vr. 42 viertes vlatt
Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen)
Samstag, 19. Februar 1921
Wirtschaft.
Die Ein'gung im Slahlkartell.
Die Befürchtungen, bah durch die Derände» nrngen auf dem Stahlmarkt und die damit ver- burwene einseitige Benachteiligung Deutschlands das Weiteroestcyen beS mit so Meier Mühe im vergangenen Jahre zustande gekommenen Stahl- kanells gefährdet werden könnte, haben sich^ wie die letzten Verhandlungen in Luxemburg gezeigt haben, nicht bewahrheitet. 3m Gegenteil, man n.uß sagen, daß diese letzte Tagung erneut gezeigt hat. dah man den cingeschlagenen Weg friedlicher Beilegung aussteigender Differenzen auch hier beibehalten und dah so das Stahb- kar.ell feine Feuerprobe glänzend bestanden hat. Immerhin ist eS interessant, zu erfahren, dah Deutschland biS jetzt schon 2.5 Millionen Dollar in die Kartellkasse als »Strafgelder für lieber» Produktion" hat zahlen muffen. Die außerordent- lich gute Entwicklung de- deutschen StahlmarkteS L L« geführt, dah Deutschland nicht unerheblich über feine Quote produzieren muhte, um den Ansprüchen besonders des Jnnenmarktes gerecht werden zu können. 3m Gegensatz hierzu bat sich die Lage auf dem französischen Markt sehr verschlechtert. Diese Entwicklung konnte beim Abschluß deS Kartellvertrag?- niemand voraus» sehen. Damals war die französisch: Stahlindu- ftrie bi- an die Grenz? ihrer Leistungsfähigkeit beschäfrigt, da fle im Zeichen der Frankeninflation den Weltmarktpreis erheblich unterbieten konnte. Die Deflation der französischen Währung brachte aber dann den großen Umschwung, und heute ist da- Geschäft besonder- aus dem fron- zösischen 3nnenmar!t fast völlig tot. Es wäre nun ungerecht, Deutschland für diese Entwicklung verantwortlich zu machen. Eine Einigung ist vielmehr auf der Basis erfolgt, das, Deutschland sich zu» nächst vom AuSlandgeschäft fernhält und aus- schliehlich seinen Binnenmarkt versorgt, der im Moment sehr aufnahmefähig ist. Frankreich kann so — ohne die sonst sehr spürbar: deutsche Kon- »urrenz — den Weltmarkt int:nsiver bearbeiten.
Kompensation für dieses Entgegenkommen feilen dann die Slrafsätze für eine eventuell: llcbcrproduktlcn für Deutschland ermäßigt werben. 3nleressant in diesem Zusammenhang ist ferner, dah der Eintritt der tschechoslowakischen und der österrcichisch-n Stahlindustrie in die internationale B hstc?h'g?m:inschaft nun endgültig unb formell vollzogen ist. Beide Länder haben zusammen alS Quo e 2.1 Millionen Tonnen erhalten. die sie nach einem bestimmten Schlüssel unter sich verteilen. Ferner sind jeht auch Rumänien und 3ugoslawien um die Aufnahme in daS Kartell nachgekommen. Sie fordern eine Quote von zusammen einer halben Million Tonnen. Auf dieser Basis dürfte es sicherlich in Küne zu einem formellen Eintritt auch dieser Stahlindustrien in die Gemeinschaft kommen.
DaS Kartell hat hiermit eine neue Stärkung erfahren. ES zeigt sich eben immer mehr, dah bic friedliche Beilegung wirtschaftlicher Streitigkeiten einem fcharfen, für jeden Beteiligten mit Opfern verbundenen Konkurrenzkampf vorzu- ziehen ist. Schon aus diesem Grunde ist daS Rohstahlkartell auch für unsere deutsche Stahlindustrie heute eine wirtschaftliche Notwendigkeit, ba eS nicht angeht. bei unserer heutigen allgemeinen. wirtschaftlich angespannten Lage durch •’nen etwaigen Austritt diese deutsche Schlüsselindustrie in gefährliche Situationen zu bringen.
Börse und Geldmarkt.
Die Deutsche Dank hat der Bö: enhausse mit ihrem letzten Monatsbericht einen Dämpfer auf- ee.cht, der seine Wirkung nicht verfehlte. Während in der letzten'Woche weitere Kurssteigerun- gen dntraten, über deren innere Begründung allerlei'- Zweifel auflratcn. haben di: vergangenen Tage an der Berliner Dör e stets schärfere Kursverluste gebracht, da die Baissespekulation wieder zu operieren anfängt und auch in ten Kreisen de- Publikum- das deutliche Bestreben zu Realisierung von Posi ionen hervortritt. Es hat sich herauSgestell', dah die Engagements der Börse und d:S Publikums ein so starkes Ausmaß angenommen haben, daS die Reali ierung von Gewinnen nicht ohne erhebliche Kurs.inbußcn erlaubte. Auf der anderen Seite ist natürlich an schwachen Sagen erfahrungsgemäß die Kauflust gering, so daß sich cben'o sprunghafte Kursbewegungen nach unten ergeben, wie sie vorher in der aufwärtssteigenden Richtung Verlagen. Allerdings geben die Deckuiwskäuse der Konler- mine der Tendenz immer wieder einen Rückhalt, wenig wir es begrüßen konnten, daß die hinter ur.S liegende Haussebewegung fast in einer einzigen geraden Linie ohne zeilwci e Korrekturen erfolgte, so wenig gesund würde cs erscheinen, wenn jetzt etwa eine gradlinige Baisse einträte. 3n der Tat erscheint es. als ob eine entL Herabsetzung deS Kursniveaus, um dieses mit den gegenwärtigen und den voraus ichtlichen widschaftlichen Verhältnissen der nächsten Zelt in llcbereinftimmung zu bringen, kurvenmäsii erfolgen soll. Di: Kursentwialung an den Ak ien- märltcn ist jedenfalls im 2Iugcnbtii täglichen starken Aus chlägen nach beiden Seiten auSgc- seht. eine Tatsache, die den »konjunkturellen" Charakter der heutigen Dörsenlage kennzeichnet. 3e nach dem Dorliegen günstiger oder uncünfiiger Berichte aus der Wirt chaft. bzw. Aeuhemingen über die Wirtschaftslage, nimmt jetzt die Spekulation ihre DiSpo itionen vor. 3n dieser Woche verstimmte nun außer den Ausführungen der Deutschen Dank auch die Etatsrede des Rcichs- sinanzministers Dr. Köhler, de'scn Hinweis auf die kommenden Reparationslasten mit allen ihren Folgen nicht scharf genug unterstrihen werden kann. Ebenso wichtig wie die allgemeinen Ausführungen Dr. Köhler- find für die Börse dessen Feststellungen gewesen, daß der beantragte
Umtausch der Altbesitz-AblösungSstücke in eine verzinsliche Rcichsarleihe abgelehnt werden muhte. Der Markt der heimischen Staatsrenten hat daher unter einem starken Druck gelegen. Ins- besondere die AblölungSanleihe ohne AutllosungS- recht. die den fog. Aeubesiyem auSgchänkigt werden ist. muhte sich bedeutende Kursverluste gefallen lassen. Die Spekulation scheint aus diesem Papier ldaS bisher noch alS .Kriegsanleihe" gehandelt und notiert wurde) jetzt nach und nach herauSzugchcn. da eS mit der endgültig erfolgten llmftellung nur noch geringe GewinnauSstch- ten bietet. Es werden nunmehr drei Rolicrungen für die frühere Kriegsanleihe vorgenommen. Diejenige für die Rummern 1 bis 33 003 und die für Die Rummern 30 001 bis 63 030 Der Ab- lö'unaSfchulD mit Auslosungsrecht (Altbefitz). sowie Die eben behanDelte Ablö.ungSfchuld ohne Auslrtungsrecht.
Die Entwicklung DeS GelDmarkteS ist nach wie vor günstig. Die Medioprolongation erfolgte ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Die Geldangebote für kurze und auf etwas längere Termine sind bei mäßigen Zinssätzen reichlich. Wi: sich die weitere nächste Gestaltung Der G:ldverhältnisfe ergeben wirb, läßt sich im Augenblick nicht sagen. Die am 21 Februar fälligen Einzahlungen auf Die Reichsanleihe Dürften nach der allgemeinen Ansicht keinen sofortigen Umschwung zur Folge hoben. Di? DiSku sion über Die Abschaffung Der Medioliquidationen ist durch einen kürzlichen De- schfuß der Berliner Stempelvereinigung wieder aktuell geworden. Man hört, dah nun auch der Börsenvorstand. Die Großbanken und Die Mehr- sahl der Makler Die Be'eitigung der Medioliquidationen befürwor'en. die anscheinend nur noch bei den Privatbankiers auf Schwierigkci.en stöht.
'6prozentigeDeutfcheKommunal- Goldanleihe von 1 92 7. Die Preußische Staatsbank. Berlin, und Die Deutsche Giro-Zentrale, Deutsche Äcmmunalbanl Berlin, legen ab 21. Februar einen weiteren Teilbetrag von 10 Mill. Rm. Der Sprozentigen Deutschen Kom- munaI-©clDar.lcihc von 1S27 zum freihändigen Verkauf auf. Der Verkaufspreis beträgt L8 Pr z., zuzüglich 6 Proz. Elückzinsen ab 1. 3anuar 1927 unter Abzug Der Kapitalertragssteuer.
* D i e Deutschen 3nlanDanleihen feit 3 a h r e s b e g i n n. Rach einer für Die Zeit von Sanuar biS Mitte Februar vorliegenden Ausstellung Der deutschen 3n.andanleihen wurden in Dieser Zeit rund 720 Mill. Mark an den Marit gebracht, Darunter Die 500 Mill. Mack-Anlcitze des Deutschen Reiches, von der 200 Mill. Mark fest untergebracht waren. Auf Die Länder entfielen 45 Mill. Mk. (Baden unD Thüringen), auf Die Kommunen einschließlich der Anleihen Des Deutschen unD des Bayerischen Sparkassen- und Giroverbandes 69,5 Mill. Mk. und auf Die industrielle Wirtschaft 105,75 Mill. Mark. Der Verwendungszweck bei diesen 3n- landsanleihen ist teiltoeife nicht bekannt. Bvn 694,50 Mill. Mark, über Deren BerwenDung Auf- fchlüsse gegeben wurden, entfielen 500 Mill. Mk. (des Reiches- auf nicht werbende Zwecke, 47 Millionen Mark auf werbende Zwecke, 77 50 Mi.lionen Mark auf Verstärkung Der Betriebs- mit.el unD 70 OKiIL Mk. auf verschiedene Zwecke.
* Der Eisenerzbergbau im Januar. Der Absatz bei den Siegerlander Gruben gestaltete sich auch im Januar günstig, dagegen erlitt die Produktion der Gruben dadurch einen Ang. fall, dah in einigen Bezirken grohe Teile der Be- legschaslen infolge Grippcerkrankunaen längere Zeit feiern mußten. Die Nachfrage nach Eisenerzen des Lahn -Dillgebietes und Oberhessens blieb wei.er lebhaft; de. Erzabruf hielt während des ganzen Monats Januar an. Der Versand tu rtelte sich ohne Schwierigleiten wie im Vormonat ab.
• Hapag. Der Aufsichtsrai der chapag hat in feiner gestrigen Sitzung gemäß dem Vorsrtlag des Vorstandes beschlosfen. der ordentlichen General- versimmlung am 28.März die Ausschüttung einer Dividende von 6 Prozent vorzufchlagen.
Frankfurter Börte.
lEigcner Drcl'tberichi des ..Cie'euer Anzeiger-" ) Frankfurt a.M., 19. Febr. Tendenz- still und unsicher. — Zum Wochenichluß war das Ge- schäft äußerst gering. Glal.stellung verursachten eine durchaus^uneinheitliche Tendenz/die sich bis zum Schluß in ausgesprochen f ch w a- ther Haltung aucroirMc. Zu Beginn lagen Mannesmann fest (plus 3.75 Prozent), da die heutige G. D. anrcgte. Auch Kaliwerte bis 125 Prozent freundlicher, dagegen die Rhein Elbe- Gruppe bis 3,5 Prozent abgeschwächt. Am Ban- ken markt L-mcn Mitteldeutsche Eredlt in eine Haussebewegung und zogen um 8 Prozent an; wahrscheinlich ist hier doch eine Kapi- talerhöhung in Auesicht genommen und außerdem dürste eine l"proj. Dividende verteilt werden. Die übrigen Bankaktien lagen uneinheitlich. Die Werte der Metallbank-Gruppe zeigten geteilte Haltung. Metallbank minus 2.5 Prozent, dagegen Metall- Gesellschaft auf Gerüchte über neue Kombinationen plus 1,5 Prozent. J.-G.-Farben lagen anfangs lebhaft, im Verlaufe aber schwächer (331 328 Prozent). In Verbindung damit auch Rheinstahl und Riebert-Montan als Konzernwerte abgeschwächt. Don Autoaktien waren NSU und Daimler bis 0 75 Prozent schwächer, dagegen Kleyer gut behauptet auf angebliche Geschäftsverbindung mit der Farben- industrie bezüglich der Verwendung von Elektron statt Aluminium. Zellstoffwerte leicht adaeschwächt. Auch Bau- und Maschinena.'tien in Realisation schwächer. Anleihemarkt still. Anleihe-Ab- lösung 32, Schutzgebiet 14.9. Der Geldmarkt Zeigte eine weitere Entspannung Tagesgeld auf 4 Prozent ermäßigt, Monatsgeld 5.13 bis 6.5 Pro- Senk, Warenwechsel 4,25. Prioaldiskonten 4.13 Pro- 5<nt. Der Devisenmarkt loa ziemlich unoer- ändert. London-Paris 123.80. Mailand 111.75. 1
London Kabel 4,8505. Die Reichsmark stellte stch auf 20.4675 gegen das Pfund und auf 4.2195 gegen Kabel.
Börsenkurse.
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Berliner Börse.
E 2 e r 1 in . 19. Febr. Die Eamstagbörfe er- ofire.e ruhig und uneinheitlich. Rach ^est- fetzung Der ersten Kurse kamen verfchicDene Werte in eine Auswä.tsbewegung. D e Epemlation tn- lerefsicrte sich gegen Ende Der ersten GtunDe außerordentlich lebhaft für den Elektro- mar ft, dessen W:r.e etwa 2 Proz. gewannen. Hier stimulierten Gerüchte über günstigen Oe- faä tSgang unD gu:e DividenDenausschüttungcn. ctarf gefragt blieben Mannesmann auf Die heutige Generalversammlung, das Papier be- festtgte sich um 5 Prozent. Außerdem bestand lebha t.-rcs Interesse für Schultheih-Ostweele Hapag und Rordlloyd, sowie einige Bank^ a k t i e n. Die Gefamttendenz tourte unter Auswirkung dieser Sonterbewegungen später feste r. Auch 3.-G.-Farben tourten stärker beachtet. Da ui diesem Pap ere auslänDi c^e Käufe vorgenommen werDen sollen. Die Tesürchtuna daß die Gelds lü ff i gleit in absehbarer Zeit wieder auihoren könnte, woraus die Erhöhung des
PrivatdiSkontfatzeS hindeutet, trat bei Der allgemein freundlichen Stimmung in Den Hintergrund. Vorläufig hält daS Angebot an. TageS- gcld 3L biS 5 Prozent. Monalsgeld 5,25 bis 6,50 Prozent. Warenwechsel 4.33 Prozent. Am Devisenmarkt sanden die Hauptum'ätze in der italimischen Wä-rung statt. We eniliche .KurSverändcrui.gen Der Hauptvaluren waren nicht zu verzeichnen.
JidrchNche Nachrichten.
Edangel fche Gemeind«».
Sonntag. Den 20 Februar Leraqefima.
Gießen. Stadtkirche. 9' ,. Bfr Be ter. 11: Kin- derkcrche t- d. Martusgm. Pir. B.-rter. 5. Pfr. Mahr. - JodanneSkirche 9' ,:Pfr. Ausfeld 11 Kinder- kirche für Die Zohanne-gm Psr. AuSsew.5: Psr Bech- tolsheimer. Beichte und hl. Abendmahl tur Lutas- u. Zobanne, ge neinde. 8: Libelbelprechung im Jo- bannedlaaL P:r. Mahr. — 1» ch. 10: Stist-dechant Venz. e/J: KinDerzotteSDienN.2: Siift-ptarrer Schor- Icmmcr. Mittwoch 8: letzte B bellt. - Wahenborn- Garbentelch. Watzenborn - Steinberg: 10 Garden- teich: 1. <Kollekte ! Kirchberg. 10. TauMingen l*/,. Lollar. 1— Dienstag, Den 22. Febr. 8 Bibel- stunde in Lollar. — Donnerstag, D. 24. Febr 8 Bibelstunde in Saubrinqen. - Wiese«?. 10 und *,',8. Opfer für Den KleinlinderschuisonDs.
K- äolische Gemeinden.
Gießen. Samstaa, Den 19. Februar. 4* . u.7 Beichte. Sonntag, Den 20. Februar. Sonntag Scffagestma
6', Beichte, 7 Meste. Kom. D:r Zunglrauen unD Hausangestellten. 8 Kom., 9 Hochamt m. Pred., 11 Melle m. Pred..4',, Versammlung Der Jungfrauen- longtcflationcn, 5' , Ehristenlehre unD Andacht. — «rünbera 91 . Melle m. Pred. - Hunaen. 8 Meste mit Pred. — Laubach 10 Meste m. Pred. — Lich. 10 Hochamt mit Predigt. Eonnia rSSienit 0. Werste u. Avotucke, a n 20 2.-7 Dr. Mevcrholl. Dr. BZoit. telikanapoibeke.
Zahnarzt: Lr. Metz. »»D
Letzte NaMrichten.
Danderolenschw!ndelim grohen.
Frankfurt a.M, 19. F.br. (TLl.-Draht- Meldung.) Die Zolllahi-dung^ e.le Frankfurt entdeckte in Dieburg einen Zigarrenfabrikationsbetrieb, der feit d.m 3ahre 1928 eine Unmenge unversteuerter Zigarren In Den Handel brachte. Alle nabnehmer war ein Dillenbesiher in Boppard a. Rh. Die Banderolen waren dunkler Herkunft und können nach Ansicht Der Bchcrde nur auS Diebstählen in Acrntern herrühren. 3n Koblenz wurde bei einem Händler neben dem regulär versteuerten Lager ein großes Lager u n- versteuerter Ware entdeckt. Die Ware enthält Aufstempelungen führender Fabriken und Banderolen dunkler Herkunft von großem Werte Die Recherchen find soweit gediehen, dah Die Beteiligten sich Der Festnahme nicht mehr entziehen können. DaS Reich wurde um mehr als 100000 Mark aeschäk) igt. Bc merkenswert ist. Daß bei Dem Großhändler in Koblenz im vorigen 3ahre ein Brand auS- brach, bei dem angeblich große Borräte von Banderolen vernichtet worden fe n sollen. Das Reich hatte sich bereit erklärt, einen Schadenersatz zu leisten. D r in den nächsten Tagen auSgezahlt werden sollte. 3n Dbcr- l a 6 n ft e i n wurden ebenfalls bei dient Tabak- Händler Dandervlenfälfchungen festgestellt. durch hie daS Re ch einen Schaden in Höhe von 250 000 Mark erlitten hat.
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