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achten über b* VeichandlLnrfäbigfett oder bk llnzurechetungsfähigkrit des Angeklagten bvmbard-.eri tourbe.

Endlrch aber wandte sich der Angeklagte oder einer seiner 'Beauftragten an die falsche Abreise. Man wird m Mitteleuropa darüber fiauneit Dach birier Mißgriff erst nach beinahe oehn Jahren oaff.erte, aber man formt den Balten unb seine Ausläufer in MUteleurvpa eben nücht genug, wenn man sich wundert. Tin königlicher Kriegsgerichtshof und UmDerlUät»» Professor war unempfänglich auch für die schwer­sten Selber und brachte so das endlos« Der- sähren ju einem turnen, aber schmerzhaften Ab­schluß

«u» den Kindertagen de» Shampoo.

sc) Tfingtau.

Wenige wissen wohl, daß das Shampoonieren, die moderne Kopfwäsche, chinesischen Ursprungs unb uralt ist, sowie dah es srüher etwas gai^ anderes bedeutete als heute, öine nordchr^eiifche Zeitung brachte unlängst eine längere Abyandluna darüber, nach der im Jahre 1616 zum erstenmal der Engländer Jerry da- Shampoo in einer europäi'chen Rk,!^beschrribung über Ehina er­wähnte. Tamals verstand man darunter eine Art Massage, durch die die Glieder, die durch Hitz« schlaff geworden waren, belebt wurden. Labei verwandte man auch noch kühlende Flüssig­keiten und Salben, durch die sich der also Be­handelte schliestlich wie neu geboren fühlte. Aber höchst seltsam muh es berühren, wenn man hört, dah auch die Mütter unartige kleine Schreihälse auf diese Weile shampoonierten, um sie zur Ruh« zu bringen. Unb bafj jie ihnen dabei Märchen erzählten, die so voller Wunder waren wie die aus 1001 Rächt...

Tie Reliquie.

(-) Paris.

Dk französische Polizei bildet sich allerhand darauf ein, dah sie nicht beherrscht ist von den barbarischen Methoden ?er nüchternen Ordnungs­hüter anderer Länder, wobei man mit selbst­gefälligem Lächeln nach Osten schaut unb an den schnauzbärtigen deutschen .Wachtmeister^' denkt. (Für Franzosen i st der deutsche Schuh­mann nun einmal mit Pickelhaube und Schnauz- ban behaftet)

3eht aber hat sich ein französischer Polizei- kommlssar etwas geleistet, was so humorlos wohl kaum irgendwo anders hätte geschehen tonnen. Ss handelt sich um die hob« Polizei­behörde von Thateau bdau, die weiser zu fein glaubte alS selbst Rothan der Welfe. Hatte da ein junger Kaufmann im Äreife von Freunden unb Bekannten davon aesprochen. dah er von der Leinwand deS Linbberghfchen Flugzeuges ein ganz erklecklich?» Stück erobert hätte, alS damals der vergötterte Held samt seiner Ma­schine von der tollen Begeisterung in Le Dvur- get beinahe erdrückt wurde. Was war natür­licher, als dah man in ihn drang, gegen viele gute Worte und noch mehr Geld ein Stückchen dieser kostbaren Reliquie herauszurücken. Und was war natürlicher, als dah der hartnäckige Widerstand des Mannes bei 100 Franken auf- hbrte. Olun muh er wohl etwas au unvorsichtig gewesen sein, denn es häuften sich die ßcin* warrbstückchen, und cs wurden ihrer so viel«, dah der besagte Polizeikommissar seine Aas« in die Angelegenheit hing und einen schweren Ballen funkelnagelneuer Flugzeugleinwand im Keller des AeltguienhändlerS entdeckt«. Statt diese amüsante Tatsache für sich zu behalten, behielt die Polizei den tüchtigen Kaufmann und hing die ganze Geschichte an di« grohe Glocke.

Ist es nicht wirklich eine Barbarei, die harmlos« Ausnutzung eines lächerlichen Spleens so tragisch zu nehmen, hat nicht schon jener Aathan die Welt gelehrt, dah eS beim Besitz solcher Heiligtümer nur auf den Glauben anfommt? Können nicht die bisherigen Käufer von Leinwandstückchen aus den Flügeln der Maschine, die Avt und Tod und den Ozean bekämpfte den Polizeikommissar für die Ent­wertung ihrer Kostbarkeiten verantwortlich machen?

Rein. ihr französischen Jünger Hermandads, dieser euer Kollege gereicht euch nicht uim AuhmI Jagt hinter falschen Perlen und Dia-

3n einer vornehmen türkischen Küche.

Bon Liesbet Dill.

Braune, lebhafte T che^kesieni. ädchen scheuem di« Kas erol.cn in dec dämmerigen Küche, Mag­nolienbäume strecken ihre duftigen weihen Blüten zu bem offenen Fenster herein, die Blätter des Pfefferbaumes, bte wie Federn aussehen, und wenn der Koch zum Würzen der Speisen eine Zitrone, oder ßoroctcbiättcr ober müden Ros­marin braucht, Itiedt er einfach die Hand aus unb greift zwischen buntes Gezweig das vor den Küchenfenstern leuchtet. D«i Küchenchef ist ein Feldherr, der über ein« Unmenge Sklavinnen herrscht, ein Tyrann, der blinden Gehorsam ver­langt. anders geht es nicht in dieser grohen Äüic Sein Amt ist sehr wichtig die Gnade seines Herrn hängt von bem Gelingen des Mittagsmahles ab. Gr führt das Hausyattbuch, er kaust ein, er ist der gefurchteste unb begehrteste Wann der ganzen Stratze. er ist sehr sto.z. denn in der Berwandlung der Ech waren in die köst­lichsten Speisen ist er ein ^uberkünstler. Wan muh ihn sehen, wie er Pfannkuchen bäckt, wie ein Jongleur auf einer Bühne steht er da. mit seinem roten Gesicht, in jeher Hand einen Deckel, und so lästt er die heihen Omletten durch die Luft fliegen

Um ihn der stehen die Kasserollen auf dem Fuhboden. Tische verachtet er. Räpse kochen auf dem Dreifuh von Metall. Jedes Zicischstück wird erst gebraten, dann Aerfoadt unb mit allen möglichen Gewürzen gefüllt und gemilcht, mit aettorfneten Erbsen gehalten Zwiebeln, allen vor e.i von Gern .sen mit duften den Kcä tem par ümlert. mii Honig durchtränkt und einge­machten Datteln und kandierten Pflaumen bc- deck! unb gespickt.

Aus et er Tomate macht er ein Gedicht. Sie wird mit stark gewürztem Fletsch qe'üüt unb mit Reisperlen. Korintben unb Mandeln und mit den würzigen Blättern der Minze parfümiert, in einer honigschweren Sauce gebe den. Heber» Haupt seine Saucen! Gr kennt kein einzige» ..Rezept": er dichtet am Herde m l dem toifel er bat eine lukullisch« Phantast«. Morgens wenn er die Auch« betritt, ermatten ibn bte vorbereiteten unb von ihm ringekautten Borräte Die Tsccherkestinnen haben alles auf einem Brett

morden her, forscht, mrimrifcafbe* mit Röntgen­strahlen, nach der Echtheit dieses ober jenes Gemälde» unb untersucht chemisch die Echtheit der Patina anlifen Marmors! Aber zerstört nicht den Glauben der Welt daran, dah es wirklich Voltaire- Gebeine sind, vor denen man andächtig tm Pantheon steht, dah es ein echter Skarabäus ist. den man am Fuh der Pyramide gekauft hat, und dah das Ctüd ßetnir>anb wirk­lich das Flugzeug des groben Lindbergh von der Reuen zur Alten Welt tragen half.

Wochenschau"

der Chicagoer Kriminalpolizei.

lag») Aeuyork.

3u seinem desperaten Kampf gegen das organisierte Verbrechen hat sich das Lhikagoer »eiamt eine der stärksten modernen Waffen bar gemacht, die .Publizität-. An jedem Wochenende findet ein grohes Kesseltreiben aus die Schlupfwinkel der Banditen, Strahenräuber. Einbrecher ul», statt, unb Sormtagmorgen wird alL*. was zum Wochenende eingehetmst worden ist, den Tetektiven wie auch solchen Personen, die von dem Gesindel Überfällen, angegriffen, bestohlen, beschwindelt worden find, tm grohen Saal der Polizeiwache an der Tesplaines Stroh« vorgestellt. Bei dieser Schau sitzen di« Zuschauer im Halbdunkel; die Verbrecher find grellster Beleuchtung ausgesetzt, wenn sie auf dem Podium erscheinen, und sie müssen, nolens volens, aller­lei Gesten »eigen und sich von vom, von hinten und von jeder Seite beguden lassen. Gleichzeitig wird von einem Beamten verlesen, was die Spindknader. Taschendiebe. Strolch« und was immer sie sein mögen, bereits auf dem Kerbholz haben. Sine ganze Reihe notorischer Verbrecher, nach denen die Polizei da oder Dort lang ver­gebens gesucht hatte, ist auf diese Weise ermittelt worden, und die lichtscheue Hnterschicht de« Lhi- kagoer Gesellschast-körper- macht sich jetzt ge­wöhnlich gegen Wochenende dünn und verschwin­del aus der windigen Stadt, um nicht in das behördliche Fangnctz zu geraten.

Bon noch weit gröberem Srfolge als diese .Vorführung der Raubtiere" dürfte die soeben getroffene asterneueste Neuerung fein: rin Film­gesellschaft macht während des .Auftretens" der Verhafteten Aufnahmen, die schon am nächsten Tage in einer grohen Anzahl Kinos zusammen mit anderen Zeitbildern gezeigt werden. Tat­sächlich hqt gerade dies Verfahren der Ver­brecherwelt einen solchen Schreck eingejagt, dah man sich entschlossen hat. diese Filmvorführung auch auf eine Reihe anderer Grohstädte au-zu- dehnen. Durch die Vorführung der Singeheimsten auf der Polizei und im Kino sind außer einer Anzahl anderer bereits drei flüchtig« Mörder er­kannt worden.

Gin unhaltbarer Aufwertungsanspruch.

Vom hessischen Landgemeindetag wird »ns ge'chrceben:

Dem Vorstand des hessischen Landgemeinde­tags liegt zur Zeit eine ganze Anzahl von An­fragen, namentlich au» oberhesfischen Gemein­den. vor. welche die Aufwertung der von den Gemeinden zu zahlend tn Til­gung -renten für Ablösung der Steuerfreiheit einzelner gemeinde­steuerfreier Grundstück« betreffen. Wie die vorgelegten Ablösung-Verträge zwischen der Domanialverwaltung und den Gemeinden ergeben, ist die TilgungSrente auf Grund de- Gesetze- vom 8. 3uh 1911 bett, die Ablösung der Steuerfreiheit einzelner gemrinMteucrfvrier Grundstücke, so lange zu zahlen, bi- die vereinbarte Ablösung-- summe abgetragen ist.

Die Abteilung für Forst- und Ka - meralverwaltung hat nun neuerding- bei Anforderung dcr Tilgungsrenten den vol­len Goldmarkbetrag angefordert, welcher einer 1 00 p r oz e n t i g e n Aufwertung der früher vereinbarten Ablösungssumme entspricht. Dieses Vorgehen kann nicht gebilligt werden. Bor allen Dingen ist es im AufwertungSgesetz richt begründet, dah man den Gemeinden kurzer­hand durch eine einfache Verfügung des Mini­

steriums der Finanzen «inen bestimmten Auf- wertungsfatz diktiert, beim es handelt sich hier um den Fall der freien Aufivertung. bte nicht rinseitia von dem Gläubiger feftgriep wer­den kann, wnbern bei deren Zustandekommen auch der andere Terl gehört werden muh. in der Form dah ihm rin Vorschlag über bi« Höh« der Aufwcrnmg zu machen ist. Falls bann eine Sinigung zwi'chen den beiden Teilen, hier: Mi­nisterium der Finanzen unb Gemeinden, nicht er­zielt wird, fo hätte die Aufwerttmasstelle über bie Höhe der Aufwertuna zu entscheiden, kecnestalls aber allein bas Ministerium der Finanzen. Recht­lich liegt der Fall so. dad der hier arltenb ae- machte Aufwertungsanspruch im Hinblick auf DU Bestimmung des h 63 Ziffer 4 des Aus Wer­tung sgesetzes nicht der aeketzlichen. sondern der freien Aufwertung unterliegt, ba Ansprüche auf wiederkehrende Leistungen bie bei Abfindungen, Auocinanbersetzungen tllw begrünbet worden sind ausdrücklich nicht als Vermögensanlagen mit der begrenzten Aufwertung von 25 Prozent gelten. Auch Der Begriff der Reallast im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches mit der Aufwertung gemäf) § 31 Absatz 2 des Aulrvcrtung-grietzes .st im vorliegenden Falle nicht gegeben, ö» ban­delt sich vielmehr um eint Leistung aus einem gegenseitigen Vertrage um Ansprüche auf Wieder­kehr en de Leistungen, die bei einer Abfindung bejttündet worden find und daher im Hinblick auf die Vorschrift des § 63 Absatz 2 Ziffer 4 des Aufwertungsgesetzes der freien Auswertung unter­liegen. Die freie Aufwertung soll gemah btn Anforderungen von Treu und Glauben erfolgen, habet sind aber bie gesamten Ver­hältnisse. nicht etwa nur bie Inter­essen des Gläubigers zu berücksich­tigen. (Val. Wameyer-Kvpp«. das neue Aus­wertung-recht 6. Teil S. 268). Das Finanz­ministerium hat aber einseitig nur seine OntcreHcn berücksichtigt, wenn es kurzerhand den Kapitalbettag der Vorkriegszeit als Aufwer- tunosfumme in Ansatz bringt und darnach bl« vollen Tilgungsrenten als Aufwertung mit 100 Prozent anfordert. Das Reichsgericht hat in einer Entscheidung vorn 22. Dezember 1926 ausdrücklich zum Ausdruck gebracht, ifiehe War- neyer-Koppe a. a. O. S. 289 unten), dah man bei 8 r f ü l lun g eines Vertra aes aus der D o r kr i e g - z e i t nicht einfach die DorkrieaSmarkdurch die Reichsmark ersetzen Dürfe wie es im vorliegenden Falle das Finanzministerium getan hat. vielmehr fei auch hier bie Aufwertung nach allgemeinen Grundsätzen anzunehmen.

Es verftötzt gegen Treu und Glauben, wenn man die durch die Inflation allgemein hervor- gerufeite wirtschaftliche Schwächung bei den Ge­meinden nicht anerkennen will und von ihnen eine hundertprozentige volle Aufwertung im vor­liegenden Falle ocrlanqt, zumal der hessisch« Staat feine Schulden auch nicht mit 100 Prozent aufwertet. Dabei ist ferner zu berücksichtigen, doch schon allein die Tatsache, dah die Kaufkraft der heutigen Reichsmark im Vergleich zu der Dorkriegsmark wesentlich geringer ist, es bedingt, dah man auch den Gemeinden kein« hundert­prozentig« Aufwertung auferleaen kann, ein Vor­gehen, das übrigens auch jetzt in der Aufwertung nahezu einzig oasteht. Wenn da- Finanzmini­sterium zur Begründung seiner Forderung an­gibt. dah neuerdings die Aufwcrttmgsgrietz- ?ebung abgeschlossen worden sei, tn-besondere urcb da- Rrihsgefitz vom v Iufi 1927, und dah Bestimmungen, die im vorliegenden Falle zu be- rüdij)tigen wären, darin nicht enthalten seien, fo gibt diele allgemeine Behauptung dem Fi» nanzministcrium doch noch kein Recht, eine hun­dertprozentig« Aufwertung der vereinbarten Ab­lösungssumme zu verlangen, bi« genau fo gut von dem Währung-verfall betroffen ist, wie an­dere Ansprüche auch und nach dem Haren Wort­laut be» § 1 des Aufwertungsgefetzes der Auf­wertung unterliegt.

Mit Recht wehren fich daher die Gemeinden gegen die ihnen zugeaangene Anforderung der TilgungSrente in voller Höh« der Vorkriegs­zeit. Da es fich um «in« für alle Gemeinden grundsätzlich gleiche Angelegenheit handelt, hat der Vorstand des besuchen Landgemeindetags diese Angelegenheit in die Hand genommen und wird durch feine Rechtsauskunftsstelle eine Ver­handlung mit dem hessischen Ministerium der

ausgebreitet, Früchte, Tomaten, bi«Gourge" und die ..Auberaine", gurtenarttae Pflanzen, die, mit Reis und gemahlenem Fleisch gefüllt, gebacken als Delikatessen gegeben werden

In der Worgensrühe werben sie von den Mädchen mit flachen Körben gep'lückt. Un­mittelbar vor der Küchentür ist die kletternde ttourge gepflanzt, an einem Gitter von Bam­bus hängt sie. Wenn der Küchtzngeneral die Küche betritt, findet er ihre goldenen Blüten über der Marmorplatte aueqebreita. wie um- gestülpt« Gläser, auf den Kopf gestellt. Gr füllt und bäckt sie. Das macht er selbst, er hält

nichts von der Arbeit der Frauen. Sie find

nut seine Handlanger sein Genrralstab.

Artischofon werden mit gehacktem Lamm­

fleisch und Reis, rotem indischen Pfeffer. Ingwer und arabischen Kräutern gefüllt Retten und Kaneel streut er darauf, der in marmornen Wöriern geflohen wird und mit fettem Hammel­fleisch gemischt Dieses Fletsch darf nicht seinen infamen Geschmack nach Hammel behalten, es wird verwandelt, gemischt und gewürzt, hab man es als Puter'leisch iht. Man weih überhaupt nicht, wa- man iht. wenn der General gekocht hat. Unb was für leckere Gebäcke er macht. ..Iungsrauenhand". ein Gebäck von Butter und weihem Mehl, nach AniS und Rosenöl. Muskat und Rosmarin duftend, mit Rosinen und Man­deln gefüllt

Gr betrachtet feine Küche als ein Labora­torium. in dem Erfindungen gemacht unb aus» probiert werden Sein Amt ist thm hellig. et ist schweigsam, würdevoll, felbstbewuht unb streng, und bas muh er Irin, zwtschen all den lachenden, Atottfd ernben schlanken, jungen Mädchen, sie IIn­gen. schwatzen und um ihn her imlausen In dem Gesang der dunllen Dafier- schildert bte Prin- Äcf in Mirza R m Khan Aria diese Küche des Hauses ihrer vornehmen türkischen Schwieger­mutter

Es find eben nicht allem türkische Gerichte, die da bereitet werden, fern Repertoire ist un­endlich grob. Aus der einfachen Kartofiel macht er ein« Blum«, die er auszackt. aushöhtt und füllt, kaum eine Frucht bletbt fo. wie fit ge- wach'en ist Darin besteht ja feine Kunst Mehr als zwanzig verilsch« Flc''chg-richte wrih er zu bereiten, arabische und indische Gerichte Alles macht er aus dem Kopf Er wurde -iemals den Kopf tn rin Kochbuch stecken er ist ein Gentt Gin Kochbuch Ni4 ist etwas für Stümper, er ist

ein Künstler in seinem Fach, auf zwanzig Arten weist er dasselbe Gericht zu verändern. In Fleisch­brühe gekochter RriS der mit Hühnerfleckch und Hammelstückchen gemi'cht wird ... aber toie ge­kocht und toie gemischt! Der Reis, das stnd Perlen bei ihm. Die über die Speisen rieseln ... kein Brei, bewahre ... ein persischerP'.laf von diesem General bereitet. Dafür gibt rin Türke schon saft seine halbe Seligkeit hcn

Man muh nur leben, wie er in der Frühe sein« Einkäuse mach:. Gr bemüht sich nicht ui den Händlern, sie kommen zu ihm. der Fleisch- bänbler. der Gemüsehändler und bet Milch- Händler. der seine Schalen mtt dicker Milch auf zwei schwankenden Tabletts an einem Bambus- reif trägt. Der Küchenchc! .empsängt" in dem flernen 6afc am Markt, neben fich seine Wasser­pfeife Ohne Interesse au betunben, läht er sie reden und ihm schmeicheln, währerrd er rin Trie- ttas spielt. Ader et hort alles besonders die Prelle ... Sie feilschen, sie überbieten sich, sie breiten ihr« Waren aus. bte Erbsen, die To­maten das Obst. Der Spezerethändler unb der Ää<cbänbler kommen an, und der Melonenhändler mit dem arünen Turban, mit bem «t eine tilget- Bl nach Metta gemacht hat . Endlich hat der ha seine Einkäufe gemacht unb. von einer r barfüßiger Iunacns begleitet, die ihm die Waren heimzuiragen haben, begibt er fich le bie dämmrig« grüne Küch«.

Unb bann beginnt das Schaben Schneiden. Wetzen. Rührer Kochen und Backen, und der Koch steht wie ein Feldherr zwllchen Kasserollen unb Töpfen unb wirft feint goldgelben Omletten durch bie Lust, kreuz und quer flattern Ile aus bk heihen Bratdeckel, keiner fällt herab ...

3ut Ti'chze-.l bewegt fich rin feierlicher, lan­ger Zug durch Den Garten. An der Spitz« schrei­tet der Koch tok rin Zeremontenmrister, hinter ihm bie lleinen T'ch.'rk.'fi-nmädchen, welch« die Kasserollen tragen W.chn^ und besorgt, nichts von bet Sauce zu verichütten. bewegt fich bet glänzend«, farbenrriche Zug. Di« Blätter btt Bäume werfen luftige Sonnens lecke auf die bun­ten G<wändet der jungen Mädchen und färben ihre flatternden weiten Schleter w'« bunt« Blu­men das Feuerwerk von Sttahlen wirb von den bllnkenden Kasserollen zurück geworfen, di« di« braunen Hände der Dienerinnen weittorgestreckt tragen, und rin Duft von stark getoüruen. ae» bratenen Dingen und * übern frifchem D.vack. Duftigen Saucen und köstlichen Gerichten zieht

Finanzen, Abt. für Forst- unb Kameoalverwat- nmg. über den voriicgenden Fall herbei fichten. Den Gemeinden wird deshalb empfohlen, vor­läufig die angeiorderten Tilgungsrenren ntcht S bezahle» und Ihrem Äreiiami zu berichten, st von den Gemeinden gegen die angeiorderten T ;Iir.:r.d4mttm Einspruch erhoben worden f«k unb daß in der Angelegenheit bet befi sche Landgemeinde tag Verhandlungen mtt bem hef- tlche» der Finanzen e.ngeletiet stabe,

beten Ergebnis zunächst abgewartet werden lulle.

Oberheffen.

Oie Rotlage der Landwirtschaft im Vogelsberg.

4 Herchenhain, 2t Roo iDrahtdencht be» ^Gieh-Lnz.') stuf bem Hosterobotap' sanden sich gestern bk Vertreter oon 81 Gemeinden des Xotftanbtgebieie# rin 6* wurde rin« Kommission -«wählt, dir in verhanblun« gen mit Der K«-i«rung treten sock Gleich- zeitig wurden Der Kommission diegenouenKicht- Hnien für di« Verhandlungen mligegebew

tanbfrei« Gtetze»

Obg. Grvhen-Buseck. 20. Rvv Bet bet vor einigen Wochen veranstalteten Wahl brr Bonitierungskommiffion für bte bevor- ftebenbe F «1 b b e r e i n i a u ng konnte unter ben btefigrn ßanbto rten eine Wtt.guna über bk Per­sonenfrage nicht rirjlelt w.-rben. Die abgegebenen Stimmen waren so zeripllltert. bah bk Ernen­nung Der Mitglieder durch bie Regie­rung erfolgen muhte. Besfimmr wurden unter ?Vrucfitd):ijunfl bet seinerzeit abgegebenen Sfiuv» men unb osicnoar auch des Besitzes als Mitglk- ber Wllh. Rohrbach unb bas Gcm.inberats- mitgileb H« nr.ch Scheib, als Eriatzleute WNH^ Henh und Wilh. Schmidt.

OO Klein-Linden. 20. Roo Die hiesige « e. Ki rchengemeinbe versammelte heul« ihne M.kglieber auf dem Friedhof zu einet ge* meins amen Stier des Totenfestes. Wie immer bei Derartigen Veranstaltungen, so wirkte auch diesmal wieder der Pofaunmchon durch sein Vorspiel und durch bk TMettung Der gemrinfam gelungenen Ehoräle mit Auch bk drei hiesigen Ma nnergtsangvertine .G.ntracht", .Harmonie^ und .Arion" halfen mit. du och passend« Shorvorirägt bk Frier würdig zu geftaltm. In feiner Predigt gedachte bet Ortsäristliche. Pfarrer Göbel, besonders auch der Gefallenen des Weltkrieges.

t. Haufen. 20. Roo. Die ä 11 eft« Be­wohnerin unser«» Orte». Frau Marie Kling, vollendet« ihr neunzig st «»Le­bensjahr. Dce hochbriagte Greisin liegt aus Altcrs'chwäche feit zwei Jahren saft immer tm Bett«, ist aber sonst .von Herzen" gesund, hat noch ein sehr gutes G.dächknis unb erfreut fich vor allem eines klaren Dernanbes Sie n mmt an allen Ereignissen, bk ihre Familie, unser Dori, ihren früheren Wohnort Watzenborn und ih« Jugendheime> Vogelsberg betreffen, regfkn An­teil. Sröu Kling wurde 1837 iu Kölzenhain tm Kreise Schotten geboren und ist bk Witwe bet im Jahr« 1901 In Watzenborn verstorbenen Leh­rer« Heinrich Rfing.

<D Lich. 20.9100 Me «in« Wohltat empfinden bte Qfaitoffrier derDurchgangsstrahe G i m b«n- jungen bte nun fertiagefWlll« Klein- Pflasterung. Gar mancher in rb im nächsten Frühjahr sein Hau» neu verputzen lassen, ba nun tr.e durch die Fahrzeuge bochaufspritzendmi Wasserpfützen endlich verschwunden sind, bk seit­her bie Häuser bis bald tn ihre halbe Höhe beschmutzten.

Grüningen. 20. Aov. Der hiesige Ge­sangverein Der Adam-Isbetmschen Stiftung friert am 15. und 16. Juli nächsten Jahres fein 6 5. Stiftungsfest. Verbund« Damit wird Voraussichtfich das Bundessest des Housberg-Writerialfängerbundes. Der Ver­ein ist einer der ältesten ländlichen Gefangve»- etnen in hiefiger Gegend Auf der Auto­ll n i e Giehen - Steinberg Ho 11» heim ® r ü n i n ge n Gambach wurde dieser Tag« «in Dritter Wagen in Betrieb genommen. Der Sitzplätze für 28 Personen enthält.

den grünen, blumenumdrängien Gartenweg ent­lang. auf dem der Zug irirrlcch zum Etzsaak de» Herrn des Hauses schrettet ...

Das Eichhörnchen im Hinkennest.

Wieviel sti.le Tragödien und aulregenbe Dramen ereignen sich alltäglich im T:erretch. von be.xn wir nichts erfahrenl Ab unb »u aber ist «in aufmerksamer B«obach:er Zeuge einer solche» ergreifenden und rühmenden Szene So schildert Als. Schütz« in der .Umschau" den llederiall eine» Finkennestes durch «in Eichhörnchen, bei Dem er als Heiser und Retter auftreten konnte ..Es war kurz nach dem Brutgeschäst. wir lasten am offenen Fenster, als ich Den meinem Platz gewahrte, welches austeroedentlich geschickt auf Den zugespttzten Latten eine» Garten saun es hin­aus, nur wenig« Meter ent ernt ei» Ec! Hörnchen Uri. um Dann in Der Krone eines dichtbelaubtste Baume» zu verschwinden. Roch luchte ich bei Versteck De» Eichhörnchens »u erst ähr», als «M schon in weitem Sogen rin ganz junge», »och lange nicht flügge» Fmkchen au» Der Baumkroete herausgelchleudert wurde Dem in wenigen Se­kunden dort toeuert Geschwister lolglei. Ich eilte hinaus: aufgeregt, laut schreiend umflog mich und frine Klrinen bi» Eltern paar. Der Refträuber aber war verschwunden: ob mit oder ohne Beut« wahrichrinlich hatte ba» Etch- htrnchen E er gesucht war n,cht sestsustelle«. Ich hob die armen T erchen unter ängstlichem Ge- schre, der beiden Alten vom Boden aus. holte eine Leiter unb letzte alle vier wieder tn» Rest. Schon beim Anlegen Der Leiter verstummte da» Grichret bet beiden Zinkeneirern. Das Weibchen kam lehr nahe heran und letzte sich auf einen benachbarten Ast. um ja all« Vorränge genau beobachten zu tonnen, unb iah interessiert zu. ter Herr Papa last aus einem in Der Aäbc vorbei» führenden Telephvnbraht und verfvl^tc von trinem Platz au» ebenfalls stllllchwe'' :nd mein Bemühe-. Unb siehe ba, kaum hatte ich bk Tierchen in» Rest zurückgebracht ich stand noch auf der Leiter In der Baumkrone. kam auch das Finke7ttve:bck>en unb deck:« seine Schütz­linge mit feinen Flügeln zu während das Männchen nach Wegnehmen der Lett r an8 Rest llog fich von bem uriptüngfichen Zustarch übet* Cugte. cu1 unb davon ging unb bald mit Futter I Schr.a'ei zurückkmn, um «ine piepsenden Kin­der zu füttern."