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Die Ctmgenpeff in der Mongolei.

Dach einer Meldung aus Hharöin wird eine Zunahme der LunAenHest in der hmeren Ttcn> gofei gemeldet. Der Lod tritt gewöhnlich 20 biS 30 Stunden nach Auftreten der ersten Krankheit fnmptome ein. Mehr a ls 1000 Fälle tmn> den bereits sestgestel.lt. Die Kälte und die Wei­gerung der Bewohner, aus Furcht vor An­steckung. die Leichen zu begraben, machen die Äpidemie noch schrecklicher.

Tragödie auf hoher See

Ein aufregendes Drama, daS sich auf hoher See abspielte, wurde nach der Landung des fron* ÄÖfifcben Frachtbooteö ^Beausoleil" zu Libreville in Franzostsch-Acquatorial-Afrika enthüllt. Die Beausoleil" hatte Äavre anfangs September verlassen, und die Fahrt ging glücklich oonftatten, bis an der Elfenbeinküste WestafrikaS dec Ober»

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Dllhschlag ! da Älnereh.

3n Tirana (Albanien^ hat der Bll- in daS Minarett einer Moschee eingeschlagen. Da- Minarett stürzte auf die Wo'chee und ver­schüttete die darin eiitguartierten Soldaten. <31 n Soldat w u rde getötet, mehrere wurden schwer verletzt.

Ein besiiaiischer Racheakt.

»inen gr icnba^te '«Ul übte in PariS nach einem Streite mit ihrer Nachbarin eme Frau aus mdan sie dem kleinen Kinde der Nachbarin in derer Abwesenheit ein Stück Schwamm tief in den Aachen steckte. Als die Aachbarin wieder heimkohrte, sand sie ihr Kind im LobeS kam Pf vor. Blut lieferte aus Mund und Aase. Alle Hilfe der A«wcke. die zuerst an eine Vergiftung glaubten, half nichts. Olach zwei Tagen verschied das Kind unter entsetzlichen Qualen. Grlt die Obduktion ergab die Todesursache.

Den Sohn Im Streit erschlagen.

3n dem Flecken Gülzow. Kreis Tammin (Pommern) erschlug ein /-otelbesitzer mit einem Stufjlbein seinen 22 2ahre allen Sohn, der nach Angaben des Daters im betrunkenen Zustande Miene gemacht hatte, ihn tätlich anzugrcifcn. Der Mann wurde in Haft genommen.

144 Liter wein trinkt jeder Franzose im 3ahr.

Wie auS Paris gemeldet wird, ergab eine statistische Feststellung, dast jeder Franzose Im Durchschnitt 144 Liter Dein im Jahre trinkt. An zweiter Stelle steht Stallen mit 128; dann folgen Oesterreich, Ungarn, "Rumänien und Bul­garien mit je 20 bis 25 Liter, Deutschland mit 7, Dngland mit 4 und an letzter Stelle Skandinavien mit z Liter Dein auf den Kopf der Bevölkerung im Jahre Mit der neuer* dingS vielfach aufgestellten Behauptung von einem übertriebenen AlkoholismuS in Deutsch­land läßt sich diese Statistik kaum in ®infkmg bringen.

Briefkasten der Redaktion.

iRechtsgutachlen sind ohne DerbindlichteU der Schriftleitung.)

wchlar. (Ein solches Institut in Gießen ist un» nicht bekannt

h k in (S. Soweit die Steuerzahlung frist- gerecht erfolgt, wird Ihre Zahlung natürlich von der Finanzkaste nach Ihren Angaben gutgeschneben, vorausgesetzt, daß die oteutrarten zweifelsfrei angegeben sind. Da Ihre Fragen wegen der Sonder- steuer die oerfchicdenften Möglichkeiten berühren, »ft eine Beantwortung hier nicht möglich. Dir emp­fehlen Ihnen, sich deswegen direkt an das Finanzamt

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hxgenieui plötzlich starb. Als das Schrsi den 5>äfen vor <3abon hn französischen Kongo gerade sichtete, erchlen S Llhr morgens der Gehilfe des Kapitäns viöylich an Bord, den "Revolver in der Harck), ging auf den Kavitün zu und erschotz iHv. Der drabllof« Telegraphist, der den Knall hörte, sprang sofort hinzu, und der Aasende feuerte zwei Kugeln auf ihn. so bah er tot über der Leiche des Kapitäns zufammcnbrach. Der Mör­der sprang dann inS Meer und ertrank. Da dieBeausoleil" den Kapitän, den Oberingen.cur. den drahtlosen Telegraphisten unb den Ver­treter des KapitänS verloren hatte, muhte sie in Libreville Zuflucht suchen.

Der gastfreie Laternenanzünder.

Die Behörden der Stadt Bofton sind in die ärgste Verlegenheit verieyt durch eine Komödie, die in der Geschichte derschlechten Scherze' wohl nicht ihresgleichen findet. Am 28. September er hielt der Bostoner Magistrat ein Telegramm von der Moskauer Aegierung. dah sie die Ein­ladung annehme und eine Abordnung zur 300- Iahrfeier der Stadt entsenden werde. Da diese .Feier erst in drei Ilahren stattfindet und noch keine Einladungen erlassen waren, schüttelten die Stadtväter verwundert den Kopf, und dieses Sr- ftaunen wuchs noch, als bald danach von der deutschen unb der dänischen Gesandtschaft Erkun­digungen über die Art der Feier eingczoacn wur­den. Es stellte sich nun heraus, dah Einladungen von einer Stelle ergangen waren, die sich alS Organifatot und Präsident der Dellliga der Städte" bezeichnete Deitere Aachforlchuttgen er­gaben. dah es ein Laternenanzünder nan.enS 211)0n war, von dem diese freundlichen Auffor­derungen zur Teilnahme an dem Fest ausgingen. Ryan hat nicht weniger als 7300 verschiedene Staaten und Städte eingeladen, an dem Bostoner Jubiläum teilzunehmen. Als man ihn deswegen zur Rede stellte, war er darüber sehr verwundert und sagte, er habe alS geborener Bostoner, der sein ganzes Leben in der Stadt verbracht habe, geglaubt, das wohlerworbene Recht zu besitzen, einzuladen, wen er dafür für würdig halte. Die letzten vier Jahre lang hatte er täglich durch­schnittlich vier Einladungen auSgesandt und die Kosten dieser Briese an alle Welt von seinen geringen Einkünften bestritten.Bor zwei Mo­naten." erklärte er voll Stolz,schickte ich eine Einladung an den Bürgermeister von Moskau, und bat ihn, diese Botschaft bis in jede Ecke von Rußland zu verbreiten. Die Tatsache, daß er die Einladung annimmt, ist doch etwas, worüber man sich nur freuen kann."

Autz Dem -lmtsverkü .djguntzsblatt.

Da s Amt»oerkündigungsblatt N r. 7 4 vom 18. Oktober enthalt: Straßensperre.- Falsche Kentenbankscheine. Die di-fübrunc der amtlichen Trichinenschau Die Fleischbeschau- gebühren. Da» Einhalten der Tauben. Die Erofinung de» ordentlichen Lehrgang» an den land­wirtschaftlichen Schulen. Die Erhebung einer all­gemeinen Wert;uwachsfteuer. Dienstnachrichten

Des großen Erfolges wegen bis auf weiteres verlängert

FAUST

Buntes Allerlei.

Jflrff Bismarck Im diplomatische« Dienst.

Der ehemasiae deutschnationale Reichstags- abgevrdnete Fürst Otto von DiSmarck, der Enkel des AltreichSkanz<«rs. ist »um LegationS- sekretär bei der deutschen Gesandtschaft in Stockholm ernannt worden.

Bei einem Jeaerwehralärm verunglückt.

3n Waldsee (Württemberg) fuhr die Motorspritze der Feuerwehr, die zum Löschen ein«'s Drandss alarmiert wurde, beim Ausweichen in der «ngen Straste bei der Kirche auf den Bürgersteig. Dabei wurden zwei 15jährige Schüler »n die Mauer gedrückt. Der eine wurde getötet, 6er andere so schwer verletzt, dast an seinem Auskommen gezweifelt wird.

Schwerer Unfall an der Brenner Bahn.

Beim Ba u der elektrischen Lei­tung für die Brenner Bahn hat sich ein schwe­rer Unfall ereignet Bei der Station Gossensah kamen vier Arbeiter beim Auf stellen eines Ma­stes den Drähten der Starkstromleitung zu nahe. Drei der Unglücklichen wurden sofort getötet, der vierte trug schwere Brandwunden davon.

Bekanntmachung.

Nachtrag

jum Orlabauflolul der Stadt Giehen.

Aus Grund de» Artikel» 16 der Städte orbnung vom 8. Juli 1911 und der Artikel 2 und 8 der Allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 wird auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 16. De> zember 1926 nach Anhören de» Rreiflaus- schusse» nut Genehmigung de» Herrn Mi- nlster» de» Innern vom 22. März 1927 zu ne. M d 1.0976 zum Orlobauslatut für die Stadt Gießen folgender Nachtrag er­lassen: 9507V

Zu Artikel 29 der Allgemeinen Bau­ordnung.

In dem Gebiete, da» von der nordwest­lichen Seite ber Rrantfurter Straße, der Alicensirabe, der Bahnhofstraße, dem Wetz larer Weg und ber Straste Hollerweg um. grenzt ist, bürfen Anlagen ber in § 16 ber Gewerbeorbnung bezeichneten Art, sowie Betriebe, ble burtb starke Geräusche, übel- riechende Lust für die Bewohner lästig werben, nicht errichtet werden

Diese Bestimmung tritt mit ihrer Der össenilichung In Ära ft.

(Dießen, den 13. Oktober 1927.

Der Oberbürgermeister. I D.: Dr. Hamm

Krbeit^vcrqebnnfl»

Für ble (Bemelnbe Staufenberg soll bie Ausführung von etwa 250 Meter Kanal

onzudrehen, erfolgte dte Antwon. daß die Beteoch- Umg ne rege. Als der Beamte nun verfuge, mit fiilfe ferner eteklrifchen lofchenfcxnpe das Atnrn-er xu beleuchten, wurde Hm diese au* der Hand ge­schlagen. Bei dem kurzen Aufleuchten der Campe Ixitte der Beamte den Anqekl gten erkannt. Auf die Aufforderung zum Bettofltn de» Zimmer» leisteten alle Folge, nur der Angeklagte nicht. Die »er wurde " ellnrtzr fvech unb oerlietz da» Zimmer erst, al» ihn bie Wirtin dazu aufforbrrte. Auf der Straße führte er sich dann noch s<-hr tout auf unb wurde auf die lLrmahnunaen des Beamten, nchig zu sein, gegen diesen beleidigend. Der Anaeklngre war nur teil- weife geständig. Da» Urteil lautete auf Geld­strafen von ineaesamt 50 Mark, hilf», weise für je 6 Mark emen Tag Lrfatzfeecheitsstrase Auch muß der Angeklagte die Mafien trogen.

(L4n Arbeiter au» Krofdorf stitz wegen Dieb­stahl» auf der Anklagebank. Ihm wurde zur Last gelegt, In einer Wirtschaft und Metzgerri in Kros- darf, in der er öfter aushllfseoriie tätig war, sich mehrere Dürfte, Firisch und Fett angerignet zu haben. In der veryatchtung bestritt ber Ange Nagte den TMrftaljf. Er will vielmehr lediglich nicht mehr genießbare« Flrisch und mehrere beim Kochen voll- fommen geotatzte Würste mitgenommen haben, bie (di Hunbefutter Verwendung finden sollten. Die Mitnahme von Abfällen fei ihm ertaubt worden. Durch die Zeugenauosogen sah do» Gericht den An­geklagten jedoch al» überführt an unb erkannte wegen de» geringen Wertes der gestohlenen Sachen auf 15 Mark Geldstrafe, hilisweiie drei Tage

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Die am Landwehrgraben tm Neustäbter Fclb zwischen dem Hohleichweg unb ber unteren Brücke lagernde Gradenerbc, etwa 250 ftubltmetcr, soll zusammen ober in gewünschten Teilmengen verkauft werden.

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GieHen, ben 16. Oktober 1927. 6tabtbauamt: B raubach.