«folgte Hilflosigkeit unserer Zeit zu erNLren sei, anderseits beruhe sie auf der großen Ernüchterung, die allmählich eingetreten fei. Es bedürfe in der heutigen Zeit der GLhrung besonderer Nüchternheit, um festzustellen, was von der Swigkeitshosfnung zu erwarten sei. DaHer müsse man bei aller Erfahrung auf die heilige Schrift zurückgreifen. Der Redner schloß mit Betrachtungen über das Wesen und die Erkenntnis des kommenden Gerichts.
In dec dritten Hauptversammlung am Nachmittag sprach der Landesbischof von Hannover, D. Marahrens über das Thema: „Was hat Luther heute der Jugend seines Volkes zu sagen?" Der Redner kennzeichnete zunächst die Problematik und die Not der gegenwärtigen Lage und im Zusammenhang damit das Bild der heutigen Iugend. Sodann schilderte er die Persönlichkeit Luthers mit seiner Wahrhaftigkeit unb Natürlichkeit, seiner Echtheit und Gesundheit, der ganzen Herbheit und doch Innigkeit seiner aus der Bibel lebenden Frömmigkeit, um dann zum Schluß auszuführen, wie Luther der Iugend zeige, daß wirkliche Kraft nur da quillt, wo die letzte Wirklichkeit des Gerichts und der Grund angesichts der Heilstalsachen des Kreuzes und der Auferstehung sich aufgetan habe. Diese aus dem Objektiven quellende Kraft, die vom Glauben lebe, mache von aller nur irgendwie möglichen irdischen Bindung frei.
Am Abend versammelten sich die Delegierten zum Schluhgottesdienst in der Lutherischen Pfarrkirche, in dem der Landesbischof von Sachsen, D. Ihmels, die Predigt hielt.
Aue der provinzialhauptstadt.
Gießen, den 24. September 1927.
Fremdenvorstellungen im Gießener Stadttheater. Von der Stadtverwaltung wird uns geschrieben:
Eine Einrichtung, die das lebhafteste Interesse aller Kunstfreunde der näheren und weiteren Umgegend Gießens erregen wird, ist von der Verwaltung unseres Stadttheaters getroffen worden: Die Veranstaltung regelmäßiger F re m- denvorstellungen an den Sonntagen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß Nachmittagsvorstellungen auf auswärtige Besucher keine Anziehungskraft ausüben, und so werden die Fremden-Borstellungen abends um 6 üljr beginnen. Es ist dies ein Zeitpunkt, der ein durchschnittliches Dorstellungsende gegen 8Vn Uhr ermöglicht und so den Besuchern aus Wohl allen Orten der Umgegend Gießens eine sichere Heimkehr gestattet. Diese Fremdenvorstellungen sollen ein abwechslungsreiches und anregendes Programm bieten, das zum Teil von dem Programm der Abonnementsvorstellungen abweicht: doch sollen Vorstellungen, die im Abonnement «in« besondere Wirkung erzielt haben, auch als Fremdenvorstellungen gebracht werden.
Diese neu eingerichteten Vorstellungen sind natürlich auch den Gießener Einwohnern zugänglich, aber doch in erster Linde für auswärtige Interessenten gedacht. Um denen, die noch die Reisekosten zu tragen haben, den Besuch zu erleichtern, ist für die Fremdenvorstellungen eine wesentliche Preisermäßigung gegenüber den regulären Vorstellungen festgesetzt worden. Ein« weitere Annehmlichkeit wtrd es für die auswärtigen Besucher s«in, daß in allen Orten, die Interesse für di« F re m d env v r st e.l- tun gen bekunden. Annahmestellen für Kartenbestellungen eingerichtet werden, die Ne eingegangenen Aufträge telephonisch der Theaterkasse übermitteln, so daß künftig die auswärtigen Besucher sicher darauf rechnen Lnnen, die gewünschten Plätze zu erhalten. Die einzelnen Annahmestellen für die Kartenbestellungen werden noch bekanntgegeben werden.
** Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu Windhausen (Kreis Alsfeld) Konrad Börmer mit Wirkung ob 1. November auf fein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit. — Ernannt wurden der Lehrer Karl Reitz zu Kefenrod. Kreis Büdingen, zum Lehrer an der Volksschule zu Borsbon, Kreis Büdingen: die Vermesfungspraktikanten Aug. Becker zu Lauterbach, Georg Daum zu Gießen, Georg D e ch e r t zu Alsfeld, Johanures Kühl zu Alsfeld, Willi Low zu Friedberg, Ernst Stephan zu Gießen, Heinrich Stock zu Lauterbach, Wilhelm Schäfer zu Lauterbach, Hermann Schmidt zu Schlitz, Heinrich Schwab zu Friedberg, mit Wirkung vom 1. Juni 1927 an zu überplanmäßigen Dermesfungslekretären mit der Amtsbezeichnung „Oberoermessungssekretär".
** Gewerbe- und Maschinenbau« schule der Stadt Gießen. Der vom Stadtparlament beschlossene Erweiterungsbau wird im nächsten Frühjahr begonnen werden. Für die Zeit bis zur Vollendung der Neubauten ist ein provisorischer Bau mit 7 Klassen- und Nebenräumen erstellt worden, der mit Beginn des kommenden Wintersemesters bezogen wird. Hierdurch ist die Moglicykeit geschaffen, daß der Betrieb schon jetzt im vermehrten Umfang ausgenommen werden kann. Auch wird hierdurch mehr Platz gewonnen für die angegliederten Fachschulen, besonders auch für die feit einem Jahr bestehende keramische Versuchswerkstätte und Töpferfachschule, welche ebenso wie die anderen kunsthandwerklichen Klaffen für den Besuch der Kunstgewerbeschule vorbereitet.
= Vom kaufmännischen Fortbil - ü u n g s s ch u l w e s e n. In Darmstadt treffen sich am «onntag die Diplom-Handelsiehrer aus Hessen, Baden, Württemberg, dem Saargebiet und der Pfalz zu ihrer diesjährigen großen Tagung, die — wie die Zusammenkünfte der Vorjahre — wieder zu einem regen Austausch der Erfahrungen führen wird. Den Auftakt der Tagung bildet eine Veranstaltung allgemeinen Charakters, bei der die hessischen Handelslehrer vor der Oesfentlzchkeit den Kreisen von Handel und Industrie und den Vertretern des Landtags und der Regierung den Gedanken der wirtschaftlichen Bildung näherbringen wollen. Als Redner für die Veranstaltung sind gewonnen: Prof. Pope, Jena, der über „Wirtschaftsrationalisierung" spricht, und Studienrat Bader, Mainz, der das Thema „Siele und Wege der kaufmännischen Bildung" behandelt. Die Tagung wird auch aus Oberhessen besucht.
' Neues Operettentheater, Frankfurt a. M. Man schreibt uns: Seit gestern gastiert Deutschlands berühmtester Tenor, der Kammersänger Richard Tauber von den Staatsopern Berlin-Wien, in seiner neuesten Glarzpariie als „Zarewitsch" in ter gleichnamigen Operette von Franz Lehar, dem glücklichen Schöpfer der Operetten: Lustige Wktwe, Graf
Die Aenderungen im Winterfahrplan.
Im neuen Fahrplan treten ab 2.Ottober folgende Aenderungen eine:
Strecke Gießen—Frankfurt.
D 192 von Hamburg, bisher Gießen ab 4.34, verkehrt nur vom 16. Dezember 1927 bis 15. April 1928.
Neu D 92 von Berlin und Hamburg, Gießen ab 4.34, verkehrt bis 15. Dezember 1927 und ab 16. April 1928.
Pz. W bisher Gießen ab 4.09, verkehrt vom 16. T^zember ab bis zum 15. April 1928 bereits um 3.59; sonst 4.09.
D 74 (von Hamburg) bisher Gießen ab 21.48. fährt vereinigt mit D82 (von Siegen) in Gießen ab 22.02.
Frankfurt—Gießen.
D 81 von Frankfurt, bisher Gießen an 8.16, und 0 73 von Frankfurt, bisher Gießen an 8.36, kommen vereinigt, Gießen an 8.16.
Pz. von Frankfurt, bisher Gießen an 21.51, neu 21.54.
Pz. von Frankfurt, bisher Gießen an 1.01, verkehrt ab 16./17. Dezember 1927 10 Min. später.
D von Franksurt, bisher Gießen an 0.51, verkehrt bis 15./16. Dezember 1927 und ab 16 /17. April 1928.
Neu D von Frankfurt, Gießen an 1.01, verkehrt vom 16./17. Dezember 1927 bis 15./16. April 1928.
Gießen—Kassel.
Pz. Sonntags nach Londorf, bisher Gießen ab 22.34, verkehrt Sonntags vom 2. Oktober 1927 bis 31. März 1928, sowie am 26. Dezember bereits um 20.37. Vom 1. April 1928 bis 14. Mai 1928 fährt dieser Zug wieder um 22.34.
D bisher Gießen ab 0.52, verkehrt bis 15./16. Dezember; ab 16./17. Dezember Gießen ab 1.02.
Kassel—Gießen.
D bisher Gießen an 4.33, neu 4.32, bis 15. Dezember 1927 und ab 16. April 1928.
D Gießen an 4.23, ab 16. Dezember 1927 bis 15. April 1928.
Pz. bisher Gießen an 20.49, neu 20.58. Gießen—Dillenburg.
Neu Pz. Gießen ab 6.58 W, vom 2. Oktober 1927 bis 14. Mai 1928 (bis Wetzlar).
Beschl. Pz. bisher Gießen ab 15.15, neu 15.16. Dillenburg—Gießen.
Keine Aenderung.
Gießen—Koblenz.
Neu Pz. Gießen ab 6.58 (bis Wetzlar) vom 2. Oktober 1927 bis 14. Mai 1928.
Pz. bisher Gießen ab 22.20, neu 22.25.
Koblenz—Gießen.
Keine Aenderung.
Gießen—Fulda.
Pz. Lauterbach nach Fulda bisher ab Lauterbach 6.36, fährt ab 2. Oktober 1927 bis 31. März 1928 erst 7.06.
Pz. Gießen ab 17.35, Grünberg an 18.19, wird bis Renzendorf durchgeführt: Renzendorf an 19.30. Der Zug verkehrt werktags, außer dem Werktag vor Sonn- und Feiertagen.
Der Güterzug mit Personen-Beförderung Lauterbach—Fulda, bisher Lauterbach ab 19.20, verkehrt vom 3. Oktober hiS 14. November erst 20.06 ab Lauterbach. Dom 15. November ab um 19.30.
Fulda—Gießen.
Pz. (Schülerzug) Grünberg—Gießen verkehrt in seinem jetzigen Plan Grünberg ab 6.29, Gießen an 7.10, erst vom 1. April 1928 ab. Vom 2. Oktober 1927 bis 31. März 1928 fährt er in Grünberg ab 6.54, in Gießen an 7.35.
Güterzug mit Personen-Beförderung, bisher Großen-Lüder ab 6.07, Lauterbach an 7.11, fährt
von Luxemburg, Rastelbinder, Zigeunerlieb«, Frasquita, Paganini usw. Di« Direktion hat eine glanzvolle Aufführung vorbereitet, die jeder Weltstadtbühne zur Zierde gereichen würde. Den Theaterbesuchern aus Gießen bietet sich bequeme Gelegenheit zur Hin- und Rückfahrt. Die Züge sind in der Anzeige int heutigen Inseratenteil genannt.
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
$ Alten-Buseck, 23. Sept. Bei der gestrigen Ob st Versteigerung der Gemeinde war die Beteiligung von einbeimischen und auswärtigen Kauflustigen ziemlich levhoft. Trotz der zum Ausgebot gekommenen gewaltigen Obstmenge waren die erzielten Preise sowohl für die Gemeind«, als auch für die Steigerer angemessen zu nennen. Gewöhnliche Wirtschafts- und Kelteräpfel stellten sich auf 3 bis 4 Mk., Tafelobst je nach Qualität auf 6 bis 8 Mk. pro Zentner am Baum. Birnen waren verhältnismäßig niedrig im Preise. Mehrere Privatbesitzer haben gelegentlicb dieser Versteigerung chre eigene Obsternte ganz ooer teilweise mitoersteigern lassen. Ein anderer Teil der Landwirte hat gemeinschaftlich Schritte unternommen, um für ihr Obst im westfälischen Industriegebiet Absatz zu finden. — Nachdem seit einigen Tagen mehrere Kinder unter scharlachverdächtigen Erscheinungen erkrankt sind, wurde durch den heute anwesenden Schularzt Dr. Orth der Scharlach in etwa 7 Fällen festgestellt. Die Kinderschule wird aus diesem Grunde bis auf weiteres geschlossen werden, bei der Volksschule erübrigt sich wegen des Ferienbeginns eine etwa notwendig werdende ähnliche Maßnahme. — An Stelle der nach Brasilien auswandernden Schul- verwalterin Frl. Schwabe wurde Frl. Repp aus Bingen, z.Z. in Holzheim tätig, mit der Der sehung der 4. Schulklasse betraut.
chM a i n z l a r, 23. Sept. Bei der gestrigen G e melnbeobftDerfteigerung stand eine größere Menge Tafel und Wirtschaftsobst an den Baumen zum Verkauf. Käufer waren in ansehnlicher Zahl nicht nur von hier, sondern auch aus dem benachbarten Daubringen erschienen. Die Preise bewegten sich nicht einheitlich und fliegen kaum über die mittlere Preislage hinaus. Je nach Sorte und Qualität stellten sich bessere Sorten, wie Goldparmäne, Schöner von Boskoop, Herberts Reinette, Landsberger Reinette usw., aus durchschnittlich 4 bis 6 Mk. für den Zentner am Baum. Wirtschaftsobst lag im Preise etwas niedriger; es läßt sich sehr schwer ein Durchschnittspreis angeben, da es auf gut Glück der Steigerer ankam, auch einmal einen Baum für weniger Geld zu bekommen. Immerhin hat die Gemeinde eine stattliche Summe aus der diesjährigen Obsternte vereinnahmt.
vom 2. Oktober ab Großen-Lüder 6.03, Lauterbach an 6.57.
Pz. Fulda ab 18.31, Alsfeld an 19.49, wird bis Gießen durchgeführt. Alsfeld ab 20.01, Burgund Rieder-Gemünden an 20.33. Don da weiter im bisherigen Plan, ab daselbst 20.49, in Gießen an 21.52. Der Zug verkehrt von Fulda bis Burg- und Rieder-Gemünden werktags, außer dem Werktag vor Sonn- und Feiertagen. Don Burg- und-Rieder-Gemünden bis Gießen täglich.
Strecke Aisfeld—Riederaula.
Pz. Sonntags bisher Grebenau ab 4.24, Alsfeld an 5.03, verkehrt nur Sonntags vom 15. Mai bis 1, Oktober.
Pz. bisher Riederaula ab werktags 6.34, Alsfeld an 7.48, verkehrt nur werktags vom 15. Mai bis 1. Oktober. Vom 2. Oktober 1927 bis 31. März 1928 verkehrt er Riederaula ab 7.03, Alsfeld an 8.13.
Güterzug mit Personen-Beförderung werktags Grebenau ab 15.50, Alsfeld an 16.57, verkehrt auch im Winter (ab 2. Oktober 1927).
Der Pz. Riederaula ab 19.25, Alsfeld an 20.41, fährt durchweg 5 Min. später.
Pz. ab Alsfeld werktags nach Grebenau in Alsfeld bisher ab 4.50, fährt ab 2. Oktober 1927 bis 31. März 1928 erst 5.36, Grebenau an 6.15.
Pz. ab Alsfeld werktags bisher 10.29 nach Riederaula, fährt Alsfeld ab 10.35, Riederaula an 12.24.
Güterzug mit Personen-Beförderung werktags Alsfeld ab 14.14, Grebenau an 15.38, verkehrt auch im Winter (ab 2. Oktober 1927).
Salzschlirf—Schlitz.
Pz. Schlitz ab 4.55, Salzschlirf an 5.20 werktags, vom 2. Oktober 1927 bis 30. April 1928. Ab 1. Mai 1928 täglich.
Pz. Schlitz bisher ab 20.11, ab 2. Oktober 20.15, in Salzschlirf an 20.37.
Pz. Salzschlirf ab 5.55, Schlitz an 6.15, nur werktags.
Gießen—Londorf.
Pz. Sonntags bisher Gießen ab 22.34, fährt ab 2. Oktober 1927 bis 31. März 1928 bereits Gießen ab 20.37. Vom l.A^ril 1928 wieder 22.34 ab Gießen.
Hungen—Friedberg.
Pz. Sonntags Friedberg ab 21.20, Hungen an 22.13, fährt vom 2. Oktober 1927 bis 14. Mai 1928.
Pz. Sonntags Hungen ab 20.14, Friedberg an 21.09, fährt vom 2. Oktober 1927 bis 14. Mai 1928.
Friedberg—Ridda.
Neu Pz. Friedberg ab 14.23, Nidda an 15.36. Der Zug verkehrt nur am Werktag vor Sonn- und Feiertagen.
Neu Pz. nur Sonntags vom 2. 10. 27 bis 14. 5. 1928 Friedberg ab 20.41, Nidda an 21.43 (bisher Ömbberg ab 21.20, Nidda an 22.18).
Neu Pz. Nidda—Friedberg, bisher Nidda ab 19.57 fährt ab 2. Oktober bis 14. Mai 1928 bereits um 18.46 in Nidda ab, Friedberg an 19.50.
Ridda—Schotten.
Der bisherige Zug ab Nidda 20.53, Schotten an 21.31 verkehrt vom 2. Oktober ab nur werktags.
NssU Sonntagszug Nidda ab 21v48, Schotten an 22.30. Der bisherige Sonntagszug Nidda ab 22.33, Schotten an 23.11 fällt weg.
Der Zug Schotten ab 17.34, Nidda an 18.20 verkehrt täglich.
Die bisherigen Sonntagszüge Schotten—Nidda, in Schotten ab 19 und 21.41 Uhr, verkehren im Winter nicht.
Strecke Stockheim—hartmannshain.
Die Züge 4115 und 4114 Frankfurt—Hartmannshain verkehren ab 2. Oktober Sonntags bei gutem Wintersportwetter nach jedesmaliger vorheriger Bekanntgabe.
* Londorf, 23. Sept. Zu dem gestrigen Bericht über die Erfolge des Ländlichen Reit- und Fahr Vereins Rabenau bei dem Reit- und Fahrturnier auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Darmstadt ist noch folgendes nachzutragen: Im Iagdspringen Klasse A (Abt. Belgier) erhielt Adolf L o th, Weitershain, den 3. Preis: im Iagdspringen Klasse A (Abt. Oldenburger) Ludwig Schmidt, Großen-Buseck, den 3. Preis. Im Landwirte- Gruppenspringen erhielten: Ludwig Schmidt, Großen-Buseck, und Otto Schmidt, Trohe, den 4. Preis. In der Reitprüfung Klasse A errang Wilhelm Riclas, Weitershain, den 3. Preis, in der Vielseitigkeitsprüfung für ländliche Reiter Wilhelm Riclas, Weitershain, den 3.Preis und Ludwig Schmidt, Großen-Buseck, den 5. Preis.
i Grünberg, 23. Sept. Auf dem gestrigen Ferkel markt waren 434 Ferkel aufgetrieben. Das Geschäft war mäßig bei großem Ueberstand. Für erstklassige Ferkel wurden folgende Preise gezahlt: 6 Wochen alte Ferkel 16 bis 18 Mk., 7 bis 8 Wochen alte 18 bis 24 Mk., 8 bis 13 Wochen alte 24 bis 30 Mk. und für Läufer 30 bis 35 Mk.
~ G rünberg, 23. Sept. Der Gemeinderat hat in feiner jüngsten Sitzung folgendes beschlossen: Die Kanalisation der Lon- dorfer Straße nach dem Vorschlag des Tiefbauamtes Gießen wird beschlossen. Bei dieser Gelegenheit sollen auch für die städtische Wasserleitung von der Gallusstrah« bis unter die Oberhessische Eisenbahn hin größere Rohre von 200 Millimeter neu gelegt werden. Heber di« Aufbringung der Kosten für dies« Arbeiten wird später beraten. — Beim Kreis amt soll beantragt werden, daß die H ö ch st g e - schwindigkeit für Personenautos und Lastautos durch Grünberg nicht mehr als 15 Kilometer pro Stunde betragen darf. Diese Maßnahme ist infolge des bergigen Charakters der Stadt und der engen Straßen mit unübersehbaren Kurven dringend notwendig für die Sicherheit der Bewohner. — Der Anschluß d« s Glockengeläutes an die Uhr auf automatischem Wege wird für später zurückgestellt. — Der Ankauf des Gartens von Karl Heinrich F u l d a t in der verlängerten Bis- marckstraße zum Preise von 3000 Mk. zu Bauplätzen wird genehmigt. — Dem Reit- und Fahrverein ©rünberg und Umgebung wird zur Einfriedigung des Turniergeländes am ©al* lusmarkttage 1 Festmeter Holz bewilligt. Außerdem wird dem Verein ein Ehrenpreis gestiftet. — Die Gemeinde Grünberg übernimmt ausnahmsweise wdie Hälfte der Straßenbau-, K a n a li s a't ivns - undWässe rlei t ungs- kosten beim Neubau des Hessischen Staates in der Theo-Kochstraße.
2 i ch, 23. Sept. In der jüngsten Sitzung des S tad t v o r st a n de s gab der Vorsitzende in Ausführung eines früheren Beschlusses die Namen der Feldfrevler in der Gemarkung Lich be- kannl. 3m Anschluß hieran wies der Vorsitzerche darauf hin, daß es dringend erforderlich sei, die Zahl der vorhandenen Feldgeschworenen zu erhöhen, damit in Zukunft unliebsame Verzögerungen bei Dermessungsarbeiten nicyt mehr Vorkommen können. Seitens des Stadtoorftandes wurden sechs geeignete Herren in Vorschlag gebracht, deren Verpflichtung beim Kreisamt Gießen beantragt werden soll. — Der Oberfeldschütz Christian Le- dermann dahier hat die Absicht, vom 1. Oktober ab in den Ruhestand zu treten. Seinem dahingehenden Gesuch wurde entsprochen, unter Anerkennung der der Stadt Lich geleisteten treuen Dienste. — Verschiedene Keller an der Kirch- straße haben seit Jahren G r u n b w ass e r. Bereits Im Äahre 1924 suchte der Stadtvorstand diesem Hebel dadurch abzuhelfen, daß er in dem am tiefsten gelegenen Keller des stiftischen Gemeinbesaals eine Wasserstrahlpumpe einbauen ließ. Diese Maßnahme hat zu einem vollen Erfolge nicht geführt. Durch öfters auftretende Wasserleitungsschäden mußte die Wasserleitung abgestellt werden. Da die Pumpe während dieser Zeit nicht arbeiten kann, stellt sich das Wasser in dem Keller hoch und bringt in die Keller der Nachbarhofreiten ein. Auf eine erneute Eingabe mehrerer Interessenten beschloß nunmehr der Stadtvorstand, die bestehende Kanalanlage in dieser Straße tiefer verlegen zu lassen und die tief gelegenen Keller hieran anHuschließen. Die erforderlichen Mittel in Höhe von 800 Mark wurden bewilligt. — Dem Verein für das Deutschtum i m Ausland wurde auf fein Ansuchen ein jährlicher Beitrag von 20 Mark ab 1. April d. 9. bewilligt. — 9m Fahre 1906 wurde durch den hessischen Staat in der Stabt Lich ein Gebäude für eine Bezirkskasse errichtet und die Bezirkskasse des Finanzamtes Hungen hierher verlegt. Die Stadt stellte den Bauplatz, den sie selbst erst von dem hiesigen Marienstift zum Preise von 2022.74 Mark käuflich erwerben mußte, dem Staat kostenlos zur Verfügung. Vor vier Jahren wurde die Bezirkskasse nach Hungen verlegt, seitdem wird das Gebäude als Beamtendien ft wohnung verwandt. Der Stadtvorstand vertrat die Auffassung, daß die Stadt von dem Staat jetzt eine Bezahlung für das im 9nter- esse der Errichtung einer Bezirkskasse hin- gegebene Baugelände verlangen könnte. Der hessische Finanzminister hat einen Rechtsanspruch der Stabt Lich verneint. Ein Gutachten des Rechtsanwaltes Schneider spricht sich dahin aus, daß die Stabt Lich keinerlei Ansprüche gegen ben Staat bi Iben kann, möge man auch bie im Iah re 1906 vollzogene Schenkung unter ben verschiedensten möglichen Gesichtspunkten betrachten. Nach Lage der Sache soll von einer weiteren Verfolgung der Angelegenheit Abstand genommen werben. — Anschlie ßend hieran gab der Bürgermeister davon Kenntnis, daß die ungenügende Wafseroersor- g u n g der Haushaltungen in den vergangenen Mo naten daraus zurückzuführen sei, daß in der Hinter- gasse ein WasserleitungÄiruch bestanden habe, der Das Wasser direkt in die städtische Kanalisation ab- führte, daß durch einen städtischen Beamten eine Revision der Zapfstellen in den Haushaldurwen stattgefunden imb babei feftgefteUt worben sei, daß 25 Klosettanfchlüsse in voller Rohrstärke ununter' brachen Wasser abgeführt hätten. Die Instandsetzung der defekten Entnahmestellen sei erfolgt und polizeilich überwacht worden. — Weiter fanden verschiedene kleinere Vorlagen ihre Grlebigung.
y Lich. 23. Sept. Das DvlkStheater Darmstadt gab gestern abend hier feine erste Vorstellung mit dem Lustspiel: .Ich hab' mein mein Herz in Heidelberg verloren." Der Besuch war schwach, was zu bedauern Ist, denn in weiten Kreisen unserer Bevölkerung besteht der lebhafte Wunsch, ab und zu ein gutes Theater am Platze zu haben. Es war auch nicht gerade glücklich, das Stück als „Grohstadtschlager^ anzukündigen, denn daraus gibt man hier nichts. Die Leistungen der Künstler waren durchgängig auf der Höhe und verdienten mit Recht den Beifall der Besucher, bi« von dem Gebotenen sehr befriedigt waren. Nachmittags spiel« das Ensemble für die Jugend „Hänsel und Gretel": es hat damit auch den Kleinen eine Freude bereitet Wie man hört, will die Theatergesellschaft im kommenden Winter drei- bis viermal hierher kommen. Da das Echo der ersten Darbietung ein gutes war, ist die Hoffnung auf Erhöhung der Besuchsziffer für fünftige Fälle jedenfalls berechtigt.
Ihre Masche läuft......!
Dieser Alarmruf hat für die feinbestrumpfte Dame feine Schrecken verloren, wenn sie die aller- neueste Erfindung zum Schutze feiner Strümpfe bei sich führt. Es ist die einfachste Sache von der Welt. Die Dame greift in ihr Täschchen, öffnet das Fläschchen mit dem gesetzlich geschützten „Rur-Strumpf- ietter“, tupft einen oder zwei Tropfen des Inhaltes auf die Stelle, bis zu dec die Masche gelaufen ist. Der Strumpf ist gerettet...... 8592a
Oie Masche läuft nicht mehr!
Aebermorgen erfahren unsere Leser mehr darüber.
8597c
wohlschmeckende
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