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Freitag, 25. Dezember 192Z

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)

Nr. 500 Drittes Blatt

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Weihnachisgruß an Hessens Zugend

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t|f flroh. aber oesähnlichsten ist Eit lieft es.

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$um Schwur.

Formsachen roei kann (Bombt

es still geworden war. mächtiger Stimme: ^Heinrich ...---

Vorbild teinl" Neuer tosender Beifall. Die, Jungen standen auf den Tischen und hoben die fiände wie

Hilde steht ratlos vor dem Bahnhof. Wo ioll sie Ckora suchen? Die Stadt ist grast, «der wird er nicht dort sein, wo es am aefayrNchsten ist? Da hängt ein Plakat des Festes. Sie lieft es.

Eine junge Frau fragt im Großen Feftsaol an der Jäflcrst.aße nach einem Mann in einem alten Soldatenrock mit einer weißen Binde um den stopf.

unserer Zeit zu h:il:n. D.mn bi; Zeit ist krank, weil ihre Mensch.m krank sind, und brr Znt s HU bie Seele, tp.il si- in so erschreckenbem Maste

Der gefährdete Handel mit.Ztalien.

iiusaefubrt zu werden.

3m meisten Abbruch tut die italienische Re­gierung den Teiimmunren bc» 5S<inbe**tKrtraqe8 sastoch durch da» Haupt'«setz der Wtrtschasts- if)ld*t da» allen irgendwie vom Staate ab-

stunst mehr. Geschäfte zu machen.'

,Lch muh in den Saal'. O-mmetie Georg

6ie dürfen nidx mehr in den Saal! Gold­ina nn hielt ihn yirütf.

^sth muß die Wahrheit 'agrn!" schrie Georg, stieß den Herren Mann ; ir-rf. öffnete die Tür und irjrvc >.nd) den schmal.n zur Bührc Zehn Schritte hinter ihm drein kam Goldmann, ängstlich und vor sichtig.

Ms Georg auf die Bühne trat, hörte er Bei- fall unb lauten Jubel. Nicht we.t von der Nampe

er öHnet die Tür.

Georg steht in der Mitte des Zimmers, aufrecht wie eine Statue.

..verzeih!" ruft sie und läuft auf ihn yj. ..fiter hast du den Beute! es ist wieder alles darin, jedes Fetzchen ... Berze.h"

Er nnnnt den Seberbeuiel und leuchtet auf. Er hält ihn fest und lächelt. So steht er da und rührt sich mchr.

wenn wir fetter marft-

hereingekommen ist. und daß er dem Dehn die Hand gegeben hat und daß sie miteinander hinaus» gegangen find."

..Das ist ganz richtig", sagte Goldmann er­leichtert.

..Und die schwarze stöpsel?" flüsterte Georg.

nicht berührt und nicht verlestt.

Sie deutsche Regierung hat nun bo» Schiedsverfahren borge chlag« n. SS ist zu hoffen - die italienische Ant vort steht noch aus daß Rom in freundschaftlicher Weife zu- stimrnt. fr» daß Berlin nicht einseitig den Schied»- nchrer anru'en must. Allerdings w.rd sitz Ita­lien der vielen deutschen Umfälle nach kräf­tigem Anlauf erinnern, stabet aber stoch nicht veraessen. dost Dcu 'chland. al» fein bester Kunde, auch nichtganzwehriosisi

wenn wir durch unsere unsere Sinne,

schreierischen Frier öffnen. Leben heißt: a r - beiten unst dienen: feiner Familie dienen, feiner Heimat Mmcn, seinem Bolle bienen, den Menschen dienen. Gott bienen, wo dich Glaube und Gewissen verpflichten. Rur auf dem Boden ehrlichster Arbeit und g-wifsenhaftest-m Dienen m diesem weiten und großen Sinne erwächst jene Freude, die uns frei und glücklich macht. Darum, ihr junaen Menschen, frib. wa» ihr feist, ganz und mit all euerer unverbrauchten Kraft.

Sunich «rechten " -Ich m^h ihn tehen." Sie wirft sich gegen die Türe. Er ist stärker als sie. Sie sagt ralchIch habe ein Papier lerriHen." Er spricht in der Tat von einem Papier." .Hi hrbe das Bapier zusammengelesen, ich habe es bei mir. e- wirst ,hm gut tun. wenn er das Papier m-eber hat." Der Arzt $u<ft die Achsein.

Im Jrrenhause lebt ein Wann, der sich nur mit dem Ordnen von kleinen, vergilbten Papiertetzen beichästigt. 'Wenn jemand in* die Nahe kommt, schaut er mißtrauisch aus rafft die Fetzen ongsttich yjfammen. und verbirgt sie in einem viereckigen Lesterbeutel. den er an einem dünnen Stiemen um den -al»

$ebe Woche kommt eine Frau in Beolri'.ung eines blinden Mannes. Sie ist der einzige Mensch, der bitte Papierietzen anrühren bad. Sie hilft ihnr. die kleinen Stücke zu einem Bogen zusammen-

'z_<nr <s gelungen ist. bann lächelt er und lieft zufrieden, was auf dem Papier geschrieben ist.

Ende. *

Wenn man sich soyon fo oft in Rüge gcgenübergcstansten bat, wrnn inan sich 'Hon so oft gegenseitig In Wort unst in Xat grd.ent hat, wie c» zwischen un3 geschah, zwischen euch, ihr Buben und Mädel» der hesilfchrn 3ug nbbur.tte und -verbände, und mir al» dem 2rit:r b:r Zentralttclle zur Förderung bet DollSbilstung unb Jugendpflege in He!frn, bann will e» mir nur rech> unb billig erscheinen, in den 2Lu»- Ilana des Jahres auch unser gnneinsames Wollen unb S retten einklingen zu taffen, bann will « mir notwendig enchnnen, daß w.r geraste in den Tagen des Jahres. da die M.mschcm enger zusammen rücken und da» Gemeinsame iprei Sazicksal» ahnen, immer wieder da» Geme in­fame betonen, da- trotz allem B)lk unb Jugend m sich unb miteinander auf- engste tterfhnbct; dann kann ich die Tage, da Friede den Men­schen des guten Willen- verkündet wurde, nicht hingchen lassen, ohne euch al- Kämpfer und Streiter für ein bessere- unb reinere- Morgen zu grüben, unb mit euch alle tn der Hesfenhennat. bte euch zur Seite stehen.

Denn fo vielverzweigt auch die Wege fern mögen, das Streben, wie e- in der Arbeit der Jugenstbünde unb -verbände leitend ist. will der einen Formel bienen:

(beben wir unserem Leben bte wrihc eine» sinnvollen Sein»!

Dieser Kampf ist allen ausgozwungen. baß et notwendig wurde, ist bte Kränksten unR-rrr Zeit: eine Rrankheii. über die un- auch die hervor­ragendsten iechnsichen Leistungen, die tounber- vollsien (?dini»ungen, die umwälzendsten önt- deckungen nicht hinwe-täuschen können. Technik und Wilsen gingen riefen haste Schritte, sie warfen die Menschen stark und stärker an die Maschinen, sie zwangen sie. d.m Zweck zu denken unb be­sinn» zu vergessen. Darum klagm fo viele, baß unterer Zeit stie Seele fehle, unb fle hassen biete Zrit. Aber wir find die L benden. und diese Zeil ist unsere Zeil. G- ist dumm unb unfrutfrMr. feine Zeit zu haften unb ihr b.-thatb nur im Taumel des Genuss^ oder in untätigen Träumen begegnen zu wollen Wir flnb bi? Lebenden und wir sind die Kämpfenden. Auf un-. unb besonder- aber auf euch, ihr sangen Men­schen. komm' eT an. ob toir den Willen unb bte Äraft auf bringen, aut Tag und Jahr bte Krankheit

Georg." ruft sie.ich bin'» ... die fiilse ... sag doch ein Wort!" schreit sie.

(Er steht stumm da. den tiebcrbeutrl gegen die Brust gepreßt, und lächelt vor sich hin, ohne sie ZU sehen.

Der Arzt macht ihr ein Zeichen.

Kennst da deine Hilde nicht mehr?", sagt sie leise und flehend.

Sie starrt ihn an. Sein ausdrucksloser Blick geht über lie hinweg. E» ist ihr als müsse e» ihr b* Brust zersprengen. Dann schlägt sie ohn­mächtig hin.

Sie era>ad)i Eie liegt auf einem Diwan. Picht weil non ,hr sitzt eine strankenschwester.Wo bin bin ich?" fragt he.

3m fiotel Monopol", antwortet die Schwester.

Sie denkt nach. ..Wie geht e» Herrn Lutz?", fragt sie bann.

(Es geht ihm nicht gut", sagt die Schwester.

..fiat man keine Hoffnung?".

Die Schwester zuckt die Achteln.

fiilde schaut vom Stiften aus durch» offene Fen­ster Man sieht über viele Dächer hinweg. (Es hat ausgehort yi regnen.

Jetzt gibt es doch noch schönes Setter", sagt Hilde

.Ja. der Feftzug hat Glück", sagt die Schwester.

Wieder denkt Bilde nach.

Wollen Sie mir vielleicht ein Glas Wasser geben. Schwester?"

Die Schwester dreht sich um. Hilde springt, auf, ist schon am Fenster unb stürzt sich hinaus.

stund Hermann Wehn. Neben ihm sah (Brunbt. Lis . sagte der große Mann mit Heinrich der Löwe muh unser

Ausfuhrerschwerungen vor. In Rom stellte man sich durchaus nicht taub, wa» anerkannt werden riufi. dic Negierung tat ihr Möglich re», um d e beanstandeten E.nzelfälle zu überpru en. fie ver­sprach eine weith.rstge Auslegung der Bertrags- llaufeln. e.ne ralch.re Zollabterngung. b.e y.u- Hebung bei vielbeklagten Forderung auf "Sain- h- tnachNna de» letzten Sn-pfänaer- bei den E miuhrpap e ren und andere» mehr

Zen ging h.n und in vielen Fällen stand man nach 3atzr<»frist fo weit w.e vorher 0» lam daher zu neuen mündlichen Verhandlungen in Rom wobei der deutsche Delegierte lieber eine Reihe von Zugeständnissen erre.chte. fich aber :liültiq derau. teilte, daß über b.e gründ- s ä tz l i ch e Frage keine iZ.niaung mög­lich ist. Wahrend Deutschland b.e Bestimmungen der hattsßlu teonomica al» unvereinbar mit dem Ge.ste de» Handelsvertrages betrachtet, stellt llch Italien auf den Sian^pun't. daß der ^anbelii'erirafl eine Sache für s i ch fei und au feinen Fall die W rsichaftsschlacht beein­trächtigen bur'e. Or könn' unb mülle sich in deren Rahm.n cii. ügen. jedenfalls werde er durch die späteren Gesetze der ballig La economica

ihren Menschen srhll.

Ist es nicht wie heftigste Fieb-r, find ba# nicht kranlß. sie unb frami'ftjaite 3u jungen in unserem Bvll-körper. wmn da- Jahr schm nicht mehr genug Sonntage, ja fast nicht mehr genug Tage hat, um alle bic Feste unb Bergnü - flungen unb Feiern zu veranstalten, die man sich unb seinem Derrin unb frinrr Gesell- schäft schuldig zu sein glaubt? Ob Anlas', ober nicht, man feiert leider vielfach in Stadt unb ßanb unb da nicht am wenigsten nur um zu feiern. Tötet man da nicht etwa Siim unb Seele jeher echten, wahren unb not wendigen Feier? Ist das noch die Freude, um bie wir durch unsere Arbeit und durch unsere Gntsagung ringen müssen, wenn sie un- Irastvvttes unb tiefes Grieben wer dm soll? Sind da» noch die .frohen Feste" al» Krönung jener .sauren Wochen", wenn sie an rin unb demselben Platz in solcher Häufung kommen, daß man beim neuen .Fest* noch müde ist vom vorigen? Sind wir um etwas besser als Prasser unb Schlemmer, toenn wir uns derart mit Genüssen übersättigen, baß uns bet Genuß verlor m geht? Wir formen nicht dadurch zum Sinn unseres Lebens kommen.

Bon unserem römischen E.-Äflrrejponbenten.

Kam, Dezemd.r W2«.

Der deutsche l>aRbel»eerirog mit Italien, b.r am Zl.0i'od.r 19» in flrah trat, war kaum unter Dach, al» sich schon »euu.ng.oer|d: <txnb. un . ber du Luslegung «mfteilten, die zu muhfamen Per Handl unxcn und Zujatzadkommln juhiien. Und | beoor str fuo aus wirten tonnten, erö'fnete plötzlich Olalien dre battjsb» »cooobuc», leine Wirt- ichalßslchlacht gegen die ausländifche ü iniubr. im Grunde nicht» andere» al» eine Boykottdeweguna. die den Handelsvertrag mH Deutschland praktisch ou» den »ngeln hebt. Ceulkilanö bekam die Feindseliakettrn am ersten und trä«'.i istm zu spuren euimcl deswegen, nie.l es der praßte Abnehmer sur d.e ildu- nJ.^e «ussuhr .'i und daher eine verminderte .igene Ausfuhr nach Italien teiort als klaffenden .Mfj In und vr >«

ner notorischen (Bulmuiigfeit ober schwache oder mie man e» nennen will, wenn einer . stammende Proieste" g.gen seinen Widerfacher ichleuderi dabei aber defun Ylpfelfmen zum Munde fuhrt. Wir Haden m der ersten Zornesauiwalluna so oll den au» bem schönen -uben mie ays bem Jlod) im b.^eflen kom­menden Genüßen abgeschworen unb finb bann eben |o ost :u strei ze gekrochen, baß niemanb mehr den luror loulonicu« ernst nimmt nicht einmal auf den Frachtbriefen Dte Italiener warfen daher ihre Zoll- truppen in richtiger stratraischer Berechnung zunächst gegen die schwächste Front, die d e u I s ch e

liom iialienifchen Standpunkt au» betrachtet, kann man dieser battiglie economie.i die 'Bewun­derung unb bis zu einem gewißen Grobe auA bie Berechngimg nicht versagen. Do» rohstosslose Land, in dem überdies .nlofpe der viel zu hoch stabil,. fierten Wahrung eine nnbe(iegbott. bie Vebensfreobe der Bevölkerung lähmende Teuerung herrscht, muß nclurild) danach trachten, feine Industrie voll zu be- schiift.gen. den Abfluß guten Gel dec- ms »usIonbAU urtrrtinben unb sich aus allen Gebieten feldstänbifl S machen. Dazu kommt ber raketenhoste Schwung r nationalen Erneuerung, bie bas Vertrauen in bie rigrne straft ungemein, bc unb dort bi» zur lieber- ftriger I q gehoben hat

.'!!» Slrieflemittel werben natürlich sämtliche mehr ober minder berechtigten Waisen de» f)artbelsrt*db be.oerbcs. alle stnille unb Listen ber Ztonkurrenz- manvver heranaezogenJl.in dehnt den Begriff der (Elr.fvbrverbPte bis zur Groteske aus hält die frem- ben Daren an der Grenze durch Zollparagraphen to lange fist, bis sie verd r. en ober nicht mehr auf tragsgerecht cintrelien. fallt bem Transport in die öpfid-en holt ans dem Schaufenster, was nicht rem italienifdi nussieht. Der deutsche Bleistift wirb einfach durch Dekret aus den Schulen unb Bureaus per- bannt, bie b.sten Fabrikate ber chemischen 3nbuftrle erliegen der gesetzlich geschützten Rachahmunfl. de- sonders bie pharmateutischen Produkte, unb was bie 'ch i'chen d.-s f)anbel»»ertrage» durchlasien. fällt ben Busnahmegefetzen »um Opfer.

So machen es eine Reibe von gesetzlichen Bestim­mungen dem italienischen Hersteller zur Pflicht, n u r einheimische Prob ukte zu verarbeiten, dem Verbraucher, nur nationale drjeug- n I f f e , u taufen. Scharfe stontrallen sorgen do- für daß bie Gesetze ber betteflUa economlca auch elnpebolten werden, der Verzicht auf ausländische De- nsifse wirb also nicht nur, wie es bi ober Immer In Tcutfiflanb brr Fall war. cus Patriotismuser- nxtrtet". lonbern v o r g e s ch r i e d e n Unb bas faszist 'che Italien kennt bri Gesetzesübertretungen triren Spaß. Der Zeichenlehrer, der einen Deutschen -ptr.ftitt l.-iren ~ifidem empfehlen würde, könnte buiarn 24 Stunden bas Fliegen lernen. Bor beut- Id'em Spielzeug wirb nicht nur in ber Presse fle- lujrnt. die Ber aiifer erhalten auch gewiße Besuche, die italienische Bezugsquellen ..vorlegen". Der aus- lanbHdic Sachen kommen läßt, wirb sofort vor Die Frage gefielst, warum er da» getan. Unb was eine ,o|che Inquisition bedeutet, braucht sa wohl nicht

Goldmann Miuberte einen Augen.-..ck. bann

sagte er: ..Cs ist eine Waffe. (Eine in ihrer Wir­kung vielleicht etwa» überschätzte Waffe, immerhin eine fürchterliche Waffe. Tcr Ausruf de- Fräuleins hat mich Damals auf dir richtige 6pur gebracht. C» war ein nicht ungefährlicher Augenblick. Doch sand ich eine'ung. Warum sich bekampsen, habe «ch gesagt, flau; in Ihrem Sinne, fiert Lutz. Äann man nicht zisammenarbelten? Darum sollen Ver­nunft unb alter Schein nicht miteinander gehen können? prinzipielle Unterschiede sind nicht vor- hanbe . Sollen sich intelligente Menschen einiger gen totschlagen ober vergistrn? Wedn ______ brauchen, und Grundt kann Weyn brauchen, flijo. miteinander und nicht gegenrinan- ber! Die beiden fierten haben das eingetehen. haben sich d,e fiand gegeben als flute Kame­raden. ganz in Ihrem Sinne fiert Lutz. Darum ist beute Grundt da. Wehn wird reden, unb (Brunbt nnrö zuhören. Grundt wird sich auch beim ..Men- 'chen Neil" aktiv betätigen. Unkre Erfindung kommt ihm sehr gelegen. Man eneid'1 dadurch die von ihm verlangte 'teiwillige Entvclkerung TeahäNanb:-. 3ud) b>e Boder.irage kann nun einfach gelöst wer­den. Wenn wir die Macht haben, dann ist es keine

aber -- auf bte anbecn zeigen.

Nein, jeder einzelne, jeder, der In seinem Verein irgendwelchen Linstuß hat, muß bei sich unb denen, die ihm am nächsten stehen, aofcmgen, sonst frißt die Sensation den Sport vollend» auf, unb man wird In späteren Jahren seinen heutigen Vorkämpfern wenig Dank wissen für da» Erbe.

Unb an euch. Ihr jungen Menschen, um bie man ja wirbt unb die man ja braucht, wenn man bc* flehen will, an euch ergebt bic Forderung unserer Zeit, laßt euch euer Recht auf bi« 2MbIburg unb Durchbilbuntz eure» Körpers burch solch« Ft ebereri chrin im gen nicht nehmen, flieht n chi vor eurer Zeit, svnbern stellt euch taiMfug unb banbrfnb tn fte blnein, b h. werbet Ihr Arzt auch bri bteter Aranfbrit. tragt ru.T Fordern auf Ritterlichkeit unb Anstand unb Ge­rechtigkeit unb Achtung vvr bem Gegner unb feinem Können immer wi -ber in jene kranken Kreise, fordert auch hier euren An­teil am Leben des Dolkes. aber forben ibn für eure Gesundheit, für eure Erholung von Lernen unb Arbeit

Ihr lieben jungen Freund«i Ich weiß, daß es für euch al» b.i» Bolk von morgen Fragen geben wird, bie euch weit wichtiger erfche.nen unb für euer Streben vielleicht auch flnb, ab?r ber Alte tag mit seinen teil» erfreulichen, teil» verbittern­den Sricheinunaen. wovon die angeführten Fälle mir eben al» besonders mar!ante D.ifpiele hr- ausaegrissen sind, der Alltag um un» ist das wirtlich greifbare Leben, ihn müssen w r Schr tl für Schritt mit jenem Geist zu erfüllen unb zu durchdringen suchen, ben wir in unserer Zeit vermissen, örft wer dic kleinen Kreise des Lebens

Vh. der? Natürlich. (Er hat eint 3tebe gehalten. Es ist ein Jrriinniger." S'te hält die fiand aute firry Ste iit dem Umsinken nahe. 21ber bas kann ja nicht scin. wehrt sie sich. Denn einer etwas Un­gewöhnliche» faßt, bann halt man ihn für einen Irrsinnigen So geht'; nif der - Delt. Sie fragt und teogt, bis fte den Weg sindet. In diesem Zim- ner sei er. sagt man. Sie will öffnen. E» ist fle- schiosien. Sie klopft. Di« Türe öffnet sich eine Spalte weit. Sie sieht ben Irrenarzt, den lie gestern ange- trösten hat. Wieder muh >>« b* fiand auf» fierz halten, unb roieber ratet sie sich auf.Oft Georg L'uq hier?" Wird er sich wieder verwundern, bah ich nach ihm frage*, denkt sie flüchtig. Der »rzt schaut sie ernst an.(Es tut mir leid," sagt er, .Herr Litz ist wieder erkrankt." Dieder, lagt er. ffienr. er doch wenigsten» gesagt hätte . erkrankt", (9 hätte eine andere Krankheit tem können. .Ich muß ihn sehen", stammelt fte. ,,(E» tut mir leib," wirb bester fein, wenn Sie auf dtesen chten." .Bch muß ihn sehen." eie

hängigen Unternehmen Nn luboeutio- nierten Industrien wie den Vcabs.rt' nvllen'chatt-n. al'en !reMt- und dersis.n.'«dürfti­gen Gc eUf. asten ben Bezug nichtnatio - nalen Orte» u n t e t i a a Siedel: sich also beispielsweise ebne Fabrik an einem Flul'e an und gewinnt au» dem Wasler S'.eltrizitäi <o darf sie lei-.eile- Maschinen ko ür ou» Te-te^- .anb beziehen i-enn der Fiuß ist nohcnateJ (Zigenlu t. Will ein Tauer rnen Mo.orpllug kaufen, fo fleht er tech fchliesi'uch an der Türe einer Landwirtsfasts-tenollenlchaft ste'gen. die ihm '.ur rrir.taltenifche 2 ,eu^niste geben laiti. weil He vom Staa.e ablänziq ist. Wer in) wa» ist nicht ton fateiiiL-ben Staa.e abhänztg? Bon der Teiephongesellf ^ast ange'angen bi» zum letz­ten Abonnenien in der Provinz, der nicht einfach feine Bank mit ter Bezahlung einer auf au»- ländifche Währun a laut er ben Rechnung beaus- tracc.x lann, dem in Iain besieht ein Dev fen- peroct. Dte Bank muß sich an den Staat wenden folglich fällt ber Uri te T-ravinzbrzieher unter dte Bestiinm^ngkn t<r W.rt chast«<chlcch' Prak­tisch wirkt sich da» einfach fr au» daß er. um endlose Scherercten zu ven.-iben. nicht» mehr au» dein Aes.and bezieht Dte italienischen Spar- rollen babn tn bl:|<-n Ci me sogar e.genc Dor- schristen erhallen.

Unter solchen Hmftänb n versteht es sich von selbst, daß bie dcustche Au-fuhr nach Italien eine unerträgliche Abdrosselung er­litt. Wir beriefen unb natürlich auf den Han- del-verirag. dessen Zweck ja gerade die Bcrhin- t-crung e.ne» einjetihcn Warenverkehr» ist. unb legten der italienischen Regierung em reich«» Material al» Beweis für bic ungerechtfertigten

,he im 2rbeit»ge>. ollen ben Kamera» ben und 5 re unb fetzt unb achlrt wenn ihr tm Andersdenkenden zuerst und immer ben Menschen sucht und auch bte nicht

scheut, f.ch nnmai in seine Lag. unb ferne An- sch.uung zu versehen. l*t fe Okmaitc find unb bleiben bte Grundlagen jeder Meuschenbiidung. Ltari unb sich r im Eigenen unb voll Achtung geg n da» Andere.

Bon einer werteren Kranktzeits.r'che.nung in unterem lk«tf»!et>en muß in dceteur riufammen- bang gesprochen werdei,. vo' einem F. ber. tM» viel lei ch: noch tvrbnercnber ivcrtl al» fra» Fieoer ber Festfcuch« Bon allen L-riten ettbn! mit Recht ber Ruf nach GriundertzaUung «rteriT ilugtnb burch b o r: und Turnen. 34) bin der erste, der dtefen Rus unterstützt, und wahrlich nicht ber len c wenn es gilt, ihn zur Tat w rd.-n au lalen. Um so bekümmerter aber st ht man ong >tcht» der Aufwüchse und B« : . rrungen. die alle unter dem Rainen .Sport" üWg g*bnb.n Aus der einen Seite e.nc lacheri.1'? 2krb mmdung rii zelner Per onm in B Ib unb Wort, aut der ei.deren Se t eine sp kul ttirmslüsteme Ausbau-

Kameraden.

Roman von Feliz M o e f ch 11 n.

Copyright by darf Duncker. Berlin W 62.

(Schluß.)

Wallt rand oerbeugle sich.Dann kann ich wohl in den Saal zarückkehren. Ich bin nämlich de» Festes roeticn hergekommen unb möchte mir die Reben nicht gern, entgehen lasten." Dehn begleitete ihn zur Türe.Wenn St, mich brauchen IoUten. io bin ich im Saate zu finden", jagte der «rzt Iris,

Bin ich denn krank, daß er mit ihm flüstert, pachte Georg. (5r sah ben Bl.ck (Bormann» auf f.ch ,xrichtcl. Mitleid mir in diesem Blick Warum Mit- leid. Sr war nicht krank. Rein, er war nicht krank. Wenn sich mir nicht diese trennend, Wand erhoben hätte zwischen :hm und der Wirtlichkeit, lllle» rückte fo uxtt n>. - Goldmann sah ganz klein au». Und jetzt sah er sich selber. Dgs ginc nicht mit rechten Pingen zu. Er nahm alle setn« Sbrafte zusammen. Gewaltsuchte er zu erfassen, wa» um ihn ber geschah. Da drüben, ja. da drüben ftanb der 2vehn neben dem Goldmann. und fte lorachen mit- einander, und jetzt kam ein anderer Mann herein, «in Mann mit einer schwarzen Drille, war das nicht drr Grundt. er sah ihn deutlich. 0. er war -nicht blind und nicht irrsinnig, er war bei voller Vernunft. Oder n>.:r er vielleicht doch irrsinnig? Denn, war bas nicht ein Irrsinn, daß Wehn und Grundt einander dte fiand gaben ... Und daß sie miteinanber hinausgingen? Miteinander? Sah er die Erscheinungen?

Goldmann war noch da. Ttüb;am ging Georg auf ihn zu. Er war darauf narbe reitet, l»ß sich Goldmann unversehens in Lust auflösen werde. Er träumte wohl nur. daß Goldmann im Zimmer sei. Tastend streckte er die fiänbe aus. Wahrhaftig sie stießen auf einen Menschen. Er hielt einen Men­schen mit beiden fiar.be n. . Goldmann. sind Sie cs?" .Ba. ich bin es", sagte ber Nein« Mann er- schultert.

®otiXT«ann, bin ich irrsinnig oder nicht? Ich habe etwas geiehen. Und das kann doch nicht fein! Denn ich es alio doch gesehen habe dann bin ich irrsinnig. Ich hab« nömi'.ch gesehen, baß der Grundt

Ichung b?r doch wahriiar nicht tpeltl-ctnegcnbeit Begegnung voa Mann'chisten ober Aämpsern. Wenn man de Wui unb Berbiss.nh?it. ben nur schlecht verboraen m fiaß ob-r die zügellosesicm Ausbruch.- suchen fias'es si ht. bann muß man sich doch 1 ragen, ob nicht barch solche Art .Sport" writ mehr zur sittilch.'n ckc.'rankung al» zur körp.-rlichrn G.fundung uns.res Do'.kes leigctragen wird. Gerade w.ii ich siet» in engster .lahinngnahme mit drn Führern der Sport- und Turnbewegung in unser.tn Lande stetz.-, gc-r.ide weil ich weiß, wie s.hr emftt und ehrt che Führer verzweifelt und durchaus m -liier Mnnung find, gcrabe destz^lo darf und muß ich bi» lagen. Wo si, da» Bolk. M Sport treibt, das turnt? Gin kleines Häuslein Menlchrn, ben.n e» tatsächlich um ihren Körper, um bie Raynng ibtvr SecUctl im Dienste ihrer Griundh sit gcht Da» U<br ge, bte Tausende, bie bie Tridün-n unb Gaier.en füllen sie scheinen - ich ktenke dabei in bet Hauptsache an das Tosen und Johlen und Schmähen aus ben Fuß- und Hindballpläven, denn biefe Iviben Spiele sind es ja. die die Massen besonder» anzi hen ihre garuc sport­liche Betätigung nur «roch darin zu schm, daß sie eine Handvoll eig ner L ute zu Götzen erhöhen unb den Gegner das heißt doch cigmiLd): ben Gesinnung-genvtten unb Kameraden In ihrem Sport am liebsten wohl vertilgen möchten. Ich weiß, bie meisten w.rden mir recht geben.

Wehrt euch gegen ben Schein unb trachtet danach, wirklich da» zu sein, wozu euch eure Wimpel unb Symbole aufrufen: Kämpfer unb Streiter für Menschenwürde

Am «heften und stärkst m werdet ihr da» sein, wenn ihr euren engst m 2?b:n»lrrifen die Treue haltet: toenn ihr die Würde und Rein­heit eurer Familie Hochhalte t. wenn

Dieser grausamen, unbarmherzigen Vision hielt Georg nicht mehr Stand. Wieder sah «r bas Mrer auf sich zukomnten. Diesmal schlugen seine Wellen über ihm zusammen.