Einzelbild herunterladen

Schütteln ttt Kopse« »u btattifcn. Eher tarn* man sich schon dabei etwaö denken, bah ..schwer >ehen" achten und gleicht sehen" verachten hecht.

Trete ich aber nach heißem Studium bann .n die chinesische Lacht Humus. so erscheinen mir die grell erleuchteten Plakare in den Straßen nicht i7u.hr lo unhelml.ch wie zuvor. Da« Grauen vor den ^ehinmnrsovllen Schlnkt-eichen de« Äon*uj|tu« und de« Laotse ist geschwunden. Luch sie >ind da« Werk von Menschen, die über die Lärlel der Schoplung firmen, die um chr Da­sein kämpfen müssen und die mitunter auch suchen (formen. Asiatische« Mysterium oder asiat.» scher Dluff? 34 habe mich sür da« Mittel­ding. die Wirklichkeit, entschieden

Vom Grünberger Gallusmartt.

XIX (Brünberg, 22. Oft Der -weit« Gaklusmarkttag mar vom Detter nicht so begünstigt rote der erst«. Irofoberi mar auch am .ureiten Markttag der Besuch befriedigend. Der Dor mittag war für dcn PserVe- und Rindmehmarkt vor- aeseh«i, wayrend der Nachmittag dem II. Neil- und -zahrwettbewerb des länbL Neu- und Fahrvereine (Brünberg und Umgebung gemidmet war.

Der Pferdemarkt mar nicht gut beschickt, d» rnaren 17 Pferde bjm. Fohlen au getrieben. Der Nindoiehmorkt hotte etroas mehr Tiere auf- .ptoeifen. 6s wurden 61 Rinder der Dogeibcrger bzw. Simmentaler Rosse aufgetrieben. Das Gejchaft mar sehr schleppend, fand auch im Berkruf des Marktes keine Belebung.

Das Reitturnier

des länbL Rett- und Fohroerems auf den Fräuleins, iviesen hatte auch unter der Ungunst brr Witterung >,u leiden. Trotz des schlechten Wetters hotte sich eine grobe Hchchauermenpe eingefunden, die die einzel­nen Konkurren,zen, insbesondere dos Galoppreiten, die Kelchicktichkeitsprufungen und dar Fogdjpringcn mit flrohem Interesse oerfolgte. Das Bferbematerial ivar im nltgemeinen recht gut.

Als Preisrichter fungierten: iLandstall- meister a. D. S ch ö r t e , Oberst a. D. Kock. Oberst o. D. Klein Hans, ßanbeflöfonomierat Müller. ftammerMrehor Fohr. Löw von und 3U Steinfurth, Riktmiester a. D. Gras von Bredow und Rittmeister a. D. o o n N e u s v i l l e. Die lurnierleitunglag In den ftänben von: Rittmeister a. D Fchr. Roeder von Diera- burfl. Dr. Seiger, Postinspektor Carle. Hosgutsbefltzer Reumeyer und Oberpostsekretär Becker.

Die In den einzelnen Konkurrenzen erzielten Preise sind folgende:

Lei terprüsung Klasse A fürLeitabtellungen.

1. Preis Ablei ung Obergleen (Reiterv. AlSfeld); 2. 'Jrei« Abteilung Büftfeld lAciterv. Alsfeld); 3. Preis Abteilung Geils­hausen (Reiterv. Rabenau), 4 Preis Abtei­lung Rieder-Ohmen (Reiterv. Grünberg); 5. Preis Abteilung Mücke (Reiterv. Grünberg), 6.Preis Abteilung Drünberg (Reiterv.Grün­de^).

Ländliche« Dalopprciten.

Abteilung I: 1. Preis Julius Dock, Düftfeld (Reiterv. AlSfeld); 2.Preis Fohr. vonRots- m a nn. Obergleen (Reiterv. AlSfeld); 3. PreiS dmft Da ist, Mücke (Reiterv. Grünberg).

Abteilung II: 1.Preis Karl Srb. Stangen­rod (Reiterv. Grunberg); 2. Preis Wilhelm Krug. D.ilZhaufen (Reiterv. Rab-nau); 3. Preis Ernst Zimmer, Dingmühle (Reiterv. Grün- bera); 4. Preis Friedrich Katz, Rieder-Ohmen (Retterv. Grünberg).

Abteilung III: l. Preis Otto Schmidt, Trohe (Reiterv. Rabenau). 2. Preis Hugo Dränning, Mücke (Reiterv. Grünberg); 3. Preis Walter Repp. Grünberg (Reiterv. Grünberg); 4. Preis Wilhelm Seipp, GeilS- haufen (Reiterv. Rabenau).

Ges chicklichkeitSprüs ungen.

a) Sattel rennen: 1. Preis Otto Sanner, Mücke (Reiterv. Grünberg); 2. Preis Ludwig Schmidt. Groften-Dufeck (Reiterv. Rabenau); 3. Preis Friedrich Katz. Rieder-Ohmen (Reiterv. Grünberg): 4. Preis Friedrich Decker, Düftfeld (Reiterv. AlSfeld); 5.Preis Ruppert, Ober­gleen (Reiterv. AlSfeld).

b) Die Reife nach (Jerusalem: 1. Preis Friedrich-Obergleen (Reiterv. AlSfeld). 2. PreiS Otto Schmidt- Trohe (Reiterv Ra­benau). 3. Preis Konrad Earle-Rd-Ohmen (Reiterv. Grünberg).

3agbf bringen.

6 Sytnberniffc. 30 Teilnehmer. 1 Preis Ludwig Schmidt» Drohen-Dufeck (Hd. err>. R abenau). 2. Preis Hubert Frhr von Schenk zu S chw e i n s b e r g - Kirtori Rei.,ro AlSfeld). 3. Preis Wilhelm Krug- Geilshausen (Reiterv. Rabenau). 4. Preis Friedr D e cke r - Obergleen (Reiterv. AlSseld-. 5. Preis Dörr- Obrrsleen (Reiterv AlSfeld. S. Preis Kari Srb-S.an- aenrod (Reiterv Grünberg'. 7. Preis Wilhelm R ö h r i g - Rb.-Ohmen ( Rc .terv. Grünlerg'. 8. Preis Kar! D'edenkapp- Mücke (Reiterv. Grunberg). 9 Preis Otto Schm i d t-Trohe Reiterv. Rabenau). 10. Preis Friedr. Ka tz - Ad.-Ohmen (Reiterv Grünberg). 11. PreiS Rudolf Jakob-Mücke (Reiterv. Gr. tq). 12. PreiS Decker- Oberglecn (Reiterv. 2llS- frib). 13 Preis Hrch Dock- Düftfeld (Reite-rv. Alsfeld). 14. Preis D. Weifenbach- Mück? (Reiterv AlSfeld'. 15. Preis Ruppert- Ober- qleen (Reiterv. AlSfeld). 16. PreiS Hch Petri - Geilshausen (Reiterv. Rabenau).

Eignungsprüfung für Arbeitspferde.

a) Einspänner. 1. Preis Ernst Zim­mer- Dirrgmühl-- (Reiterverein Grünberg). 2. Preis Ludwig Dblsing -Gros)-Felda iReeter­verein Drünberg-. 3. Preis Feh. v. Rvts- m a n n - Oberglcen (Reiterverein Alsfeld).

b) Zweispänner. 1. Preis Artur Go - d o s a r - Georgcnhammer (Reitcr^erc.n Grün­berg). 2. PreiS Kari Grb - Stangenrod (Reiter­verein ©rünberg). 3. Preis Gutsverwaltung Warthos (Fahrer: Verwalter Hering).

Gruppenspringen.

1. Preis Grohen-Duseck (Reiterverein Ra­benau). Reiter: L. Schmu t-Gr.-Duseck, O. Schmidt- Trohe. 2. Preis Obergleen (Reiterverein Als­feld). Reiter: Frhr. v. RotSmann. Dörr. 3. Preis Rieder-Ohmen (Rciterverein Grünberg). Reiter: Röhrig, Reitz. 4. Preis Düftfeld (Rciterverein AlSfeld). Reiter: Albert Seipp, Julius Dock und Friedr. Decher.

Ein schneidiger Parademarsch ün Schritt und Trab in der Reihenfolge der siegenden Ab- teilursgen unter den Klängen de« Grünberger Musikvereins bildete den Schluß der wohlgs- lungenen Turniere.

Die Preisverteilung wurde in der Turnhalle im Rahmen eines wo^gelunqenen Reiterabends vorgenommen. Zunächst sprach der 1. Vorsitzende des Reitervrreins Grünberg. Dr. Selzer, allen Mitwirkenden beim Turnier herzlichen Dank aus. Insbesondere datrkie er der Stadt und der Bürgerschaft Drünöergs für die überaus grobe Zahl Ehrend reise. Dem Ehren- Protektor der Turniere, Land stallmeister a. D. Schörke, widmete der Redner sodann herzliche Dankeswcrte und brachte ein dreifaches Hoch aus ihn aus. Rittmeister a. D. Graf von Bredow, der 1. Vorsitzende oeS Reitervereins AlSfeld und Mitbegründer des hiesigen Reiter­vereins, dankte im Ramen der Gäste, <5errt Hurra galt Grünberg und Umgebung. Ritt- ineister a. 'S). Frhr. Roeder von Diers­burg, der Ehrenvorsitzende des Reitervereins Grünberg, dankte deut 1. Dorsiheirden des Ver­eins Drüirberg für daS ausgezeichnet arrangierte und verlaufene Turnier. Er ermahnte Jung- unü Altveiler, die Destrebungen dsS Vereins und die Arbeit des Vorstandes eifrig zu unter­stützen und zu fördern. Der Redner widmete der Tugend herzliche und bedeutsame Worte. Sem dreifaches Hurra galt dem Reichspräsidenten Generalseldinarschall von Hindenburg und dem 1.Vorsitzenden Dr. Selzer. Anschließend to-ut^e das Deutschlandlied gefunden. Rach der PreiSverteilung sprach Larrdstallmcister Schörke und gedachte der deutschen Jugend und der deutschen Reiterei. Er ermahnte sie, ihren Körper zu ertüchtigen und weiter zu arbeiten, damit die Erfolge noch besser würden. Sein Hurra gatt der deutschen Reiterei und der deutschen Jugend. Dr. Setzer dankte noch besonder- dem hiesigen Musikverein für das Konzert, das bei den De- suchern so groben Anklang gesunden hat. Al- letzter Redner sprach Dürgermeisder Jockel. Im Ramen der Stadt dankte er für die ehrenden Worte, die der Stadt Drünberg gewidmet wur­den. Er versprach nach Möglichkeit alles zu tun, um die Destrebungen des Re.irrverein« weiter­hin von feiten der Stadt zu unterstützen. Aw» schliehend kam die Jugend zu ihrem Recht. Der

lange über Mltteraacht dauernde Tanz hielt die Rettergemeinde noch einige Stunden beisammen

Oer Oachs.

Grimbarl ist au« den Tiersabeln jedem Men­schen ein gut?r Dekannter, aber niemand begeg­net ihm jemals tm Walde. Selbst die Mehrzahl der heutigen Jäger hat einen lebenden Dach« In freier Wtldbahn noch nicht gesehen. da er recht dien geworden ist und in Tiefe seine« Erb- vaueS den Tag verträumt. Gest nach Eintritt der Dunkelheit wagt er sich auf die Suche nach Rahrung und vor Tagesgrauen schlieft er in die Röhre 'eine« unterirdischen Verließe«. Rur aus- nahmSweise steckt er sich im Waldesdickicht, oder sticht bei Tag im Do den nach Engerlingen jedoch mir in verletzrSentlegenen Revieren, und 'vlche Gegenden gibt es heute nur wenige.

Der Dachs unterscheidet sich von seinen Ver­wandten der Gattung Marder durch die spitze Schnauze, gedrungenen niedrigen Körperbau, kleine im Pelz versteckte Ohren, kurzen buschigen Wedel und mächtige Scharrkrallen der Vorder - sähe. Den schn re weihen Kops zieren beiderseits von den Lippen bis über die Augen und Ohren ziehende schwarze Streifen Der hellgraue, mit DurrMen Grannenhaaren untermifTte Rücken ist als Pelzwerk allgemein bekannt.

Grimbart ist Allesfresser. Mit feinem Ge- ruch'inn und Krallen schaufeln ausgerüstet begibt er sich, daS Haupt boxmtief gesenkt auf nächtliche Wanderung in Wälder und Fluren, um Schnecken. Würmer, Käfer oder Insektenlarven au zulesen oder im Doden nach Mäusenestern zu schürfen. Sr weidet (ich an fälligen Daldbeeren und ver­zehrt in jetziger Jahreszeit unter behaglichem Schmatzen süste Dirnen und ZWetschen, wenn er Glück auf seinem Bummel hat. Die den Marder­arten eigenen Analdrüsen scheiden beim Dach« ein Sekret in eine Hauttasch: unter dem Schwanz ab, das nicht parfümiert ist, im übrigen aber alle Eigenschaften der Riveacremc besitzt. SS schützt die vielgebrauchten Krallen gegen Sprödigkeit, Fähe und Bauchseite gegen Taunässe des Boden«.

Einen richtigen Winterschlaf hält der Dach«, wie allgemein beraubtet wird, nicht. Wenn der gedeckte Tisch fehlt, zehrt der Einsiedler von

: Körperfett, er verläßt aber von Zcü zu Zeit seinen Bau und unternimmt nicht selten im Lchmel^schnee Heine Wanderungen.

Bezeichnend ist eS für die heutige Denkweise, daft man ein wildlebende« Tier nicht schildern darf, ohne zur Frage seine« Rubens Stellung zu nehmen. Eine strenge Entsch:idung gibt es in ben meisten Füllen nicht, das gilt auch für den Dachs, der aber zweifellos überwiegend nütz­lich und für Jagdreviere mit Reh- und Hirsch- beständen unentbehrlich ist. In Fasanerien wird der nächtliche Gast als Gelegeräuber nicht ge­schätzt und meist rüc.'iicht«lo« verfolgt. Die Jäger- Welt hält Grimbart im allgemeinen, aber mit älnrecht. für fchädliw. Schon bet Gedanke, daft er zum Raubwild gehör, und zufällig auch einmal frikchgesehte Häschcm in ihrer Hilflosigkeit ver­speist, genügt gar manchem Weidmann, den Stab über dem anspruchslosen Rachttvandler zu brechen.

Wenn die Herbst stürme daS Laub -von den Bäumen egen, unb sich unser Einsiedler ein Feistpolstec unter dem Platz alS Wintervorrat ausgespeichert hc" wirb ihm mit Hunden und Spaten auf die S^warte gerückt. Oft genügt ein voller Tag nicht, um seinen Sitz freizuschaufeln, und hat er sich erst einmal verklüftet unb den Hunden so viel 6ti>e in den Weg gescharrt, dast sie von dem Gepeinigten abgeschmlten find, dann geben einsichtsvolle und erfahrene Jäger recht­zeitig die Hoffnung auf erfolgreiches Graben auf.

Die Deute ist von geringem Rutzwert. aber das Erlebnis mit all seinen. Rebenumständen wird al«, schöner Jagdtag gebucht, wenn Diana dem Schützen hold war. Den Weidmännern sei gesagt, dah sie durch allmähliche« Graben deS Dachse« ihrer Jagd unberechenbar m Schaden zu- fügen, sie fördern durch solche« Unterfangen die beim Rutzwild stetig zunehmenden Erkrankungen durch Rachenbremsenbefall. Im Windfang (Rase) der Rehe und Hirsche schmarotzen über 2 Zentt- meler lange, an Engerlinge «rinne, nde ungern :m lästig? Parasiten; mu ihrem anlerävnlichen Haft- opparat und Stachelkleid reizen sie die Rasen- sck' mhaut ständig. Erstickungstod wird voran- la;,., wetm auch nur ein Exemplar zufällig nach dem Kehlkopf vordringt. La mitunter 30 bi« 40 dieser gefährlichen Parasiten in der Rase eine«

Zeim Paul, der Dichter des Fluges

Don Peter Warm und.

In diesen Tagen der O-eanfliegerei mag eine verschollene literarische Erinnerung willkommen fein, auch wenn e« sich dabei um Jean Paul handelt, der bei der Wiederkehr seine« zwei­hundert st^n Todestage- vor zwei Jahren zwar über alle Masten gepriesen wurde, aber wohl noch ebenso wenig gelesen wird wie zuvor. Unb dann betrifft diese kleine Reminiszenz zwei feiner Schriften, die in der langen Reihe seiner Werke an verlorener Stelle stehen und auch denen, die sich etwa mit seiner Gestalt beschäftigt haben, weniger bekannt sein dürften. Unb fv weit ich sehe. Ist Jean Paul der erste, der die herrlichen, phantastischen Eindrücke, welche der Flug dem Menschen bietet, dichterisch verwertet, der zuerst mit hem intuitiven Blick des Propheten die Möglichkeiten erkannt Hai, welche der 'Aufstieg Mvntgolfier« (1783) literarischer Behand­lung bietet.

E« war ein Jahrzehnt nach den ersten Ber- futben de« Franzosen vergangen, al« Jean Pcu»l seine Schri't .Da« Kampanerthal oder über die Unsterblichkeit der Seele" beendete Schon damals hatte er mit der Heldin diese« Werke« <rm Ende eine« Tage«, der «be­sprächen über die menschliche Unsterblichkeit ge­widmet war. eine Montgollieve befliegen, um der Unendlichkeit näher gu fein, um die irdische Gebundenheit zu überwinden ein kühner und vor hundert Jahren unerhörter Schlustakkord. in den er fetn Buch Ingen lätzt Schon damals bat er in einigen Andeutungen eigentlich alle« vorweggenommen, wo« später über die Selig­keit de« Schwel'en« Über der Erde geschrieben 1 vor ben Ist .Die schwere Gr de sank wie e.m- Verganaenhelt zurück die erhabene Veere und Stille der Meere ruhte vor mr- di« an die Sterne hin wie wir stiegen, verlängerten (ich die schwarzen Waldungen zu Gewitterwolken und die beschneiten, beglänzten Gebirge zu lichten Schneewolken . . unb dann wurde e« dem leich­teren Herz, da« stoch über dem sthwarzen Dunst­kreis schlug als flattere es Im Aether und Tel <tu« brr »rve gezogen ohne die Hülle zueück- zuwerfen."

Bleibt auch dieser Ausstieg mehr gelegentliche« Mittel und einmaliger dichterischer ^lbschluh, so muhte e« Jean Paul, nachdem diese« Thema ein­mal angeschlagen war, doch reizen, seine Kunst an diesem Motto vorauskündend weiter zu ver­suchen. Au« diesem Streben mag .De« Luft­schiffers Gianozzo Seebuch" <*ntftcnben sein, daS ziemlich verlassen im .Komischen An­hang zum Titan' steht. Da« ..Seebuch" gibt sich al« Logbuch, als Tagebuch d^s ungestümen ßuft- fahrer« Gianozzo. der eine neue .azottsche Luft" erfunden hat. unter der erImmer ein Raphia- Flämmchen brennen läßt, wie es unter dem Teekessel flackert". Mit Gianozzo ist fast schon ein neuer Heldenttzp vorgeahnt, der technische Flieger-Ersinder. Indessen ist diese Schrift toeni- ger um de« Fluge« al« um der sattrischen Aus­fälle willen entstanden, die Gcan«zzo. der von oben auf da« verächtliche Menschengewimmel niederchlictt, gegen die flachen Aufllärungsten- benjen seiner Epoche und alle ihre Begleiter­scheinungen schleudern kann. Heute ist die Dattre überholt geblieben aber ist die dichterische Kraft Jean ParUS. feine Schilderung«kunst und die von tiefem Raturgesühl durchwehten Par- tien seiner Dichtung, in denen er anschaulich n rächt, toxi« er selbst niemals erlebte und au st er ihm nur ganz wenige feiner Zeitgenossen kannten: die Schönheit de« Fluge« _ viertelhcrtbtausend .Fuh tief rannte die Wette Erde ich glaubte sestzuschweben - unter mir dahin, und ihr vreiter Teller lief mir entgegen, worauf fich Berae und Holzungen und Klöster. Alarktttecken und Türme und künstliche Ruinen und wahre von Römern und Raubadel. Strahen. Jägerhäuser. Pulver­türme. Rathäuser. Gebeinhäufer so wild unb eng burcheinanderwarsen, dah ein vernünftiger Mann oben denken muhte ha« Iden nur berumgerottte Baumaterialien, die man erst zu einem schönen Park auSeinanderdehe." Auf diese Erde ficht fetn hinab unb erblickt wie .alle verschiede­nen Theater de« Leben« mit aut gerollt en Vor­hängen zugleich spielen".

Unb später folgt die Phantasie eines Racht- fluge«: .Sin Helle« Glän^n weckte mich. Do wohn ich? sagt' ich Ich glitt warm angetoebt auf einem unabseh'.ichen, fifbernen. <nt# den zu (»artcm Schaum gefchtagenen Sternen zusammen- bxzrienbcn Reeee Wetter ein 'Seer, teexb und

weih wie SchneeTtebel, wie Lichtduft alle Fenster meiner Hutts schi.nmerten, ich war ganz erleuchtet. Ich schiffte in dem über die Rachterdc bingci-ccften Dolkenhimmel in dellen Flut der auf gegangene Mond wie ein Schwan mit seinem Glanzgefieder alle Wogen durchstrahlend ft mb. ehe er hinauSflog ins Blaue."

Roch mancherlei Herrlichkeiten finden fich in der fleinen Schrift Jean Paul«; wundervoll sind seine Schilderungen eines Alpenfluge« und einer Fahrt über das Meer man sieht, er hat hier schon die neuesten Möglichkeiten der modernen Flugtechnik vorweggenommen und vorgeahnt. Am Ende seiner Fahrt schwebt er über dem Rhein, nachdem er die Schwerz hinter sich gclallen: ,Wunderbarer Tag! Hell ziehen schon die schim­mernden Schweizergebirge mit ihren Tiefen und Zirmen vor mir heran und schütten den Rhein weg; aber hinter mir wachsen eilig die Ge­witterwolken in den Himmel hinauf und schwei­gen grimmig; die Lüste geben immer langsamer und bewegen sich kaum Jetzt regt sich nicht« mehr Vor welcher Welt schweb' ich sttll! Vor mir donnert der Rhein, hinter mir da« Wetter die Stadt Gotte« mit unzahltgen, aläuzenden Tünnen liegt vor mir - tief in Der Ferne ft eben auf ewigen Tempeln weiste. Helle Götter­bilder und der hohe König der Götter, der JUontbfanc. und der auf die Tiefe der Erde berabgeworfene Rhein steigt al« ein tociber Riesengeist wieder au und hat den himmlischen Regenbogen um und schwebt silbern und leicht."

Hier endet da« Tagebuch de« kühnen Gia- noMO. lieber dem Rheinfall wird keine schwe­bende Kugel wxn Blitz zerschmettert

Diener Denn« jur Seit Daria Theresias.

In rinem alten Buch, da« sich da« .Wiene­rische Diarium 174 5" betitelt, werben de üblichen Speifefolgen und die Preise der Mahl­zeiten in 27 verschieden 7N Sveisrhäusern mit- getetl ,3m Durchschnitt erhall man für 24 Kreuzer 7 Spellen, für 17 .Kreuzer deren 6. für 12 deren 5. für 9 deren 4 und für 7 auch deren 4. hie unb da sogar für 8 Kreimer vier Spellen. " Vierundzwcnato Kreuze Kost mit 7 Spellen bestehen ht den toigenber-

Rehe« oder Hirsche« sttzen. kstllt gar manche« Stück Wild diesem ParasittsmuS zum Opfer. 3m Fcüh;ahr verlassen die Rachcrrbremsen und ähnliche unter der Haut schmarotzend c Jnselleu- larven da« Wirtstier, um verpuppt einige Wochen im HumuS zu fchlummcrn. Dann schlüpfen au« den Tönnchen die geflügelten In­sekten. Sie schwärmrn von Ju'.i brs September unb legen ihre öier auf die Träger der Larven ab.

Die fast einzigen Vertilger der m Bode» schlummernden Rachenbremfenlarven lind daS Wildschwein und der Dach«, sie suchen durch feinen Geruchsinn die Parasitenlarven un? be­wahren Hirsche und Rehe vor dem gefährlichen Schmarotzertum.

Verfatter hat iahr-ehntelang Rehe au« ver­schiedensten Teilen Deullchlando odduz.err und gefunden, dah in Dcgenden. wo der Dach» gehegt wird, kaum Rachenbremsen un'er edelste« W»ld belästigen. In vielen Revieren aber. Huberru« fei e« geklagt, findet man längst rächt mehr bte eigenartige Dachsspur mit den langen Krallen- abdrücken. Wenn dort nicht Wildschweine all­nächtlich den Boden brechen und tue ge'äbrlidxn Larven vertilgen, dann vermehren sich biete Plagegeister unsere« liebsten Wilde« unheimlich.

In den letzten Jahrzehnten ist der Dach« immer seltener geworden inb die Möglichkeit gänzlicher Ausrottung leider gegeben An die Jägerwelt wird daher btc Mahnung gerichtet, au« Liebe zum edlen Schalenwild von dem all- jähr'ichen Graben de« Dachse« abzulafsen. Der echte Weidmann empfinbet besondere Freude, wenn er auch nur die charakteristische Spur de« Rachttvandler« bei der Frühbirsch kreuzt oder gar Grimbart selbst im Tagesarauen auf der unruhigen Zickzacksuche nach Schädlingen beob­achten kann. AIS mir einmal bei solcher Gelegen­heit ein Dach« bi« vor die Stiefel lies, erwiderte er meinen Morgengrutz mit eigenartigem Angst­schrei und flüchtete chnurgerade zum schützenden Malepartus. Wer die ethischen Werte de« Wc.d- werkes zu schätzen versteht, wirb in loL.em Falle niema's das Gewehr anbacken und da- Sreigni«. so geringfügig e« auch manchem scheinen mag. den schönsten Jagderlebnissen anreihen. O l t

Amtsgericht Gießen.

®iet)en, 21. Oft. G.n älterer Landwirt au« A. war mH feinem Kuh fuhrwerk auf der Mitte der Straste gefahren, ohne ei.tgegenlom- menben Radfahrern aus^uweichen. unter benen ,;.d) auch ein Gendarm befand. Gegen einen Straf­befehl von 10 Mk. legte der Landwirt Emkpruch ein. Er bekam d.e Strafe auf da« Mindest­maß von 1 M k. herabgesetzt, bu halten in sehr mildem Licht erschien. Immerhin inufjte ihm durch d e Strafe klar gemacht werden, dast verkehrZpvlizeiliche Borsttzriften ernzuhalten sind.

Gin Fuhrunternehrner hatte auf dem SelterS- toeg drei Wagen Kok« vor einem Hau« abgela­den. derart, dah die gesamte KokSinen^e gi-:ch- zevttg auf der Strafte lag und nur der Bürgerst ein und da« DchteTtenglei« frei lag. Der Ecnfpruch gegen einen Sttafbefechl war ohne Sr?la. Strafe 5 W k. Der Angeklagte wäre nhbt angezetgt worden, wenn er den folgenden Wa­gen erst Dann angefahren hätte, nachdem die La­dung de« vorhergehenden bereit« abgetragen to tr, 6in Dachdecker hatte vom Dach h tun c Schiefer in den Hof eine« Haufe« abg< ^ot :. Rach dem Inhalt der ?Inv h die genügenden Vorf .chlSmastrcgeln getrof en. um zu verhüten, dast vordeigehend« Rleir^chen zu Schaden kommen konnten. Die Hauptverhandlu-.g. die auf den S n^pruch gegen einen Slrafb^ .hl hin erging, ergab jedoch, daft bet Angeklagte genüpenl» Warnung«zeicken angebracht, aua, c nen Cefmungcn hingestellt hatte. Der jedeSmal mel­dete. wenn jemand durch den Hof ging. Der An­geklagte wurde deshalb freigesprochen. Wenn der Angeklagte unter betreiben Siche- rungSmaftregeln die Schiefer auf die Strafte geworfen hatte, so wäre ein Freispruch schon erheblich fraglicher gewesen.

Lin Autofcchrer. der mit feiner Maschine eine Rauch- und DaSbesäst.gung verursacht haben soll, tarn zu spät und mufite erfahren, daft sein Einspruch bereit« verworfen war

Gegen einen wegen Betrug« angeflag». n jun­gen Mann, der nicht erfch-.enen war, erging Haftbefehl.

maften: 1. Eine Srrppen, welche täglich verändert wird. 2. Rlnftslellch. dazu ein Soft. Krenn oder Almuden. 3. Eine grüne Soeise, worauf Wurst-, Schwein- oder artdere« Fleisch, zuw/ilm gebackene Leber oder Kälbersüft. 4 äin eitra-dng macht 7». was die Jahreszeiten geben, dann und wann ein Pasteten. 5. Eine Wechsel-Speise, bse besteh, zu vielten in Wild pro . in Schnecken, Krebsen ober Spargel, auch in einem Ragou. 8. Täglich, nach­dem die Zeiten einen anbrrn Braten, da« ist n cht allein zu verstehen in Kälbernen ober Schweiner­nen und Lämmernen, sondern (Eatxnmen, Hwrnel. Gänst. Aendten. auch zu Zeiten F?der-Wild- Brät. 7. Sallat.

An Fasttagen bestehen die 7 Speisen in fol­gendem : 1. Täglich eine andere Fastenfupv'n.

t Eher-Speist 3. G.

nen Gvern oder Stockfisch mit Neinen F>eien. 4 Eine «ftra Mehllpets 5. Ein bciftabg/c t.a oder eingemachten dann und wann gebra cnen guten Fisch 6. Gebackenen F»fch oder andere« aeboffene«. 7. Sallat oder Krebs m. Konfekt, be­steht in Obst, oder Stetig. Käst und Butter, Mandeln, BiSguit.

12 Kreuzer Kost An Fleiichtagen: 1. Eine gute Suppen 2. Ein Stück Rindflellch. bayt Soft oder Krenn. 3. Eene grün- Sve ft. worauf j dermal Wurste oder ander s Ae<fch. ob*v statt diesen em E,tra Emgemachte«. 4. Ein Braten.- 5. Sallat

An Fasttagen: 1. Gtne Suppen. 2. Eine Evcr- fpeift oder statt diesen Kraut- und Stock- ober andern eingemachten Fisch 3. »ine Mehllpeist. 4. Gebackenen oder Gebratenen Fisch 5. Sallat, Krebsen ober Käst mit Butter

7 Kreutzer Kost An Fieischtagen: 1. Ein« Suppen. 2 Rindste'ch mit Ärenn ober Umurten. 3. Grüne Spei ft. 4. Ein eiTtgemachte«, die Wochen hindurch aber statt dirte« dretzmal gebackene«.

An Fasttagen 1. Eine Fastetuppen. 2. Eine Mehl-Speist 3. Eine arunc Speist L Ein he-st- abgrtotfen oder gebacken Stuck! Fisch.

X. B. Dabch ist zu w.llen, dast die distinguier­ten Siandes-Perlcmen. Priester, bu Heroen Offi* der unb andere Beamte nicht in benen Ortnnart Gaststuben, sondern tn evtra mobil tert en Zim­mern oder allenfafi« auch in der Dttto-WvE- nuna gastieret und in aller Sauberkeit bebten*

3ca medl M sie hengm D

Die T

S Stiern

Cänbtrfcn chr bestes Mnn'cha ?<rftint>ni Norweger ,-rsten M

dtgn'fen ®lüd für abfeit« ur -vgrri li .dolg nid irintm L Stuhls hr-e Dot unö unha :.t Sor Wen burc

-'tert; bi . tm 2auf 'r chütn

ir.«lt \t h m ai

itbtn r. hrte Ä

0ore(

As. SS s-s s-r«

* NT. 5 br.

Ml 'M

(K= W aus»

«i,o«rum her Cüft« MbO w

lasb Mu verte TBfl te 3 .rM für