bereits eine entsprechende Pension erreicht baten. Schließlich wurde bestimmt, daß Schwerbeschädigte, die sich bereit- in einer Beamtenstellung befinden, den Beamtenschein nicht mehr erhalten können.
--d. StadtischeHolzversteigerung. Bei der gestrigen Rutzholzversteigerung der Stadt wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenschnittyolz 1 bis 4. Kl. 35 bis 54 IE!., Eichenschnittholz 1 bis 4. Kl. 58 bis 136 Mk, Kies ern schnitt Holz 2. bis 3. Kl. 50 bis 74 Mk., Fichtenschnittholz 1. Kl. 73 Mk., Buchenbauholz 2. bis 4. Kl. 30 bis 38 Mk., Hainbuchenbauholz 4. bis 6. Kl. 36,50 Ml.. Eichenbauholz 3. bis 6 Kl. 25 bis 57 Mk., Kiefernbauholz 2 bis 5. Kl. 28 bis 47 MI., Fichtenbauholz 2. bis 4 Kl. 40 bis 50 Mt. je Fstm., Eichen-, Eschen-, Ahorn- Fichtenderbstangen 1. und 2. Kl. 30 bis 49 Mk. je Fstm.; Eichennuhscheiter 38 Mk.. Kieserunuy- scheit er 20 Mt., Kiefernrundscheiter 20 Mk. je Am.
Oberhesten.
Landkreis Gießen
X Klein-Linden. 21. März. Die hiesige Spar- und Darlehn skasse hiel! am Samstagabend ihre diesjährige Generalversammlung ab. Einleitend erstattete der Direktor Fey den Geschäftsbericht, dem folgendes zu entnehmen war Der Sparverlehr ergab Ende 1926 insgesamt 7000 Mt.. gegen über 1900 Mt. im Jahre 1924; die Spareinlagen beliefen sicy>Endcl926 auf 57 500 Mt. gegenüber 8000 Mt. Ende 1921. Dank dieser Zunahme bet Spareinlagen tonnten alle Kreditgesuche der Möglicher aus eigenen Mitteln der Kasse befriedigt werden. Der Gesamtumsatz belief sich im Fahre 192C aus 400 000 Mark. Während d e Kosse 1923 bei der Gründung 20 Mitglieder zählte, ist die Mitglieder- zahl bis Ende 1926 auf 126 gestiegen Aach der vom A.chner Jung verlesenen Bilanz belaufen sich die Altiven auf 69 205,43 Mk die Passiven auf 67 827,23 Mk. her Reingewinn, somit aus 1378.20 Mt. Die Geschäftsanteile werden mit 12 Prozent verzinst, der verbleibende Rest des Reingewinns wird der Reserve und der Be-- triebsrücfiage zugeführt Dem Borstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt und die satzungsgemäst ausscheidenden Dorstandsund Aufsichtsratsinitgleder wiedergewählt. 3m weiteren Verlaufe der Versammlung hielt Oberrevisor Hartmann einen interessanten Vortrag über Zinsvolitik und gegenwärtige Finanzlage
d. Heuchelheim, 21. Mär^. an unserem Orte wird gegenwärtig mit graftem Eifer für das im Juli hier stattsindende G a u i u r n s e st des Turngaues Hessen der D. T. gerüstet. Die vorn Turnverein gebildeten Ausschüsse bemühen sich eifrigst, für das volle Gelingen der Veranstaltung die besten Vorbedingungen zu schassen. 3n der Einwohnerschaft finden diese Bemühungen weitestgehendes Cntgegmkom- men. Dem Wohnungsausschust ist es jetzt schon gelungen, für fast sämtliche auswärtige Turner Privatquartiere sicherzu- [teilen. Die Gemeindeverwaltung hat im Hinblick auf das Fest vor kurzem die A erg rotze- rnngdes Sportplatzes und den Ausbau der dorthin führenden Straßen in Angriff genommen, jetzt beginnt sie. dem Abhang des Geiersberges ein würdiges Aussehen geben zu lassen. Dieser soll zu einer Anlage hcrge- richtet und mit einer Treppe zum Sportplatz versehen werden: ferner werden dort Blumen- und Ziersträucheranpflanzungen geschaffen. Die Arbeiten werden von Erwerbslosen ausgeführt
0 Lollar. 21. März. Einen öffentlichen Kolonialvvrtrag vermittelte die Orte* gruppe Lollar des Deutschen See Vereins. Am Samstagabend sprach im Saale „Ium KSchwancn" her Gouvemeiaentssekrelär a. D Dietz aus Darmstadt über „Deutsch-Ostafrika und ' seine Bedeutung für das deutsche Volk". Der Vortrag war belebt durch etwa 100 vom Vortragenden selbst ausgenommene farbige Lichtbilder. Der Redner war von 1895 ois 1919. zuerst als Pflanzer, bann als Kaufmann, schließlich als Beamter im Schutzgebiet tätig, das er infolgedessen gründlich kennt Reicher Beifall lohnte die trefflichen Ausführungen. die den Zu- börern die kolonisatorische Eignung des Deutschen und die Rotwendigleit des Besitzes von Kolonien für unser Volk in klarer Weise erkennen Hetzen. Am Rachmittag ging der Vortrag für die älteren Schulkinder voraus. Ende dieses Monats scheidet der Kreisftraftenwart Heinrich E r t e l, wohnhaft im benachbarten Ruttershausen, nach 33jähriger Tätigkeit infolge Erreichung der Altersgreirze (65 Jahre) aus dem Dienst aus. Ein Rachfolger ist bis jetzt nicht bestellt. - Vor einigen Tagen wurde an dieser Stelle von der beabsichtigten Linienführung der Hasraba (Auiomobilstratze Hamburg Mailand) durch unsere Gegend berichtet. Danach mutzte angenommen werden, datz die Strafte, von Odenhausen kommend, entlang der rechten Lahnseite, hen Ort Ruttershausen links liegen lassend, also oberhalb des Friedhofs vorbeiführend, an der Landesgrenze der Strafte Ruttershausen - Witzmar in die Gemarkung Witzmar eintretend und durch diese in Richtung Wieseck- Gietzen geplant sei. Für den Kenner des Geländes war das einigermaßen zweifelhaft, bildet doch das etwa 30 Meter hohe seksige Gelände (Steinbrüche) an der Strafte Ruttershausen Oben» hausen (Hallermark), das durchstochen werden müfttc, grotze Schwierigkeiten für eine derartige Linienführung. Dazu kommt noch, datz dieser tiefe Einschnitt in eint Kurve zu liegen käme, hie gleichfalls nicht den Voraussetzungen und Be- dinaungen, die an den Bau dieser Strafte gestellt sind 'Radius nicht unter 500 Meter) entsprechen würde Es wird nun neuerdings bekannt. datz man von dieser Darstellung abge
kommen ist und nunmehr beabsichtigt. die Auto- mobilstratze bereits in der Rühe des Haltepunktes Friedelhausen auf einer zu erbauenden Brücke die Lahn und durch eine Heber* füftrung die Main-Weser-Bahn überqueren zu lassen. Der weitere Weg führe bann durch die Gemarkung Staufenberg in Richtung Wieseck— Gietzen.
ch Daubringen, 20. März. Gestern abend bot die hiesige Ortsgruppe be£ Raiffeisen- verbandes im Saale des Gastwirts Schäfer ihren Mitgliedern und Freunden einen Z a m i • lie nabenb, bet überaus stark besucht war. Rach den Begrützungsworten des ersten Vorsitzenden. Förster Braun, gab dieser ein anschauliches Bild des abgelaufenen Gcschäflsjahres und erläuterte in kurzen Zügen das wichtigste Geschäftsprinzip und die Bedeutung der Raifs- eisenvereinigung. Alsdann wurde Kaffee und Kuchen gereicht. Der unterhaltende Teil des Abends war Lehrer Henkel übertragen, der seiner Ausgabe ausS beste gerecht wurde. 11. a. wurde ein L i ch t b i ld e r v o r t r a g geboten, der die Anwesenden in 68 Raturaufnahmen im Geiste an die See führte Die Veranstaltung fand allgemeine Anerkennung
f Grün berg, 21. März. Auf dem Gute Wart Hof ist man gegenwärtig damit beschäftigt, weite Flächen Ackerlandes als Viehweide anzulegen und einzuzäunen. Der Land- wirtschastskammerausschutz für Oberheffen. dem her Betrieb untersteht, beabsichtigt in diesem Jahre bedeutend mehr Jungvieh als bisher hier auf die Weide zu schicken. Der kleine Rest des verbleibenden Ackerlandes wird in diesem Zähre zum letztenmal mit Gerste und Klee bc= stellt, vom nächsten Jahre ab wird auch diese Fläche als Viehweide 'Verwendung finden. Als Ackerland sollen bann nur 5 bis 6 Morgen bewirtschaftet werden, während der übrige Teil, ungefähr 350 Morgen, als Weideland Benutzung findet. Man hofft, vom nächsten Jahre ab etwa 400 Stück Rindvieh hier zur Weide bringen zu können.
1- Harbach. 21. März. Der Gemeinde- rat hat den Betrag von 600 Mark zur Vornahme oon Schürfungen nach Basalt am Spielberge. 1 Km. von her Haltestelle Hqrbach entfernt, bewilligt. Die Arbeiten sollen von den 18 Erwerbslosen des Ortes ausgesichrl werden. Man hofft ein abbauwürdiges Basaltvorkommen anzutrefsen Falls das Ausmaß des Basaltes lohnend ist. will man zum Abtransport her Steine bis zur Hciltestelle der Butzbach Sicher Bahn eine Schmalspurbahn erbauen.
-- L i ch. 21. März. Die hiesige Vruder- schaft des I u n g d e u t s ch e n Ordens veranstaltete am Samstagabend in der Turnhalle einen sehr gut besuchten Vortrags- und Familien ab end. der sich in seinen Darbietungen auf beachtlicher Höhe zeigte. Durch die Mitwirkung des hiesigen Posaunenchors und des hessischen Voltsdichters Wilhelm Reuter erhielt die Vortragssolge inhaltlich eine wertvolle Bereicherung. Die Ansprache des letzteren über ..Passionszeiten des deutschen Volkes" und seine Vorträge aus eigenen Werken fanden ungeteilten Beifall. Sehr wirkungsvoll wurde von Mitgliedern der Bruderschaft Th. Körners „Detter aus Bremen" gespielt. Dechant Lenz sprach ein wirkungsvolles Schlußwort.
Lich, 21. März. Einen seltenen Kunstgenuß bot der Gesangverein „Eäcilia". der für gestern zu seinem diesjährigen Konzert in die erweiterte Turnhalle ctngelaben hatte. Recht zahlreich hatte das Publikum von Lich und älmgegend der Einladung Folge geleistet-, namentlich hatten sich die Brudervereine von Gietzen stark eingesunden Der konzertgebende Verein hatte ein erstklassiges Programm zusammengestellt. das von hohem volksbildendem Geist getragen war. Stimmungsvoll fügte fich der erste Teil des Programms in die gegenwärtige Pas- sionszeit ein. galt er doch dem Gedächtnis unseres größten deutschen Meisters der Musik. Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750). Mit dem machtvollen Choral: ..Dir, dir, Jehova, will ich fingen" wurde das Konzert eingeleitet. Es wechselten Bach'sche Musikstücke für Cello und Bariton ab. Den Höhepunkt, vielleicht deS ganzen Programms, bildete das für Männerchor ausgearbeitete, auf höchster musikalischer Stufe stehende Lied: „Bist du bei mir." Der zweite Teil brachte Mujikstücke von Mozart. Loewe Lassen. Henschel und Bruch und Chöre von Curti, Mendelssohn-Bartholdy, Abt, Hegar und andere. Datz der Verein auch schwierige Werke neuerer Komponisten ganz vorzüglich wiedergehen kann, bewies der hervorragende Vortrag von Hegars: ..Schlafwandel". Auch die übrigen Chöre fanden dankbarste Ausnahme. Als Cellist war Bruno H e r r m a n n - Gietzen gewonnen worden, der sein Instrument meisterhaft beherrschte. Sein Larghetto von Mozart war ein Kunstgenuß ersten Ranges, wie auch seine übrigen Vorträge stürmischen Beifall auslösten. Der Baritonist Wilhelm Schmidt von der Mainzer Oper, Sohn eines geborenen Lichers, fügte sich mit seinen Liedern passend dem Ganzen ein. Mil seiner machtvollen, klaren Stimme wurde er seiner schweren Ausgabe gerecht. Besonders gefiel die Ballade von Loewe: ..Der Röck." Herr Schmidt sowohl wie Herr Herrmann wurden durch starken Beifall zu einer Beigabe genötigt Die Leitung des ganzen Konzerts, wie auch die funftfinnige Begleitung des Cellisten und des Sängers, lagen in der Hand des Chormeisters, Lehrer Karl Stein von Lich. Ihm besonders gebührt das Verdienst, den Verein auf diese hohe gesangliche Stuse gebracht zu haben.
Aus der nördlichen Wette rau. 21 März. Die teuren Kanosselpreise und der Preissturz für fette Schweine haben nun endlich einen merklichen Rückgang der Ferkelpreise gebracht. Es kostete das Ferkel, vier
Wochen alt. 26 bis 29 Mk. für knappere Darc wird entsprechend weniger gefordert. Die Ferkel- Händler wollen sich mir zögernd an biete 'Ereife gewöhnen.
Kreis Friedberg
Zriebberg. 21. März. Sine interessante Zusammenstellung hat bas hiesige S k a n b e s • am t her Oesfentlichkeit übergeben: Es hantelt sich um eine älebersicht über die G eb u r t s -, H c i - rats - und Stcrbefälle im Jahre 1913 und in den Jahren 1916 bis 1926. Das Jahr 1913 wies 204 Geburten, 71 Heiraten und 158 Sterbefälle auf, während für das Jahr 1926 die entsprechenden Zahlen 161. 74 und 137 lauten. Die Kurve, die die beiden Jahre 1913 und 1926 verbindet, zeigt merkliche Schwankungen. 'Die Geburtenzahl erreicht 1918 mit 103 ihren riessten Stand, wäh- rend sie mit 207 in 1923 den eianh von 1913 übersteigt. Die Zahl der Eheschließungen fäfi: 1916 auf 34. steigt dann langsam wieder, um 1920 ihren höchsten Stand mit 131 zu erreichen, und von da ab wieder aus die Durchschnittszahl der Vorkriegsjahre zu fallen. Die Zahl der Sterbesälle erreichte mit 260 im Grippejahre 1918 ihre größte Höhe, sie war mit 127 am geringsten 1925/
DSR. Friedberg, 21. März. Der Fuft- ballverein Olympia in Friedberg-Fauerbach weilte gestern in Assenheim zum Ausirag eines Spieles mit dem dortigen Verein. Im Verlause des Spiels zeigte sich Olympia überlegen. Das ver- anlaftte mehrere junge Leute von Assenheim. tätlich gegen die technisch bessere Mannschaft vorzugehen. Im Verlause der Schlägerei wurde die Situation für Olympia sehr bedrohlich. so haft das lleberfallfommanbo der Schutzvolizei eingreifen und die Olympianer unter feinem Schutz aus Assenhci.n herausführen mutzte. Auch das Messer spielte bei der Keilerei eine traurige Rolle. Zwei Personen wurden erheblich v erlebt inS hiesige Bürger- Hospital eingeliefert.
y. Wölsersheim, 21 März. Vorige Woche hat sich hier aus Mitgliedern des M t l i- tärvereins eine Schützenabteilung gebildet. Dieser können als aktive Mitglieder nur gediente Soldaten beitret en. Die Schießübungen /ollen mit kleinkalibrigem Gewehr (c Millimeter) vorgenommen werden Vorstand ist Landwirt Heinrich Schmidt. In der Gemeinberars-
sihung ist u.a. auch die Vergebung der G e m e i n d ea r b e i t e n genehmigt worden. Danach erhält der Gänsehirt 173 Mc.. für Fütterung und Pflege Dreier Bullen werden 1418 Ml, für das Halten zweier Eber 500 Mk., für das Halten dreier Ziegenböcke 600 Mk. und für das Vorführen der Bullen 550 Mk. gewährt Für das Reinigen der drei Echulsäle wurden 450 Mk., für die Säuberung der Gemeindepkäye in der Dors- stratze 523 Mk. und für Bereithalten her Pferde zum Fahren der Feuerspritze 15 Mk. bewilligt. Die Vergütung des Schweinehirten und Totengräbers wurden von 120 auf 150 Mk jährlich erhöht
SUTie Büdingen.
WSR. Büdingen, 21. März. DeimSpielen fiel das dreijährige Söhnchen ves Forst ersKreu her in den hochgehenden Seern en- bach. Das 13jährige Töchterchen des Försters Faust, das den VoHall bemerkte, sprang dem Kinde, daS schon über 60 Meter von der Strömung fortgerissen worden war. nach und rettete e s mit eigener Lebensgefahr unter großen Anstrengungen vom Tode des Ertrinkens.
* Büdingen. 21. März. Am Samstag fand in der Walther'schen Gastwirtschaft zu Stockheim eine Versammlung von Vertrauensmännern der Kreisgruppe Büdingen der Deutschnationalen Volkspartei statt. Satzungsgemätz wurde die Reuwahl des Vorstandes vorgenommen. Hieraus hielt Studienrct Dr Lenz-Gietzen einen mit grotzem und verdientem Beifall aufgenommenen Tort tag über „Po- litische Zeit- und Streitfragen" Eine rege Aus' spräche schloß sich an.
ow. Ober-Widder Sh ei m. 2i März In den letzten Tagen kamen die Grund ft ü d c der Pfarrei Ober-Widders heim zm Reuverpachtung für die nächsten 9 Jahre. Dabei wurden in der Gemarkung Ober-Widders heim für den Morgen Ackerland durchschnittlich 35 Mk., für Wiesen pro Morgen durchschnittlich 60 Mk. geboten. In der Gemarkung Ilnter-Wih- derSheim kam Ackerland pro Morgen auf 36 Qllf .. Wiesen auf 43 Mk. zu stehen. Die Preise in der Gemarkung Ober-Wibcersheim entsprechen etwa den Preisen im Jahre 1914. während in her Gemarkung Ünter-Wi doersyeim nur etwa drei Viertel des Pachtpreifes von 1914 erzielt wurden. Die Pächter übernahmen nach den Verpachtungs- bedingungen auch die Verpflichtung, zu dem Pachtpreis noch einen Zuschlag von 20 Proz. zu zahlen zur Abgeltung der auf den Grundstücken lastenden Abgaben, die dann von der Verpächterin entrichtet werden. Ranientlich die in der Gemarkung Ober-Widdersheim gebotenen Preise zeigen, datz unsere landwirtscdasttreibende Bevölkerung doch immer noch mit ihrer treuen fleißigen Arbeit aus dem Grund und Boden Werte zu schaffen sich zutraut.
:. O b e r - W i d d e r s h e i m , 2l. März. In der Gastwirtschast Friedrich Schneider sprach am Samstagabend Diplom-Landwirt Gräber von her Landwirtschastskammer über das Thema: „Die Bedeutung der Grünlandwirtschasl". Seine Ausführungen fanden bei den Erschienenen lebhaften Beifall.
Starkenburg.
WSR. Offenbach. 21. März Die alle, nicht auszurottende Unfitte, Schalen von Obst und Sübsrüchten achtlos auf hie- Stratze zu werfen, hatte hier einen schweren Unfall zur Folge In der Bieberer Stratze trat ein 75 Jahre
aller Herr beim Spazierengehen auf eine Orange- schale. glitt aus und stürzte lo unglücklich auf das Pflaster, datz er sich schwere Verletzungen an Kops Händen und Beinen zu- zog. Der Verletzte mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
WSR. Heppenheim a. d. Bergstraße 21. März. Der Frühlingsanfang hat fich an der Bergstraße in echter Frühlingsweise aus- gewirkt. Rachdem schon 'eit einigen Tagen Bäume und Sträucher ein l.chles Grün tragen, zeigen sich seit gestern nach schon die ersten Frühobstblüten. Den Beginn machen die Mandelbäume, die feit gestern und heute fast an der ganzen Bergstraße, von Gtoingcnbera über Bensheim und Heppenheim bis nach Weinheim. in voller Blüte tzehen und ein wunderbares Bild bieten. Hoffentlich gibt es während der Blütezeit feinen Kälterückiall
Rheinhessen.
WER. Bingen. 21. März. Durch .... Baufachmann wurde dem hiesigen Stadtv.7 a in t vorgeworfen, daß bei den zur Zeil im K begriffenen SiedlungSbauten Der fchwc düng getrieben werde. Gleichzeitig- MtirD h . Verdacht ausgesprochen, datz ein hiesiger ■ Werker und Stadtverordneter unc laubte Abrede vor der Submission gc troffen habe. Die Stadtverordnetenver^ammlu! hat jetzt an die Verwaltung eine Anfrage gerichtet. in der sie verlangt, daß diese Vorwü-. amtlich geprüft werden und datz. falle fich hie Vorwürfe bewahrheiten die nötigen Schrill unternommen werden sollen. Zur Klärung bei Sachlage hat der beschuldigte Ltadtverordn bereits seinenrils Privatklage angestrengt.
Preußen.
Sivciö Wetzlar.
| Wetzlar, 21. März. Zur Behebung ö c r Hochwassergefahr laßt die Stadt unlc halb des großen Wehres bis zur Etarkenweid. eine erhebliche Verbreiterung des Flußbettes der Lahn vornehmen. Von der großen Bleiche werden große Erbmassen abgetragen und zur Auffüllung des verbleibcnben Geländes benutzt. Auch soll ein Hochwasserdamm um dv ganze Insel gezogen werden Erfreulicherwei' können bei diesen Arbeiten eine große Zahl von Erwerbslosen beschäsligt werde! die hierdurct' für mehrere Monate lohnenden Verdienst erhallen. - Die seit einiger Zeit eingerichtete Autobuslinie vom Bahnhof bis um ft ä h : Krankenhaus erfreut sich einer steigender Beliebtheit. Die Linie, die die H. uptverkehrs ft raßen der Stadt etwa halbstündlich passic' hat Anschluß an die meisten von hier abgehend, und anlommenden Züge. Da ein Bedürfnis g für weitere Stadtteile besteht, so ist mit ein Vermehrung der Linien und einer Bei stärkung des Wagenparks in nächster Zeit rechnen. Der Wunsch einiger in der Rähe liegen der Orte, wie Rauborn usw aui Einbeziehung in diese neuen Verkehrslinien dürste oloh.n ebenfalls in Erfüllung gehen
O Dornholzhausen. 21. Marz erste Schnepfe im Distrikt . Brand" des ftieft gen Gemeindcwaldes schoß der Landwirt A n i r Althen von hier. Zur Hebu> g der Sctzw. in zücht, d. h. zur Verbesserung der nt und mi-z lichst hoher Verwertung der gezüchteten Tic«- gründete sich hier eine S ch w e i n e z i. h ' a - nossenschaft Als Zuchtrichtung hat b> e- nossenschast die des veredelten 9c«r5fc^tDeiii2e q.- wählt Ein Eber, der demnächst ancA'öc' uerben ’Tolt, ist bereits beschafft und einem Mitglieds hei Genossenschaft in Haltung gegeben. ES ipär? zu wünschen, wenn der Genossenschaft auch von h< Gemeinde eine Unterstützung in Gestalt einer B' - Hilfe zuteil würde Zu Vorstands'' tgli 'fern vo-.w den die Landwirte Anton Alt bei. T'-iIMt Braun und Anion Vogt
5 Großrechtenbach. 21. Mai> /. h; Lehrer der Bürgermeister, i Rechte r buch fand in der hiesigen Schule unter Leitung von Lehrer Gaß- Dutenhofen ein Turnkursu c- stall In dem Kursus wurde das neuere Turnen behau beit, das auch bei den diesjährigen Reichejugenbweli kämpfen norgeführt werden soll.
kreis Marburg.
WSR. Marburg. 21. März^ Auf wiederholte Eingaben der Dreihäuser Basalnndustrie hat jetzt der Kteisausschuß Marburg bei ber Marburger Kreisbahn den Tarif für Pflastersteine von 17 auf 15 Mark vorläufig aus ein Jahr ermäßigt. Um die Steigerung des Güterverkehrs auch der Allgemein' heit durch Verbesserung des au sich unrentablen Personenverkehrs zugute kommen zu lassen, beschloß der Ausschuß ferner, vom 1. Rkai b. I ab Mittwochs und SamstagS einen weiteren gemischten Zug von Marburg nach Dreihausen und zurück verkehren zu lassen. Weiter ßlaubtc der Kreis, ber Basaltinbustrie nicht entgegen- kommen zu können, da die Marburger Kreisbahn an sich schon die niedrigsten Tarife für Basaltmatertal habe.
Maingau.
W-SR. 5 r a n t f u r t a. M., 21. März. 9m Be triebe der Radiowerke Schneider-Opel A.-G. im Vorort Eschersheim hat sich am Samstagmiltag ein schweres Branbuugliikk ereignet. Der sechzehnjährige Lehrling Theodor Vogel hatte in der Neizungsanlage zu arbeiten und zum Reinigen un befugterroeije Benzin genommen. '21 uf bisher noch nicht aufgetläne Weise entzündete sich dabei ein Benzinbehälter, wodurch eine Erplosion erfolgte Der junge Mann erlitt dabei so schwere Brand wunden am ganzen Körper, daß er im Kranken Haus verstorben ist.
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