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Wer wurde verurteilt?"
ich gar nichts
gelesen/
unge-
stattet als die ondeern. Re ftanb
em einfacher Tisch, ein
„Dieser Carter, der einen Vagabunden in der Nahe von Gloucester ers" " ......
„Carter? Von dem
„Sie wollen wohl Nachsehen, was die schwänzten Amphibien machen, was?"
Elt sah verdutzt auf.
„Die Frösche", erklärte der Amerikaner.
Das Gefängnis von Gloucester.
Es gibt eine Zelle im Gefängnis von Gloucester, die als allerletzte am Ende eines langen Ganger liegt. Tür an Tür mit ihr gibt es noch einen anderen Raum, aber dieser wird aus ganz besonderen wenig besser ausgestattet als die anderen. Es stand
Die VjtiUfc, in der Ray Bennett saß, war ein wenig besser auogeftattet als die andeern. Rs ftani) «ine eiserne »eltftclle darin, em em facher Tischt ein bequemer Windsorstuhi und zwei andere Stühle, auf deren einem Tag und Nacht der Wörter saß. Die Wände waren rosa getüncht. Eint großes Fenster nabe der Decke war schwer oerg^tert und
als Geschäftsanteil eingezahlte eine Million Mark sei mit IOC Prozent ausgewertet worden: die Gemeinde habe also nichi das geringste verloren. Zu bedenken sei ferner, daß sich die Gemeinde mit ihrem Geschäftsanteil bei der Bauhütte einen um das mehrfache höheren Betrag als Der- rnögensanteil erworben habe. Aach dec mitunter recht lebhaften Aussprache wurde in namentlicher Abstimmung der Antrag auf Austritt aus der Bauhütte abgelehnt. Dafür stimmten 5 Vertreter bet Rechten, 3 weitere enthielten sich der Abstimmung, g Stimmen der Linken und die deS Bürgermeisters wurden dagegen abgegeben. — öincrn Gesuch der Anwohner der Marburger Straße um Herstellung eines Fußpfades im Lichtenauer Weg wurde in der Weise stattgegebcn, daß die Ehaussierungs- arbeiten so schnell als möglich in Angriff genommen werden sollen — Gegen die neue Gehaltefestsetzung der ' Gemeindebeamten und Angestellten hatte das KrelSamt Gießen vor längerer Zeit Einspruch erhoben. Rach einem Antrag der Rechten soll der Gemeinderat beschließen, daß er auf feinem oamals gefaßten Beschluß beharrt und verlangt, daß die herabgesetzten Gehälter ab 1. Februar zur Auszahlung gelangen. Der Kreis- auSschuß hat durch ein kürzlich ergangenes Urteil die notwendigen Unterlagen geschaffen, die bei Abfassung des Schreibens des Kreisamts noch nicht vorhanden waren. Dadurch ist jetzt eine Rechtsgrundlage geschaffen. Diesen Argu- menten tonnten sich die Antragsteller nicht ver- fcpltepen, und sie zogen ihren Antrag zurück. Um in dieser Frage endlich zum Ziele zu gelangen, wurde eine Kommission, aus den öc- meinberäten Lang, Schmidt und Werner bestehend, beauftragt, mit dem Kreisamt in Verhandlung zu treten. — Abgelehnt wurde ein ®efud) um einen Zuschuß zum Besuch einer christlichen Schule.
£ aSicfed, 24. 3an. Am Samstagabend hielt der Arbeiter - Gesangverein »Sängerkranz" in seinem VereinLlokal seine gutbesuchte Generalversammlung ab, die mit einem mustergültig vorgetragenen Lied eröffnet wurde. Aus dem Geschäftsbericht des Vorstandes ist zu entnehmen, daß die Mit- gliederzahl auf 286 gestiegen ist. Die aktive Beteiligung ist gut zu nennen. Das im Herbst veranstaltete Konzert war für den Verein ein voller Erfolg. Die Einnahmen im Berichtsjahr beliefen sich auf 2283 Mark, die Ausgaben betrugen 1825 Mark. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt, die passiven Mitglieder beanspruchten einen Sitz der Beisitzer, der ihnen zugestanden wurde. Als Jahresbeitrag an das Kulturkartell, , das alle auf gleichem Boden stehenden Vereine Wiesecks umfaßt und ein gedeihliches Zusammenarbeiten der einzelnen Vereine bezweckt, wurden 30 Mar! festgelegt. Dadurch soll, da die übrigen angeschlosfenei Vereine ähnlich verfahren, das Veranstalten bildender und belehrender Vorträge mehr als seither gepflegt werden. Schließlich wurde Noch eine Kommission gebildet, die der nächsten, im April stattfindenden Generalversammlung einen Entwurf der ab geänderten Statuten vorlegen soll.
? Rödgen, 24. San. Am Samstag fand die erste Holzversteiaerung im Rod- gener Gemeindewald statt. Die Preise lagen im Durchschnitt etwas unter denen tm Vorjahr. — Die Maul- und Klauenseuche ist hier fdft erloschen. Rur übet ein Gehöft ist noch Ge- höftsverre verhängt. Fünf Ställe waren von der Seuche heimgesucht worden. Zwei Stück Jungvieh sind gefallen.
± Lollar, 24. San. Gelegentlich der 3. staatlichen Stenvgraphielehrerprü- fung am 17. und 18. Sanuar in Darmstadt bestand auch Lehrer Schädel von hier diese Prüfung in der Einbeitskurzschrift.
1° Treis a.d. Loa., 24. San. Der hiesige Raiffeisen-Verein, der 1925 gegründet wurde und z.Zt. 80 Mitglieder zählt, hielt gestern abend in Wills Saal einen gut besuchten Familienabend ab. Rach der Begrüßungsansprache dcö Vorsitzenden, Kaspar Euler, hielt u.a. Lehrer Eberle einen Vortrag über Leben und Entwicklungsgang Raiffeisens und seines Werkes. Daran schloß sich ein Lichtbilder- vor tra g von Pfarrer Do chm er über „£. Z. 126" und seine Siegesfahrt nach Amerika. Sn einer darauf folgenden Pause wurden den Anwesenden Kaffee unZ) Kuchen gereicht, die aus Vereinsbeständen bereitet waren. Zur Belehrung
und manchmal auch zur Erheiterung dienten die von Direktor Hv o ck-Gießen auf dem Filmapparat des RaiffeisenVerbandes vorgeführren ßauffoilöer über Aderbestellung, Düngung. Kartoffelernte auf einem bei Berlin gelegenen Rittergut und Hilfeleistung der Müffellen- geTwfsenschaft bei Landwirten, die in Ducherhände geraten sind. Die Docträge waren von gemeinsamen Gesängen und allerlei erheiternden und ernsten Ansprachen umrahmt. Den Dani der Anwesenden für alle Darbietungen sprach zwn Schluß der Vorsitzende des Aufsichtsrates aus.
* Reiskirchen, 24. Jan. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse wird demnächst an die früheren Sparer, die das 60. Lebensjahr überschritten hoben, eine Teilzahlung auf die Auswertung teilten. Die Höhe der Aufwertung der Ein. lagen läßt sich zur Zeit noch nicht genau angebcn. Sm allgemeinen werden die hiesigen Verhälmisse gegenüber vielen anderen Koyen 'n.-- günstig bc- zeichnet. Die Kaste zählt jetzt 25" Mitglieder und hat einen flotten Geschäftsbetrieb.
Rübbingshausen, 24. San. Der hiesige Gesangverein „Mannerchor" hielt am Samstag seine Jahres h au pt Versammlung Der Rechnungsbericht schloß mit einem anfehn« l'chen Ueberschuß aus dem letzten Jahre ob, der bei der biengen «par- und Leihkasic hinterlegt wurde In ben Dorstand wurden gewählt: Dan. Fahrt 1.Vorsitzender: Förster Kalberloh, ^Vorsitzender: Iohs. Koch, Rechner: Will). Kaufmann Äohs Pfaff Peter fcfa ff. Wich. Pfaff als Beisitzer. Der frühere Präsident wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.
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OerFrosch mit öerMaske
Roman von Edgar Wallace.
49. Fortsetzung Nachdruck verboten.
„Wo liegt sie?" fragte Dick.
„Zwischen Newbury und Didcot. Al« die Fabrik noch unter Regierungskontrolle stand, mußte sie einen jährlichen Beitrag für die Newbury Feuer- wehr leisten, und als die jetzige Gesellschaft sie übernahm, hat sie auch den Kontrakt mitübernommen. Sie hat der Feuerwehr oftmals versichert, daß sie bereit wäre, aus den Alarmbienst zu verzichten, aber diese, die im Vorteil ist und während des Krieges durch bas Arrangement viel Gelb verloren hat, weigert sich, den breijährigen Kontrakt zu annulieren.
/"HE rm geringsten an bem Streit Zwischen Loschbrigabe und Fabrik interessiert, aber öte Stunde war nahe, ba er Elk für dieses Gespräch unendlichen Dank schuldete.
Etwa vierzehn .tage nach bem Verschwinden oon Ray Bennett nahm Elk Joshua Droads Ein- ladung zum Mittagessen an.
Elk, bei bem ble Zeit feine Rolle spielte, kam w,e gewöhnlich eine Viertelstunbe zu spat.
feln'r <RnVnl«*U^ 8X1 fOttÜ jetzt
cin.^>aIl€n- Es sind jetzt im Bureau Io viel Geschichten mit meinem neuen Safe gemacht worden das man neulich erst angebracht hat hÄni'V öt?£ct uichl in Ordnung iino sogar der Mechaniker weiß nicht, was los ist%
„Können Sie es nicht offnen’“
HHh'Tni? nLCb^ ?iesV<?1!ld>Vd)k' kann ec nicht nodi beute Akten herausnehmen. die von allergrößter Wichtigkeit sind. Ich dachte eben, wäh- renb ich htechergmg. daran, ob Sie, der Sic doch eme so große Erfahrung in allem haben was Der- brecherkategorien betrifft, nicht von einer Methode gejort hatten, durch die man dieses verfluchte Safe offnen konnte? Eigentlich braucht es einm Snqe H und wenn ich mich recht entsinne, so haben Sie einmal gesagt, daß Sie Ingenieur sind Herr Broad?" ' '
„Da läßt Sie Ihr Gedächtnis im Stich," wate der Amerikaner ruhig, inbem er feine Serviette ent. faltete unb ben Detektiv mit seinem luftigen Augen- zwinkern onsah. „Nein, bas Oefsnen oon Safes | gehört leider nicht zu meinem Beruf."
f .. * Queckborn, 24. San. Der Mühlen- befujet Christ von der ^Rcurnühle" bei ®rün* berg hatte vor einigen Tagen ein ungewöhn- li ch es Jagdglück. Er brachte cn tat Aeschersboch ein in unserer Gebend sehr seltenes Wild, eine Rohrdommel, zur Strecke, und zwar ein sehr schönes Exemplar. Die Rohrdommel (Bota-irus) ist eine Gattung Jet Familie Reiher. Sie hat eine erstaunlich starke Stimme, die wie fernes Ochsengebrüll Hingt. Sie halt sich in großen Sümpfen unb am Rande großer Landseen auf. Angeschossan nimmt sie den Saget und Hund an, stößt nach den Augen und ist durchaus nicht ungefährlich. Sie hat einen kürzeren, dickeren Hals und niedrigere Ständer als die gewöhnlichen Reiher und ist gegen 90 Zentimeter hoch.
t Lich, 24. Ian. Am Samstagabend hielt der hreftge Zweigverein des Vogelsberger Höhen! lubs fein Winterfest in der festlich geschmückten Turnhalle ab. Rektor Erb wies in setaer Ansprache auf die hohe Bedeutung des Wanderns hin. während der 1. Vorsitzende, Su- strzinspektor Ritter, die Wanderauszeich- nungen verteilen leimte. SS wurden 25 Erwachsene unb 2 Jugendliche mit Auszeichnungen bedacht. Ein Trio für Violine. Harmonium und Flügel fand großen Beifall. Ein Theatcrstnckchen wurde recht flott gespielt und brachte rechte Stimmung in die Versammlung. Der hiesige Zweigverein zählt jetzt 114 Mitglieder. Die Sugendgrupp- des Vereins mit mehr als 40 Teilnehmern wird von Lehrer Wori geführt.
bf. Langsdorf, 24. San. Samstagabend hielt der Turnverein im RatI
mit durchscheinendem Glas bedeckt unb lieh ba« bleiche Licht herein, bas von einer elektrischen Birne am gewölbten Plafonb verstärkt würbe. Er führten drei Türen aus der Zelle. Die eine auf den Gang, die andere in ein kleines Gelaß, bas mit Waschschüssel unb Badewanne ausgestattet war, die dritte in eben diesen teeren Raum mit hölzernem Boden, in besten Mitte eine Falltür sich abzeichneie.
Ray wußte nicht, wie nahe er der Behausung des Todes war, aber hätte er es gewußt, so wäre ihm nichts daran goteaen gewesen. Dir Tod war der geringste aller Schrecken, die ihn bedrängten. Aus seinem betäubenden Schlafe aufoewacht, hatte er sich in der Zelle des Lanbgefängnifses befunden unb völlig verwirrt vernahm er die gegen ihn vor« gebrachte Anklage auf Mord. Er konnte sich an bas Geschehene nicht erinnern. Alles, was er noch wußte, war, daß er Lew Brady um Lolas willen gebaut hatte und ihn hätte umbringen mögen, epäter sagte man ihm, baß Brady tot fei, und daß man die Waffe, mit welcher der Mord begangen worden war, in seiner Hand gesunden hatte. Ray zerquälte sein Hirn, ob er wirklich diesen Revolver mit sieh geführt habe. Lew hatte ihm etwas Enttetz» liches über Lola gesagt, und er hatte ihn erschossen. _ Es befremdete Ray selbst, daß er so ganz ohne Sehnsucht Lolas gedachte. Seine Liebe zu ihr war erloschen. Er dachte an sie als an etwas Unwichtiges, das der Vergangenheit em gehörte. Einzig dies lag ihm am Herzen daß fein Vater und Ella nichts erfahren sollten, llrp jtben Preis wollre er ihnen diese Schande erfroren. Er hatte vor Um gobukd gezittert, bis der Prozeß zu Ende war. unb er aus der Oeffentlichkeit zu verschwinden vermochte. Glücklicherweise war her Mord nicht einmal intet* eifant genug für die ländlichen Zeitungephow- qraphen gewesen. Ray wünschte nur, bah alles schon vorbei wäre, und er unbekannt au« bem Leben icheiden könne. Er war Jim Carter unb besaß weder Eltern noch Freunde. Und wenn er al« Jim Carter sterben wollte, so mußte er auch die letzten Tage als Jim Carter verbringen. Der Wärter, der bei ihm saß, hatte ihm verraten, daß nach dem Gesetz zwischen Todesurteil und Grehüten drei sanntage vergehen müßten. Der Kaplan besuchte ihn täglich, ebenso rote der Gefängntsbirekror. ein Klopfen zeigte ihm die Stunbe des Besuches an und Ray erhob sich, als der grauhaarige Beamte eintrat (Fortsetzung folgt)
„6e gibt eigentlich keinen Beweis. Carter hat sich geweigert zu gestehen ober den Advokaten zu mftrulercn. Unb es muß gerabezu ein Schnellte- kettsrekorb unter den Mordprozcisen gewesen sein. Es hat wenig Darüber in den Zeitungen gestanden. Ee war eigentlich auch kein interessanter Mord und merkwürdigerweise war keine Frau im Spiele."
Elk faltete die Zeitung zusammen, unb während ber übrigen Mahlzeit sprachen sie von den Polizeimechoden ber bereinigten Staaten, ein Ge biet, auf welchem Herr Broad eine Autorität zu sein |ch:en. Der Zweck der Sinfabung war ein sehr durchsichtiger. Immer wieder versuchte Sroob das Gespräch auf Balder zu bringen, und so geschickt er aud) die Rede auf den Gegenstand brachte, immer wußte Elk abzulenten.
„Sie sind verfchlofsen wie eine Auster, Gif,“ sagte Broad und rointle dem Kellber, Die Rechnung 5u bringen. „Und doch könnte ich Ihnen ebenjooiel über Balder sagen, als Sie selber wissen."
„Nun also, in welchem Gefängnis ist er?" fragte Inspektor Elk.
"Er ist in Pentonvillc. Aufseher 3er. 7, Zelle Nr. 84," tagte Broad sofort und setzte sich terzen- gerade in feinem Sessel auf. „Sie brauchen sich aber nicht die Mühe zu nehmen, ihn irgendwo anders hinzuschaffen, ich wäre cbenio informiert, wenn er in Brixron. Wandrworch, Holloway, Wormwood Scrnbvs. Maidstone ober Chelmsford wäre."
XXXII.
] „Es ist mir auch nicht eingefallen, das zu behaupten", versicherte Elk herzlichst. „Aber es ist mir immer aufgefallen, bah Ihr Amerikaner viel fie- schicktere Hande habt als meine Landsleute. Also, Sie können mir keinen Rat geben?"
„Ich werde Sic mit meinem Lieblingseinbrecher bekannt machen", sagte Broad ernst, und dann lachten sie beide. „Was halten Sie eigentlich von mir?" fragte der Amerikaner unerwartet. „Ich verlange nicht, baß Sie mir eine Uebersicht meines Charakters ober meiner äußeren Erscheinung geben sollen. Aber was vermuten Sie eigentlich über meinen Auf- enthalt in London, wo ich nichts als ein bißchen Amateurpolizeiarbeit leiste?"
.Lch habe niemals lange über Sie v.achgebacht". jagte Elk unaufrichtig. „Aber, da Sie Amerikaner sind, erwarte ich auch, daß Sie etwas Ungewöhnliches sind."
„Schmeichler!" sagte Broad.
„D, ich würde nie so weil gehen, Ihnen zu Ichmeicheln", verwahrte sich Elk.
Er entfaltete mit einer Entschuldigung sein mitgebrachtes Abendblatt.
ff
Generalversammlung ab. ES zeigte sich, daß der Verein auf den im Jahre 1926 besuchter turnerischen Veranstaltungen rechi schöne Erfolge zu verzeichnen und daß die Turnstunden besser besucht wurden, als e8 manchmal den Anschein hatte. Der erste Sprecher, Bürgermeister Kneipp, ermahnte die anwesenden Turner, in Zukunft die Turnstunde fleißig zu besuchen, schon im Hinblick auf das im Zahre 1928 stattfindende 25jayrige 3ubiläum des DereinS. Der seitherige Vorstand wurde Wiedergewählt, zum Zugendturnwart Paul Krämer ernannt.
d Langsdorf, 24. Zan. Am 16. Oktober 1898 beschloß der Senrcinderat unter dem verstorbenen Bürgermeister. Land- und Reichstags- abgeordneien Köhler, die schon seit Jahren bestehende Schulbibliolhel in eine Volks- biblivthek umzuwondeln. Zum Bibliothekar wurde der damalige Lrhvec Lei dich ernannt Die Einrichtung entwickelte sich im Laufe der ^rHre dergestalt, daß sie heute über 1300 Bücher ihr eigen nennt. Besonders in den Wintermona- ten erfreut sich die Bücherei eines regen Zuspruchs, und eine recht ansehnliche Zahl unserer Einwohner verschafft sich aus ihr eine gute und gleichzeitig billige geistige Anregung und Llnter- haltung. Deshalb unterstützt auch die heutige
Oberbeffen.
Landkreis Grrften
£ Wieseck, 24. Ian. Nach langer Pause trat oet Gemeinderat zu feiner ersten Sitzung in diesem Jahre zusammen, und et hatte gleich eine Tagesordnung mit einer Reihe wichtiger Dünkte zu erledige?. Schon seit ber Beratung des letzten Voranschlags zeigte sich die Rotwendigkeit, an eine Neuregelung bet ®emci nDc" < chäferei zu denken, da diese gegentoörti^ Zuschußbetrieb ist. Die Finanzkommission schlug vor, von einer Aufhebung der Gemelndeschäferei in diesem Zahre abzusehen, da die Einnahme-- ziffern des oder der letzten Jahre für die Rentabilität des Unternehmens nicht maßgebend sein können. Die nach Abschluß der Felübereinigimg im Herbst vorgenommenen Zuteilung der Grundstücke brückte den Erlös aus dem Pferch ganz empfindlich herab, so daß das Detriebeergebnis ein anormales ist. Dieser Tatsache konnte sich niemand verschließen, und es wurde deniAemäß beschlossen, die Angelegenheit bis zum nächsten Jahr zurückzusteUen. 2n Zukunft ist für zuge-- triebene fremde Schafe pro Stück und Jahr ein Beitrag von 3 Mark zu entrichten. Der landwirtschaftlichen Kommission wird die Kontrolle über die Zahl der zugetriebenen Schafe übertragen. — Die gemeinnützige Baugenossenschaft sieht in ihrem diesjährigen Dau- programm die Errichtung von 16 Wohnungen in acht Zweifamilienhäusern vor. Der vorgelegte Finanzierungsplan fand die Zustimmung dec Versammlung: eß wurde beschlossen, die hiernach erforderliche Bürgschaft auf die Gemeinde zu übernehmen. DaS erforderliche Baugelände soll ebenfalls sichergestellt werden. Bei der Vermietung dieser Wohnungen können selbstverständlich nur Mitglieder der Baugenossenschaft in Frage kommen. — Für die Volkshochschule Wieseck, die ihren Hörerkreis von Iahr zu Iahr vergrößert (in diesem Winter 120) wurden 200 Mark Zuschuß für den neu angeschafften modernen Lichtbildapparat gegen wenige Stimmen der Rechten bewilligt. Dafür steht der Apparat der Volks- und Fortbildungsschule unentgeltlich zur Verfügung. — Die Holzhauer- löhne wurden in diesem Jahre alle 14Tage ausgezahlt. In einem Gesuch baten die Holzhauer, mit Rücksicht auf ihre besonderen wirtschaftlichen Verhältnisse die Stäglge Lohnzahlung durchzuführen. Der Gemeinderat erkannte die Berechtigung dieser Forderung an und beauftragte den Bürgermeister, mit der Oberförsterei diesbezügliche Verhandlungen zu führen. — Rach 61jähriger Che ve rstarb kürzlich die Ehefrau eines hiesigen Einwohners, die in einem Reihengrab beerdigt wurde. Der überlebende Ehegatte ersuchte den Gemeinberat. daß daneben liegende Grab für ihn frei zu lassen, um auch nach dem Tode mit seiner langjährigen Lebensgefährtin vereint zu sein. Trotz oller prinzipiellen Bedenken (nach der Friedhofsordnung ist dies nicht zulässig), soll diesem Gesuch ausnahmsweise stattgegeben werden, da es sich hier um einen ganz besonderen Fall handelt und der Derneinderat sich von einem pietätvollen Gefühl leiten lieh. — Der nächste Punkt, der auch von den zahlreichen Zuhörern mit Spannung erwartet wurde, betraf den von- der Rechten beantragten Austritt der Gemeinde aus der DauhütteGiehrn-Wehlar. Der Antrag- steller Kümmel erklärte, die Bauhütte habe der Gemeinde noch keinen Nutzen gebracht. Die eingezahlte eine Million Mark sei nur mit 200 Mark aufgewertet worden: die Bauhütte müfte sich ihr Betiebskapital dort holen, wo es die Privatunternehmer hernehmen, von der Dank. Die Zugehörigkeit zur Bauhütte habe der Gemeinde nur geschadet. Die Gegner des Antrags machten geltend, daß der Antrag von einem . Vertreter der Gewerbetreibenden eingebracht fei, unb gerade diese hätten das größte Interesse an einem Verbleiben der Gemeinde in der Bou- ; Hütte. Die angeblichen Nachteile der Gemeinde 7 ließen sich an Hand eines Auszugs aus dem Ausgabenbuch der Bauhütte nachweifen, wonach ■ eine Reihe hiesiger Gewerbetreibender 11 bis 12 000 Marr Verdienst durch die Bauhütte erhalten hätten. Da könne doch nicht von einer Schädigung der Gemeinde gesprochen werden, Da diese Einnahmemöglichkeit im anderen Falle für diese Gewerbetreibenden nicht vorhanden wäre. > Die dadurch bedingte Erhöhung der Steuerkraft : . liege doch sicher im Interesse der Gemeinde. Die
alle Brunnen im Oberdorfe leer, so daß noch mehr als seicher der Bau einer Wasserleitung notwendig wird. Die Verhandlungen, die zwischen Staat unb Gemeinde bevorstehen, müssen vom Geist gegenseitigen Verständnisies getragen werden. Die Gemeinde selbst hosst jetzt in den Besitz einer Wasserleitung zu kommen und Darüber hinaus eine 'finanzielle Erleichterung durch die OUSgabe des Wassers an den Staat zu erreichen.
MvciS Friedberg
X Bad-Nauheim. 24. Ian. Die Post- aut overb indung von hier über Usingen nach R v b a. d. Weil erfreut sich fed^rzeit guten Zuspruchs. Die Postbehörde ist ben Wünschen der täglichen Mitfahrer nachgetvinmen und hat eine Frühfahrt zwischen Bad-Rcacheim und Ober- Mörlen — allerdings nur werktags — eingelegt Durch diese Fahrt erreichen die Reisenden bequemen Anschluß an die Hauptfrühzüge nach Gießen unb Frankfurt.
m. Butzbach, 24. Jan. Die hiesige Ortsgruppe ber ß t g a ä u m SchutzeberbeutfchenKul. t u r veranstaltete im „Deutschen Haus" einen ichc interessanten Vortragsabend. Herr W. von Heine, ein Deutscher aus der Ukraine, erzählte in außerordentlich fesselnder Weise über seine Erlebnisse in Rußland vor unb während ber Kriegsjohre. Zum Schluß sang ber Gast einige Volkslieder zu der Balalaika. Die Darbietungen bes vortrayenbcn fanben lebhaften Beifall.
WSN. Ober-Mörlen, 24. Jan. Gestern nachmittag hantierten einige junge Leute an einem geladenen Revolver herum. Plötzlich ging ein Schuß los, ber bem in ber Nähe ftehcnben 15 2ahre alten Sohn eines Maurers in ben Bauch Drang. Der Verletzte wurde sofort bem Krankenhaus in Bad»Nauheim zugeführt, roo eine Operation Dorgenommen wurde.
CO NieberFlor stabt, 24. Jan. Am Sonn« tagnormittag wurde zwischen Staden und Ober- Fterstadt Die Leich.- des 66 Iahre alten Arbeiters Heinrich Zimmer von Staden auf* gesunden, der um 8.30 Llhr Staden verlassen hatte, um seine Schwester in Nieder-Florstadt zu besuchen. Wahrscheinlich hat der Mann unterwegs einen Schlaganfall erlitten. Die
Gemeindeverwaltung die Biblioryek durch einen namhaften Zuschuß. Mit diesem und der Aln- terstützung durch die Kreiskasse, sowie mit ben Lefegeldem ist es Denn auch möglich, alljährlich größere Anschaffungen zu madjen. Eine recht 'chöne Bereicherung erfuhr die Bücherei, welche leit 1924 von Lehrer Glück geleitet wird, beim Wegzug des Plärrers K l i n g e l h ö f fe r. Er lchenktc ihr 43 gebundene Bände .Daheim" aus den Iahren 1869 bis 1875 und 1892 bis 1912. 3m vergangenen Iahre wurden 1654 Bücher ausgeliehen.
ds. Obbornhofen. 24. Ian. Schon mehr- mais ist über die Bohrungen am hiesigen O b o o r n berichtet worden, die von bem Kultur- j.iuamt Gießen ausgeführt werden. ______
näm.tch nia)t nur hier, sondern in den benachbarten Dönern Wohnbach und Wölfersheim ergiebige Quellen. Wohl die älteste dieser „Epaltquellen" ist der hiesige O b - b s r n. Wie bei vielen Werterauer Dörfern, so ist auch diese Quelle für die Entstehung und Anlage der Siedlung von gern «fr tiger Bedeu - tuna gewesen und hat ihr den Namen gegeben. Ruch heute spielt der Brunnen hier noch eine le- beutfrrme Rolle. Das Wasicr ist besonders wohl- schmeckend und zeichnet sich durch gleichmäßige Kühle aite.. ein Beweis Dafür, daß es aus ziem- >ick>er Tiefe kommt. Unbeeinflußt von Tcocken- heit und Hitze bleibt seine Dasser menge annähernd gleich. Zur geplanten 'Erweiterung und Umfteltung des Kraftwerks Wölfersheim werden nun erhebliche Wassermengen benötigt. Die geführten Verhandlungen zwischen Der Wasserwerks-Direktion unb der Gemeinde hatten das Ergebnis, daß erstere auf ihre Kosten im Quellbszir! des Obborn» Bohrungen vorgenommen hat. Die unter Leitung des Kulturbauamtes durch die Bohrsirma Su^n in Inheiden ausgeführt werden. Zwei in einiger Entfernung deS Qbboms abgeteufte Bohrlöcher «eins davon 45 Weier tief) hatten guten Erfolg, und man ging daher Daran. Den Obborn selbst anzubohrcn. Seit Monaten ist hier eine elektrische Bohrmaschine an der Arbeit: mühsam arbeitet sie sich in die Tiefe, teils bedingt durch die Härte deS Basalts, teils durch starken ..Nach» fall- ins Bohrloch. ES sind etwa 1800 Kubikmeter täglich erbeutet worden. Allerdings find fast
„Nein, ich sehe nicht gerade der Frösche wegen nach, tatsächlich ist jetzt sehr wenig in Den Zeitungen über diese interessanten Tierchen zu lesen. Aber, es wirb schon kommen."
„Und wann?" Dic Frage klang rote eine Herausforderung.
,/2Benn wir ben Frosch fangen."
Herr Droab zerkrümelte ein« Semmel in ber Hanb.
, -»©laubcn Sie, daß Sie Frosch Nummer eine Mer sangen werben als ich?" fragte er ruhig, unb Elk blickte ihn über die Brille hinweg an.
,/Das würbe ich schon lange gern wissen", sagte er ""d beider Augen trafen sich sekunbenlang. Dann senkte sich Elks Blick auf bic Zeitung, unb plötzlich rourbc lerne Aufmerisomkeit burch einen Absatz ge- sesselt- ..Rasche Arbeit" sagte er. „In dieser Beziehung sind wir Euch Amerikanern über’"
.Hn welcher?" fragte Broad.
„Vierzehn läge*, rechnete Elk. „Unb das bat gerade gereicht, um von ben Assisen zum Tobe oer- urteilt zu werten.


