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GegentvarlssragenderWirlschMordnung
Die Vortrags Veranstaltung des ® t a a t 4 w- Härte die von ftn geprägten ‘Beprlffe
Nachdruck verboten.
17. Fortsetzung.
vor einigen Jahnen aepl rieselung der ®t<
bahn Wetzlar-Gteften einerund der Lahn andererseits dal
S Garben heim, 18. Dav. Für d.e bereits ante künstliche De-
0 u n g fbcmali veranstalt eie am '*
le und verlas ein Telegramm »ierungsaefchäfte im leoicn
Kameraden.
Vornan von Felix Moeschlln. Copyright by Lari Duncker, Berlin W 62.
ss. Friedberg, 18. Aov Die Dereinl- iacr Aua u st i ne r s chü ler Mittwoch ihren zweiten Vor
der Bezirksausschuß tn Koblenz das Recht zur Ontnabme des 'Hya^cre aus der Lahn ver- heben. Wenngleich der Demeinberol sich darüber Bar ist. daft in der heutigen armen Feil das Projekt nxfrt zur Ausführung gebracht wer- den laem, so soll doch der Krers bau meist er gebeten werden, sxh weiter mit der Sache zu beschäftigen und eine vorläufige Kostenaufstel-
tintemehmur-gsmehr- und -nnnderwertc-s Gr behandelte bann das Problem der Bewertung, ör lehrst bit von Simon. Staub und Rehm vertretene Bewertungsmethode. sowie den An- schassungs- oder Herstellungswert als Bewer- tungsbasis für den Wehr- und Mindertoert ab und sieht den Wertuirtarfchted zwilchen dem Gesamtwerte der Unternehmung als WiNschosts- einhest und der Summe der Realien <Ver-
Die DvNragsveranstaltung des S i a a t s w Statist. Semlnars der Universität (Sieben am 15. November war von rund 2-50 Vertretern der Wirtschaft und Verwaltung des Lahn- und Vlain-Ahe. ngeb leies besucht. Ulan bemerkte u. a. den höfischen Finanzminister Henrich, den Provinztaldirektor von Ober- heisen Graes, den belhtchen Landesschiichrer Dr. Bernheim und neben den Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden »ahl- reiche führende Persönlichkeiten der hessischen Wirtschaft, sowie Vertreter ihrer Kammern und
bann wieder ein Körnchen picken. Das hat mich früher immer erschüttert. Nun habe ich erfahren, daft es auch den Menschen so ergehen kann."
See schritten cm zwei Türen vorbei. An der dritten stund sie still, wors Georg einen raschen Blick yu und drückte behutsam btt Älinfe nieder, ,>)ans*, rief ft» ins Zimmer, und chre Stimme zitterte, .hier bring ich dir einen Besuch
Der Mann, der in der schmalen Stube vor einer Schreibmaschine saft, stand auf. Er drehte ihnen da» Gesicht zu. Seine Augen waren erloschen Sie gab «hm die f>anb und sagte: „Leiht du. wen ich dir bringe?" Und sie behielt seine Handeln der ihren und lehnte sich in imausdringlich/r Selbstverständlichkeit an ihn. — .Sie find eins*, dachte Georg, der sie betrachtete, den schmächtigen, etwa» jüngeren Mann ui'ammengeiügt mit der starken, mütterlichen Frau. .Dann ist es wohl In Ordnung '
Der Blinde schien den Atem seiner Frau und den Atem des Fremden in sich auHu nehmen. Sie schwiegen alle drei. Georg dachte: .(Er wittert die Atmosphäre meines Herzens. Die werde ich bestehen?«
Hans sagte langsam: „Dillkommen.* 3n diesem Gruhe log noch enoas Fremdes. Dann schien er auf einmal das Kechte gesunden zu haben. Mit erhelltem Antlitz streck* er die Hand aus. Ls war erschütternd. wie diese Hand suchend und doch irgend» tme sehend auf Georg jufam. (Er ergriff fit. So standen sie einander stumm gegenüber.
3n dieiem Augenblicke erlebte Georg zum zweitenmal das Batergesühl. Ls kam wieder über ihn wie eine Krall, die bw ganze Dell ans Herz nimmt und sagt: ..Ls ist gut." Für den Sa ter gibt es keine Ejseriuchc mehr. Ltn Vater kann aller ertragen. (3raup kitzel er, aber fehlte chm nicht das wesentliche. wenn er nicht litte?
Be.m Handschlag hatte Marianne otri geatmet Das Schweigen machte sie wieder unsicher. Nun jagte sie drängend, ein wenig unruhig und besorgt: Jyans. willst du nicht wissen, wer er ist?"
Die kann sie bas noch fragen? dachte Georg.
H^ns drehte ihr die erioichtnen Augen zu, ohne die Hand des anderen loszulassen, und lächelte. Sie errötete unter bleiem Lächeln. ^2ch weift es.' sagte er ruhia.
..Und du trägst mich nicht, ob ich bei dir bleiben will?' stammelte sie.
..Darum fragst du mich nicht, ob ich deinen Der- zicht' und dein Geschenk annehmen will?" sagte er. ihr ganz zugewandt, und lieft die'Hand sinken.
tragsabenb in diesem Winter Obgleich her Fest!aal der Auguftinerichule gut bden' war, hätten doch um des bedeutenden Themas willen noch mehr 3 über er «schönen 'ein können. Per bekannte, in Friedberg lebende Dichter Albert H Aausch sprach über Stefan George 3n einem zweiten Vortragsabend, der am heutigen Freitag ftattflnbet, wird Alben H Bausch " * Vorlesung aus Werken Stefan Georges h
mdgenstelle abzüglich der Schuldens als timet* nehmungsmehrwen an. Vem tiebertt*legen des Aep roduktionswertes der ’Xtalkn ergibt sich ein Minderweil. Der Gesamtwert der tinienwbmvna ist das arithmetische Mittel zwischen dem Zu- kunfisertragswerte und dem Aeproduktionswerts der "Xealtwi Den Vdrieickurswert und den Oc* iragSwer! tonn man nach der Auffassung Aulers mcht als Gescrmrweri der tinternehniung ansprechen. Vei der Frage der Btlanzierungs- säh.gkeit und -notwendigkeil kommt Äuler zu dem Grgebm.s, daft sowohl der denvativ <käuflich i erworbene, als auch bet ohne und mit besonderen Aufwendungen durch die Unternehmung geschaffene (originäre) Mehr- und Min- verwert bilanz'.erungsfäftig ift und das) eine Notwendigkeit für bit bilanzmäfttge Or- fassung diefer Werte vorliegt. Auler verlangt weiter eine Abschreibung auf alle Arten des Mehrwertes. Die Abschretdungsquote wird durch D-.i tirni des arithmetischen Mittels und dem vorjährigen und dem b 's ädrigen Mehrwerte
16.
2n der Stube war es wtensttll.
Vch habe es überwunden.' dachte Georg, .soll ich nun nochmals zu hosten beginnen?* Doch bas Batergesühl hielt stand
„Du hast recht', sagte sie. ..ich begreife nun. haft ich auch dich hätte fragen muffen.*
Denn der Blinde es noch nötia gehabt hätte, um sie zu kämpfen, so hatte er nun für Den Sieg nicht mehr bangen müssen. Er fuhr sori: ..Das deinen (tmldNufi betrifft, so war et deine Sache, dir die Frage w stellen, und zu beantworten. Du h^t es fetan. Die deine Antwort ausgelallen war. bat gurte ich, als du dich an mich lehntest von da an handelte es sich nur noch um meine Antwort, und die wurde gegeben, als ich ihm die Hand reichte. 2ch sah. dal, ich deine Dieberiehr annehmen durfte. Ich danke Sftnen. Herr Lutz.*
„Kem. nein*, sagte Georg verwirrt, „feinen Dank'
.Doch.* sagte der Blinde mit froher Stimme. „Dir imd alle mhrinanber keine Heiligen. (Es ist ober schon heilig genug, wenn wir eines Dillens <inb Heute ist die Dell bunfel. Nicht nur für die Blinden, von Ihnen kommt Helligkeit, bas spüre ich. Und für diele Helligkeit mutz man danken *
Georg machte eine abwehrende Gebärde. (Fr oer- gatz. batz der Blinde fw nicht leben konnte. (Fr wollte etwas sagen and blieb stumm.
Eie schmiegte sich an ihren Mann. „Du hast recht, in ihm ist Helligkeit. Er hat es aber auch leichter als anbere. Er trogt auf der Brust ein Amulett, bas ihm bei ft. Und er ist im Sdjühengroben ge- wesen bis vorgestern. Er hat nicht io schlimmes erleb: wie de andern, er mutzte nicht in Billionen rechnen und einen Tag lang auf ein halbes Pwnd Schmalz warten.' Ihr Ion war neckisch geworden.
Das tut fte. um mir zu helfen, dachte Georg. Aber was meint fte mit Billionen?
„Hans, du schlauer Strolch*, fuhr sie im gleichen Tone ‘ort, „wie hast du dies alles ausipumiert: den wahren Grund meiner Wegreise — ich glaubte doch, so gute und stichhaltige Gründe vorgeschützt zu haben — und seinen wahren Kamen?*
„(Es war nicht schwer zu erraten. Als bas Telegramm gekommen war. Angs durchs Haus wie ein Sturm. 3Xi rührtest mich nicht mehr an. Es war
Sie wird den Kock aufknopfen. sie wird das Hcmd aufknöpfen, dann wird sie ihr Gesicht gegen seine Brust drücken, die Unke Schläfe aus seinem Herz, und eine Weile still lauschen, rote sie es immer getan. wenn er nach Hause gekommen ist. vielleicht rauscht seine Brun wie eine Muschel, die sich ein Kind ans Ohr ball, ein Kauschen vorn Meer Darum soll eine TL-nidxnbruit nicht rauschen wie das Meer? Er wartet. Er hält den Atem an. Ja. so |üft ist es gewesen, und |o sütz ist es immer noch.
Da (lohnt sie aus und siötzt ihn zurück. Verwirrt starrt er <ie an. Sie flüstert heiser: „Das Dapier, bas Bap-cr * Sie steh, jetzt an der Wand gegen- über, «eiter hat ne nidti zu rück weichen können. Bleich und bebend flüstert sie unablässig: „Das Pa- Pier, bas Papier ...”
Georg versteht noch immer nicht, nws grimtiKn ift Sie beutel auf seine Brust. Sr schaut an sich herunter. Da sieht er im Ausschnitt bes gtörfneen Hemdes den Leberdeutel. ..Du hast recht.* sagte er mühsam. Er begreift das Unabänderliche.
Sie standen an den Dänben des Korridors, einander gegenüber. Denn sie tne Arme höben, so berührten sich ihre Hände. Doch sie erhoben die Arme nicht.
Sie sah ihn flehend an. „Denn wir nun hinein- «eben, darfst du nicht heran denken. Er spürt die Gätanken wie du.*
..Ich weist, war du meinst, ich werde an bas Gelöbnis denken.* Er knöpfte seinen Kock zu.
„verzeih.* sagte sie.
Er 'chüttelte den Kopf. „Ich habe nicht zu verzeihen.* Er lat einen Schritt gegen die Türe.
„Koch nicht.* bat sie. Sie pretzte ihr Anttitz gegen hie erhobenen verschlungenen Hände.
So standen sie noch eine «eile. Letz: * jagte fte b-jnn. Sie ging zur Tür-, stieg den schlüssel ins Schlost. einen kleineren Schlussel in eine saft oer- steckte Vessnung dar-..- muhte ei
sehr vorsichtig jeen.w sagte sie pir Erklärung. „Run ift es vielleicht nicht mehr notwendig, aber man kann nie wissen. Dir haben jahrelang gelebt wie die Vögel, die ein Körnchen aufpicken und sich um- schcuien, ob nicht eti Feind in der Nähe ist. und
Oberhcffen.
Landkreis Wiffccn.
T Allendorf a.b. Lahn. 18 Aov. Die »hnftlichc Fugen bvereinlgung rwn Klein-Linden und idr F drer Pfarrer Göbel, gaben unteren «Inwohnern gc lern abenh im Saale . 3ur titnbe" e n " S^udrei^ Qlbenb D e □ujr .tii-ere n-gung eröffnete cne m t bem von Streich' und Aupfinstrumen- ten begleiteten Liede So rausch, durch deutsche Wälderi' Vach einem Prolog sprach Göbel herHl'che Vegrusiu.gsu-11. und stellte .zweck und Ziele der Ikrerugunj dar. die namentlich dann bestehen, unserer ch«-chlich<n Jugend den rechten Weg durchs Leben zu teigeit 0« folgten dann gut gelungene Xeta.-.i der Mädchen und Musikstücke Den Höhepunkt des Abends bildete ein Luchtbildervvrtrag den Vorsitzenden über eine Wanderung her Demmguna in das Dilltal und über die Höhen des l^ctieruxilbe*.
> Mainzlar. 18. Aov Infolge der nassen Witterung der letzten Wochen schreiten die Kanalisationsarbeiten in der Vaftn- hos- und Lollarer Strafte nur langsam vorwärts. Die Aoftre tn der Bahnhofstraf»e haben einen Durchasel ser von rund 1 Meter wodurch ein ungeheurer Grdaushub, stellenweise b s zu einer Tiefe von 3 Meter erforderlich wird Da sich eu beiden Seiten der zu kanali'tercrnden Straften viele früher benutzte, aber seit Fertigstellung her Wasserleitung aufxr Tätigkeit befindliche Brunnen befinden, so werden die Arbeiten durch Gindringen di ries Wassers in die Gräben lehr erschwer: Stellenweise gleicht die Bah ntzvi strafte einem richtigen Schlammbecken, doch hofft man, diele Strafte in einigen Tagen fcrtiggefttlli au haben. Die Arbeiten m der LoUarer Strafte dürften rascher vorwärts gehen, da hier nur Bohre von 50 Zentimeter, stellenweise sogar von 30 Zentimeter Durchmesser, verwandt werden. Vach dem jetzigen Stand der Arbeiten wirb der Voranschlag jedoch überschritten werden.
'Grünberg 18 Aov Vei der Vesirks- Sparkasse Grünberg betrugen »nbe Ok- tobet 1Ü2Z: die Spareinlagen auf 1532 Sparbüchern M3 3Z4 Mk.. d.e Giioeinlagen 148 208 Mark Die Bestände haben also zusammen die Summe von rund 1 M.Ilion Mark erreicht. Das bedeutet ein Drittel de r Vvrkriegs- höhe der Ginlagen. Die 3abl der neuen Sparer ist sogar auf über die Hälfte der Konten- vibl oon 1914 angewachsen D.e Aufwertung«- rmlagen mit rund 440 000 OH!, sind In obigen vtiffrra nicht enthalten.
st Sich 18. Aov. Der hiesige Gesangver- ein .Gäellia' feiert am 9.. 10. und 11. 3uiti nächsten wahres se.n SOsährige» Jubiläum und verbindet damit einen graften Sän - aerwet t st reit. (Hi einer geftvm abend in Steins Saalbau ftattgefunbenen gemeinsamen C hung aller interessierter Äteile der Bevölkerung wurde nach kurzen Odihitcrungcn über Art und timfaiui des Festes die BUdung brr Ausschüsse, und zwar eines Presse-- und Verkehrsausschusses. Lokal- und Gesangsaus- schufses mü Schiedsgericht. Bau- und Aus- schmückungsauSschusses. Wirtschasts» und Der- gni'igungsau»schu'7es. Wohnung»i- und Emp- sangsausichuNes. 3ug- und Ordmmgsausschufses und Finanzaus'chu''es Dorgenomnien. Gleich- zeitig wurden die Vorlivenden und Schristsuhrer drier Ausschüße gewähii. Den Ausschüssen gehören insgesamt über 200 Mitglieder an. 3um Festpräsidenten wurde Bürgermeister Völker. <um Feftrechner Frie-drich Heinrich Müller einstimmig gewählt Der ge-ckafts- führende Aus'chufz. der Feftichr ftführer und der Festchrvn.st sind durch Derei ckmitglieder bekni, während sich der Ghrenausschutz aus Obrenrnit» gliedern und verdienten Mitgliedern des Vereins. den Vorsitzenden der hiriigen Vevrine und den Spitzen der Lotalbehörden zusammenfevt. Das Protektorat hat Fürst Reinhard zu Voims-Hohensolnis-Lich übernommen. Den Ausschüften wurde die Vorbereitung und Durchsichruna des "Festes übertragen. 3m Anschluft b eran dankte her Vorstand des fest- gebenben Vereins den Au Aschuftmt gl ledern für
Augenblick verhinderten Mtnisters Ä t r n b e r » ger. der tr.eler ersten Tagung einen Ml regenden Verlauf und vollen Erfolg wünschte.
Als erster Redner Ipradj Prosesfor Fredrich ßen> über . Freie und gebundene Wirtschaftsordimng t Kartelle. Trusts. Monopole s*. Der Vortrag dürfte, wie wir hören, im Druck erscheinen.
Sodcnm nahm Pros. Wilhelm Auker das Won zu seinen Forschungen über den „Maternehmungsmeht- und miaderwert In der Bilanz*.
Der Vortragende je.gte einleitend den Unter» sched zwi'chen t<r älteren statistischen und der neueren dynamischen Vilanzaufsassung und er-
bie 'BernnnilUflÄetl zur Mtiarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daft das Fest der Vaterstadt, leinet Bevölkerung und dem deutschen Liede zum Segen geraichen möge. Die Verhandlungen waren umrahmt von Gesangsvorträoe» des festgcbenden Vereins, die Anlaft zu reichen Veifaliskundgebungen gaben.
• Trais-Horloff. 18. Vor Die tim- bettung der Toten vom allen auf den neuen Friedhof ist beendet 94 wurden tm ganzen 325 Leichen umgebettet. von denen Angehenge noch da sind. Aufterdrm wurde der ganze Fried- Hos umgegraben und die tiederreste der Verstorbenen in ein Gemeinschaf tsgrab auf den neuen Fnedhos gelegt Die Au^icht für die Ausgrabung war dem Pol verdien er Aaael übertragen. die Arbeiten wurden von dem Bauunternehmer Alchard Pfaff in Giehen übernommen der durch Hans Lichau fämtliche Arbeiten zur vollen 3uf nebenbei! aller Angehörigen der Verstorbenen ausüben lieft.
Am# i^riebbrrg
lassen
■ Vad-Aauheim. 18. Aov »in tn einem hiesigen Einzelhandel sg eschäst tätiger Lehrling schied heute freiwillig aus dem Leden. Gr war dabei anaetroffen worden, daft er eine Tafel Schokolade veruntreut hatte, worüber et zur Aede gestellt wurde .rurcht und Scham trieben den jungen Marrn dann wohl zu seiner bedauerlichen Tat.
Arcio 3rt)öttrn.
I Ober-Vais. 18.Avv Die Arbeiten an unserer Kirche schrecken rüstig vorwärts, so haft sie bestimmt zum 3. Advent fertig lein »erben. Die Gklegeicheil der Keparaturarbeiten wird benutzt, um die bisher fehlende elektrifchc »e- leucht ung zu installieren. Auch die Orgel wird ein elektrisches Gebläse erhalten. Gegenwärtig ist der jÄrchcnmaler stienzle aus Darmstadt, der den hiesigen Weiftbindem auch die Tönungen des Inncnansiriches angibt, mit der Restaurierung des Deckenbildes und der Bilder auf den Emporen- brüftimgen beschäftigt. Diese Bilder. Apostel und Kirchenväter darstellend, sind ums Äahr 1750 gemalt warben. Im IS. Jahrhundert wurden sie übermalt. jetzt werden fte tn ihrer alten Schönheit wieder hergeftcUt.
4- G roft-E ichen. 18. Aov. Auch in diesem Herbste wurden durch die Konflrtnanden in unserer Gemeinde wieder Lebensmittel für das Diakonissenhaus Elilabethenstist in Darmstadt gesammelt. Die isammtung hatte ein recht schönes Ergebnis. Etwa 20 Zentner Kartoffeln, etwas Gemüse. Aepfel u.a. m. konnten noch der Station Mucke «fahren werden, wo mehrere Ge- metnben einen Waggon luden. Buch die Erntedankfest-Kollekte im Betrage von 24 Mark kam den Busdildunasanstalten unserer hessischen Schwestern (Elifabechenftift und Diakonieverein) 8U^U+ Lardenbach. 18. Aov. Heute feierten die -heleute Landwirt Wilhelm Schombert Ni» Fest her goldenen Hochzeit in seltener Rüstigkeit. Herr Schombert ist 75 Jahre alt. leine Frau 73. Der Kreisdirektor Geheimrat Boeckmann- Schotten überbrachte dem Jubelpaare ein Glückwunlchschreiben des Staatsministeriums de« Innern. Pfarrer König überreichte ein Glückwunschschreiben des Landes» kirchenamls mit einem kunstvoll ausgestattetrm Gtkenkblatt. 2us>erdem überbrachte er zusammen mit Bürgermeister Lein die Glückwünsche des Kirchenvorstanbes und überreichte einen sinnvollen Deden ftpruch Herr Schombert gehörte lange 3aftre der Kirchen gern eindevertretung an.________
Ärcii ei*frl>.
y. Kirtorf. 18 Aov 3n den letzten Wochen wurden m unserem Llädtchen durch Pflastermeister Kappel aus Dre.hausen. Kreis Marburg. wesentliche ti m pf l a st e r u n g e n wrgenOTtriciL Gs u-urben das letzte Decktet der Oberg alle der Groben und ein Teck der rechten ©e t« de Als»elder Strafte wu hergestellt Da auch verschrobene Anwohner ber Haupe- strafte ihre Häuter neu hemchren lieftm. gewann das Aussehen unseres schön gelegenen StäbscheiHs lehr.
(-) Windhausen. 18. Aoo Der hiesige Gesangverein hielt jetzt kttw dieszähr^e Generalversammlung ab. Dct bisherige Vorstand wurde emitimmig wiebergewähit Au» Anlaft des 50jährigen Bestehens des Vereins wurden im Hinblick auf ihre 25- iähr ge Mitgliedschaft zu Oftrenmit al lebe r n emamti Dür gerne-, ft er X o t b. Vebrvr D 6 r m e r. Karl Johannes Stein. Audoli Stenernagel. OCbert Lev Steuernagel. Georg Kraft, Ludwig Schara II.. Ot^Geift. Adolf Steuernagel. August Reinhard. Otto Kuppel, Ehristian P loch Für besondere Verdienste um den Verein wurde Lehrer A o t h «Kestrich», brr bevt Fahne Dirigent des Vereins ist. ebenfalls zum öftrenrnttgiieb er ian.it
cf Dannenrod. lh. Koo. Tie Holz- Hauerei wurde lieler Tage mit einer Aotte zu vier Mann begonnen. Die nichtige Arbeiter- zahl ift aus die bessere Lohnzahlung her in unterer Aähe befindlichen mit Hochdruck arbeitenden Balaltindustrie zu Homberg und Hiebet ' '•en zurückzuführen
Preußen.
Arcio Wetzlar.
Verbände.
Se. Maa^iftzens der Prvk. Dr. Vosen- berg begruftte die Geschienen eit tn _ben Aäu- mer der Hcch'ck des durch 1
Umg on^ufertigen, darnck bei Gelegenheit ber Plan verwücklicht werben kann.
<> Hochelheim. 18. Ks» Di, Kott, in 5h 266 bes ©»ebener Bnjd^r»* wirb von un- le rem Bcnchterftatter dahin berichtigt, daft sich tue 6 labt ® i f ftf n an den Kosten der Auto- hall, nicht mtt .»NJO »f. sondern mit 15OG «k beteilig: bat.
rx? Ktein-Kechtenbach. 18. «ov Mehrer 5 e I b n , r von hier ist nach kurzem Ärantldn an den (iolgen einer Blutvergistung. zu der sich ein treustes L*eiben gesellte, mit dem er in den letzten Rohren behaftet war plötzlich gestorben. Er hat die bwftge Lchusitelle feil dem 3abrr lyl' oerwaltet und war »um 31. Mär, 198b iscgra letnrs Geiunddeitszustandes auf feinen Antrag In den Kubeftand verletzt worden.
Arci* ^icdcnkopf.
1 Waldgirmes. 1R. 5tov Die Arbeiten an dem Fadrikneudau ber Fckma Kinn li 6 I o o s sind rüstig oormärtsgeldjnitrn Die mehr als 1000 Quabroimetfr grofte Eifenbeionbecke tit vollendet Der Bau soll in den nächsten Wochen noch unter Dach kommen
Starrrii.
f Driedorf. 18 Vor 3m 3uni n. 3. feiert Trtedori das 6 51 ä ft r 1 ae Vesteften leines Gesangvereins. — Am kommenden ersten Advent wird der durch einen Brand not- tnenblg gewordenen W l e d e r ft e r st e l l u n g ber Kirche vor 100 3aftvcn gedacht werden Vach Aul Zeichnung des damaligen Lehrers in Madenmühlen ftatte eine Frau prophezeit, die Kirche würde bei Ginveihuna zusammenltür^n Ju der Etinnerungsfeier ist die Kirche teilwelle nsteder erneuert. Tie dem Krieg zum Opker gefallenen Orgelpfeifen sind erfetzt. T-ie Festpredtgf wird von Professor S chl o f f er - Herftrrn gehalten werden
WSA Hörbach, 1-. Aov. Die tiriachc des groben Brandunglücks tn Hördach konnte noch nicht sestgestellt werden: man neigt aber zu der An'icht. daft Brandstiftung vorliegt. Die Geschädigten sind meist arme Familien, die darum mir gerinq sichert sind Unter dem Vorsitz des 'Bürget- I meister- Holler in Hörbach ist ein Hilfs- au -schuf, gebildet worden, der Geldspenden und Sachleistungen für die Gefchädigten ent» gegennimmt.
etwas Graftes geschehen Ich wuftte noch nicht was. Dann hörte ich. haft du die Kassette mit seinen Briefen in die Hand nahmst. Du stelltest sie wieder bin, ohne sie zu öftnen. Es tsied still. 3ch mähte ’Jlun stehst du da und legst beide Hände um die Kassette *
„Du weiht etwas von der Kassette?* stammelte sie, „und hast nie ein Dort gesagt?*
„Darum alles sagen? Denn du graft bist, soll ich bann Nein sein? Die Kassette zeigte mir die Kich- tung. Nun begrlf ich den Sturm. Nichts anderes hatte dich so erschüttern können. Du hattest mir nie von einem anderen Menschen aesprochen als von ihm. Dann kam der Brief. Deine Ergriffenheit, deine Erregung tat mir körperlich weh Du konntest die kleinen Ausrufe nicht zurückhalten, vielleicht Mt du gemeint, du seiest ganz still und stumm Gewesen. Und bann hast du mir etwas vorgelagert.*
Sie wollte sich verteidigen.
„3d> weift*, (aale er ad wehrend, .choft du mich nicht angelegen haft, um mich zu betrügen, sondern um mir etwas zu ersparen Und doch solltest du schon längst w:sien, doft man einem Blinden nicht; ersparen tarnt. Der Blinde albt sich nicht mtt dem zutrieden. was die Augen lehen. wie chr 3ch begaff, doft rum das Wunder geschehen war, aus bas du pbntang gewartet hattest als du immer wieder nein saaleft zu mir, — das Wunder, das du ln den letzten fahren nicht mehr erwartet hotteft. Und ich tagte zu mir selber: vielleicht kommt sie nicht mehr Stück. 3ch war Io feige, daft ich mich ans Bett un- res fl:nt4rins sctzte und dacbte viellncht hilft es mir. daft sie jurürffomml. — Denn du nicht zurück- gekehrt wärst, vielleicht hätte ich es ertragen, vielleicht hätte ich es auch nicht ertragen Man weift nie zum voraus, wieviel man erträgt Als du wieder neben mir standest, war dteie Frage gelöst, dafür [prang eine andere auf. Und die war noch schwerer. Hatte ich ein Recht, ich, der Krüppel, chm gegen- über, der dem Wann gewesen ift, — drin erfter. Ich spüre, wa- bannt au-griprochen ist — und bi r gegenüber. der er der einzige gewesen ift und vielleicht immer noch der emjige ist. womit ich nichts gegen bei ne Liebe $u mir tagen will, das Herz ift groft. Aber es strömte etwas aus von chm und das tagte stark und deutlich -3a. du darfst? Ich kann es nicht genauer ausdrücken. Ich habe es Helligkeit ge- normt ich t'püre talche Ströme als Licht, ein anderer vernimmt sie vielleicht als Stimme oder Ton.*
(Fortsetzung folgt)


