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** Alsfeld. 19. Sehr. 3n einet außer- ordentlichen Sitzung beschäftigte sich unsere Stadtvertretung gestern mit dem Projekt der Erbauung einer Hnterstellballe für Dieb für den P r ä m i e n m a r k t, die aus den landwirtschaftlichen Ärelfen gewünscht wurde. Außerdem soll die Halle auch noch al- Reit- b a h n für die Hebungen deS AeitervereinS Menen. Aach den vom Stadtbaumeister vor» ffien Plänen wird sich die Halle in ihrer en Gestaltung der neuerbauten F e st h a l l e anschließen. Sie kommt auf den Festplatz als Abschluß auf dessen Hintere Seite zu stehen, in Ausführung mit 40 Meter Länge und 14 Meter "Breite. Der Stadtvorstand genehmigte den vor­gelegten Voranschlag in Höhe von 14 500 Mk. Die für die Erbauung der Halle ausgeschriebenen Arbeiten wurden jeweils an den Wenigstnehmen- den vergeben. Mit der Errichtung der Halle soll sofort begonnen werden, damit ihre Fertig­stellung biß zum nächsten Prämienmarkt ermög­licht werden kann. Sie wird so eingerichtet sein. das) sie eventuell auch bei größeren Festen al«

Stftboöe benutzt werden tarnt Verschiedene DiSpenSerteilungen für Vaugeluche wurden nach den Vorschlägen der Daukommislion befürwortet. Bei der am Freitag abgehaltenen Maturitätsprüfung der Obexreal­schule. der sich 21 Otxrprimaner unterzogen, bestanden 20. während ein Prüfling bat Arife- zeugni- nicht erhielt. Die Prüfung erfolgte zum ersten Male nach den neuen Vorschriften, wonach cs grundsätzlich keine Befreiung vom mündlichen Eromen mehr gibt. Die Prüfung wurde non Staatsrat Block geleitet

Kreis Lauterbach.

A Lauterbach. 19. Febr. Der Stadtvor­stand beschäftigte «ich in seiner gestrigen Sitzung zunächst erneut mit dem Plane des Umbaue» bcs städtischen Elektrizitätswerke-, da das jetzige Werk veraltet ist. Der um ein Gut­achten in dieser Frage gebetene Sachverständige, staatlicher Oberingenieur G u d e r n a t s ch-Darm- stadt wohnte der Sitzung bei. Aach seinen Aus­führungen find für diesen Umbau zwei Wege ge­geben und zwar 1 Anschluß an da- Heberland- werk der Provinz Oberßeffen unter Beibehal­tung der im Derk befindlichen großen Dampf­maschine, 2. Umstellung auf Dieselmotor. Der Aedner erläuterte an Hand des von ihm au6- gearbeiteten Gutachten- die beiden Hmbaumftg- lichkeiten, sowie den in beiden Fällen entstehenden .Kostenaufwand, der sich im ersteren Falle auf etwa 27 000 Mk., bei einer Umstellung auf Dicfel- motor auf rund 43 000 Mk. beziffert. Au- seinen Darlegungen über die Wirtschaftlichkeit der beiden Svsteme war zu entnehmen, daß eine gänzliche Umstellung auf Dieselmotor zur Zeit am ren­k', reiften ist. daß aber auch durch die geplante Verschwelungsanlage des Heber!andwerk- eine bedeutende Verbilligung dcS Stromes bei diesem Werk erwartet werden kann. Da die Entwicklung dieser Anlage heute noch nicht vorauszusehen ist, wurde die Beschlußfassung über den beabsichtig­ten Umbau auf eine spätere Sitzung vertagt. Der am 15. 3uni stattfindende Prämien- m a r f t soll, wie im vergangenen 3ahre. wieder mit einem Pferdemarkt verbunden werden. Es gelangen wiederum 10 000 Lose :i 80 Pf zum Verkauf. Die Verlosung soll, wie im vergangenen 3ahre. erst am Tage nach dem eigentlichen Prä­mienmarkt stattfinden, da sich diese Verlegung gut bewährt hat. zumal auch mit dem diesjähri­gen Prämienmarkt eine Kreisschau in Klauenvieh verbunden wird. Sodann be­schäftigte sich der Stadtvorstand mit der A e u - bautätigfeit im Sabre 1927. Aach dem Vor­schlag der Baukommilsion wurde beschlossen, seitens der Stadt ein D o p p e l w o h n h a u « mit vier Zweizimmerwohnungen zu errichten. Außerdem werden der Heimstättcnbau- gesellschaft zur Errichtung weiterer Wohnungen 9000 Mark zu 3 Prozent einschl. Tilgung zur Verfügung gestellt Bürgermeister Walz wie- darauf hin. daß nun vor allem die private B a u t ä t i g f e i t einsehen und gesteigert werden müsse, zumal die Zinsen für evtl, aufzunchmende Gelder bedeutend ermäßigt sind und im 3ahre 1927 wesentlich mehr Baukostenzuschüsse seitens deS Staates mit geringem Zinsendienst zur Ver­fügung stehen. Aach feinen weiteren Ausführun­gen werden außer von der Bahn, der Post, vom Staat und Der Forstverwaltung auch von privater Seite etwa vier Wohnungen errichtet, so daß im 3ahre 1927 mit Dem Bau von insgesamt 15 neuen Wohnungen zu rechnen ist. Die Baukosten des geplanten städtischem Doppelwohn- Hauses betragen etwa 25 000 Am.: so Daß bei einem jährlichen ZinsenDienst von 1000 Arn. Die monatliche Miete einer Wohnung rund 21 Am. beträgt. Dem Ersuchen Des Landesfinanzamtes um Errichtung eine» DoppelwvhnhauseS für Aeichsfinanzbeamte steht man ab­lehnend gegenüber. Da das Aeich biS jetzt für seine Beamten in Lauterbach in Anbetracht der großen Wohnungsnot noch gar nichts getan hat. sondern Den Bau solcher Wohnungen unter un­günstigen Bedingungen stets nur von Der Ge­meinde verlangt. Die Beschlußfassung bzw. Ab- ftimmung über diesen Punkt der Tagesordnung wurde zur nächsten Sitzung vertagt. Der Bürgermeister berichtete hierauf über die Ver­handlungen mit dem Verein für LeibeS-

Oberhessen.

Lanvtreitz Wiegen

* Lich, 20. Febr. Seinen 80 Geb urts- tag feierte in körperlicher und geistiger Zrifche Steueraufseher i. A. Schäfer, als gewlsfen- hafter, gerechter, einstiger Beamter, hier und 'n der Umgebung sehr geschätzt. Der Jubilar machte im 115. 3nsanterioAcgiment den Feldzug 1870/71 mit und wurde damals mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet Steuerausseher Schäfer wohnt seit vier 3ahrzehnte in unserer Stadt und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit

Lich. 19. Febr. Am Donnerstag fand in den Distrikten St enkaute UntcrfpeierlingSkopf Münchköpse und Fichtenkopf deS hie igen Stadt- waldeS eine Autzholzversteigerung stall, bet der folgende 5)öd)ftgebote abgegeben wurden. Eichenstammholz 3. Klasse, je nach Qua­lität &5 biS 100 Mk.. 4. Klaffe 40 bis 50. 5. Klaffe 25 bis 30 6. Klasse 15 bis 20 Mk. Fichtenftamm- Holz 3. Klaffe 40 bis 50 Mk. 4. Klaffe 30 bis 40. öa-ÄIaffe 25 bis 30. Sb-ÄIaffe 20 bi« 24 Mk.. Flchten-Derbstangen 1. Klasse 25 bi« 30 Mk.. 2 Klasse 15 bi« 20 Mk. je Festmeter. Fichten- Autzreisia je Aaummeter 3 bi« 5 Mk. Bohnen­stangen 100 Stück 5 bis 8 Mk. Die Versteigerung wurde genehmigt. Dieser Tage haben Die Holzfallungen ihren Abschluß gesunden. Die hierbei beschäftigten Leute mußten größien- lcilS die Erwerbslosenfürsorge wieder in An­spruch nehmen. Durch bereitgestellte AotstandS- arbeiten ist diesen Leuten nach einer gewissen Wartezeit wieder Arbeitsgelegenheit geboten.

flrde Friedberg

Friedberg. 20. Febr Der Dieb, der in dreister Frechheit eS wagte, in Weylar wäh­rend Der Turnstunde im Darderoberaum sich zu .betätiaen", scheint derselbe zu sein, der heute vor 8 Tagen auch hier in einer Turnstunde eine Gastrolle gegeben hat. Es war in der B ez i r k S - vorturnerstunde des Friedberger Bezirks im Dau Hessen. Er stellte sich in Die Aeihen der ausübenden Vorturner, was auch ganz unauffällig geschehen konnte, weil Die Gesichter in den Bezirkstumstunden ja des öfte­ren wechseln. Er brach aber früher mit den Hebungen ab und begab sich in den AuSkleide- raum. um sich dort anzuziehen. Bei der Gelegen­heit nahm er einem Steinfurther Turner die Summe von 25 Mark au« der Tasche mit. ferner einem Bad-Aauheimer Turner den Betrag von 6 Mark. Die Bestohlenen merkten Den Verlust deS Geldes erst, nachdem der Dau­ner längst unbemerkt verschwunden war.

Kreis Vüdingcn.

* Nidda. 19. Febr. (Eine gemeine lat wurde in Den letzten lagen zwischen hier und Kodden verübt. In der schönen alten Ahorn- a 11 c e wurden 2 1 Stämme durch Asthiebe mehr oder weniger stark befchädigi. Zur (Jrmitte- hing der Baumfrevler hat das Kreisamt Büdingen 100 M k. Belohnung Demjenigen ausgesetzt, der den oder die Täter so namhaft macht, Daß gerichtliche Verfolgung möglich ist.

Kreis viidingen.

Büdingen, 19. Febr. Heute nach­mittag wurde Die gelegentlich des Petrimark - t e s in den Räumen der Landwirtfchaftsschule ver­anstaltete Kreis - DbftbauansfteHung in 'inwefenhelt einer großen Anzahl von Behörden und Obstbauinteressenten eröffnet. In Vertretung des Kreisbirektor» Dr. © a ß n e r begrüßte Obstbau­inspektor Metternich die Erschienenen, besonders den Ehrenvorsttzenden des Vereins. Kreisdirektor Ge­heimrat B o e ck m a n n » Schotten, die Vertreter des Kreisamtes, des Landwirtschastsamtes. der Landwirtfchaftskammer, der Stadt Büdingen, des Marktkomitees u. v. a. m., und legte Zweck und Ziel der Ausstellung dar. 'Außerdem sprachen (Oe- Heimrat Loeck mann, Direktor Dr. G r i in m für das Landwirtschaftsamt, Baer- Rohrbach für die Landwirifchaftskommer, Rektor P e b I e r für die Stadt Büdingen. Die Ausstellung ist infolge der eifrigen Mitarbeit der Obmänner des Vereins und der großen Unterstützung durch die Landwirte und Obstzüchter glänzend beschickt: eine Fülle pracht­

vollen Obstes, wie es in dieser Zeit kaum noch möglich schien, bietet sich Dem Auge de- Beschauers. Die Arbeit der Preisrichter war daher sehr schaue- rig. Am meisten vertreten sind von Aeps,' die Sor- ten; Champagner Renette, Baumanns Renette, Schöner von Boskop, Goldparmäne D"»ken u. a. m.. Daneben eine große Zahl hervorragender Lokal- forten. Die ganz besonders bei der Bewertung be­dacht wurden. Die ersten Preise für Diele Sorten erhielten: Fr. Hensel (Fauerbach». Eg. Hr. Deck- mann (Bleichenbach). König (Heegheim,. Karl Pracht (Büdingen), Bürgermeister Bach (Michel- nau). Außerdem wurden auf die bekannten oben­genannten Sorten eine größere Anzahl von Preisen verteilt. Die Ausstellung soll vorläufig in ,edem Fahr wiederholt werden, um einige wenige anbau- fähige Sorten zu gewinnen, die imstande find, an Aussehen, Große und Geschmack mit der ausländi- fdjen Ware in Wettbewerb zu treten. Außer Obst sind auch alle zum Obstbau nötigen Maschinen, Be­kämpfungsmittel usw. in schöner und praktischer Ausmachung oertreten. Die Ausstellung dürste wegen ihrer Schönheit und Reichhaltigkeit wahrend de» Petrimarkte, eine starke Anziehungskraft auf die Marktbesuwer ausüben.

p- 2luS Dem AiDDertal. 19. Febr. Sr- kreultch war btefet Tage im 3ntereffc unserer werktätigen Bevölkerung von Dem raschen Aus- Awung Der Steinbruchindustrie Des 3s * e 1 * e 6n der Tagespreise zu lesen. ®lc.. ^alaltbrüche gehen in ihren Anfängen zurück bts zur Anlage Der Bahnstrecke Stockheim Gedern, die Den Steinreich­tum diese« Tals erst erschloß. An zwei Hamen knüpft sich seit ca. 35 3ahren die Entwicklung der Steinbruchindustrte um Lißberg. an Karl Haas und Franz S e i p e t t-Mühlheim a. M. Ersterer konnte Den von ihm aufgeschlofienen wert­vollen Bruch nicht dauernd in Betrieb halten, während Der Bruch de« letzteren in jahrzehnte­langem Betrieb nahezu ausgebeutet ist und Durch Den übcrliegenDen Friedhof leider auch nicht mehr ausgedehnt werden kann. Der Steinbruch Haas hingegen ist in zunehmendem Betrieb seine« Schwager« 6. H. Scherer- Büdingen und zeichnet sich bei geringem Abräume durch glctch- mäßigcs Vorkommen vorzüglichen Pflastermate­rials aus. Der Haassche Steinbruch ist infolge­dessen derart mit Aufträgen überhäuft, daß sein Besitzer zum Segen der Erwerbslosen Die 3abl seiner Steinrichter in Kürze verDoppeln muß. Man kann solche Hebung Der Harlstein- 3nDustrie zur Steuer Der Arbeitslosigkeit im Vogelsberg nur begrüßen.

Ärcie Schotten.

8 Ul r 14) ft ein, 18. Febr. Hier ereignete sich ein Unfall, der leicht noch schlimmer halte wer­den können. Auf der vereisten Hauptstraße oberhalb de, Brunnenweg» kam da» Lastauto Der Gieße- ner Firma, Senner, Krumm & Sauer ins Rutschen und fließ mit einem Milchfuhrwerk zusammen. An dem Auto brach Der Achsenansatz zu IN rechten Vorderrad; Der Milchwagen roarD be- schäDigt, unD lei Der wurden auch die Pferde nicht unerheblich verletzt.

Krei» Alsfeld.

Übungen. Hiernach ist Dieter berth. Der schul- pslichtigen Jugend den Platz an der Dlrlammer Straße gegen eine jährliche Vergütung von 100 Am. als Zuschuß für 3nstandsetzungsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Der Stadtvvrstand billigte Diele Abmachung Die Schafweide wurde für 1927 an Die Schäfereigesellschaft gegen eine Pacht von 300 Am. verpachtet. An diele Verpachtung wurde jedoch die Bedingung geknüpft. Daß eine fremde Herde, sowie Gastichase nicht zugelassen werden dürfen Die Kopfzahl Der hiesigen Herde kann allerdings auf 350 Stück er­höht werden

Preußen,

ftveie Wcylar.

-ö- Lützellinden, 19 Febr. Gestern fand im hiesigen Gemeindeoberwald Die diesjährige erste Brennholz Versteige­rung unserer Gemeinde statt, zu der zahlr^che Steigerer aus der Hmgegcnd erschienen waren. Trotz de« starken Angebotes waren die Preise verhältnismäßig hoch, es wurden folgende Durch- schnittsangebote abgegeben. Buchenfchvilhrlz 42 Mark. Buchentnüppei 3d bl« 38 Mark je 2 Am. Buchenwellen 16 bis 20 Marl je 50 Stücks Sichen knüppel 20 bis 25 Marl. Sichennutzscheit <2 Meter lang) 20 bis 22 Mark je Am. Eichen- durchforstunaswellen 16 Mark. Fichtenwcllen 8 biS 9 Marl je 50 Stück. Fichtenstöcke 5 bis 6 Mark je 2 Am.. Weichholzwellen 14 bi« 16 Mark je 50 Stück

L_ Groß-Rechtenbach, 19. Fedr. Bei Der jüngsten Brennholzoer ft eigerung im hie- Bgcn Gemeindewald wurden jolgenbe Preise er- Raummeter). Eichenreifer 10 bi» 14u, EN3AIS Zielt: Buchenscheiter 36 bis 40 Mk., Buck-enknüppel 32 bis 36 Mk. (je 2 rm). Buchenreiser 12 bis 18 (je 6 rm), «uck-enstockholz 3 bis 6, Eichenscheiter 25 bis 30, Eichenknüppel 16 bis 22 (je 2 rm). Eichen- reifer 10 bis 14 (je 6 rm). Flchtenknüppei 12 bi» 15 Mk. (je 2 rm), Fichtenreiser 4 bis 5 (je 4 rm), Kiesernknüppel 12 bis 15 Mk. (je 2 rm), Kiefern nutzknüopel (3 m lang) 15 bis 20 (je 1,5 rm), Fichtcnstangen 1., 2. und 3. Klasse 1 Mk. je Stück, Weichholzreifer 3 bis 8 (je 6 rm). Eichennutz- knüppel (2 und 3 m lang) 24 bis 30 Mk. (je 2 rm).

Kreitz llfitiqcit.

WSN. Ufingen, 20. Febr. Am Donnerstag- abenb kam, wie basllfinger itrcisblatt" mcIDct, Der aus Dem Rachbarorte Winden stammende Albert Walbruch aus Der russischen Gefangen- i d) a f t zu seinen Dort wohnenden Eltern zurück. Wnkbruch geriet 1915 In russische Gefangenschaft. Da seit 1918 fein Lebenszeichen mehr von ihm cingctroffen war, wurde er inzwischen für tot er- klärt. Walbruch war in Nauborn bei Wetzlar verheiratet und hatte Aroei Kinder. Seine Frau hotte sich nachher wieder nach Katzenfurt (Kreis Wetzlar) verheiratet.

!- C 1 e c b e r g . 19. Febr. Bei Der am Frei­tag im hiesigen DemeinDewalD abgeßalicncn Drennholzversteige rung, die sehr stark von auswärtigen Käufern besucht war. toutDc für Den Raummeter Eichenknüppel 6 bis 7 Mk.. für 100 Sichenwellen 7 bi« 8 Mk. und für 100 Loh- schlag-DurchforstungsweUen 8 biS 12 Mk. gezahlt.

Maingau.

WSN. F r a n k f u r t a. M., 20. Febr. 3m Hause Wittelsbacher Allee 133 ereignete sich heute vormittag gegen 10 Uhr ein blutiges F a n, tlte n- b r a m a. Der 32jährige Schriftsetzer Wagner, ber Dort in einer Mansarde eine Notwohnung innehat, kam nach burchzechter Nacht in schwer be­trunkenem Zustande um diese Zelt nach Hause, nachdem er seinen ganzen Wochenoerdienst in Alkohol umgesetzt hatte. Seine Frau, die krank ist, machte Ihrem Gatten wegen seine» leicht- sinnigen Lebenswandels Vorwürfe, worauf es zu Streitigkeiten zwischen Den Eheleuten kam. in deren Verlauf die Frau schwer mißhandelt wurde. 3n ihrer Verzweiflung ergriff sie ein kleines Bell und schlug es ihrem Manne dreimal auf den Kopf. Wagner mußte Ins Krankenhaus eingeliefert werden, dock, Ist fein Zustand nicht lebensgefährlich. Die Frau begab sich darauf nach Dem nächsten Polizeirevier und wurde vorläufig in Haft ge­nommen.

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