Nr. U4 Dritter Blaff Gießener Anzeiger für Gberhcsicn)
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Donnerstag, 25. Zuni 1927
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Nachdruck verboten
14 Fortsetzung
Wie lange war er hier?
anlroortelc die erschrocken«
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lall aut« neweit de-
Jfontan von Sven Stu« ft ob Copyright bei Georg Müller, München.
inb schränken. Sie waren völlig unbeschädigt. Dann schloß er die Schubladen aus und untersuch» den Inhalt. Er hielt seine Sachen so gut in Ordnung, daß es ihm nicht schwer siel, sestzustellen, daß die Sachen kürzlich durchwühlt worden waren. Aber sowei! er (eben konnte, fehlte nichts. In einer der Schubladen lagen ein paar hundert Kronen in bar. Sie waren immer noch da. In einer anderen Schublade bewahrte er zwei wertvolle Revolver aus. Sie waren vorhanden. Er öffnete die Magazine. Die Revolver waren noch wie vor geladen. Nichts fehlte.
ma nb •?«!.*<«brtwomtrr 'ft unb wte ferne Bechts- verhält niff« gneaelt find ft im ’HrtUtf i 2U>» lay II eine Besi'.inmung vorgeichen. bah hcir. Beamten ein« AnsteUungs irkand. au4«udänbigen ,ft. (re seine Beamtenegertchaft au* pcibt unb seine Ar '."lung-verhaUnilfe klarftellt Acu unb
„Line Stunbe", Summe der Wirtin.
Stodirat ober ®ewurinberat im E nahmSweis« eine Unftdluno auf i
Die Rechtsverhältnisse der Cemeindebeamten in Hessen
Run berechnete «rag. dah der «chucher au der- selben Zeit gegangen sein muhte, al» er fribft do» Polizeibureau verlieh
Plötzlich kam chm ein wedaule. (Er ries wieder: „War ter Mann groh und blond?"
„3a", erwiderte die Wirtin von innen.
..War er in Gesellschaftskleidung?" — ,La." —
(inten. bi« möa! ichft einheitlich für bat gerne Land fein müssen auch bei brr künftigen Regelung de rGeholts- verhällnisf« nicht adgeher wirb-
sich ihre
Beamten erfolgen beiden Lösung
herauf "Ün den Bonru chtoh s'ch eine tnty und f • b a tt: t n der gefallenen Landsmann« I * a f t r r i rr dem ?■ nfr ein y v r.e des Burgberges an. D e Tagung unter der Leitung der Lands- mannichaft tMieber>'ia zu Halle und des iorsiftcnden des Gelamtverb<*ndes >' cr L'nnbtmannitboftrr.
..Pelz?" - „3a."
Ininn schloß Krag die Tür. Sonnte no<
inbtbeamten werben
Stellung in die Selbstverwaltung ein- muh unb bas, die Defscrttellung der nicht aus ftoften ber Selbstverwaltung bar’ Hoffentlich gelingt eine diesen Gesichtspunkten Rechnung tragende
da* aus Grund jahr'nmdertelanger
mit ber deutschen Sprach.- unb auf Grund enger
legt »unöchtt un Gen-'.nden feft.
ul • etuttrnrl. beschäftigte
meine Wirtin krank, überlegte er. oder der Ches der Kriminalpolizei hal mir etwas Neues zu erzählen Oder ich habe ihm morgen etwas Neues zu sagen
Di« Wirtin öffnete ihm selbst die Tür. .Ah." rief sie au5, als sic ihn erblickte, „mm ist er fort gegangen'"
„Ist er sortgegangen?’
„3a, «r habe keine Zeit, noch länger zll warten, sagte er. Vor mehr als einer halben Stunde ist er gegangen “
ftrag zog ruhig den großen Ulster aus und hangle ihn an einen Haken im Korridor
..Habe ich Ihnen nicht oft gesagt." erklärte er. daß Sie nicht auf mich zu warten brauchen. Wissen Sie wieviel Uhr es ist. yrou Soendsen? Halb vier."
„Ja. aber Hotter, der RriminaWeamte, erzählte Mir, es sei etwas Wichtiges im Gange "
„So. der Mann, der hier war, nannte sich Holter?"
..Ja", «rinderte bi« Wirtin zogernb See wurde auf einmal blaß unb verwirrt denn cs fiel ihr ein. daß sie melleicht wieder etwas verkehrt gemacht hatte.
..Er kam von der Striminaiabteihing und jagte, er muffe Sie imbedingt sprechen."
Ärag riß die Tür zu seinem Arbeitszimmer auf uns blieb auf der Schwelle stehen Sein Blick ichwc.'ie sonchend im Zimmer mfx: soweit er iehen fonntc fehlte nichts.
Dann wandte er sich roieber ber Wirtin zu. Er war pollfommcn ruhig und nicht im geringsten aus. aercqr. . Und da haben *oie ihn natürlirb nicht ein- arfaffen." sagte er. .Henn S>e hoben so Anwcftiinq non mir es nicht zu tun. nicht wahr"
Jo. jo" — sie zupfte nervös an ihrer großcn Sckwrze — aber dann zeigt« er mir die Polizei- marke Unb da mußte ich ja onnehmen, daß--"
ft rag lächelte .Vch verstehe unb ich kann Ihnen erzählen, daß ber Marrn, der hier gewesen ist. a-ir nichts mit der Po'.i'ei zu hm hat."
. Und die Marke, die Pokzeimorke?"
Die hat er gestohlen."
„Du großer Gott!"
,0ine Tlaty“, sagte ft tag, sich m jerneen Arbeits rimmer eim'chsießend. Zuerst unteri'uchtc er alle
'chlieftt. auf 'öib.’mxl ange'tellt (2Lrt. c bc» Snt- wurik । Ferner gibt ber (Sntttnirt. unb hierin liegt ein großer ivdlchritt gegen seither, auch ben auf CSibcmi* anacftelltci Beamten einen Schuh gegen eine willkürliche Sntsaslung Sie haben nämllch fünf Irhue nach ihrer widerruf- Uchen Ank cllung in jedem Falle ber Gnttafsung bas 2e<bt der Be'chwerdr an die Aussichtsbe- börbc unb gcgci’ deren E-ntscheidurm baö Aechl der weiteren Beschwerde an den Vlinlfter des Innern. Dam t ift tatsächlich auch bei ben widerruflich ongestel'.ten Gerneindebeamten die Cnt- lasfung durch die Anstellungskörperschaft beseitigt unb die lente Sntlchliehung in die Hand der Regierung gelegt ck.ne Derbrtlerung ber Stellung der widerruflichen Gemeindebeamten gegen seither bedeutet ferner auch die neue Bofchrtfi «Artikel l deo Entwurtsi, daß eine ftünbigung noch Ablauf der fünfjährigen Dewährungsfrift nur unter schriftlicher Angabe ber Gründe erfolgen berf. Die Besoldung ber G «- meinbebeamten regelt sich auch künftig in den Stabten noch ben vom ßtabtrat ouszustelten- ben Besoldung-Ordnungen 3n den Landgemeinden mit mehr als 2j00 (leitbcr 3000) Einwohnern ist die Besoldung ber auf Lebenszeit angtfteUten
sah II ber Landgemeindenrdnung Um i fünft feine Zweifel auskommen zu taffen, ob je
soweit nicht der
2 ö l f i n g - Als'c'.b
noch der Auslastung der QUgterung zu 'ehr die Znlerc ff en der Beamten freu dllgcmeuim unb
Tom Teulfdien Sprachverein.
Der Darmsiäbtcr Zweig des Deutschen Sprachvereins bracht - zur Tagung des Gesamtvereins. die in der Pf ing ft Woche zu Vien stattfand, den Antrag ein. e> m3gc ber Sprachverein zu den Gütern, die er pflegt, auch die deutsche Schrift rechnen. Bon feiner Gründung an bis in die jüngste Ze: war der Sprach» .-rein der Meinung. zur Schiiftfrage dürfe er aus Bückstcht auf late.nfchristl che Anhänger keine Stellung nehme- V'tttlerweile ist aber die E.nficht in den Schdnhelts- und Dvlks- tumswen unlerer deutsch?n Buci staden so erheblich gewachsen, daß bif heurige Hauptversammlung tm Sinne des Dirmftädter Antrages mit überwältigender Blehrheit folgende Entschließung faßte .Die deutsch. Schrift ist e.n hohe.* Gut.
erörtert. Für die weitere n auf allen dielen Teil
gebiet n bcs land^ n.!-nfchaftlichen und nnterilrbi- s.ven l*ebene sch-.f sich der verband ein« neue. <ur >-c nächst.n Irdre oedc . ma-. voll.«- Organisator sch« (strundlagc. Für die ftraft de-.- landimannschaftlichen v lpricht die Talsoche der flufnabmr vier angesehener ne irr Lande Mannschaften, deren St"'ingcdicle fast durchweg bte Grenzmarkcn des '.Re che sind Den ♦lbfA!i:<i der lanunn bildete ein vom Herzoglichen >-a!'« rerenftoltrtrv. in allen Teilen gdlinaene* Mshlifttigksllslest zum Besten der Notierenden im Eobl-rn.' Lande auf der herrlich gelegenen Beste. Die »adlreiche Beteilt- gur.g ber L'anbf inannldxtller an diel em F. te trug, wte auch die anderen ftabmeni'erarhaltu'i • n dazu bei, d freund'ch<"!liche B.inb brr ? .Hfd •• i iitibe- mannsch»ist zur Eoburs" Bevölkerung fester zu knüpfen
Anpassung an deutsche Sprachbedürlniste das deutsch.' Bolk verpslichtct. Der Sprachverein Ik- fenr.t sich au dem in weitesten Greifen aehegten IDunschc. diele deutsche Dolksschrist ertbiHen. ge- pflegt und geförberl zu Iehen." Wenn die Feinde des deutschen Bolkstmns. die in der deutschen Schrift ein auffallendes Wahrzeichen des Deutsch- tum6 und eine seiner besten Stühen erblicken, in Tirol, Böhmen. Polen unb anderswo diese Buchstaben verboten, so konnten sie sich bisher leider darauf berufen, dah sogar ber Deutsche Sprachverein die deutsche Schrift nicht zu den wertvollen Dükern des deutschen DolkStumS zähle. Dieser Behauptung ist nun der Boden entzogen, und der 'Darmstädter Zweig kann sich freuen, dah er den Desamtverein zu einem klaren Bekenntnis veranlaßt hat. Auch daS hestische Blit- alied des Gesamtvorstandes. Univerfikätsprosesfor Geheimerat Dr. Behaghel. bat jene Kundgebung gebilligt.
ft rag ging an die Tiir und rief in bic Gemacher feiner Wirtin hinein. „Wie lange war er hier?"
Zweifel beftehrn? D-.r Mann, der ihm einen so ge- hrimnifrnoUen Besuch abgestattet hotte, unb ber Mann, ber in bas Haus in ber Nathausftraße gegangen war, mußten em unb biesridc Person fein.
IV.
vm nächsten Tage wartete ber Polizeiches zunächst vergebLn; auf ein liebenszeichen mm Vie- björr. Mr.'.g Sic hatten chrc Zusammenkunft ichon aus adr. Uhr feftcejept Aber Äroq war nicht er- ichicne- Dagegen telephonierte feine Wirtin, ber Herr Polizeichri möge mcht ungeduldig werben, ft rag werbe nr Ifaufe des vormittags kommen.
Ter Ch?f wurde immer unruhiger Es wurde zehn, *. zwölf Um drei Uhr sollte ja die ftonfererrz im Hotef ftotifinxn. Endlich, gegen halb eins, tarn 21^'orn ftran. l* r rr ja einen Sportanzug unb war ruhig wie gewöhnlich.
,,'Z-o haben Sie beim gefleckt>" fragte ber Poll- Seicht
Ich war spazieren", erroiberte »rag. „Nichts anderes Ist eine neue Meldung gekommen?" (Fortsetzung folgt)
Inzwischen drehte brr Chauffeur das Auto. D»> Uarm bi.- Motor» war fo stark, daß brr Ehatfteu. gar nicht hören konnte, ob ftrafl die Treppe hinaui ging ober unten stebendlicb.
Das Huto fuhr ben gleichen Weg zurück, den es gelommcn war Sobald cs sich in Bewegung gefetzt hatte, stürmte ftrag zur Hau sw r hinaus unb hängte sich hinten an ba:- Automob l.
Er war ber reine Akrobat in solchen Manövern und konnte da fest bangen bleiben wie Ürijm Die Dunkelheit und ber Schatten des Autos verbargen ihn lwlisttmdia. In ber Weidcnstraße riefen mehrere Nacht'chwärnxr den ffiittuffeur an, ober er hielt nicht, steigert« vielmehr Die Geschwindigkeit.
Tie Snhrt dehnte sich au». Erst ging e» noch «in Onbe den Drammensweg entlang, dann blieb das Auto in bet Nahe von skillebak mit einem heftigen Ruck stehen.
'hon |einem Versteck aus hörte ti»-’iorn M<ag Schritte auf dem gefrorenen Schnee (Rieitb barau’ wurden mich Stimmen vrrnebmbor. zwei Herren bc fliegen den Ißagen. und tr fetzt« sich wieder in Bewegung
Der Lhauüeiir fuhr über ben Menchsteichweg bog in bie Wirienstraß, ein. passiert« den 1 orten lljolbplap und gelangte >n den alten ötabtterl
Vor einem JXtufe in der Nathausltrasie hielt d 2futo an. und die Herren gingen hinauf beiiönbig miteinander munnelnb
Der LhauHeur erhielt einen Bescheid und siihr weiter, ftrag sprang m der Troßen Strandstroße ab. bbeb sieben unb schäme dem Vuto nach. Es bog nach dem Eifenbahnplatz ein und ft etile sich m die Reihe der wartenden Wagen.
Es trug die Rümmer 232.
ft ran flingelte an einem Hotel in ber öKxuib- straße Er hatte große Eile und lächeste Es gebt alles glatt
Der Nachrvorti.r des Hotels, der ftrag e-nließ. erkannte ihn sw ort. Der Detektiv wohnte häufig in
i'ch mit den inneren Ängetegenhe !. n br* Verbände» .'-d feiner Ulrtieit am Bollsnun In Zahlreichen Bor» traoen und Nrbeitsai »fchük en ewrbvn die geistigen !betten bei Deuttchen ^.'ond' "..annschoft cuf dem 'Gebiete ber ftult, : und ber National olttik ttoch- 'chulposiu'. de» (tzrenz- und Buslandsbeutschlumo. Ebrereerichtswelens und ber Leid' .ibungen tief-
ibebcrmler
Rundsunst-Programm.
Jrdtag, 24. 3unl.
16.30 bis 17.45: Haussrauen-Aachniittag: Programm u. a : .Butter unb Käse'', Borirag von Studienrat ft Wagner 17.45 bis 18 05 Die Lesest und« 18 15 bis 18.45: .Indien, eine volkskundliche unb wirtschaftliche Skizze", vorgetragen von Deneraltonsul Müller-Beeck. 19.15 bis 19.45 Italienischer Sprachunterricht 20.15 bis 21.15: Diolinsomrten. 21.15 b.s 22 15: Ueber- tragung von ftassel ftonzert des 1. ftasseler Ulan- bolinen-Orchesters 1913 unter Leitung von Hermann Hungerland Anschliesiend Spätkonzert des HausorcheslerS Anion Bruckner Anschlbes)enb: Uebertraguiig von ftassel: UnterballunaSmuslk unter musikalischer Leitung von Arthur Wifotzky.
von grvs'.r Tragweite für bie Demclnb beamten st die Dorlchnft. dasi dielen Stellen dauernd notwendig
Arbcitekraft erfordern, auf Lebenszeit an» gestellt werden muffen. Alle übr.ien
Iahreslagung der Deu1s6)en Landsmannschaft.
Die Deutsche Landsmannschaft, bie gegeniDÖrtig über IfWi Londsmannschaftcn an allen reiche- und ousierreichsdeutschcu Hochschulen umfaßt, veranstaltete in diesen Tagen ihre 59. Iahrestagung in Coburg unter regster Beteiligung alter und junger Lundetnannschaster aus allen (Bauen Deutschlands und begeisterter Anteilnahme der Bürgerschaft. Den Auftakt der Taaung bildete ein S p o r l ■ scsi, das von etwa 160 Teilnehmern besucht war unb trotz schlechten Wetters hervorragende Ergebnisse Iwt'tc. Unter anderem wurde derHochschul- rckord i in 5000Meter»Lauf (mit 16:05,6) unterboten. Am folgenben Morgen sand die Cröss- nung der Tagung im Coburger Lanbestheater stall. Der durch fein« Tätigkeit in der Studenten» und Akademiker-Bewegung bekannte langjährige Iührer der Deutschen Landsmannschaft. Dr. L‘ i n bemann- Berlin, hielt einen tiesdurchdachten. form vollendeten Vortrag über landsmannschaftliches Wesen unb Wollen. Er stellt« als das Ziel der Deutschen Landsmannschaft in scharf umriffener norm bie Auswirkung ber von dem Verband Im Wahlspruch geführten Ehre zum Nationalgefühl unb ber izrcundichaft zum sozialen (Bebanten im beutschen Volke zum f)eUe be:- großen beutschen Vaterlandes
meister in ben Landgemeinden er- strecken, ixe begreifl^b auch tn dem neuen J-.truri nicht a's Ee»7»e,nt«i<amie lm Stnnr birier Beft.m nufligen gel*en ' Artikel * Abi atz II l des Enttouris > 'Bedauerlich tft. daß ber tm Ent»
beamxn über ein h. ^'ches lArru.**.nbebeawtn:- gekb trorgvkbere S rnebägerichr».'gedanse feine Annahme geiunder. hat A*t i*rb.n!c alle etreiitgft’tt» aus dem Denst ernättris ber td«- mrinbcbrainirn in erst-r Jnftdr.-, vor r.n Pro- vcnz: alich.ebagericht in zweiter Instanz '.'er das Vante»,d: <dsgertch' zu bnngen. wäre sehr »u begrirfv" gewe',m (rs dürfte Aufgabe bei e-steil gk”. Stellen frtn,'b.rie« Gedanken doch noch zur Purayübnmg zu verhelfen
Dtc .^uheg«h»:l.e'ersorgung der städttfchen Beamten soll ine leitdee durch Ortsfatzung geregelt werde-
,yür bie Beamten der Landaemerndei uxrb sich die Auhesehatts- und Hinterbit.'beie iverln:- <3ung auch weiterhin nach dem Berlicherungsgefrtz für acmeindUche Beamten eichten
Bei den Bestimmungen des Ae^erungsent- wur'o über bc* T ei ft st ras verfahren ist neu die Berlerl ung bc» Difzipltnarftralvdchts an bic Be- rufsbürgermeiftc. da man von ber Absicht ou»- aefcf diele in ihren Befugnisfen Immer mehr den städtischen Bürgertneistern nach her Städte- ordnunq nniupaffen Auch ift als leichteste Dienst- frrafe di« .Darnung" vorgesehen da Dienst- oergelxn dcnkl'ar find, tke mit einer solchen ausreichend bestraft find. Ferner ist die Ber- f«Dung in eine geringer befvldete Dienststelle innerhalb der Ceineinbc als neu« Strafart auf* genommen, die ober nur ;n großercn Gemeinden praknsch werden kann.
lieber dm nunmehr der Oeffentlichkc.t zur ©teUunftnähme überid>enm AezierungSentr.>urf werd n sicherlich, falls er noch von btclcin Landtage beradfchiedet werken sollte, lebhafte ftämpfc entbrennen da zweifellos daS Gemeinbebeamtcn- recht einer bet wichtigsten Abschnitte in der hefsifchen Berwaitt ngsrelorm und für das öffentliche Leben von in'chneidmder Bedeutung ist Die Schwierigkeit liegt darin, daß auf ber einen Seite bie lDemtnndebeamten in ihrer Aechts- ftciluag gegenüber ber bisherism Regelung wesentlich verbessert werden sollen, uxi» eine unbcbing.’e Aotwenkigkeit ift. daß aber auf der anderen Seite nicht überleben werden bart, daß
qrunbig bargrkg»
Vcrue'i.nq der 2
Vernein de beamten durch Ortsfatzung zu regeln. Die Besoldung aller übrigen Beamten der Landgemeinden (allo aller Beamten in t*n Landgemeinden bis xu 2000 Einwohnern unb der .widerruflichen" Beamten in den größeren Landgemeinden ift auch fernerhin durch Gemeinde- ratsbcschluß festtzufehcn: jedoch ift hier bie grundlegende Aeuerung vorgesehen, daß den Beamten gegen bic Beschlulle des Gemeinberots dieftlagc im Bcrwa'.tungsstreirvertahien zustehen soll. Daneben überwacht auch wie seither das ftreisamt die Angemessenheit der Besoldung der Gemeinde- beamten unb kann gegebenenfalls auch von Amts wegen ein Der wa lt ung« str e i wert ahnen einleiten. Anch der Anspruch der Beamten auf Adeiter- gewährung ihrer Besoldung bei Erkrankung und Beurlaubung wird in dem Gesetzentwurf feft- fldegt. Die Frage der Besoldung der Beamten in den Landgemeinden ift wohl eine der schwierigsten Materien des GemeinbebcamtenrechtS. Di« im Aegierungsentwurs vorgesehene Aege- lung kann letber als eine befriedigende nicht angesehen nx*rb«n. Namentlich die widerruflichen Gemeindebcamten. und dies wird bk größte Zahl der Beamten fein, werden auch in Zukunft einer gewissen Bbillkur bei FefiseNung ihrer Dergütun- aen ausgesetzt sein, bie sich bei wechselnden Mehrheiten in ber Gemeindevertretung besonder» bc- merklich machen wird m;e gerade die Derhaltnifse in ober Hel fischen Gemeinden in letzter Zeit bewiesen haben. Jedenfalls wird man sagen dürfen, dah es ohne Ausstellung von Aicht- bieicni bescheidenen Logierhau», wenn irgendeine Aufgabe tm Stadtzentrum ihn beschäftigte, ftrag liebte cs stets in der Nähe seiner Operatton-basis zu sein, wie er andererseits in einer ruhigen Gegend >n wohnen wünscht«, sobald der Ariedenozustand eingetreten war.
Heute wollte er sich bloß einen Ueberzicher tm Hotel leiben. Er Hane ja seinen eigenen abgcworten, um sich an das Automobil zu hangen.
ftrag echielt einen mächtigen Ulster, den ein Ocsterdalsdaiter oergesien hatte. Er schlug den Kragen dis über die Ohren auf und war »ept ganz un kenntlich
Zuerst mochte er einen (»tong über den Eisen babnplatz. Don warteten drei Xlnlomobile. darunter dasi-nige. mit dem er oorbtn gefahren war. Jetzt
Dann tehne ftrag um und Der ne j« sich oon neuem;in den allen Stadtteil. Als er an dem Hause oorbniam. in das die beiden geheimnisvollen Nackn- nxinbenr gegangen waren, bheb er stehen um sich iciiu Pfeife anzusiccken.
Er gebrauchte ein Streich! Ez nach dem nbrren. ohne Zeucr in der Pfeife zu bekommen. Cs blieb ihm nichts anderes übru — er mußte in das Portal treten, wo er norm Winde gefchüsit iwr. Das Haus- lor war au« Esten und oerlchtosicn
Wahrend «r hier ftcnb unb Streichhölzer an brannte und an der verftixten Pfeife joq. tauchte neben ihm eine Bestatt auf. Es war rin Marm im Prtz. der oon der Straße kam
ftrag stand unb fluchte über die P'eife. Der neu
gleichzetttg antcheinend g!nchgiilt,g. Als er seinen Pel^ nistknöpite. um ben Schtüstel hervorzunehmen sah ftrag. baß er in Geiellichaftskleidung w^r. Es ivor rin Mann in den Dreißigern, groß ziemlich muskulös, blond
Der Mamt schloß atri. ging ins Hau: und oer- ichwoi-b im D mkel de- Treppenfchtunde- «rag bi ounn zu zählen Erster Stock . . zweiter Er iaufchtc ber Schritten . . . Dritter Stock Jetzt
horten bie Schritte aus Also der ftrernbe ging ins dritte Stockwerk Aber wer war «s^
ftrag ging weiter. Als er an tue nächste Halt« stell kam. nahm er «in Auto und juhr nach Haufe.
Von d«r Straß« aus iah der D-etekttv. d>rß Licht in feinem Zimmer war Er lächelte. ffntmÄer ist
bte für die orbnurg^.n jf?. je Durchführung her Arme rlervrjxj t tung ertr;S'rti>.-n und gerig- netrr. Beamte« anjufifllrt' 5*fe<e Bortchrrft bedeutet gece iuber dem )«iqm Zustand »weiseins rnen großen Kvrt<chritt un H.nb'.-ck auf Ne le therig« Bestimmung des Arttlefs 84 Ab-
Mhntffe der CTtt Artikel j btt Berpfttchturde-
Bon Bürgermeister Dr
Dr« Heslttche Aeg'.erur , hat vor kurzem c neu 'Xrtecmtercnnmrrt zur Acuregeluna des helltsch«n^*"»lnbeb«arntenrechtsder Ortsentllchk-^ t aur Stel ingi.ahme übet w >en 0- mag bat $«lxUr t*il er ob es ruh’- 4J ttt eine- so w-ch: »em B«l anN: der Ivf -nenden neu« hessttche» •eme-nheorf- ung vorweg zu ru-l m-m und b^onders zu regeln. D«.c Um e. jng gib: ir. ihrem Bvrwvrt zu der allgc --. ‘Uegrünbur j de» chnckwurts leist an. das B°am -recht nicht als Svnderge««- behandelt werden <onV- einen Teil der neuen ®emrinteorbming bilden soll, mit der fi< etn organtsches Ganzes barttelien loU 2Jlan kann ober Bedeut in habe- ob dirtc ge'evgeberttchc-. zwri'eUss nlHi’t Al> Ircht bet Leg •»nrng nicht bcermrüch: g: wirk' wenn man das Aemeindebenrntenreckst jent schcm besonder« regelt, ohne die Grundzüq- brr n ure E^Meindeverf- flung und Gemeinde^ertvaltau^ auch gl«td>^ra mifuter. In bzw rrorjtMkjen Don dem 8tatfröunft aus. daß Ne zu fchattenk«
schrillen her ,etzt beftehrnbrn Stüdtevr^nunq und Landgemeinde rdnung in einem neuen Erlest der ®etnfinhcnrfymmg zu lammens assen will wäre
Hütte dos chemeindebea:«'en recht zugleich mit den noch nicht trorgelegten übrigen Teilen des 8nt- wurts herausgebracht 3nbrrerteil« dort sreiftch nicht verkannt uerben. daß bie Irfbenge Acar lur.g des Een> • chls für die Be
amten der Landgemeinden ööllifl unwkir.fllid) ist. unb daß ihre Rechtsstellung uerbeffert vx-r- ben muf« inSbesenbere must ihnen ein ausreichender Schun gegen eine willkürlickx Snt- laflung und fortwährend Aenderung tl r-; Bc- foldung gewährt werden wie zablr.-.che Dor- kommnifse ber letzten Zett beenlee. ®mc ge- wisse Dnngllchkeit ber Schaffung eines neuen Gemetnbebea! 'enrechts wird daher unter diesen Umständen anerkannt werden müssen, und man wird ■ < auch ttroM d
au beantrage'i daß bie neue Q)cmetntvL<.i nten- recht erst mit den übrigen Teilen ber neuen Demeindevrkniing zi.r Bet tung unb Verabschiedung kommen soll zumal ber Zeitpunkt ber Seriigltellung unb Vorlage der übrigen Teile metudevcrwaltung» nod) völlig unbestimmt ift. ba bie wichtigen Abschnitte über die Verwaltung des iAemrindevermögens. ‘Soranfdjlafli- unb Aechnnng^wrten im ^Internusfchust für bic hessische Verwalt ungorrtvrm überhaupt noch nicht burd*rratcn find
3m allgemeinen wäre zu dem vvrgetegtcn Ontuniri ber Regierung über bie Rechts Verhältnisse der Eftnneindebeamten zu bemerfni. daß ber Entwurs b« ben Eemeindebeamten unb den Bürgernsiftern der hessischen Landgemeinden eine gewifte Enttäuschung berr*orrufen wird. Dor allem muh daraus hingewicten werden daß bic Regierung in dem Entwurf« zum Dell von ben Be'chlü'fcn bes Unterausschtstles für die Ber- waltungsresonn abgewichen ift und dort gegebene tracht siche Anregungen nicht berücksichtigt hat. 0o ist z. B der einstimmige Beschluf? des Ausschusses. dasi auch die Sntlatfung ber Gemeinde- iechner b'i Genehmigung der Aufsichtsbehörde bedürten soll, im Artikel f Absatz IV des Entwurfs nicht auf genommen urorhen. Aach die im Aus'.hust nach langunergjen Derataiigeu au- Itanbe gefomntene Definition, wer al» Demeinde- beamter künftig gelten foll. entspricht nicht ber Fassung bc* Artikels a des Sntwurts. insbe- lonbctr ift bic im Ausschuß beschloffene Gliederung der Gen.eindebeantt?n in sog organisch. Tteamte bic ohne weiteres kraft Gefetzcs als Gemeindebeamte gelten (ölten. &. D Dc- meindevcchner >poliAeibicner ^elbfchützcn, nicht in dem Entwurf ausgenommen, worden, was als bedauerlich im Interesse der Gemeindebcamten bcttichnet werden muh D.e Deivcrffchalt der hessischen Gcmeindebeamteii hat einen Entwurf eines hessischen Gemeinbebcamtcnacfetzes borge- legt der jedoch in leinen wescittlichen Teilen von der Regierung abgefeimt worden ift. weil er


