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egenbet' mn einen *25 t u 11 e f t a t unter Bor- Utz bei Herrn R e i <L s p r ä f i b e n t e n han­delt, vielmehr ist -«nächst lediglich eine Äa» binettsfitzung in Aufsicht genommen. Aach -en Beschlüssen bet Aeltetzenrates wir- voraus- 'ichtlich in der nächsten Woche auch da- Pie« 'um des A e i ch S t a g e - zot au tzeupo litis chen Lage Stellung nehmen.

Ein Fest der Jugend in London.

London. 19. 3uni. iWB.) Die Ables­ung London der englischen Völker« »undsun ion veranstaltete gestern abend Im ^ristallpolast ein .Fest der Jugend" an dem 16 000 Menschen teil nahmen und das eine mäch- i ge und höchst eindrucksvoll« Kundgebung für den Frieden und den Völkerbund s- gedanken war. Den Höhepunkt erreicht« die durch rel»giöle Feiern. Orgelspiel. Volkstänze eines SOOOtit>figen 3uflenMor>e und gymnastische Borstellungen eingeleitete Beransttltuna In einer riesenhaften Massenversammlung. Mn besonderes Gepräge erhielt diese Massenversammlung da­durch, daß Vertreter der dem Völkerbund anqc- hörenden Staaten unter den Klängen der TUrtio- lalhymne in ihrer Landestracht votbrizreacn und von der Herzogin von Athol l. Mlt- ilied des Unterhaules. und dem Unterstaatslekre- är Im Unterrichtsministerium begrüßt wurden die »on den Vertretern der auswärtigen Missionen in London darunter Gesandtschaft-rat Dr M«h- nen von der deutschen Botschaft, umgeben war Als die deutsche Gruppe, die sich aus Mitgliedern der deutschen Gemeinde in London zusammensehte. unter den von der Musikkapelle der schottischen ©arte gespielten Klängen des Deutschlandliedes In schönen farbenreichen beut» chen Landestrachten vvtbeizogen, die der deutschen Böllerbundsliga, besonders den Bemühungen der Gräfin Dohna *u verdanken find, brach die vieltaufendkopflge Meng« In stürmischen Beifall aus. An diesem Erfolg der deutschen Gruppe haben bei anderen Anteil Dastor Wehrhan von der deutschen Christu-kirche In London und seine Gattin, deren unermüdlichen Arbeit es mi dan- en ist, daß Deutschland auf der Kundgebung so vürdig vertreten war.

Die Freiheit der Presse,

für Ausezeftaliunq des neuen Preßstesetzes

Dresden. 18 3uni. kW L. V.) Auf der hier zusommengetretenen Iahreshauptveriamm- lung des Vereins Deutscher Zei­tungsverleger sprach der zweite steNvertre- lende Vorsitzende Professor Julius Feldmann Wolff - Dresden über ..Freiheit der Presse, ihre Voraussetzungen und ihre Gren­zen". Ausgehend von der großen Wandlung >«s Pressewesens in den letzten achtzig Jahren, '»etonte er die Aotwenbigkeit, an die Stelle des wllständia veralteten Pressegesetzes vom Jahre 1874 ein neues modernes Presse­gesetz au sehen, das von dem Gedanken ausgehe. bah die Presse das größte Instrument der öf» lentllchen Meinung und eine der wichtigsten geistigen Produktiveinrichtungen Ist. Ts liege aus der Hand, bah im neuen Pressegesetz auch die Prefsefreiyeit genau umschrieben sein muh. Es werde bei gutem Willen nicht schwer sein, die Pressefreiheit vom staatsrechtlichen Standpunkt aus so zu gestalten, baß der ehren­werten, verantwortungsbewußten Dress« keine Be­schränkungen aufetkgt werden, Die von Aach- teil und Schaden sind.

Schwierig werde es jedoch sein, die allgemeine moralische Detontwottung der Presse so au umschreiben, bah die Pressefrccheit nicht zum all- gemelnen Schaden eingeschränkt wird. Der Be- grifföffentliches Inte reff e" fei noch in keiner Weise feftgelegt und stark umriffen. Die Zeitung fei das suV.cktivfte Ding, und des­halb sei der Satz unrichtig ..Verleger und Re­dakteure handelten jederzeit als Beaus- fragte im öffentlichen 3n 1 ereffeCs gibt keinen Auftraa für irgend jemanden, da« sogenannte össentlich« Interesse, dessen Größen ganz unbekannt feien, zu vertreten, Es ist falsch, so sagte der Redner unter Zustimmung, zu ver­langen als Meinungsbeamter mit dem öffentlichen Interesse belastet zu werden, Unsere selb st geschaffene mora­lische Verantwortung ist zu groß, und ihre Be- ichtmia und Aichtveachtung tn der Arbeit voll­zieht sich so vor aller Oesfentlichkeit, daß ich das Recht für mich in Anspruch nehme bis zum Beweis deS Gegenteils, in Vertretung ihrer Interessen zu handeln. Roch schärfer ab- zulehnen ist die Auffassung, Redakteure und Verleger verwalteten ihr Amt als eine öf­fentliche Be a uf tr aaung. Ts ist ein großer Unterschied, ob öle Presse der Sach­walter der sogenannten öffentlichen Meinung ist, oder ob sie verlangt, anerkannt zu werden a I s Diener am Gemeinwohl. Weder TJcr- eger noch Redakteure find einzelne Beauftragte. Melmehr betätigen sich beide in Uiitemehmun- icn. die in weitem Mas)« den Interesteii der .'illgemeiiiheit dienen. Daß dieser Leitsatz aner- annt wird, muß unbedingt vom Gesetzgeber rer- anal werden

Diese moralischeBcrantroorlung der Preste kann abilificrt merden dadurch, daß die Sorgsalt»- pf licht, die jeder in feinem Berufe zu erkennen hat. im Pressegesetz ganz besondere betont .ulrd. Dazu gehört auch, daß die Preste sich f e 1 b ft ihre Freiheiten beschränkt, wenn e» brr Gesetzgeber ich« kann. Sv ist auf» tiefste zu beklagen, ivenn <\r Kritik an verantwortungsvollen Stellen weit iber da» Ziel hinausgebt. Die richtet nor allem aus dem (tzebirt der Äiißcnpolitik Den größten Schaden on (Uebbafte Zustimmung.) In der 'Außenpolitik muß sich die Zeitung die Grenzen 'fließen. uw c» di« national« Disziplin oerlanat. Wichtiger aber al» da» geschriebene Preste- esetz bleibt da» ungefchriebene. Da» von den Frei eiten der Preste un» edelsten Gebrauch machen aßt. Und ba kann nur ein Lcilged^inke gelten, ha». 10» unser unvergeßlicher Robert Faber al» Pa­vle herausgegeben bat:Ueber un» allen bie Geltung! Nicht nur über Beamte de» offen!- >chen Intereste» nein, über alle durch Begabung md Charakter bestallten Zeltungvleut. die jene ;röftere Freiheit der Preste und Sittengesetze in stch eigen, lieber un» die Zeitung"

Das veamlenheimftättcngesetz.

eigene Trabtmelbung be» . Gießener Anzeigern"

Berlin. 15 Juni. Die Tagesordnungen de. Reichstagssitzungen glänzen nach wie vor nicht durch besondere Reichhaltigkeit Sie lind viel mehr so mager, daß es verwunderlich erscheint. Wit es überhaupt das Plenum fertig bringt, mehrer« Stunden beisammen zu bleiben um di«

Die Tariferhöhung der Reichrpost vertagt

Eigener Drahwericht des ..S.eßener flnutgrrs'

Berlin. 19. 3imi Ser Kampf «m b* 0t- dührenverordnung der Reicbspvsi tt tu ein Stat-.um getreten da» selbst Wenn w.ax noch so objektiv sein well, doch rwimrrt " einen höchst ungewohnten Sin druck macht L^chdem der hn Reichst a g einaebracht« Antrag, fei es durch eine ZulaUsmehryeit. angenommen wurde und damit die Gebührenverordnung pmächst z a - tüdgezvaen werden mußte hatte, wie wir bereit» an dreier Stelle berichteten, nunmehr der Verwaltungsrat der Reichsvvst das Wort. Die allgemein« Lag« war nun so. daß non auch hier mit einer Zurückziehung der Vorlage rechnete, und es kam ja schließlich auch dahin, dah der Aeichspotzministc-r erklärte, nunmehr dem Wunfch« des Reichstags Rechnung tragen zu wollen und di« Gebährenvorlage znrtzck- iuziehen. Das war ein höchst erfreulicher nttchluß. Und ganz gewiß hätte sich der Reichs- polnnintfrer auch darauf verlassen können, daß bei einer späteren Bearbeitung di« Wirt- fchaltskrrise eingehend nochmals bk seitens der Post vorgcbrachten Gründ« geprüft hätten. Wahr- tcheinlich hätte er auf diele Weise eine reibunas- losere Erledigung seiner Borlage erreichen kön­nen. als es nunmehr zu befürchten ist.

Wider Erwarten stellte jedoch der Reichs- pvftminister den Antrag, die Vorlage in der Samstag-Sitzung des Verwaltung-tat es wie­der einzubringen All das geschah in einem Zeit­raum von weniaen Stunden, nachdem Dr Schätz! noch kurz vorher die Drohung ausgesprochen hatte, 12 000 Arbeiter entlassen zu müllen, falls die Vorlage nicht Im Verwaltungsrat an­genommen würde Dies« Art der Behandlung von Derartig bedeutfamen Fragen wie die Erhöhung der Posttarife, die doch die Wirtschafskrrile außerordentlich belasten, ist. da- muß unbedingt fest gestellt werden. In jeder Beziehung neuartig. Mag sein, daß der Re ichspostrni nistet glaubt, aus diese Art und Welse zu seinem Ziel zu kommen. Aus alle Fälle läßt sich auch nicht verleugnen, bah eine berartigt Behandlung solcher in das Wirtschaftsleben tief einschneidender Fra­gen eine Ignorierung aller tmrgebrodjten wirtschaftlichen Bedenken einerseits und zum an­dern auch eine Ignorierung des Parlamentsbe- schluffes, ganz gleich wie er erreicht wurde, dar- stellt. Selbstverständlich ist der ReichSpoflminister durch fein doppelseitiges Verhältnis einmal als politischer Minister und dann auf Grund des Reichspost- Finanzgefeyes als oberste Instanz der Post rechtlich vollkommen in der Lage, eine solche Stellung ein^unehmen.

Daraus wirs der Minister denn auch zu Be­ginn ber Samstagssihung des Derwaltunasrats Bin, wenn er sagte: Die Haltung deS Reichs- postnnnister» werde durch den Reichstag bestimmt. Der Reichspvftminister ist ferner durch daS Reichspvftfinanzgefetz der verantwort- lieben Entscheidung deS DerwaltungsrateS unter­stellt. In der Erklärung heißt eS u. a. weiter SS ist feine unfaire Drohung, wenn ich gesagt habe, es müssen Ausgaben eingestellt und infolgedessen Atbertrt entlassen wer­den. DaS ist einfach die pflichtgemäße Feststel­lung von Tatsachen. Als verantwortlicher Mi­nister bin ich nicht tn der Lage. Ausgaben zu bestreiten, für die kein« Einnahmen ba sind. Bei dieser Situation war es klar, was Sie viel­leicht überrascht haben mag. baß ich die Vor­

tage zurück-: ehe r. mußt«. Aus bet M.tt« be» 7k rmaltungirof» wurde »on verschiedene« Mitgliedern zum Ausdruck gedtacht. daß nach dem Re:chÄO»tzfinau;gesetz in letzter if.nie der Verwaltungsrat ketantwunnch fei ffcr die Wirischafrsführung der Deutsch«» Reichspo^r. Es sei für die 38itj>ieber t«» Verwa'.rungstats nicht möglich, unter politischem D r u d wirt­schaftliche Verhandlungen zu führen. Rach längeren Beratungen sand diese Austaffung chren Riederschlag m erner mit großer Mehrchert angenommenen Gnt<chließu»g folgenden Inhalts:

.Der Verwokttingsrat der D«u: scheu Reichspost nahm von der gestern durch den R«:chspost- Minister erflärten Zurüd-rehung ber Ge­bührenr or läge Kenntn S und spricht danach fol­gendes ans:

1. Durch di« erfolgte Zurückziehung mtrb die Jrage. roir ber im Beharr» ngszullanb von 1928 ab noch ber Vorlage onb bei Feststellungen be» UrbeHwe»- fdnifle» »arfeanbeite Fehlbetrag wo mehrer«, bunbcrl Millionen Mark Im Hou»hall ber Reiche- post fein« Pedung finden soll. In feiner Welfe gelöst. Per Verwaltungsrot kenn sich im Hin bild auf bte gcfäbtb« t« Finanzlage ber Reichepost mH birfcm Zoskantz frieeeroeg» rte- oerflanben erffären. fr fordert beshatd. baß dl« Jrage. ob und in welchem Ausmaß rin« G e - bührenrrböbvng. bi« ba» unumgängliche Mittel zur Pedung bet Fehlbetrag» Ist. und von wrichem Zeitpunkte ab rin« solche Gebühren- erhöhung Platz $a greifen hak. durch «Ine nee« Vorlage be» ReichepoflMinisterium» Ihrer Wei­nigen Klärung zugesuhri wirb. Per Per mal hing »rat bittet jag leid) namens be» Hrbeilsaaifdiufk», den in ber gestrigen Vollsitzung erstatteten Bericht ber Oeffcntliddril zugänglich zu machen.

2. Gegenüber ber für die .Zurück,Atzung der Vorlage gegebenen Begeünbung. daß an ber In ber Sitzung de» Reichstag» am 15. Juni zur Gebühren- Vorlage erfolgten Stellungnahme ber Mehrheit be» ReIch»kag » nicht eorbeb gegangen werden könne, wird feflgrflrflt. daß nach dem Reichspostfinanzgefetz ber Verwallungo- r a f unb nur er sachlich für bie fntscheibung über bie ganze Finanzgebarung ber Relchopost unb damit über bte Rolwenbigkell fowle bte Einzefhriken einer Gebührenvorlage zuständig Ist. Um fo mehr erwartet der Berroalhingtrot, daß der unter 1 au» gesprochenen Forderung mit aller Brid)lc*nigung entsprochen wirb.

Außerdem stellt der Derwallungsrat Leitsätze auf, die weitgehende Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb« ber Deutschen Reichrpost zum Ziele Haden. E» wurde ein« Ent- schlteßung de» braunschweigischen Mimsterialdirek tor» Boden gegen acht Stimmen angenommen, in der der rRcid)5pofhninifter ersucht wird, durch eine neue Vorlage die Frage der Vebuhren- erhöhuna einer schleumgen Klärung zuzuführen. Damit ist vorläufig die Gebührenerhöbung ber Reichspost auf unbestimmte Zelt ver­tagt.

wenigen Beratungsgegenstände zu erledigen. Auch am Samstag, der übrigen« diesmal schon die Herren Abgeordneten tn den Mittags­stunden versammelt sah, harrte nur wenig ber Erledigung Von dem Wenigen gingen der Ent­wurf über die Verlängerung der Pachtfchutz- otbnung und ber fozialdemokratifche Antrag über den Rationalfeierlag ohne Aus- fprache dem Ausschuß zu. Ss blieb dann noch das Gesetz über die Abtretung von Be­amt en be-ügen zum Heimstältenbau übrig, um das sich eine schwache Debatte ent- wickelte, die nur von den Rednern ber Opptt- sitionsparteicn getragen wurde. Die Regierungs­parteien verzichteten daraus, ihre Einstellung aus» neue vorzutragcn, sie begnügten sich mit den Ausführungen des AuSfchuhberichterstatters. Un­ter Ablehnung der fozialbernokratifchcn und lom- rnuniftifchen Abänderungsanträge ging der ®c» fehentwurs in der ihm vorn Ausschuß gegebenen Fassung in allen Abstimmungen glatt durch. DaS war das Ergebnis dreieinhalbstündiger Aus­sprachen Auch für Montag ist mit einem leb­hafteren Betrieb im Reichstag-Plenum noch nicht au rechnen Die Tagesordnung ficht wieder nur zwei Punkte, den Entwurf über den Ver­gleich zur Qlbtocnhung des Äonfur- s e S und boS Schankstättenaefetz. beides Vorlagen, die daS Hau- nicht feifein werden Anders dürste es aber wohl in den nächsten Tagen werben, wenn einige der großen gesetz­geberischen Llrbeiten zur Debatte geltcklt werden, die schon leit geraumer Zeit im Mittelpunkt all­gemeiner Erörterungen stehen

Schwere guchthausstrafe für den Matrosen Stirkelmann.

Leipzig 18 Juni «Wolkf.l Der Füntte Strafsenat des Reichsgerichts verurteilt, heute nach mehrtägiger Vechanblung den Mechaniker Hcrmami Stiaelmann au- Frankfurt c» M zu 15 Jahren Zuchthaus 10 Jahren Ehrver­lust und StcNmtg unter Polizeiausficht 2tidcl- mann hatte während der Besetzung Frankfurts durch bl« Franzosen au dielen Beziehungen angcknüvlt 3 m Juli 1919 ließ er einen Kaufmann, einen «Inge­nieur und einen Mechaniker, die rin er amtl ch n Auftrag noch vor Abschluß des FriedenSveriragcs im Elsaß erledigen wollt n. verhalten und gegen Bezahlung den sranzösischcn Be­hörden überweisen Stickelmann wurde femeaeit allgemein als bet . SXltator von Frank­furt" bezeichnet Das Gencht hteli e* für erwie­sen, baß Stickelmann Me drei Reühsdeutscden le- kn gl ich desweeen an kn« Zranzoleii ousge!' 'evt habe, weil fie für den beut4>*-n Rachrich en ft tätig waren. Di« Tat sridst fei als besonder 4 a'- mrin anzutehen. weil bte drei Perlonen Wirtschaft- Ilch und gesundheitlich aus« schwerste ae- schüdigt worden ftnb Einer davon tet ort tu- berfulole crtranll und Zeit seines Lebens ,um Krüppel geworden Brjvnbers gemein Iri. daß ein Deut cher für bie Silberlinge eines Franzosen feine deutschen Brüder eusgetic 1 erl habe DaS Gericht hat dem- nach auf Me schwerst« Straf« surüdTtwnmen muffen.

Kunst und Wissenschaft.

tlurianberfolge eine» deutschen RomponfHen.

Willi Möllendorf», des bekannten, seit einigen Jahren in Gießen lebenden Komponisten und Vorkämpfers für das Dierteltonsystem. ^Drci Gesänge aus Phantasus von Arno Holz' (mit Begleitung de» bichromatischen Harmonium») h»'tten kürzlich bei ihrer Uraufführung in Jerusalem in einem Konzert des .Jerusalem Institute for Rew TOirfic (Leiter Dr. M Sandberg) «mtn großen Erfolg. Desgleichen Möllendorss ..Anbant? rriigiofo orientale" für Cello und Vierteltonhormornum

Aus aller Wett.

Die Amerikafliegcr in München und Wien

Die amerikanischen Transozeanstieger Cham­bertin unb Lewine sind am Sonntagnachmittag von Berlin nach München geflogen, mo chr Flug- zeug, die berühmteColumbia", Gegenstand be- gciftcrter Huldigungen wurde Die Landung erfoigte clcHt und sicher Im Nu war die Absperrung durch brodpn unb dieColumbia", der Chambertin und Lewine entstiegen, von lausenden umgeben, die den beiden Fliegern immer wieder stürmisch zujubetten und nicht cnbenwollende Huldigungen darbrachten. Im Iriumphzug wurden Chambettin und Vereine yi dem mit 'Blumen und Wimpeln geschmückten Kraft, wagen geleitet. Den Willkommensgruß der baye­rischen oloatengierung entbot Staatslekretar Frei­herr o. Welfer mit einer kurzen An'prach« Die Dpdyrufe der Menge wollten kein Cnde nehmen, al» Chambertin sich vom Dach eine» der Gebäude der Flugstation au» der Menge zeigte Unter immer er­neuten stürmischen Äunbgelumgen erfolgte die Ab- f-'brt zum Rathau». reo sich zum (frrrpüna >itstreiche Persönlichkeiten der Reicks, unb Staatsbehörden und Denreter der Lufthansa und dcr Fliegerklub» sowie der Umoerfität und ber Technischen nod)|*ute Mün­ch«" einpehmbtn hatten. Um 5J3 Uhr startete auf bem Fli g elb Db« rroirienfrib reo,m Vlbhug der Flugzeuge abermals laufende von Zmchaurn vor s-ammelt waren, die ..Lolumdia" mit Chambertin und Vereint an Borb zum Weüerstug nach Dien ?iach einem Runbflug über Wien imb den Flugplatz landete di«^ ..Columbia" um 7J0 Uhr unmittelbar vor dem für die wsiztelten Persöntichteiten abg, Iperrirn Raum. Al» bie Flieger bie ..Columbia" ver­ließen. burchvruchen viele Zuschauer ben obgeiperr* len Raum, um sie auf bte Schultern zu heben und Mii Blumen z»l uberichätten N.ichktem ber erste 6u«mi der Veqeisierung vorüber war. konnte Bun. bewrinifter Dr 5 d) ü r f f seine Ansprache halten. Di« Flteger begaben sich dann noch bwn ttotri Im P«n st. wo «in be'onben-r Empfang durch brr. arnrri- kanifchen Gesandten ftath<mb luf brr ,rohrt durch die Straßen würben die Fstaoer non e'nem zahl reichen Publikum herzlich begrüßt

Tit deutfchkn Mrieq^rnber in Frankreich

Dor Mttglredern der deutschen Kolonie in Par»- biet: der deutsche Delegierte für tue Unter- V. i?u ng der dem scher. Knegsgräber m Frankreich Ministerialrat Franz, einen Vortrug, um ein­mal an Hand von L chr bi Idem banulcavn. was bisher von amtlicher Sette für Ne Pflege der

KriegSgräber tn Fnauterich mtt ber fcanzölstchcr. Regierung, die auf Grund der B tziMMUUGm des Fr^edeusoerr reges von Vev- sailles zur Uwtebaliung verpftichtet ist. getan worden, ist ober Weiterhin getan werden toll. Der Von ragend« mutzte zugeben, daß noch manches g« besser: werden könnte, wenn größere finanzielle Mittel zur 3er* Nitt»ng Aändrn Der Leiter der Gräberkommilfion rm <rc izöfi'chen Penstonsmimkrr.um wies be- fonders darauf bin. datz Frankreich aus Mangel an finanziellen RNttrir. für fein« «ia«nrr Grüber nicht das tun könne, was von mancher Seite ge­worden werde, daß jedoch die franzdMch« Re­gierung entfchloslen sei. weiterhin tm herzlichen Einvernehmen mit ben zuständigen deurichen Stellen alles zu tun. was tm Rahrnen bet finanziellen Mittel möglich fei.

Ter <tnbcnirnitcin.

In der Ze« *m 13. bi» » 3*1. Derben sich bu Vertreter der ctubentemihoh be* gesizmten deutschen Sprachgebiete» m Würzburg veriam- mein, um ben 10. Deutschen Student fr. ica abtu- belle», flm Sonntag, 17. Juli, reirb bw xteurtdx -mdentenschott da, Denkmal tot ihr, tm Wrir- f riefle gefallenen stommüimnen enthüllen Per nichtige Stein, ber nach bem Entwurf« be» Geheim- rat» Pros. Bestelmryer kMünchen) au> tmrm Block gearbeitet ist. hm bereit» m einem hatn auf bem warn Kops am TOatn rm Angesicht der Festung Narienberg ferne Anstellung gelinden. Die artn.-:' ttxn Arbeiten sind In 0altern (Bange. Pie Stadt Würzburg wird ba» Denkmal in ihren be- sonderen Schutz nehmen. Den CnthüLungririerttch. knien werben öhrmgdfte au» atzen leNm be» deute ichen Sprachgebiete», Vertreter ber Jtegwrungee. Rektoren unb andere Personlichkeiten beiivotznen. Pir Kosten werben au» ben Mitteln der Deutschen Swdentenl chatt bestritten.

Cine Frau zum Ehrendoktor ernennt.

Anläßlich des Svangel.'chen Kirchentages tn Königsberg i. Pr gab ber Dekan der L-ev- logischen .iifuliüt Manta, daß Frau Karola Barth, Köln, wegen ihr« Verdienste um dm wissenschaftliche Religionskunde zum Ufnvnbohot ernannt wvrden ist

Bruno Walter ie Reugork

Der Generalmulikdirektor bet Berliner Städ- tilchen Oper Prv'ellor Bruno Walter ist an Bord derRelianc«- in Bcunorf «tngettofeiu Er wird in verschiedenen Städten Amerikas so in Llevelonb. San Francisco und Hollywood, mehrere Orcheßerkrm'erte Dirigieren.

Schwere» pabbdboofiunglüd

Am Samstagabend gegen 6 Uhr kenterte auf bem Rhein bei Duisburg tn der Räh« ber Hagen» selber Brücke ein mtt drei jungen Leuten be­setztes Paddelboot wahrscheinlich infolge des hoben W.stlenfchl.iges Während es einem 3n- faffen gelang, sich durch Schwimmen zu retten, ertranken Me beiden anderen, ehe Hill« zur Stelle war.

vorstcht beim Baden.

In Heibelbera sprang ein Ißiähnger Mau­rer in erhitztem Zustande in den Rcdar. um iu baden. Er versank sofort und konnte nur als Leiche geborgen werden Gin Herzschlag hatte seinem Leben rin jähes Ende bereit*.

Wlebet rin Aaltenbote überfadeu

In Spandau wurde ein Kasiendott bet 1700 Mk bei einet Bank rinzahten sollte, betet Betreten des Bankgtdäubes von zwei jun­gen Burschen überfallen. Mc ihn mtt einem stumpfen Instrument ntederschlaaen. De.stesgegenwärrig hielt jedoch ber Uebertal- lent bi« Kaste mtt dem Gellte fest unb fchti« um Hille. Em« grobe Menschenmenge und mehrer« Polizeibeamte verfolgten die Täter, bi« bald eingeholt unb festgenommen werben konn­ten. Bei dem einen, einem 19jährigen Burschen, fand man ein« scharf geloben« Pistole.

Schwerer Alrtbenroub kl Prag.

In bi« Drcifal i^ke.lSkirch«, «tnem tm Zen­trum ber Stabt gelegenen Barvckdau. drangen Kirchenräuber durch das Dach ber Sakristei, ver­wüsteten bie Altäre und raubten Beine silberne und vergoldete Meßgeräte. Gin Bild der Jung­frau Maria wurde zu Boden geworfen unb bet mit Perlen unb Halbedelsteinen besetzten Krone sowie einer Perlenkette beraubt Die Almosen- büchken im Innern her Kirch« wurden erbrochen und geplündert. Die meisten Betstühle wurden Acrtrümm.*Tt Di« in einer Glastruhe ruhenden Gebein« des Heiligen Prokop, des Beqrünbert bet Kirche, würben geschändet Die Räuber bra­chen der Reliquie den rechten Zrigefinger ab. der mit einem kostbaren Ring geschmückt war. und stahlen die Krone M Heiligen di« reichen Schmuck mit Halbedelsteinen trug Bon den Ätr- djenräubern fehlt jede Spur

Von bet Marksburg gestürzt

Eine größer« Vese'.i'^a^ aus Leipnig br- lichttgte be Marksburg Einet bet Trilnehnwr stürzte im Burghof ob unb zog sich eine schwere Gehirnerschütterung sowie Arm- unb Bern drückte zu Erft nach langwierigen RettuTi-zsarbeiten ge­ling es der Bergwerk« leuetwehr von der Silber - Hütt« den UnnLü<fitdKn au betg-n her dofs- nuvgslos tm Svita! liegt

Ban den über fällt In Crkner.

Seit einigen Tagen uxrben der Bcrlmcr Bet­ört Etknet. sowie bie benachbarten Ortscho' en Grünseidc unb Al tduchh vtst i t>n einer Einbre^erkolonne heimaefuchr die mii großer Dreistigkeit ans Werk gebt Dte griähiiiche.i Ber- brechet sind mit Pistolen iusgerüstet 3n her Rocht zum Sonntag stellten vier Räuber einen D^chtbean- en. her Fie nach rin m Einbruch vrr- ♦olgte. mit v-tgeholten-m Revolver Irisriren unb knebelten ihn und schleppten ben HLflo'en In den Wald Cu entkamen in dem dichten Forst Die Landjägerti hat aus Grund bittet BoriäNc ben Sichetkeitsdlenst hi ber ganZei. Gtgtnd verfchärtt

Schwert» Unwetter le Sübllalten

In bet Umgebung von Leecv wütet« ein 'urchkbarer ölur.n Hagel und Regen sind mit -Idtet Gewalt mebergtganoen. baß die gesamte Del- unb W«i lernte auf Jahre hinaag Vernich« t e I ist Der Schaden wirb auf etwa TO Millionen Lire geschätzt.

^clicrvoraut sage.

mechietnh molllq. auch zrittoeif« Bodä- 'inaacbnahmf. mäßig warm, tn btt t roden

ütelrrige I oar»wmpe«o turen Äarimum: 19.1 Grad u <i|me. Minimum 10.*i <Br Celsiu Gestrige Sonnen'cheMhaneri 4 Stunden Heutige Moü»» (rmprraiur 18.1 Grob (Triffel». StflrrwrnauMMl für Mittwoch Zritwrite etwos drm«tt. o-et-och tsaden.