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dWontwrftdkf Art M*rt oet*ti«ftn loHen bas « trftfTälHaen ed*tnuna*n wkberf«6rt und bur<Aau« nicht auf da« politische Gebiet beschränkt M sein braucht. Ts handelt sich nicht etwa um «iw seuchenhaft üfrrt Mt ganz« »rbe DerbteUrte Geisteskrankheit. sondern um rhw l-engenhafre Unverständigkeit. Mt Kunden Wen- «chen eigen tft w* ja auch die Verstandes- widriaketten eine« Iraumes nicht den Schluß ^lallen bah der Schläfer geisteskrank sei.

Seit 19H besieht der Aberzlaub? daß die Wassenwabn. rsche'.nrma des Dnttschmhasses auf bU deutschfeindlich Propaganda zurückzuführen sei. 3n W:rklichkeit hat de Hetzpropaganda sv wenig den Walsen wahn herv yty ruf zn. n>;e ba« Fieber den Typhus fcroorruh Sondern wie das Fieber nur eine De^eiterscheinung der Äranftdt ist. so ist auch die Hetzpropaganda nur Begleiterscheinung nicht Ursache des 'Bölkrtaff«; Heute klingt es '.och felllam. weil diest örfcnntnie zu neu ist. und doch 'st t* so und jeder kann es im privaten Leben beobach­ten wett A. dem B. unrecht getan hat muh A. den B ungünstig beurteilen. Seine Selbst­achtung, fein Geltungsaefühl. da« der Wensch braucht wie das tägl:t>c Brot, würde le'kx n. wenn er sich elngestünde. tast B. ein wertvoller Mensch ist. Gerade well er ihm unrecht getan hat, des­halb muh rr ihn her absetzen und kidurch fein Un­recht zu Aech» machrn.

Solchen Beobachtungen ist der Weg geöffnet wo:' en durch die bahnbrechenden Gedanken von £urt Bas chw l tz. die im neuesten S)cft der Süddeutschen Mv-iatoheste .Massenwahn" zum erstenmal eine gedrängt?, für weiteste Streik berechnete Darstelluna gefunden haben. Di.- Aus- faHunfl, bah der Krieg zu arwinnen war. und dah die ÄuSllTirkung unter er Siege zerstört wurde durch die falsche Einstelluna der pol lisch maQ- «benben Ä teile durch die Verkennung dessen ao.-aus ee im Kriege ankommt. erhält hier eine unbeabs chl.ate und daher um io furcht­barere Begründung. Die önlbeaung hoi Basch Witz ist der erste wirklich neue und ordnende Ge anle in einem Geb ei, über ba# ton natio­nalen Stindpunkt der einzelnen Bat o ien au« Bibl.vtheken geschr eben wurden Ts ist schwer, in Reagen. die ba« nal d mle Bewußtsein so stark berühren, unparten'ch au sein, sich der Herrschaft de« »efübk zu enhicbui 2b>r gcrob das ist ein Prilsstein für d e Baschwiyschr Th.o le, daß sie nicht nach Utah gemacht ist. etwa um kxm geistigen Är eg De i'chlands zu seinen Gunsten zu enllchr>d<n, dast sie vielmehr auf alle Bor' gänge M Wassenwahns patzt, oft genug tm Laus der Jahrhunderte zu unaunftei von De"- scheu die de n Massenwahn unterlegen lind od.r nicht den Mut gehabt haben, ihm entaeaenHU- treten. So liefert hie Theor e oon Baschwiy nicht nur einen wesentlichen Beitrag zu unterer Auslassung der Kriegs- und Vachkriegs prob leim', sie zeigt auch neue W e g e zur B.'h'rcschung des Masl<-nwahns und wird damit vorausslcht- tich unsere gefaulten Ansichten von Ziel und Deg politischer Propaganda grundlegend um- gestalten.

Oer Streit um Ehorzow.

Pole« versachl dis Rechtsgrundlage nach, träglich zu perschieben.

In dem bekannten Streit um ba« Stickst os'- werk Ehorzow. ba« die Polen seinerzeit ent­eignet baten, obwohl e« nach den Bestimmun­gen des Versailler Vertrages, bzw. der deutsch- polnischen Auseinandersetzung Ober die Abtre- Um«gebiete als Privateigentum der

Obersolcsilchen und der Bayerischen Stickstoff- werk nicht al# Staatsbesitz behandelt werben burf'e. haben die Polen eine neue Iustizkomödte aufgc'übri. Nachdem der Haager Internationale Gerichtshc-f berdte zweimal zuungunsten Polens entschieden ha« er erklärte sich gegen polnischen Widerspruch zuständig, und er legte Solen die Ttürfgäbe de« Werke« und den rsatz ter inzwischen verbrauchten Vorräte bzw bk Entschädigung für Wertminderungen au' - Hai ba« polnische Katlowitzer Bezirksgericht versucht, bie Grundlagen nachträglich ab« zitäntzem auf bie sich bet Haager Spruch stutzte. Die gerichtlichen Eintragungen näm­lich auf deren Hypothekenvermerk bie Fest- steNung be« Eigentums an Ehorzow Im 3«U- punkt bet XlebematrnjC Oftoberschlestens durch Polen beruhte. Der polnisch« Staat beantragte bei seinem eigenen Gericht, die belrefsrnden ge­richtlichen Eintragungen für ungültig zu er­klären Die Oberschlesischen Stickstosfwerle liehen hd) in bet Verhandlung vertreten, um gegen die Aechtsastltigkeu Einspruch zu erheben und Aussetzung be« Verfahrens zu beantragen. Di «'er Antrag würbe ab«elehnt. und es erging ein Bersäummsurteil tm Sinne des polnischen Antrag«.

Damit ist natürlich für die internationale 'Rechtslage nicht ba« geringste verändert, so sehr auch die polnischen Zeitungen über das Urteil be« Bezirksgerichts frohlocken das als ein Ver« säumnisueteil nicht elnmsi in die meritorllche Betzandlnnq be« Sachverhalts eintritt Die Klage des polnischen Senats bei dem Kattowltzer Be- zi ks eicht ist erst nach Srlaft de« Haager Urteils eingebracht worden, und bie deutsche Boglerung tft dagegen Im voraus mit einer Auslegungsklage vorgegangen. wodurch bet Haager Ger.chtshos um bie .irftfielluna er­sucht wirb, bah eine nachträgliche Klage des polnischen Staat« auf Löschuna ober Ao- ändenmq der hypothekarischen Sintragungs- wemerte für die Beurteilung der Aechtslage h e - Tannin« ist Die polnische 'Regierung hat es chreesen« unterl " ;

trag mit einem eigenen Antrag auf eine ent- gegenftetenbe Auslegung durch den Haager Ge richtshol noTAugeben Sie hat damit den Beweis geliefert bah e« ihr bei dein Kattowltzer Ge­richtsverfahren nicht Io sehr aus Gewinnung sach­licher Argumente gegenüber dem Spruch des 3ntemallonakn Gerichtshofs ankommt als au' die Beschaffung von Propaganda- material zur Einflußnahme au* die öffent­liche Meinung. Gerade umgekehrt hätte fit im Haag nur dann einen Eindruck erzeugen können Wenn fit da» Der'ahren vor ihrem eigenen Ge­richt ausgesetzt hätte, dis der neue Spruch des Haager Gerichtshof der von Deutschland fchrm im Hinblick au» die N.chter'ulluna des früheren gefordert werden mußte, ergangen ge­wesen wäre

Sn Me|em früheren Spruch war gerade mit Bezug aus ein Vorgehen, wie bas letzt von Polen beliebte die polnische Aullcll'una mit der Be« grünbung abgelehnt worden es wäre Ausgabe

Polens gewesen, eine Aendeeung der Eintragung tm Grundbuch auf dem Klagewege herbeczu'ühren. Da« ist selbstverständlich dahin zu verstehen, bah das f r ü h e r te geschehen müs en. wenn Polen geglaubt habr. ein Aecht zur Bestrettung der Aechtsvorgäng« zu haben, durch bie das Werk

EhorzvD in aller Form in den Besitz der beiden oben erwähnten Gesellschaften übergegangen war. Mit einem Versuch, jetz! nachträglich und gar mit einem TkrfäumnUurteil di« alle Aechts- grurxblage ,u zerstören dürfte allo Polen wenig Glück haben.

Das neue polizeiamisgeba'ude in Gießen, von Kegierungedaarat Kuhlmann.

In *Rr 2W» de« Gießener Anzeiger»' oom 22 Dezember 1M26 wurde geschildert, wie bic man gtlbafie Unterbringung der Polizei in der Leiden - gälte zu dem Plane drängte, ba» Änu au» dem unzulänglichen Gebäude herauszuiegen und ihm würdigere Räume zu schaffen

(55 wurde dargelegt, wie von olden Metbt« zuglichen guten Borichlägen und eingehenden Pia- nungtn trotz heftiger Widerspruche jchliehlich nach zahlreichen lanqmierlgrn Verhandlungen die Idee des Umbaue» der ehemaligen Zehi tjcheucr am Brandplatz von den staatlichen und städtischen In­stanzen doch al» zur Verwirklichung am geeigneMen angeiprochen werden muhte.

Aascheste Abhilfe der Notlage der Polizei, gün­stigste Lage in der Näh, be» '.Regie rungiflebaube» und im Innern der Stahl. Bauplapfrage unb Bau­kosten waren im wesentlichen für btese Enlicheidung ausschlasgebenb.

Uebrr bie beste Erfüllung der Belange be» Po- hwiamt» durch diese Bauau»ftihrung war man im übrigen durch die verschiedenen (Entwürfe be» Hoch, bauamt» zulänglich unterrichtet.

Wenn nun auch die bis zu diesem Zeitpunkt ge­führten Verhandlungen ofiüiell zugunsten des Zehnticheuerprojekts abgefd)lo|k-n waren, unb Staat und Stadt sich geeinigt und für dessen Ausführung eingesetzt hotten so hatten sich die Widersacher doch noch lange nicht beruhigt unb auf ihre W^ise gegen bas beschlossene Bauvorhaben immer wieder «türm gelaufen.

Unbekümmert ,ebvch um olle weitergeführte und auch unladjlidje Kritik wurde die Bauausführung mit Zuversicht durchgeietzt. nachdem die Vergebung der IRobbauorbeilcn. nach starken Gegenwirkungen auch hier, endlich erfolgen konnte. Ende 3onuar J»27 wurde mit den flobbauarbeiten begonnen, (fine derartig lasche Inangrisfnahme der Ausslihrunas- arbeiten hinter dem kurz vorher gefotzten Beschluß wäre nach deut damaligen Sachestand für einen Neubau ganz ausgeftfloften gewesen Zu den sell- herigen Verzögerungen, welche infolge von Irin- fprüd)cn und Verhandlungen entstanden waren, wären noch weitere hinzuaekommen, veronlatzt durch die Neubauproiekte und Veranschlagungen und an* bere Gründe mehr. ,

Doch auch während der die Hauptbauzeit dieses Jahres ausfüllenden Bautätigkeit und noch bis in die letzten Tage hinein, als die Zimmerleute mit den letzten Arbeiten am Dochwerk beschäftigt waren, wurden unfachliche Kritiken in abfälligen Bemer­kungen an der Baustelle laut. Im Stillen wurden ia die Arbeiten im Innern des Gebäudes ihrem Ende entgegengebracht. Die stärksten Angrisfe waren noch zu erwarten, ul» das Doch Stück für Stuck freigelegt unb gerichtet wurde.

Die Urteile waren aber derart, bah es sich erübrigte, darauf «iiuugeben. .Wer an die 6tra­ft en baut hat viele Meister". Dos galt flan* be­sonders hier, wo es sich um eine autwrflewobn- hebe und obendrein beif)umstrittene Bau^usgabe handelte In heu letzten Wochen nun. als die Arbeiten am Aeuheren des Gedäu>« sich Schlag auf Schlgg prograrwaähig abwi(feiten und zum ausfallend vaschen 2lbschluh gekwacht vur^n. ver­stummten die Dtrastenkritiker ganz. Ia. letzt sah man ja leicht ein. bah auS der alten, baufällig n Scheverhalle doch noch etwa# Ordentliches ge­worden war. Fest uitf trotzig steht nun bet Bau wieder auf feinen Fühen.

Der Aoddau ist fertig! Gin Seufzer der Sr- ieichterung entringt flch der Brust des Archi­tekten. wenn der bänhergcschmückfe Tannendnum auf dem Dachfirst feine Zweige über dem Ge­bäude reckt, wenn der Arhbau abgrschlosien i't, wenn Äichtkst gefeiert wird. Veden der eigent­lichen Beruföardelt des Bauküastiers hat eine Reibt von 2luseinand-rfetzungen m t Presfe (Vicht mit dein(Siebener Anzeige?'. D. Veb.). Behör­den. Bauherren. Unternehmern und Arbeitern ihren Adschlub gefimben. Der kounnende innere Ausbau wird mit erneuter Kraft in Angriff genommen wenn bet frohem Becherklang ein gutes Mab an Aerger hinweggespült ist

Herum irrectipcrabilium summa felidtas est oMivio". IXi« bat der Schöpfer des schönen Alsfelder Vathause« vor über 400 Iahren In ben Ännfolftetn eines Erkers einmeibeln lasten .Glücklich ist. wer vergibt--", mag in

ähnlicher Lage gewesen sein, wie es die Baulei­tung des neuen Pollzeiarntrs heult Ist. Wir füh­len heute mit ihm

Freuen auch wir uns. bah der nicht alltäg­liche und ichw'.erige Aohbau programmgcmäb. ohne jeden Unfall verlaufen ist. freuen wir uns. hab der Bau heute jeder sachlichen Kritik wider- stehen kann.

Wenn nun der Vichtsachmann unb unein­geweihte Beschauer bet ursprüngliche Zweck bt« Bauwtrk» nicht mehr zum Bewuhtsein lommt. es sott ja jetzt den Ausdruck eines öslentlichtn Gebäudes Würde und Monumentalität besitzen. Io ist doch die ursprünglich« Konstruktion klar erhallen gebhfben Um dos durchzuletzen. muhten «ich bk allen schweren Eichenkoloise. nachdem sie Iahrhundert, lang in behäbiger Vuh« gelaatrt halten von welchen sich manche schiel aträdelt, wieder andere ihre Verdinbung mit etn Vach da rn ganz abgebrochen hatten, mit Aechzen unb Stöh­nen dem Willen her Bauleitrma fügen bis alle Deformationen korrigiert, bie Wände ins Lot. Mo Balkenlagen rn bie Waage gebracht waren 311« Artung vor ber Arbeit, welche hier btc braven Zimmerleute der Finna Vuhn «leitet Haden Und befondert Anerkennung gebührt auch C-t n tüchtigen Maurern des Unrenehmers Vemntcr welch« die schwierigen llmedängungen bei mißlichsten Platzverhältnisten auf» beste durch- 0« ührt haben.

Sieden Bindcrfelber teilen der zu».iae>cho4li- gen Kiu der Länge nach ein; wie bie Sckwtten eine« Sch ffes ist Meie Einteilung vom Erd- aefch b bis jum Dachf.rst durchgeführl unb auch heim Umbau erha.ten gebt.eben und im Aeuße- ren und Inneren klar iU erkennen. Wo innen ein Binder fteht schliefit außen ein Fachwersteld nvt » nrm Pfoften ab In bet Querr ch'..ng ze-grn die cdemaliaen Stiele auch heute noch deutlich ihre ur'prünal iK Funktion auch bie Hegerhen ^achb nber blieben so weit wie inög- mögl ch Heftchen. Da. Wo mehrere B.nhersoche zur Gestaitung größerer A.i^mc zukammengekaßt

werden mußten, bilden Unterzüge, Wcnbpfvst« und Kopfbänder di« Derrn ttlung zur einstigen Konstruktion.

Auch vom Material iM das Alle möglichst erhalten geblieben bzw. w «der verwendet wor­den. Wo batten stch auch heute berart ge Men­gen aUerhärfüer Eichenpföften In ausge'rvcknelem Zustand« bernebrnr lallen? Ober welche Kosten hätten diese E.chenhclzer verschlungen? Mit ganz geringen Ausnahmen ze gt ber Bau beute sein altes .Konstruktionsmater.al. im besonderen in den äußeren Fachweri»wänden. Hur da, wo das Holzwerk durch Feucht!gke.t unb Ätalldünste zum Verfaulen gefemmen war. wurde es durch neues ersetzte ein ge Langbölzer muh en aus konstruk­tiven Gründen neu e ngebracht werden. Im übrigen wurden Pfosten. Siegel unb Streben, wo es nötig war. ausg> wechsel:, neu beschlagen, gerichtet und ver, mmer: Veunzig Prozent bei alten Eichenholzes Ist im heu.igen Aohbau wieder verwendet!

Auch das vorhandene unb zum Teil noch gut erhaltene Z.cgelinaterial, Biberschwänze, wurde wieder auf da« geschalte Dach aufgelegt. Sogar von den Gcfach.'i. wrlch« nach altherge­brachter Weise mit Fitzgerten und Stlckslecker <Weidenrutengeflochtej und Srrohlehm ausgefüllt waren, konnten ebenfalls einige erhalten werden.

Voch trägt bas Gebäude n.cht fein fertiges schönes ©ewaab, noch fehlen die bekbenben Fenster, Pul.fiächen und Farben. Aber doch drängt cs sich heute schon stolz In die Aethen seiner altehrwürdigen Vachbarn; ein Gebäude, welches Iahre um Iahre uubeachdel dem lang­samen Verfall enfgegent räumte. Und wenn es ihm auch n i reicherer Architckturg'ledcrung fehlt, so darf es sich doch benf de« Haren und kräftigen FachwerAystems und feiner beachllicheu 2lafk mit Aechr neben den besten unserer oberheffischen Fach'verkbaulen. ben Aaihäusern in Al«seld und Schotten und dem Schloß in Gießen, sehen laffen.

Seine ursprüngliche FrorNanlagc mit dem sich au« der Miuelach'e h»rau-Hedendm Giebel- aufbau über der Dachtraufmhöhe, vorer Her­stellung bzw. den Umbau durch schlechte bauten verschandelt, jetzt In symmetrischer Ausbildung wießergewonnen, bestimmt« die Drundrißlösung sür bin neuen Zweck.

Uebei eine breite mittlere Freitreppe wird der Besucher durch einen Dorr au m In ba« Erd­geschoß rintrekn. Dem Dorraum gegenüber wird eine geräumige Podesttvepde eingebaut, erhellt durch ^utes Seitenllcht. Ein Hinterer Au«gang führt m den Hvsrcrum. welcher zwischen zwei ttankierend« bis zur Vachbargrenze reichenden und mit Brandgkbeln abgefchloffenen Flüoel- bauten au-gefpart ist. Aecht« und links schließt sich bet Mittelkorridor In bet Längsachse an die Vorhalle an.

Im Keller befinden hd> mehrere Arrestzellen und ein Wärterraum einerseits des Treppen- zuaangs, andererseits Ist ein Aaum für beschlog- naomtt Sachen, ein Keller für ben Hausmeister, eine Waschküche unb das Kesselhaus mit Koks- raum für die Zentralheizung eingebaut.

Das Erdgeschoß wird da« erste Polizeirevtet nnt allen zugehörigen Aäumen in reichlicher An­zahl aufnehmen. Das erste Obergeschoß soll bas Hauvtpvlizeiamt enthalten mit dem dimmet be« Amtsvorstands, großer Schreibstube, großem Unkrrichtszimmer, einem Arztzimrner und wei­teren zugehörigen und notwendigen Aäurne.

3m zweiten Obergeschoß wird die Kriminal­polizei Unterkunft finden. Ein Aaum für den Erkennungsdienst fand hier ganz befvndere De- achtung Auch h-ec sind die zugehörenden Aäuine vorhanden. Außerdem ist in diefeni Beschoß noch eine Wohnung für einen Hausverwalter ein­gerichtet.

Alle Dirnsträumc sind von den Korridoren aus zugänglich xmb reichlich belichtet, lieber ihren inneren Ausbau wirb später an dielet Stelle Näheres berichtet werden.

Die vor dem Hauptgebäude stehende seit­herige Gendarmeriekaserne wird ebenfalls zu 3tt>eden des Polizelamts arksgebaut und einge­richtet

Daß sich der jetzt zum Abfchluß gekommene Aohbau auch bzgl. der Kosten im Aahrnen de« Voranschlags hallen konnte und größere un- vvrhergc'ehene Fälle nicht ringe tret en sind, bars noch mit besonderer Genugtuung lest gestellt werden!

Aus der Provinzialhauptfiadi.

Gießen, ben Itt. November 1°27

Die Ardeitetmartilage im nördlichen Oberhessen.

Im Bereich« be« Arbeitsamtes für da« nördlich« OberbtHen (Stabt und Kreis Gießen unb die Äreik Alsfeld. Lauterbach unb Schotten» hat sich die Arbeit«marktlage in der Zeit vom 15 Oktober bi« 15. November gegenüber ber Zeit vom 15. September zum 15 Oktober etwasverfchlechtert. Der Aück- gang ist auf bk Beendigung der landwirtfchsst- lichen Arbeiten unb bas durch bie Jahreszeit bedingte Aachlafkn der Bautätigkeit ,urümu» führen Die Lage in ber Industrie tft bisher nicht ungünstiger geworder Seit 14. November ist auch im hiesigen Bezirk bie Arbeiterschaft dec Ztgarreninbustric ausgesperrt Der Iahreszetl entsprechend büritc beim Eintritt von Frost durch weitere Stilleaungen tr Baugewerbe noch mit einem Anwachsen ber Arbeitslosigkeit zu rechnen sein jedoch Wird dann auf ber ankeren Seite durch die Holzfällerarbelten im Wald für einen Teil der Arbeiterschaft neue Arbeitsgelegenheit erschlossen werden Im einzelnen Ist folgenbes zu beraten

Ar eit«l»fe>'ürf»rge.

Gießen-Srabt an» 15 November 124 Hauptunterstützungßemv ä ger. W: Zuschlags­empfänger (1* Oktober 91 bzw 128).

Kreis Gießen; am 15. November 34 Hauptunlerstützungserndfä. ger 3? Zuschlags- «mpfängcr H5 Oktober ! bvr 24

Kreis Alsfeld am 15. Aovembee 40 Hauptunr«rstützungsemp!ä.^er, 104 Zuschlags- empiänger «15 Oktober 1t bzw 13).

Kreis Laut« rbacy am 15. Xopember 38 Hauptunterstützungsemp äi-ger M Zufchtags- ernp'anger 15. Oktober 15 bM> 34).

Kreis Schotten; am 15. November 20 Hauptunterstühungsemp ä .ger. 32 Zuschlags- enwfSager (15 Oktober 8 bzw 8k

Insgesamt am 15 Hooemtee 25c Haupt- unter tützungsemp ä ger 456 ZuschlaGsampfU»H« (15 Oktober 143 bzw 207).

Krisen ürssrge-SmpfLuger.

Gießen-Stadt; am 15. November 60 HauptunterstüyungseTnp ä igtt. 95 ZushlsGs emp'ä 'cer 115 Oktober 32 bzw. 50).

Kreis Gießen an 15. November 10 Hauptunterstützungsemp äi-ger. 19 Zuschlags- empfänger (15 Oktober 10 bzw 24).

Kreiß Alsfeld am 15 November 4 Hauvtunterstützungsernp'ä ger 11 Zukchlags- emptä v.cr «15. Oktober 3 bzw 11)

Kreis Lauterbach am 15- November 1 Hauptunterstützungsemv'ä-ger. Zuschlags­empfänger (15. Oktober 1 by». 4).

Kreis Scholten am 15. November Hauptuaterstützungsemp'änger, Zuschlags emp Lager (15. Oktober bzv.

Insgesamt; am 15 iotxmler 75 Haupt- unkrstützungkemp L ger. 125 ZuschiageemifLager (15. Ottobet 46 bzv 96).

Die Wahl der Ce r t re u« n m6 nei zur Angestelltenverslcheruiig betrifft eine Bekanntmachung Im heutigen Anzeigenteil, auf die mir die Interesicnten besonders Hinweisen.

,e Eine Aeichsporzellanvoch« fin­det vorn morgigen Tage ab statt. D e vor Jahr­zehnten die fogenannte .gute Stube" nur an Sonn- und Feiertagen benutzt worden ist. To führt auch beute nvch manche« Geichirr in Vi­trinen und Schränken e n verborgenes Dasein trotzdem das täglich« «Aefch rr schon an vielen Ecken und Enden ab^estoßen unb nach Form unb Dekor veraltet ist. Da uns aber Porzellan bet allen Mahlzeiten, vom Frühstückst.sch bis |uu: Abendessen, begleitet, ist bt< Idee. bl«f? Mahl zelten durch gutes Parnellan zu täql chen Feier­stunden zu gestalten, ein hohes Kulturz ei. da« vollen Srsolg i'erdimt. Porzellan Ist aber nicht nur unsre schönstes, sondern auch das gesünbestr und Hhgien fchste leramisch« Erzeugnis. Spetsen halten sich am längsten in Porzellm, Baktarim, können sich in Spalten und Aislm nicht eirmisten da die Glasur zu bart ist; etwaige Splitter Unb. Im Degen la tz zu Dlasfpl (lern, sofort sichtbar und können deshalb nicht, w.e auch fplitrtmde Emaille, Entzündungen und KranThe len Hervor­ruf en. Abgestoßene Stellen werden nicht dunkel sondern bleiben weift unb hell. Nur für ein» Mark Porzellan wird In DeutIchiand pro Kvp' der Bevölkerung Im Iahre verbraucht, in anderen Ländern bis zu acht T.iarf, auch das dürst« ber «Erfolg dieser AeichSporzrilanWvch« verbckrgrn

Born Lurngau H«ff«n D D. Uasese gestrig« Mitteilung über Vie Veranstaltung am morgtqfn Sonntag in Gieftm ist dahin zu be- richtlgen daß bie Gau-Dortumerflund« fit Schüler-Tucnwart« und Vorturner nicht am Nach­mittag. sondern am Vormittag in ber Zumhalw des Aealgdmnasiums Wattflnbet. Die tumrri'chrn Hebungen sür das Deutsche Turnfest tn ÄMn Werden am Nachmittag In ber Turnhalle des Turnvereins von 1846 stattfinden

Nundfunlprogramm des Sreefteitet Sentzers (Aus bet .Aadto-Umschau-.)

Sonntag. 20. November.

8.30 dis 9.30 Udr Morgenfeier veranstaltet von bet Evangelischer Bemeinschafl. Gemeind« Franllurt II. 11 bis 11.30: llfb«rtrcgung von Kall«! Sk Öltcmftunte - 1130 bl« 12.30 Heberttagung von Kassel: Ernst« Musik fir Blasinstrumente. 14 30 bis 15.30: Feiet be« Voltsbunde« Deutsche Ärtc,]#gtäb«rfüjorg«. - 16 bis 17 D.e Stunde bet Iugend 17 vis 1s Konzert des HauSorchesters. 18 bis 18J0 Gedanken zur Zell, eine neue Vortragsreihe, veranstaltet von Dr. Hans Flekch. Prvfellor Her­mann Schubotz und Prosessor Fritz Wichert. 18JO bis 19.30: Stunde bei Ahe» - -Ma .Nischen Bav- banbe« für Bolk-blldung: ..Wilhelm Hauff zum 100. Todestag des Dtchtets". Dortrag und Dvr- lessngen aus seinen Dichtungen von Alfred Auer­bach. - 20.30: Konzert I S. Bach.

Montag. 21. November.

15JO bi« 16 llhr. Die Stunde bet Iugend 10.30 bis 17 45 Konzert des Housorchestets Die Oper der Woche - 17.45 bis 18.05 Di« Lesestunbe. 16 *5 bis 19 15:Äombtnarten von Flugzeug unb Eilen bahn im Dienst« des Taw oerfanbH". Dortrag von & Neumann von ber Deutschen Lufthansa 14. - 19.20 bis 194» ..Di« Hmd«nburgmorken neue d«utsche Wvh(- fabrtsbrkfmarkrt?. - 19 45 bis 20J5 lisch« Ltteraturprooen 20.15: Deuten« Tod Drama von Georg Büchner.

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