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sicher Anleihen vom 16. Juli 1925 sieht in §27 die Gewährung von WohlfahrtS- renten an Anstalten und (Jin> richtungen der freien und kirchlichen Wohlfahrtspflege vor. die Aufgaben der öffentlichen Wohlsahrtrpllege erfüllen. Die Liiere Verordnung zur Durchführung biete» Ge'ctzcs vom 4. Dezember 1926 enthält in den §§ 1 bis 24 die näheren Vorschriften über die soziale Wohl- sahrrsrente, insbesondere über den KvriS der Gläubiger, die Höhe der Rente und daS Verfahren. Aach § 15 dieser Verordnung wirken bei der Entscheidung der Anträge auf Gewährung einer sozialen Wohlfahrts rente die Anschüsse für die soziale Wohlfahrtsrente mit. Die Aus- lchulse bestehen nach § 16 der Verordnung aus ic einem Vertreter deS Reichs und der Obersten LandcSbehdrde. Vertreter deS 2^ichs ist ein Beamter deS HauptverforgungSamleS. in bellen Bezirk der Vertreter der Obersten idanDeebcfjörDe seinen 6it) hat. Die Ausschüsse führen die Be- zcichi.ung .Ausschuß für die soziale Wohlsahrls- reine" mit dem Zusatz der Orisbezeichnung ihres Sitzes. Für die Provinz H e s s e n - A a f s 0 u hat der Ausschuß für die soziale Wohlsahnsrente leinen Sitz in Kassel lOberpräsidium'. Für Hes- f e n: Ausschuß für soziale Wohlfahrtsremc in Tarmstadt, €ifi in Darmstadt tAkinisterium für Arbeit und Wirtschaft».
•• Schwerer U nglücksfall im Bahnhof. (Sestern nachmittag verunglückte im Rangier- gülerbahnhof der Hemmschuhleger Hch. Baumann aus Allendors a. d. C. Baumann war im Begriff, den Hemmschuh kurz vor einen herannahenden Magen aufzulegen, wobei er von dem Wagen ersaht und zur Seite geschleudert wurde. Der Mann irug innere Verletzungen und Verletzungen an flopf und Schultern davon und mußte der hiesigen Chirurgischen Klinik zugesührl wurden.
Stenographisches. Der Bezirk Gießen im Hessisch - Aassauischen Kurzschrift- verband GabclSberger lDerband für Siiihetts- kurzschrift) veranstaltet in Gießen am 3. April erstmalig ein Stenolypistenwettschreiben. Der FruhjohrsbezirkStag findet ebenfalls in (gießen statt, und zwar am 14. und 15. Mai in Verbindung mit dem 30jährigen Stistungssest der „1. AeichSkurzfchristgeie.l!chast Gabe.'sberger und Damenabteilung" zu Gießen. Der große Verbandstag des Hcss.-Aass. Verbandes findet im August in Warburg statt.
" Bfarrfrauentagung. Wan berichtet unS: Am 15. Februar fand in Gießen, im Saale der FohanneSkirche, veranstaltet von der Ober- hessischen VolkSmission, eine Pfarrfrauentaaung statt unter dem Thema: .Wir und unsere Auf- aobe". Die geistvolle Rednerin, ^yrau Pfarrer Heiles uß - Warburg (früher Haiger) verstand es. ihren Schwestern die hohe Aufgabe ihres Bfarrfrauenberuss vor Augen zu führen und diesen ihnen ausS neue lieb zu machen. Sie zeigte natürlich auch die Kraft, die folcheS vermag: die Gemeinschaft mit Ehristus. Alle Teilnehmerinnen waren sehr erfreut und dankbar für die Darbietungen. Am Rachmitlag desselben Tages waren außer den Pfarrfrauen auch Frauen und Mädchen aller Stände eingeladen. Dieselbe Rednerin sprach über das Thema: .Wozu ist 3cfu8 gekommen?" in fesselnder Weife. Die Tagung wird jeder Teilnehmerin unvergeßlich fein.
WSA. 5 1 000 Handtücher gestohlen. Bekanntlich ist die Reichsbahn vor einiger Zeit wieder dazu übergegangen, in den Wäschelegens beiten der 0-Züge Handtücher bereit zu halten. Allerdings muhte sie dabei eine unangenehme Erfahrung machen. Allein in den Monaten Mai dis September des Vorjahres sind nicht weniger alS 51 000 Handtücher von insgesamt 1,1 Millionen — also 4.62 Prozent — .verloren" gegangen. Am größten war der Verlust im Hauptreisemonat 'Uli, in dem nicht weniger alS 15 000 Stück abhanden kamen. 3m 3ahreSdurchschnitt ist mit einem Verlust von 10 Prozent zu rechnen. Auf diese Weise erstehen der Reichsbahn nicht un- crhebliche Kosten. Sie wird trotz dieser unangenehmen Erfahrung nicht von der Einrichtung abgehen, Handtücher bereit zu hallen. Aber der größere Tell deS Publikums wird eS begreifen und für richtig finden, wenn die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Reichsbahn in dieser Hinsicht mehr alS bisher die -Unterstützung des Publikums findet.
Oberhefsen.
Landkreis Gießen.
♦ Klein-Linden, 21. Febr. Am LamS- tag feierte der hiesige Turnverein in feinem Heim daS diesjährige W i n t e r f e ft Der Abend wurde auSgcfüIIt mit Turnübungen jeglich« Art. 3n feiner Begrüßungsansprache fchild«le Satt- lermcifter Weiß den hohen Wert der Turnvereine und forderte zum fleißigen und regelmäßigen Besuch der Turnstunden auf. Große Erfolge errang die Samenabteilung des Vereins mit ihren Volkstänzen. Die Barren- und PserD- übungen der Samenriege, geleitet von Turner M 0 rneveg, zeugten von guter Durchbildung der Turnerinnen. Aach einer Verlosung schloß der übliche Tanz den wvhlgelungenen Familienabend.
t TreiS a. d. Lda. 21. Febr Aach Be- fchluh deS Gemeindcrates foll im Lause dieses Sommers im sog neuen Schulhause die Zentralheizung cingeführt werden. waS im Znlerefse der Ge'undbrit für Schuler und Lehrer zu begrüßen ist. - Hier hat sich in den letzten Monaten ein Klelnkaliber-Schühen- verein gebildet, der bereits 40 Mitglieder zählt unb sich dem hiesigen Kriegerverein angliedern wird.
‘i Treis a. d. Lda.. 2L Qebr Der Krieger- verein ,® e r ir a n 1 a“ htett gestern in Dills Saal seinen diesjährigen Familienabend ab. Aach einem von Kam. Euler wrgetragenen Prolog hielt der Vorsitzende Förster Bing, die Begrüßungsansprache. Anschll^ßend berichtete Kam. Friedrich aus Lollar in packender Rede feine Erlebnisse in der Schlacht am Skagerrak und gab eine anschauliche Schilderung von beten Verlaus. Reicher Beifall lohnte den Redner. Hieraus htelt Pfarrer Vöchner einen Licht- bilöerporirag. nach dem die Verleihung von Ehrentafeln an die Mitglieder, die bereits 25 3ahrc dem Vereine angehören, erfolgte Zwischen die einzelnen Vorträge traten heitere Vorträge und einige Lieder des Gesangvereins .Lieder» kränz" eingcftreuL Bei ÄaHce. Kuchen unb Tanz faßen die Kameraden und deren Angehörige noch lange beisammen.
Watzenborn-Steinberg, 21 Febr. Am 18.. 19. und 20. 3uni begehr der hiesige Gesangverein .Germania" die 60. Wiederkehr feines GrüirdungstagS durch ein Sänge r f e st. mit dem ein Gefangswettstreit verbunden ist. Gestern fand die Delegiertenversammlung zu dem Wettstreit statt. Unter der Leitung des verdienstvollen ersten Vorsitzenden Karl Polmer nahmen die Verhandlungen einen flotten Verlauf. Es meldeten sich zu dem Wettstreit insgesamt 24 Vereine an. Die unter Leitung d?S langjährigen bewährten Dirigenten Georg Harnisch vorgetragenen Ehöre bewiesen, daß der festgebende Verein mit seinen Leistungen auf einer gesanglich ganz beachtenswerten Höhe steh?
is. Steinbach, 21.Febr. Eine solche Krank' heitsziffer, wie sie unser Ort gegenwärtig auf- zuweilen hat. ist lange nicht dagewcscn. Ganze Familien liegen an der Grippe darnieder. Außer- dem herrscht hauptsächlich unter den Kindern der st e u ch h u sl e 11.
J Lich, 21. Fcdr. Am Freitagabend veranstalte- ten in der Turnhalle unsere V 0 l k s s ch u l - klassen ihren diesjährigen Elternabend. Rektor Orb begrüßte die zahlreich erschienenem Eltern. Lieder der einzelnen Klassen. Gedichte und kleine theatralische Ausführungen wechselten inn bunter Reihenfolge. Besonders erwähnt seien die mehrstimmigen Ehorlteder der oberen Klassen unter Leitung der Lehrer Stein und Dörrn er. Aber auch die turnerischen Ausführungen und die Reigen der Mädchen, eingeübt von Lehrer Schön und Frl. Bach, fanden allgemeine Anerkennung. Die Klasse I. E. spielte den Schwank ..Das Kälberbrüten" von Hans Sachs und erzielte damit einen großen Erfolg. Vei dieser Gelegenheit wurde von Lehrer H i l d in einem Dortrage auch des großen Pädagogen Pestalozzi gedacht. Den Sazluß des wohlgelungenen AbertdS bildete die Verteilung der Ghrermrlunden an die Sieger bei denReichS- jugendwcttkäntpfen 1926.
T Steinhcim bei Hungen. 21. Febr. Am Samstagabend hielt der hiesige Krieger- verein seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Ludwig Hofmann erstattete den Jahresbericht, der Rechner Berk verlas die Rechnung, wonach sich ein kleiner Ueberschuß ergibt. Durch die Lieferung des „Hess. Kamerad" an die Mitglieder muß der Jahresbeitrag um 1 Mk. auf 2,30 Mk. erhöht werden. Ts wurde beschlofsen, noch vor Eintritt der Frühjahrsarbeiten einen Famllienabend abzuhalten und damit einen Lichtbildervortrag über ein Thema auS dem Weltkriege zu verbinden.
Kreis Friedberg.
e. Butzbach. 21. Febr. Am 17. März wird der über 50 Zahre alte, auch in der Umgegend sehr beliebte Fafelmarkt dahier abgeyallen. Zum erstenmal werden mit ihm ein Pferbemarkt, eine Fohlenschau und eine Bull en- a u 11 i 0 n verbunden werden. Ferner findet eine Prämiierung von Pferden. Fohlen, Kühen, Rindern, Schweinen und Ziegen statt, zu der 2500 Mk. zur Verfügung stehen. Die Verlosung, bei der recht namhafte Gewinne zu erzielen sind, wie Rinder. Schweine. Hühner. Haushaltungsgegenstände, findet am 17. März statt. — Bei der Vergebung der Maurerarbeiten eines hiesigen Wohtchauses traten eigentümliche Submissionsblüten zutage. Sie Angebote. die noch nicht einmal die Materiallieferungen enthielten, zeigten ca. 3000 Wk. Unterschied. DaS niedrigste Angebot von nicht ganz 4030 Wk. machte ein auswärtiger Maurermeister, der als recht tüchtig gilt und auch den Zuschlag erhielt.
Kreis vüdingcu.
nb. Aidda. 21. Febr. Gestern fand die im laufenden Schuljahr abgehaltene zweite Gesellenprüfung des hiesigen O r t S g e -
werbeverernS durch Ueberreichung der Gesellenbriefe an die 3ungaeleUen in der Gewerbeschule ihren Ab'chlutz. Zu der Feier waren außer den Prüslingen deren Mcister. Eltern, die Mitglieder der Prüfungskornmisiwn und sonstige dntcrd'cnten erschienen Rektor Bitt, Vorsiv.n» der der Prüfungslommission, erläuterte zunächst die jetzige theoretische Ausbildung der Lehrlinge und die Rotwenbigkeii zweier Desellenpru- fungen jährlich, weil die Lehrzeit für mehrere Handwerker von 3 auf 3* , Zähre gesetzlich erweitert worden ist. Hierauf richtete er ernste Mahnungen und gute Ratschläge an die 3ung- gc*eilen. Set Prüfung hatten sich 13 Lehrlinge unterzogen, die alle bestanden. Dem Berufe nach waren die meisten 3unggdcllen Schreiner, ferner ein Weißbinder, ein Buchdrucker, ein Elek.ro- tcchniker zwei Spengler, zwei Metzger. 3m Hamen des Ortsgewer^everemS dankte Spengler- meister Wolf von hier ber Prüfung.^kvrnmisiion und beglückwünschte bic neuen Velellen. Die HbgaugvorJung a.t Der Gewerbeschule findet vom 14. bis 19. März statt.
Ridda 21. Febr Qlm Sarnstagnachmtt- tv.z gegen 3.30 Uhr brach auf dem hiesigen H i in ni c l s b a ch ' ch e n Sägewerk Feuer auS. dem zwei Haufen Bahn schwellen zum Opfer fielen. Zum Glück waren noch alle Arbeiter auf dem Werk befchäftigt. Mit Hilfe eines Minima r' Feuerlöfch-Apparates gelang eS den Arbeitern, das Feuer zu löschen. Wä'-e der Brand nach Arbeitsschluß, also eine halbe Stunde später, ausgebrvchen. fo hätte großer Schaden entstehen können. Die Ursache des Brandes war das jetzt so häufige Anzünben von Hecken und dürrem Grase im Felde in der Aähe des Werkes. Das Feuer war rasch bis an den Holzlagcrplay wettergelaufen. — Unter sehr großer Beteiligung wurde hier der 62 Jahre alte Färbermeister Heinrich Ruppel 1. zur lebten Ruhe bestattet Er war sein Leben lang ein eifriger Förderer deS Turnvereins und bekleidete in diesem lange 3ahre mehrere Ehrenämter, weshalb er vor zwei Fahren zum Ehrenmttglied ernannt wurde. Auch im Kriegerverein gehörte er seit 1887 zum Vorstand und versah längere Zeit das Amt deS Schriftführers.
Aidda, 21. Febr. Ein hiesiger junger Mann verschluckte in der Rächt zum Samstag wahrend des Schlafens sein Gebiß. Es blieb in der Speiseröhre stecken, so daß die Uebersührung in die Klinik notwendig wurde. Hier gelang es. den Eindringling in den Magen zu befördern. Es muß sich nun zeigen, ob der Fremdkörper auf natürlichem Wege sich entfernen kann, ober ob eine Operation notwendig wird.
KrciS Alsfeld.
Rieder-Ofleiden, 21. Febr. 3m B a - saltsteinbruch der Witleldeutsa-en HarlftLin- inbuftrie gingen plötzlich größere Gesteinsmaffen hernieder, von bci.cn der Arbeiter Echepp aus Deckenbach verschüttet wurde. Der Mann mußte in schwer verletztem Zustand nach Hause befördert werden.
Preußen.
Krcis Wetzlar.
<> Hochelheim, 21. Febr. Bei der im hie- sigen Gemeindewald Uaitgcijcbten Autzh 0 1 z - Versteigerung wurden folgende Preise erzielt: Eichenstämme ÄL la, 1b und 2a durchschnittlich 20 Mark: Fichtenstangen 1., 2. und 3. Kl. durchschnittlich 30 Mark: Kiefernstämme Kl. la, 1b, 2a, 2b und 3a durchschnittlich 20 Mk. je Festmeter. Für Kiefernnutzholz Kl. 2 (drei Meter lang) wurden im Durchschnitt 10 Mark je Raummeter bezahlt.
Katastrophaler Hauseinsturz in Frankfurt.
Frankfurt a. W.. 21. Febr. Heute mittag gegen 12 Uhr hat sich hier (wie gestern in einem Teil unseres Blattes schon kurz berichtet. D. Reb.) in der Mainzer Landstraße ein katastrophaler Hausein stürz ereignet, dem drei Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Ein früherer Getreidespeicher, der zu einem Kino umgebaut werden sollte, stürzte aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache ein. Anscheinend wurde die Dachkonstruktion infolge der gestern und heute niebergeganqenen gewaltigen Schneemassen eingedrückt, so daß die Deiten- wände hcrauSgeworsen wurden. Bauunternehmer ist eine Firma Stroh & So . Architekten sind die Herren Kaufmann und Günther. Die Eisenkonstcultion, die, soweit sich bis jetzt feststellen läßt, die Hauptschuld an dem Einsturz hat, wurde erstellt von der Firma R 0 n st a d t unb Zweigle. Die Leute sind dadurch um- Leben gekommen, daß sie, alS sie im Erdgeschoß, wo sie sierade arbeiteten, den Krach hörten.
^rspru.igcn sind. 3n diesem Augenblick stürzte die Giebelmauer ein, wodurch sic erschlagen wurden. Die sosort an der Unglücks^elle eingetroffen c Feuerwehr, sowie die Rettungswache arbeiteten sieberhast an der Bergung der Opfer.
Die endgültigen Feststellungen Haven ergeben, daß bei dem Dauunglück in der Mainzer Land
straße 155 brei Tote, neun Schwerverletzte und außerdem noch mehrere Leichtverletzte zu betlagen sind. Die Aamcn der Toten sind Philip Sols auS Frankfurt a. W. 3osef Betz auS Seil ft ein bei Fulda und Mar Bruder aus Vilbel. Schwer verletzt wurden die Arbeiter Karl Geisler, Hermann Mohr. Otto Korbach Joses Zöller und Rodert Kleine, tan.ilich aus Frankfurt a. W. Karl Pfann müller und Karl Hacker, beide auS Oberau bei Büdingen, Heinrich Rack aus Rommelshausen unb 3oses "Sindel auS Drei- eichcnhain Bon den Schwerverletzten mußten zwei, die völlig zwi chen Gi:cngcriifien eingeklemmt waren, in mebrstündiger angestrengter Arbeit auSgeschwcißt werben. 3hie Verletzungen sind fo schwerer Hatur. baß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Der Leiter der Dauarbciten. Architekt Kaufmann, wurde in Haft genommen. Als Bauherr kommt die Firma Winck ck Könemund in Betracht. Heber Die tatsächlichen Ursachen deS Unglück» kann vorläufig noch nichts Bestimmtes gesagt werden. Die Ermittlungen find noch im Gauge An dem Sau waren eiwa 50 bis 60 Leute beschäftigt, die Eifenträger einbauten und Rabthwänbe einzogcn. Kurz nach 1 Uhr. nachdem die Arbeiter die Arbeit wieder ausgenommen hatten, stürzte das Gebäude unter donnerähnlichern Getöse eut Schreckensbleich ftürzten öle Leute aaS dem Gebäude heraus, wobei einige entkamen, andere von den Schutt- massen ersaht und begraben wurden. Ein Arbeiter, der über einen Stale.enzaun Heuern wollte, kam mit dein elcitrischen S^rom in Berührung und wurde sofort getötet. Durch den Einsturz wurden auch die an dem Gebäude vor- bedaufenöen Ltraßcncahiilchienen Pillig zugedeckt. fo daß die Dort verkehrenden Straßenbahnlinien etwa drei Stunden nicht mehr verlehren tonnten, da die Oberleitung herunlergerisien wurde. Die Aufräumungsarbcilcn Dauer 'en Den ganzen Tag über unD Dürften auch noch morgen fortgesetzt werden.
Lüchertisch.
Ernst 3 a c o b i. Anleitung aus Anfertigung von Zivjlurteilcn für Studenten und Referendare. Ein Zivil- prozeßprallikum an der Hand von besprochenen Rcchtsfallen in Altenform. Berlin 1927, Bcrlaa von Otto Liebmann. DaS kleine, in Größe unb Format den im selben Verlag erschienenen Praktika entsprechende Büchlein des bekannten Münsterer Dozenten wird sicherlich, zumal in der Studentenichast, auss herzlichste begrüßt werdet». Denn das. wozu dem öiuDentcn bei Benutzung anderer Praktika beim Selbststudium meist keine Gelegenheit gegeben wird, das selbständige Rachprüfen der Richttgkelt der von ihm erarbeiteten Lösung, ist ihm hier in reichlichem Maße ermöglicht. Richt nur eine Musterlösung wird von jedem Der fünf Fälle, Die das Büchlein be- har.Delt. gegeben. fonDem icDet Fall wird auch eingehend nach den verschiedensten Seilen hin untersucht und besprochen, das Falsche dem Richtigen entgegengesetzt. Zur Veranschaulichung Der Zivilprozeßmaterie wird das Werkchen jedem Studenten ebensalls willkommen sein. Man kann dem Büchlein nur wünschen, daß es unter Studenten und Referendaren eine möglichst große Verbreitung erfährt, wozu auch seine Handlichkeit und der geringe Preis Beitrag leisten mag. — Deutscher Rhein unb deutscher Wein ist da» Leitmotiv der neuen Sondernummer ber ..duftigen Blätter" (Verlag Dr. Eysler & Co., 'Berlin). Mit überlchäumendem Humor tobt sich die fröhliche rheinische Muse in diesem Hefte au». Der Leser wird mitgeriffen von dem Temperament der flotten Zeichnungen und dem rheinischen Witz, den auch keine Loreley trüb stimmen kann. Rudolf Presber gibt als Rhapsode seiner Heimat Gedichte unb Prosa von echtem rheinischen 'Blut, Gestwicki, Ehrenberger, Trier, Finetti unb Eichen berg haben das Hest sehr hübsch illustriert.
— „Koralle" (Ullstein, Berlin) 3nS Wunderland Der bunten Papageien, inS 6lc- fanten-3agDreDier Des Königs von Siam, zu Den Rauschkakteen Mexikos, in Die Rtesenhöhlen von Plcsivetz unD in die tropischen Zikadenländer führt das neue Heft der .Koralle". Wo immer sich Die schöne Welt von ihrer schönsten Seite ■ ?igt. Dort ist Das Bilder-3agbrevter Dieser Zeit- fchrist für FreunDe Der Ratur.
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