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der C&tiÜMX der ein vvn der hergeMlrd und irlolifum, M tjt wird, und ge­il BeiäubungSmit- nd hinsichtlich der 'deutende Vorzüge x Aarloliseurt bei

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Aus der Provinzialhauptstadt.

Diehen, den 24. März 1927.

Geistliche Musikausführung des Giehener Lyceums.

Da» Lyzeum und die eiubitnanfiah Gießen per- anft alten am 1. April in der Stadt tirche unter Lei­tung ihres Gesanglehrer-., eine geistlicheJWufitaiif- führung. deren Reinertrag zu wohltaligen Zwecken beftimmt ist. Als soliftijch Mitwirkende sind Sünftlrr und Kunstfreunde unserer Stadt gewonnen. Det in- stru mentale Teil wird von dem Streicherchor der ReichswehrtapeUe und der Orgel ausgesuhn.

Der erste Teil, der die seelische Einstellung für das Hauptwerk des zweiten Teils oorbereilen toll, beginn' mit der Trauer-Symphonie non Pietro VreateUi. Sie ist ihrer Entsiehlmgsursache. Anlage unb Ausführung nach da» Produkt einer liejinner- <X't, einem jäzmcrsiichen Erlebnis entflammenden .imnwng. In erhabenen, oon häufigen Distonan- i durchlebten Akkorden ergießt sich über einem

f <<tial»|d>toer pochenden Motiv der Zkomrabäsic eine ' . d den Gedanken oom leiden vollen Sterben

rlurpert. Da» nachfolgendeModerato' nach A n itarkgekurzten Schema einer Doppelfuge auige-

wie?» in Symphomen alten Stil» häufig an«

> fen ist - besteht aus zwei Themen Das eine ' » dem schmerzvoll sich aufbäumenben, übermäßi- <ien Ouorlenlff rji unb de. unruhooU auf- unb ab- '.'ruraendeu Motivglieder.i ist ein Bild innerer Zer- rrsfenheit; das GcgLNIHema mit den ruhigen, stufen mäßigen Tonfortschreitungen redet oon nrieben, der auf allen Kampf kommen muß. Das ernste Grave ist wieder ein Klagesang, der ichließlich hi ein oon wiedererlangtem inneren Frieden redendes , Ronpreslo" auemünbet. Mit dieser Komposition reiht sich Loealelli ein Zeitgenosse Bach» den besten Tonsetzern seiner Zeit an. Seine Kunst zeugt ebensosehr von scharfer, musikalischer Logik, wie von Tiefe des Gesichts.

Die zweite Nummer des Programms ist das Largo" aus Sebastian Bachs D Moll-stonzert für zwei Coloviolinen mit Streichorchester und Orgel. Die tiefe und wahre Religiosität des erhabensten aller Tonsetzer kommt, wie in vielen seiner welt­lichen 3nftnancntalroerfc, auch in diesem zum Durchbruch.Alle» zur Ehre Gottes!" Ist das rast­lose Sneinanberffrömen und Ineinanderleben nicht wie ein Gebetsringen zweier Menschen, in das das Urwescn aller Harmonie oom begleitenden Or­chester symbolisiert seine versöhnende, befriedende Stimme ertönen läßt? Man suhlt es, diese Musik entströmt einem frommen, an Gott gebundenen, zu ihm hinausschauenden, sein Wünschen. Drängen und Sehnen ihm allein erschließenden Gemüte.

Die dritte Nummer bringt das oon einem Solo- Quartett gesungene, von ätreichquintetl begleitete ..Ave verum corpus" (Sei gegrüßt, wahrer Leib") Mozarts: eine Perle kirchlicher Tonkunst, der an Schönheit vielleicht nur noch dasHostiao" aus sei­nem Requiem gleichkommen mag. Mit diesem Vo­kalwerk stehl Mozart auf dem echt-klassischen Boden altcT Kirchenmusik. Kein geringer Borzug ist seine Kürze. Eine Komposition, die durch ihre geheimnis- vollen, ätherischen Klänge wie ein Gruß ans Jen­seits zu uns perübertönt, verträgt keine Weitschwei­figkeit. So ist denn dies Werk so recht geeignet, al» Vorbereitung und Ueberleitung zum zweiten Teil her geistlichen Mustkmtssührung. in dem der 200 nngerinnen starke Chor Carl Hirsch»Passion»- Kantate für vierstimmigen Lhor, Soli, Streich­orchester und Orgel zum Vortrag bringt.

In einer Reihe klangreicher, stimmungsvoller, von Wärme unb Energie burdjbrungenen Tonge­mälde gibt ber Komponist dem Leiden und Sterben Christi eine gleicherweise ergreifende wie erhebende musikalische Eink.eidung. Das Derk, noch Worten der heiligen Schift und mit Derwendung alter 5tir- chengesänge komponiert, besteht au» 5 Teilen: Ein­leitung. In Gethsemane. Dor Gericht, Geiße- limg, Dornenkrönung. Der Kreuzweg. Am Kreuz.

Daß fremde Einflüsse in der Komposition nachzu- rocifen sind, ist eine Tatsache, die weder wegzu- leugnen noch vielleicht ^u bedauern ist. Eine ganz besonders zu lobende Eigenschast Ist ihr klanglicher Wohllaut: Im Melodischen einfach, innig-religiös, im Harmonischen natürlich-ungesucht und doch vielfach ciacnartig. Hie und da benutzt der Tonsetzer melo­dische Wendungen und Akkord-Derbindungen, die in einem kirchenmusikalischen Werk fremdartig an­muten können. Jedenfalls üben sie eine höchstinter­essierende Wirkung aus und stehen da, wo sie stehen, am richtigen Platze. So begegnen wir z. B. häufig dem auch von Richard M^ner im Tristan-Vor­spiel al» Tonfymbol des Unheil» und Schmerzes wiederholt angewandten übermäßigen Dreiklang und Dominant-Nonenakkord. In der charakteristi­schen Harmonisierung, wie auch in der Instrumen­tierung und figurativen Gestaltung sieht ber Kom­ponist wirksame Mittel, um die Stimmung des Hörers zu wandeln und die gegebene Situation zu verinnerlichen und zu verliefen. Manchmal bezw-ckt er da» schon durch ein kurzes melodisches Motiv, z. B. da, wo der geschmeidig-heuchlerische Judas sich mit seinem:Gegrüßt leist du Rabbi* an den Herrn heranschlängelt. Eine wirkungsvolle kontra- pun! fisch» 'Jh*dt ist der Kanon in der Dberguinte, wo bk beiden glichen Zeugen sich gegenseitig ins Wort fallen unb chk innere Unwohryastigkeit ihrer "äusfege. durch Snnkopen und schwankenden Be- pleitfiguri-n Der Streicher gekennzeichnet wird. Seht Bnrblld ist wohl die Parallelstelle in Dachs Matdäus-Paspon gewesen.

Tiefernste Stimmung voll frommer Glaubens­stärke durchzieht die Komposition von Anfang bis

zu Ende. Bon ergreifender Wirkung sind die ein­gelegten geistlichen Lieder unb Choräle in ihrer eigenartigen Bearbeitung, lieber ihnen unb Den Choren ruht ein gewißer Zauber schöpferischer Raivltöt. ber sie für Ausführungen durch leiftung» fähige Schulchöre io recht geeignet macht

Alle» in allem Musik. Die ihren Zweck erfüllt das Herz des Hörers erbebt und erbaut

L (Beller.

Der nasse Tod.

Dou bei Deutschen Lebenr-Rettungs-Geselltchait wird uns geschrieben:

Der nasse Tod, natürlich wieder so em Schlag­wort. mit denen heute so gerne reaiert wird * 5*X>i Menschen sollen jährlich in Deutschland ertrinken, eine der üblichen großen Uebertreibungen? co wer­den manche lagen, leider haben diese Leute mcht recht. Das sind leine Uebertr-ibungen. sondern äußerst vorsichtige Schatzungen. Wenn man die Statistiken aller Länder durchsieht. ganz gleich ob alte oder neue, so findet man. daß der 4ob durch Ertrinken von allen zufälligen Todes- arten, d. I. Verletzungen, Ur.glück»fälle. Vergütungen ulro.. weitaus am häufigsten oorkommt In Deutsch-

land ertranken tn den Ähren:

1921

1922

1923

Baden

158

142

162

Württemberg

156

134

161

Preußen (ohne Berlin)

2 97a

2 385

3 101

Berlin all-ün

386

317

342

Das sind amtlich feftgestellte Zahlen: Zahlen be­weisen.

Dielen furchtbaren Zahlen fleht eine von Jahr zu 3abr wachsende Ziffer von erfolgreichen Rettun­gen gegenüber, dank dem tathäftiaen Eingreifen der Lebens-Rettungs Gescllichaften. Diese Lebens-Ret- tungs-Gesellschasteu finden mir beute In saft allen Kulturstaaten.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft hat den Kampf mit dem nasien Tob recht erfolgreich ausgenommen. Roch ift aber nur ein Anfang ge­rne rt)t, es ertrinken immer noch Tausende, während es nur Hunderte sind, die im letzten Augenblick dem nasien Tod entrissen werden. Die DLRG. fordert:

1. Jeder Deutsche muß schwimmen f_ö n n t n. Wir sind auf dem besten Wege, diese ixorberunp in die Tat umzusetzen. Der pllichimäßche Schulschwimmunterrich» Hilst un» in der Durchsüh rung dieser Forderung.

2. Baut Bäder! Schafft Uebungsstätten, da­mit unsere Jugend das Schwimmen erlernen kann. Jeder Bub und jedes Mädel, die ichwimmen lernen, Helsen die Zahl der Ertrunkenen herabsetzen. Da» Badebedürfnis der 'Allgemeinheit ist vorhanden. Man braucht im Sommer nur einmal die Statistiken der Hallenbäder anzusehen, sie zeigen das Badede- durfnis der Allgemeinheit besser als große Schreibe- rcicn. Jedes neue Bad hilft ims in der Bekämp­fung des nasiett Todes, wenn genügend Bäder vor­handen sind, hört das wilde Baden, bei dem die meisten Unglückssälle Vorkommen, von ganz allein auf.

3. Unter st ützt die Schwimm-Ret­tung s - W a ch d i e n st e der DLRG. An den Stel­len, die durch wildes Baden am meisten gefährdet sind, werden solche eingerichtet. Hunderte von erfolg­reichen Rettungen kommen auf ihr Konto.

4. Jeder Schwimmer ein Retter. Dir müssen so weit kommen, daß keine Freischwimmprü- funaen mehr abgelegt werden, sondern Rettungs- Prüfungen. Die Deutsche Lebeno-Rettungs-GeseU- schäft hat solche ausgearbeitet, unb an allen Stellen des Reiches gibt es Lehrer der DLRG., die auf diese Prüfungen vorbereiten unb sie abnehmen.

5. E» darf nur geprüfte Bademeister geben. Diese Forderung scheint eigentlich selbstver- ständlich. Leider ift bas durchaus nicht immer der Fall. Es gibt zahlreiche Fälle, wo bei Unglücksfällen der Bademeister hilflos dabei stand, weil er nicht einmal schwimmen (!) konnte.

6. Wir fordern weite st gehen de Unter* stützung der Allgemeinheit, des Reiches unb ber Länber. Es ist Pflicht eines feben. unsere Bestrebungen in jeder Hinsicht zu fördern. Schwim­mer. lernt retten' An jeden kann einmal die Mög­lichkeit herantreten, bei UnglütMäUen tatkräftig mit- helfen zu müssen. Zuschauer gibt es hierbei immer genug, Helfer leider meist sehr vereinzelt. Riefen- fummen werden jährlich zur Berhüttmg von Un­fällen atisgeworfen, Riesensummen zur Vermeidung van Verkehrsunsällen bereitgestellt. Der zehnte Teil davon wurde un» in unserem 2tzerk ganz wesentlich helfen, mit dieser Summe konnten mir den nassen Tob saft ooUftänbig au» dem Lande jagen.

Jeder Deutsche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter, Das ist die Losung, unter ber wir tatkräftig unb freudig Welter­arbeiten wollen.

(tfieftener röochcrrmarktprcisc.

ES kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Dutter 130 bis 170 Pfennig. Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140. Wirsing 20. Weißkraut 10 biS 13. Rotkraut 15 bis 25. gelbe Rüden 15, rote Rüben 10. Spinat 25 bis 40. ^nter-Kohlrabi 8 bis 10. Grünkohl 20 bis 25. Rolenkohl 35 bis 45, Feldsalat 120 bis 150, Tomaten 70. Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 35 bis SO. Schwarzwurzeln 30 bis 50. Kartoffeln 7, Aepfel 25 bis 50, Birnen 15 biS 25. Honig 50. junge Hahnen 100 bis 120 Suppenhühner 100 bis 120. Aüsfe 70; das Stück Sier 10 bis 11. ^Blumenkohl 30 bis 100. Salat 20 bts 30. En­divien 80 biS 100. Lauch 5 bis 15. Sellerie 20 t bis 50. Radieschen (Dd.> 20 Pfennig.

Bornott.cn.

T a g e » r a l e n b e r für Donner »tag. L-f. B. (Ulfe Herren): A) Uhr. ILCk Versamm­lung. Gießener Lesehalle P<rem. 6i Uhr. Unia- Bibliothek. Mitgliedern er'ammlung. Raturbeil­verein: s Uhr. notcl Schütz, Vortrag. Lichüpiel- bau». Bahn ho'N raße. ..Unsere Emden'. Lftorio- Lichtspiele: MIie Gejpenstersarm'.

Aus dem Stadttheaterbureau wird unS gefchrreben. Aochmals fei ausdrücklich auf das einmalige Gastiptek der Kammer- tanz bühne Laban am kommenden ScrmS ag hinge®icfen. Die hochinteressante Veranstaltung verdient um Io mehr allgemeine* Interesse, als alle Besprechungen, die von auswärts. *. B. aus Berlin. Dresden. ZrankluN. Magdeburg. Stettin, Nürnberg il a. O vorliegen, den autzerorbeni- itchen Eindruck der Labanichen Dorführungen fest- hellen. Im Rahmen einer Tanzballade in vier Aufzügen, betitelt .Der Aarrenspiege?' wird Rudolph Ladan am SamStag in einer Zusammenfassung alles vorführen, was er durch seine Kunst zu erreichen und zu vermitteln vermag.

Konzert in der Zohanneskirche Man schreibt uns: 3n dem morgen abend in der Johanneskirche ftattfinbenben Konzen des Leipziger Soloquartetts für Kirchengefang i siehe Anzeige im heutigen Dlatti werden Frl. Ger­trud Kubel «Sopran«. Krau Elisabeth J aut- Rö11ig lAlt«. Herr Dr. Kurt Taut (Xenor) und Herr Karl Tränkner fDaß> Mitwirken.

- 3m Zeichensaal der Pestalozzischule findet Samstag. 26. März, nachmittags 3 bvi 5 Uhr und Sonntag, 27. März, von 11 bis 5 Uhr eine Ausstellung von Schülerzeichnun gen statt, wo^u die Leitungen der Goethe- und der Pestalozzischule alle Schulfreunde einladen. -Siehe heutige Anzeige.)

*e Sitzung des Provin zi a laus- schusses. Am Samstag, dem 26. Mär; 1927. vormittags 8! ° Uhr, findet im Sitzungssaal des Aegierungsgcbäudis zu Gießen. - Landgraf- Phtlipp-Platz 3. eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschufles der Provinz Oberhcssen statt mit folgender Tagesordnung: 1. 'Beschwerde der Maria Meier in Dießen gegen den Be­scheid des KreisamtS Dießen vom 29. November 1926 wegen Versagung der Erlaubnis zum Klein­handel mit unedlen Metallen. 8' 2 Uhr. 2. Klage des Isidor Mayer zu Gambach gegen das Kreisamt Friedberg auf Aushebung deS Be­scheid- vom 28. Januar 1927 wegen Versagung des Wandergewerbescheins. 8l , Uhr. 3. Klage des Karl Krombach in Dießen gegen daS Kreisamt Dießen auf Aushebung des Bescheids vom 7. Februar 1927 wegen Versagung des Wandergewerbescheins. 8' . Uhr. 4 Cnischä- bigung für ein bem Otto Hofmann in Stum­pertenrod an ansteckender Deh.rn-Vückenmarl- entzundung gefallene- Pferh: hier. Berufung des Ministers deS Clnncrn gegen daS Urteil deS Krei-ausschusie- des Kreifes Schott.'n rom 9. Ao- üember 1926. 8 /* Uhr. 5. Berufung bet Ge­meinde Dauernheim gegen das Urteil des Kreisausfchustes des Kreise- Büdingen vom 6. Aovember 1926 in Sachen. Voranschlag der Gemeinde Dauernheim für 1926 Aj.; hier: seine Beanstandung durch den Kreisdirektor. 9 Uhr.

Sonntagsarbeit. Das Hessische Po­lizeiamt teilt mit: Auf Grund deS § 105 b Abs. 2 der Re.chsgeweroeordnung wird hiermit für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes ber Eelverbebetrieb in offenen Berkaufsstelle'n. die Beschäftigung von Gehilfen. Lehrlingen und Ar­beitern am Sonntag, dem 27. März 1927, und Sonntag, den 3. April 1927, in der Zett von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittag- ge­stattet.

Eintaufömöglichk eiten an den Sonntagen vor Ostern. Der Dcretn der Einzelhändler zu Gießen teilt mit. daß die hie­sigen Geschäfte auch an den kommenden Sonn­tagen, 27. März und 3 April, für den Ver­laut offengehalten werden dürfen. Hierdurch wird insbesondere der Landkundschast. die an Den Werktagen nicht abkömmlich ift, eine sicher­lich willkommene Gelegenheit geboten, ihre (8in- käuse vor Ostern an den Sonntagen zu erledigen, lSiehe heutige Anzeige.)

' Da» amtliche Zer nsprechbuch für den Oberpo st direktion- bezirk Darmstadt wird demnächst neu aufgelegt. Die Vorarbeiten hierzu werden am 10. April abge­schlossen. Bis dahin sind Aenderungen der (Ein­tragungen bei der zuständigen Femsprech-Ver- mittelungsstelle anzumelden. Hinsichtlich der ge­bührenpflichtigen Eintragungen sind Erkundigun­gen beim Amt einzuholen.

D i e MatthäuS-Gemeinde veran­staltet am kommenden Sonntag in der Stadt­kirche eine kirchenmusilalische Feierstunde, wobei außer dem Bauerschen Kammermusikguartett die Damen 3ba Stammler (Alt) und Hedwig Sunderlich, Darmstadt (Mezzosopran), sowie Stadtorganist Lehrer H. Simon (Orgel) Mit­wirken. ((Räbere» In der heutigen Anzeige.)

E i n Motorradunfall. Gestern abend gegen 7 Uhr wurde im benachbarten Steinbach die fünfjährige Anni R e u s ch l i n g beim lieber- schreiten ber Hauptstraße von einem Motor­radfahrer erfaßt und schwer verletzt. Da» Kind wurde auf Anordnung eines Licher Arztes, der die erste Hilfe leistete, durch die Freiw. Sanitätskolonne der hiesigen Lhirurgischen Klinik zugesührt, wo es mit bedenklichen Kopfverletzungen bewußtlos bamieberlicgt. Die Röntgenuntersuchung wird noch nähere Luifchlüsie über die Schwere der

verieNungen ergeben müssen, doch muß bet Zustand de» Kinde» portäufta ab ernst bezeichnet werden Der Motorradfahrer kam mit leichteren Verletzungen davon: da» Rad wurde beschädigt.

Deutscher Oft b u n b. Ortsgruppe Dießem Man berichtet uns Am Sonntag ver­anstaltete die Ortsgruppe Dießen des .Deut­schen Ostbunde-- eine Jeter -um Gedächtnis an die vor sechs Zabren erfolgte Abstimmung in Oberschiestetu 8» war dem Vorstand gelungen, durch Gntgegenkommen der Handelskammer Op­peln. mehreren Buchbandlungen, der On^gruppe Zranklun a. M.. sowie unter Mitwirkung eigener Mitglieder zahlreiches Material von SUbem, Zeitschriften. Büchern und Karten zusammenzu­bringen. das einen ausgezeichneten Ueberblid übet die kulturelle Arbeit im Olten und die ver­hängnisvollen Auswirkungen des Versailler Stie­ben# ergab. Der Ausstellung wurde dem­gemäß auch das größte 3ntereff< feiten- der Mitglieder des OstbundeS und zahlreicher Gast: au- Gießen und Umgebung ent gegengeb rächt Abendsanb eine Festsitzung im großen Saal des DereinSlokals .Hindenburg" statt, die sehr gut besucht war. Der Voriitzeiide. Prof. Di Specht, begrüßte die Aednerin ba* Abends. Srau Stadtverordnete Maria Lowack au- Glei- wiy. sowie die anderen Gäste, unter denen man den Provinzialdirektvr für Oberhesfen. die Vor- hnenben bei Vereins für ba» D<u!schtum ün Ausland und des Vereins der Kolonialdeutschei'. ter. Leiter ber Ortsgruppe Frankfurt a. TL, Mit­glieder ber Ortsgruppe Wetzlar, sowie viele Gie­ßener Bürger bemerite. In kurzen Worten ent­warf er ein Bild von den Ausgaben des über­parteilich eingestellten Oftbundes. zu denen es vor allem auch gehöre, ausllärend und belehrend zu wirken. 3n diesem Sinne sei auch diese Ver­anstaltung mit unternommen worden Die Haupt­rednerin des Abends, Frau Lowack, berichtete dann ht tiesschürsenden Ausführungen über die heutige Lage im Osten Kampf

der dort gegen polnische Anmaßung und Wühl­arbeit geführt werden müsse, über die Rot und das Glend der in den abgetretenen Gebieten lebenden Deutschen, sowie über daS schwere Schick­sal der Verdrängten. Besonders hob sie in über­zeugender Weise die Bedeutung des Ostens für unser ganzes deutsches Vaterland hervor Durch ihre packeiide Vortragsweise rih sie die Zuhörer mit, und begeisterter Beifall dankte der Rednerin für Ihre ergreifenden Schilderungen, die in dem Aufruf ausklangen, über alle Parteien hinweg einmütig zufammenzustehen. um auf bem Wege deS Aechts und ber Selbstbestimmung Verlorene» wie der zu gewinn en. Worte deS Dankes durch bei' Borsitzenden und baj Deutschlandlied beschlosst den offiziellen Teil deS Abends, an den sich ein gemütliche- Beisammensein anschloß, bei dem die Damen Frau Dr. W o l s und Fräulein San­der, sowie daS Shepaar bauten berg durch voriresslich vorgetragene Lieder und Deklamatio­nen sich bat Dank ber Festteilnehmer erwerben konnten. Grs! spät trennte man sich mit beirr Ge- iühl, daß dieser ostdeutsche Abend ein Höhepuntt in den bisherigen Veranstaltungen der Orts­gruppe Gießen deSDeutschen OstbundeS" ge- wesen sei.

Auftrieb auf bem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: Kühe 5, flälber 322. Schafe 176, Schaflämmer 33, Schweine 366

Vüchertisch.

- Sergiu- Bulgakow: Die Tra­gödie der Philosophie. 327 Seiten 8°. Otto Aeichl. Verlag. Darmstadt 1927. Dte dreigliedrige Darstellung behandelt Im ersten Ab­schnitt die .Typen philosophischer Konstruktio­nen". im zweiten Haiiptlell die .Philosophie ber Drcie-.n'gkeit" unb gibt im Schlußkapitel drei Ge­kurte über Epezialprobleme bei Kant, Hegel und 8'chte. 7

-ius dcm Amtsverkündigungsblatt.

' Das Am t Sve r kün digun g s bla 11 Ur. 21 vom 22. März enthält: Schutz der In- heidener Wasserguellen. - Aufwertung von Sparguthaben. Maß- und Gewichtspolizei und die Durchführung ber Vacheichung. Ausfüh­rung des Urkundenstempelgesetze- Ausführung des VeichLviehseuchengefetzeS Maul- und Klauenseuche in Cid). -- Aeifekosten und Tage­gelder. FortblldmigSschulpfsicht der auS Bay­ern kommenden Jugendlichen.

Lprcekstuttdctt der Ncdaktton.

12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen

Jur unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne beigefügtes Hürfporlo wird keine Gewähr übernommen.

'M n e i g c n a a f I r ä g c sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

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Gießen, den 23. Marz 1927.

Die Beerdigung tindet Freitag, den 25. März 1927. nachmittags 3 Uhr. von der Kapelle des Neuen i, statt

Friedhofs au»,

Heute morgen ' ,7 Uhr verschied sanft nach schwerem Leiden unsere liebe gute Mutter

Frau Kath. Kaiser

im fast vollendeten 70. Lebensjahre.

Im stille Teilnahme bitten

die trauernden Hinterbliebenen.

Am 22. März 1927, vonnittags 3*, Uhr, entschlief sanft in­folge einer schweren Operation im Krankenhaus zu Wiesbaden mein lieber, guter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden guter Sohn, Bruder, Sch

Kinder, unser

wager und Onkel

Georg Häuser

Oberbahn meister in St. Goarshausen

im Alter von 38 Jahren

In tiefer Trauer:

Christine Hauser geb. Sommer und Kinder

r .mihe Job. Häuser XII. und alle Angehörigen.

St.Ooarshausen, watzen borr-Stemberg. Lang-Göns, Oroßen-unden, den 24. März 1927.

Die Beerdigung findet Frei in Watzenborn-Steinberg

□en 23. Marz, nachmittags 2*« Uhr rauerhause, Obergasse 42,

aus statt.

vom

mich..

dato ich. 'mich jety r»*cM meAx.