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bie Karte Europa ihren Wüschen gemäß rat* zugeftalten Hierüber legt da» soeben von cxt .Zentralstelle für Erforschung der Kriegsuriachen h< rauSgegebene Dokumentenwerl .Das .Zari­stische Rußland im Weltkrieg" darre und unwiderlegbare* Zeugnis ab Das Wert >ft alt 6. Helt der .Beiträge zur Schuldsrage' :m Berlage der .Deutschen Dertaatgelellschaft für Politik und Geschichte m. b. H. in Berlin er- schienen und enthält 490 neue Dokumente aus den russisch«» Staatsarchiven über den A ntritt der Türkei. Bulgariens Rumäniens und Italiens in den Weltkrieg.

Entsprechend den vier umworbenen Staaten gliedert sich das Werk in. vier selbst-ndige Teile denen der bekannte russische Historiker Pokrowski einen eingehenden stommentor vorausschickt.

3n dem ersten Teil ..Rußland und die Türkei" ist besonders die Haltung E n v » r Pa­schas bemerkenswert, der im fluguft 1914 dem russi­schen Militärattache. General Leontjew, ein Bündnis anbot, wofür die Türkei Destthrozien und die Ägäischen Inseln zu ruckerhalten sollte. Trotz de» mehrfachen Drängen» de» russischen Dotschaster» in Ponftantinopei. Gier», den Aorfchlaa Envers an- zunehmen, konnte Safonow den Entschluß hierzu nicht finden: er wtes (Biere an, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen und verpaßte den gün­stigen Moment. Dt« Ereignisse der nächsten Zeit, das Eintreffen der(Botbtn* undBreslau* m den Dardanellen, und die Erfolge der deutschen Waffen schufen bei der Pforte eine Stimmung, die weitere Verhandlungen für Petersburg aussichtslos er scheinen ließ

Im zwetten TeilRußland und Bulga rien" zeigt sich die russische Politik bedeutend aktiver. Ste entbehrt aber der einheitlichen Rich­tung. Aus allslavischen Prestig gründen legte Ruß­land natürlich Wert qyf den Anschluß Bulgarien», der aber nur durch die feste Zusicherung, daß Maze- denien bulgarisch werden wurde, zu erreichen mar. Davon wollte aber Serbien nicht» wissen, Bulgarien sollte nicht einen Fußbreit mazedonischen (Bebielet erhasten Wahrend England und Frankreich mit asten Mitteln Serbien zur Nachgiebigkeit bewegen wostten, konnte Rußland sich nicht entschließen, aus den kleinen slawischen Bruder einen scharfen Druck auszuüben. Hierbei spielte auch die Befürchtung mit. ein gegen die Mittelmächte und die Türkei oorgehen de», durch den Erwerb Mazedonien» gestärktes Dul garien könne wie 1912 siegreich bi» stonstantmopel Dorbrinoen und die BerwirNichuna de» russischen Sehnfuchtotraumes die Andrea-nagge über dem goldenen Horn wehen zu lassen verhindern Die Niederlage der russischen Heere Im Frühjahr 1916 ließ die bulgarische Wasienhilfe aber doch so wün- schrnswert ericherrren, daß Rußland seine Bedenken beiseite stestte und mit weitgehenden 'Angeboten er­neut an Bulgarien herantrat. Jedoch min war c» zu spät. Bulgarien halte sich bereit» für die Mittelmächte entschieden.

War der Erfolg der diplomatischen Be­arbeitung Bulgariens und der Türkei von vorn- herein sehr zweifelhaft, so lagen die Dinge bei Rumänien und Italien vom pii)chologi- schon Standpunkt aus ganz anders. Die Entente konnte hier mit einem gewissen Dillen gegen die Mittelmächte loszuschlagen, rechnen. Gs han­delte sich nur Darum, den für die Entente gün­stigsten Zeitpurikt zu bestimmen, zu dem die beiden Staaten zur Beteiligung am Kriege ..zu- gelassen" werden sollten, sowie Darum. Den für die Dassenhilfe geforderten Preis möglichst zu drücken. Die Dokumente des dritten und vierten 'Teils sind daher für die Methoden der En- tentediplomatle besonders bezeichnend Die Ber- *jnMungen bestehen in einem würdelosen Feil­schen um große, kleine und kleinste Gebietsteile und Inselchen zwischen Der Entente und den betresfenden Staaten einerseits und zwischen Den Ententemächten untereinander andererseits Die Interessengegensätze zwischen den Westmächten und Rußland treten besonders schroff bei den Berhandlungeu mit Italien zutage, dessen "Ansprüche auf die Adriagestade von England und Frankreich begünstigt, von Rußland mit "Rücksicht auf die Serben bekämpft werden. Durch nnverhüllte Drohungen haben Die Westmächte es verstanden. Rußland zum Rachgeben. sowohl Rumänien, wie Italien gegenüber zu bringen.

Die Berhandlungen mit Rumänien und Ita­lien enthüllen da- wahre Gesicht der En­tentepolitik während deS Krieges: kein Wort non Gerechtigkeit. Bölkerbefreinng usw., nur in nackten, zynischen Worten ausgesprochener I m -

Nächte bei Tieren.

Bon Paul E i p p e r.

I.

Der Elesantenftall liegt unter Der Erde, im Keller Ruf schräger Rampe klettert man hinab

Ieht Mitternacht ist schon vorüber ruht Der ganze Zirkus 3n keinem Wohnhaus Der Stadt kann solche Dunkelheit herrschen. Schwärze umhüllt unS. greifbare Finsternis, die von Der Kuppel herniedersällt. körperlich spür­bar, wie Die roten Samtvorhänge, die Den Ein­gang verschließen, schalldicht und restlo»

Der Baron, unser Führer, sagt, wir sollen seine Hände anfassen, nicht mehr sprechen und aus Zehenspitzen gehen Sonst würde es uns nicht gelingen, die Tiere im Schlaf zu über­raschen Wir gehorchen, denn er. Der erprobte Elefantendresseur. muh es ja wissen.

Ieht rieche ich am warmen Milchdunft, daß wir bei den ZebuS sind, und votii Loden her schimmert ein rötlicher Schein das Windlicht aus dem Elefantenkeller. Wir gehen im Zeit­lupentempo, lautlos, und stehen Dann am Kopfe Der Rampe, die nach unten führt

Verhaltenen Atems starre ich in Den Schacht hinab und erlebe den Augenblick, der Urwelt- wunder erschließt. Ski liegen sic, sechzehn graue Kolosse, formlos, in hochgeschichteten Strohschüt­ten. liegen im weiten Kreisbogen und strecken die Beinsäulen seitlich hx die Lust.

Die Elefanten schlafen Schwer und tret. Sie Ichnausen mitunter, so daß es tönt tote aus weiter Ferne. Die Leiber wölben sich in schwerer Run- huna auf; die Kopse aber und Die eingerollten Rüssel sind halb im Stroh versunken unD wirken kindlich sanft, gleichsam von Träumen umspielt. Wie Heilige schlafen sie, und ich schäme mich saft, daß wir sie in ihrer HUNollgseii belauscht haben, es kommt mir vor. als fiten wir etwas Schlechtes. Unkeusches.

Wie der Gedanke in mir aufftexat. hebt laut- los Die große indische Elefantenkuh den Kopf aus dem Stroh. Schon ist auch Die Schriller hochgestellt; Der Rüssel stemmt sich wie eine Stütze

periallsmus Kriegswillen und Eigennutz. Zutrefienö sagt Alfred von De« gerer in feinem Borwort zum Eriamnverk. Der ganze hier vorliegende diplomatische Schrift-- wech'el charakterisiert sch als ein .Feilschen der rüstischen Regierung mit Den Regierungen Der Länder, die e- in Den Krieg an feinet Seife h neinziehen wilL Unverhüllt ze aen Die vor­liegenden Dokumente w c man Monate hin­durch angesichts Der Verheerungen des Kfracs mit kühler Ruhe Darüber verhandelte unter mög­lichst günstigen. Bedingungen .zum Kriege zu- gelaßen' zu werden."

Sur Krife

in der Zigarettenindufttie.

Aus .Fachkreisen werden w r um die Aus­nahme fvlgenDer Ferien gebeten

Seit enger Zeit befand sch die jiga* retlcnbuftrie Dem Re.chssteueri.skus ge­genüber mit einer Steuerschuld von etwa 70 Mil­lionen Mark im Rückstände Da sich die In­dustrie außerstande erklärte, diesen Betrag decken zu können, hat der Reichs', nanzministet auf Vet- anlasiung des Betbandes der Iigarettenindustrie ohne vorheriges Befragen des einschlägigen Han­dels kurzerhand eint Verfügung erlassen, die dem Handel eine starke Erhöhung Der Ziparetten-Elnkausspreise bei gleich­zeitiger Kürzung Der Berdienstspanne auferlegt

Die Verfügung läuft in Der Wirkung Darauf hinaus, daß Die Summe von etwa 7 0 Mil­lionen Mark allein aus Handels- kreisen aufgebracht werden soll, ohne daß der Handel in der Lage ist. auch nur einen Pfennig Dieter Summe in seiner Kalkulation be­rücksichtigen zu können. Die Jahresproduktion der Figaretten-Industrie beträgt etwa 30 M llionen Mille. Rehmen wir die 5-Pfennigprc »läge als Rvrm an. so ergibt sch unter Berücksichtigung der durch die Verfügung festgesetzten Grundpreise eine Erhöhung des Elnkaufspre.'c- von 2.30 Ml. pro Mille -- etwa 70 Millionen Mark. Da der Kleinverkausspreis durch die Vanderole bestimmt wird, so besteht für den Handel absolut nicht die Möglichkeit. diese Mehrbelastung irgendwie wieder auszugleichen. ES durste allgemein be­kannt sein, daß die biS jetzt uneinbring­lichen Steuerschulden der Zigaretten- Industrie sich auf etwa 40 Millionen Mark be­ziffern. Durch biete Verfügung de» Finanz- mmifter.urrS würden diese bereits m Einern halben Jahre durch Den HanDel aufgebracht fein; von Da ab fließen die 70 Millionen jährlich als Liebesgabe DeS Reichsfinanzministeriums der In­dustrie zu.

Fragen wir uns weiter: Woher kommt die hohe Summe von 40 Millionen Mark unein­bringlicher Steuerschulden Der Industrie?, so kön­nen wir antworten, lediglich von der wenig kauf­männischen Art, in der Zigaretten-Jndustrle und Staat gemeinsam große Kredite gewährt haben. Die Zigaretten-Industric hat Durch Ueberproduk- tion sich vn großem Umfangt einen Stamm Gelegenheitsgross ist en grvßgezogen der nichts mit dem Grossisten alten Schlage- M hm hat. Von Den großen Schlerrderzentren Berlin, Hamburg und einigen anderen großen Plätzen des Westens haben diese Grossisten ihre Tätigkeit über da- ganz« Reich erstreckt. Ihnen wurden durch die Industrie Sonderzuwendungen in Form von höhen Rabatten gewährt, so daß es nicht möglich war, trotz aller Anstrengungen Des Handels die Schleudtrei auszumerzen. Die entstandenen Insolvenzen haben Der Industrie große Verluste gebracht und so die Steuer­schulden erzeugt, die heute der Handel bezah­len soll.

Kann die Industrie durch eigene Kraft aus Den Schwierigkeiten herauskommen? Da muß man zunächst sagen, daß eS auch heute noch eint größtrt Anzahl solventer Zigaretttn-Industrie- Firmen gib. die allen Ze.tverhältnisien zum Trotz nicht beim Staate überschuldet sind Die In­dustrie muß sich aber auch den bewährten Me­thoden der VorlritgSzeit wieder anzupassen. Da­reiche Deutschland fonfmnierte 1913 14 eine Kon­sum-Zigarette Die 930 Gramm per 1000 Stück wog. Das arme Deutschland fabriziert beute eine Zigarette in dieser Konsum-Preislage. weiche 1250 Gramm per 1000 Stück wiegt Mo liefert heute da- arme Deutschland trotz aller steuerlichen

gegen Die Erde; ein Schwanken zittert über di« Walze des LeibgewölbeS: da steht da- Leittier auf Den Füßen, wiegt feinen Kopf im uralten Elesantenrbdtbmus und windet mit Dem Rüssel.

Der Baron hat sich nieDergeTauert; er leitet unS pantomimisch hinter die Bohlenwand. Da- Durch sind wir au# Wind und Blick; nur noch da- afrilanische Elesantenkind sehen wir. daS sriedllch schnarcht und Dessen große Ohrflüchen den käfer- artig gebuckelten Kopf beschatten.

Ruhe war wieder und Rächt

II.

Vierzehn Tage Davor hab« ich Du- Rächt Der VerzweiNung miterlebt, die Rächt. alS Der ToD die Tiere streifte und wir Menschen machtlos da­bei gestanden sind.

Der Dompteur Schilling war kurz zuvor aus Stellingen gekommen und hatte eine sogenannt« . gemischt« Gruppe" mit gebrach:, wie sie seit 40 Jahren HagenveckS Spezialität ist: Baren aller Farben. Tigerdoggen und Löwen, junge Burschen, die ich im Ma» alS kleine TterbavyS in Der Stellingcr Dresiurschule spielen sah.

Die Gruppe arbeitete etwa 10 Tag« in Ber­lin Da überfiel Den einen Eisbären plötzlich ein böser Krampf Er ging an den Wänden hoch, verbiß fich in* Gitter und starb in der Rocht. In der zweiten Rocht fiel der nächste um. jäb und lautlos; und in der bar auf folgen Den starb das dritte Tier, nachdem es am Abend 14 Liter Milch gierig auf gelogen halt«. Welch ein Fteber- brand must in feinen Eingeweiden gewütet habenk

Und Deute war nun di« vierte Rächt. Ein vierter Eisbär. Der letzte, lag röchelnd im Stroh Wird er kalt fein, wenn der Morgen kommt?

Ich hielt es unter Den Menschen in Dee Kantine nicht mehr aus. ging durch den Heiter- gang nach hinten, zwängte mich am «ifernen Gitterwerk vorbei und staiid im Raubtierstoll.

Auch hvr 6rennt nur ein kleines Rotlicht Mit vorgestreckten Händen tastend fetze ich Fuß vor Fuß. bis sich meine Augen an Die Dunkel­heit gewöhnen und die Käfigwagen Form an­nehmen. Da sehe ich eine men'chliche Gestalt groß und grau vor Dem linken Wagen stehen, höre murmelnde Laute und ab und zu rin leises Klirren von Metall.

Be-astung Der*. Raucher 25 Pro;--! Taeak mehr alS früher. Der Hande« hat hieran itin Inieretze D.r benötigen einer Jahresproduktion jetzt etwa 36 Millionen Kilogramm Tabak. Der 'är-.:- lich e.ngeführt werden muß Davon för. c- 25 V Werten, tr e nr. n- a n 0

garetten n dem früheren G:tr cht lte'.'t Da­ergibt «ner<".ir- I wn rlj- 25 M t. 'nen Mark »

Gs gibt weiter Zigarette,abrtler. die etwa 6 Prv-ent ihres Um atzes für Reklame aus- gebe- Gm Weiterer Teil etwa < 5 rotent Durch Einschränkung Der Reklame können eben­falls Crfl-imiffe erzielt Werder Weiter« Er­sparnisse können auSgerrchnet Werben durch den Fortfall der Sonderangebote und durch eine rorg- fältigere ÄrtDitgobe die Wir auf mind-stenS 10 Millionen 3Bdtf bez.llern.

W'r haben in unteren Ausführungen die Möal chkeit Der Aufbt.ngung Der 70 Mill -'nen durch Die Industrie erbracht. ES kommt hier We­niger Darauf or. ob et fich um einige M.l- lionen mehr oder weniger handelt. a'.S um die Tatfache daß zunächst die Möglichkeit vorhan­den ist. di« Ichuid.ger. Inbustriesteuerberräg« von dieser selbst herauSzuhvlen. Der gesamte Groß» und Kleinhandel erwartet von der. Reichstaas- abgeordneten sowohl als von allen Stellen, die im Wirtschaftsleben etwa» am lagen haben, bah n zu Wirken, daß eine sofortig« Aufhebung dieser Verfügung beantragt und nochmari Gelegenheit gegeben wird, alle e nfchlägigen Stellen, da» ist Ministerium. Industrie und Handel, an einen Tisch zusammen zu bringen.

Krieg$:(EltcrnDeriorgung.

Der ReichsbunD Der Kreas beschädigten. Kriegsteilnehmer und Kriegerhimcrvliebenen. Ve- zirksleitung Oberhessen. teilt uns mit

Der Rel chs t a g hat anfangs April 1927 in Bezug aus Die Elternversorgung fol­gendes beschlossen:

Die ReichSregierung wird ersucht, bei Ge­suchen um Gewährung von Elternrrnt? Die Be­stimmungen Des 9 45 in Hinsicht auf Die Frag« ob Der Gefallene der Ernährer gewesen ist ober geworden wäre, in wo hlwellen der Weite als bisher auslegen zu wollen.

Dieser Entschließung kann um so mehr ent­sprochen werden, als Das ReichsversoegungS- gericht in Anlehnung an Aueiührungsbestim» munq l zu 8 45 nach einer grundsätzlichen Ent­scheidung einen Sohn Dann als Ernährer seiner Eltern ansirht. wenn er sie Dadurch, daß er zu ihrem angemessenen Lebensunterhalt regel mäßig und in erheblichem Maße bei steuert, vor Rot schützt.

In Ergänzung zu AussührungSbestimmung 1 au § 45 soll Daher nach diesem Grundsatz ver­fahren und allgemein Di« Ernährereigenschaft Dann noch als gegeben angesehen werben, wenn Der an Den D. B.-Folgen gestorbene Sohn einen erheblichen Unterhaltsbeitrag. Der sich von Der Hälfte Des gesamten UMerhaltSbeitraaS nicht allzuweit entfernt bei geheuert Hal, oder bei- steuern tourte.

Der für Den Unterhalt erforderliche Gesamt­betrag ist nicht gleich der Sinkom>nensgrenze deS Paragraph 45, sondern mufj unabhängig davon im Einzelfalle nach Lage der gesamten Verhält­nisse beurteilt werden.

Schwebende Rekurse sind in geeigneten Füllen zurückzuziehen, oder die Akten zur Rachprufung von Den Versvraungsgerichten oDei Dem Reichs» verTvrgungsgericht zurückzuerbitten.

Am 3 0. Ium d I. läuft Die Frist a b für Die Stellung eines Antrags auf Um­rechnung bereits bewilligter <31- ternbeihilfen Bekanntlich erhalten Eltern- beibtifeemffänger nicht ohne weiteres Die Er­höhung Der Teuerungszulage von 19 aus 22 Pro­zent mit Wirkung vom 1 April D. 3. ab. sonDern nur Dann, wenn sie die llmr«qynung beantragen. Wer dies erst nach Dem 30. Juni 1927 tut, er­hält Die Erhöhung erst vorn 1 Des Antrags- monats ab Dagegen wird allen Denen Der erhöht- Betrag ab 1. April 1927 gezahlt. Die Diesen An­trag bis zum 30. Juni d j. stellen Wenn Da­gegen Slternbeihilse erst nach Dem 1. April neu iigt toiiD. so hat Das An,t von sich aus Den erhöhten Betrag in Berechnung zu bringen

Jetzt bin ich neben Der Gestalt Es ist Schil­ling. der Alte, der Dompteur mit den grauen Locken; der .Papa", wie er sich seinen Löwen und Däreii gegenüber selber bezeichnet ®r be­merkt mich Nicht und starrt unentwegt hinter di« Sisengitter. wo auf Stroh ein weißer Körper liegt, bewegungslos

Der letzt« seiner Eisbären!

Ich lege meine Hand auf Schilling- Schulter Dann warten wir. stumm, und plötzlich tönt um uns ein abgrundtiefe- Seufzen, urweltlich schwer, wie wenn ein Gigant erstickte

Mich schaudert Ist da» di« Rächt, die so tönt? Ist es der Tot»?

Der Eisbär konnte es nicht fein, das war mir klar DaS Tönen kam von hinten, aus der Rächt, und verging.

Dann nahm Schilling eine Etlenstange schob sie durchs Gitter und berührte Den Eisbären Ganz Aar:, so wie ein« Frou ihr Kind mit Fingerspitzen befühlt. Erwartungsvoll blicken wir auf den Körper im weißen Fell Gr rührt sich nicht. Wieder tastet die Elsenftang« und jetzt schimmert ein trübes Aua«, fltberbaft verglast

.Gottlob, er lebt noch . murmelte der Domp­teur. .Wenn Der vierte auch noch stirbt, tue ich mit was anT

Und in diese Dort Die unheimlich n der Lust stehen bleiben, dröhnt wieder auS her schwarzen Rächt um uns das Schaufen. das abgrundschwere ES wieherhoit sich gleich darauf, so daß ich von unhctmlidxnt Gr.- wortlos Wegaehe. ins Hell« und zu den Menschen

DaS Dröhnen in der Rocht kam vom See» Elefanten, der int Waller schläft und in unter­schiedlichen Paulen otembolenb noch oben kommt

Der vierte Eisbär aber lebt. Er hält sich noch ein wenig schwach auf seinen Beinen und bekommt Krankenkost .Fieischbrühe. jede Stunde zwei rohe Gier und etwas Kognak.

Schilling, der graugeivckte Hamburger, »st nach innen hinein glüälich Viertel stundenlang stehl er vor dem Wagen seiner vier Löwen, ruft btt .IungenS" mit seltsamen Knurrlauten, bis sie sich schmeichelnd gegen«r.kg über den Haufen schmeißen, und ertulbtt es mit Augen, dte vor Glücksgefühl feucht find. Daß Voöni der abelli-

Obertzesien.

Landkreto fricßai

Aus Der Rabenau. 23. Jun D « Heuernte st i--<r än vollem Gang* Die Cval.: ift recht gut Der >m voriger Job« ftarl oufg.-r irne G ldroft am De zen »ann üu n n dr-: 3d*?« Wieher beobachtet Werten. «Doch tritt et nicht i» gefährl chem Umfange auf. 2iui Recketn mit Klervorfru^t oeröunden mit starker PhosphrtsäureDür.guag .st ;ut Zeit nur r -:vk geringer Ro' e,l »«»teilen währenb ter Vefa.» bet Kartv'set und D-ckwur» als Vor­ruch: Deutitchet beroomitt. D t Stand de» Roggen» »st fehr gut. er Dürfte allerdings -ller.iln.lben etwas dünnet f'^hen. Haler und Gerste oerlprechen ebenlall» gut "m* w.nien. GS -st mit einer gntrn Mittelernte zn rechnen

" tlriinbcrfl. 21. Jom flnf dem beuir d«er abgtboltenrn Ferkeimartt waren II* Ferkel und tautet oufgetrirbm. ®-, de, Den vorherc den den. fo war auch bei dem heutigen Mort» em gro ße» Uederanqedot zu verzeichnen. Ioiolgt der in vollem Wange befindlichen H« ernte unb Dem ^rbien der ländlichen Kaufet kam diefer Urttrft.mb an Ferteln noch deutlicher zum Ausdruck. Ce murten de zahl l für 6 bi» b Woehen alte Ferkel 15 Mart, für R bi» 10 Woetzen alle 2»> Mark für 10 bi» 12 Soeben alte 25 Mark und für Läufer etwa 3D Sif. Der mit dem Atrfrtmarfl verbünd, n, strömer markt stand unter Dem seiden Zeichen Dar Ge­schäft war schleppend.

4 G 0 n g (B ö n. 25. Juni, flm nochften eonn- rog. dem 26. Jun», hält Ml's»on»inspektor Pfarrer Held <®ir»baDen), der durch seine EvanaetiiaNon»- oortrüge bekannt geworden ist. in Üang-wan» einen M I s s» o n »s o n n l o g Raw . iltag» spricht er über die Mohammedaner,m>s,on. Die Sudanpivniennisßon ist Die emsige Modammevaner,mfsion In DeutsMlanD und bat durch ihre Zulassung im cubon und die (fröffnung eine» neuen Mission»gediele» in Kubien «roße und schwe« Äufgabrn. »gie alle Mission»- aeiellschasien. hat sie die totfräftige Hilfe der ftei* mal heute nötiger Denn je.

Mrcie tvricDbcrfl

LPD. Vab-No u heim. 23. Juni In der Äerkzeugfabtrk Etnl am ktzuierbohnhof gehet rin Lehrling au» Nieder- Wöllstadt In eine Iranern, ff Ion. Dem Bedauernswerten wurde der linke Arm glatt abgeschlagen, rmer wurden ihm die stirider oom Leib« geritten

Mrei# Büdingen

Hu» dem N , ddaio1, 2X Jun, Jetzt be­ginnt allmählich hier Die Heuernte, 14 lagt später al» in früheren Iohrcn. weil die Landivitte seither noch fiele mit Kartoffeln« und Dickwurztzocktn zu tun hat­ten. und auch da» Wettpr Aur Heuernte nicht günstig war. Obgleich Der Ertrag Der feuchten Miefen gegen do» vorige Jahr geringer ist und nur die Berg- wiesen eine volle Ernte bringen, find bie Preise für fteugra» bri den bi» letzt obgehaltenen «ra»verii»,- gerungen Der GememDen. der Forstärnler und an- derer Wiesenbesitzer gegen friiher Aurückgegangen. weil der Absatz für Heu Im letzten Jahr« im allo« meinen gedrückt war. Grund hierfür ist dte Zu­nahme bet Vast- und Personenauto», deren Ve'itzer früher alle Pferdefuhrwerke hatten und regel,.uißtge Abnehmer für Heu waren. Fenier fehlen die Pro« piantomter, die für die Äilitarpferbe große Heuvti" fäufe machten. Dtesetben Grunde find auch dte llr fache de» Rückgang» her Pferdezucht «ufs...tend ist noch in diesem Iahte her Ueberftanb an tungen Zuchtbullen. Auf allen größeren ÜÄörhen Ober« heften» sind mehr als 50 Stuck zum verkauf ange­trieben, aber nur ganz wenige al» Zuchttiere ver­kauft worben.

Kreitz Echokten.

6 dj otten, 23. Juni Die in nächster Wo» flattfinbenbe Sitzung Dee ft rel» tag» wirb siv u. a. mit her Feng« der Erhebung einer Blersteuer beschäftigen. Auch bie Errichtung einer Abbeckerei für brn Kreiv. übet bie bereu» seit Jahren verhandelt wirb, ist nochmal» fitegen- sianb ber Beratung E» ist beabsichtigt. Vsttm Be­willigung eine» Darlehen» einen Ptiootuntermdmer für ben Ausbau diese» Projektes au interessiee.n

(B e b e r n . 23. Juni. Trotz be» b,»hcr nicht besonber» günstigen Wanberwetier» macht sich im Bogel »berg ein zunehmenber «fremden- verkehr bemerkbar, der sich in erster Linte den Hauptorien de» Gebirgee- zuwendet. Einen beson­deren Anziehungspunkt bildet bas Jugendheim auf

nifche Wilvnislöwe. ihm mit rauher Zunge übers Antlitz fährt.

Das Problem der TransozeanstÜge.

Dieläglufce Rundschau" hat einen ber beiten- tenöften Fachleute auf Dem Gebiet« de» Siu®« wesens. Direktor Sachsen berg von den ?un­ket» werken über da» 'Problem der T, inSogean- slüge besragt Der die Flüge der beiden Amerikaner al» sportliche Leistungen ersten Ran­ge» bezeichnete. D,e von den beiden Amerikanern verwendeten Motoren hoben die an die Leistungs­fähigkeit geknüpften Grwortungen voll gerechtfer­tigt DaS bedeutet aber keineswegs, baß Der Stand des FiugmvtorenwesenS in hrr Dell heute schon soweit geDieben ist. daß Wir tm Anschluß an diese Erfolae an einen regelmäßigen Verkehr über den Ozean denken könnrn Um dieses Ziel zu erreichen, ift noch sehr viel Arbeit vor altem In Der Motoren« ntWick­ln n g nolwenDtfl

Ter Grund Dafür, baß die Ueberguetung Des Ozeans xuerfl von Amerikanern ausgeführt ift. liegt wohl in rrftee Vinte in den metereelogt- Ichen Ihrrbaltn Hen Ader auch die inlllche Ber- längtnmg des FlugeS. verdunden mit r,ner Wei­teren Bean'vr-trung des MotorS. mit der bei einem Fiug . on Deutfchland nach Amerika gerech­net werden must, bedeutet naturgemäß eine Ver­größerung des Rzsiko». Trotzdem ist keine Ver­anlagung anzunehmen. Daß für deut Ich« Flieget Mit deutschen Motoren und deuts^n weniger Edancen »orhanden Wären, artr für die erfolgreichen Amerikaner Dir haben in Deuttchlaich bereits Die Flugzeuge, sowie iuch bie Motor« für striche Flüge Für den regel mäßigen Luslvertehr über ben Ozean bellen Aussichten für bie riutunft DurchonS günstig zu be- beurteilen sind, ist notütksttz der Bau anderer Mafchinen als bet. Die heute für die Flüge verwenbet werden, zu fordern. Die lange es bauern wtrt. bis bretes wirtschaftlich oufteterten?- lich aussichtsreiche Projekt technisch nnd betriebs­technisch verwirft icht werten kann, lädt fich beute noch nicht überleben Gtnige Jahr» Dürften Mich darüber vergehen