ÄS der fQt 5 tDil^, öligen und ner, htahliiÄ9c b "9. 0(k- für bi?!61 *SS?ag** 16
01 Ruhrgebiet.
LS*NÄ. ZM ZL?rs "«SB
' Tmdhose zerstkri. * *« in la tee in , 0ÖeQ bei Sismach
uoet 60 Hausern toutbtn ".urz emes 40 Mn hohen ™«'ta lebrnsgesähv e Huuser wurden zer. r so dunkel, daß man nur ?en konnte. Hundert Jahre itnn schwere landwirtschaf,. 'den bis 50 Meter weil
"S1S £ »EK'^A
«MK
rhose in Estland.
furchtbaren Gewitters ent. le Wasserhose, die 24 Wirt- Ein Kind wurde getötet, i schwer verletzt.
.egcmnossen abgetrieben.
Fischbach wurde ein Kreuz- mit seinem Auto von einer berrascht, das so stark war hoher Ltrahrndamm weg- Das Auto geriet in 6ii eMüssen,und wurde abge- rem EisenbahnschupM hän- r saß bis an die Drull muhte von -er Feuertech: te sich starke ist stark schädigt, sterkaiastrophe in Sachsen. I hat man wiederum zwei tzchuttmassen entdeckt, dar- chrigen Mädchens. Trotzdem erungluckten mit fieberhafte rd, werden immer noch vermißt.
für die Unwettergeschädiglea )n der Naturkatastrophe » । fand in der DomlirH dr. r'dem Domorganisten Saa- nsänger Nils Wf ®a, nd Kapellmeister Kay Po .eranftallct mar. Ze Danf tüt die kunsüensche
bringen, stal einer Sreii>n.
Ä drangen^
Äff “’SloöTn®^ ei Änugard, 5» ^ann du ■ zu tunM. « »er v°:
chen Laiovia-5>^e^ FotkerWE cc
Hfl nach & 30 Juni eg
»j« vcrurlEl^' w * ,i«ud-illb6ii„
Nacht zus? «er des
JV w 1 Srf rkotten ovl ^6'gentinien basd' er au- Vett^Lfi, * SM
ein-
Wettervoraussage.
Bei auffrischenden westlichen bis nordwest- lichen Winden wechselnd wolkig mit zeitweisem Aufklären, kühler, einzelne Niederschläge in Form von Schauerregen.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 23,3 Grad Celsius, Minimum 13,1 Grad Celsius. Niederschläge 1,7 Millimeter. Sonnenscheindauer 23// Stunden. Heutige Morgentemperatur 17,1 Grad Celsius.
Witterungsaussichten für Montag: Zeitweise wolkig, mäßig warm, mit strichweisen Niederschlägen ist noch zu rechnen.
50. Geburtstages von Carl Fries (Ortenberg) und Johannes Ködding (Giehen) hatte der Verein eine Ausstellung von Werken dieser Künstler veranstaltet und erwarb von jedem der beiden ein solches für seine ständige Sammlung.
Besonders großes Interesse erweckte eine Ausstellung von Oelgemälden und Lithographien des verstorbenen Malers Wilhelm T r autsch o l d (1815 bis 1877), sämtlich aus Privat- Mit}. Die Bilder stellten mmst bekannte Gießener Persönlichkeiten einer früheren Generation dar und fanden allseitigen Beifall. Der Verein erwarb aus Privatbesih ein kleines Oelgemälde für seine Sammlnng: Gießener Bürger 1846, zwei andere Gemälde gingen ans auswärtigem in hiesigen Privatbesih über, eine Bleistiftskizze Trautschölds zu seinem bekannten Rhena- nenbild in denjenigen des Oberhessischen Museums im Alten Schloß. Im Dezember veranstaltete das Landesamt für das Bildungswesen wiederum eine Weihnachtsausstellung: „Hessische Künstlerhilfe 19 2 6“, bei welcher 50 hessische Künstler mit Werken verschiedenster Art vertreten waren. Diese Ausstellung erfreute sich ebenfalls wieder regen Besuchs, es wurden 105 größere und kleinere Werke im Gesamtpreis von 4913 Mk. verkauft, der Verein erwarb davon 10 Gegenstände im Gesamtbetrag von 319 Mk. netto für seine Mitgliedcr-Weihnachtsverlosung. Die Verlosung der Ausstellungslotterie fand dieses Mal in Darmstadt statt. Heber 100 Gewinne fielen auf Loseinhaber unserer Stadt. Die Kosten dieser Ausstellung konnten mit Hilfe eines Zuschusses des Landesamts für das Bildungswesen völlig gedeckt werden, was bei den übrigen Ausstellungen leider nicht der Fall war. Kauflust und -kraft des Publikums sind noch immer gering. Bei der am 14. Dezember 1926 stattgehabten Verlosung wurden acht Anrechtscheine, davon zwei zu je 100 Mk. und 52 im Laufe des Jahres zu diesem Zweck angekaufte Kunstwerke im Werte von ca. 900 Mk., im ganzen 60 Gewinne im Gesamtwerte von ca. 1300 Mk. unter die Mitglieder verlost. Die Mitgliederzahl ist leider wieder gesunken und betrug Ende 1926 nur 485.
Nach den dunklen wirren Tagen sind die Erscheinungen in ein ruhigeres Fahrwasser gelaufen. Vieles, was einst veranlaßte, den Volksgenossen gegen den Volksgenossen zu drängen, ist gewichen. Ruhigere Heberlegung hat die Geister erfaßt. Fanatiker hat es immer gegeben und wird es immer geben. Es sind Phantasten, die ihre unmöglichen Phantasiegebilde in die Wirklichkeit umsehen wollen. Sie sind ungefährlich, solange die Gesamtheit klare Einsicht bewahrt. Erst, dann wenn diese Einsicht durch besondere Ereignisse verwirrt wird, finden sie den Boden, auf dem sie wie ein Gärungspilz wir-
Aus der Provinzialhauptftadt.
Gießen, den 23. Juli 1927.
Hilssberettschast.
ES gab eine Zeit, da man daran zweifeln konnte, ob es in unserem Volke noch Hilfsbereitschaft gab. Das Wort: „Einer für alle ..." schien außer Kurs gesetzt zu sein. Einer stand gegen den andern, jeder suchte rücksichtslos seinen Vorteil. Das Ellenbogenrecht schien proklamiert zu fein. Wer am besten die Fäuste zu gebrauchen verstand, kam vorwärts. Ja, noch schlimmer: Skrupellosigkeit trat frech hervor, scheute sich nicht vor Wucher und brutaler Benachteiligung. Kein Wunder, wenn ernste Männer mit stärksten Bedenken unserer Zeit gegenüberstanden und alles schwarz in schwarz sahen, vom Untergang redeten und keine Hoffnung gaben, daß es in kurzem wieder aufwärtsgehen werde.
Ihnen gegenüber aber standen die unverbesserlichen Optimisten, die trotz allem, Was das ("citauen beeinträchtigen wollte, an das Gute -m Maschen und unsere Zeit glaubten. Sie '0.3t'. '. sich, daß eine kurze Spanne Zeit, auch r: nn s .e schwerstes, aufwühlendes Erleben brachte, ■ :.i Menschen nicht in seinen tiefsten seelischen CV.efen so umwandeln könne, um am Guten in '.'m verzweifeln zu müssen. Und es scheint, als vdie Entwicklung ihnen, nicht aber den Pessimisten recht geben wolle.
5 Kilogramm Rohtabak und aus einem Karton 6 Kilogramm Keks. Sachdienliche Mitteilungen hierzu nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen. — Zwei Jugendliche aus Gießen hatten sich am 21. Juli je ein Fahrrad bei einem hiesigen Fahrradhändler auf zwei Stunden geliehen. Sie kamen jedoch nicht nach der verflossenen Zeit zurück, sondern wurden am 22. Juli nachmittags von der Kriminalpolizei in Mainz in Schuhhast genommen, weil sie den Versuch machten, die geliehenen Fahrräder abzusetzen.
Im laufenden Jahr wurde die Tätigkeit des Vereins fortgesetzt. Es fanden bis jetzt fünf Ausstellungen statt, von denen sich namentlich die von Geheimerat D a n h e r - Marburg zu- sammengestellte großen Interesses erfreute. Sie hatte für den Verein ein besonders erfreuliches Ergebnis. Er konnte die eine der ausgestellten Vorarbeiten zu dem bekannten Bilde Dantzers in der Nationalgalerie in Berlin: „Abendrnahl- feier", und zwar Szene II: „Am Altar" erwerben, der Künstler stiftete dem Verein in hochherziger Weise die dazugehörige Szene I, so daß dieser jetzt die gesamten Vorarbeiten zu jenem Bilde besitzt. Beide Gemälde sind bereits in die ständige Sammlung im „Qteuen Schloß" aufgenommen worden: es wurde für sie ein Platz im bisherigen graphischen Kabinett besonders hergerichtet.
Die Iahresrechnung 1926 ist von den Herren Professor Dr. Belke und Landgerichtsrat Hirsch geprüft und richtig befunden worden. Sie ergab am 31. Dezember 1926 auf Konto ordinär, einen Bestand von 90 Mark, auf Separatkonto einen solchen von 3640 Mark. Dem Rechner, Herrn Dankdirektor Grießbauer wurde unter Dancksagung für seine Mühewaltung Entlastung erteilt.
Die Neuwahl des Ausschusses ergab die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder, mit Ausnahme der nach Darmstadt versetzten Herren Oberlandesgerichtsrat K ü ch l e r und Professor Wentzel. Neu gewählt wurde Herr Geheimerat Professor Dr. O l t in Gießen.
Am Schlüsse der Versammlung sprach Pro- sessor Dr. Belke der Dereinsleitung den Dank Der Erschienenen aus.
Gie^ene» Töochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180 bis 190 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25. Weißkraut 2fl bis 25, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10 bis 15, Rornischkohl 15 bis 20, Bohnen 30 bis 40, Erbsen 20 bis 30, Mischgemüse 15, Tomaten 50, Zwiebeln 20, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln 8 bis 9, Birnen 60 bis 80, Kirschen 50 bis 80, Heidelbeeren 45 bis 50, Stachelbeeren 20 bis 25, Johannisbeeren 25 bis 35, Erdbeeren 100, Himbeeren "60 bis 70, Reineclauden 60, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120 pro Pfund: Tauben 60 bis 80, Eier 12 bis 13, Blumenkohl 40 bis 100, Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 60, Cinmachgurken 5 bis 10, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 10 bis 15 pro Stück: Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.
Vornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Palastlichtsviele : „Mädchenhandel". — Astoria-Licht- spiele: ,£)er Kampf im Pulverturm".
—Tageskalender für Sonntag. Lichtspieltheater wie Samstag. ,_____________
Ein Oberhesse als Amerikaflieger. Graf Georg Friedrich zu Solms- Laubach aus Laubach, trägt sich bekanntlich feit einiger Zeit mit dem Plan, als Begleiter deS vielgenannten Verkehrspiloten Koennecke von der deutschen Lufthansa nach Amerika mitzufliegen und hält sich dieserhalb zur Zeit in Berlin (Flugplatz Staaken) auf; der Flug sollte bereits in allernächster Zeit, Anfang August, vor sich gehen. Da der Graf, der übrigens den Flug teilweise finanziert, indessen dieser Tage bei einem Autodroschkenzusammenstoß durch Schnittwunden leicht verletzt wurde, dürfte sich der geplante Start noch etwas verzögern.
** Die Rhei nf ahrt der Schulen des Kreises Gießen. Gestern fand die Rheinfahrt für die Schulen des Kreises Giehen ftatt Ein Sonderzug brachte die 750 Teilnehmer von Gießen nach Mainz-Kastel. In anerkennenswerter Weise hatte die Bahnverwaltung in Gießen für ausreichende Sitzplätze gesorgt. Mit der „Aurea Moguntia“ ging dann die Fahrt nach Rüdesheim. Von hier aus zog die frohe Kinderschar, begleitet von etwa 40 Lehrern, die steile Höhe zum Niederwald hinaus. Vor dem Denkmal fangen die Schüler angesichts der prächtigen Rebenberge „Kennt ihr das Land so wunderschön". Der Leiter der Fahrt, Lehrer Sommer (Gvohen- Linden), hielt daraus eine Ansprache, in der er die Bedeutung deö Rheines für Deutschland hervorhob und den Kindern die Mahnung mitgab, durch Einigkeit wieder zu Recht und Freiheit zu gelangen. Mit dem Gelöbnis „Ich hab' mich ergeben“, das hell über das Rheintal erklang, endete die kurze, eindrucksvMe Feuer. Don Aßmannshausen ging die Dampferfahrt weiter nach Koblenz. Die steilen Rheinufer mit den grünen Weinbergen und den trotzigen Burgen, der rege Schiffsverkehr zu Berg und zu Tal boten den Kinderaugen so viele neue und reizende Djlder, daß das Staunen kein Ende nahm. Mit besonderem Jubel wurden die Schisse begrüßt, auf denen ebenfalls Schüler winkten. Hm 5 Hhr wurde dann am „Deutschen Eck" gelandet, und am Abend brachte der Sonderzug die Kinderzahl durch das herrliche Lahntal wieder in die Heimat zurück.
" Fahrplanänderung. Don Sonntag, 24. Juli, an erhält der Personenzug 782Gießen— Frankfurt a. M. einen Aufenthalt in Bruchenbrücken und Okarben; Bruchenbrücken ab 23,42 Hhr und Ofarbef'*ab 23,52 Hhr.
* Militärkonzert. Das 5. Abonnementskonzert unserer Reichswehrkapelle fand am Donnerstagabend auf der „Giebigshöhe" statt. Die Veranstaltung war trotz der außerordentlich heftigen Regengüsse, die gegen 8 Hhr einsehten, überaus gut besucht. Die Kapelle hatte ein abwechslungsreiches und sehr' gut gewähltes Programm zusammengestellt, das in gewohnter, vorzüglicher Weise zum Vortrag gebracht wurde. Die ausgezeichneten Darbietungen fanden freundlichste Aufnahme und wurden der Kapelle teilweise mit stürmischem Applaus gedankt. Dies gilt besonders für die Serenade von Toselli (Biolinsolo von Unteroffizier WaniHeck) und für die Teil-Fantasie (Tylophon-Solv von Unter« feldwebel Moser). Die vortrefflichen Leistungen der beiden Herren riefen langanhaltenden Beifall hervor. Aus dem übrigen Programm seien hier noch die Melodien aus der Oper „Tannhäuser", die Ouvertüre zu „Raymond" und die Große Fantasie aus der Oper „Bajazzo" erwähnt.
*• Der Polizeibericht meldet: In unserer Stadt treibt sich ein Mann umher, welcher in verschiedenen Häusern unter dem Vorgeben vorsprach, er sei abgebauter Bankbeamter der Mitteldeutschen Bank; er hausiert mit Schuh - riemen, um das Betteln damit zu verdecken. Da hier auf der genannten Bank in letzter Zeit keine Entlassungen stattgefunden haben, kann es sich nur um einen Schwindler handeln, vor dem gewarnt wird. — In der Nacht zum 13. Juli wurde aus einem Keller in den städtischen Notwohnungen an der Margaretenhütte Zigarren, Schokolade und ca. 40 Päckchen Pfefferminz tm Werte von 50 NM. entwendet. — In der Zeit vom 2. bis 4. Juli wurden auf dem Güterbahnhof Gießen zwei Waggons erbrochen, indem die Plombe und der Drahtverschluh beseitigt wurden. Entwendet wurden aus einem Ballen
Vüchertisch.
— Das Grenzerbuch Von Pfadfindern, Häuptlingen und Lederstrumpfen. Don Friedrich von Gagern. Mit 20 Tafeln und einer Karte. (Verlag Paul Parey, Berlin SW 11. Ganzleinen 12 Mk.) — Im Herzen wohl fast jedes Deutschen ruht eine stille Liebe zu jener prachtvollen, männlich-tüchtigen und edlen Gestalt des Lederst rümpf, des Helden feiner Jugend, an dessen Taten er sich begeisterte und den er bewunderte. Jener Lederstrumpf ist keine Erfindung Coopers gewesen, sondern er hat wirklich gelebt und hat eS zu hohem Alter gebracht im steten Kampfe mit der Wildnis und ihren Gefahren Daniel Doone war sein Name, er war auch in Wirklichkeit der prachtvolle Mensch wie ihn Cooper uns schildert. Aber er war nicht der einzige seiner Art. In den langen Jahrzehnten des erbitterten Kampfes um die Erschließung des Westens, den die Weißen den „wilden" nannten, tauchen noch viele großartige Männer auf, die Pfadfinder in das neue Land, das die vordringende „Zivilisation“, die ach so gar wenig zivilisiert war, zu erobern suchte. Aber nicht minder große Gestalten auch auf beiseite der ihrer Väter Land erbittert verteidigenden Indianer, die weit mehr waren als etwa blutige Horden, sondern die eine zum Teil große und alte Kultur besaßen und die Männer wie Tecumseh, die vielleicht größte Gestalt jener wilden ZeitSn, an ihrer Spitze sahen. Viele Jahrzehnte dauerte der Kampf um den Westen. Er sah viel Blut, aber auch viel Großes, viel Niedertracht, aber auch viel Heldenhaftes. Er war die Ilias und Odyssee der Neuen Welt. — Gagern hat uns diese Zeiten meisterhaft geschildert. Sein „Grenzerbuch" ist das Heldenepos dieser Zeit. Es zu schreiben war Gagern besonders berufen. Langes Geben inmitten von Indianerstämmen in heißem Sommer Und schneesturmgepeitschtem Winter, inniges Dertraut- fein mit indianischer Sprache und Sitte, gründliches Studium der Geschichte jener Zeiten, deren amerikanische Quellen viele Dutzende starker Folianten erreichen, haben ihn zu einem Berufenen gemacht. Es wird für alt und jung ein gleicher Genuß fein, ihm auf feinen Pfaden zu folgen.
378
— Handwörterbuch der Forstwissenschaft, begr. von Prof. Dr. Lvreh, vierte, verbesserte und erweiterte Auflage, herausgegeben von Professor Dr. Heinrich Weber, Freiburg i. Dr., in 4 Dänden. (Verlag der H. Lauppschen Duchhandlung in Tübingen.) In vier stattlichen Bänden, 26 Lieferungen, liegt nun das forstwissenschaftliche Handbuch in neuer Auflage vor. Wir haben die einzelnen Lieferungen hier nach ihrem Erscheinen laufend angezeigt, fo daß jetzt nur noch wenig mehr zu sagen bleibt, als hohe Anerkennung der geschickten übersichtlichen Anordnung des Gesamtwerkes, der ausgezeichneten Verteilung des ungeheuren Stoffes, den es zu behandeln galt und der trefflichen Bearbeitung bet einzelnen Gebiete. Das umfangreiche Werk wird auch in der verjüngten Gestalt Männern der Wissenschaft wie der Praxis, besonders aber auch unseren Studierenden ein umfassendes Kompendium des Wissens und ein stets gern gehörter Ratgeber fein.
Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. V. Dr. Hans Thyri 01.
ken können.
Es könnte trotzdem ein verhängnisvoller Irrtum sein, sich gar zu leichtfertig rosig sehendem Optimismus hinzugeben. Noch lange sind wir in Deutschland nicht über den Dera hinüber. Roch gehen wir im Tal, und dunkle Wolken hängen über uns. Sorgen und Lasten mancherlei Art bedrücken uns. Aber es wäre auch nicht recht, die günstigen Zeichen nicht zu sehen und nicht sehen zu wollen. Wir brauchen nur einmal an das Hnglüd au denken, von dein das östliche Erzgebirge betroffen wurde. Don verschiedenen Seiten wurde hervorgehoben, tote dort Männer, die einander sonst aus politischen Anschauungen heraus sich scharf bekämpften, einträchttg nebeneinander wirkten. Ihre Arbett war frei von allen selbsttschen Absichten. Nur für die schafften sie, denen das Schicksal so arg mitgespielt hatte. Vergessen war, was fie trennte, vergessen aller Hader. Sie bargen gemeinsam die Toten und trugen gemeinsam die Balken ab, gruben und bauten an gleicher Stelle mit dem gleichen Ziel. Vergessen waren alle Gegensätze. Ein einziger großer Gedanke beherrschte sie: Hilfe denen, Die in Not sind.
Hnb wir sehen weiter die Listen des pri- rn .1 Hilfswerk«S für daS Hntoettergebiet. GS . wie ein Wettstreit um die Hilfsbereitschaft. Cvl Geschäftsinhaber gibt wie der Angestellte, r Beamte wie der Arbeiter, der Handwerker w ? der Invalide. Ob die Spende groß oder klein t, spielt keine Rolle. Die kleine Spende kann ?üi- den Spender schwerer wiegen als die große, weil sie eine Entbehrung bedeutet. Man wird -ede achten. Hnd man wird aus den Spenden ' a; eine Große lernen, das schon oft deutlich erkennbar hervor trat: Die Not eint. Die Not lehrt das Trennende zurückstellen. Sie zeigt, daß wir Glieder eines Volkes sind, aufeinander angewiesen, einer vorn andern gewinnend. S.
Der Oberhesfische Kunstverein hielt am 18. Juli im Stadthause seine ordentliche Mitglieder-Dersammlung ab. Der Vorsitzende erstattete zunächst den Geschäftsbericht über das Jahr 1926. Es fanden acht Ausstellungen flott, in denen neben hessischen auch eine größere Zahl auswärtiger Künstler Kunstwerke verschiedener Art und Richtung zur Schau brachten. Mit größeren Kollektionen waren insbesondere der „Thüringer Aus- stÄlungsverein bildender Künstler zu Weimar", sowie der „Feldgraue Künstlerbund München", laber auch einzelne heimatliche Maler: Karl Lenz (Erdhaufen) sowie der verstorbene Maler Friedrich Fennel (Kassel) vertreten. Oelgemälde moderner Richtung zeigten mehrere Frankfurter Maler, ebensolche Aguarelle auf dem Gebiet des Straßen- und Gesellschaftslebens, Revue- und Zirkusszenen Joseph Hegenbarth (Dresden) Und Christian Beyer (Kassel). Von Lovis Corinth war eine kleine, ausgewählte Sammlung von Radierungen ausgestellt. Anläßlich des
•* D ie Bekämpfung der Staub- Plage. Der zweite Automobil-Sprengwagen, dessen Anschaffung von der Stadtverordnetenversammlung kürzlich bewilligt wurde, ist vor einigen Tagen hier eingetroffen. Mit diesem zweiten Wagen wird jetzt wohl der Kampf gegen >en Staub intensiver als bisher aufgenommen werden formen.
*• Die Bleichflratze von der Gubtoig- bis zur Stephanfttahe, deren Fahrbahn sich in einem äußerst schlechten Zustand befand, wird augenblicklich neu beschottert und gewalzt Auch wird hier die staubbindende Innenteerung zur Freude der Anwohner angewandt werden.
•* D ie nächsten Diehrnärkte in ®ic- jen finden statt: am Dienstag, 26. Juli, Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt: am Mittwoch, 27. Juli, Schweine- und Dchlachtviehrnarkt. (Siehe heutige Anzeige.)
*• Schweinepest. DaS Kreisveterinäramt Schotten bat bei vier verendeten Ferkeln des Molkereidirektors Schmidt in Hlfa die Schweinepest festgestellt.
Bekanntmachung.
Der nächste Viehmarkt in Giehen findet statt: 68248
Dienstag, den 26. Juli 1927, Rindvieh- (Nuhvieh-) Markt;
Mittwoch, den 27. Juli 1927, Schweine- und Schiachlviehrnarkt.
Gießen, den 23. Juli 1927.
Der Oberbürgermeister.
3. 23.: Klingfp 0 r.
Auto-Möbelwagen 6859V fäbrt Anfang August leer nach Frankfurt a. M. — Darmstadt. Güter nach dieser Richtung werden mitgenommen. fitWf) & Sklim, G. m. v. ö.. (Wen Spedition u. Möbeltransport, Marburgerslr. 7,__________Telephon 1519.
he Preise liir M-Mmr Äosch-Hom FK 6 ob. 12 Dolt groß JLK 22.- SoMorn FG 6 ober 12 Dost mittel
JUt 19.-
Bosch.Sucher TP 100/100,100 mm Ourchm.
SUI 23.50 Bosch'Scheibenwischer 6 ob.12 Doli JUt 36.50 Emil Althoff, Auto-Licht-Zentrale ________Gießen, Geltersweg 43. 05437 Reklame-Kalender-Fabrik sucht eingefiibrten BezirkS-Vertreler geg bobc Provision. Rewerbungen mit ?Jtef. und Bild unt. .1. Z. 212 befördert fhitbolt Moste, Berlin SW 19. [6*34ss
Jetzt auch in
PfUOdlpaketen ZU 85
Pfennig erhältlich.
~ Pressen
WFßll-Keltern
Uvvl TM saftbeute)
Friedrich Heyd <fc Sohn
Seltersweg 12. 6247a
Aut©
Ruf-Nr. 1790
Kaitfsesnehe
SmmüL a. t. ges. Lchr. 'Ang mit Preisang. unt. 03387 an d. G. Sitte-
Lahnsand in allen Körnungen ”slc Rheinsand u. tÄacnsand zu bill. Preis C. Rübsamen, Gießen, Fernsp. 1659
Reifendes
gesucht
von bedeutendem Werk der Nahrungs- mittelbranche zum Besuch der Delatl- kundschaft.
wird verkausstttchttger, längerer Straft gwvevu QU§ der Markentndustrie oder Kolonial' warenbranche auskömmlich. Gebalt und Spesen, bet zufriedenstellend. Leistungen Dauerstellung. Angebote mit Werdegang. Neferenzen. GehaltSforderungen und An gäbe des Eintrtltstermins unter DI. 1186 (6832A) an die Geschäftsstelle deS Gießen Anzeigers.
Drucksachen aller Art stattung" ftttrein unb^preiswert die vrühl'sche Univerfitäts-Vruckerei, R. Lange, Sietzen. Schulstr. 7
Schuhvertretung Bedeutende Schuhfabrik Weftdeutfchlands, welche Sport- und Hausfchuhe herftellt, lucht 6829ss eiiSelihrlM Vertreter für Provinz Helfen, Helfen - Gießen und Heften- Darmftadt rechtsrheinlfch. Angebote mit Referenz, erbeten unter K. C. 2394 an Rudolf Hoffe, Köln.


