Aus der Provinzialhauptstadt.
Vieh en, den 25. Februar 1927
FrühNcht.
Da- Licht nimmt zu leis. leis. von $ag au Tag um einen Hahnenschrei um einen Pendelschlag Der strebt und sehnt dem küßt es kein« Ruh. noch Heister hossl er. denn da« Licht nimmt zu.
Alles Sorgenvolle, bat düstere Wintertchwe" üen wird von uns hinwegg^nommen. wenn ein ivnniger Borfrühllng-moraen hereinbricht in die graue Alltag-schwere und unsere Sinne um. langt mit FrühltngSwehen und FrühlingSzaul:.. Mir innerem Frohgefühl nehmen wir plötzlich eir'i Tages gewahr, wie schon so diel früher d.e ersten Lichtstrahlen die Erde erhellen. Mu stillem Sehnen haben wir darnach verlangt ossend hab de» Winters lange 2^ächte bald ein . nde nehmen, und nicht mehr oft drückend auf »i.is lastcten.
Da- Schauen nach dem Licht, nach der Sonne, da- ist es. waS unS nun froher macht — rt hranqt uns vorwärts, und die Hoffnung aus neueu Leben in der Aalur läbt viele Alltag-. Ichwere vergessen. Wir lieben darum da- Früh- licht. weil ihm die ersten Sonnenstrahlen folgen. hi<y toir lieben und Me uns und alles, was U1^ uns und in uns ist. erhellen und erwärmen sollen? Zs ®.
Die Raumnot der Gewerbe- und Maschinenbauschule.
Vertreter der Stadtverwaltung, zahlreiche Stadtverordnete und die Vertreter der Preise fanden sich aus Einladung deS Direktor- der Gewerbe- und M a sch i n e n b a u s ch u l e gestern nachmittag in dem Gebäude dieser Schule in der Kirchstrahe «in, um durch Inaugenfchein- nähme sich ein Bild zu machen von den Der« Mltniffcn. unter denen diese- Institut gegen- wärtig existiert. Gleichzeitig sollte der Besuch dazu dienen, näher« Bekanntschaft mit der noch jun am keramischen Abteilung der Schule zu machen.
Im Konferenzzimmer deS HauseS begrüßte dtt Direktor der Schule Dr. B ü n n i n g s di« Gäste, denen er in seiner kurzen Ansprache einige eindrucksvolle Mitteilungen über die st a r k e 'Raumnot der Gewerbe- und Mo- fchinenbauschule machte. Das HauS kann die Schüler nicht alle sassen, weshalb in mehreren Häusern der Stadt insgesamt zehn Räume zur Unlc trichtert eilung gemietet werden muhten. Daß damit vielerlei Rachteile und Unbequemlichkeiten in schulischer alS auch verwaltungsmäßiger Hinsicht verbunden sind, liegt auf der Hand. Sehr verständlich und unterstühenSwert ist daher der Wunsch deS Schuldirektors, man möge doch darauf bedacht fein, dem Institut möglichst bald andere bessere Raumverhältniffe zur gedeihlichen Ent- Wicklung zu f«baffen.
Aus einer schriftlichen Darlegung, die allen Besuchern auSgehändigt wurde, ist über die Der- hältnill« der Schule folgendes mitzuteilen: Auch >n diesem Wintersemester hat die Anstalt die größte Schülerzahl an sämtlichen technischen Lehranstalten Hessens. Gegenwärtig sind 404 Tagesschüler vorhanden, die sich wie folgt verteilen: Maschinenbauschule leinschl. Inoenieurkursus) 139, Bauabteilung 136, Schreinerfachschule und Maler 81, Schuhmachersachschule 25, HeereSsachschule 23. An KurSteil- nrhmern sind 260 vorhanden, und zwar 20 im Kursus für Flugzeugbau. 43 im Kursus für Elektrotechnik (einschl Laboratorium), 41 im Kur- fuß für Meisterprüfung. 14 im Kursus im Holz» malen. 24 im Eisen bewnkursuS, 60 im Maschinen- kurfus für Schreiner. 40 im SonntagSzeichenkurfuS. 18 in der Schornfteinfegerfachschule. Insgesamt wirken an der Anstalt einschl der gewerblichen Fortbildungsschule 32 Lehrkräfte. Dem Lehrkörper der Gewerbe- und Maschinenbauschule gehören an: 1 Direktor. 15 hauptamtliche Lehrer, 7 nebenamtliche Lehrer (hiervon 6 hauptamtlich an der gewerblichen Fortbildungsschule), 4 Meister für den Unterricht in den Lehrwerkstätten. An Lehrwerkstätten sind vorhanden: Schreinerei, Töpferei. Schlosserei und Schmiede. Elektrotechnisches Laboratorium. Schuhmacherei. Im umgekehrten Verhältnis zu dieser großen S ch ü l e rz ahl stehen dieRaumverhält- nisse. Man war gezwungen, da in der Gewerbeschule gleichzeitH auch noch zahlreiche Klassen der Fortbildungsschule unterzubringen find. Räume außerhalb zu mieten, und zwar in folgenden Gebäuden: Kaufmännisches Verein-Hau-,
I Habcrfasten, cJnoLpaf- Konsir nandensaal kLic- b'gltrab.e T hat zur Foü . daa di: O^erwal- tung der Anstalt. ocr cr.aj d> q?w?rblicye Fori» bildungss<ulc mit etwa 930 Schien' cn dert b. groste Schwierigk.n:en büret r^r a!'.em wer! du<6 «och lehr Piet« ^or't.ttung^'wuIttaO-n außerhalb des S frulacbäui. * untapgebrachl f nh. jiiö zwar w.e folg« Bora« am C‘»trair#jan.Ti
'n racke in der Dest ai.Iag.- Alt« GeiverbIchui: Alte Klinik. Nnfc-'niaal in der Stadtknaöe.t^ule D>« Älafkn b.x Qtalali find also in 10 r- r- >chi«denen Oraäuhen unttrq-erach: ein Umstand der schultechnllch unerträglich ist und aut hu- Dauer den mühsam erworbenen Ru» der Anstat, aus das schwerste schädigt
'■Betonteres 3n:«refle verdient eine oerglti* rtjenbe Statistik über Die icchnischen l'ebran» halten Hessen» nach dem Stanbt des Winirrseme- iters 1925 T« Zusammenstellung gibt foloenbe Aufichlüff«
Bdjiileruibl oiaat» luschüste Mk.
Darmstadt
Baugewerkfchul,
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L irmstadt Gemerbe- und Majchinensauichule
IW
Bingen
202
Ottenbach
23Ö
74 497,95
Mainz
«'
44 743.4b
Erbach
65
30 249,03
Lauterbach
20
I 1 .7 M),8u
Bensheim
135
5 709,09
Milhelstabt
35
3 224,45
«Isfeld
83
5 823.83
Bübingen
50
3 257,45
Friedberg
72
6 914,38
Gießen
295
5 595.05
Nidda
73
3 320,13
Vl)ey
37
Worms
98
11 360.9s
Denn man den Staatszuschuß auf den Äo|>f des Schülers umrcchnet. so schneidet Gießen trotz der höchsten Schülerzah! am schlechtesten ab. Es erhielten nämlich in der Berichtszeit pro Schüler: Gewerbe- und Ma- schinenbaulchule Darmstadt 91 Mk.. Bingen 103.14 Mark. Offenbach 323 90 Mk.. Mainz 559.29 Mark. Erbach 311,52 Ml.. Lauterbach 725 Mk Sensheim 42,28 Mk.. Michelstadt 92,12 Mk Alsfeld 72.33 Mk.. Büdingen 75,14 Mk.. Frieds berg 96 Mk.. Gießen 19 Mk. R.dda 45.47 Mk Alzey 118,66 Mk., Worms 116 Mk. Dieser Durchfchnittsberechnung ist die Fahl der Voll- schüler zugrunde gelegt.
Mit Recht forderte Dr. BünningS. daß der Staat auch für die Gießener Gewerbe- und Maschinenbauschule künftighin weit mehr als bisher tun müsse. Die Förderung der Anstalt darf nicht auf die Stadt Gießen allein in ber Hauptsache beschränkt bleiben.
Im Anschluß an diese aufschlußreichen Darlegungen hielt der zuständige Fachlehrer für die Keramik-Abteilung einen kurzen Vortrag über die Tätigkeit und die Ziele dieses neuen Arbeitsgebietes der Anstalt Oberster Gesichtspunkt sei. die in der engsten Heimat reichlich vorhandenen Rohstossvorkommen für das Keramikgewerbe auch unterrichtlich zu verwenden unö dadurch einen gediegenen Handwerkerstamm heranzubilden. Die vor den Augen der Besucher ausgestellten Erzeugnisse der Abteilung sanden starkes Interesse und lobende Anerkennung: für Me breite Öffentlichkeit ist eine Auswahl- fchau dieser Fabrikate und einiger Arbeiten au« anderen Abteilungen bei Dach im Selters- Weg zu sehen.
Hieraus wurde in mehreren Gruppen eine Besichtigung der Lehrwerk st Stten ber Anstalt vvrgenommen. wobei man den Eindruck erhielt, daß hier mit Elser und Smst nach hohen Fachbildungszielen gestrebt wird, daß dabei aber die räumlich ganz unzulänglichen Verhältnisse ein sehr schwere- Hemmnis lind. Allgemein war der Eindruck sicherlich der, bah hier recht bald und tatkräftig Abhilfe geschaffen werden muß, im Interesse deS Handwerks und Gewerbe» und auch zum Vorteil der Stadt. Hoffentlich siebt man bei diesem Desse- rungswerk auch den Staat kräftig mit in her ersten Linie
Besichtigung der Goetheschule.
Im Anschluß an den vorstehend berichteten Besuch in der Gewerbeschule begaben sich gestern nachmittag die Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenversammlung und der Presse in die Goetheschule (frühere BezirkSschule- an der Westanlage, um dort den Um- und Erweiterungsbau einer eingehenden Be- fichtigung zu unterziehen. Unter Führung der Herren Stadtbaudirektor Braubach. Oberbauinspektor Wett la user und Architekt Klein fand ein sehr uUeteffanter Rundgang durch das
Gebäude statt. Heber die Einrichtung des rr.nMtch modern : herum Schulhau'es haben wir trüher 'chou lehr eingehend berichtet so daß ixr uns beute mit einer summarischen Feststellung des Besichttgungsergebniffes begnügen rönnen. Sie Schulhauseinrichtungen entsprechen in allen Teilen den neuzeitlichen Anforderungen i.» ma. tarnt he getrost als vorbildlich für viele andere Städte von der Größe Gießen« bezeichnen. Allgemein fanden d.e Einrichtungen den vollsten befall der B fucher Die Stadrorrwaltung. die Sta ^verordne: eilver« :mmlung, die Bauleitung. Handwerker und Arbeiter Haden hter in ge- meinramem Streben nach Gutem und Fweck- nmßigrm ein Werk geschallen, auf da« sie mit daher Befriedigung blicken Knnen. Die Schule kann sich in Metern Helme wirklich wohisühsen
*«Hornoti$en.
TageSkalender für Freitag Stadttheater: 7* , Uhr, .Der Geizige' und .Die Matrone von Ephesus' «Lnde 10 Ubr.i — Vortrags-Vereinigung 8 Uhr Reue Aula. Licht- bllder-Dortrag. Obcrhesßsche Gesellschaft für Aatur- und Heilkunde 8' , Uhr. Gr Hörfaal de« Phyfikalischen Instituts «Stephe.nstraße 24). Versammlung und Vortrag. Frc>wirtschaft-l'und Ortsgruppe Gießen 8 Ubr. Saalbau ©euer. Aortrag Lichtspielhaus. Bahnhofstraße »Die letzte Schlacht des Kapitän Frank" Ästoria Lichtspiele' .Hoot der Teuselsreitcr".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: In der Lokalposs« „iSiehen wird Großstadt", die bekanntlich am Sonntag ihre Uraufführung erlebt, liegen die größten, stuck- tragenden Rollen in den Händen der Herren Toll. Dolck und Oven Jüngling: weiter sind mit großen Aufgaben betraut die Damen Ä r o b m e r und Scherer sowie die Herren lelefp. Schu - bert, Hanke. Lenau. Tehr«. Stichel und Linkmann. Auch fast das gesamte übrige Personal ist in Epifoden-Ausgaben beschäftigt. Die Inszenierung leitet der Intendant.
Markusgemeinde. Man schreibt uns. Sonntagabend 8 U&r veranstaltet die Marku«- gemeinde einen Gemeindeabend in der Stadt- ttrche. der dem Gedächtnis Pestalozzis gewidmet ist. Prosessor Dr. Koch von der Universität-- bibliothek spricht über daS Thema .Was hat Pestalozzi einem christlichen Volke zu sagen?" Frau Dr. Müller-Bangert Unat einige Lieder, der Organist der S'.adikirche. Lehrer S i - m o n, spielt die Orgel. Die Hamen der Mitwirken den versprechen einen Abend mit reichem Inhalt. Jedermann, auch außerhalb der MarkuS- gemeinde. ist herzlich eingeladen. (Siebe heutige Anzeige. >
•* Sitzung des ProvinzialauS- s ch u s s e S. Dm morgigen Samstag, vormittags 8'/» Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öfsentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt Auf der Tagesordnung stehen folgende Angelegenheiten: Gesuch des Wtlhelm Kretschmar II. in Atzenhain um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. — Die Zwangsinnung für das Friseurgewerbe in den Amtsgerichtsbezirken Friedberg. Vilbel und Dad-Rauheim: hier: Beschwerde dieser Innung gegen den Beschluß des Kreisamts Friedberg vom 20. Rovember 1926 i.S. Ordnungsstrafe des Hans Gisenreich zu Friedberg. — Klage des Ioh. Jak. Freitag in Butzbach gegen di« Verfügung deS Bürgermeisters der Stadt Butzbach vom 5. Januar 1927 wegen Beschlagnahme einer Wohnung in der Griedeler Straße 32. — Verkündung des Urteils in Sachen: Berufungen der Gemeinde Hain- Gründau und des Gemeinderechners zu Hain^Gründau gegen das Urteil des KreiSausschusses deS KreileS Büdingen vom 18. September 1926. — Klage des Karl Lehnhard in Petterweil gegen das Kreisamt Friedberg auf Aufhebung deS Bescheids vom 9. De- zember 1926 wegen Versagung deS Wander- aewerbescheins. -- Klagen der Johanna Braden in Gießen gegen das Kreisamt Gießen auf Aufhebung ber Bescheide vom 16. Oktober 1926 und vom 19. Januar 1927 wegen Versagung des Wandergewerbescheins.
** Morgen nachmittag Rückkehr unserer Garnison. DaS 1. (Hessische) Gre- nadier-Batl. Ins.-Regt. 15 trifft nach Beendi- Sung seine- Winterschießens vom Truppen- bungsplatz Ohrdruf i. Thüringen am morgigen Samstagnachmittag 4.14 Uhr wieder in Gießen ein.
*• GewerbeausstellungSießen 1927. Die AusstellunASleitung der Gewerbeausstellung Gießen 1927 gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt. daß der endgültige Meldeschluß am 1. März ist Dieser Termin muß eingehalten werden.
um den nötigen Raumbedarf für Ne Erstellung der Hallen überleben zu können.
** Die Auszahlung der Militär- rerlorgung-gebührnisse für Monat THärj findet bei den Postanstalten bereit- am Samstag. 26. Februar, statt
X rauerfeier für die Opfer bes Unglücks i m Evang Schwesternhause ^b^rn nachmittag fand unter großer Beteiligung auf dem Reuen Friedhof Me Beerdigung d<r bet dem s?rplp<tem?unglücf am 21. Februar im Evang Schwesterichaus umgekommenen Schwester Llsel Egelhof statt. Die Itauerfeier hielt der HauSgelltliche des DarmstäNer Diako- niflenbaufe* Pfarrer Htckel Der Te,t feiner Anlorache war Lotung und Lehrten der Brüder» gemeine für den Unglückstag 2. Sam. 1 .Der •^err tötet und machet lebendig, er fühn in Ne Hölle aber er sühn auch wieder heraus" und Röm. 5.3- .Wir rühmen uns auch der Trüd- sale". ES wurde dann ausgesührr. Oafo wir ali Christen auch in solchem surchtbaren Geschehen nicht das Sptel des Iusalls. noch auch bloße Suhl Rung Gottes sehen dürsen. sondern die Dal des Gottes, der tötet und in Ne Hölle führt. Dir haben in solchem Tun ein Eingreifen des richtenden Gottes zu fehen. wie es überhaupt darin Mim Ausdruck kommt, daß er Ne Menschen sterben läßt. Aber wir wissen nicht nur von dem Gerichte Gottes, da- wir vor Augen sehen, sondern auch von feiner Liebe, die er am Kreuze seines Sohne« offenbart hat. Darum wissen wir. daß er wohl tötet, aber auch lebendig macht, in die Holle' führt, aber auch wieder heraushilft. Er ist die Auferstehung und da» Leben. für all«, die an ihn wirllich glauben. Wenn wir so die Hand des lebendiaen Gottes auch In solchem Unglück sehen, so lernen wir uns rühmen der Trübsal«. Aller Menschenruhm verstummt, aber wir erkennen in der Trübsal Gott und waS uns in ihm gegeben ist. Wer davon etwas erführt, lernt danken auch in der Trübsal. Das ist die Frucht, die Me verstorbene Schwester durch ein Leben im Dienste Jesu wirken wollte daß Menschen zur Erkenntnis der Hand de« lebendigen Gottes kommen. Wenn dies Sterben, wie es ihr beschieden war, solche Frucht bet uns wirkt, bewahrheitet sich bei ihr Jesu Wort: .Es sei bann, daß daS Weizenkorn in Me Erde falle und ersterbe, so bleibk es alleine, wo e« aber erstirbt, da bringt es viele Frucht" Rach dem Liede .Wenn ich einmal soll scheiden", da» ber Schwesternchor sang, legte Pfarrer Au«- felb als Vorsitzenber des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege einen Kranz niebet mit Worten ber Dankbarkeit gegen die Heimgegangene Schwester, die angesichts ber furchtbaren Gefahr in helbenhaftem Mut auf ihrem Posten geblieben fei und alles getan habe, um den Umfang des unabwendbaren Unglücks zu verringarn und so mit Eingabe ihre» eigenen Lebens das HauS mit seinen Kindern und.Kranken vor unausdenkbarem Unheil bewahrt habe. Sodann legte Beigeordneter Dr. Frey mit her»' lieben Worten einen Kranz namens de» mit dem Allgemeinen Verein Hand in Hand arbeitenden städtischen Wvhlsahrt-amtS nieder und gab der Teilnahme Ausdruck, Me in allen Kreisen der Bevölkerung unserer Stadt den Verunglückten und ihren Angehörioen entgegenaebracht werde. Von Mefcm Mitgefühl zeugte auch der unabsehbare Trauerzug, in dem wir den Provmzialdirek- tor Graes, Oberregierung-rat Dr. Heß, Beigeordneten Dr. Frey al- Vertreter des Oberbürgermeister-, Dekan Guhmann. den Vorstand de- Allgemeinen Vereins, Schwestern der Kliniken, die Sanitäl6ü>[onne und eine große Zahl von Diakonissen, sowie viele Mitbürger aus allen Ständen der ömtoohnerfebaft bemerkten. AIS Vertreter deS Mutterhauses in Darmstadt war der Präsident deS Vorstands vom Dia- konissenhauS Elisabethenstift, Staatsminister a D. Grzellenz von W u s s o w erschienen.
''Stabtlheater-Abonnement. Die Einlösung be- sechsten Abschnitt- muß am kommenden Montag erfolgen. Man beachte die heutige Bekanntmachung.
•* Der neue städtische Stratzen- sprengwagen ist vorgestern hier eingetroffen. Gestern und heute wurde er zunächst in allen Teilen gründlich durchprobiert. Der Wagen erregte bei seinem Erscheinen in den Straßen natürlich lebhaftes Aufiehen. DaS Fassungsvermögen des Wafferkessels beziffert sich auf 5000 Liter, das A)asser kann sowohl ber Wasserleitung entnommen, wie auch durch eigene Saugvorrichtung des Wagens aus der Lahn aepumpt werden. Die Wurfweite des Wasserstrahls beträgt 22 Meter. Mit Hilfe dieses Wagens wird eine ausreichende Befeuchtung der Straßen an den heißen Sommertagen möglich sein.
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