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Nr. 118 Erster Blatt

177. Jahrgang

Samstag, 21 Mat (927

Gietzener Anzeiger

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Irrte ter I Hetze

General-Anzeiger für Oberhessen

t>nuf w*b ütrlef: BriMW UetorrttiH-Bi* end Steiedridtrd k. tauge iw 6tffrtn. Schrtftlettmi- u»d ckeschSftrVele: SchilUkatze 1.

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Dr IVnebr TT-iIb 2ktani»c t . iSj lut V. : b Dr. Je. TDUb- Lange, tut S,Ymt6rt»a D- p

r bee ftbrigen

SUun^ctn. |tr Hi Sa* ingeniftl J-'uri fiißfncaa, fAeithd) in Wiehei

Schutzardeit nnö Schutzdundtagung 1927.

3wi Dr Äori 6 von Loetch. Vorsitzender bet Deutschen Schutzbundes

Au» bet Geschichte bet Volksdeutschen Be­wegung sind die 3afcrr«T»erfammlungm des Deut­schen Schutzbundes nicht i btibctiflcn Schutzbunttogung n. bl« alljäh riich zu Psi nahen In verschtcdmen beut'chm Grenzgebieten n wurden, haben die Arbeitm bet bänbt. bte sich den Schutz des Grenz- und Aus- landdeutschtum« vor der Gntdeuischung zur Lus- Sbe setzt, n Weitgehenb beeinflußt Sie ftrbcn al« etser vollsprlitlscher Arbeit aus betn Dege zur Verwirklichung allgemeindeutscher Dolksgemetn-

Schutzbuirdiag-ngeii txrlamm.-ln D.utsche au» aller Herren Länder, vornchmlich die Führer des Luslanddeutschtum« und der abfl et reimen (Br­ünier fremde Herrschaft gekommen sind, mit den " 1 x und Frauen der

Schutzarbeit tm Leich tn Oesterreich und deren Grenzlanden. (ks liegt eine eigene Atmosphäre über einer solchen Tagung, wenn Deutsche au» dem Memelland, aus dem Baltikum. au« Tirol, aus dem deutschen Westen, aus dem Südosten, auch aus dem fernen Osten sich die Hände reichen aus der gleichen Lot heraus und in der gleichen Hossnuna. Der Deutsche Schutzbund bot nie Wert daraus gelegt. Massm aus seiner Tagung au vereinigen. 3r sammelt Führer zu ernster Aussprache und Arbeit. Ge- sellschaflliä'.- IVranftaltvogee, die (rüber nut der Taaung verbunden waren, traten von Oaßr zu Jahr mehr Aurüd; man braucht wirklich nicht )tbe« Jahr ein Fest »u feiern

8» dem Wien des Schutzbundes,

wenn er seine Tagungen nicht im Herzen des Deutschen Leiches, sondern in Grenznähe adhält So hielt er es stets, von feiner «iveitrn Tagung an. Das Land Äärnten stand noch ganz unter den Auswirkungen der heldendasten Ab­wehr des südslawischen Ginbruche« und der er- solgreichen Dolksabstimmung, als sich die Führer der Deutschtumsbewegung Piingsten 1021 in X la o t n 1 u r t trafen. Die Schuftbundtaguna des wahres 1022 vereinigte in LlIenstein Ma­rienburg und Danzig Führer dcsDeutsch­tum« au« über 20 Ländern mit dm Grenz deut­schen aus dem Leich und den Binnendeulschen. Da« Jahr 1023 faß den Deutschen Schutzbund in der Lordmark, in Flensburg und in Ham­burg. dem Ausfalltvr noch lieberfee, zu einem «Deutschen Tag der Grenz-, Kolonial- und Aus- landdeutfchrn" Die Feier dc« 35jährigen Be- stehen» der »Südmark'' in Graz gab Beran« lossung. im Jahre 1024 wiederum Oesterreich, diesmal die Steiermark, auszusuchen. Die .Jahr- tauiendfeier" der Lheinlande gab den Grundtow für die Schutzbundtaguna 1925. die an der Grenze des vordem besetzten Gebietes, in M ü n st e r . stattsand. Und wieder der Osten, die schlesischen Grenzlande, sahen den Schutzbuird zu Pfingsten 102v in Deuthen und G 1 a tz.

Fahrten und Defichtigungm In den Gebieten. In denen die Tagungen stattsanden, ergänzten da« Bild von der Lage der Landschaft, so wie sie sich in den Beratung m spiegelte, sühn en den Teil­nehmern die stet» wechselnden Bilder örtlichen Grcnzkampfes vor Augen, ermdglichten ^ver­gleiche Grst diele Grgänzungen nach der vraktisch-

> Seite iteindruck. so

sind die .Gvenzwanderungen" ein wesentlicher Bestandteil der Schutzbundtagungen geworden.

Andere Berbände halten aus ihren Jahres­versammlungen Rückschau. geben in erster Ctnie sich und ihren Freunden Rechenschast über die Tätigkeit des v.raang.nm Jahre«. Das geschieht aui den Schutze. ndtagungm Wohl auch, f ?t es fic nicht Penn diele Ichauen

vorwärts Sie safsm zusammen, verteilen die Ausgaben und setzen Ziele. Sie geben dm Fäh- rem der Volksdeutschen Bewegung Lichtlinim und Schwungkraft. Bis zur 5. Bundestagung waren »Berichte noch ein wesentlicher Bestand­teil der Tagungen: anfangs galt es ja. überhaupt erst einen 11 e d e r b I i d zu schassen, die in den neuen Grenzaebictm wirkenden Kräfte kennen zu lernen, die Verbindung zwischen den führenden PerfdnUchkeiten des Grenz- und LuSlanddeutsch- tums derzusteNm und Lage und Aufgaben die sich aus der Leugeftaltung des mitteleurvpäischm Laumes durch bte Frieden»Verträge ergaben, zu um reiben.

Dies Wegstüd ist zurüdgelegt. Pie Grazer Tagung 1924 bedeutete daher einen Abfchnitt. Cie fordert? Erweiterung und Vertie­fung der bisherigen Arbeit. Bestand bic<c bi» dahin vornehmlich darin. Abbröckelung»- und AuffaugungSverfuche abzuwehrrn und den De- stand M Deutschtum» in den abgetretenen Ge­bieten im Lahmen der hergebrachten Methoden zu schützen, so wurde sie nunmehr verbreitert für die Zukunft des deutschen Bolles entscheidende Fragen Orbaltung ein?» gefunden BolkS'ör- per». Grsorfchung der Ursachen und Folgen des Rückganges der Oeburtenübe.fd'üPe und der gro­ben Binnenwanderung vom Osten tn die Grost- ftädte wurden aufgrgr.Hm und aut den folgen- den Tagungen zuerst tn größerer Oehcntli^-lcit erörtert

Siedlung ist Schi kfal! Seit Jahrzehnten wandert gesunde bäuerliche Bevölkerung tn die volksmordenden Städte Pie an sich schon dünn bevölkerten Gebiete östlich der ö bc werden blut­leer und schaffen Raum für die kinderreichen, nach Westen drängenden Slawen. Die fünf Ost- Provinzen Ostpneusten. Westp eusten. Pofen Pom-

Neue Verschlechterung der deutschen Handelsbilanz.

Rückgang der deutschen Ausfuhr

Eigener Drahtderlcht bet (Biefcener Ünyigere*.

Berlin. 21 Mai. Der Au»wei« über den deutschen Auhrnhandel für den Apnl ist wieder­um ein recht ungünstiger. Der 3nwortuber- schuh überstetgt mit 29) Millionen dm Vormonat um 55 Mlllionrn Da» wäre an sich nicht so schlimm, wrnn dabei eine mt'prechrndc Jlenbe- rung aller Ziffern doriiegen würde leider ist aber dieser Ginsuhrüberschuft Haupt schlich infolge eine» erneuten Rückgangs der Au»- fuhr mtftandm Die Gesamtau»fuhrzfsser ohne Gold und Silber beträgt rund 797 Millionen aegm rund 841 >m März, wahrend-die Gin- f uh r mit 109e 4 gegen 1085 1 Millionen nur unwesentlich gestiegen ist.

Allerding» ist der Rückgang der Ausfuhr 'm geringsten auf dem wichtigsten Gebiet der Fertigwaren, 597 gegen 600 Millionen, am aröhten auf dem der Lohst off e und halb- fertigen Warm, wo es sich um fast 38 Millionen handelt Die Zunahme der Gin fuhr betrifft aber auch neben Lebensmitteln und Getränken (336 gegen 311,4 Millionen» fertige Waren mit 190 gegen Hl Millionen.

Sympthomatifch betrachtet haben diese Ziffern die Bedeutung, dah ein gew.fser Mehrbedarf an Lebensrnitteln gegenüber den der alten Cmtt- periode sich immer mehr geltend macht, weiter, dah der Rückgang der R ob st os seinfuhr: auf eine Verknappung der flüssigen Mittel h nbeute Wei­tere Schlüsse au« dm Zahlen zu ziehen, ist un- angebracht Indes bedeutet eine Pasiiv.tät von 35 bi« 40 Prozmt der Gesamtaussuhr und 25 bi« 30 Prozent der Gesamteinfuhr eine recht ernste Warnung an die Winfchast. Denn es kann mcht mehr gesagt werden, was bi» Milte vori­gen Jahres etwa von dem grohrn Defizit der Handelsbilanz galt Dust sich darin nur das Herein ftr dm en der ausländischen Anleihen loh­nend ouswirke. Der Anleihemarkt in Amerika ist in dm letzten Monaten nur wenig in An­spruch genommen worden. S» fehlt aVo an einer gewifsm Seibstbeschrankung des deutschen Kon- sums. und. das darf freilich nicht vergelten werdm. an den notwendigen Grleichterungen zur örlangung des unmtbehrlichm Absatzes im Aus- lande

Für eine europäische Wirtschastsverständigung

Berlin. 20 Mal. (WB » Lei der heute Hott» gefundenen Aunbgcbung * für europäische Wirt» schaltsoerstandigung. die der nanfabunö finberufen hatte, brtorttc der Hrasidmt Dr. Hermann Fischer in seiner Legrüstungsaniprache- C» kann feine Er» bolnng in Europa emtrrten, bis bte Völker in allen Landern sich darüber klar geworden sind, dost Han­del nicht Snrg. sondern ein Au«tauschprozest ifL Öt gilt, au* der .^ollgedundenheit wieder berouc- zukommen und di, Wege für eine möglichst zweck» rnäfuge Arbeit auf dem Weitwirtfchastemirkl frei» )u machen.

ir Ddtiipp Dawson (London). Mitglied de» englischen Parlaments, führte au,, dah England nur unter Zustimmung feiner Dominins einem euro » fifl I f dje n Zollverein beitretm konnte, und flbft in diesem Fall müsse geprüft werden, inwie» wen d,e angebotmen Vorteile Veranlassung geben konnten dah England seine fetzige Stellung, die sich au« der Lasten» und Eprachgen.euilchast ergebe, auf« hebe Der Ledner schilderte die U'rroäljung m der WeliwiNfchaftsloge. durch die besondere jene Län­der getroffen würden b«e auf ffrport ange­wiesen seien: Deutschland und Enpiand. Die eng» lifche Industrie mufle sich in gleicher Weife o r g o n i

fieren, wie die deuvche. damit eine inferiMtio» nait verständiaung leichter erzielt werden könne

Proiesior Francis Delaisi (Darm fordert em« andauernde und endgültige Snnabeiung zwischen 5 r a nf r e i di und Deutschland als erste Bedingung für ,triebe und Wohlfahrt in Europa

Die europäische kvlrtschaftsunlon bedeute die bedtrllung eines grohrn Binnenmarktes nach dem Muster der Brreiutgtm Staaten und des englischen Beiche». Fortschreitende Aushe­bung brr Zollschranken und Grün düng internationaler Aartelle seien die Mittel zur Hationallfierung, die Preissen­kungen, Cohnerhobungrn und Spezialisierung der Unternehmungm zur Folge haben.

Geh Legationsrat Prosesfor Dr. W i e d - seid <Leipzigs sührte u a. au«: Die Grundlage des chaotischen Zustandes von heute liege tn dem Gege neinander bei wirtschaftlichen Strömungen, die sich au« dem Kriege in die Gegenwart ergossen habrn. Allzu starke» Hervortreten de» Staates verhlndere. dah sich da» Prinzip der internationalen Pro- duktionsteilung wieder entfalte, da« aus jedem den politische Gegensätze m den wirt­schaftlichen Kampf der Kräfte Hineingetrsgen und die noch grösiere llnordnung entstehe daran», dah au» den wirtschaftlichen Reibungen sich po- litifche Gegmfätze verschärfen oder neu bilden. <?« müsse genügen, tnmn die Staaten dem per» tonalen und dem Güteraustausch Freiheit geben. Staatenverständigung könne erst die Folge von Dölkerverstandigung sein.

Reichsminister a. D. Dr. si c. Gothein. Vorsitzender des 2usimhandel»verbandes. for­derte ebenfalls, dah sich Guropa au einem Wirtschoft»geblet entwickele. Dem standen allerding« starke Widerstände entgegen der nahe­zu ungehemmte Souveränitätswahn der einzelnrn Staaten, die Vielsprachigkeit, die Verschiedenartig­keit der Gesetzgebung, der Kultur- und der Wirt- schaftsverhälmtsse. Sosortige» Liederreisirn der europäischen Zollmauern würde schwere Verwir- rung schassm Lur schrittweise» Vor­gehen kommt in Betracht.

Genfer Entschliehungen.

Gens, 20. Mai <Dolfs s Lach dm Bera­tungen hinter geschlostmen Türm bringt der heutige Tag wieder bl < i'liche Sitzungen in dm en die bei den Hauptausschül'e für Industrie und Handel ihre Arbeitm adschliehen werden. Dem 2ndustrieau»schusi liegt heute der Önt- schliesiungsrntwurs zur Kartellfrage vor. worin die Ausfafsung vertretm wird, dah man die Kartelle nicht al» eine Organifationssorm betrachtrn kann, die allein schon geeignet wäre, die Hrsachrn der Dirtlchaftsknse zu beteittgen. Andererseits wird darauf bingetriefen. dah die Kartelle bm iechnifchrn Fortschritt derProbuf- lion auf halt en und Gefahren für die berech­tigten Znteres en wichtiger loyaler Schichtrn und flctoiffer Länder mit sich bringen können. Der Ausfchusi hat seine Arbeitm durch Annahme des Gnt'ck Itesiungsentwur es zur Frage der na­tionalen Kartelle abgeschlossen Der air.enfanNdbe Delegierte Robinson enthielt sich der Stimme, obwohl die amerikanische Delegation nicht» Grundsätzliche» gegm be-i Enlfchliehungemtwurf emwrndm will Der fow,ctru's,'che Ver.r.ter So- kolnikofs lehnte den Gntwurs ab. wiederholte aber die Bere»!willigkei: Sow etruhlands. sich an intemationalm Äariel'.m ur.b ähnlichen Kom­binationen unter Wahrung feiner eigenen Ge­sicht »punkte zu beteiligen. Der französische Gc- werk'cha'ts!ülirer 3 o u b a u r haue erflärt. dah er sich der Stimme enthalten werde

Der Hantzelsausschuh hat ebrnfaN» siin, Arbeiten rnbgultia abgefchlossen und den tk: M über bte inhaltlich schon bekannt gegebenen On; schliehungsmiwurfe aber bte Freiste i bet Auniel Zollsätze, Handelspolitik und r^andeisvertra,. unb übet d rekte und indirekte buboentionierun,>en des nationalen Handels und der nationalen cdjiiiabrt angenommen. Von den etwa 25 oorliegei den Zu» apantrügen wurde nut wenige bsrncksick! -,i ? < ikntlchlietzungen werden nunmehr an bte ..'eltwiri- >«i»asi»konser.i^ zur öanfliont.rung weiter, ei. n -

Damit b>4n die drei Äuslchusie '.it Han .

- Arbeiten erlebtai so dah ausier der Zollkommission nur noch bet tag. rierdinstungsausschust weiter arbeitet.

Lin Dorstoh der Russen.

Cffinffi fordert «leichberechliqvnq des Lowjeisstsiems.

Sens, 20. Mal. (WIP.) ver führet der so- imetrutiischen Drlegalion, O||ll|ll, hat b.im Bureau brr sianserrn, elnm Antrag rlngereidit. der dir kanserenz erfuchl. bm Slaatm bie Wieder­aufnahme der wirtschaftlichen Be­gebungen i u Sowielrustlund aus t<r (Dtunblage be« friedlichen Tlebenelnanberbe- Heben» bes kapilalislifchen und so­wie II st Ischen Stzftem» tu empfehlen Die russische Forderung stlest aus den stärksten widerstand, der hauptsächlich von dem stanz»- stschm Delegierten Loucheur aurglng. 3m Per- dindungsausschuh wurde die Aussprache noch nicht abgeschlossen. Bei der Beratung hat die Fustön- digkelt» frage eine wesentliche Rotlr q.fplrlt, ebenso bie Frage, ob bie Weltwlrtfchalfekonsermz zu einem Antrag Strtinng nehmen kann, brr pou 19 Delenirrten al» politisch a n a e s e I> e n n-. unb daher nur von einer polifsschen »onsrreti, ent- schieden werdm könnte. Trotzdem die Frage bet Zu­ständigkeit noch einige $d)wleeigfeltm macht, scheint man aus allen Selim bemüht zu sein, für den russi­schen Antrag eine neue Formulierung ,u finden, die blrfm Bedenken unb bm russischen WGn- schen ausreichend Rechnung tragm würbe

Der Handelsvertrag mit Frankreich.

Wiederaufnahme brr Verhandlungen in Berlin

Genf. 21. Mai (XU.) Der französische Hauptbelegierte in Srns, Serruy» teil Ix in c-nrr Unterrebung mit dem Grnfer Korref ponh.n- len der .Dresbener Leuestrn Lachricht n" m:i. hast nach einem ihm »ugtgangenrn Teegramm Haiidrlsminifter Bokanowski erklärt balv. Frankreich werde bte G , p o r t m ö g l, ch k e». ten keiner Ration erschweren, sositn fit bm Interessen der eigenen Wirtfchsit nicht zuw berliefen. .Ich habe." Io erflärt Ser- ruo» weiter. .Don bem Inhalt brr je» wichtigen Telegramms 6taat«<efreier Dr Xrenbelen - bürg sofort Mitteilung gemach« unb konnte frststrllen. hast der Staat»sekretär von b'.efer Ür» flärung belriebiat war Dir w.-rde-, bab.-r dir beutfch.sranzbfischm Dinlchaftsbe prechun >.n ehrstcn» wieder aufnehmen, unb m ist i^abr'cheinl.a). hast sie diesmal in Berlin geführt werdm. Warum denn immer in Pari»? Gern werde ,ch meine vifirrnka-te in der Reichs Haupt stabt abgeben, schrxb t mir Dor. etnm Handelsvertrag wenig fi en« auf fünf Jahre zuftemdezubnngrn unb * -ar auf Grund eines frftm Tarife» unb un*c< An­wendung der Klauseln, wie sie m bm reui'b- belgifchrn Handelsvertrag ringekügt worken ist "

mern unb Schlesien gaben in bm ersten 10 Jahren des Jahrhundert» mchr al« ' , Mi sionm Mm- schm ab Immer noch str.»mt osip .ust-.fche Land- bevdlkeruna - jährlich fast 3X003 Mentchm in die Mietshäuser mittel- und westdeutscher Städte Fast ganz Pofm unb Teile anderer Pro­vinzen mufiten an Pvlm abgetretm toerbm. viele Hu,iterttaufende haben bort Grund urfb Bvden ixrialfm mülfm unb sind, nrudeutscher Zugnch- ttfng folgend, nach Westen gewandert In die­ser Binnrnvanberung von Osten nach Westen liegen bte allergrößten Ge­fahren Da» Land ist da» Becken au« bem bu Städte immer neue BoUskraft Im pfen Hattm doch alle deutsche: Grssiliädte zusammen m.t einer BevöUerung von ISS Milltonm »etwa 2t v H der Getarntbcvökkerung bet Deutschen Leich«, im Jahre 1923 trotz der ständigen Blutauffri- fchung mit ländlicher Bevölkerung nurmehr ei nm Ucbcrdbuh von 40000 Gkburtm < 2.4 vom

Taufend'> aufzuwe s^n. A.f taufend A nwohner kommm jährlich Oeburtra in: Lsterbam 19.1, Budapest 18.9 Lordan 185. Kopenhagen 18.1. Pan» 16.1. Oslo 13.7. Stockholm 125; in Berlin aber nur noch HL! <;t Statistik der Gedurlen- übrrschüsie. wc'.che srrilich nicht aüzu kichere Sch.uske erlaub:, redet c ne traue a und bedenk­liche Sprache. Im ersten B r t I.ahr 1924 hatte ganz Preußen einen Geburtenübe 'ch^st von 7.4 l< Tausend. Ostprrustm 11.2 je Ta-lend

Das getch: ht wrnn die Gehurtenzahlm auch in dm ländlichen Bezirken noch schnclier als bisher sinken? Bo!'slra«t ist nicht un .'chöpslich dazu das Reich zerstükc-l: unb um 10 v -5 feines Bodens beraubt. Roch 15 Jahre 2 gliche Cnt- tridlung: und das deut'che Volk überaltert

0« vermehrt sich nicht mehr, schon heute ist da« Altersverhältnis sehr ungünstig. Binnen- und MekrtetiPQnberunn tnüfkn eingeschra i junge» Landvolk, da» sonst in die Sta?tc liefe-n muhte, soll wieder bodenständig gemacht rver^rn. Im Osten an der offenen, menschenarmen Grenz.- liegt bie grbhte Gefahr Hier musi burchSiedlung ein Bauernwall errichtet werden. Der Deutsche Schutzbund unb sein Freunde«!re.« ge­bürten zu bm erstrn Warnern bte aut bte dro­hende GZahr in Wort unb Sch.ckt au'mersiam armacht und mitgewirft haben, die verantwort­lichen Männer tum Handeln zu v-ranlallen. Manche» ist nach ^lebcrwindung vieler Schwierig­keiten erreich«, der letzte Srlolg blitb bi» heute vertagt Da» Gef-ch ist da. Geld ist. wrnn auch n-.cht ausreichmd. bewilligt' zum Anfängen genügt es Und doch geht die Durch^ührang noch immer nicht voistatten. weil man sich über bie Zuständigkeiten nicht einigen kann So steht die Forderung einer grost'ügigm Siedlung unter na:-.rnaLrrGcsichts^uiLt auf jeder Tagesordnung der SchutzbunLrag_ng.n

Siedlung aber ist nur em Tri. der be- vdllerun-svclitischm 2Uifgabe. S.c hat der Deut­sche Schutzbund in seiner Arbeit unb von laq-ng iu Tagung stärker in den Torfeiranb fj^v- müflen in der adeirtin;«. dah alle Bemühungm um bte Erhaltung b -t'chen Bol »tun» an fern ®rfn*m unb im Lus^anb veraeblich sinb. wenn der Kern nicht mehr fest ist. M-.t Fcchgelehrtm unb praktilche^ 'BeDclfmxrgapCIr.i:rTr tr.rbt ein stündiger Lusichust in» Leb n gerafm. der bie Gründe fee» Rückgäng e b;r * bu t ra un> damit ber Volk«Irait nach wissenschaftsiLLn Mnh'-dm unter^uchm unb Mittel unb W-ege prakt 'cher

Gegenarbeit suchm soll. Die in Glotz 1926 ,-ierst in gröberem Mrei» begonnene Au«spr"^ . *>rr bitte Probleme hnbm in 2Uflm»bar t ihn 5 rt- setzuna. 0» ist viel neues Material Im vergange­nen Jahve »erarbeitet worden, ba» ber U<t r- prüsung bebarf.

Die Beschäftigung mit bm bevöllerun^sko'i- "schen Problemm unb ber C:eblung*l. g führte noiumrttombta boAu. auch politisch dem Osten wieder besondere lüifmerlfamleit zu r. ,o- men. Fast zu lange war der Blick de» d uifchen Volke» nach Westm gebannt, vom eclbHb:.'; i»- tung«kamps des Deutschtum» ,m Ttajm z- Bolt fchem unb Schwarzem Meer, zw 'cke, . er Grenze de» Reiche» unb Luhlanb- bgelenkt worden. Darum legte der Schutzbund 1*26 bu Ta« aung nach Sch,'esim unb jetzt nach liegen«- burg. Im Westm ist eine gewiss« etctiqleü tn bm Grmzkampf gefommm. seit fc -arnn cirei .nkmen Dorhang" schuf im Osten ift alle» m Fluh Mit unverminderter Hrfttg.'ei' ringt da» deutsche Dolk»tum in allm östi.ch.n etcair. unb auf allm Gebieten vsllischm Lebe-« in Lingam, m Cüb<lattnm. in Rumänien unb in b~r Tfchechoflrwakei. aber 'rlbst auch in O ':e--eichs Orcrulänbem am haetestm woh! in i 1 r 1 3n Regensburg sollen bie Sonberau's^. . -b arbeitm m Sn. bost en be» gcschl f tr.<~ beu:- fchen e'.eblu-qbgcbiete» g-fördert toe fem

Loch immer stehen bie Parog arhm 83 tmb 88 der Diktate von DTrsaille» und St ( , »wikchm Oe<ierreich unb hem DeuNcke- Wo» zufammeT'gehört, ist auf b e Do - r fe hine Macht der tttbe zu trennen In» . ist

an bie Stelle ber lärmenden .2lrc;.u' £

ganba" bie ruhige, sachliche Arbeit getmta '_u