, die Krupp A. G. und die Klöcknerwerke sind.
* Kohlenförderung im Ruhrgebiet. Nach vorläufigen Berechnungen wurden in der Zeit vom 10. bis 16. Juli im Ruhrgebiet in sechs Arbeitstagen 2 236 289 Tonnen Kohle gefördert gegen 2 214 905 Tonnen in der vorhergehenden Woche in ebenfalls sechs Arbeitstagen. Die Kokserzeugung stellte sich in den sieben Tagen der Berichstwoche (in den Kokereien wird auch Sonntags gearbeitet) auf 507 316 Tonnen gegen 503 500 Tonnen in der vorhergehenden Woche, die Preßkohlenherstellung auf 66 271 Tonnen gegen 66 363 Tonnen in sechs Arbeitstagen.
* Schweden als Abnehmer deutscher Waren. Aus der Jahresübersicht des Schwedischen Kommerzkollegiums über die Änteil- ziffer des schwedischen Verbrauchs von Waren aus den autzerschwedischen Ländern geht eine erfreuliche Steigerung der Ziffern für deutsche Waren hervor. Die schwedische Einfuhr aus Deutschland hat im Jahre 1926 406 Millionen Kronen erreicht und ist damit gegen 1925 um über 80 Millionen Kronen gestiegen. Fast sämtliche deutschen Industrien haben Anteil an dieser Exportsteigerung.
Vom süddeutschen Eisen markt. Auch in der vergangenen Woche bot die Lage am süddeutschen Eisenmarkt ein erfreuliches Bild insofern, als die Nachfrage auf der ganzen Linie anhielt und die der vorhergehenden Woche sogar nicht unbedeutend überschritt. Der Deschäfttgungs- grad der eisenverarbeitenden Werke ist augenblicklich sehr gut und in vielen Fällen zog man es aus Gründen der Dringlichkeit vor, von den Händlernlagern zu kaufen, als auf die weitausgedehnten Liefertermine der Werke, die auf Monate hinaus besetzt sind, angewiesen zu sein.
* Vom süddeutschen Rundholzmarkt. Der süddeutsche Rundholzmartt in Hes- s e n, Baden, Württemberg und Bayern liegt auch weiterhin noch fest, wobei man infolge des starken Wettbewerbs gerne höhere Preise bewilligte. Da Aussicht für vermehrten Bauholzbedarf besteht, werden die weiteren Aussichten günsttg beurteilt. In Hessen betrugen die letzten Durchschnittspreise für Nutzholz, und zwar für Fichtenstammholz 151 bis 196 Prozent, in Bayern (Wasserburg) für Fichtenlang- und -Blochholz 110 Prozent. Don den Waldbesitzerverbänden von Hessen, Baden, Württemberg und Bayern sind für den, kommenden Winter gemeinsame Nutzholztermine in Aussicht genommen.
* Hessische Ziegeleien- und Kalkwerke A.-G., Kassel In der G. V. wurde der Abschluß per 31. März 1927 mit 4 Prozent Dividende aus einem Reingewinn von 10 931 Mark auf neue Rechnung genehmigt. Laut Bericht hatte sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr der Ziegeleien-Vereinigung wieder angeschlossen, jedoch ließ der Absatz infolge des durch die Ziegelei-Bereinigung bedingten Verteilungsplanes viel zu wünschen übrig. Seit dem 1. September 1926 steht die Gesellschaft wieder außerhalb der Ziegelei-Vereinigung.
’ Adler werke, borm. Heinrich Kleher A.-G., Frankfurt a. M. Zur Geschäftslage bei den Adler werken wird mitgeteilt, daß die Ablieferung des neuen Wagens bei steigernder Produktton sich beschleunigt hat. Die Gesellschaft ist in'allen Abteilungen voll beschäf- tigt; die Belegschaft konnte weiterhin auf etwa 8400 Mann gesteigert werden, d.h. um etwa 40 Prozent über den Vorkriegsstand.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 25. Juli. Für einige wenige Spezi a l w e r t e wie I. G. Farben, Rheinstahl, Bem- berg, Glanzstoff, Schultheiß, Ostwerke, Maximilians-. Hütte und verschiedene Elektropapiere ist heute auf feiten des Publikums etwas Kaufneigung fcftzustellen. Das Geschäft blieb sonst sehr ruhig. Ein großer Teil der Erstnotierungen mußte ausgesetzt werden. Die Grundstimmung ist jedoch entschieden freundlicher. Außer dem leichteren Geldmärkte regte der Bericht der Deutschen Bank etwas an. Die ersten Kurse lagen heute gegenüber •
den letzten Notierungen vom Freitag überwiegend höher, die vorbörslichen Taxen wurden jedoch nicht immer erreicht. Heimische Anleihen ruhig, Auslän- der fast durchweg 0,5 Proz. höher. Tagesgeld leichter, 5-} bis 7 Proz., Monatsgeld 8 bis 9 Proz. Der Ultimo dürfte keine Schwierigkeiten bringen. Im Verlaufe wurde das Geschäft wieder sehr ruhig, nur Glanzstoff konnten weitere 10 Proz. anziehen. Die übrigen Kurse blieben unverändert und neigten eher zur Schwäche.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers") Frankfurt a. M., 25. Juli. Tendenz fester. Zu Beginn der neuen Woche war die Börse zuversichtlicher und fester. Das Geschäft blieb aber eingeschränkt und war nur für verschiedene Spezial- werte etwas lebhafter. Anregung brachte dabei die Meldung von der Bildung einer neuen Roheifenentente im Westen unter wahrscheinlicher Einbeziehung Deutschlands, ferner die Nachrichten über die Steigerung der Kohlenförderung im Nuhrrevier und dem Rückgang der Feierschichten. Auch hält man den Ultimo allgemein für gut vorbereitet, so daß hier keine Ueberraschungen zu erwarten sein dürften. Ueber die zukünfttge Entwicklung des Geldmarktes ist man zuverlässiger gestimmt, zumal die Wirkung der Auslandanleihen, von denen bis jetzt erst geringe Beträge hereingekommen sind, fich noch nicht zeigen konnte. Bei kleinen Umsätzen kam es an den Effektenmärkten im allgemeinen zu Kurs- befferungen von durchschnittlich bis zu 2 Proz. Siemens, AEG, Rhein stahl, I. G. Warben, Harpener, Commerzbank und Z e 11 st o f f - W a l d h o f, in denen Publikumskaufaufträge vorgelegen haben sollen, zogen bei lebhafteren Umsätzen bis zu 3j Proz. an. Heimische und fremde Renten blieben stark vernachlässigt; Zolltürken etwas fester. Im Börsenverlaufe schlief das Geschäft fast vollkommen ein, die Kurse neigten zum Nachgeben. Die Grundtendenz blieb aber behauptet, zumal auch der Bericht der Deutschen Bank günstig beurteilt wurde. Am Geldmarkt war kurzfristiges Geld etwas knapper und stellte sich wieder auf 6 Proz. Im Devisenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,2040, gegen London 20,410, Paris gegen London 124,03, Madrid 28,41, Mailand 89,40.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtberrcht des „Gießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 25. Juli. Zu Beginn der neuen Woche neigte die Tendenz am hiesigen Markt stärker zur Schwäche. Roggen und in Verbindung damit Roggenmehl angeboten und bis 0,50 Mk. schwächer. Ebenso wurden die Notierungen für in- und ausländischen Hafer um 0,50 Mk. herabgesetzt. Mais ist etwas verlangt. Futtermittel liegen sehr ruhig. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 31 Mk. (nom.); Roggen, inländischer, 26,50 (nom.); Hafer,inländischer, 25,50 bis 26; Hafer, ausländischer, 23,50 bis 25,50; Mals (gelb) 19; Weizen- mehl, inländisches, Spezial 0, 39,75 bis 40; Roggen- mehl 36,50 bis 36,75; Weizenkleie 13; Roggenkleie 13,75 bis 14; Erbsen 30 bis 60; Linsen 40 bis 60; Heu, süddeutsches, gut, trocken, 2,80; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreht) 4,75 bis 5,25; gebünd. 3,50 bis 4; Treber, getrocknet, 15,25 bis 15,50. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M.. 25. Juli, Auftrieb: 1359 Rinder; darunter 454 Kälber, 48 Schafe; 4971 Schweine. Es notierten: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 63 bis 67, ältere 58 bis 62, sonsttge voll- fleischige: jüngere 54 bis 57, ältere 50 bis 53; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten SÄacht- werts 57 bis 60, sonsttge vollfleischige oder ausgemästete 52 bis 56; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 51 bis 59, sonsttge vollfleischige oder ausgerüstete 44 bis 50, fleischige 37 bis 43, gering genährte 30 bis 36; Färsen (Kalbinnen, 3ungrinber): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 62 bis 66, voll- fleischiae 58 bis 61, fleischige 50 bis 57; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 78, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71, geringe Kälber 55 bis 64; Schafe: Mastlämmer und jüngere! Masthämmel. Weidemast 50 bis 55; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64, vollfleischige Schweine von 160 bis 300 Pfund Lebendgewicht 63 bis 64, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend^ gewicht 60 bis 63. Marktverlauf: Rinder an* längs rege, zum Schluß abflauend, geringe« Aeberstandd. Jh Schweinen und Kleinvieh ruhiges Geschäft.
SCsmfi m liessen!
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a M
Berlin
Schluß Kurs
-Uhr- Kurs
Schluß. Kurs
Anfang Kurs
Schluß Kurs
l'Uhr- Kurs
Schluß Kurs
Anfang Kurs
______________Datum:
22.7.
25. 7.
22. 7.
25. 7.
Datum:
2i. 7.
25. 7.
22. 7.
25.7.
5*/o Dt Neichsanleihe v. 192? Dt. Anl. Ablös. Schuld mit
Auslos-Rechten.....
Deöal. ohne Autzlos.-Rechten 7% Franks. Hvp.-Bk. Goldpf.
unkündbar bis 1932 .... 4*A°/o Rheinische Hyp -Bank
Ligu -Goldps......
A,E- G dbg. Borkriegs-Ob ligationen. rückzahlbar 1932
4% Schweiz. Bundesb.-Aul. 4% Oesteretchische Goldrte. . 4,20°/» Oesterreich. Stlberrle. .
4% Oesterreich, cinheiil. Rtc 4°/o Ungarische Goldrte . . . 4°/o Ungarische StaatSr. ü. 1910 4*/»% desssl. vtti 1913 . . .
4% Ungarische Kronenrte . . 4% Türk. Zollanleihe v 1911 4"/o Türk. Bagdadbahn. Anl.
•oerie I........
4°/0 dcSgl. Serie II. . . .
4°,0 Rumänen convert. Rte. 4Wo Rumänen Goldanl. .
von 1913 ......., . .
Allg Deuksche Eisenbahn ,4’/a Hamburg-Amerika Pakei. . u Hamb^Südam Tampffch. .8 Hansa Dampfschiff.....o
Norddeutscher Lloyd . . . . c Allg. Deutsche Erediianst.. io Barmer Bankverein . . . io Berliner Handclsaesellsch. 12 Commerz- und Prival-Bk. n Ta rosst. u. Nationalbank. 12 Deutsche Bank.......10
DiSkonto-Gesellschäft Ant. 10 Dresdner Bank......10
Mitteldeutsche Crrditbank . 9 Metallbau!..........8
Reichsbank.........io
86.5
294
17,25
5,6
22,25
23,25
14
15,25
146.5
144.9
148.75
153,5
178,5
237
165
161
170.25
253
170,5
299,25
17,2
14,65
15,65
147,5
146
152.5
182
238
165.13
161.25
171
263
144,5
170.5
86,5
295
16,75
r
2.1
13
19
14.9
87.5
145.75
227
224.75
145,13
149
152,5
1.45.5 178
236 165
161.5
144
169,5
300.5
17,13
87,5 146.75 227,75 226,75 146,25 149,25 151,25
246
180
237
165,5
161.5
171,25
252 141
171
A.E G..... 7
Bergmann...........
Elektr. Lieferungen . . . . 10 Licht und Kraft......io
Fellen & Guilleaume .... 6 Ges. f. Elektr. Untern. . . 10 Hamb. Elektr. Werke . . . lo Rhein. Elektr.........
Schles. Elektr........io
Schuckcrt....... 7
Siemens L HalSke .... 16 Transradio....... 8
Labmeher L Co........s
BuderuS..........
Deutsche Erdöl........
Essener Steinkohle.....8
Gelsenkirchener . f. >/, I. 4 Harvener... ......8
Hoesch Eisen..........
Ilse Bergbau .........
Klöcknerwerke.........
Köln-Neuessen ......5*/2
ManneSmann • . .f. >/, 9 4 ManSiclder..........7
Oberschles. Eisend. Bedaft 0 Oberschles. Kokswerke . . .0 Phönix Bergbau. f '/, I 3 Rheinische Braunkohlen . 10 Roeinstahl..........0
Ricbeck Montan.......c.
Bereinigte Stahlst). f.'/, I 3 Otavt Minen......1 sh
Kali Aschersleben . . . lo KaltWesteregeln. . . .10
Kaliwerk Salzdetfurth . . 12 g. G. Färben-Industrie. 10 Dynamit Nobel ......0
Scheideanstalt ....... .8 Goldschmidt.........5
RütgerSwerke ....... .0 Mctallgesellschast.....10
18>,75
195
197
140
168
198,5
285.5
178 120,25 157.5
>69 205,5
273
167.5
193
130
>27
267.5
220.5
182
139
177,5 ■u
418.25
215,5
135
102 187,5
188,6
196,75
199
140.5
168
202 288,5
121,25
158,75
169,25 :O9,25
276
169,5
194
131,75
128
270,5 223,75
183,75
139,75
37 180 190
220,5
217
136,5
102
188.25
185 192,75 184,75
197
138.9
242.4
162,75
169
184
197,25
284.25
137
119,25 157.25
170.5
169
206.5
182
180.5
192.75
131
103,5
98.5 126,65 267,25 -20.25
182
139.4
37
178,5
184..
235
318 152,75
135,5 100,5
189 196,5 184.75 199.9 140.75
245
164 9
168 183.5
202
289
137
122 158.o 172.75
169
210
184.5
275
17.)
183,6 194,75
131,5
100 127.13 270,75
223,5 184,75
139,5
36,9
170.5
189
321,5
155
101,65
Frankfurt a.M
Berlin
Schluj, Kurs
1 1-Uhr.
1 Kur»
Schluß- Kurs
| Kurs
________ Datum:
22. 7.
| 25. 7.
22.7.
1».
Pbilrpp Holnnann . ... 12
196
199.6
196,76
199
Heidelberger Ccment ... 8
Gement Karlstadt......r
154.25
188
152
Wayß & Freitag......10
170
170,5
—
Schultheis Patzenhofer. . 15
Ostwerke............
■ —
—
450
431
461
437.5
Bcr. Glanzstoff........
_
725
740
Bemberg......... »
Zellstoff Waldhof.....12
_
_
555
;25,5
328.25
325
329.5
Zellstoff Aschaffenburg . . 10
Charlottenburger Wasser. 7
ZC6
208
204.25
—
157
Dessauer Gas......8
_
209,75
212,5
Daimler Motoren.....ö
126,5
128
126
127.5
Demag...........
Adlcrwerke Kleher.....0
11«, 5
97.5
118
118
117,25
118,25
Ludst). Loewe.......ic
—
278 25
281
Nat. Automobil......6
—
—
124,75
125
Lrenstein & Koppel .... 4
—
—
135 75
134,75
Linke Hofmann......
—
—
-
—-
Leonhard Tietz. ...... e
_
—
167
167
Bamag-Mcguin...... ö
45.5
—
—
Franks. Maschmeu . . . . ö
79
79,75
—
Gritzncr ......... 7
121
—
—
—
Hehliaenstaedt.......6
25,25
—
—
—
JunghanS..... 6
124.5
124
120
124
Lcchwerke..... 8
1'3,75
124.5
-
Mainkraftwerke ...... 8
129,75
125,6
—-
Miag....... jo
Nekarsulmer ....... s
145,5
146
142
146,25
123,25
119
121,5
126.76
122
Peters Union ....... s
121
Gebr. Roeder ....... 16
141
Doigt & ßaeffner ..... 6
Sudd. Zucker ....... 0
188
148,25
138
150
137
148,25
138
160
Banknoten.
__ Berlin, 22 Juli.
I Geld
Brier
Amerikanische Noten.....
Belgische Noten..... .
Dänische Noten..... .
Englische Noten..... .
4.187
58,45
113,36
20,37
47207
58,63
112.L
20,45
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Berlin. 22. Juli.
Geld
Brief '
französische Noten......
iöTIöo
16.551 —
Holländische Noten......
168,11
168,79
Italienische Noten......
22.89
22,99
Norwegische Noten......
108,43
108,87
Deutsch-Oestcrr.,5100 Kronen
69,12
59,36
Rumänische Noten......
2.65
2,57
Schwedische Noten......
112,29
112,75
Schweizer Noten.......
80,96
81.28
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
71,76
12,45
72,04 12,51
Ungarische Noten ...
73,05
73,35
Telegraphische Auszahlung.
22. Juli.
25. Juli.
Amtliche Geld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld
1 Brief
Amst.-Rott
168,77
168,26
168.60
Buen.-AireS
1,786
1,783
l.
787
Brss..?lntw
38,4 .
o8,53
58,375
68,495
Christiania
108,54
108,76
108,41
108,63
Kopenhagen
112,43
112,65
112,48
112,70
Stockholm .
112,55
112,77
112,64
112.86
HelstngforS.
10,685
10,605
10,573
10,593
Italien. . .
22,8b
22,92
22,84
22,88
London. . .
Neupork . .
-0,405
20,445
20,385
20,425
4,2035
1,2115
4,200
4,208
Paris....
Schweiz . .
16,45
16,49
(6,43
16,47
b0,93
ol,G9
60,89
ol,ü5
Spanien . .
71.88
1,977
72,02
71.60
71,74
Japan .. . Wo de Ian. Wien iu D--
1,981
1,974
1.978
.496
'1.498
0,496
0,498
Oeft. abgest.
59,16
69,28
59,13
69
S
Prag ....
Belgrad . .
12,47
12,49
12,449
12,
7,393
7,407
7,200
7,
!J!
Budapest. . Bulgarien
73,23 o,ü42
73,37
5,048
73,17
3,037
78 3,
Lissabon . .
W,76
20,80
20.78
20
Danzig. . .
81,34
2,163
81,50
2,157
81,29
81
Konstantin. Athen. . . Canada . .
2,148
2,
5,634
5,646
5,544
5,
4,200
4,208
4.191
4.
Uruguay. .
Cairo . . .
4.186
20.93
4.1M
20.97
2$!S


