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unter dieser 2u6ri! itnmt die Ledaktion dem ’n-.n'i J3’ra.’isori;>n(|.) 8' >® ttaftsn der Stabt T'tchm rsn.chiri werben, ist sehr bene Herren Ltobtväter ten Detter letzten Sjetbft ao. Schade, dah sich diese 2 Ttraszenbild einmal an« Dürgersleig-, daselbst steht ®ie ©trabe ist durch das llen des Äultveges gründ« rchlamm. Wehe den Leuten, en knüllen, besonders bann, it. Und die atmen Haus- nlichkeit hasten, sind ge« ihre für andere häusliche fe Zett zum Aensterpuhen t nicht verstehen, warum s Äiegclpsades in dieser h behandelt, tzs wäre an bald wle nü>M Whllse lelcht hebe es sich errnög« ersteig ähnlich wie in der gelegt und die Strafte in j)e. Der augenblicsiiche Zu« nhallbar, wohnet des Aiegelpsades.
r-Programin :urter Tender-. Radio-Umschau'.)
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Die ö.unde der Iugeno, jaussrauennachmillag. .To« (Blumengarten". Vortrag 45 bis 6.05 Uhr: Die Ne« ähr: Funlhochschule. .Ucber -en und ihre Ursachen.
M et med. Erich Stern« Mr: Italienischer Sprach« ; „Qlm Tectisch". 2uftlf,el arl" Sloboöa.
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Abends: 5.15 und 5^ r. VeligionSgeseMaN-
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m. 17 Erstes Blatt
177. Jahrgang
Ztettag, 21. Januar 1927
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Chefredakteur
Dr. Fnedr Wich Lange. Verantwortlich fürDolitik Dr. Fr Mlh Lange, für Feuilleton Dr tz Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein: für den Anzeigenteil i.Vertr tz.Dech. sämtlich in (Bießen.
Die Initiative des Reichspräsidenten.
(Ein Handschreiben Hindenburgs fordert Dr. Marx zur Bildung einer Regierung der Großen bürgerlichen Koalition auf. - (Eine Entscheidung des Zentrums noch nicht gefallen.
- Der zweite Alt der Regierungsbildung hat ungefähr ebenfo lange gedauert, wie der erste, und ungefähr auch ebenso geendet.- Reichskanzler Ular) hat den Auftrag, über die Ml- buna einer (Regierung der Mitte sich zu vergewissern, dem Reichspräsidenten wieder zurückgegeben mit der Begründung, daß eine reine Regierung der Mitte u n m ö g l i ch sei, weil die Widerstände dagegen zu stark seien. Nunmehr soll Reichskanzler Mar, den Auftrag erhalten, eine Regierung mit Hilfe der veutschnationolen zu bilden — dieselbe Aufgabe, die bereits Herr Dr. Curtius gehabt und der Vollendung ziemlich nahegebracht hatte.
Dies« plötzliche Wendung hat in den Kreisen, Me sich von vornherein auf eine ganz bestimmte Lösung feftgelegt hatten, große Tleberraschung hervorgerufen, aber für den. der aufmerksam und unbefangen die Entwicklung unserer politischen Derhältnisse in den letzten Monaten verfolgt hatte, liegt gar keine so große lieber- raschung darin, denn eS war von Anfang an Ilar, daß alle Dersuche, eine Regierung der Mitte mit Anlehnung nach links aus die Deine zu stellen, scheitern muhten, da zwischen Deutscher DolkSpartei und Bayerischer Dolkspartei, samt einem erheblichen Teil des Zentrums aus der einen Seite und den Sozialdemokraten auf der anderen Seite eine zur Zeit unüberbrückbare St l u f t vorhanden ist.
Die Führung in dieser Hinsicht hatte die Dolkspartei, die erkannt hatte, dah unter den obwaltenden Umständen die Hauptfragen der inneren Politik, nämlich die Erhaltung der iln- emtaftbarfeit unserer Reichswehr und der Erfüllung dringender sozialpoii ischer Aufgaben, mit Hilfe der Soz'aldemokraten nicht gelöst werden können. Wer sich d.e Torgänge vom 17. Dezember vor Augen hält, wo unmittelbar nach der verhängnisvollen Rede ScheidemannS selbst Reichskanzler Marr in llebereinstimmung mit dem gesamten Zentrum und den Demokraten erklärte, dah auf absehbare Zeit ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten außer Frage stehe, der mußte sich im Stillen wundern, dah so kurze Zeit Darauf auS denselben Kreisen der Ruf erscholl, eS könne und dürfe nur eine Linksregierung gebildet werden.
Man must zugestehen, dah die Haltung der Deutschnationalen nicht gerade so geschickt war, wie man unter diesen Umständen hätte erwarten dürfen. Sie haben es bis in die letzte Zeit hinein Den Zentrumsführern nicht leicht gemacht, das Steuer so zu drehen, daß das Schiss Der Großen Koalition nach rechts sicher in Den Hafen gebracht werden könnte. Aber trotz allem war eine andere Lösung der Krise nicht denkbar. Denn eine reine Regierung der Mitte, ohne eine feste Mebrhelt hinter sich, konnte wohl vorüber- Seh end als letztes Aushilssmittel in Frage »mmen, nicht aber abhängig fein und bleiben ton Der Gnade einer einzigen grasten Partei.
Nun beginnt der Dritte Akt des Spiels. Wie wird er ausgehen? Dr. Curtius war in (einen Be« mwhungen zur Herstellung einer Regierung Der Rechten bereits so weit gedieyen. dah gute Vorarbeit geleiftct worden ist. Falls Herr Marx, was man rnit Bestimmtheit sagen darf, Den neuen Au (trag des Reichspräsidenten, abermals einen Versuch in dieser Nichtuna zu machen, a n n e h m e n sollte, bann wird <r cs sehr viel leichter haben. Wir hätten bereits zu tem jetzigen Ergebnis auch durch die Verhandlungen ron Dr. Curtius selbst kommen können, wenn das Zentrum besonderen Wert darauf legte, den Kanz- ■er zu stellen. Curtius hat dem Zentrum selbst imd ler Oeffentlichkeit mehr als einmal bekanntgegeben, hab seine Person mit der Sache nicht verbunden sei, sondern bafr ihn, nur baran läge, einen wert« vollen Beitrag zur Beseitigung der Regierungskrise zu schaffen. Hoffentlich ist nun der dritte Akt auch der Schlußakt des Spieles, das sich schon viel zu lange hingezogen hat.
Der dritte Akt.
Berlin, 20. 3an. (IDIB.) Amtlich. Der Fraktionsoorsihenbe der Deutschen volksparlci, Dr. Scholz, begab sich heute vormittag zum Reichskanzler Dr. Marx, um ihm den bereits gestern veröffentlichten Fraktion-beschluh Der Deutschen llolksparlei näher zu erläutern. Die Fraktion stellte bekanntlich gestern fest, baß infolge des Abbruchs der Verhandlungen des Reichswirtschaftsminifters Dr. Curtius durch Die Zentrumsfraktton die Frage nicht endgültig geklärt fei, ob Die fachlichen Voraussetzungen für ein Zusammenwirken mit Der deutschnot onalen Fraktion auf innen- unD außenpolitischem Gebiete gegeben seien. Dr. Scholz erläuterte Diesen Beschluß Dahin, daß Die Volkspartei ten versuch einer Kabinettsbildung Der Mitte für aussichtslos halte und Dr. Marx ersuche/' mit Den Deutfd)nationalen über Die Bildung einer Aechtskoalitlon zu verhandeln. Gleich nach der Besprechung mit Dr. Scholz begab sich der Reichskanzler zum ReichspräsiDenten von Hindenburg, Dem er miktritte, Daß er ein Kadinett auf Der Basis Der Mitte nicht mehr für rnöglich halte. Der Herr Reichspräsident hat
daraufhin Den Reichskanzler in folgenDem Handschreiben ersucht. Den versuch zur Bildung einer Regierung Der bürgerlichen Parteien zu machen. Das Schreiben lautet:
Sehr geehrter Herr Reichskanzler!
Die außen- unD innenpolitische Lage des Reiches erfordert eine arbeitsfähige und starke Regierung. Die Regierung wird mit Erfolg nur Dann arbeiten können, wenn sie sich auf eine Mehrheit im Reichstag stützen kann. Die Bildung einer solchen Mehrheit, unter Einschluß Der Linken. Ist jur Zeit wenigstens nicht möglich. Der versuch zur Schaffung einer nur auf Die mittleren Parteien gestützten Regierung ist gescheitert.
3d) richte nunmehr an Sie, Herr Reichskanzler, Das Ersuchen, Die Bildung einer Regierung a u f Der Grundlage einer Mehrheit Der bürgerlichen Fraktionen des Reichstages mit tunlichster Beschleunigung zu übernehmen.
3ch appelliere gleichzeitig an Die hierfür in Frage kommenDen Parteien im Reichstag, persönliche Be- Denfcn unD Verschiedenheiten der Anschauungen im 3nteresse des Vaterlandes beiseite zu stellen, sich zur Mitarbeit unter Ihrer Regierung ; usam - menzuschliehen und sich hinter einer Regierung zu vereinigen, die entschlosten, nicht für und nicht gegen einzelne Parteien, sondern getreu der Verfassung für das Wohl des Vaterlandes zu arbeiten. Diese neue Regierung soll, wenn ihr auch Vertreter der Linksparteien nicht angehören, dennoch die besondere Pflicht haben, in gleicher weise wie andere Satafsnofroenblgfelten bie berechtigten 3a- tereffen der breiten Arbeitermassen zu wahren und in dem Streben Dem gesamten deutschen Volk in allen feinen Schichten zu dienen. Die vor uns stehenden wichtigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ausgaben zu lösen.
Mil Der Versicherung meiner besonderen Wertschätzung bin ich 3hr ergebener
(ge).) von Hindenburg.
Die Haltung Des Zentrums. AufftcllttNst von Richtlinien zurWcitcr- führung der Verhandlungen.
(Berlin, 20. San. (DDZ.) Sn Den Abend- stunDen trat Der Fraklivnsvorstand Des Zentrums zu einer Sitzung zusammen, in Der Der Reichskanzler Dr. Marx von Dem ‘Brief Des ReichspräsiDenten an ihn Kenntnis gab. Wie Das DDZ.-Bureau hört, soll Der Fraktionsvor- stanD seine Z u st i m m u n g zu Der Annahme Des Austräger g:geb:n haben. Unmittelbar Darauf trat Die Zentrumsfraktion zusammen, um sich ebenfalls mit Dem Dem Reichskanzler gegebenen Auftrag zur RegierungsbilDung zu beschäftigen.
Die Fraktionssitzung endete um 91 Uhr. Cs wurde folgende Mitteilung ausgegeben:
Die 3enlrumsfrattion des Reichstages hat am heutigen Abend Berichte über Die Regierungsbildung entgegengenonnnen. Sie erblickt in dem Scheitern der von ihr mit allem Ernst ange.trebtcn Regierung Der Mitte eine b e - deutliche Verwicklung der politischen Lage. Damit ist ein Zustand geschaffen, der drohenoe politifche Gefahren in sich schließt und länger nicht mehr verantwortet werden kann. Der erneute Ruf an die Zentrums- fcafUon, die Regierungsbildung führend zu beschleunigen. stellt die Fraktion vor eine überaus verar.lworlliche Aufgabe. Bel der 3n- angri.snahme dieser Aufgabe legt Die Fraktion Wert darauf, dem Lande gegenüber .ihre außen- und innenpolitischen Grundlinien unter Berücksichtigung der neu- geschaffenen Lage klar herauszustellen. Zu dic- fem Zwecke wird die Fraktion am Freitag wieder zusammen treten.
Der Dries des ReichspräsiDenten wird in ZentruinLkr eisen als e in staatsrechtliches unD politisches Rovum betrach, tet. Heber feine Bedeutung entspann sich le^halb eine lebhafte Debatte. Sm allgemeinen kam Die Auffassung zum AusDruck, Datz sich c.ne große Partei einem solchen Appell Des Staatsober- nanptes nicht ohne weiteres entziehen Icmn. Die e r m a n t a“. Die bekanntlich oft Die Auffassung Des linken Flügels des Zentrums wiedergiat. schreibt ohne Dezugnahme auf Den Beschluß des Dorstandes Der Zentrumsfraltion in einer Besprechung Des HinDenburgbriescs. An Wortlaut und Sinn Der ‘Reichsverfassung gemef- fen, stellt Dieser 'Brief gelinde gesagt, ein singuläres Dokument Dar. Sn Die Terminologie des Zentrums, Dessen Wählerschaft zu einem sehr starken Bruchteil sich aus christlichen Arbeitern xusammensetzt, paßt Der AusDruck „bürgerliche Parteien" schleckt hinein. Der Bries ist nicht lediglich mir ein Auftrag zur Kabinettsbildung, wie ihn Die Rck.chsverfassung vorsieht. Gr ist ein a usgesprochen politischer Brief. Er zwingt Die Zentrums-
Partei. gegenüber Der In Dem Briese enthaltenen politischen Stellungnahme chrerseits ein politische- Bekenntnis abzulegen. Ohne vorherige gewissenhafte unD grünDliche Feststellung Der sachlichen Ziele Der Deutschnationalen unD Der Deutschen Dolkspartei auf den Gebieten Der Außen-, Der sozialen und Der Dersastungs- Politik, Die ein positive- oder ein negatives Resultat zeitigen mag, kann es für Das Zentrum überhaupt nicht in Frage kommen, einen weiteren Deittag zur Lösung Der Krise zu leisten.
Die Zentrumsfraktion unterbrach um acht Uhr ihre Sitzung auf eine halbe StunDe, um Dem FraktionsvorstonD Gelegenheit zu geben, ein Programm Des Zentrums für feine Beteiligung an einer bürgerlichen Regierung aufzustellen. An Hand Dieses Programms wirD Die Fraktion Dann we-terberaten, ob sie sich überhaupt auf BerhanDlungen über ein solches Kabinett einlassen kann.
Die weitere Vertagung Der Zentrumssitzung wax DaDurch nötig geworDen, Daß Die Fraktion als solche beabsichtigt, zunächst mit DerDeutsch- nationalen Volkspar1ei Fühlung zu nehmen, um festzustellen, inwieweit DieDentsch- nationalen bereit finD, Den vom Zentrumsfrak- tionsvorstanD aufgeftelltcn Richtlinien zu entsprechen. Bon Dem Ausgang Dieser BerhanD- lungen wird es abhängen, ob Das Zentrum unter Führung Des Reichskanzlers Dr. Marx Die vom ReichspräsiDenten angestrebte KabinettsbilDung übernehmen WirD.
Absage der Demokraten.
Berlin. 20. San. (WTB.) Sn Den Kreisen Der Demokratischen Reichstagsfraktion ist man Der Auffassung, Daß Dr. Marx Die Möglichkeiten, eine Regierung Der Mitte herbeizuführen, nicht erschöpft hat unD Daß er seine Bemühungen vorzeitig abgebrochen habe. SchulD Daran sei Der letzte 'Beschluß Der Deutschen Dolkspartei, Der sich für eine Rechtsregierung aussprach. Dr Marx habe mit Den anDeren Parteien Der Mitte weder über ein Regierungsprogramm noch über Personen- fragen verhandelt. Es könne lein Zweifel Darüber bestehen, Dah Die Demokratische Partei Der geplanten bürgerlichen Mehrsieitsregie.-ung nicht beitreten werde. Cs handele sich hier um eine Regierung, Die nur gegen Die Sozickl Demo k r a 1 i e gerichtet sei. Wenn die Demokratische Partei sich beteiligen sollte, so müsse sie von Den Deutschnationalen namentlich Garantien auf dem Gebieteder Außenpolitik fordern und gegenüber den Aeußerungen in monarchischem Sinne. Die von Den deutfchnatio- nalcn Führern ständig, getan würden. Cs bestehe also kein Zweifel, daß Die Demokratische Fraktion sich an Der neuen Regierung nicht beteiligen werde, sondern ihr gegenüber in Opposition treten werde.
Heber Die Stellung Der bisherigen Demokratischen Minister wurde von Demokratischer Seite erklärt, man trerDe s ch auf Hak' heiten nicht c.nlaffen können. Gegenüber verschiedenen Gerüchten könne festgestellt werden, daß nicht Der geringste Anlaß vorliege, zu glauben, daß der Finanzm nister Dr. Reinhold feine Partei- disz plin üben werde. Bezüglich Dr. Gehler werde Die Partei keinen Zweifel Daran lassen, daß er in keiner Weise ih r Der- trauensmann fei und Daß Die politischen Beziehungen zwischen Dr. Gehler und Der Partei nicht aufrecht erhalten bleiben könnten, wenn er Dieser Regierung betreten sollte.
Der hmdenburgbries im Licht der Berliner presse.
Berlin. 21. San. Die neue Lage in Der Regierungsbildung, Die durch Den Bries Des Relchspräsidenten an Den Reichskanzler Dr Marx geschaffen worden ist, wird von Den Morgenblättern eingehend erörtert. Den Ausgangs- vunlt bildet der gestrige Beschluß der Zertrums- srakt'.on. Die volki earte'.lichr „T ä g l. Rundschau" stellt fest, daß sich trotz heftiger Opposition innerhalb der Zentrumsfraltion die Meinung durchgesetzt habe, daß Die Zentrumsfrakrion doch an Die Aufgabe herantreten müsse, Die der Reichspräsident Dr. Marr gestellt habe. (53 werde aber jetzt sehr viel davon abhängen, wie die D e u t s ch n a t i o n a l e n sich zu den Beschlüssen des Zenttums stellten — Der deutfch- narionale „Lokal-Anzeiger" sagt, aus Dem Minimalprogramm des Zentrums werde man ersehen können ob tatsächlich Der Wille, Den Ctaatsnotwendigkeiten Rechnung zu tragen, über die bisherige Linlseinstettung des Zentrums gesiegt habe. — Die konservative „Kreuzzeitung" begrüßte die Snitiatiüe des Reichspräsidenten angellchts der immer mehr um sich greifenden Der. irrung unD meint, das Dilatorische Verfahren des Zentrums fei aus Den Schwierigkeiten innerhalb Der Reichstagsfraktion des Zentrums und Der Rotuendigke t heraus zu erklären, die unerläßl.che Schrrenkung den Parteimitgliedern verständlich zu machen. — Die „Deutsche Tageszeitun g“, das Craan des ReichLlandöundes zweifelt nicht, daß es tatiächlich gelingen werde, Die Koalition zu bilden, Die
Der ReichSpräsiDent in seinem Brief von Dem Kanzler unD von Den Parteien wünsche. Aber wegen Der ausgesprochenen Rcigung Dr. Marr für Die Linke bedeute Die Kanzler,cha t des Herrn Dr. Marx für Die Deutschnationalen ein Moment. Das zur sorgfältigen Prüfung aller Uebcreinfünfte zwischen Den Parteien zwinge. Sollte wirklich eine ehrliche Zusammenarbeit der bürgerlichen Kreise auf längere Sicht ftattfinDcn, Dann müßte auch für Die richtigen Sicherheiten gesorgt fein, Damit nicht persönliche Reizungen und Stimmungen eine solche Sufammenarbcit gefährdeten. — Die „Deutsche eiligem. 31 g.“ glaubt, daß sich das Zentrum, an DaS sich Der Ruf deä Reichspräsidenten zmkächft richtete, Dem eindringlichen Appell Hindenburgs keinesfalls versagen werde. Aber es sei begreiflich, daß man vor Dem Zusammengehen mit einer Partei, die bisher in der Opposition stand, Klarheit über Die wichlig- ften Punkte. Der Außen- und Snnenpolitik schaff en wolle. — Das Demokratische „BerlinerLage- blatt" sagt, es sei falsch, daß Der Dersuch zur Schaffung einer nur auf Den mittleren Parteien gestützten Regierung gescheitert sei und meint, es sei ein gefährlicher Weg, auf Den Das Zentrum jetzt gezwungen werden solle. Man Dürfe auf Die Antwort Der Deutsck>- nationalen auf Die Richtlinien des Zentrums gespannt fein. — Die Dem. .D oss.Zt g." betont,Daß es heute noch ein großes Fragezeichen fei, ob Die angestrebte Koalition zuftandekomme. Rur DaS eine stehe fest. Daß sich Die Demokraten an einer solchen Koalition nicht beteiligen toürDcn. — Der Dem. .Börsenku r." meint, DaS Zentrum sei in eine Gewissensnot gedrängt. Es bleibe zunächst kaum etwas anderes übrig, als Dr. Marr Die Ausführung seines neuen Auftrages versuchen zu lassen, unD zwar in der Weise, daß Die Parrtei Den Eintritt in die Bürgerregierung nicht vorweg ablehne, ihn jedoch unter Bedingungen stelle, Die Den Deutschnationalen eine klare CntscheiDung abforDere. Sei sie unzulänglich. Dann stehe Die Deutschs Dolkspartei unter einem Zwange, Der ihr nicht einmal unerwünscht fein sollte: der Weg zur Mitte, Der von links unterstützten Mitte würde ihr trotz aUeig noch einmal geöffnet fein. — Der „Vorwärts" schreibt: Der Reichspräsident hat Marx aufgeforDerL eine Regierung zu bilDcn, die ihrer Ratur nach eine Kampfvegierung ge en Die arbeltenDen, republikanisch gesinnten Dolls- maffen werden muß. Das Zentrum berät, aber ist Die Antwort nicht auch eine eigene persönliche Angelegenheit für Marr?
Aideucusdebatte int Badischen Landtag.
Eine historische Lektion des Staatspräsidenten Köhler.
Karlsruhe, 20. San. tWolss) Sn Der heutigen Dorm.ttagsfitzung Des Landtages wendet sich ein Antrag Der Bürgerlichen Bereinigung Dagegen, Daß Die Regierung bei Dem Berwal» tungSrat Der Deutschen Rrichspost gegen Die FriDericus-Marke Einspruch erhoben hat. Zum gleichen Gegenstand wird seitens Der Deutschen DollSpartei eine Snterpellation begründet. Staatspräsident Köhler antwortete mit einer längeren Erklärung. Er erinnere an Die Ausführungen des badischen Dertreters im Der- toalturgärat Der Reichspost am 19. Februar 1929, die in keiner Weise Der Ausfluß irgendeiner Oe« ringschäNung her h'storischen Vergangenheit feien. Daß Friedrich II. zu Den größten Staatsmännern des 18. Jahrhunderts gehöre, daß er ein Förderer des preußischen Staates gewesen fei, werde von niemandem bestritten. »Aber," fo führte Der Minister wörtlich aus, „e3 will mir nicht in Den Sinn. Daß ausgerechnet in einem noch jungen republilan.schen Staatswesen die meist gebrauchte Briefmarke mit hem BilDe eines Monarchen Der gerade ausgeschieDenen Monarch e unD des ManneS versehen werden muß, DessenTätig- keit zugunsten Des Deutschen Bolkes umstritten ist. sowohl in seinem griamten Verhalten, wie auch in Den in seinem Testament niebcrgeleglen recht e genartigen Grundsätzen, insbeionDere hin ichelich Des Derhaltens zu Frankreich unD Des Besitzes von Elsaß-Lothringen. Hier in Dem Lande, in Dem man auch in her Zeit größten älnglücks alle Dersuche zur Untreue am Deutschen Reich entscylosien ab- gewiesen hat, hier/ wo hie Treue zum Reich, so wie es ist. kein leerer Wahn ist. hat man eint Recht von Deutschland und deutschem Wesen zu reden und wir machen von diesem Recht Gebrauch. wenn wir sagen, die deutsche Republik war schlecht beraten, als sie aus Dem , Zeitalter Der Deutschen Klas'ik" Den Preußenkönig FrieDr ich Dem deutschen Dolke a l s Repräsentant vorstellte. Für uns ist er nicht Der Ausdruck Der Ge'innung der deutschen Republlk. Wir halten Deshalb Das Dorgehen Des ReichspostministoriumS für verfehlt und mit Der Würde Des deutschen DolkeS für unvereinbar. Deshalb haben wir das Markenbild abgelehnt.
Die Fraktionen des Zentrums und Der Sozialdemokraten Netzen Erklärungen abgeben, di«


