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Nachdruck verboten.

15. Fortsetzung.

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Die Angebote sind versiegelt, in einem Briefumschlag ohne girmenauförurf, mit entsprechender Aufschrift versehen, späte­stens zum Lröffnungstermin am Jreitag, dem 25. Jlooembcr b. 3., vormittag» 11 Uhr, bei dem Stadtbauamt, Asterweg Nr. 9, ab- zugeben, wo die Eröffnung der eingegange­nen Angebote im Beisein der etwa erschie neuen Bewerber erfolgt.

Zuschlags- und Bindefrist: drei Wochen.

Gießen, den 16. November 1927.

Stadtbauomt: Braubach._____

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der Eneraie ernstlich in Frage stellt. Sir -ongte auf allen Glebietffi wieder von vorne an."

verbeuge nuch vor Ihrem Dtsten. Gold- mann. und warte immer noch auf die Nutzanwen­dung."

^Die Nutzanwendung, Derr Direktor, besteht kurz gesagt dann, daß man mit dem Strome schwimmt. Die Beränberuna, von der ich gesprochen habe, ist noch nicht auf allen Gebieten gleich deullich aurge- drückt und noch lange nicht von allen erfaßt und be­griffen. Lari« liegt die Möglichkeit für den Hellen Geschäftsmann. Sobald eine Sache von allen ersaßt ist. hört auch bu= gute Geschäft auf. Dann kommt die jeit für die genügsamen Äkinlrämer, zu denen wir nicht gehören. Unsere Nichtlin'e heißt also: Nutzbar­machung der eigenen Möglichkeiten! Nicht Afrika, nicht 3nbten, nicht Südamerika (obwohl gerade Süd­amerika nie aus dem Auge gelassen werden darf), ionbem Deutschland. Während die anderen noch nach der Ueberfee schielen, ichaut der Gescheite au»» nächste. Ich mußte gestern lächeln, ai» ich et» Buch aus gestellt sah mir der Ankündigung^ .Die Schulung des Deutschen, in Erdteilen zu denken? (Hut, lasten wir diese Deutschen in Erbteilen denken, -oahrend der Äluge derweil sich hier häuslich einrichtet. An der Möglichkeit ist nicht zu zweifeln. Da» wir mäbrenb des Krieges gekonnt haben, können wir auch im ir rieben, nur auf ein? viel bester« und weniger ein- festige Weise.

Was hoben unr damals nicht olles ßer^efietit. Man hat die Ersatzstoffe hintendrein lächerlich ge­macht und doch waren viele richtige Dinge dabei. (£» wird sich setzt nur darum handeln, jie wirtschaftlich zu gestalten. Beim synthetischen Kautschuk ist man auf dem besten Dege Der hohe Weltmarktpreis schafft Möglichkeiten, die sich die Herren vom Nok-

Der Plan über die Herstellung einer ober- und unterirdischen Telegraphenlinie an der Landstraße von Gießen nach Glei­berg liegt bei dem Telegraphenamt in Gießen von heute ab vier Wochen aus.

Gießen, den 17. November 1927.

Telegraphenbauamt. 10473D

Moorboden, ich »weifte nicht daran, leider.

Und daß man schon auf einer Million Hektar unsere ganze Baumwolleinfuhr überflüssig machen könnte." , . ,

Sie wollen doch damit nicht etwa jagen, boR wrr Baumwolle ...?'

Nein, nicht Baumwolle, sondern rianf, bejon der» gezüchteten, erprobten, deutschen Hont mit einer Produktion von 300 000 Tonnen Speiseöl, 650 000 Tonnen Kraftfutter und 500 000 Tonnen kotoni- fierler Spinnfaser."

Schön." lächelte Wehn,es geht uns also gar nichk schlecht. Wir können sogar die Amerikaner um ihre Baumwollausfuhr bringen .. Aber was habe ich damit zu tun?"

Es ist schließlich in dieser Bersommlung gesagt worden, daß wir durch Ersatz der tierischen londwirt- jchaftlichen Arbeitskräfte durch motorische den Nutz­ertrag des deutschen Bodens enorm steigern könnten." _ .... ....

Um Himmelswtllen. lieber Goidmann, ichUetzuch beweisen Sie mir noch, daß Deutschland ein Paradies ist und daß wir gor feine Kolonien brauchen ... und was für ein Geschäft ist denn für mich Dabei zu machen?"

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Goldmann antworteteEs handelt sich in erster Vinie nicht um ein Geschalt, sondern um eine richtige

Becker, Louis, «aiserallee 13, Telephon 1217

Bernhard, Wilhelm, Frankfurter Straße 110, Telephon 1033

Dlumenhau« Dietz, Inh. S. W«U. Seltersweg 38. Telephon 13

Donarlus. Fritz, Landgrafenfiraße 8

Dönges. Adolf. Marburger Straße 67

Gerhard, Karl, Aahrungsberg 15. Telephon 1731

Iungermann. Heinrich, Weserstraße 10. Särtnercl am Neuen Fned- hc>l. Telephon 1765

«eil, Balthasar, Heuchelheim. Siebener Strahe SS

Koch. Gustav, Deserstrabe 20 p

Moser, Wilhelm, CBicfeder Weg 10. Telephon 1614

Pechtdold. Viktor, Frankfurter Str . ^cke Wilhelmstr . L-riephon 2«-» Ateger, Sd. Dwe-, Wiesecker Weg 10 und Marburaer Str Tel. 78t Rüger, Heinrich, Blumengeschäft, ÄrcuApiak 4, Telephon 16* Schab. Hermann, Sicher Straß« 57 H. I

Schmitz, Fritz, Rrofborfer Straß« 44, Telephon 1200

Schneider, Hub., Schistenberger Weg 29. Telephon 1247

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Emschätzung der Zett, um demerttjprechend bei ®c legenhrit ein gute» Geschäft ,ju machen S» rfl flanj deullich, daß wir in einer Zeit der Umwandlung leben. Noch vor einigen Jahren hätte man darüber gelacht, wenn lemand im Emst gepredigt hätte. Deutschland zu einem geschloffenen ijandelsstaate zu machen. 3n einem gewisien Sinne menißstens. Ich bin der ganzen Entwicklung zuerst naturgemäß auch mißtroui'ch gegenübergestanden, doch scheint diese Seränberung heute auf einmal im Sinne der Ent­wicklung zu liegen. Ich habe Fichtes Buch gelesen, es ist sehr intereflant. 18Ot und 1925!"

5i# unö Fichte, Soldmann und Fichte?" Warum nicht ' Haben Sie Fichte gelesen '" Nein, zu meiner Schande muß ich es pefteben! Ich empfehle Ihnen das sechste und siebente Kapitel des Dritten Buches, f)err Direktor."

Wenn ich je Zeit finde, lieber Soldmann."

Sie könnten Zeil finden ... Doch sieht es mir nicht an. mich in Ihre Privatangelegenheiten zu mischen." ,

Es stellen nicht alle so wenig Ansprüche ans Leben wie Sie."

Sind Sie |o sicher, daß ich wenig Ansprüche ans Leben stelle?" sagte der kleine Mann spitz.Sie geben sich mit Automobilen und anderen Dingen zu­frieden. Dielleicht verhält sich die Sache so, daß ich mich nicht damit zufrieden gebe und daß mir bei- jpielswki'e Einstein wertvoller und wichtiger ist."

Als Siammesverwandter ..."

Gut, meinetwegen als Stammesoerwandtcr. Ich bin nicht empfindlich. Jedenfalls leben wir in einer rfeit, die die chemischen Elemente in ihrer allen Form abgeschafft hat, das Gesetz der Schwerkraft sehr kritisch betrachtet und das Gesetz der Erhaltung

stofstnonopo! gar nicht träumen lasten» qd: aste mir dar richtige Arbeit»,erd zu Hieben. Herr Direktor Immer als guter Deutscher. P.ellercht ist es 3eit. itd) wieder um die Kal- Industrie zu kümmern. Mar. har die Betriebe um bk -'-Liste vermindert, viril. u) nkt eine neue Hochkonjunktur, wenn die 8enba>;r. schast zahlungsfähiger wird. Ich schaue überall ein nxnig hinein, ich habe etmge Bücher grieien. gan> nie restante Bücher über Innenkotonrfanon und de:

gleichen mit einer Fülle von Statistiken, ÄarWn, ^ra^-d! chen Darstellungen. Ich machte auch Ihuen empfehlen, die'e Fragen tm D-orbeigehen $u prüfe;

2 ell.tcht lohnte es sich auch, in Erwartung der kow menben Dmge. Boden an pt kaufen, »oorboden Ir Moorboden fehlt es ja nicht, wie Sie ganj richtig a nbeukten.

Es müßte sich natürlich um große Gebiete Han dein. Man konnte ia andere Zwecke vorschützen, tv wird Ihnen chon etwa» riniallen. Die rianfmenfche« denke-, nicht an den Boden Wir tasten he da. System ausarbeiten und kaufen untevhesten den Bo den Immer als gute Deutsche "

Stang da» nicht em wenig potwch' Wehn schaute auf, doch (BoRknann fuhr ruh:g ,.nd »achiich fort: Warum sollte man nicht bei Gelegenheit die gaejr Ne.he der Ersatzstoffe noch einmal nachprüfenk Btest leicht wäre e» klüger, sich auf ein neue» Gebiet ju werfen, falls unser Massenartikel Geld elnbringt. statt auf dem Gebiete der iogenannten stusstgen Sh*k anderen Unternehmungen eine nicht sehr auriichle reiche Konkurrenz zu machen. Ich habe mir hier ein kleine» Verzeichnis angelegt e» ist natürlich mdn vollständig, es ist auch nicht mstematisch geordnet." Er hob einen ngbrichriebenen Bogen au» der grünen Mappe (Fortsetzung folgt)

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