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Kein Kurswechsel in U. S. A.

des Präsidenten Diaz die gleiche Haltung ein- Sonntag sprach der Führer der Demokratischen genommen und beabsichtigt sie auch nicht zu Partei Dr. Koch über moralische Abrüstung, ändern. Kellogg hatte gestern mit Dorah in Das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutsch- dessen Wohnung eine längere Unterredung. land, so führte er aus, im besonderen die Frage I hoÄ ftn »in» aeaen-

AuSschank nichtg dem Hause Kaiserstraß«

I c i ft i g e r Getränke in le Nr. 127. Die Stadtoervrd-

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die noch andauern, ermöglichen es den Gegnern, an deren Spitze der demokratische Senator Jo­nes steht, QRatcrrial zu sammeln, das im Ple­num des Senates verwertet werden soll, Tine

Washington, 17. Ian. (Associated Preß.) Die Anzeichen dafür mehren sich, daß das Frei- gabegesey im Senat auf einen entschlossenen Wi­derstand flößen wird. Die Vernehmungen ter Interessenten im Finanzausschuß des S

igebung

Fensterscheiben rour-

MetaUstücke zer-

Aus aller Welt.

LodeSurtril gegen die Eifenbahnattentaler von Leiferde bestätigt.

der beanstandeten Bestimmungen des Gesetzes ist die Dereitstellung von 100 Milli o-

bekommen konnte. Klenske erinnert sich, einmal einen Betrag von einer Million täglicher Gelder entnom­men zu haben. Die Verhandlung weichet sich dann i«, das Julius Barmat am

Die Unruhen in Mexiko.

V e u y o r l, 18. Ian. (WTB.) Wie aus der Stadt Mexiko gemeldet wird, hat das Kriegs­ministerium die Absendung von Truppenver­stärkungen nach dem Staate I a l i s c o an- geordnet, nachdem Meldungen eingetroffen seien, daß der .katholische Aufstand" dort einen ern­steren Umfang angenommen habe. Es wird behauptet, der Erzbischof I i m e n e z von Gua­dalajara stehe persönlich an der Spitze einer aus 500 Mann bestehenden Abteilung von Aufstän­dischen.

Die Tacna-Arica-Frage.

Washington, 17. Ian. (WTB) Der peruanische Gesandte überreichte dem Staatsdepartement heute die Antwort seiner "Re­gierung auf den Vorschlag Kelloggs zur Er­ledigung des Tacna-Arica-Slreits zwischen Peru, Bolivien und Chile. Weder das Staatsdeparte»

Wettervoraussage.

Veränderliches Wetter bei nordwestlichen Winden, nächtliche Temperaturen um 0 Grad und Neigung zu kurzen Aiederschlägen (In höhe­ren Lagen Schnee).

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 3,0 Grad Celsius, Minimum: 0,0 Grad Celsius. Niederschläge: 4,1 Millimeter. Heutige Morgen­temperatur: 0,5 Grad Celsius.

London, 17. Ian. (WB.) Heute trat hier zum ersten Male die vom Komitee für die Reichsverteidigung ins Leben gerufene neue Hochschule für Verteidigung zusammen. -Siel dieser Hochschule ist, Offiziere und Zivil- Beamte der drei Truppengattungen, Marine, Heer und Luftmacht, im weitesten strate­gischen Sinne heranzubilden. Die Schule verfügt über 30 Plätze, wovon 12 für Offiziere der Dominions Vorbehalten werden. Das angestreöte Ziel ist die Schaffung eines kombinierten Generalstabes für das R ci ch. Der Kommandeur der Schule wird alle zwei Jahre von der jeweiligen Truppengattung gestellt. Erster Kommandeur ist Vizeadmiral Hu­bert Richmond.

(Ein Katechismus deutscher Politik.

Seit den Tagen des Zusammenbruchs ist der Wille zum Ausbau eines Staates auf den Grund­lagen der Volksgemeinschaft nicht nur aus der Generation des Weltkriegs heraus erwachsen, sondern auch aus dem heranreifenden kommen­den Geschlecht, und hat sich gerade hier mächtig verkörpert in dem 1920 gegründeten Deutschen Hochschulring. Der Hochschulring will seinem Ziel, der Schaffung der Volksgemeinschaft aller Deutschen und damit der Wie^ererstariung un­seres Volkes und Vaterlandes, mit größter Selbst­beherrschung nücb'ctnem Denken und Fleiß die­nen. Die notwendige Erarbeitung dcr Grund­lagen außen- und innenpolitischer Fragen zum Zwecke einer einheitlichen nationalen WillenS-

ling die Rednertribüne. Wer über moralische Abrüstung spreche, müsse auch das Problem der Rheinlandräumung aufrollen. Eine Siche­rung des Friedens könne nur erfolgen durch eine Entmilitar.sierung der Seelen, eine Entmilitari­sierung der Seelen sei im Rheinland vorläufig nicht möglich.

Dor einer Steigerung derMieten?

Berlin, 18. Ian. (WTB. Funkspruch.) Das Berl. Tagebl." will erfahren haben, baß vom preußischen Wohlfahrtsmini st crium beabsichtigt sei, mit dem 1. April 1927 eine erheb­liche Steigerung der Mietpreise für Wohnun­gen eintreten zu lassen. Die Erwägungen schwanken zwischen 10 und 20 Prozent.

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Washington, 17. Ian. (WTB.) In der Presse wurden zahlreiche Prophezeiungen und Vermutungen über eine angebliche Aenderung der Haltung des Staatsdepartements gegenüber Ricaragua veröffentlicht. Es war von verschie­denen Vermittlungs- und Schlichtungsvrrsucyen, sogar von der Möglichkeit der Abdankung deS Präsidenten Diaz im Interesse des Friedens die Rede. Hm diesen Gerüchten von

die Explosion erschüttert. Viele den öurch die umherfliegenden brochen. Kurz nach der Explosion verhaftete die Polizei einen gewissen Meyer 6dj unpaß wegen Verdachts der Mitwisserschaft. Die Polizei nimmt an, daß die Bombe nicht dem Konsulat, son­dern dem in demselben Hause untergebrachten Bureau der Kürschnergewerkschaft galt. Es wird daraus hingewiesen, daß diese Ge­werkschaft, die vor kurzem an der Beilegung des Streites unter den Arbeitern der Kürschnerbetriebe

auf einen anderen Straßenbahnwagen auf. Nemi Personen wurden schwer, 13 leicht verletzt.

Eine ganze Familie Opfer eines Mordanschlags.

3n einem Dorfe in der Nähe von Warschau wurde nachts ein Mordanschlag auf eine Bauernfamilie verübt. Vier Personen wurden t o t und zwei in hoffnungslosem Zu­stande aufgefunden. Wahrscheinlich handelt es sich um Raubmord. Die Verfolgung der bisher noch unbekannten Täter ist ausgenommen.

Ein Naturschutzpark Im Spessart.

In Aschaffenburg teilte Ober bürg ctmeißtt Dr. Matt der Stadtverordnetensihung mit, daß die Stadtverwaltung, der Spessartbund, die Ar­beitsgemeinschaft zur wirtschaftlichen Hebung deS Spessarts und der Maintalverkehrsbund an die bayerische Staatsregierung und den Landtag eine gemeinsame Petition gerichtet haben. In der ersucht wird, im Spessart einen N cr^ s ch u tz- park von mindestens 30 Heltar Hmfang zur Er­haltung der wenigen noch oder fast noch unberühr­ten Restbestände des aus Eichen und Rotbuchen bestehenden alten Spessartwaldes aus der regelmäßigen Forstwirtschaft auS- zuscheiden. Es handelt sich um die etwa 32 Hektar große bekannte Waldabteilung .Zu­ber" bei Rotenbuch. In der Aussprache wurde mitgeteilt, daß sich der Aba. Stang bei der Re­gierung schon für die Erhaltung dieses einzig schönen Stückchens Erde eingesetzt habe. Wenn etwas den Spessart heben könne, so sei eS der Fremdenverkehr, und dasür sei ein Stück Urwald ein wichtiger Punkt. Gegen bi? Ab­sicht der Regierung, nur ein kleines Stück in Größe von etwa acht Hektar als Naturschutzpark einzu­richten, wurde energischer Protest erhoben. SS wurde betont, daß. wenn in den oberbayerischen Königsschlössern Millionen von Mark unbenützt liegen bleiben könnten, auch einige hunderttausend Mark für die arme Spessartbevölkerung eingefetzt werden könnten.

Der Dritte Strafsenat des Reichsgerichts ver­handelte als Revisionsinstanz über das Eisen- bahnattentat von Leiferde. Die beiden Täter, der Musiker Otto Schlesinger und der Elektro­techniker Willi Weber, waren am 4. November vorn Schwurgericht Hildesheim wegen fortgesetzter vorsätzlicher Eisenbahntransportgefährdung mit Tvdeserfolg in Tateinheit mit Mord zum To de verurteilt worden. Die gegen das Todes­urteil eingelegte Revision, die vom Rechtsanwalt Dr. ßüttgebcunne vertreten wurde, wendet sich vor allem gegen die Anwendung des Wordparagraphen (§ 211 des Straf­gesetzbuches) und macht außerdem verschiedene prozussuale Rügen geltend, insbesondere feien die Angeklagten nicht, wie dies vorgeschrieben sei auf die durch die Erweiterung der Anklage veränderte Rechtslage aufmerksam ge­macht worden. Das Gericht beschloß gemäß dem Anträge des Reichsanwalts die Verwerfung der Revision und bestätigte damit das To­desurteil.

DieCmben In Kapstadt.

Wie Reuter aus Kapstadt meldet, hatte sich gestern nachmittag auf die Mitteilung, daß der deutsche Kreuzer .Emden" dem Publikum zur Besichtigung zur Verfügung stehen werde, eine nach Tausenden zählende Men­schenmenge am Kai angesammelt. Dabei sei offenbar ein Gedränge entstanden, durch das die vorn Stehenden in Gefahr gerieten, ins Was - fer gedrängt zu werden. Hm dies zu ^ver­hindern und die Menge zu zerstreuen, hätten einige deutsche Franzosen einige Mal mit einer Spritze einen Wasserstrahl auf die Menge gerichtet. Wie Reuter bemerkt, habe der Zwischenfall auf den bisher wohlgelungenen Besuch der .Emden" einen Schatten geworfen. Die Anwendung des Spritzenschlauches gegen die Menschenmassen war indessen mit Wissen und auf Anregung der Polizei erfolgt, weil die Polizei dem unerwarteten Ansturm des Publikums nicht gewachsen war, so daß die vom Wasser auf drei Seiten eingeschloffenen Per­sonen auf dem vorderen Teil des Kais von den nachdrängenden Menschenmassen insMeer ge­schoben worden wären. Das Publikum bringt nunmehr der Geistesgegenwart des Kapitäns des »Emden", die eine große Katastrophe ver­hindert habe, volles Verständnis und größte Bewunderung entgegen.

Schwere Erkrankung der Kalferia Charlotte von Mexiko.

Bildung hat zur Veranstaltung sorgfältig vorbe­reiteter Schulungswochen geführt, die in organi­scher Weise aus Erfahrung, Wissenschaft und Anschauung im wahren Sinne des Wortes ^bil­den" wollen. Sie sind für die gesamte Ration von Bedeutung und Interesse, vor allem die letzte staatspolitische Echulungswoche zu Ham­burg. Es ist dankenswert, daß dte Süddeut­schen Monatshefte (München) die Ergeb­nisse in Gestalt der Hauptvorträge soe^n in ihrem neuesten Sonderhefte unter dem Titel(Sin Katechismus deutscher Politik" veröffentlichen.

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Durch eine Bombenexplosion wurde das Ge­bäude, in dem das italienische Generalkonsulats un­tergebracht ist, beschädigt. Die Bombe, die offenbar von privater Seite angefertigt war, war mit Metallsplittern gefüllt und mit einem Uhr­werk versehen. Die ganze Umgebung wurde durch

nen Dollar für beschlagnahmte Schiffe, eine Summe, die mehr als das Doppelte des von der Marinebehorde ange­nommenen Wertes der Schiffe betragen soll.

Der Varmatprozeß.

Berlin, 17. Jan. (TU.) In der heutigen Ver­handlung im Barmatprozeß erklärte Darmat, daß alle Devisen, die er nach Deutschland brachte, f e t n Privateigentum gewesen seien und nicht aus Krediten hergerührt haben. Die Verhandlung wandte sich bann der Entwicklung der Barmatkredite bei der Staatsbank zu. Der Anaeklagte Dr. Hell- w i g sagte aus, daß bei den Äneximakrediten die Generaldirektion stets auf dem Laufenden gehalten worden fei. Klare Bestimmungen über tue Kre- ditbcwilligung habe es nicht gegeben. Der Dor- sitzende stellte darauf fest, daß die Rentenbankkre- dite Barmats am 30. November 1923 mit 10 000 Mark begannen und daß am 15. Dezember die Kre­dite auf 273 000 Mark angeschwollen waren. Am 15. Januar 1924 war der Kredit Barmats bereits auf eine halbe Million angewachsen. Am 24. Ja­nuar hatte sich der Kredit verdovpelt. Ange­klagter Hellwig begründet die Erhöhung des Kre- dits damit, daß die Staatsbank von der Poft grö­ßere Geldbeträge bekommen hatte, die verzinst wer­den mußten. In der Kreditsumme, die schließlich auf sechs Millionen angewachsen war, waren auch tägliche Gelder enthalten. Aber erst im Laufe dieses Verfahrens habe er erfahren, baß diese täglichen Gelder Blanko gegeben worden seien. Der Ange- klagte Klenske erklärt auf Befragen, daß er über die Erledigung täglicher Gelder mit Rühe und Hellwig verhandelt habe und gibt zu, daß theo­retisch der Fall möglich war, daß Klenske auf tele­phonischen Anruf von der Korrefpondenzadteilung der Staatsbank bis drei Millionen tägliche Gelder

hervorragenden Anteil hatte, von der American Federation of Labour als unter kommunisti­schen Einfluß stehend bezeichnet wurde. Gestern nachmittag wurde noch ein zweiter Mann verhaftet. Wie sich herausstellte, sind die beiden Verhafteten Maler. Der eine von ihnen soll gestan­den haben, den Bombenanschlag als Protest gegen Mussolini und dessen Haltung gegen­über der Arbeiterschaft im allgemeinen und den Malern im besonderen unternommen zu haben.

Neuer großer Luftschiffbau in den Bereinigten Staaten.

Das Marinedepartement ersucht um Angebote für den Bau eines Lenkluftschiffes von sechs Millionen Kubikfuß Fassungsraum. Im einzelnen werden ge fordert: 70 Knoten Stundeiktzeschwindigkeit bei 3000 Fuß Höhe, die Möglichkeit, sich 130 Stunden bei einer Durchschnittsge,chwinditzkeit von 50 Knoten in der Lust halten zu können. Ferner ist Helium oder Wasserstoffgas oder beides zugelafsen. Schließlich wird gefordert, daß das Luftschiff von ameritani- scheu Bürgern oder Gesellschaften gebaut wird, deren Kapital sich zu mindestens drei Vierteln in amerikanischen Händen befindet.

Eholeraähnliche Epidemie in Oskgallzien.

In Ostgalizien ist eine choleraähnliche Epi­demie ausgebrochen. Ss sterben täglich 20 bis 50 Personen. Die bisher angewandten sanitären Vorbeugungsmaßnahmen haben sich nicht als genügend erwiesen.

Schwerer Strcßenbaßnunfall in Konstantinopel.

Auf einer steil abfallenden Straße in Stam- bul versagten öie Bremsen eines Stra­ßenbahnwagens. Der Wagen warf eine Pferde­droschke in ein Cats hinein und prallte dann

Die feit vielen Jahrzehnten in ihrem Palat­in Brüssel wohnende ehemalige Kaiserin Char­lotte von Mexiko erlitt am Samstag im An­schluß an eine Kongestion einen Schwächeanfall. Ihr Zustand ist emst. Die jetzt 87 Jahre alte Kaiserin Charlotte ist die Witwe des 1867 in Quiretaro auf Befehl des mexikanischen Präsi­denten Iuarez erschossenen Kaisers Maximilians, dessen Andenken Franz Werfels DramaIuarez undMaximilian" wieder wachgerufen hat. Char­lotte wurde auf rem an Enttäuschungen reichen Bittgang zu den europäischen Monarchen vor nun schon 40 Jahren unheilbar geisteskrank, ilr- fprunglich wohnte sie aus dem Schloß ihres toten Gatten,Miramare" an der Adria, später bei ihrem Bruder, dem König Leopold ll. von Bel­gien, in Brüssel.

Bombenexplosion vor dem italienischen General­konsulat in Neuyork.

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Au§ der Provinztalhauptstadt.

Gießen, den 18. Januar 1927.

Provinzialausschuh.

Der Provinzialausschuß der Pro­vinz Oberhessen verhandelte in feiner Sitzung vom vorigen Samstag über folgende Ver­waltungsstreitsachen:

Klage der Gemeinde Saasen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 8. No­vember 1926 in Sachen: Schulgeld für orts­fremde Schüler. Fortbildungsschüler an­der Gemeinde Saasen besuchen die Fortbildungs­schulen in Gießen und Grünberg. Nach dem Volksschulgesetz haben in Hessen die Gemein­den von den Kosten der öffentlichen Volks- und Fortbildungsschulen die fachlichen Kosten zu tragen, und es kann eine Gemeinde für den Besuch ihrer Volks- und Fortbildungsschule durch orts­fremde Kinder von der Gemeinde, auS der die Kinder find, ein vom Kreisschulamt festgesetztes Schulgeld erheben. Das Kreisamt Gießen hatte die Gemeinde Saasen aufgefordert, die Selbst­kosten den Schulgemeinden Gießen und Grün­berg zu erstatten, und ihr aufgegeben, nachträg­lich in den Voranschlag für 1925 165 Mk. einzu­stellen und diese Mittel dem Reservefonds zu entnehmen. Dieses Ansinnen wurde rechtskräftig. Darnach weigerte sich die Gemeinde immer noch. 130 Mk. an die Stadt Gießen und 36 Mk. an die Gemeinde Grimberg auszuzahlen und bean­tragte Entscheidung durch den Provinzialausschuß. Der Provinzialausschuß wieS die Klage als unbegründet kostenpflichtig ab.

Berufungen der Gemeinde Haingründau und des Gemeinderechners zu Haingründau gegen das Urteil des Kreisausschusies des Kreises Büdin­gen vom 18. September 1926. Durch das vor­erwähnte Urteil wurden die Besoldungen de» Gemeinderechners, des Polizeidieners und de» Feldschützen für 1926 festgesetzt, wogegen die Ge­meinde Haingründau, als auch der Gemeindercch- ner Berufung verfolgten. Das Urteil des Beru­fungsgerichts wird erst in der nächsten Sitzung de» Provinzialausschusses verkündet. Wir werden auf die Angelegenheit noch zurückkommen.

Die dritte Sache, die zur Verhandlung stand, betraf das Gesuch des Bäckermeisters Gustav ® el­fen f e e aus Friedberg um Erlaubnis zum Betrieb einer Kaffeewirtschaft und zum

ment noch die peruanische Gesandtschaft äußerten fick) über den Inhalt der Antwort, jedoch wird in unterrichteten Kreisen angenommen, daß Peru die Vorschläge des Staatssekretärs fast restlos ablehnt.

Das deutsche (Eigentum in Amerika.

rung der geeignetste sei. Die niederländische Regie- rung bäte vielmehr, zu erwägen, ob man nicht den 3eitpuntt abwarten wollte, an dem die allgemeine SJage inEhinasogeklärt sei, daß man die Hal- tung aufgeben könne, die die augenblickliche Lage zu verlangen scheine.

Die Aufgabe des fremden Kapitals in China.

Tokio, 17. Jan. (WTB.) Der japanische Premierminister Wakatsuki erklärte tn inner Versammlung der Regierungsparteien China müsse Frieden und Ordnung aufrechterhalten, um e« auswärtigen Rationen zu ermöglichen, seine großen nationalen Hilfsquellen zu entwickeln. Ob­gleich die sogenannte Invasion des ausländisc^m Kapitals nicht geduldet werden sollte, brauche China hierzu ausländisches Kapital, und es sollte, obgleich die Wiederherstellung seiner nationalen Lage dringend fein möge, nicht die Tür den Ausländem verschließen, um feine nationale Bewegung zu fördern.

Die fremdseindliche Bewegung.

Schanghai, 17. Jan. (Reuter.) Aus Han -- k a u wird berichtet, daß die chinesische Menge vor einigen Tagen die zum Schutze des j a p a n l s ch e n Viertels errichteten Barrikaden zerstörte. Mel- düngen aus Futs chau besagen, daß dort die frem- denfcindliche Bewegung durch Geruch c ent acht werde, wonach die Ausländer kleine chinesische Kinder getötet haben sollen. Die belgischen Behörden ersuchten die britischen Behörden, den in Schanghai lebenden Belgiern zu erlauben, sich auf die englischen Schiffe einzuschiffen, falls die Lage der Ausländer in Schanghai gefährlich wer­den sollte.

(Eine englische Hochschule für Verteidigung.

netcnversammlung zu Friedberg hatte die Bedürf« nisfrage zur Errichtung eines Kaffees bejaht, da» Polizeiamt dagegen verneinte die Bedürfnisfrage, da in Friedberg 66 Schankstellen einschließlich fünf Kaffeewirtschaften sind und sich in nächster Nähe des für die Einrichtung der Kaffeewirtschaft in Betracht kommenden Gebäudes eine Kaffeewirtschaft befindet. Das Polizeiamt vertrat den Standpunkt, daß die Errichtung einer weiteren Kaffeewirtschaft in Fried­berg nicht notwendig sei, da die vorhandenen Witt- schaftsbctriebe unter der allgemein bestehenden wirtschaftlichen Notlage sehr um ihre Existenz zu kämpfen hätten. Außerdem entsprächen die für die Kaffeewirtschaft vorgesehenen Räume nicht der Polizeiverordnung über die Beschaffenheit und Lage der zum Betrieb von Gast- und Schankwirt- schäften bestimmten Räumlichkeiten. Da das Kreis­amt Friedberg Bedenken trug, die nachgesuchte Konzession zu erteilen, hatte sich der Provinzial- ausschuß mit der Angelegenheit zu befassen. Er er­kannte zu Recht, daß die nachgesuchte Konzes­sion zu oer jagen ist und belastete den Gesuch- steiler mit den Kosten des Verfahrens.

Gi:?rcncr Wochcrnnarktpreise.

Es L Mieten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 120 bis 150, Matte 30 bis 35, Wirsing 12 bis 15. Weißkraut 10 big 12. Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10. rote Rüben 10, Spinat 30 bis 40, Unter-Kohlrabi 8 b.s 10, Grünkohl 20. Rosenkohl 45 bis 50. Feldsalat 120 bi« 180, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 b:S 80, Schwarz­wurzeln 35 bis 50, Kartoffeln 6, Aepfel 15 bi« 30, Birnen 10 bis 25, Honig 50, junge Hahnen 100 biS 110, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. da«

dem Abkommen zu, das Julius Barn 4. April mit der Staatsbank getroffen h Schuldsumme betrug an diesem Tage fünf Mil­lionen einhunderttaufend Mark. Für insgesamt rund 2,5 Millionen täglich Geld war als Voraus­setzung in das Abkommen ausgenommen worden, daß der Betrag nur zur Finanzierung der Lebens- mittcloersorgung von nolleidenden Kreisen der deut­schen Bevölkerung verwendet werden sollte.

Julius (Barmat erklärte, daß er die ihm zur Last gelegte besondere Bevorzugung in dem Kre­dit nicht erblicken könne: denn es feien 20 Proz. verlangt worden. Bei täglich kündbarem Geld sei die Entwertungsklaufel auch sonst nicht üblich gewesen. Er habe sofort Dr. Hellwig bei Ein­gang des Brieses der Staatsbank darauf auf» merksam gemacht, daß er die Verpflichtung, den Kredit nur für Lebensmittelgeschäfte zu verwen­den, nicht übernehmen könne. Sein (Bar­mats) Bevollmächtigter habe im übrigen nur eine Aktennotiz, in der die Lebensmittelklausel nicht enthalten war, bestätigt. Dr. Hellwig gab zu, daß die Bestätigung so gehalten gewesen sei, daß sie nicht auf die Lebensmittelgeschäfte sich beziehen konnte. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob der Anexima festes Geld ohne Entwertungs­klaufel gegeben worden sei, erwiderte der Ange- __________ _____klagte, Dr. Hellwig, daß die« deshalb geschehen vornherein entgegenzutreten, ließ Staatssekretär sei, da man im Lebensmittelgeschäft mit der Ent- Kellogg eine Erklärung veröffentlichen, worin Wertungsklausel nicht durchgekommen sei. betont wurde, daß In der Politik der Vereinigten ----------

Staaten gegenüber Nicaragua keine Aende- Qmoiior rung in Aussicht genommen sei. Kellogg QWCllCt iniernuilUnulV!

erklärt, er sei In keiner Weise von der Politik, hemofttGtitoCr AOtlütChe

die Coolidge in der Sonderbotschaft an den Kon- greß dargelegt fiat, abgewichen, und bemerkt, Ka r l s r uh e, 16. Jan. (TU.) Am Samstag die Vereinigten Staaten hätten seit Beginn der fand im Rahmen des zweiten internationalen Unruhen vor mehr als einem Jahre alle QU i t- demokratischen Kongresses ein Begrüßungsabend tel zur Beilegung der innere nG egen- statt, dessen Teilnehmer Gäste des Reichstags­sätze in Nicaragua angewandt, seit der Wahl abgeordneten Dr. Ludwig Haas waren. Am

. w - ä rr I des europäischen Friedens, sei eine der gegen-

Nuhlano gegen Kellogg. »artigen Hauptfragen. Die militärische Ab- Moskau. 18. Ian. (WTB. Funkspruch.) rüstung allein genüge nicht Eine moralische Ab- In einem Interview mit amerikanischen Bericht- ruftung sei aber nicht denkbar ohne militärische erftattern widerlegte Litwinow die jüngsten Abrüstung. Er könne ledoch Nicht daran vorbei- Grtläninacn des amerikanischen Slaatsselrct.irs gehen, daß eme B e s e tz u n g f r e m d e n 2 an. Kellogg. Er betonte, diese Erklärungen seien des immer nachteilig sei.Man muffe gegen b.ie übliche Gepflogenheit kapita- zwei Gesinnungen kämpfen. Zunächst gegen den listischerStaatsmänner, in nötigen Fäl- Nationalismus. J9*6 . »Eere Schwierigkeit sei len ihre Handlungen durch Hinweise auf angeb- das Mißtrauen dec einzelnen Volker und Staats- liche Machenschaften der Sowjet-Regierung und männer gegeneinander. Auch in dm Schuler, der kommunistischen Internationale zu entschul- muffe bie Stage der ^alkerverstandigung und öigen. Die Sowjet-Regierung würde auch ferner- Volkerversohnung behandelt werden. 2IbCT er hin bestrebt sein, mit sämtlichen amerikanischen habe das Gefühl daß man vorwärts komme. Staaten einloyalesund auf Richt ein- An der Kriegsschuldfrage wolle er der Redner, Mischung beruhendes V e t h ä l t n i s her- Vorbeigehen weil er glaube, daß diese erst am zustellen. Sie könne die phantastischen Ausfälle Ende der Verständigung erortett werden solle- Kelloggs nur mit Bedauern auf nehmen. Die Nachmittagssitzung brachte ein Referat des

1 Professors der Literatur B o u g l e - Frankreich zum gleichen Thema. Zwischen beiden Ländern, so führte er aus, gäbe es eine Mauer aus Papier. Die Presse tue noch sehr viel Unrechtes. Als letzter Redner bestieg General v. Seim-