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Proomzialdirektion anmeBen müffen. Spätere Mn- mrtbunoen werden nidw berücksichtigt.

H »le g r o 6 t Ge f l ü a e I s ch a u, bie am

26. und 27. d. M in der Lolksyalle ftattfinbet, wird

IW) Nummern Geflügel aller Raffen umfassen und ein vollständige» Bild der Geflügelhaltung und Ge­flügelzucht gewähren. Unter den aueaefielllen He­ren werden ganz besonder» Inierejfteren Zierge­flügel aller Mn. da» der Zoologische (Barten in Frankfurt a.M. ohne Konkurrenz anaemelbet hat Der Landwirtschastkammerausschuf, der Provinz Oderheisen wird leine Zuchtstalionen vorsuhren, auch wird die lierzuchtstation der Landesunlversi» tat Hardthof aus der Muefteüung reichhaltig mit (Be­flügel vertreten Jein. Die Mu»fteÜung»leituna bat bet den Hellen, großen Räumen In der BoU&haUe be­sonderen Wert daraus gelegt, die Tiere in ihren oerfchiedenkn -lassen und in Ihren verlchiedenen ßarbenlihlägen Io auszi stellen, daß sie bequem von allen Seiten betrachtet werden können.

' Die Firma Springmanns S chu h- warenhau« in der Babnöolftralw 58 hat ihr Geschäftslokal durch einen Umbau, der in lech«' tägiger lag» und Nachtarbeit erledigt wurde, völlig neugestaltet und zugleich we'entiich er­weitert. Durch Mef-? Neugestaltung ist es möglich geworden, ten Berkaussve rirb zu sprzlalisieren, und zwar in eine Damenabteilung, eine Herren- abteliung und eine Aoteilung für Rlnderlchuh» toaren. Reichliche Verwendung von Spiegeln ge­stattet in der DomenabteUung dgn Äunbinnen, sich beim Raufe auch durch einen Blick auf das eigene Ich im Spiegelglas von der Paßform und Kleidsamkeit des Schuhes zu überzeugen. Gleich- zeitig mit der Neugestaltung toi Verkaufsraumes wurde ein gründlicher Umbau der Schaufenster vor genommen Es sind an Stelle der bisherigen, etwas altmodisch gewordenen Schaufenster sechs moderne geschassrn worden, die bei aller Schlicht­heit in der Form doch einen gediegenen Sin» druck machen und in Verbindung mit der eben­falls nach dem Spezial! ierungsprinzip geglieder­ten Auslage auch jeder Drsststadtsttaste zum Vorteil gereichen würden. Da» Bild unserer Bahnhof st raste ist durch diele neue Ge'chältö- h ausfront jedenfalls wefentlich verbessert wor­den. Den Umbau in der angestl engten Lag- und Nachtarbeit hat das Baugeschäft Blllenstock und Schneider borgen nm num, an der Ausgestaltung des neuen Raumes und der sechs Schaufenster waren eine qa:i*e Anzahl Diestrner Handwerks­meister und Clef.'rantenpäu'er beteiligt.

31 ne Angestellten-Berfamm- lung fand am Dienstagabend auf öinlabun# des Allg. freien Angestelllenbundes. des Zen- tralverbandes her Angestellten usw. im Katho­lischen Verein-Haus statt. Der Vorsitzende Mül­ler-Diesten gab einleitend bekannt, bah der an» gekündigte Nedner des AbendS, Fritz Schröder- Berlin, infolge Krankheit am Erscheinen ver­hindert sei. An seiner Stelle sprach der (Bau­leiter Hempel- Frankfurt a. M. in etwa zwei­stündiger Rede über die Wahlen zur Angestcli- tenverficherung. Aus seinen Ausführungen ist folgenbe« au berichten: <Ls gilt in diesen Wochen für die Angestellten, die Vertrauensmänner- wählen vonunehmrn. einen Verwaltung«rat zu bilden und ihre Abgeordneten in das Direktorium der Versicherung zu schicen. Zwei Hauptgruvpen stehen 'ich bei diesen Wahlen gegmüb'r: einer­seits der Deutschnationale HanblunaSgehilsen- Verband und der Dewerkschastsbund der Anne- stellten, andererseits der Zentralverband bet An» acstellten und eine Reihe kleinerer Verbände!. Die Angestelltenversicherung, die durch ein Desetz von 1913 geschaffen wurde, hat die Aufgabe, die Angestellten bei Streichung des 65. L bens» jahres ober bei Eintritt der Berussunfähigkeit xu versorgen. Redner erklärte bann, bast ble Rttsien bei weitem nicht zum Leben ausr ichten unb verwarf das Softem der Ausspeicherung großer Millionenbeträge auf Kosten der Bei­träge bet Angestellten. Schön 1925 war da« Vermögen auf 329 Millionen gestiegen, heute werde ro wohl t Milliarde betragen. Ls sei höchste Zeit, daß die Versicherung solche Renten gewährleiste, die einigermaßen zum L ben aus- reichen. Seine Verban. sgrrrppe denke nicht daran, bei einer Vereinheitlichung der Eoz alv r/tcherung auch nur das winzigste Rocht der Angestellten preiszugeben. Das Angesteliten-Versich rungd- gefeB sehe eine Selbstverwaltung der Versicherten im Direktorium und im Verwaltungsrat vor. Durch eine ausgeklügelte, unbeinolralifche Wahl­ordnung sei bet her Vertrauensmännerwithl nur unter Aufbietung aller Kräfte eine Mitarbeit für die fortschrittlichen Ange­stelltenvertreter zu erreich n. Die Angestellten wählten deshalb j.hl die Vertrau.msmänn.r, die ihnen zu einem befhr.'n Schuh b*r Arblltskrast verhelfen würden, das seien bi? Kanbibaten des Alabundes Der Allgemeinr freie Angestellten» bunb (Qlia), der ble großen Organisationen ber» schiebener Au gestellten gruppen umfasse, stelle sol- genbe Forderungen: Ausbau der Angestellten-

versicherung. AuFdechmmg der Beesichermw «rf die Angestellten aller Berufe ohne Rücksicht auf die Höhe ihres Einkommens Erhöhung bet Ren­ten ohne Erhöhung der Beiträge, ötnammg des D rund betrag« von 480 auf 720 Ml. jährlich I von 40 auf 00 Mk. monatlich-, Steigerungssatz 20 Prvtzent. statt bisher 15 Prozent Verdoopclung des Kindergeldes von 90 auf 180 All. jährlich, Auswertung der früheren Beiträge in allen De- Haltsklassen, Herabsetzung der Wrrten-si für den Tienici b«uq von zehn auf fünf Jahre. Herab­setzung der QÜ1 er«grenze vom 85. auf das 80. Oe- bensjahr volle Anrechnung der beitragsfreien Zeiten bei Stellenlosigkeit. Verhinderung will- tl,rbcher Ablehnung von Heilverfahren durch ge­setzlich gesicherten Rechtsanspruch, Schutz der Tkr- sicherten gegen unsoziale Anlage Ihrer Beitrags­gelder. billige Darlehen zum Wohnungsbau der Angestellten. Seine Berbandsgruppe fordere ferner Reform des Vertrauensmännerfhstems, keine Arbeitgeber als Vertrauensmänner, Er­weiterung der Befugnisse der Vertrauensmänner als Berater und Vertreter der Versicherten, Ab­schaffung des indirekten Wahlsysteins, Einführung der Urwahlen durch die Ver scherten. Nach einer kurzen Aussprache appellierten b.T Redner und der Versammlungsleiter twchmals an die Er schienemm. am nächsten Sonntag die Liste des 3entra(Der6anbe« der Angestellten zu wählen.

Das Quartett .Flügelrad Dießen" veranstaltete einen Unterhaltung«* abenb Im Saale des Hotel .Hindenburg". Das Quartett wurde erst vor kurzem gcarün2>.'t Ls beabsichtigt den Anschluß an Den hiesigen Eilen« bahnveretn und steht unter dem Vorsitz des Oberbahnhofsvorstehers Heinzelmann. Die musikalische Leitung hat Karl L h e l m ü 11 e t übernommen. Das Quartett brachte einig? Ehbre sehr gut zu Dehör. Verschönert wurde die Fier durch verschiedene gut ausgenommene Vor.rägr von Deorg Heß- Leihgestern und des Humo­risten H o m m e l - Rödgen. Herr Karl Stephan (Violine) leistete tbenfafie Vorzügliches Der Abend kann in allen Teilen als wohl gelungen an­gesehen werden.

"AuftriebaufdemheutlgenFrank» surter Cchlachtolehmarkt: 1073 Kalber, 684 Schafe, 644 Schweine

Oberhefsen.

Landkrcto (Htefctn.

Rödgen, 24.9100. tim nächsten Sonntag- nachmittag gibt der (BelangvereinConcor­dia" Wetzlar-Rieoergirmes im Wagner- schen Saale Hierselbst ein Konzert, bei dem zwei Solisten mitwirken werden. Der Verein genießt auf dem (Bediele de» Männergesanas einen guten Ruf, so bah man auf einige genußreiche Stunden bei diesem Konzert rechnen kann. Man beachte die heu­tige Anzeige.

t Treis a. d. Lda , 23. Roo. Zu dem Bericht im (Biest. Anz." vom Dienstag über den D i e b st a h I einerLohntüteinder Fabrik von Scheidhauer & Giesting (Mainzlar) ist berichtigend zu bemerken, dast e» bl» jetzt nichtgelungeni st, den Täter z u ermitteln.

' Londorf, 23. Rov Am 26. b M friert das Ehepaar Schneidermeister Eduard Becker das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Die Ehegatten erfreuen sich noch voller ® lunb- belt und Rüstig it. Vor zwei Jahren beging der Jubilar sei i 50jähriaes Meisterjubiläum, er übt noch täglich dir Kunst des Schneider- Handwerks aus. Er war feil seinen jungen Jahren selbständig In Mülhausen im Eifaß, bis er nach Kriegsende als Altdeutscher aus Mül­hausen ausgrwiefm wurde. Durch seine rege Tätigkeit in den Vereinen imb seine Bl.ebthelt gehörte er dort dem Vorstand vetschledener Ver­eine an. Auch hier ist er trotz seines hohen Alters noch eifrig im DerclnSleben tätig.

Cid), 23 Nov. Aussil end gering war im Kirchenjahr 1923 27 dir Zahl der verstorbe­nen evangelischen Ge.nelnd.'mt glittet. D.r Zahl der Helmgrgange et be rüg 18.

* Utphe. 23. Nov. Am Sonntag feierte im Verwandtenrreike Frau Katharina Bö­cker Witwe von hier in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. Das hockvetagte Geburtstagskind hat 43 Jahre den Handark^itsunterricht an unterer Volks­schule erteilt.

Kreitz Friedberg.

4 Bad-Nauheim, 23 Nov. Die Im »er­gangenen Winter hier ins Lehen gerufene Volksbühne, die sich d'.e Ausgabe [Hit. weih- rend fer Wintermonate guten TheatTrstoff jfu bie­ten, eröffnete gestern abend ihre 6bl ?heit mit Gerhart Hauptmanns .BIbtrvel z Das Frankfurter Künstlertheater erfreute mit guten schauspielerischen Geltungen, die lebhaften Bei­fall fanden. *wv Besuch yätte besser sein dürfen.

beim der fiehw Bahnenfaal X Kurhauses wies noch mannen freien Platz auf ödtbsn die evangelische Gern ei» he in der um gebau­ten alten Wllhelmskirche über e n behagliches Gemeindehaus verfügt, entfallet sich boet reges Gemeind.leben. Die Kirche ist kaum einen Abend unbenutzt. Starten Besuch tote» dieser Xage einrnwinbeabenb auf. der dem Gedächt­nis von Walter Fier, dem .Körner des Weit- fnegef". galt. Pfarrer Schäfer behandelte in fesselnden Ausführungen Geben und Werk des im Weltkriege fürs Vaterland gefallenen Dch- ter* Orgel Dort rägr von Lehrer Diehl und Sologesänge von Fräulein Diehl umrahmtem den gedankentiefen Vortrag. Gestorben sind im verflossenen Kirchenjahr in der eoanqelllchen Gemeinde 56Petsonen. und zwar 28 Männer.

25 Frauen und 5 Kinder

flrrie Tübingen.

Bellmuth. 23. Nov. Am 25. November begeht die älteste Einwohnerin der Ge- mdabe und Umgebung. Frau K a r o l i n e Earl Witwe, geb. Volz, in vv.ler geistiger und körper­licher Frische ihren 9 5. G e b u 11 41 a g. D e Drei,in tonn e schon vor einte Re he von Jahren mit ihrem Manne, der 87 Jahre alt starb, das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern, und ist schon seit sechs Zähren Ur-Urgroßmutter. Die Jubilarin lieft heute noch die Zeitung ohne Brille und geht noch ins Feld.

flrei# Schotten.

() Stumpertenrod, 23. Rov. Rach etwa einjähriger Unterbrechung hat der hiesige (B e mischte Thor feine (Belangetätigkeit wieder auf- fjenommen. Um Sonntag wirkte er erstmalig wieder m (Botteebienft mit. Zn den Kreisen Der Mitglieder trägt man sich mit dem Gedanken, eine vereinefahne anzufchasfcn.

(Hebern, 23 Rov grl. Johanna U I m a n n , Reiseschwester der Basler Tti|flon»ge|ell- schaff, sprach hier im (Bemelnbeiaal überDie Fraucnnot in der Heidenwelf, schilderte in ergrei­fender Weise da» Elend der heidnischen grau vor allem in Indien und China und stellte sodann die rettende Liebe»arbeii der christlichen Mission dar. Der Dortrag war von einer größeren Anzahl von Frauen und Jungfrauen besucht.

Ärcie Alsfeld.

V Homberg ad. Ohm, 23. Roo Dieser Tage haben ble Holzhauerarbeiten in den Di­strikten der Försterei Homberg ihren Anfang genom men. E» sind insgesamt nur zwei Rotten mit elf Arbeitern, und zwar eine au» Maulbach und eine au» Rieder-Gemünden, mit diesen Arbeiten beschäf tiat, während im vorigen Winter vier Rosten mit 28 Arbeitern hier Winterbeichäflio.un^ sanden. Der firöfjte Teil der vorjährigen Arbeiter sindet zur Zeit n den nahen Basaltsteinbrüchen dauernde Beschäfti­gung.

)( Appenrod. 23 Nov 3n unterem Orte treten zur Zelt unter den Älnbc.n recht heftig die Masern auf. Besonders sind es die Augen, die stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Oester liegen mehrere Kinder gleichzeitig erkrankt dar­nieder. Die Baut ätigkeit war in diesem Jahre nicht so stark. Es wurden außer kleineren Reparaturen durch den Landwirt Konrad Scho- j a n ein Wohnhaus neben dessen früher an der QUaufbac'tfr Straße errichteten Schrune im Roh­bau gestellt. Die geringe Bautätigkeit erklärt sich aus den zahlreichen Neubauten infolge des gro­ßen Brandes Im August 1888.

Krcitz k'mitcrbrtd).

Ä Schlitz, 23. Rov. Eine oerchältnismäßig reiche (Ernte hat der I o d stn abgrlaulenen Kir­chenjahr In unserer Stadt geholten: find Insgesamt dock 47 Personen gestorben. Die Rnchbarpforreien weisen folgende Zahlen auf Hutzdorf 6, Kreuper»grund 7, Oiurf I. Wil los, 2.

Starkenburg.

WSN. Groß-Gerau, 23. Nov. Eine in Goddelau bei ihrem Sohne wohnende 88- jöbrige , f a st vollständig erblindete Witwe Heinz wurde gestern mittag von Nachvom mit furchtbaren Brandwun­den aufgefunden. Die Kleider waren vollständig verbrannt und das Sofa, auf das sich die alte Frau gesetzt hatte, war ungebrannt. Die au» Darmstadt alarmierte SanitLiskolonne brachte die 'Bedauernswerte nack dem dortigen Städtischen Krankenhaus, wo sie ihren Verletzungen gestern abenb erlag

Preußen.

Kreitz Marburg.

js M a r b u r g 23 Ncv. Bekanntlich lind fest einigen Mona en gur Bestrebung.n Im Gange, eine Verschmelzung der beiden hiesi­gen evangel licken iluiherische und refor­

mierte) Gemeinden zu einer einheitllche» evan­gelischen Gemeind« herbeizuführem Der luthe­rische Kirchenvorstanb hat sich bereits mir die'er Berfchmei.zung einverstanden er­klär.. Gestern ate. 6 an? eunmepr ü» Phrltpps- haus dite Versammlung der lutherischen Gemeinde über Die e Frage Hat. Et ne em- fallende Aussprache ergab mi überwiegender Mehr est NU Einverständnis der Ge­meinde zu der Verschmelzung. Als Grundlage sott tk Auasburgstche Kon effiov und der K eine lutherische Katechismus oel en. Es ist wa-rschtzstW- iich. daß sich die n»ch einzubcru e-.de r formierte Gerne:ndep Sammlung eben!» ei.tfche.te, inb I»» mit einen Zusammenschluß errnögllchen wird.

Srcitz ttsinllkn.

# 6 leebe rg. 23 Ro» Bet einer in einem Teil der hiesigen (Bernd n befugt ,b gehalten re Treibjagd wurden 8 Rehe 7 Hasen und ein Fach» ertegL

Seine 3er,»aernna ter £a6n!anali|atien.

WSR. Dausenau. 23. Rov. Vor einige« lagen ging die Meldung durch bte Prelle, daß durch Verzögerung der Arbeiten an der Stau­stufe Dausenau die Lahnkanalisation nicht rechtzeitig beendet werden könnte Die bauausführende Firma wendet sich nun in einer Erklärung gegen diese Vorwürfe und weiß auf die besonderen Schwierigkeiten hin. ww v B. große Felsblöcke aus dem Boden. Auftreten meh­rerer Quellen mit kohleträurehaltigetn Waller ufw. Durch Beseittgung dieser H ndemlfte f»- wie das mehrfache Hochwaller sind die Arbeite« nicht fo schnell vorwärts gekommen, als an den andern Staustufen. D'.e Arbeiten werden trotz­dem Ui einigen Monaten beendet sskn.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen. 22. Rov Nachdem rin b'-effaer Tapezierer weg.m dreier S.tttlchß-ltsverbrechen bestraft worden war. erfolgte eine neue Anzeige gegen Ihn. daß er sich auch an einem ander« Kind vergangen habe. Er wurde deshalb vom Schöllen geeicht unter Annahme mllbemt« Um­stände zu sechs Monaten Gefänants verurteilt. Auf seine B.-rufung hob tue Straf­kammer heute das Urteil mangels ausrrtchend« Beweises auf und sprach l h n frei Noch ben Angaben des Kindes hatte es sich wahrfcheUMch nur um einen harmlosen Vorfall gvba xb It. bet nach der ersten Bestrafung kos Ai g k..- nen eben weil man ihm nunmehr alles zutraute, autgr- bauscht worden war.

Die wegen Di?bstahls m -hrfach, auch schon mit Zuchthaus bestrafte )'>au«Ml:erin v F. verfolOa Berufung gegen ein Urt il des Schof'engtr<chts. durch das sie wegen Rückfalldievstahis zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wor­den war. Dte alte Dame b i der sie tn vtelluim war. mußte wegen eines Umail« lade Klinik verbracht werden, wo sie nach einiger 3ett ftatb; diese Gelegenheit benutzte die Angeklagte, am Silberzeug, einen Pelz und Wäsche zu stehlen. De Sacken wurden tn Ihrem Besitz vorg fanden Ihre Ausrede, sie habe sie von ter bekannten .Unbekann­ten" getauft, war zu töricht, um geglaubt zu wev» den. Die Angellaate erreichte nur. daß be Strafe auf anderthalb 3a b re Zuchthaus her­abgesetzt wurde.

Eingesandt.

(3ür Form und _ . udti unter dieser Rubrik

Hebenden Aitilel uu.r.nmmi Die Xebaltlon dem Pubt kum qeaenubfi ..irr V .i hivoi tung.f Clne Anfrage an die IHeaterdepntaiio«.

Durch einen Beschluß der städtischen Theaterdepu­tation ist da» neuflnftuhlrrti StuckH ü n f von derZazzband" vom Spielplan abgdeht morden. Die Gründe, die zu diesem Beschluß gcsuhrt haben, sind nicht bekannt da sich die Thraterdeputatlon bie­der nicht zu der Angelegenheit geäußert hat. 6» be­darf wohl nur dieser Anregung an die städtische Ihealcrdeoutation, um zahlreichen Interessierten Thecilett'esuchcrn, Inedesondere auch den Abonnen­ten, die da» Sluck divher nicht gesehen haben, eine Ausklärungüberdi»(3ru'üe zuteil werden zu lassen, die zu diesem Beschluß geführt Haden.

Mehrere Mittwoch-Abonnenten.

flircMirfft Aack'Nchten.

Israelitische Mlglonegrmelabe. Gotleodienß In der ©nnagoge (oubanlage). 6am»tag, 26. Rooember Vorabend 4 30 Uhr, morgen» V Uhr, abends 4 40 und 5.20 Uhr.

Vraeiililche Religionogefellschafi. Eabbotfeler de« 26 Rooeml'er Freitag abrAb 4 05 Uhr LaMßsaß vormittag H30 Uhr. nackmlttag» 3 30 Uhr. Sabbat- au »gang 5 20 Uhr. Vochengotte»bienft: morgen» 7, abend» 4 Uhr.

Oberhessische Gesellschaft für Ratur» und Heilkunde.

(hx brr letzten Sitzung der G7fellfchaft bc- richtete Prt s.sior Dr Harrafsowltz In einer kurzen Mitteilung ÜberTki* Zw.lcheng biet zwi­schen Oberflächen- und Ti:f rnum van'lung'. An Hand einer graphischen Darstellung legte brr Vortragende Har. bah Neubildungen von Mine­ralien durch MmiP<xnMung«uorgänne In e.ner Zone zwilchen dem Geb!.st der Ooerslächenfor- «nunn nixd dem Gebiete brr ei xentiichen Tiefen» 'netamorphose entsteheix. Danach machte Profesior Dr Küster eine kurze Mitt.-.iung über ,PI- nclfit tuhcrlfe/.i und Ihre Bedeutung für Regrne- ratlonsversuche Die Pfianne b e in normalem Zrrstande an ledern Stengel chrer dreizäpl gen Blätter zwei Fruchtknoten hervorbringt. Ist im­stande. an Verirtzungsstellen ebenfalls eine Reibe solcher Früchte zu entwickeln, deren jede durch­aus zur Zeugung neuer Pllanzenlndividuen fähig in

Om Anschluß hieran hielt Profellor Dr. Hummel einen Vortrag über .Allgemeine Ergebnisse von Studien über f o f filc Weichfchlldkröte n". Tn. nxchi» hei­ßen diele Weich- oder Fiutzsch-ldtröten. und als Tvpen von ihnen legte d*r Vortragende Ske­lette Miller und rezenter Vertreter von Trionvx. Fmvd» und Cnrettochelt < vor Der Xebnet ging nunnchst auf ble geographilche Verbre tun,i von Trionyx ein und erklärt.' Im L'.chtbii) an Hand einer geographischen 11Übersichtskarte dast Ne Außschlldkröten uxrall da heute tfi i eren ton- len. wo wir stündige Wallerläule un> hW Niederschläge haben ri t ttsäch icke jetztVer- breltung muh erdge'ckichi :<b rrllärt nwr\n Ne frühere (fofhlei Iaht sich paiäosi matsch veru>-.- im. Vic ^Irheimat der trionydne ist nach Erwä­

gungen des Vortragenden dicht in Nordamerika au suchen, hier sehll der ixsistontologische Be­fund. Weitergebende Meberkgun:>en aber deu­ten auf Ofiahcn, wo wahrscheinlich auch die Ur­heimat bet tertiären Säugst.ere zu suchen ist. Der Vortragende lommi bann auf Die Stamm,'s« JSchichte der WZchsch'.l'krbten zu sprechen. Fhr Ganzer weist auf landdewobnen^e Vorfahren in und ist bei ben Wassersarmen rückg -bildet worden. 3bre Entwicklung w«i t daraus h n. daß das -Biogenetiiche Grundgesetz' Haeckels nur mit Vorsicht anzuwenden ist. Die Trionvchben sind ferner ein autes Beispiel für Konservativ- hämme im Sützwasser. Die llrfachen er bl ckt der Vortragende Im häufigen Wech'ei der Oe- bensbedingungen im Süßwasser, als da find Wechsel der DaNerm.'nge. der Dasserbeschallen- heit, Temperatur und ähnliches, Die Tiere kön­nen meist nicht auswe cken, was eine besonders K* t Elastizität erfordert D e Ummelt wirkt häufige und starke Stöbe, auf welche die Organismen durch individuelle Bariat.onen re­agieren. Das Süstwalser bedlnat lom t eine Aus­lese des Elastischsten, allo Sonnen mit guter Anpassungsfähigkeit

Die Trioiitcnia sind ferner von Bedeutung für das plötzliche Aussterben der Caurlx, bie .»Saurter-Dämmening'. wie fle brr Vortragende nannte. Sie haben gewi'se Vertrxinbllchaft la ben Sauriern, überlebten aber das Ereigr.s des groben Aussterbens wohl vermöge Ihrer Elasti- (ität. Die Urfache der 6aur er-I^lmmrrunj War ein gewaltsames ErZgn'.s. auch k ine»♦bemten, Aitersenchcinungcn oder bgl. sondern ein nor­males Ereignis von ausnah aöwe:'e grober, welt­weiter T-er^raiung. wahrtcke nlt4> eine kosm sch b.d ngte Kl ma'ckw nkung hie ev ntu.-ll nur hrr>e Zeit anbauerte und daher g ologi ch nicht fest­stellbar Ist. Die Saur.er oerfaitb-nbcn weil he tn ihrer Spezialirrung erstarrt waren und Ihre GlaftizitLt verivorn gegangen ift She Trionychi-

den überlebten diese Ereign llei zwar sind auch sie spezialisiert, aber dennoch elasttsch geblieben. Dr. H. L. H.

Hochschulnachnchten.

Für das Hach der wirtschaftlichen Staats- Wissenschaften habilitierte sich an der Universität Gießen Frau Dr Eharlotte v. Reichenau. As Iftentin am staatswl lentchaftllchen Seminar, mit einer Schrift .Die K.'pitaifunkrion des Kre­dits". Die neue Do^entu,. die aus Köln ge­bürtig Ist, studierte zunächst Medizin in Sena und Berlin, später NationalökoTwtnre in Frei­burg und Gießen befanber« unter Dtehl und Mombert und promosterte 1923 in Gießen auf Grund der Dissertation .Wilhelm Weitling". Frau Dr p. Reichenau ist ordent»iches Mitglied der Deui'chen Gesellschaft für Soziologie. Der Privatdozent für Pharmakologie und erster Af'iftent am P!>armakologischm Institut der Universität Freiburg i. B Dr. Stgurb Janssen, bet am 1 Oktober In gleicher Eigen­schaft an die Berliner Unlredltät Über- siedelte, hat einen Ruf als ordentlicher ®rofe<lae und Direktor kes Ph^rm-ikologi cken Inst iuts an die Universität Freiburg i. V al» Nach­folger von Prof. P. Trendelenburg erhalten und angenommen. D.'r Orvinarius der Dogmatik und neutefta.nent.ichrn fließe e an der e >snge l ch-theo- log sicher' Faku'.täi der Universität Münster D Äarl Barth Hai den Ruf auf den Lehrstuhl bet systematischen Theologie an ber Universität Bern als TiaaMclger 5S Lüdemonns abgelebnt Vom Bayerischen Kultusmlniftertum wurde die Wahl bw .irSeckNichcn Profe>'ors ber klassi­schen Philologie an ber Untredltll München Geheimen Rates Dr Eduard Schwertz jum Prä'ibenten ber Bsperi'che i Äfabenle der Wisienfchasien auf die Dauer von bca Zapoen

mit Wirkung vom 1. Dezember b. 3. an be» stäiigt. Vom gleichen Ze.ipunkt an wurde Pogf. Lchw^rn als Denrra^l.-ektoe der wl srnfchaft- lichen Sammlungen des Staates bestellt. Ernannt wur^e der Pri-.-atdozeni Dr ,H«inr4ch Behnke In Hamburg vom 1 Oktober 192t ab xum ordeni.ichen Profellor ber TRatbemaltf an ber Unt er iiä: Munster. - Der Prifeff« an der Univer ität »erlitt Dr Fritz Dä­ne t h hat von der StaatsunioeriULt von W i s- conf l n (11. S A ) eine Berufung auf einen dort neu geschaffenen Lehrstuhl für anorganische 4be- mle erhalten. - E-mannt wurde der -lichtdw amtete a. o Prvfeffvr l> Julius vchnlewinb In Halle zum ordentlichen Professor für Reuas Testament an ber Univer l ät Greifswald als Nachfolger von Prof. Drihner.

Folgende ®rirrniungen sind erfolgt: Der otbenilidx Professor Dr Eduard Rehe von der Mediz'niichen Akademie tn Dftliel borf wurde zum Ordinarius der Gdirurgie an bet Universiiät Bonn als Dachsoiger des Geh. Ried-Rats K. Garrs ernannt; dem aute otbent- itchen 1. r? ' ->r vr W ..elm GküterinBonn Ist das Ordinariat der Augenhe Ikunde en bet Universi ät Marburg als Nachfolger von Kart S'.ar^ard übertragen worden: ferner würbe bet ft- t -ta DD etr Mahnke In Greifswald zum ordenU chen Prcftsior für Philosoph e an ber Universität Marbura ernannt Der Ordinär us unb GirtBor des botanischen Gart«ms und bot an schen Mufeuars her Unloert tät Breslau. Dr. Peter Start, bat den an ihn ergangenen Ruf au d e Uni» verfität Frankfurt a. TL anqcncmmen. Der Kduigsberger Lehrer für ö fentlicheA Recht Pros. Dr. jur H^tder: Kraus Mt be» an ihn vor e.nigrr 3c-,l ergangen - stuf nach Göttingen angrnrnunen.