Ausgabe 
19.5.1927
 
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Nr. U6 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefien)

Donnerstag, 19. Mai 1927

Hrbeitsqerid)tsbet)örben in Hessen.

$tr frHtUmtmttfr und der Simflrt Ktr Hrhett er* Linscholt DeroMentfdxn r nt B<fonrrtmcd)uee Über M«arri*tuegoenerbtHte»ri4!t. brbdrbcn im Bolfsfläät h«H rn. Dana* «erden m ollen Praoinzm de» Vanbr* Hrbeit»- wndew rmebUL unb zwar in der frowm Ober, brüt* m lolgfnNn Orten

3b «Zriebberg für tut amtMeridxebfyrf« Bob-tRaubclm Buybad) Arlrvbera ar5 bdbri.

In (Bietzen für bri ami»om**rvrfe (Bie*#n. (Brunbeta. Üaabach unb Sch.

3n E o u f e r be d) für bri tbntwn*t»i «liefe Älrfelb friibftrin. ffomiwre. 8ai*r*o* 6*1 «r mb

3e 1 ibba für bi«mieacn*«ebryrt« Lien tue: Bübingen. Aungrn fibda Orten berg and Gchmirn

Bei federn Arbeit*grn*i axrbei eine Hammer ttt 6<rth1flt<t!en der Arbeiter, nne Horremtr *ur 3trrt:tgfnw- der JngritrLien und ein« flammer Hfar hf otreirigfriim be« nanbrnft'» thonbmerfe. NfW» gch" xt

Bei hem emi*aen*t Rrtrbberg werden eine weitere Hammer löt Streitet et tm bet Arbeiter unb etne weiter, Hammer Htt Btreingfdtei der In- geiteüier mH dem Sitz in Bob-Voubeim Qfbrtbef tHefen Hammern lallen bk Streihgfeiten her Ar­beiter nb bet Angefrillri: au« dem Amtsgericht» bezirk 'Hab-'.9ai*rtm geteilt werben

Bei berr Amt«-,richt Lauterbach werben ein« eitere Hammer für 6trelngfeiten bet Arbeitet und eine weitere Hammer fflr streitigfmtm der Anoe- ftenirr mit dem Sitz in Al»«rib gebttbet Diesen Horrnnem «ollen die vtremakei'e-, der Arbeiter -.mb der ünarHeflim au« den ksintsgerlchi «bezirken Wie- fr* unb Domberg zugeteilt toerbei

Bet den Arbeit «gen dH en Oiffcen unb Lauter doch werben 'ribdonblgr *eid)äh»|trUm ringeridHrt Bei den übrigen Art-eitsgerichien mb den Hammern be« Hrbe*t«gertAl, ^riebberg mit dem Sitz In Bad- Wau beim ift die <*kr1dH«((br*fberri bet am Ort be- ftnbllchen Amtsgericht» zugleich tBeichälfssiell« tm Bhme V« Hrtrifto« ndrtegekbeK die näheren An- erbnungen über die Blohnribmuna der Obhegen- heften der (BrfdjähsftcD« trifft der bienftauriuhtfüb- renbe WidMrr de, WrnttgeridM« nach Wnboning de« Orte tätigen Boritbmben br« Arbeit«aericht«

Die Tifn<iauW*t über bk Arbeitegrrichte unb die Hammern mit fmidyr Abgrenzung in Al »fett» und Bab-Bauhehn wirb durch den bienitauifld»*- fQbrc ! >n Hl «hier de« am Orte begehenden Amt». geeicht? unb durch den diesem übergeordneten Land- teil*t*pri harnten au «geübt

Tim Bolfeffoot Dellen besteht ein Lande«- arbeit«gericht ba« bei dem Landgericht der tko:?hri 5tarfenbur i m Darm!labt errichtet wird Bei dem i'anbeearbeifegerubt wird nur eine Hammer gebildet Da» Lande »arbeit «gencht untersteht der Dtenitoutfidg be» Briinbentm de« Landgericht« der Provinz Starkenburg

Bei ledern Arbeit «geeicht unb Lonbesorbest». oerlcht wirt» ein Vrisitzeraueichutz mit je drei Bei- Ogern der flrtiedgeber unb Arbeitnehmer gebttbet Tie Wadi erfolgt imler der Leitung de« Borflfienben n er frtwlh

Hein SiimmtettK darf mehr al« drei Warnen ent­halten Die drei Beisitzer welche die meisten Stim­men erhalten sind oewähst. Bei Stimmengleichheit entscheidet da« So«.

Die Borichriiien der Belanntmad>ung treten. Io- weit sie norberelterrbe Wahm*men betreflm, mit dem läge der Berfünbung, tm übrigen mit dem In 6 121 Satz 1 be« Arbeit«geritht»grietze« bestimm­ten 3eitpunfte In straft.

Verband der höheren Vermessunys- beamten, Landesverein Hessen.

Am 14. und 15 b. TH bleit der Verband der höheren Jermessungsbeamten gellend leine btedjabrioe Hauptver- fa ra m 1 u n g tu TXarmflaN ob. Die Ikriammlung war m Anbetracht der wichtigen Tagesordnung Aachbarfünder Prrutzen Vahern unb Baben batten Vertreter entsandt

Am öam«tl>gna*in:ttoa landen in der Tech, ml4). - choch'ch--te >n< nn'chofl'. cki« Nvrrr.i^-

Millionär ohne Geld.

Der Roman einer Ekffr Bon (L Btziliptzs.

Copyright bg August Echeri G mbH. Berlin

10 .ivrtletzung Wachdruck verboten

Lis Schiv'NH und rin Benny unb mein .^m- mer ist bi« nächsten Sam »tag bejatjlt."

Sie kknen.n auf ba» Sach eine« Ommbufle», brr über den Strand na* Westen fuhr lieber ihnen blaute der fumbefäte na»Himmel und bie

Lust mar mild unb weich öle unb ba brana non den Bt-imenitanben lang» der Gehsteige eint Selle von Dult zu ihnen herauf. Sie fuhren an einem hell er­leuchteten 'JnjruerrOaurant norüber, in dem elegante Borchen (robgrftimmi speisten.

Trance« poiftr ihren Begleiter piotzh* beim Arm. Ihr (llelstht wurde bart. Sober mag e« mehl kommen, dog diese Leute solchinlxtrüfrk» Doktn gen.ehen but en?1 fragte sie last wild

Dieter ttu«t>ru* frappierte ihn Er biickle sie fvnchend an. ^Ich vermute. d,e grauen Hoden die richtigen Männer geheiratet unb bie Männer Hoden ihre Ikiter weite qem bit. Ist da« Leden nicht eine Lotten«?

Schimmer rio eine Lotten« ein ungerechte» Aourbfpul! Schauen Sie mich an!

er nickte mil Kennermiene. Ich tue e« gern. Ich glaube, es gibt keine nrau hier m dreien Lo­kalen. deren flnbl rf angenehmer km könnte."

Auch da» Womphment rührte ft« nt*t <I» lihten fie nur noch m.-hr V-i erbittern ..Sie sind ainurd' TL.ne Steider sind vriiogetauft und «chödig. meine Schih« hätzlich. 5* verdiene ni*t genug, um hüb ich au«jufebrn. unb hob« doch mein gunw» Leden lang unverdrossen gearbeitet. Unb :d> bin immer brav gewesen. Stellen S,e sich nun vor. Hatz man immer unb immer nur über den 3aun m die Seit be« Ueberflufie» hinemguden fall!"

Man kann nie wissen, e* geidxhen oft fei Kam« Dmaef .. .

ok lächelte ihn trübselig an.Um etwas beneide ich o«e: Sie können all den L".'xu» jehen unb schei­nen nie Neid zu fühlen. Und doch vermut« ich doh e» Ihnen rinmal besser gelingen ift nicht?

Heft Betwiri'ungfMt Dlstz de-andelte n rin- gehenden QUiftuhrungm die .Xriangulatlrm in der zwe ie TmlraoenN Bem« timgfrai Des* Ipro* übet das .He l ich« unb dopet ' t-/ abtnarfungoarfet" Mb« Botrraaend« erntet«i Hix *rt irileii«*ahli* hei durchdachten Aus ührungtn '.ebtzasten Beifall

Am Semntügovtmihag sand unter dem Bor« s* des etabtpermriluÄeerat« Schadt aus

Rodt d.e grfchä'tssudrende Hauptveriammlung Wett, der anher dem Direktor des Landesoer- neflangsamie» Dr 3na Müller auch der Borlchende bei Aetchsdundes der hdheren Ae- amten Landesoere'.n cheflen ObetHabtenbirtltot

t e b 0 r i und der SchrMNchrer des norge- ."iannten Zktbanbe# Studien rat Monte, an- s-obntm 11 a wurden nachtzehende *nrf*!te- hangen ein | i m i g angenommen

.Der Verband der hohe r«n Dermeilung** beamtet Landes verein Serien hat auf seiner b'.Hjähnger. -auptverfarnmlung bie am 14. und 15 TRoi o 3 n Darmflabt ftatrionb unb auch »ah'.reich non hbheren Tkrmeflung*beamten der Aachbarländer desuchi war nach . nem Bortrog des Ikrmeflunflirate Des* über das beslKche und bahrt<*e Abmarkungsgeseti da« Aach- Hebende e i n ft t m m t a bef*!e|1n. D e hef'i'chen und autzerhe'l.'chen hdheren Jkrmd*ung*beam:en nehmen mti grdfitem Bedauern Kenntnis von dem

Zugendliche Zeugen ii

Bon Jroleslor Dr. phiL et

3ni aUgcmetncn eilt bi« PraD« der Theorie rot- aus bi« unmittelbaren Anforderungen be» Leden» verfangen dl« Lösung von Su,gaben, lange bevor sich die Reflepon ihnen zu wendet. Bisroetkn gc- idjiebt aber auch bac Umgekehrte wissenschaftliche i3or1*ung führt zu Urgebniffen. bie berufen sind, der yro(i» neue W«|i*tfpunlie zu liefern unb sie entscheidend zu beemflullen Man lotit« meinen, dos, in diesem izall« die Praxi» bie misiensidasllichen Anregungen begrubt und willig aunlmmt. bie Er­fahrung zeigt indessen b<i* (Regenteil bie Prori» geht ihren (Die sie meint, bewährtem Srp nxiter. al» ob die Wissenschaft nie gesprochen hätte und c» bauert lange, ehe sie neue «fledonken ouszunehmen unb ihnen gemäsz tu bandeln bereit ist. (Berobe aus dem Gebiete der Rechtspflege h<gegnen wir Bet- Iptrien für diese» Verholten nicht leiten; wie schmie­rig ist es hier, pinchofogtschen Erwägungen (Jingonq zu verschossen! ein besonder» beutlidw» unb zugleich dunkele» Hapitel bilden die Sittlichkeiteproz. I'e in denen «« sich um tatsächlich« od«r o«nnrinrti*e Mn- griffe aus jugendlich« Individuen hnnbdt, hier irelen die (Gefahren «in«» 'IRanael» un r'in-finlouilcher Schulung unb Henntni« besonder» kratz hervor.

(Befahren ergeben sich hier nach zwei Richtun- gen al» wirklich« oder angeblich« Täler kommen in erster Linie Personen in Betracht, bi« beruf»- mätzig mit der Jugend zu tun haben, also vor allem Lehrer und (frzkher; dies« find auch am ehesten Verdächtigungen non Seilen der Sinder au-gesetzt. Im allgemeinen handelt e« sich habet um vorher unbescholtene Mensrhen. bie durch bie Verdächtigung schwer gefährdet unb in ihrer Ertstenz bedroht find. Mit Recht empfindet die öffentliche Meinung laten al« besonder» verwerflich wenn da« Objekt der Tat Sinder sind unb der Täter eine Person ist. deren Obhut da« Sind annertraut ist. Aus der anderen Seite sind aber die Sinder leibst durch die mit der Vernehmung und Verhandlung zusammen­hängenden Aufregungen, durch die immer erneute Wnlenfung auf den Tatbestand Schädigungen au»- gefetzt die oft weit schwerer wiegen, al» die in Rede stehende Tat selblt

Die Su'gabe brr Untersuchung tft: Wahr­heitsfindung. Besteht auf der einen Seite bie '.'lotwenbigfeit. gegen den wirklichen Täter mit der ganzen Schwere des (Hesetzes vorzugehen, so mutz auf der anderen Seit# der zu Unrecht Velchuldigte geschützt und die llnbaltbarfeit der Berbathiigung nadhirmulen werden ?ln dieser Strih ift bie Psychologie imstande, wichtige Buffehluste zu neben sie will vor allem die Wahrheitsfin. düng unter st ätzen.

Jugendliche Individuen bilden den (Heoenftanb der Tat. und auf ihre Auslage wirb sich oliv bas

..Viel bester! Ich weitz aber nicht, ob ich bomals glücklicher war/

Er batte ihre hanb erfatzt. Sie verzog ein wenig das (Besicht . Jetzt werben Sie sicher wieder Unsinn reden"

.Lch mochte Ihnen >agen. datz Sri ba« liebste Madel auf der ganzen Weit find. wenn ba« ein Unsinn ist "

Bsitz fihlief gut in dreier Rächt (Fr halte am nächsten Blrrgen kaum rin Arübsiuck beendet, al» er einen Bnr ertnelt, der Arance«* chandichrift trag. iSr ntz ihn auf und la« Mein llhef sucht einen Priootchautfeiir ich habe eben di< Innonce £,< 'chneben. S» ift mir nicht angenehm, datz gerade eri bie<e Stelle onnrbmen ollen, aber Ihre rif 6*tl- imge halten ichsietzl ch nicht ew'ä vor nidyt wahr^ Der Rome meine- Che*» Ht Momog:>e. sein Bureau tehnbet sich Rorfoik'trotze 17. Vielleicht sprechen 5k einmal mit ihm.

Bereit» um zedn Uhr be'and sich Blitz an Ort unb Stelle. Im Vorzimmer traf er einen frech drein chai.-ende" Iinaen Mr. Montaaue ih momentan betchasiis!' erNärt« be».Sie Hetzen Sie unb wo» wollen Sie**

Blitz schrieb leinen Ramen auf di« Rückseite einer Harte und wartet« Das .simrner war irrt Theater zetteln unb Iheaternonzen behängt Bus einigen der- eiben*L?n er. datz bi« Zinna IRontogue & »Kib- bert nne Theaterogenujt war.

Plötzlich ging bi« Tür av<. Si« können ein- treten. |una<r Mann! sagte der fredx Hnirp» in gnädigem Tone

Bsitz stand gleich baraut vor feinem fünf.gen Brotherrn und stellt, zu feiner Unzufriedenheit fest, datz irronci» mit eirci ofenen Notizbuch ihr. argen- äberfotz. Momague Hoti« «n stark gerctete» «e- fidH. schwarz«- riacr und eben<old)t nogenbrauen. (fr war nach revrfter Mode und nicht ohne (Be- chmack gffkibet

.Flso. da» ist der |ung< Sann, w«4* 'ragte er herabtafle nb.

Zrancrs mckt« Blitz yi. JJa. ff» rfl ber »neur*. von dem ich sprach

Stontogue lache!:« unb zeigte habet fein« weihen Zähne .eine Empfehlung von Jräukir. (f'^ptan tft mir sehr niet wen Ich werde &e zunächst ou* Prob«

Antrag der Deurichen Befitpa rtri tm ^c4ffl*en Landtag < Antrag CBrii unb *m.) 6kgm A»t- Hebung des Abn-.^r. ungsgesehes 6:« eroitdrn m der C-Barfung unb m bem Best ehe« dieses >De- '«tzes ken grvtzten Jrrrichnit kür die lBehchnn^ der TZerme^-ngswerfe und bw Sicherung des Grundeigentums und Hirten Iveovhi fÄrntlidri Parteien des Landtags als a-ach dos (Be<a-.t- mtntftrr um um Ablehnung des oarertvähnrim Ankross

p« aw 14 unb 15 Hai d 3. in Darms ad! tonende Baupfpertamm:ung des T^erda- des der ddherci- D<rm<fluungs.samten tritt wtederdfü einstimmig für ein« Zusammenfassung des g«»zen h^'ilchen Bermel'ungstaefens unter einem THint1ter.ua und für bie Aufhebung des Landesvermessungsamtes der c nz.gen in fetten noch heftehenden Mittel- tehdrde etn 6<e begrübt datz der Hinanzous- 'chutz des chrfl.'chen Landtags neuerdings e nen Antrag n gleichem Cimw angenommen hat und gibt der Hoffnung Ausdruck, datz der Landtag dielen Antrag zum Brichiutz erhebt. Sri fordert licht die Bildung einer btonberen Abteilung kür Bermellungswelen sie erachtet es aber als un- erlähL*. datz das Derrnestungswe'en unter Bll- huna emer besonderen Benneflunflbarubbe mit leldständ gem lachmännifchen A«|era: dem ivstän- digen Minister'chdtrekkor jnmftt«lbar unterstellt wird'

$ittlid)feitspro5ejjen.

ed Erich Stern. (Bietzen

Verfahren unb bas Urteil un wesenlltchen stutzen müssen baneben kommen Jugendliche noch ol> Seh- unb >)orzeugen in Zroge. losern bie infriminierte rianbiung in Gegenwart anderer Individuen ge- '(hob 2 u s die Zuverlässigkeit der Aus­lage der iugendlichen Leugen wird also alles ontommen. unb ihre Beurteilung gebärt daher zu den wichtiasten voraussetzunaeii der Wahrheitsfindung Und hier setzt di« Arbeit der Psnchologi« «in bie von drei Seifen her an eine Lösung be« Problem» Herangehen mutz von der all­gemeinen Ausiaqeplocholoqie. non der Iugenbpsq- chologi« unb von der Sexualpsnchoiogie her

Die allgemeine Aussage ptycholo., >e hat gezeigt, datz |ebe Aussage norbditta unb kritisch zu bewerten ift, bah sich Irrtümer unb folgenschwere lauldjungen selbst da einschletchen. WO ber B'iUe zur Sabrbeu besteht wo ber Ausfagend« ein reifer, lerantwoitungsbewutzler Mensch ist Je langer da» in .Rebe stehend« Lreigm» junufliegt. um so mehr labt un» bie Erinnerung tm Stich, um 'o mehr Lucken bestehen, d'e leicht ungewollt, ungewutzt au*- gefüllt werden unb so zu Täuschungen tnhren. Dabei folgen wir bei biejer Ergänzung leicht Gerüchten unb Aeutzerunaen, bie oervreilet werden Biele der Dinge, über m.» wir auslagen sollen, liegen schon im Augenblick be« Geschehen» an ber Peripherie be» Bewusstsein», we.den überhaupt nicht klar er« Iaht, und gerat», hier bewährt jidi bie nachträg­lich« Ergänzung, bei der wir allo o u gg « ft i on « n unterliegen SuggrfHo wirkt leicht ba» Berhor wirkt die Fragestellung der Verstörenden, die dem Ber- härten leicht ein. zewisfe Antwort nahelegi

Diese 6uggepib*.(lt8t ift beim I u - grndlichen ncch erheblich gc st eigen, unb zwar um jo mehr. |e jünner ba» Individuum ist, (le ist besonder» stark auch In den Anfängen Ler Pubertät: gerade in dieser Epoche neigt ber Mensch zu einer Umdeutung seiner Erlebnisse in der Bich- tung der Vorstellung«- unb Gesühlekomplese. d>e ihn vorwiegend beschostigen unb ousfüUen. Der Jugendliche wendet sich dem eigenen Ich zu. er spinnt sich in seine Phantasien rin, neigt aber dazu, si, zu obieftioieren. BUinldwebdbe werden leicht al» solch« verkannt und al« Erinnerungen an früher Geschehene» gebeutet; e» besteht bie Möglichkeit einer nachträglichen Vronflerung unb Sezualisie rung von (Erinnerungen »anNunpen. bie Jahre zu- rückiiegen. werden nunmehr au« einer Beschä'tiguno mit IryueUen Dingen heran« nachträglich sexuell um- gebeutet. Si*tig ist die Beriicksicht.gi'n^ der Ber- idiloflenbeit in den ersten Pubertät»iahlen sie ist der Grund dafür, datz tue Umgebung den v5i>n- fing oft vollkommen falsch beurteilt, datz er in den m ibesten Sexualphoniasie" irfunr' ^n ! um, v

engagieren Sie sollen in mir einen guten Herrn haben und Ihr ctzehal, wird reickflich «ein.

bekommen drei Pnind die Bloche, aber ci« müssen mir stet» Rechnung ablegen, riter ist meine Harte! («Wj.n Sri damit in die Garage von Ellnnan m der Endevstratze. bringen Sie den Wogen in Dro- rr.mg und seien Sie punkt rin Uhr hier Sri werden mich zuni Lunch fahren unb bann auf mich warten.

Bsitz trat feine Stelle mit Widerwillen an. (fr hatte gleich mi Anfang etn« Feststellung machen müssen, bri ferne Selbstbeherrschung zu eridjütiern drohte Mr Moniagu«. viellrickfl uberfäthgt von den derberen Beizen seiner sonstigen Domenbefanntld^f ten. bewarb sich ganz offenbar um die Gunst feiner niedstchen Maschinen<d»reiberin

An einem seiner freien Abende sprach Bsitz etn. dringlich mti firance». .Hl« ich mir heute früh 'eine Auftrage hoste. hrirrte er. hat der Herl versucht. Ihr, >X3rtb yi ergre, en Ich bin der Meinung, datz wir beide fündigen srtsten '

Do« Hingt 'ehr ein^ch. mm. .reunb, ab.r leibirr bewerbe sich Dutzende von Mädchen um leben Posten der rmen halb weg« ernähren kann, und Sir haben ya Sehnstche» fetter erfahren.

,0ann bleibe -ch eben stellungslos Aber * kann t» nicht ort an«eben, nne Ihnen dieser Bout vor meinen Augen nachsteüt Äo» bat er heut« mm einem Ausflug -m Sonntag geithwotzrt

^A* er versuch' mich leben Sonniaa zu einem Ausflug noch Bnahton «inzntaben. feit ich bei ihm bin

Brighton iha' Sie können ya mit ihm lehren njr zweifle ich datz Sie an» Litt kommen, wenn ich choirifrire'. Sollen wir in ein Hin» gehen»

Sie schüttelte den Hop*. . Sri fönnen es sich nich! IcHten unb ich auch nicht Setzen wir uns lieber in den Bort!

Sie landen ein geschützt" Tünchen. Obzwar es setz, Enb< Mai war hatte sich da» Sester wieder ge- aodert und c» webte ein kalter Lind. Blitz blickt« aus Uranres' aboertogene Kleiber unb aus ihr müde» Aesichi unb mutzte einen Augenblick an bi< ausge- donnerten Ibe-atcrbcmen denken, bri er mit seinen Austnerk'am leiten überidnrtiri haste Der (Begemafl war ast lächerlich. Und dennoch, der innige Drurf ihrer fyanb löst« de Srfühi bei ihm aus. da» sützer war oi- all«», was er je empfunden.

rrnb er een allen als vollkommen unseillend un> !eu»ch betrachi«! »ir? MN sich Spannungen und e rrrgunfefi in *.bm anbaut<r wo* denen ber Nutzen- st hende feine Ahnunc Hot

Damit ist bereits :ie S«zualgf,*ologte berührt Datz Ne stbrt>»ng und Tonung ber Be- iirhvngen zwi'chen Erzieher unb ^oaliUg nicht fuN- »ochlich 'et tewbem von ^uneigunq beireit werbe hat man immer wieder e«erben unb jeder wahr- haft protze Erzieher hat diese Joiberueg verWtrkstcht Datz sich in ? rie Zuneißun« leicht ein iepieHn Un- tenon rir'(tw< :d! n»rd zugegeben werden müllen . nd ebenio Nah dirfe OM ihr besonders nobesiegt m einer Jett, tn der bie Irenbe am eigenen Hör per unb Ni» Verfangen noch (Benutz be» Körpers neu erwacht iit. in der auch dos Sepuelle eine per- ändertr B uhttung erfähn imb von jahrhunberke. langer Mißachtung befreit w td Leicht »rängt h* auf sowohl auf Seiten de» Jugendlichen wie be» Erziehe:. ahne .ra»gesprod»en wollüstige Absicht und rregung b'e aber vom Lögstng bi»metlen tn bet Erinnerung empfunden wtra bann erfährt bie ganze 5zene leicht eine llmbrutung. besonder» bann wenn bie L ede in riatz umfdMäat unb b es kommt gerade heim Iiigendlnhen nicht festen vor Dabei mutz e» durchau» -ich! in feiner Absicht liegen dem Er- lieber .sieden pi wollen, ober er fühlt sich eben al» Verführter

Diese Momente nun leaen ein« b«s»nder« oorl l*ti gt unb kritische Beurteilung ber Aussagen jugendlicher Leugen in S«xu alprotessen nahe, ohne rin« solck>c wird cs leicht ui ^«blurteilen kommen Die (Besahr fal­scher Anschuldigung unb Verdächtigung ist grotz. aber man darf doch nicht schltrtzen datz alle AnNogen 'rirdächtiaungen Unfdpilb'.ger sind -exuelle De- stkt« an Kindern kommen ,weisellos vor. und zwar iicher häuhfler als Anzetae erftattet wird aber da» Recht oerfanat datz die Äalfbarfrit ober Unhaltbar- feil der Beschuldigung in jedem einzelnen golle ge- prüft wird ehe inan den Angeklagten verurteilt und zu dieser Prüfung gehört al» wichtigste Vor- au»,chung auch die Begutachtung der | u g e n bl I d)« n Zeugen.

Kein Zweifel, batz eint solche uneriatzltch ist Zunächst gilt es. den Be ar i H der -jugend­lichen Zeugen möglichst eindeutig scstzulegssn. bis untere toreny bet Zeugnl»fähiak«st liegt bei der Sd) u 11 «1 f e ; junget« flmber sind überhaupt nicht als Zeugen, lonbero nur informatorisch unb unter Dinzuziehung einer hnbtrp|g*ologif* unb päbago- gisch geschulten Persönlichkeit zu vcinehmen wobei ein ausführlicher Belicht unter Beifügung eines Ui- teils I.ber b<< ifllaubwurdlakeit des Kindes anzu- fertigen ift. Die del der Vernehmung Beledigten fallen dann jui ffouptotrhanblunfl wieder geloben werden. Die obere Grenze liegt beim Eintritt bei (Fibe*munbigfeit. nonnalfTmeile alle beim 16. Lebensjahr, em ,rittpuntl. der sich bei mangeln der flefse nach oben verschieb«. Als Sstchzeit für die peltftcUung der Schnsteife unb ber Eide»mim- digkeit soll bri Zeit der Tot gelten.

Da die Häufung der Be rnebmu naen h e | o n b e r e (befahren Hat so ist ihrs Zähl so weit ii>ii* angängig einzuschranken, vor allem ist bie Vernehmung durch «in psychologisch nicht out- reiche? d geschulte- Pustzetpersonal zu vermriden und ich Mäglfchkell 'aqleich einem Jugendrichter tu übertragen Häufen sich Die Vernehmimgen. so steht belurdjten, datz bri ganze Angelegenheit bem Jugendlichen immer mehr elngerrägt, aeradezu eingrhärrmert mftalt aus seinem Bewutzlsrin ent­fernt uw datz dadurch cihclUcher Schaden grftiflri wird: zugleich aber zeigt die Beobachtung, wie dl« immer erneuten Vernehmungen anstatt den Tatbe­stand zu klären, eher ureigne! sind. Ihn zu ver­wischen: dem Jugendstilen werben Anichauunaen suggeriert, ba» allgemeine (Berede, die Berbädjti- aunaen. die Befürchtungen der Eltern usw. tun do» ihre, und da 'lind macht Angaben, d>, klarer zu werden unb allmählich auftauchende (Erinnerungen wieder zugeben scheinen, die aber in Lohrheit über» au» häufig nicht» anher«» borftelrin al» die ^ruchl von Suggestion.n

Die i ran» wehrt sich frit» gegen ba» (finbifiiucii neuer Instanzen in ihr«n Tätigkeitskreis Ein« Be­gutachtung auf den (seifte» zustand unb die Zu rech- nungsfahigfett wirb ber Jurist zu geben, ost freilich auch diese schon schweren Herzen«: aber brir, wo e» sich um tugenblidx .riugen unb uni offensichtlich

Äf» ist eine sricome Seit! sagte er plotzltch.

Eine grausame Lest' seickzte sic. ..Alle» isto hoffnungslos. Ich bin nach London gekommen, um rttnes jr meine Schwestern zu tun, unb es ist nicht möglich'^

..Erzählen Sie mir von Ihren Schwestern, bat er. ..Sie Haden noch nie von ihnen gesprochev

Ihre Augen blickten feucht.Ich kann nicht oiri von ihnen < ryibkn. E» ift so traurig Ais mein« Mutter hart), hatten »fr all« drei zulommen rin Pfund die Btadp. Ruth, de« jüngst«, hatte «in, wun­dervoll« Stimm«, >'b«r wir formen sie nicht ausbilden tasten Sri sing? monchcnol in flonzerien unb gibt ctunben unb t*rbi«nt damit ein bttzchen (Bild. Elsie ift sehr ur: und kann gar nichts tun. Zuerst haben uxr penudtt. - ' ienzubiriben aber ich konnte daheim so n>m.g Iriften. datz ich lieber jortgtgangen bm Ich wollt, für fri aibeiten unb sparen, aber e» ift mir n.d>! gelungen. Manchmal meine ich, datz es eine Torheit war, Herrn Master» zu vertusten

.Da» dürfen Sri wW gtaubrn' Er ift ja ein sehr netter Mensch, aber fein Mann für Sri'

Sri locht, bi Mir. Mochten es, mir mell« äst saue- mas für einen Monn ich m r auriuchen soll r *'* ' ch dm auch ber.

den c*e einer, Tage» bekommen werden!

Sri schwieg. Der Sind schien rföstlich nachge- lasten zu haben. Die Blumen bohrten starker. Der cm der Strotze oerian* om leüe» i'ächrin um- p-dtf :hre" ir »urigen M'und ..Sa» für ein Opti­mist Ö«e sind'

Durchaus nicht' Bddflte» Jahr um diese Zett sind wir verheiratet und mntkn olles Mögliche ^flr £<me 6d)rr itern Tun können. Sorte nur, Lribtms'

Si« zückt« mu:e dii AchtelnJa, mir wird wohl mcht» andere» übrigbleiben als zu warten, wri oll di, anderen dummen Mädchen. und ba» Lebrn n m,r vor über gehen zu lafler-

Hl» sie einander Lebewohl sagten, brach France» ehr Varc 3 5 ll'ch^c aen. Herr Bl,tz* bcoann sie.

..Ernst oerbefierte er.

..Also. Ernst' Ich habe Herrn Man: 2 u« v,r sprachen, mit ihm 7-ochsten Srnmiog ehre Lotoportie zu machen.

Er stand wie vor den Hops grfchtagen unb blieb (Fortsetzung felgt)