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welch« flrnbrrung in der
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sich in seiner e i d)e r b e i t beb rf b> au r Utb«r|d)r«itung de» sestgeieken ftungeftanbc»
_ unung
da der Papst kein auswärtiger Stasi ifc Tu« fonnelle Recht der Länder zur Kor^r- datsabschtiestung bärste fomü rintronMrr sein.
Der tzemotratische Parteitag in Hamburg
Koch-Weser über Wege zum grobdeutschen Einheitsstaat.
r «ch t e rh a i l u n g von G eso n b t s cha f te n zwilchen den deutschen Ländern sei dl» Rudiment au» alter Zeit zu beseitigen. Die Lusrechtcrbaliung von 18 Parlamenten unb ihnen verantwortlicher Ministerien In überholt Die pvlitilche Arbeit in Deutschland könne sich nicht über 18 Parlamente verteilen.
Die ^ständiakeiten de« Reiches ldnnten im Zeitalter des .ilufltvrkbr». des Radio» be* Internationalen Meinung«- und Kulturaustausche«. nicht mir qu< einige G «biete beschränkt sein. Durch Verhandlungen zwischen Reich und Ländern sei ein Programm auszusteilen da» eine klare Abgrenzung der Aus- aadenkreis« Dorllebt. Di« bovpelten Kasten, die heute durch die Ausvechterhaltung von Lan- desanstalten neben Rcichsanstalten ständen, seien zu beseitigen. Di« Zuständigkeit deS Reiches aus dem Gebiete der Odcl'O'l'unfl reidie nicht allein aus wenn do» Reich keinen Sinsluh aus die A u S s ü h r u n g der RetchSgeseye habe. Dem Reich seble ein eigener VerwaltungSuutervau. Schwere Rachteile knese« Zustandes seien schon im alten Reiche hervorgetreten An tvr Fi- nanzhoheit deS Reiche« dürse nicht ge* rüttelt werden.
Handlung sein«, Gesuche» im t-rl!«rbur berat vertre »en >md. In bezug au» die lahrliche verosientlichung über den Rüstungestand untcrs!r>di der deutsche £«■ l«gierte. Gros S t r n ft o r H abermals die deutsche Forderung nach Begrenzung brr ausgebildeten Reserven und de» Ä riegsmaterial, ;r?rr 3r*. Qm doUöndi chcr Zuiatzantraa. der nach 12 Xubriten bft^iHirrle Angaben de» a. amten Krieg; material» veriongt. wurde von Gras -ernstor i nut großer 2Zärme unterftütL indem er betonte bist nach de -t'cher Auslassung )«r einzige Deg ui einer späteren t i>ach-«chen Aefib* fetzung der Rüstungen über bi« itrort c:r* am r^cr- btnbe Verpflichtung jur äbrllchen Vervi s« ntlichung bes R ü st ungs'i ander gehl. Ti« (5kbeimb.3:tjnq der K ir: »rbere t mgen und die Sbrüftunc. so betonte er m. "r i.'.± pi^en nicht zusammen wahrerd andere ?elegiert«, bar- unter der schwrdi'che Vertreter. f>*r n n i n g, dem hoHLtdischen Z"ia! ntr.^ im Grund io st zu,>nnnten. betonten ?er japanische und der • r a n 5 ö •
Vie Genfer Abrüstungskonferenz '
Sens. 21 April. 1DV.) In Abwesenheit von Paul-Boncour und Lord Robert Cecil hat beul« der oorbtreiienbe 'Üdrüftungsausschust feine Tagung wieder ausgenommen. Für den wchlust bi«» ! ser Tagung werden Frankreich und England wahr» lcheinlich dura, ihren zweiten Delegierten Comte Clauiel und etr Cecil hurst t>er:r<un sein. Behandelt wurde u. a bie Frage der ausnahmsweise^ Befreiung von den Bestimmungen der Hb- . rüfhingtronr.nuon. Cm belgischer Zusayantrag | steht vor. hast leder Vertragspartner, der durch ir-
Kontoröat ober Staatsgesetz.
von Gehennrat vr. Heinrich Kunkel, vl. H.K.
»ein« Frage be» innerpvll tischen L'ebm» hat le,t der Revolution da» deutsche Volk so im Innersten aufgeregt wie bi« Konkordatesrag« Um um» «» 1'* dabei twnbelr Konkordate sind ® er träge mit der römischen Kurie, durch bi« ba • He r b d 11 ni » zwischen Staat und katholischer ft i r d) < geregelt roirb. Ueber die Kot Wendigkeit «in«» ftonkordatabschlusse» geben bk «emui gen auseinander Dl« einen ballen den Adschlust «ine» Sonkordot» mit der römischen fturi. für ein« Versündigung am «oongelischen Voll.geilte. andere et- • ebnen dadurch ein« innere konseslmnellc Seirffb, g.ina weite evangelische Kreis« erhoffen nach dem 3b|d)hih eine» Konkordat» mit bei Kurie 1-fllci* auch in einem Stddt»ge|etje votteil« für di« emm geli'che Kirche, die 'onst nicht erreicht würden To politische und kirchlich« Liberalismus furcht«t durch ein Konkordat überhaupt Heeintradlhgunfl der cUot»bobfii in Bildung»- und ftultursiagen und weitere geistig« Spaltung unsere» deutschen Volk»- tum».
Zwei €timung»mom«nie deeinirachngen ju- machst ein« ruhige und vorurteilslos« Be..rteiluni der Frage Dav «in« entspringt der Resonanz, die her Inhalt de« bayrischen Konkordat» im übrigen Deutschland gefunden Hot. Iie Regelung bei Lchiisiragen. der l^hrersrag«. der Frage der the logischen Professuren wird in wetten Krelstm al» kultureller Rückschritt empfunden. Dies« j
widersprech« b«r Versassung»deskitnmung^ .Di« Wsi fenschaft u.ib ihre Lehre linb srel TM |«1 dne alte liberale kulturpolitisch« Forderuna. Und hierin liegt bao zweit« Stimmung* Moment. Äer.ilk in bei Zeit der KOjohrfgen Siede'.kseiern de» nakionallfbr- roten (Rebtinfen» empfindet man die Konkordat» Verhandlungen al» schlechtd.n gegen den Ude roten Gedanken gerichtet, h ober« Hart. ®e nährt wird dies«» Misti rauen gegen <m Konkordat noch durch bi« Heimlichkeiten. mit der die Verband- langen bi» beute dein den werden, bie naturgemäst allen schlimmen Vermutungen Tür und Tor offnen «Qe» bin erschwert eine sachlich objektiv« «curteP
sssche Delegierte den engen Zusammenhan jmi- schkn Sicherheit und Geheimhaltung der Rüstungsrordercitungen. 'oaiat sie bie Uandesoer- teibiflung betreffen, und bezeichneten di« verpslich» tung aus irgendeine fest« Linie al» gefährlich.
Die Koalitioiispolilist bes Zentrums.
Qigencr Drahtdertch; bes ..(Siebener »njeigtri".
Berlin. 22. Apr.l. 5he e.genürtigc Stellung. die tu c< -irv, '»Partei in ihrer Toppclngen- lchait dU 3ng<bör.gc der ÄoaMvcm mA Oft Rechten im Reich« mit der Linken in Preußen einnimmt, hat. wie gistern schon kurz geme»on. d-.e _9( rtnam 0“ beUimml grundsätzliche AuS- füb rangen zur neuen Koalition zu vrrösient- I-chen. di« allzemeinem Interrsie bezegnet lind. Dicke Aussührur.gcn find zwe si'lw» n ch: ron ungefähr gekommen, 'ordern verfolge" e ne re- stimmte Xxntenj: sie sollen ossendar baru ö.enen, ben immer tri.dcr auftauchen'>en Sc rächten von e.ner demnächstigen .Angleichung- der Koalition in Prcusten an b 1 e | e ni ge . m Re . L den Boden ’.u entliehen.
Die Schwiergke tcn bti 3:r.trum« liegen ja nun n ch: blofi in te.r.er S:<-.ung tmtrbilb rDerer stark dirrrgierender Kval.tivnen im Rc-.rc J.nb .m grvstten Aunre^staat sondern auch rn keiner betonten 2bne gur.g gegen j«v« RechtSk 0 a! iti 0 n bi6 «u dem Augen^l.ch r-o c ne solche im Aerlaus der vor.gen ÄrJe tatsächlich unvermeidbar geworden schien. D c Ausführungen ter _®<rmar:a“ profani eren reShalb e.n Snstem vollständiger Freizügigkeit *üt t:e Partei die hrer ganzen Struktur nach und rat mcnst. ^cr Dorausf.cht stet» zum W.tregieren berufen k«. und ".e in f?vvöl'.: on treten könne. T e1? Ausnahmestellung innerhalb der deurkchen ^ne en le: aber Unverträglich dam t. t:^ rrx ö ef. . arbeit ar. e.ner verlängere". Ksa« i on als eine Relatzung und cU e.nc A ndu-g «mpgje »«« eine Koaliiivn durch e ne andere adgeirn werr«. D eker Dekan.'eng---., Hai untre : g eme ÄreJ- | t:o'jrg und findet beni auch heute m der ^.e4 e
Hamburg 21. April. iZlLl 3n Anwesen- 1 Helt von mehr al» 590 Delegierten und mehreren t bunheti Gästen wurde heute in Hamburg der 7 ordentliche Parteitag der Deutschen Demokratischen Partei durch den ReichSminister a. D. Koch-Weser eröffnet Dieser erklärt«, hast neue» Leben in der Demokratischen Partei blüh« Wenn fic auch jetzt un Reiche in der Opposition stehe, <0 werbe sie nicht weniger verantivortungsvvll sein. Sine ihrer Ausgaben seh« fle darin, b«n recht» von ihr stchenden PaNei«n ein TDdler- beschreiten reaktionärer Dahnen dadurch zu erschweren da« fi« fortgesetzt ihr« warnende Stimme erhell Hieraus begrüstte der Redner be- ’onber» die Gaste au» Danzig und dem Soar- gebiet sowie die üertreter der demokratischen und der radikalen Partei Frankreich« al« Delegiert« der internationalen Union Dann d.-grüstlc der Shrenvorsitzende der Partei. Dür^imelster Dr. Petersen, den ParteUag zugleich auch al» Präsident de» hamburgischen Senates Rach Der- lefung mehrerer DegrüstungStelegramme ctgnff der Parte»Vorsitzende. ReichSiiiiniller a. D. K 0 ch 1 da» Wort »u seinem Dortrag über den .Drost- deutschen Sinheit-staat- Der Redner führte u.a. aus ,
UnilarUinui und Dezeiiiralisation. Sinheit und Gliederung seien die Dorbedingungen für die Organisation lebe« Grohstaates Die ZetUrale müsse so fchlagsertig gestaltet werden, dast sie di« LebenSsraaei» der Ration ungehindert lösen könne. Sie müsse sich sveihalten von Ausgaben, bi« von Derbänden mit S i g « n »« r tt»al11 u n g gelöst werden könnten Wit dem Selbstbestim- mungSrecht der Derbänd« könne ein mastvolle« WitveratungS- und WitbestimmungS recht in den Angelegenheiten de« DefamtftaateS oerbunbrn sein In der deutschen Geschichte sei weder die Ombcit noch di« Gliederung r«i 'S«!<!)«» in befriedigender Weil.- ausgebildet worden. Der logt nannte gclur.be Föderalismus sei nichts als ein donastilcher PactikulariSmus getreten. Der heutige Föderalismus habe nicht» mit den Eigenarten der deutschen Stämme zu tun. öt sei nicht StammeS- söderalismuS. sondern SiaatenföderaliSmuS ober richtiger: StaatenegoiSmuS. Bon den dreizehn deutschen Stämmen seien sieben ganz und drei teilweise im preustischen Staat« vereint, ohne ihre Sigenart «ingebüstt zu haben. Die Cigenart der deutschen Stämme zu pflegen, sei eine Aufgabe be» gesamten Dolles aller deutschen Reich»-. Lande»- und 6tabttxrtoalturu'en.
Zu dem politischen Gedanken der deutschen Ginheit trete heute btt wi rtschast- liche Gedanke der Rationalisierung Wan könne der deui'chen Wirtschaft keine Rationalisierung zumuten, wenn man im beul d>en Staatsleben an ben Zustand de» Reben- und ®egenetnanberregier«n» festhalte 3ebe I grobe BerwaltungSrefvrm sei in Deuichland un« I möglich, wenn sie nicht auf der Grundlage ke» ! Sinheitsstaates beruhe. Die Revvluüon habe c» versäumt, den be»entrahfirrten SinheitS- staat herbeizulähren. Zu verneinen f«i heut? in erster Linie bie Souveränität. Die der Reichsinnenminister, enigrjen bem Inhalt bet TleichSverfassung. bejaht ha^-e Auch die Auf-
herauSgestrllt.
In ber Aussprache bezeichnet« b«t preuhifche Finanzmlnister Dr. H ö p k e r - A s ch 0 s । auch au» austenpolitifchen Gründen den S.nheitSstaat alS erstrebenswert. Die Reibungen »v.fchen den beiden '2-eiwalfungszentralen deS Reiches und Preuftri-s verschlängen «in Drittel ber ganz er. A r b e i I i t r a ft. Die in b«n preusti- sch-n Wi -.ister'.en überhaupt aufgewendet verarn müsf«. Di« Steuerverwaltung müsse ledigl <h Sache be» Reiche» fein (Sbrnlo b'.e Iustizverwal- tung. Obcrbürgcrmcifter Döst. Berlin, betonte, ed herrsche bet öinbrud vor. al» ob bie neue Reichsregierung eint söderalist.sche Politik treiben wolle.
3m lug«nbluf ist ba» allerding» noch an zwei >prau»fetzungcn geknupst: Hn bie endgültig« Zu» sag, Spanien» unb an den Cntfchlust oorojet- eustlonb». ausMrund ber Beilegunfl seine» tonHifi« m,t Oft Dchwnz. der bereite im vorigen Kahr« gleich,eiiia allen anberm Machten an .
Mo»kau ergangenen tflnlabungen ebensall» zu ent- Epen. Die W.chrlch<inttchkelt Ist In beiben FaU.» ,
groK Bei Spanien, besten «bkehr vom vätker- ja mehr eine grundsätzliche <st«si« al» ein Lu» I bnirf be» »unsche* war. bauemb ben Öen,er Arbeiten semzul'leiben. nimmt man bestimmt an. dast M In ben nächsten lagen seine Vertreter benennen wird Vei Kustland mürben bereits einzelne Kamen barunter berjenfge be» trüberen Leiter» ber Berliner Hanbelsoertretnng. Ltomonsakow genannt, unb es stnb Immerhin noch 14 Tage Zeit, um biese Frage «u» bem gtabium ber Erwägungen 'n ba». fenige bes Beschlüsse» überzusuhren.
Während also im Dölkerdund selbst bisher die Bereinigten Staaten von Amerika. Ruhlanb und die Türkei fehlen, unb Brasilien unb e pan^en ihren Rückt ritt anaemelbet oder sich vom Bölker- Hund abgewcndet Haden, haben die Bereinigten Staaten fünf Delegierte benannt, die — I« nach Gens befinden.
,»stand«» ermächtig! werden kann, unb Kar durch «instimn igen Zeschlust folgender Mächte: utschland vereinigte Staaten < rglonJ. i'ranh reich Italien. Iap n ;inb jener 5tac:en. bie bei Vc-
Regelung ber LandeSgefeygebung ver- falsungsm ästig zusteht. Auch bedürfen biete .Brrträge" keiner Zustimmung be» Reiches.
Preis fti 1 höh« f*r »n 11 mm «tnh »eil>ch R, tt»®4rt» 10 Kn*»pf«ewg; f*t K- hlae«afi»rtgri pm 70 W» Beeis» » ch.ps«*»»».
Plemper^fcnH JO* . «eh« fbrhrbiklru
Dr Fesedr Iv.ltz. Lange Verantw- r'-l'ch für DolMtz Dr 5« Uhlb- Canoe; ftr Sreilflee Dr A Ihr not.
r bre »beigen I«d Ernst Bln»sch«m; fsr be» Xn- feigenirti Aert AUmann. sämtlich « Eiehe».
Vie Weltroirtidiaristonfereii».
eigener Drahtbericht be» Giestener Anzeiger»'.
Berlin 21 Hpnl. Dast bte beoorftehenbe Wettw>rtschatt»konserenz Beschluss« von ein- schneidender ober gar umwälzender vebeutung bringt, bars nicht erwartet werben. Schon beshatd nicht, weil iveber bie ftonseren- al» solch« noch bi« non btn einzelnen Ländern entsendeten Vertreter irgendwelche Kompetenz hefigen um bin- benb« Beschliifie zu tasten, die ben ctaaun Ber- pftlchtungrn auf erlegen könnten Vder Monieren, neben dem zweiseflo» erheblichen Wate* rieJ an neuen «rttchafklichen «ebunken unb Ke- fö-mpMnen vebeutung bat. ist vor allem ber Um- nb. bast h»«r nach lehr langer Pause, bestimmt »um erstenmal noch ber kriegszeil. bl e fäm • (I <b # n fouverünen Staaten ber »elf vertreten sein werden.
Bei einer Derritorialon R«ugli^d?rung be» Reiche» sei an bem Bestände der mittel- grasten Länder seftzuhalten. Pr«u- sten sei in seiner ül*iragentK*n Gröste Un Rahmen be» Deutsch-n Reiche.- ber Vorläufer M beutschen Cinheit»staaies. bod» müsse brr Ber- such. Preusten durch Aussaugung aller Übrigen deutschen Länder ,um deutschen Gin hei t»staat werden zu lasten, ebenso wie eine preuhische Hegemonie abgelchnt werden.
Deni Bortrag folgte ein Referat des Rürn- berger Oberbürgermeisters Luppe über bi» gleiche Thema .Zur bie Durchführung be» Gedanken» des amba!t*ftflaiH seien zwei Wege Kngbar. öiranal die Au»dehnuna der Zusta^a- t dc» Reiche» unb dann da» sreiwiilige Auf- gehen her Länder in da» Reich Dast zur Schaf- fung de» notwendigen Sinheitüstaate» P reutzen nicht zertrümmert zu werden brauche, fei heute selbstverständlich Der umgekehrte Dsdank eines Auf gehens der übrigen Länder in Pr.utzrn. n>crbc auch nicht zum Ziele führen- Irgendein Weg müste aber gesucht werden, der die Selbst- verwaltur-g der Länder erhalte. Denn die ub?r- tricb.nc xkntcalifatlon habe sich oft al» sinnlos
lung ber Kon'ordaiesrage. _ ..
So sind denn weit« Kreise des deustchvi Volkes gegen Abschlust eines Konkor- dat» tu jeglicher Form Sie wollen weder Länder- noch Reichskonöordat Sie wollen al« Fragen, die einer Kcjclung zwischen Staat und katholilcher Kirche benötigen, durch Staats- gcsetz geregelt wissen Dom staatsrechtlichen Standpunkte aus empsieblt sich auch die Regelung durch ein Staatsgesetz Für die sachache 'Be- h*'nblung bedeutet dies keinerlei Bseintra^igunft. die parlaineniar:i«he Behandlung Hefte eher «inen Ausgleich der Interessen aller beledigten Kreis« zu als Konkorbat»v«rhandlung«n. Für den eiaa! selbst hätte eine solch« Reg«lung noch den groften Vorzug, dast s«in« Staatsautorität aus dies« Weife am stärksten gewahrt bliebe. Gr ist bann für alle Zeiten alteimgrr Herr bes Gesetze» Zur Abänberung oder gar zur Aus- bebung brauchte er nicht die .ustimr iung einer aufierhaatltdxn Instanz Da» ist keine Ueber- spannung deS Siaat»b«grisss. sondern ein« ebrnfo stark in ber gZch:chrl-chen Chittottflung begrün« bet er. Forberung wie bie Deruiksichltgung der betonteren kulturellen Qigenart ber einzelnen Länder .
Tiber die Fragestellung Konkordat ober Staatsgesetz ist in bieser umfaffmben Form bereits überholt. Die bl« Rcia/StagSauSIprache beim Chat bei Ministeriums des Innern erkennen lieft, sind die Jkr&anNunflen der Kurt« mit Preusten bereits in vollem Dange. Auch di« Ab'icht der Reich»r«gierung. zu einem RrichSkonkordat zu femrnen. wurde indirekt wenigstens bejaht, nenn auch hier noch feine '3erbanMun8»«rgcLni!k vorliegen. Gdensalls wird ieht bekannt, day auch Württemberg in Ber- hanblungrn mit der Kurie «üigetreten ist Damtt tritt nun der gesamt« Fragen!ompl«r in «in neue» Stadium. Ieyt hecht das Problem San- h«»fonlorbat ober Reich » kv n k v r bat, der beibet. Unb welche Fragen srtten bann ihre arkbtgunfl sinden?
Bereit» bei ben Derhanbiungen über das bayrisch« Konkordat Un Reichs lag 1925 trurbt di« Xtage ausg«worf«n. ob btr Ländern ver^a sungitz qemäst bie Berechtigung zuftehe. «-nkordat« abzu- chtteben. unb ob bi esem Anspruch Artikel 78 bet Reichsversassung nicht entgegenftünde Die Frage nach der Berechtigung wurde von drn meisten Rednern und auch von der Mehrheit des Hauke» bejaht. Mn Recht! Bei den Länberkon- kordaten. auch bei dr-n bayrischen. barJell e» sich nicht um Staatsv rträae im Sinn« de» Artikel 78. sondern u.n Angelegenheuen. beten
sich bereit« aus dem Wea.
hat Brasilien seinerseits zwei Delegierte benannt. unb bk Türkei einen Da» ist an sich nicht» Ungewöhnliches, weil >a z. D. auch im Internationalen Arbeitsamt Staaten vertreten find und waren, die dem Dölkerbund selbst nicht angeftörtnt, well ferner bie Schieb Sa erichtSbarkeit de« Dölker- InxnN« von Rlchimiigliedem anerkannt wurde oder werden soNte. wie z. B. im Falle Ame- ' tifa Immerhin hat der Torgang e:ne mehr- ! sach« symptomatische Bedeutung. Denn er zeigt einerseits, daft die Zurückhattung vom Bölker- bunb unb seinen Arbeiten doch allerseits stark abgeschw,'ichi worden ist. seitdem auch Deutschland Witglieb beS Bundes unb beS RateS wurde Cr zetat aus der anderen Seite die überragende Bedeutung, die man aNerwärtS den wlrtschastiichen Problemen beuniftt. so bist man selbst grundsätzlich« Bedenken fleqen daS Genfer Parke« gegenüber der Möglichkeit zuruiksteltt. an der Sanierung der Wcltirirtfchast mitzuar» beiten. Dust Hefe Arbeit sich n.cht ganx lo»- gdftft von der Genfer DölkerbundSannolphär« vollziehen kann wenn fle In dem Rahmen unb wüt Hilfe be« Apparate« b.-s Völkerbunde« vor sich gebt ist wohl kldltvcrftänd: L Ueber ihre praktischen unb wi'knlchistl.chen «rgebnisie h.n- aus wird sich allo d'.e Wellvirischcft«konsern^ voraussichtlich a!S ein ausgez-.chnete« Prrpa- Äon6aimtcmcbnftp bei T6lkrbunbe« auSwirlen unb aus bleiern Gebiete e nen aewisien Rutzen 5htn. wenn ba« auf ihrem eigentlichen Ge-
rtt nicht schon ohne we terr« gelingen folUt.
ber verschiedenen Parteirichtungen eine entsprechende Wurd gung. Während er sich du» zu einem gdoif’en Grad« ausdrängt, wirkt aber aU ein« Feftirrmt? Äirbgebung >ur aug«tiblidli4>en Lage die Feststellung, dah die erdrückende Wchche.t der Zentrum^anhänger einen Truch b« "p°‘ htion in Preuhen nicht wünsche, in igr ota- mehr eine Art Garantie für das Verbleiben de S politischen Schwer- gewicht« in der Mitte s.he DaS leg« sowohl im Interesie der Gesamtheit, wie auch bet Zentrumspartei, ,
Vsn einem T<tl der Linkspresse werden diele Aussasiungen als an die Adresse der Deutschnationaler, gerichtet empsunben. beten Wünsche ja besonder- aus die Cdangung t<t Macht in Preusten gingen. SS ist möglich, bah bas bezweckt trat, kenn ber gut abgewogene Artikel ftelli auf brr anbern Veit« Me Frsttgung ber ReichSloalition. den .Zwang zum 3ulammcnbldben" fest unb findet im «tat unb in der Perknalpolitik bet lehren drei Monate bk Sputen der neuen Mehrheit recht deutlich ge- »cichnet. So unangenehm diese Feststellung manchen Gegnern der gcaentoätilgen Koalttion im Rei§ sein mag trifft sie durchaus den Kem ber Ttni: unb scheint eine Bestätigung für Me R'.cht"b'i unb ftaatSmanmsch'' Ginsicht deS m- ncrjei.igcn Zent rums rnttchlufseS zur Bildung Meier Äccittinn. so seht man ihn gcsühlSmäfng in riar.t.n Äreikn damals abgrlchnt hat. Die gr- 'chickte polilifche Taktik des Zentrums fchernt. aacrb.r.g» im Dere n mit einer gleichfalls verständnisvollen politi'chen Haltung det Drui'ch- nationalen gegenüber den Realitäten, in Der Sicherung der beiben gleichsam aegensaflichen Koalitionen ir. Reiche unb in P reust en tv Mög- lichkett ge»chaifen zu haben, un ein Auskrmpen- lirrer. der Kr^fie auf längere Sicht het^ »a ub- ren daS t-m SchwerpUAN bei ber Mitte, al p knien Endes bei ber Zentrum S v a rl ei f , [ b ft txlübL Denn dakurch Srschuuorungen ber dcutfchc- Innrnpolittk vermie'ii unb bie Dosis der Austenvolittt verbreitert werten ist, so wirb nan d s Ergebnis vorn gesamtteut«ch«i Starbpunft unbeschadet bet pane-^olisi'chen Einstellung lchliehlich begrüben können.
m. 95 trues blan ' . 177. Jahrgang 8««ag. 22. April 1921
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
»OMNiag» —d tzeUsgea
WEMt».tzez»»»pt«i»: । 9lai4»arai> *■* 3D B-ch»pkM-^ *** loh». —ch »*’ B^^Merr Gemalt. A»r»s»r«cha»schl»ss«t »1, M NNd 111 lnkfcntt für Vrohrnach. richte« »tzeiger Gietze».
ftreiherl <■ Diele 11«M.
Auch fachlich gibt es eine Reih« von Fragen, die eine Regelung zwilchen Staat und K rche. ailerd-ngS nur in den Grenzen der Derfasiung notwendig machen, wenn dieS durch ein Staat« gde» ober durch rn Reichskonkor-at n.yt mög- _ ± st. SrstereS ist. w e gesagt, bereits übet- hv't unb letzter Z -st nicht möc'ch. tr Id kulturelle E ^mert und die geschchri ^e Cnf- Wicklung drr einzelnen Länder individuell unb eigenartig gelagert ist. so dast sie nicht nad v mklben Schema eine» TkeichskonkortS fr regelt werden können. Die» tour' ^enr c materielle Bindungen für die Länder cr.tg ■ V.t. kaum in solch allgemeiner Form gc'chehen l'>"- nm, dast sie allen Länberiniererfen in gle tf er


