ständig erledigt Kern wollte bann noch einmal hingehen Schwing Hal aber entschieden cb- gelehnt. Kern erfunfhgtc sich bann nach dem Weg nach Bad Homburg Kern und ich 'mb losgegangen Da wollte Kern noch einmal hin. 3d) sagte, das hat keinen Zweck und wir gin- gen durch 1 en Taunus nach H bürg. Lw' bezeichncl eS als sehr mertoarbig. dast sie in ter Rächt zum Sonntag noch iu Fun nach Homburg gingen, um die erste Zlk: risch« zu erreichen. Warum blieben Li: nichi in Rau he im?) Angell 3d> war mir darüber llar. bah eine strafbare Tot vorgelegen hat Heber B:- -lchunge.' z " tchen Kern und Heinz will er nicht viel willen Kern soll von Heinz mcht viel gehalten ha^en gerichtet bann aus Ersuchen de» er'itzenden über einen Aufenthalt in Elgershausen im Juni 1622. Mit Lanitätsroi Dr * icbe war id> bekannt und . esuchle ihn in Elgers- .'■■■.uir: Dori ist auch über den Aauhei-.-.ec Bor-
jjv i:. bei: i.gi war '.'n' 'rhaltung. weih ich n t. Wir bauen
• 7 -g'i alte Elinnerungen ausgetauscht über 06 < 'en lieber die Beziehungen zwischen
. und c : toing weist ch gar nichts, mit t i'.i / 18 bekannt, bist 5)einz dem Kern C ’fl ’u■ 'Berfüqurg geteilt hat
R- m ter Ruck, ehr sei Tillessen sofort V);. tem Rauheimer Vorgang unterrichtet worin > er habe das als . verfluchte Schweinerei" z-'id ne' und als Vorzcllan. das flc zcrtöp- perlen" urtb er es immer wieder flicken könne.
Anfd'ltehend richten b<r 'S? nateanwalt und die Verteidiger niie Reche von Kragen an den Angellagten. aus bef'c.; Antworten in der Hauptsache zu berichten ist da» ihm von eine? .Rationalarmee nichts bekannt sei Aus die Krage, ob Heinz der Vertreter von Lillesfen aewe.en lei. bemerkte d.r Angeklagte. Heinz habe immer nur die dicksten Veden geholten Don einer Vertretung Tillessens durch Heinz lei ihm nichts bekannt. Kern habe gesagt, die ganze Sache 'der Vorfall in Bab-Rauhrim) fei ihm sehr widerwärtig and etclhalt gewesen Auch den Ralhcnomnora Hobe er als ekelhaft und widerwärtig bezeichnet, es sei eine Sache, die mar. innerlich überwinden mu.se. Die Stimmung gegen Wagner sei allgemein schlecht gewesen. Er wurde als vollkommen unwahres Subjekt aeschildert. ob dos Io sei. wisse er nicht. Wagner habe im Verdacht der Spionage zugunsten der Franzosen glauben. Et ne Vereinigung ehemaliger Erhardt-Oliiziere haue nicht bestände: Die Vereinsnabel des Vereins nationaler Sol' baten sei nicht verliehen worden, etwa für besondere Talen, sondern icder habe sic sich selber kaufen müllen. 3n Beantwortung weiterer Kragen sagte der Angeklagte auS. Kern habe bei der Schlägerei am Teich in Rauheim den Totschläger und den Revolver Wagner entrissen. Wagner habe sich bei der Dittmar-De freiunp sehr sonderbar bennnimen. Er habe sich zuerst, als schon die Deriv'ger »cranuiiiien. ferne! gert. zu fahren, und erst aus Zu- pruch von Fischer sei er losgesahren
Die Vernehmung Schwinys.
Es folgt nun die Vernehmung Schwinge Der Angeklagte gibt zunächst leinen Lebenslauf an. Er hatte immer graste Ideale für den Dffhkrsbcrut, hir die Marine, und versuchte in die Marine zu kommen, war in einer Frankfurter Maichineniab.if tätig, konnte es gesundheitlich aber nicht aushaltcn und kam bann aus ein fflu: bei Bad Orb. später wieder nach Frankfurt. 1915, noch nicht 17 Jahre alt. zu einer Fliegerabteilung, meldete sich bann freiwillig ins Feld, wollte später Flugzeugführer wer den, 1917 in Stuttgart als Flugzeugführer ausge- bilbel, infolge Nerven versagen bei einer Landung verunglückt, im Jahre 1919 vom Siccre abpc gangen. Da her Baler mittlerweile verarmt was, schlug er sich in verschiedenen Stellungen durch. 1921 kam er zu Hupfeld als Chauffeur. Ende 1921 lernte er Heinz in Frankfurt bei einer völkischen Versammlung kennen, tarn dann in den Verband nationalgesinnter Soldaten, mar bei der (Gründung einer Ortsgruppe in Bab-Ranheim dabei. Den Ausdruck O. C. will er erst durch die Presse nach dem Na henaumorb kennengelernt haben Ziern hebe er nicht kennen gelernt, .stapi.anleulnani Z i l- «elfen war im Februar 1922 rouhrenb des O ffen- bahnerstreiks bei ihm. Wagner lenne er heute und) nicht, er könne sich keine Vorstellung von ihm machen. Heinz habe ihm lediglich «rzahll. was für Schänblichkeiten Wagner begehe Auf Einzclh.'iteu. wer ihm die Vorgänge in Trocadero ujw. erzählt Hal, kann er sich heute nicht mehr erinnern. Dast man dem Wagner ans Leben wollte davon mut damals nicht die Rede Unter dem Ausdruck, Wagner „unschädlich "zu machen, habe er nicht Todesabsicht verstanden, sondern nur ihn zur N cd) c n j cl) a f t zu ziehen, tieinfl habe ihm auch nichts nahegelegt.
Don der 'Ankunft Salomons, ftern und Wagners am 3. März habe er keine Ahnung gehabt. Salomon war ihm perjönlich auch nicht bekannt, ion- dern nur von Angesicht. Heber den Spaziergang und die ilntctrebuug mit ealonion wein der Ar. aefiagte nichts mehr Abends gegen 10 Uhr unn bann Kern und stellte sich ihm vor. Gr erzählte mancherlei und sagte, es müsse unbedingt verhindert werden, dast Wagner Verra, übe. Der Angeilagte fährt fort: „Stern habe gesagt, den Stern vor meiner Tür solle ich mitnehmen. Tann kam Stern und holte mich Iuta nach 12 Uhr. Er sagte, ich solle den Weg nach dem Teich zu geben Das Wetter war regnerisch und dunkel Ich ging etwa 10 bis 12 Schritt- vor. Dann kam es zur Sch läge re-, nnb als Wagner ein paarmal ivedergeschlagen worden war, rief Kern .Der Stein." Dann haben wir (Kern, ich und vielleicht auch
Salomon. tch weist bas aber nicht genau) Wagner angepackt und in» Wasser geworfen. Ich habe mit angesastt Dann bin ich sortgclaufen. dann hat Kern gekcho 1 - Jen, und um ihn fort zu bringen, habe ich gerufen, cb k-.iimc jemand Dann Imb oir auf mein 3 i m m e r gegangen Stern und Salomon Und bann fortgegangen, nachdem sie sich naco dem Weg nach Homburg erkund zt hatten Ich blieb zu Hause. Den Siein habe ich im Arm getragen, er war grast vom Handgelenk bis zum Ellenbogen. 3d) wäre nicht mitgegangen. wenn ich gewustl hat e. dast es so tret: fonrnen würde.
Jcr Angeklagte weist wtederho'.t darauf hin. dast er bei «einer Vernehm mg in der hör- Untersuchung die Nerven mehrfach verloren habe. Aon Heinz will er sich nidji im Sinne einer Ermordung bceinflusti geiühU haben Bei feiner ersten Vernehmung l)aL*e er das Hauptziel gehabt. v Salomon nicht zu belasten, deshalb habe er oie Sache auf firfj genommen, er habe — Xi er mit den Nerven kaputt gemefen sei — lediglich Angaben gemacht, um die Sache los zu lein, 'hier auf Wagner gefcho > fen hat, roific er nicht. (£r crüärc offen, dast er die Au.tagen in her Voruntersuchung nicht aufred)terballen könne
Ueber die Dcz.ehungen ;.u Heinz äußerte er fich. dast er eine Ausxnanderieyung mit Heinz über Fragen der nationaltozialistischen Partei gehabt habe. 1923 will er sich mit Heinz nur über organisatorische Fragen unterhalten haten
Uebcr die Stellung St Helfen» sagt er au£ dast Silldicn Führer bei Vereins nationaler Soldaten in Frankfurt gewesen fei. jedoch habe er von .absolutem Gehorsam" und .Ferne' nichts gehört.
Hierauf trat Mittagspa.lle ein.
Der Ausgleich des Etats.
Berlin. 21. TUäry (VDZ.f Der Interfraktionelle Ausfchnst des Ueichslagcs. der sich mit der Balancierung des Etats beschäftigt, hielt heute eine ö.tzung ab. an der auch der Reichssiuanz- m i n i ft e r leilnohm. Die Vcjprechungkn iutzr'.en bis auf einen kleinen Rest zum gewünschten Resultat des Aubgieich» des Etats, teils durch höhere Anlegung der Einnahmen, teils durch Einfchränkung bei den Ausgaben. lieber das Ergebnis berichtet die -Tägl. Rundschau noch, t-afj die Erhöhung der Be- amicnbelolbung, die Ausbesjernng der striegsbefchä- bigtenfürforgcT und die Berücksichtigung der £i- quibütion&gcfd>äbigtcn, alles Ausgaben, die nichi im Rahmen des Voranschlags behandelt werden follcn. nicht zuruckgestellt worden find. Die Regierung wird vielmehr eine entschiedene Erklärung in dem. Sinne abgeben, dast sie für diese Ausgaben die Mittel in einem Rachtragsetat anfordern wird, selbst auf die tvesahr hin. dast eine sofortige Deckung dafür nicht vorhanden sein sollte.
Der Finanzausgleich.
Tic Ucberwcisungcn. Tic Lenkung der calfteuer
Berlin. 21. März «DDZ., 3ni 2 teuer - aus'chust des Reichstages wurde ein Antrag der Regierungsparteien, derr vorläufigen Finanzausgleich auf zwei Jahre zu verlängern, mit 15 flogen 13 Stimmen angenommen 6in demokratischer Antrag, die Garantie von 2.6 auf 2.4 Millu-cden herabzu'eyen. wird a b- gelehnt, desgleichen ein Antrag her Wirtschaftlichen Vereinigung, bei der Verteilung der 450 Millionen Rm., die zur Unterstützung leistungsschwacher Länder und Gemeinden verwendet werden sollen nicht ausschließlich nach dem ynifattfieucrfd;Iüfiel sondern zum Teil a u ch n a ch dem 6 i n l o m ir c n fi e u c r i d) I ü i f c I zu verfahren
8 4 des Finanzausgleichs erhält folgende Fassung
1 um die Länder und Gemeinden ' Gerneindei>erbände) inftandzuhaltrn. ihre Aufgaben, insbesondere aus sozialem und kulturellem Gebiete zu erfüllen, werden den Ländern und Genie.nten lGemeindevcrbänden), wenn sich ihre Anteile ar der (Sinitnnmcnftcuer. der Körper- schastss»euer und der Umsatzsteuer insgesamt in den Rechnnr.gSjahren 1927 und 1928 je auf toc- n i g e r als 2600 Mill. RM. belaufen, die daran kV tonten Ve träge aus M tteln des Reichshaus- halts zur ^Verfügung gestellt werden.
2. aus dem Auskommen an Cinlommensteuer. Kvrperlchastssieuer und Umsatzsteuer wird für die Rechnungs.ahre lc27 und 1928 je ei n 'Bef wg von 450 Millionen Reichsmark nach oe i Vorschriften über die Dert . i ung der U m f a h - steuer verteilt.
3. die Lander sollen bei der Beteiligung ihrer Gerne nden an ter Einkommensteuer, der Körperschaftssteuer and der ilmfohr:euer insbesondere die Lage der kleineren steuer- schwachen Gemeinden «Ee einteverbande) berücksichtigen.
Es cntspinnt sich dann eine längere Debatte über den von den Regier ngSparteien beantragten
Zwang zur Senkung der Realsteuern durch die Länder.
2Ibg. Dr 5 ifröer iDem.1 beantrag: diele . S.l."-Bestimmung in eine ..M uh" -Best .mmung zu verwandeln Der Antrag Dr. Fischer (Sem.) wirb abgelehnt Annahme finde! baaegen ter Antrag der Regierungsparteien, der fDigenter. § 4a einfügen will
1. die Länder sollen in ihren Bestimmungen über die eigene Realoesteuerung. über die Bemessung der Gemeinteanteile an den R:ia;ssteuern sowie übet die eigenen Steuern der Gemeinten Vorsorge dafür treffen, dast die Mehrer
träge der lleberweifungen aus den Relchssteuem, die über den T-etrag von 2.4 Mil- hatten Mark hinausgehen. in erster LlN« zur Senkung der Grund- und Gewerbesteuern unter das am 31. März 1927 gegebene Mast verwendet werten
2. bis zum 1 Oktober 1927 wird die Rciche- rcfl.cnmg den Entwurf eines Rahmenge- letze s zur Regelung ter Realsteuern und des Geldentwertungsausgkichs bei be.au. en Grundstücken vorlegen
Qi bleibt ferner bei ter Regierungsvorlage. die die erhöhten Grunderwerbssteu- erzu Ich läge der Gemeinten nur noch bis zum 1. April 1 92 7 in Ärafi lasten will.
Deutscher Reichstag.
Berlin. 21. März. Die zweite Lesung des Haushaltes des Reichvininisteriums des 3nncm wird fortgciehi und zwar bei den Abschnitten über die vflentlichc Oronung. die Volizei und die Technische RolHilfe.
Abg Dr. Mittelmann (D. Dp.) warnt vor einer Politisierung ter Schutzpolizei, wie sie in Preusten von gewißen Parteien angeftrebt Werte. Der Redner empsiehll die Schafsung eines zentralen Reichsktiminalvolizeianns
Abg. Dcgmann (3 * be pricht dann die Frage der eventuellen Rückkehr deS früheren Kaisers Er erklärte Wir find ter Meinung, dast eine Rückkehr des früheren Äai- 'ers von erheblicher politischer, auch austenpoli- tilcher Bedeutung sein kann, und wir wünschen, dast die Ratgeber des früheren Kaisers die politische Einsicht und ben politischen Takt besitzen, ter deutschen Politik und dem deutschen Volke die schwere Beunruhigung zu ersparen, die ein konkreter Plan der Rückkehc aller Wahrscheinlichkeit mit sich bringen würde. (Zustimmung im Zentrum. Zurufe bei ben Sozialdemokraten: Sie verlassen Nch also aus die Einsicht ter Ratgeber?) Wenn biefc Einsicht nicht vorhanden ist. bann werden Sie unsere Stellungnahme klipp und klar erfahren. (Zuruf der Sozialte-nolralen. Warum nicht fchon jetzt?) Der Redner fordert beschleu- mgte Vorlegung teS A u s f ü h r u n g s g e s e t- z e s zu A r l i k e l 4 8. Die bisherige Anwendung habe eine Ausdehnung erfahren, die man unmöglich gutheisten könne. Die neue Vorlage zum 2ickpublikichutzgesetz müsse so zeitig eingebrach: werden, dast die Parteien dazu Stellung nehmen können.
Abg. Lemmer (Dem.) bedauert die geringe Einwirkungsmöglichkeit deS Reiches auf die Polizei her Lander Die Besoldung ter Polizei- beamten müfjtc verbessert, ihre iintünftbntc Anstellung früher gewährleistet werden als noch dem gegenwärtigen Regierangsentwurf. Dm Ka- sernierungszeit sei zu verkürzen. (Segemuer dem Kaifer könne die junge Republik niemals liberal sein. Bei der Ungezogenheit vieler Monarcl'i^^ - würde her ehemalige Monarch zu leicht dao '? ekt staatsteindlicher Demonstrationen werten
Neichsminister von Äeudell beantwortet Interpellationen. Wegen ter Grundsätze für die politische Betätigung der Polizeibeamten hat der frühere Snnenmtnifie. 'chon die Länder befragt Das Recht der Beamten, 'ich Parteivereinen anzufchliesten. soll nicht angetastet werten. Es kann aber nicht geduldet werten, dast sich solche .Kreise innerhalb der Polizei bilden. Diefc'a Standpunkt habe. die Lande, zugestimmt. 3n der Praris ist stets so verfahren worden Wenn Deschwerden Vorlagen, hat lie das Reich nachgeprüst. Sie Richtlinien verlangen von den Ländern Mahnahmen. dast der unpolitische 6ha- rafter der Schutzpolizei gewährleistet ist Heber die Rotwendigfei! einer Reichstriminalpolize:- udle sind wir uns alle einig Es soll aber kc n Eingriff in die Polizeihoye.t der Länder vorgenommen werten. Die seit 1920 bestehenden Richtlinien für die Technische Roihilfe find in der Umarbeitung begriffen Sobald sie abgeschlossen ist, dürften Sinwände gegen die Technische Rothilfe ausgeschlol'en iem Wir hoffen, dast fick) die Technische Rothilfe auf ffiingreikr bet Naturereignissen beschränkt. Volles Verständnis hoben wir dafür, dast die Gewerkschaftengegen ein Eingreifen bei Lohnkämpfen Einspruch erheben. Fiir den Idealismus, mit dem diese jungen Leute sich im Interesse der Allgemeinheit eingesetzt haben, müssen wir ihnen aber Dank aussprechen
Cs folgt die zweite Beratung des Post- Etats.
Neichspostminister Schütz! verspricht, das Wirtschaftsprogramm seines Vorgängers im Interesse der Allgemeinheit svrtzu- setzen. Sd'ematjcte Beamteuarbeit soll- vermieten werden. Man könne es nickt jedem recht machen, aber gerecht solle jeder behandelt werten. Wirischastlichkeit des Betriebes eriertere Disziplin und Autorität, aber nicht mechanischen Abbau, sondern Steigerung der Qualität und der Quantität der Leistung des Personals, also Ausbau des Verlehrs und der Derkehrsanstalten, namentlich auch auf dem Lande, immer ater mit dem geringstmöglichen Aufwand an baulichen und BetriebSein- richtungen. Der Minister verspricht Rationalisierung des Betriebs. Vereinfachung ter Arbeitsvorgänge. Verkürzung des Arbeitsweges. Ersatz der 2Nenschenkraft durch Mechanisierung. Der Aufsichtsd.enst fall aue- gebaut werten zur Förderung wirtschastlicher Be- rriebsführung Für 1927 habe die Post erhebliche Mi:1ei für Lieferungen bereitegef eilt, die dem Hoch Baugewerbe, der eleftroucbnU J en und der Kabelindustrie zugute tarnen. Dabei sollen die verschiedenen Wirtschaltszweige und Landesteile. sowie das ortsansässige Gewerbe
berücksichtigt werden. Trotz der fchwlertgeu Wirtschatt^lage weist ter Chat kein Defizit auf Auch d.e 70 Millionen Lleberschust für die Reichs- lafse sollen abgcl.eiert werten Zur Befriedtgung des Geldbedürsntsfes für Anlagen soll 1927 «ine Anleihe von 3X* Millionen aufgenvimnen werten. Von der 170-M Ilwnen-Anleihe des Dor- labtcü- s.nd noch 20 Millionen aufzunedmen. Auch die Ausgaben nie turzlebtae Gegenstände müssen btt ter gespannten Finanzlage diesmal zum $c:l auf Anleche übernommen werden Künftig soll das bann nicht mehr ftattfinten. Die Ablieferung von 70 Millionen an da» Reich enckpricht einer Rente von 3* - Prozent Rechne man aber noch die 120 M Inonen hinzu, die die Post al< Reparationsleistung an die Reichs bad n zahlen müsse, fo betrage die Gesamtlast von 190 Millionen ein Zehntel der Substanz. Der 3inbera- Hd ter Pflicht müsse gelten für den Minister für den Beamten und den Arbeiter Für das feine Pflicht erfüllende Personal will ter Minister mit seiner ganzen Person eintreten Do- gelte für Körperpflege, reinliche Dienst räume. Wohlfahrt-einrichtungen. geistige Förderung, dienstliche Fortbildung. Anerkennung und Belohnung selbstlos tätiger Beamter ufw Den H d f - lichkeitSerlah seines Vorgängers will ter Minister auch innerhalb deS Personals durch- führen, vor allem auch im Verhältnis des Vorgesetzten zum Untergebenen. Der Redner verspricht. dafür einzutreten, dast seine Beamten dieselbe Fürsorge und Förderung geniesten wie diejenigen anderer Reichsverwaltungen. (Beifall.)
Abg. Seppel (Soz.) bedauert, dast 2000 neue Beamtenstellen in Gruppe IV abgekfcnt Worten seien, während die Länder ihre Beamten nach einer Reihe von Jahren ohne erneute Prü- sung höher einftufat 8r beklagt sich ferner über zu lange Dienstzeit in manchen Postämtern und tritt für die Ermäßigung bei Rundfunkgebühren ein.
Abg Bruhn iDn.) erblickt in dem Etat doch einen gern; ff* finanziellen Aufstieg ter Poft DaS Land sei nicht zufrieden mit ter Postbestellung. ES werte gegenüber den Städten benachteiligt Die sogenannte Verkrastung der Landbestellung müsse vor ihrer Einführung genau geprüft werten Der Redner verurteilt die Mehrbelastuna bei Wenigsprecher durch die neue Fernsprechgebührenordnung
Abg 21 lief otte (Zentr.) erklärt, ter Eta. zeige, das; die Post zu sparen entschlossen sei. denn die ®cfamt(un.mc sei um 12 Millionen niedriger als die oorjayrige Dabei halte Deutschland heute noch als einziges Land an den Vor- trieasaebühren feft. Da-< Defizit im Post<ieitungs- Postscheck' und Teiearaminverkehr mülle durch Gebührenerhöhiu^en beseitigt werten. Die Post- verbindungen des rheinischen Jndustriegebiete- wüstten besser werten. In ter Personalpolitil müsse die Reichövost wie ein guter Kaufmann handeln <Jr muffe also auch fein Personal .lu^r^i d) n b besolden. Der Minister möge deshalb jm Sfabinctt auf eine DesoldungSneurege- lung drangen (Beifall im Zentrum.l
Abg. M o r a t h (D. Dp.) Die Freiheit ter Post vom Zwang des Etats habe doch einige 8ute Erfolge gehabt, ein Beweis für die Düte er freien Wirtschaft Die günstigen finanziellen Ergebnisse und Tie Verbesserung bei Betriebsanlagen müsse anerkannt werden, immerhin könne die Zustellung noch verbessert werden. Der Redner will die grobe Zahl ter Pestanstalten nutzbar machen für den Postspartassenverkehr.
ReichSpost Minister Schätz!: Der Zehnpfennigtaris entspreche nicht mehr den Leistungen der Post Kein Land der Welt leiste sich den Luxus eines derartig billigen Briefes. Eine Besserung in der Zustellung verspricht ter Redner im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten namentlich auf dem Lande. Bei ter Verfrostung handele es sich nur um einen Versuch. Für den Rundsunk habe der Reichstag im Benehmen mit dem Reichs rat Richtlinien ausgestellt, an die die ReichSpost gebunden sei. 3m übrigen müsse sich die Post aber auf den technischen Betrieb beschranken. Die Fragen des PiogrammS gehe die UeberwachungSckü^ichüfie. die Kulturbeiräte und die Lander an. Immerhin werte der Minister den sich aus der ölprozentigen Beteiligung ergebenden (Sinflufi soweit möglich aus- nutzen.
Abg Mollath iWirisch Vgg.) erklän. dast feine Pariei fich mit einer Erhöhung des Briefportos nicht einverstanden erkläre. Dcr Redner kommt dann auf die Entwicklung teS deutschen Rundfunkweiens zu sprechen. In Berlin allein erhielten vier leitende Persönlichkeiten der Berliner Ilundfunlgesellschaft die enorme Summe von fast 200 000 Ml. Der Gebührenanteil für die ReichSpost müsse auf wenigstens 60 Prozent ter Gesamteinnahmen erhöht luerten. fo dah sich eine Mehrei.uiahme von etwa 7 Millionen ergeben würde Die Wünsche des Personals nach angemessener Bezahlung seien durchaus gerechtfertigt.
Abg Dr. Raschig (Dem.) erkennt an, bah die Post in ihrem Betriebe viel Fortschritte gemacht habe, daS ändere aber nichts daran, daß dieser in engster Verbindung mit dem Publikum stehende Betrieb seine Ku n ben nicht mit b e r n ö t i g en Sorgfalt bebanbeU Dazu gehöre bic Abschaffung des AuskunstSstempels. Das Publllum könne bie Wiedereinführung dieses Schutzmittels gegen Bummelei verlangen. 3m hohen Maste unbeliebt sei auch die Ferngespräck^ zählung. Das Voll sühle sich stets benachteiligt.
Dams» schlief,1 die AuSlprache. Der Postetat wird bito.Ligt, ebenso der Etat der 27eichSd.uckerei und des Rechnungshofes. — DienStag Etat be* Auswärtigen Amtes.
der Entwicklung
Letzte Stufe in
Bereifung
der Lastwagen
1
’ü. nl
RAST* WAßrEN«1 FJEIFEN


