;ur Borgeschichte (Ä bemerkt bah baS Sttd» iofftot-r' Chorzow mit Reichsun c« rstützrmg im Rr ege err'.Htet worden war unb im Jahre 1919. also vor der Abtretung Oberichlefi«S unb bevor der Versailler Vertrag ratifiziert war. vom Reich an bie oberschlefifch« Stickst offwcrke XAB. unb die Vayerilchen St>cksr^!werke Qi ■9. gemein- -.ni verkauft wurde, ßoten HMk? nach dem Friedens« rtrag daS Recht Reichs« i g e ntu rr ■ u übernehmen; ei hat EhorzMo kurzerhand mit .)er Begründung in bai Staatseigentum ein» bezogen, bah der erwähnte Bepkaus ein 2 ch e-i n v e r t r a g gewesen sei. nur zu dem Zwecke, ben Besitz b«S Reiche« au verfchle em. Der Haager International« Genchtsbof hat nach langer Prüfung unb genauer Untersuchung frft- geftcllt. bah diese polnische Behauptung i n (einer Weise ftichhaltia sei. bat Derk demnach Privatbefiy ber beiden erwähnten Gesellschaften und die Beschlagnahm« widerrechtlich erfolgt sei Polen hat sich monatelang mcht gerührt, mündliche unb in Rol-nform überre cht« Aufforderung«. dem Spruch de» höchsten Deichte?. dem ei selbst sich unterworfen hatte, indem et dort feine Sach« plädiert' zu entsprechen. unoerückfichtigt gelassen, mit allerhand Ausflüchten unb Vertretungen die Sache hinausgeschoa« unb schliehlich «in Angebot aus Entschädigung gemach« dat ungefähr ein Drittel der Mindeftsumme auSmachte. die deutscherseits unter Berücksichtigung aller Umstände allenfalls hätte akzeptiert roerbm können können. Alt eine Einiguna nicht zustande (am, Polen indes die Durchführung bei Gerichtsbeschlusses verweigerte. muhte such Deut'Minb von neuem an ben Haager Gerichtshof wenden. um von ihm die Vollstreckbarkeit det Anspruch» — foteeit bai bei sperrigem Dechalten ein«4 Staates nach den derzeitigen Derhältnissen averhaupt möglich ist — zu erlangen.
Ilunmehr wendet Polen vor dem Gerichtv- ')of. dessen Kompetenz et nicht nur ali Bölker- *>unb*mitflheb. sondern allgemein durch die Mitwirkung an der vorigen Verhandlung auch noch spi-i.ll anerkannt hat di^ Unzuständigkeit > e » G « r i ch t » h of e S ein. In der ersten Der- Handlung hat «S sein« Sachwalter auf marschieren »assen, um diesen Ginwand darzutun. Es ist freilich kein Zweifel daran, dah ber Gerichtshof so konziliant er im allgemeinen ün Anhören üud) der sonderbarsten G »wände ist. sich auf fee Manöver einlaffen wird, sondern un In- .resse seiner eigenen Autorität den polnischen f'nspruch o b4e b n t n muh. Wie weit dat zu oen notwendigen und wünschenswerten praktischen tionscguenz.n sichrt. muh allerdings vorerst dahingestellt bleiben.
Die SMätigkeit in Siehrn.
Dar da« Interesse ber hiesigen Bevölkerung am fxiuin schon immer sehr rege, io Hot es in Otu külen Jahren infolge de» WopnungS- mangels noch eine große Steuerung erfahren Der jetzt einen Gang durch bie Stadl unternimmt. der wird mit Freude feft(teilen, dah in diesem Jahre hier ein^grohe Anzahl neuer Bauten, vornehmlich zu ^vohnzwecken, errichtet werden, xltn östlichen Stadtteil, am sog Prose s s o r e n e ck. erbauen CRcaiftrator Dallbott unb Gisenbahnbeamtar R olte, sowie Der- messungSobersekretär Gröninger unb Bau- technikcr Merten zwei Doppeshäuser. Aich' weit davon entfernt, in der Parallel st caste z uc Straste Am Äugefbera'*, hat die Dohnungstlirsorge-Gefcllfchaft Darmstadt für bie Kriegssürsorge Gieß« mit der Ausführung von fünf Baugruppen, die 60 Wohnungen enthüllen, begonnen. Besonders lebhafte Bautätigkeit herrscht an der sicher Straße, wo bie Stadt Diesten zwei Wohn- unb Vef stäftshäuser errichten lästt. In unmittel- harer Rehe erstehen zwei große Giuppei-daulen unb Afcvl Einzelhäuser der Baugenosfen- schast 1 894 an der Lar l-Vogt-Straße, an der auch Bureaugehilfe Zimmer und Bankbeamter Jrle zwei Einzelhäuser errichten. An der G cr-r g. P h l l i p p - G a i l st r a ß e erbaut Hausmeister Bohl ein Zweifamilienhaus, an der Malier all ec ist ein Reubau für ben Uhrmachermerster V e u n i n g begonnen. de»i«nige deS StudienratS Dr. D a l t b e r geht der Dollen- bung entgegen DaS HauS Kaiscrallee 33 erfährt einen grundliihen Umbau nach neuzeitlichen Ge- sichtSvunlien. Auf dem Dege nach Dem südlichen Stadtteil finden wir zwei Rcubanten an der Hessen st raste für Pros Dr. U in in e I und Jusltt.nspctlor Bauer. Auch der Ausbau ber Gutenberg st raste macht Fortschritte; eS sind dort zwei Reubauten im Gange, ber eine für Bäckermeister Güler, der andere für General- agent Bischofs. Duich Errichtung cined Wohn- Kaufes für Mekizinalrat Dr. Sz udinski an her Goethestraste wird die daselbst seither nicht <uit aus'ehende Brandmauer verdeckt und so zur DcräciIrrung bei StrastenbilbeS beige- tragen. Die Baugenossenschaft 1 89 4. die schon sehr viel zur Ü.iiberung der Dohnung^not bei getragen, hat kürzlich eine D oh u st aus gruppe »IS Mef'rfamilienh iuser in der X? i e b l g ft i a b e beginnen lassen: sie hat daselbst das seitherige Lpstein. in jedem Haus eine Dohnung zu schaffen, verlassen. Die Aeubautcn der Stadt an der D e l ck e r st r a st e, die 12 Wohnungen enthalten, sind un Rohbau vvliendet. Am oberen Teil der Ludwig st raste sind zwei Qleubaulen begonnen. her eure für Dr.-Jna. Schli« phake. der andere für Direktor Holtmann.
Da st viele un'.-rer Mitbürger gern auf >er Hohe wohnen wollen, bewel'i die Bauiäligkeit an der F r i e d r i ch st » n st c unb am Wart- weg An ersterer ifi ein Reubau deS Architekten D e h r u m im Ausbau begriffen, während ein weiterer vor einigen Tagen begonnen wurde. IbenfallS an der Friedrichstiaße erbaut Prof. Dr Herzog ein schönes Wohnhaus, und ganz In der Rähe ist her Reubau deS Prof Di G Ü n i h « r bereits im Rohbau vollendet. Ain Wartw.g, außerhalb deS AulwegS, wird mit Hilfe der Deutschen Bau- unb Sieb- lungS - G rni einschaft baS Wohnhaus deS OberpostichsffnerS Denzel auf geführt. daS ist der viert-' Bau. her hier mit zinslosem Gelte reichtet wird ^Ziemlich weit draußen an der Frankfurter Straße herrscht ebenfalls t<fle Bautätigkeit Architekt Burg bat hier daS früher Büttnerfche Anwesen erworben unb versteht daS Darauf stehende Haus mit einem weiteren Stockwerk zu Wohnzwecken. Eifenbahnbe- unter 'Ja uni bad) erbaut daselbst ein zweistöckiges HauS. Öde Frankfurter Straße und Schubert st raße find drei oterftikfige licu- bauten für Kari HaaS fen. in Ausführung > Heu und an der Ecke Schubert- unb enstroße ein W^kmbauS fflr ben
Der neue Strafgesetzentwurf.
Bon Geh Justizrat Dr 2B. TKirtermaier.o Professor ber Recht« an ber Un oerfität Gießen
II.
Di«Grunbgedanien bei Entwurfs
Die politischen Gelichtsp- sie. die starken E.n- fluh auf bie weitere Behauolun; bei Ärafgeiegen Nours«S im Reichstag haben werden, sind gründ- fäytub bie gleichen bie krnninalpolitifcheu. die für b:'* Grundgedanken unseres Entwurfes maßgebend waren. Die Grunkunsch^u-i.gen aller fceuayn an:würfe find mehr obre wenig-r fortschrittlich. sie sind aber so zw ngend. bat ( d) niemand ihnen oölUg entziehen kann Allerdings müssen fie den liberalen Parieren tudy: zusagrn. da sie une starke Rücksicht auf die soziale Schwäche beweisen und vielsach an die Stelle ber herrische Berge!lang bx genossenschaftliche Fürsorge treten Lndererfc tß ist nicht ju oa- kmrne- daß in den Gedanken deS neuen Straf- rechts ane ganz erheblich größere 9aergu' steckt die die Allg«neinh-it zu ihrem eigenen Schutz aufwenden soll unb will Diese neue Arbeit müssen sich alle klar machen die Richter unb ba» ganze Volk
Ein neues Slrafreuji muh oiden An,ord»rangen gerecht werden 6;:unal soll es der Bergcl- tung. man fai.u auch ssge.i, ber Abschreckung dienen. So ist auch der neue Entwurf auf bem c<t)uU>- aebcnlen aus gebaut Dieser ist aber durch die Rücklicht aus die Umstande, die ben Dillen beein- Huf<«. äußere wie innere, unb burch die Anerkennung deS Gedankens. daß Ixi unverschuldeter RechtS.inkennt niz nicht gegrast werden soll. 20. erhebt cb verliest Damit leibet bie Strenge der B«rbrechtiu,h> lampfuna sicher »twaS Rot Die Bergeltung verlangt Anpassung ber Strafen an bie äußere Verschieberüeit unb Lchwcre ber Taten. baher sind grunblätzlrch bie ötrafarten noch danach unb nicht nach der Berfchiedenheit der Eharaktere der Täter gefteltet. Aber der Entwurf such' schon der großen Verschiedenheit der wirklich begangenen Taten dadurch gerecht zu werden baß er möglichst oft bem Richter mehrere Strafarten zur Auswahl läßt, ja sogar ganz allgemein bei mildernden Umständen ldie er aber nicht näher charakterisiert I § 74)^eine erhebliche Strafermäßigung ermöglicht, bei TodrSstrafe z. B. ein Herabgehcn dis auf drei Jahre >ZuchthauS. In bcsonk'erS genannten Fällen erlaubt er fooar ein völliges Ablehen von Strafe bei äußerlicher unb innerer Unbedeutendheit brr Tat, 6 76.
Aber jedes neue Strafgesetz muß ber foaenann- ten Jnbivibualifierung der Strafe Platz schufen, b. h ber Anpassung bet Strafe an biePersön - lichkeit des Talers. DaS tut bet Entwurf toeitgehenb; er gibt in §60 dem Richter eine Anweisung für die Strafbemeffung. wonach Haupt sächlich bie verwerfliche Gesinnung oder DillenSrich- tung oder umgelehrt zu prüfen ist. ob nicht bie Uriaa,cn der Tal ben Lchulbvorwurf verringern, vor allem also die Beweggründe zur Tat. bic Geringe Hartnäckigkeit deS DlllenS, baS Rlah der Einsicht des Täters, sein Vorleben, die Person- liehen Verhältnisse, fein Verhalten nach der Tat. Handelt ber Täter MauS achlungswerten Bewcg- grünben", dann soll nach»? 72 anstelle von Zuchthaus oder Gefängnis die fogenmmte Einschließung treten, bie bisherige Festungshaft, die im Snlwurf deS Strafvollzugsgesetzes 8 171 ff. genauer geregelt ist. ur.b auch eine Arbeite pflicht kennt. Ob der Begriff der achtungswerten Beweggründe. bieS rein m.erliche "Jnomcnt, leicht festzupellen ist. bleibt rcilich fraglich. Die Geldstrafe kann bei Gewinn- ucht fiel- bis zu 100 000 Mark steigen unb allgemein neben Freiheitsstrafe aufacwendet werben, §38; fie foll den Ruhen des Täters aus ber Tat übersteigen, § 70. Die Individualisation wird im Strafvollzug fort gefetzt Bei Geldstrafen sind richterliche Fristen unb Teilzahlungen erlaubt. § 71.
Schon immer hat das Strafgesetz unser ben Tälern vermiedene Gruppen gebildet, die verschieden zu bcbgnbcln sind. Diesen Gedanken entwickelt die Reuzeit immer entschiedener. Sie wendet bann auf Die verschiedenen Gruppen besondere Maßregeln bessernk^r ober heilender ober uch.rndcr Art neben ober statt der Strafe an. Schon das JugendaerichtSgeieh von 1923 hat die Jugendlichen vis zu 18 Jahren auS dem gewöhiüichen Strafrecht herausgenommen; bei
Lokomotivführer Ebler Am Hause von Sbm. Richter, Ecke FranksuNer Straße und Dll- hclmsliaße. wirb ein Laben eingebaut und das Ha-is selbst im Erdgeschoß durch Einbau zweier Läden in weitgehendem Maße umgebaut. Gastwirt Sied an der Hammstraße vergrößert seine Gelchäf'siöumc durch Um- und Anbauten.
Im Stadtteil Über der Lahn finden w c an der Straße „Hinter den Schieß- gürten . uie rechts von der Aodheirner Straße aozweigl. zwer Doppelbäuser im Bau, unb zwar für die Herren Weichsel und Röhm auf der einen und Becker und Rochlitz aus der anderen Seite. Weit draußen am Öleiberger Weg sind die Cähnc deS Landwirts Valentin daran, sich auf dem von den Eltern ererbten Bodeil Wohnstütien au errichten. Da« Haus deS Gärlnernie.sters ?iug. Valentin ist bereits fertig, aasienig« des Karl Valentin ist ün Rohbau uoiknbet uiü) an dem für Ott? Valentin wird ui einigen Tagen das Dach ausgefchlagen. Zwischen dem linken L a h n u f e r unb dem W t ß- iil a r e r Weg laßt die Firma Konrad R ü b - f a m e n eine Kieswäscherei mit Ferkleine»ungs- mafchinen errichten. Richt weit davon eiUsernt Regiiliecung des LatznuferS ro.genommen. Auch nach Wiese ck zu erfahrt die Stabt eine Erweiterung; Bauunlernehni-'r Karl Weh- r u ui erbaut an der füdlichen Seite bei W e'ecker WegS ein Doppelhaus mit 12 Wohnungen
Im Innern der Stadt ist bie Tätigkeit nicht minder rege. DaS Gießener Brauhaus erweitert feine Mälzereigedäud« burch Um- uni) Auf bat ^n in erheblicher D'ise. an der Johannesstraße ckt der Bau des Kuliff en- Kaufes für das Ltadttheater begonnen. Kaufmann Fuhr in der Sonnen st raße vergrößert feine GefchäflSräume durch «inen Anbau, das Prozel- lan- und GlaswarcngefchLft Mettenh imer beginnt in Kürze. nad)ban ein Anbau im Hof fertiggestellt ist. mit dem Umbau de« Ladens Juwelier H a m m « r m a n n erbaut an Stelle e neS nicbergclegtrn Hauses an Der KaplanS- gaffe ein neues Wohn- und Geschäftshaus, desgleichen Kaufmann Franz Bette an der Detter- aaste. DaS Geschäftshaus von Bingel er lädrl durch Um- und Aufbau e.ne Vergrößerung Bäckermeister Keil in der Reustadr ist im B<- griW. feine Bäckerei räume zu vergröfiern, ein Anbau am Geschäftshaus von FrenSdorf.
ihnen foll die Strafe erst bann herar.gezoga. werden, wenn Erziehungsmaßregeln, die be: Richter vvr^chreibt mchi auSreichen. und auch die Strafe foll möglichst er-iehlüben Eharakier haben Allerdings wirb z. B. bei einem ^jährigen Foc:bilduna-r chuker der bie Schule Ichwänzt regelmäßig doch Ut Geldstrafe da« ErziehungS- rr tlel tlftber Reden den Unzurechnungsfähigen iwb bie vermindert Zurechnungsfähigen bi« Minderwertigen ©*•.- steStchwach^ erwähnt Paragraph 13. bu beute fchon bem S ruf rech: fchn ere Rätfel auf geben. Sie w.rden. uulder bestraft, im Lira Vollzug unter Umstand« befand«rS bebanbdi. oder vor allen' wegen ihrer Gefähr'.'.chkeit vor.: Richier ut «ine Herl- oder PllegeanstaU verwiesen, rtev.to wie die Geisteskranken. Paragraph 5t Defähttiche schon zweimal rückfällige Gewohnheitsverbrecher können mit schwerer Zuchthausstrafe belegt unb daneben von drei Jahnen cb. fv^ur lebenslänglich verwahrt werden Paragraphen 78. 58 6me derartige Maßregel ist jebensaU« n»ttt>enbig und überall ui ber Delk anerkaimt; ob fie im Entwurf praktisch gestaltet ist. bleib; adzuwarier. -- Eine andere Grupp« bilden bie mchr havmloten wiUens'chwachen sozialen €d)äb(ir-g i .e man. meist oerk.br;. allgemein die Arbeitsscheuen nemu Al» allgemeine Gruppe teniii sie der Entwurf nicht aber bie Bettler Landstreicher unb Dirnen sollen als Gemeioschädlrche streiig bestraft und daun in ein AroeitShau» ceaelmafüg für zwei biS drei Jahre gebracht werden Ob biefc Regelung praktischen Erfolg Hai. ist zu bezweifeln, vefon- ber» eine Gewöhnung an ein regelmäßiges Leben wirb daS Arbeitshaus nicht zustande bi gen. ba folche Menschen meist vvn Ratur schlecht veranlagt unb. unb da die Maßregel zu spät rin- feßr unb bisher wenigsten» nicht richtig ausgebildet ist -Diese Menschen sind bic sogenannten Affozialen für bie schon «tu defon- dercs Dewahrungsgesetz vorgeschlaaen ist.s Endlich schickten wir bte ungefährlich« Zutal l s 1 ä t e r ab. bei denen bit Strafe zwar auSgefprocheu. aber vom Richter für eine Probezeit von zwei InS fünf Jahr« aufgefchoben wirb, um bann vielleicht erfaffen zu werden § 40ff. Ebenso können andere Maßreaein wie die Heiloder bie Trinkeranstalt 'iusa?'etzt werden, wenn man erwarten Darf, daß der Täter sich auch ohne ihren Bollzuq bessert. Aber hier foll meist eine Schutzaufsicht eingenchtet werben § 61. eine neue außerovdeiÄich wichtige unb schwere Maßregel, die ein hingebungsvolles Mitarbeit« vieler Helfer erfordert
DaS Strafftzstem ist nicht geändert, auch ist bic Todesstrafe für ben Mord bet- behalten; fie wird Wohl eine sehr scharfe Gegnerschaft find«. —
Auch bie einzelnen Tatbestände bieten recht viel Reuerungen wichtiger Art; aber hier kann noch manches verbesfcrl werden, z. B. bei Taten gegen den Staat; viele Tatbestände find Die allen geblieben. Bon Neuerungen mögen bie Aufforderungen. Verleitungen unb Verabredungen zu Verbrechen ls- D. in ben sog. Ferne- organifatiouen) erwähnt werden. §§ 196 biS 198, 249 bis 251. 176, die ausdrückUch« Freilaffuna aewiffenhafter ärztlicher Heilbeßanblungen, auch bei der Abtreibung (bic fonfi aber durchaus nicht freigegeben ist!) §§ 254. 263, bann die Reuregelung der Sbro.'r(et)ungen, dir scharfe Verfolgung des MißbrauchS von Rauschgift« und bie Neuregelung der ilebertretungen, bie mir allerdings nicht voll Gelungen scheint. Prostitution unb Kuppelei sind wie im neuen Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheit« geregelt.
Alles in allem; ber Entwurf ist eine höchst beachtliche Leistung; man bars ihn nicht einfach grundsätzlich adlehn«. sondern muß sich ernsthaft kritisch mit ihm auseinandersetz« unb ihn au fördern such«. Er enthält btxfc so viel gute Vorschrift« unb entschiedene Fonschritte, daß er eine ganz erhebliche Verbesserung unseres Strasrechts bebeutet Allerdings muß auch bic Anwendung bem Geist deS Fortschritts dien«!
Ecke Bahnhofstraße unb Reustadt, ist un Rohbau vollendet. Am Seltersweg erbaut Sattlermeister Kühne ein neues Wohn- und Geschäftshaus
Aus dieser Heberlig ist -u ersehen, daß -. Z. hier eine Vaulätigkeit herrscht, wie nie zuvor. Außerdem stehen noch weitere Reubaul« m Aussicht, auf die wir gelegentlich zurückkom- nien werden.
Oderhesfen.
Landkreis Gietzen.
I—! Lollar, 24. Juni Wieder einmal wird ben (Eltern unterer cd)uHinber und allen Inter- efl'enten (fklegcnbrit geboten, Einblick in ein wichtiges Unterrichtsfach Dir Volkjchiile, ben Hand gsheit»unterricht, zu tun. Die Erzeugnifie de» neuzeitlich gcftoUcten Handarbeitsunterricht» ftr-b nämlich morgen. 26. Juni, iai Lchuidaufe zu Lollar und Sornitag. 3. Juli, im Lchulyuiifc zu Daub ringen zur freien Besichtigung für ieber« mann ausg.lcgt.
t ® r ü n b c r g , 24. Juni. DaS Basalt- werk auf betn Hellkovf. daS ber Gießener Eisen- unb Betongesellschaft gehört, hat eine bebeutenbe Erweiterung erfahr« öe- g«wärlig wirb ber Betrieb in zwe; Schichten durchgeluhrt, wobei baS Werk von morgens 4',, biS abends 8' > llhr ununterbrochen im Gange ist. DaS Unternehmen, daS Pflastersteine. Klops- steine unb BasaltgruS herstclli. bringt täglich etwa 15 Waggon feiner Erzeugnisse »um Versand Die Butzbach - Lich G rü nverg er Ei sen- bahn hat auS biricr Steigerung des Fracht Verkehrs. zu ber auch bie Strinbrüchr bei EtlinsS- haulen unb Qllünftcr ansehnlich beitrag«, bedeutende Fracht« l iw ahmen.
Kreis Büdingen.
„T" Ridda, 24. Juni. Der Fußdulljport acmiRnt auth In d« rein landwerrichaftüch ringt- ftcBien vberhrififchen Ort« immer mehr Boden Neben 6en bestehenden wilden Vereinen bat sich »ttzi .n der Umgebung von Büdingen und 4t id a eine ganze Hnuibl eifriger Sportvereine dem Ser* banb -i igrickilofs«. Damit ift bw ,-iaht der in der Mitte Overhesiens grieg«en Verbanösoereine so «rotz geworden daß rin neuer (Bau oer (Bau dberhesfen. in der Y'iibung begriff« ist. — Der hi«f»tze Sportplatz Hot durch 3 imeifang von (Be-
metnbegdenbe eine wesentliche (? r tn< M e» r u n g er obre '.l~ ö? i tz trocken ;u legen wird ;etzi eine gru..ülid)c Drainage rorgeno'..men. Außerdem ift die E rrichtung einer Halle VJm Umf'eib« und Waschen sow-.e tut Anlage von -ausbahnen u. bgt. ins äuge grabt Die Seid- niNel axrteu durch An echschrine (wer sinssvse Darlehen am geb rocht
Ärtie Lchotteu.
=.= (B e ö < r n . 24. 3um. Die Gemeinde (Be- Dern bat m dir em Jahre ein« großen Ausfall un Heugrasgeldern zu verzeichnen. Da viele Landwirte noch über einen groß« ntuportur verfüg«, ward« bei den »her fiai 9<habt»n Heu- grojuerit««geringen nur «ehr geringe greife erzielt ■'Ini n. -r.dK .. d« wurde kaum ein (Bebo: ab-
' rtnem v innabne- au «fall gegenüber rüheren Jahr« von etwa 2i)0u Mark
=.= OderSeemen 24. Juni. 9lud*ni die te B.tracht lammend« (Bcmrinben ihr# Stietitgaag iugr-agt unb fuh über bie jnarberitten Mittel w - einige hob«, dürfte der Bohndau der Teil- iir tdt äubiagen — Obe r| eemen al» gesichert zu betrachten km. Bon bem Sau darf eine nq ber ■■ .-nirm
für iüe Bewohner be*- unteren Sogrf^-rrgr erwartet werden
—s— Born oberen Vogelsberg, 24 Jun, 2m oberen Bogetsbera Hot ba» tolle, wen j oonorameriidK Weiter noch fnrferrn nach- .eiligen Einilaß auf Öen Saaten ft and auegeübi. ot» in ben tiefer« Lagen. Die u-emgrn Koggen- ichiaoe — Wei/r war ganz und loggen jum groß- ten Teil ousg iurtfen — f ugen Kfii uik in Blüte xu treten Bei den Sommersaat« zeigt sich ftorle» ueb.-rhandnehm« von Unkräutern, vor allem de» ■xiend) Die ttortosfein sind auf den Feldern reftia» oufgeiaufen und zum größten Teil brihuifed. Luch Di di ou rA unb stoviroben sind Kien: Run beginnt jo langsam d » Heumachen. Die (Brunbwiciee zeigen guten (Bra^beft inb und oeriprechen reichen Ertrag Dageg« läßt der (Braebrit.uiö ber einschön- »en und Bcrgw.efeii icbr zu wünschen übrig. Die Bienenzucht hat bi» »etzt wenig ober gor keine Erträge zu verzeichnen.
-s- Herchenhain 24 3uni. Rachbe« untere elektrische Lichtleitung ;m twv Sen Winter wieder mehrmals .T-umo erlitten alte, beginnt mm bas Ueberlanötoerf erneut mit bau Umbau deS Ortsnetzes Dem Wunsche Oer Gemeinde, welche die Legung eines KabelS ixrlanm hatte, konnte der hob« Kosten weg« nicht Rechnung getragen werd«. Do- gegen werden jetzt alle 25 Meter neue Masten r.cfenr. um bie Spannung »wisch« den einzelnen Matten, besonders im Winter bei Kauhrai. zu verringern. Weiterhin berfd>6xidtei süunliche Dachst an der. unb die Stnxnzufüdrung ersoigt jetzt nach ben einzelnen Häusern bedeutend tiefer, von einer Wandle.;e au#. Man hofft damit dem Sturm nicht mehr so viele Angriffspunkte an der Lichtleitung zu bieten. Wenn diese Uebcr- leaunticn auch al» riajtia augufefKn linb. und sicherlich auch orößere Betriebsficherh.'it gewährleisten. so muh doch betont werden, dah jeHt noch eine Hauptqueile deS UebeU unberührt bleibt DaS ist bit etwa 800 Met« lange Zuführung vom UmformerhauS bis zum Ortsnetz Die meist« Störung«, bi« an Versag« der ganzen Lichtleitung zur Folge hatten, lag« blther hier Folgerichtig müßte daher entweder ein Reubau eine* lhn<ormer- hauseS erfolgen, ba daS jetzige zugleich auch Hartmannshain dient, ober aber es müßte dtirch grundlegend« Umbau dieser Strecke hie unbedingte Gewähr für dauerndes Funktionier« gegeben werden. Dafür könnte aber nur Hm* Dau mit Kabel In Betracht kommen.
* Unter-Seibertenrod. 25 Juni. Die Kirchenorgel in unserer Gemeinde ist in der letzten Zeit sehr reparaturbedürftig geworden. Mit ihrer Wiederivstanv* f e tz u n g wurde Ludwig L ch l o f f c r in Rieder-Ohmen beauftragt, der nach feiner Tätigkeit in großen Firmen dieser Branche un In- unb Ausland« ta feinem ietztgen Wohnorte eine Werkstatt für Orgel- unb Hormoniumdau eingerichtet hat. Unsere Oemdnbe hofft, bald wieder in den Besitz deS vieberhergestellt« Instrumente» zu kommen
Kreis Alsfeld.
M Alsfeld. 24. Juni. Für das am zweit« Pflngstseiertog eröffnete neue städtisch« Schwl mmbad an den Erlen macht sich grobes Interesse bemerfbar. Der Besuch des Babes übertrifft bte aepegten Erwartungen bet weitem unb ist ui er <v Lioart« stark. Auch bie Einführung Des Fanullenbabes hat sich entgegen den urfprüngllch geäußert« Ledenk« bewahrt. Dm mujk'rgül'iy Anlage der Badeanstalt unter Ae» rück ichtigung aller neuzeiUick>« Iporilub« Anforderungen findet aunmshr in ber gofamltn Bevölkerung einmal.ge Anerkennung 3u dem sehr guten Besuch trägt nehm der günstig« Lage in unmittelbarer lähe der Stadt auch ber von ber Stadt festgesetzte sehr niedrige Preis für bie Benutzung ber Badeanstalt bet. es kostet ein Bob für Lt-achfene 20 Pf., für Kinder 10 Pf . daneben werden auch noch J. -tlart« für eilte Badefaison auSaeaed«. bk für ck wachsene dMk. für Kinder 3 BW. kosten. Auch das In her neu« 3 ibeanftalt etnq... bteu* Easi- *ric«ut f»ch eines w^cn Zuspruch. 8in Laufe Xi> Monats Auguu foll ein Schwimoif« i veranstaltet werden.
Das bon eii.er Fronk' urt« r Theater- g e f e l l s ch a f t hier im . Brutfchen Hause ver- anlt^Ueu Opern-Gastiptel mtl ber Oper .Martha' war ein finanz'cller Äll'u-rfolg. Der Besuch teer schwach auch bunten bw gebotenen Leistungen nur zum gering« Teil« bdriebigrn. Die Ehorparti«« hatte nan völlig bxggdalltn, aroS bt. oerabe hier ' bet. »rem »Sdcmüptr# kung der Ausfuhruna 'ehe b itträchrigl« Auch daS in Aussicht gefüllte Orchester fehlte wieder.
Nosenausftellung in Steinfurth»
ß Steinfurth. 24 Jum. Anschließend an die Comracdagung o«S Landesverbandes Hesf«-Darmstadt veranstaltet der Gärtner- Verein Steinfurth bei Bad-Rauhe im am 10. und 11 Juli eine große Aofen- auSsteklung. AIS Ausstelluugsro»», ift der neue groß« Saal des Gastwirts Amon Hengst, am Bahnhof gelegen, voeacfehen. Hier ist «S möalich, die große Anzahl von etwa 20 000 Roten der verichtedenft« Sorten und Irtee zu zeig«. Besonders erwähnens wert ist daß bte Qiof« b.rekl aus den O^artui« in bie llusstrilungsräume gelang« unv baß hierdurch die Belucher Ox seltene Gelegenheit haben durchaus lrixnSfri<che. edelste Rosen in großer Fülle ty scbauen Die Ros«schau fall m<: nur bem .ladbmann einen UeberfHüf über He ra 6Irin-


