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jetzt gen QliUgl ober bei Lande» rare» bi» »um 31. März 1923 verlängert Di« Wahlperiode der neugewählten Lande^r.ttsmitgliek« beginn mit dem 1. April 1928 und soll am 31. März 1931 beendet fein.
toüfhn:cen angerichtei. al» ob der Bezirk m 11 schwerem Granatfeuer belegt worden wäre. Gine Schule wurde infolge der herum- fliegenden ®i!en* und Stahl stücke buchstäblich bombardiert. Die Bevölkerung behütet H4> in fl r 6 bt e r Aufregung, da trotz der beruhigenden Berficherintg der Behörden noch neue Geplos ionen befürchtet werden Man schätzt, haft etwa 5000 Personen obdachlos geworden find. Zahlreich: Häuserblock» befinden sich infolge der Gr'chütterung der Grplofion In lehr gefährlichem Zustand« und von Zeit au Zeit w.rd eine» ter Häuser in sich zusammen stürzen. G'.fen- und Stahiftücke, Stein« und Schutt liegen im weiten Umfrvi» mehr al» 2yt Meter hoch Einig« Straften find nicht mehr au erkennen und gleichen einer unentwirrbaren Masse zusammen- gefallener Mauern.
(Sin Abenteurerleben.
3n Co» Angele« starb Oberst 2ahn 6obl ef M, ein direkter Nachkomme de« König« Johann 111. von Polen. Er batte ein abenteuerliches Ueben hinter sich. Während De» amerikanischen Bürgerkriege» war SobiefM Geheimagent de» Präsidenten Lincoln. Noch dem Krieg« trat er in den Dienst de« mesikani- ichen Prästdenten 3 u a r « 3 während de» Kampfe« acgen st a t s« r Maximilian. Lod eski war der Dc'.-dlchaber der Truppe, di« den Kaiser nach t-mer Sefangenahme e r f ch 0 ft. Später kam LodiesN selbst in Gefahr, von den Merikanern erschosten zu
Xvcucrvoiautiiagr.
Starke Temperattir geoensäfte zeigen sich heut« morgen über Deutsch and. Während südlich DH Main«» und AHeine» Temperaturen bl» zu plus 5 Grad Eelsiu» »Karlsruhe, und Pius 2 Grab Mflu» (Aachen) austreten, herrscht im nördlichen
Braiianus Niederlage
Oer Ausgang des Manoilescuprozesses.
3m Berliner Zirku» Busch fanden Mckttooch zwei stark besuchte Berfammlunflen der Heilsarmee statt, an der General Bosth teilnahm. 3n der MilsionSveri:mmlung am Aachmittag hielt zunächt Jene Tochter, dl« Kommandeurin für DevtschlanV d w Anspruch» in der sie m tteilte, bah i5r Dater morgm vom Aeichspräs identen empfangen w.-rden würde. Dann sprach General Booth selbst, k^-r DW MifsionOtätiakeit der Heilsarmee tat den betN nilchen Lünoern schlierte.
Eigene Drahtmeldung de« ..Gießener flnaeiger«*
Berlin, 17. Itoü. Da» Bukarester Kriegsgericht hat mit 3 2 Stimmen den früheren Staatssekretär Manoilefcu von der Anklage de» Landesverrat» freiyefproHen. Der Prozeß ist in feiner Borgefchchte und In feinen TD.Hungen Jo intereffant. daß er eine kurze Betrachtung verdient, schon deshalb, weil er ja nur ein Teilst Lik in der großen Tragödie Ttumänien» ist. Die Lage an sich ist grote»f: dem früheren Kronprinzen Carol ist nachgewte'en worden, daß er nicht weniger al» viermal auf den Thron schriftlich verzichtet hat. Trotzdem ist die Konstruliion, daß jemand Landesverrat begehen sollte, der den früheren Kronprinzen nicht etwa als Monarchen, sondern al» Regenten für seinen Sohn nach (Rumänien zurück haben wollte, ebenso widersitmig. Herr B r a 11 a n u . der den Kamps um seine Gewaltherrschaft mit allen Mitteln fortsetzt, hat in dem Prozeß nichts gescheut, um den früheren Thronfolger und damit die Monarchie $u verunglimpfen, und e» ist auch zweifellos rtchtig. daß das Bild Carol» nicht gerade strahlend au» diesem Prozeß hervorgeht: er ist offenbar, wie sein Baier, ein schwacher, haltloser Mensch, sehr stark AugenblickSstimmun- gen hingegeben, der, nachdem er hie maaeren Kronprinzen fahre umgangen hat. auf die fetten KönigSjayre trotzdem nicht verzichten will.
Aber Bratianu hat zu viel beweisen wollen und da» ist ihm zum Aachtest auSgefchlagen S« ist aktenmäßig auch durch Zeugen feftgelegt, daß König Ferdinand den Thronverzicht feine»
Oie Opposition gegen Baldwin
Sturmszenen im britischen Unterhaus.
läßt ei au Störungen kommen. Gin ausgedehnt» Tiefdruckgebiet Im Westen breitet sich ostwärts au». Obwohl noch durch die verichkden bert* schenden "Drudst römungen stetienwe^fe Tempera- turrürfkbläo« nicht ausge'chtv'sen finid. dürfte später die mild« Luftzusuhr an der Borderieit« bei Tief» allgemein TemperaturanKieg verur- fachen.
'2Brft«Thorcu»,ag?: M.-ist wolkig bi» bedeckt. Temperaturen zunächst fchwankrnd. bod) später anstrigend mit unterbrechende A -derichtägen.
^DitterungSau» sicht en für Simllig. wri- tewm Temper aturan^i eg wolkig«» und rtgne» rifch^S Wetter wahr'chrin'lh.
Lufttemperaturen am 18 November, mirtaa« 3^8 Grad Lelstu«, abend» 2/> Grab Celsius am 1/. November. morgen» 2,5 Grad Cetfiu» - Erksempera- kuren In 10 Zentimeter Hefe am 16. Korember abend« 2,5 Grad Lelstu«: am 17 7 . oemder morgen« 8,3 ^rab Lelstu« Warimum Grab, Hin!« mum 1,8 Grob Lelstu« — -ltederschtäg«: V> Ältti- Meter
Mitglieder der Arbeiterpartei stürmisch da» Erscheinen des Premierminister» und erhoben einen solcher. Lärm, daft die Sitzung auf eine Stund« unterbrochen werden mußte. AI» nach Wiederaufnahme bet Scung des Unterbau es dem Präsidenten de» Handelsamte» wiederum da» Dort erteilt wurde, fetzte unverzüglich wieder der Auf .Baldwins von den Arbeiterbänken ein. Der Arbeiterführer Thomas fragte, ob irgendein Präzedenzfall dafür bestehe, daß ein Premierminister es ab leb ne. auf einen Antrag zu antworten, der vom Führer der Oppo ition ein gebracht wird. Der Sprecher antwortete, er glaube, fich anderer solcher Fälle erinnern zu können und erteilte erneut dem Präsidenten de» Handelsamte» da» Dort, wo» von der Oppoütion mit einem neuen Proteststurm beant wort et wurde Bachem sich diese S.zene zum dritten Male wiederholt hatte, vertagte der unter lautem
Beifall der Opposition da» Hau» auf Donnerstag. Auch nach der Aushebung der Sitzung hielt die erregte Stimmung an. Schimpfwort« flogen hin und her. Baldwin blieb noch einig« Minuten an feinem Platz fitzen. Als er das Haus verließ, ertönte au» den Aeihen der Arbeiterpartei laute» Pfeifen.
Sohne» niemals für endgültig gehalten, daß er im Innern feine» Herzens immer auf eine Versöhnung gehofft und den Deg für Larol sreihalten wolle Denn feine letzten schrif.liehen Aeußerungen d ~m wid rsbrechen, dann beweisen fit eben nur. wie mächtig der Ginfluß war. den Dratianu auf den kranken Mann auSübte. Das menschlich Erschütternd« diese» König-Schicksal» ist berm offenbar auch stärker gewesen, al» die Militär fche D sziplin. sonst ist es nicht zu fassen, daß d Offiziere de» Kriegsgerichtes c» wagten. Brat anu in den Arm zu fallen und Manoilefcu srrizufprechen.
Der ungewollte Sriolg. den Bratianu erreicht hat, ist also lediglich der. daß Errol au» diesem Prozeh stärker her^usgeht, daß er an Ansehen bei der Opposition n)ch gewrtmen hat. Brat cknu selbst muh einen Frhlsch'ag befürcht ! habm. denn ehe da» Urteil trorlaa. Hal er von der K immer daS Diktaturgesetz Durchpeil,chen lassen, das so ziemlich alle gesetzlichen Aechte der Opposition aufhebl. Auch daS ist aber ein Zeichen der Zeit, daß von den 300 Mi gliedern der Kammer nur wenig mehr al» 100 dafür stimmten, dah also eigentlich eine Zweidrittelmeyrheit dagegen war. Di« Bauernpartei hat ihre Kampfansage nicht zurückgehalien, sie Hal erflär daft sie da» Gesetz nicht al» gültig betrachte, hat also Dratianu den Fehdehandschuh hin geworfen. Denn also rticht alle Anzeichen täuschen. g~rät "Rumänien immer tiefer in die Revolution hinein: nicht zuletzt deshalb, weil Bratianu auf die Macht nicht verzichten will.
Kleine politische Nachrichten.
Den Blättern werden th.iW'bciw Te.mtne für den Zufammentritt de» neuen Hessischen Landtag» genannt. Da aber der dritte Landtag am Z. Dezember 1924 gewählt worden ist. dauert er bi» zum Z. De »em der 1927 Der vierte Landtag kann also frühe st en» am 8. Dezember »ufammenlretcn.
Aach weiteren Meldungen au» Pittburgh fürchtet man. daft sich die Zahl der Toten, zuletzt mit 27 angegeben wurde, noch erhöhen wird, da man glaubt, daft sich noch zahlreiche Personen unter d«n Trümmern befmben. Durch die Gfplostvn wurden hi dem ganzen rief er gelegenen iw rdl ichen Stadtteil so starke Der-
Aut dem Südplatz in Leip'ia überfuhr er den 38 3obre alten Denttsten Schmidt, der nach der Oinhe'.trung in* Äranfcnbau» starb 5he Zeu» genvernehmuna ergab, daft Sru.iu» zu schnell g es ähren ist. To» Gericht verurteilte ihn zu zehn Monaten Gefängnis.
Bergroerfwenglüd In Südafrika.
Fünfzig Bergleute arbeiten an der Bettung eine» Europäers und achtzehn eingeborener Bergleute. die infolge eine» Einbrüche» von Gesteins- mafle in einer Tirie von 3000 Fuft in dem Tr own-Bergwer k eI ngeschloff en find.
Äünbigungeu am fxibelbevger Stadtttzeater.
3m Huw. ck auf Die kommende R « u 0 rd - n u n g der Heidelierger Theateeverhä^tnifse hat die Stadlverwallung dem gesamten Personal De» Theaters vorier Kündigungen ml» gehen lallen.
Ein neuer Unfug.
Zwischen Bcnretcrn des .eulkchrn Hunde- fport» und dem Beriitzer Sv rm Vn jerfe'^eeet haben Verhandlungen über di« G/richtung einer Hunderennbahn ftanorfimXm. Me einen so günfti ;cn Verlaus nahmen, daß >r» m-ue Projekt bereit» gesichert erich. nt Zluch km» LattdwlrtfchastSmio flcr.tnn steht dem P m« wohlwollend gegen der, da nicht nur dir ausländischen Him?«renrrrüHm. sondern auch die m Betracht kommenden deut'chen Ballen B rwendung finden sollen. Die Aenne« sollen nach eng- lischem Muster hinter .elektrischen Hasen" und mit Totalisatorbetrieb statt- Itatai
London, 16. Io» (Wölls.) in der heutigen Unterhaus'iyung brachte Macbonald einen Mißtrauens antrag der Labour Party zur Lage De» Kohlenbergbau» ein. 3n dem Antrag wird das BeOauern Darüber ausgesprochen daft Di« Regierung die wachsenden Schwierigkeiten in der Kohlenindustrie und die zunehmende Arbeit-lofigkei: und Her unter Den Bergleuten vernachlässigt hab«. Sie wird ferner zu sofortigen Mahnahmen zur Sicherung einer zweckmäßigen Organisation d- r 3ni-uftrie und Organisation der Verteilung sowie Der Verarbeitung Der Kohle au g»fordert. Gnd- wird verlangt, daß Die Aegierung sich Der schwierigen Lag« Der örtlichen Wohl ahrtsbeHörden, De» Problem» Der Aetrutierung neuer Arbeiter und der Behandlung der großen Zahl Der Bergleute. Die verminderte Arbeitszeit haben oder ardeitSlo» find, annehmen soll. Macbonald erklärte dazu. In der wi fenlchafllichen Erforschung der Kohlenverwertung sei England hinter dem Kontinent zurück. Die Aegierung müsse sich endlich zu einer positiven Politik m dieser Frage au'rassen. Die 'Regierung habe Den Zechen- be'ihern die Macht gegeben, unter Der Die tyrannische Behandlung der Berg arbeit rr for: bauere.
Al» der Präsident deS HandelS- a m t» ihm antworten wollte, verlangten die
IrA durchweg Frost sHamwver minus 3 Grad.
Hamburg miau» 3 Grad. Magdeburg 1 3 Grad. Königsberg tn nu» 4 G ad) Milde
werden, wurde aber schließlich auf sehr romantische Weise gerettet. Die schöne Tochter De» mexikanischen General», der vodieski gefangen genommen hotte, ritt au dem 500 englische Meilen entfernten Hauptquartier de« Oberbefehlshaber« der mexikani- schen Armee und erlangte die B e g n a d i g u n g de« Verurteilten auf Grund seiner früher geleisteten wertvollen Dienste.
Schwere Jeuerebrunfl in Tlruyork.
Bermutlich durch Dasolincffplosio- nen entstand eine gewaltige Feuersbrunst, durch welche ein nahezu einer, ganzen Straßenblock umfassendes fünfstöckige» Automobillager- hou» zerstört wurde und zu deren Bekämpfung 3500 Feuerwehrleute, Da» ist die Hälfte der Desamtseuerwehr der Stadt Beu York, zwei Stunden lang auf geboten werden muhten. Die Brandstätte befindet sich an der 11. Avenue. Öde 59. Straft«, im Westen von Beuyork. äleber tausend Motorboote und Automobile finb Den Flammen zum Opfer gefallen. Der Sachschaden wird auf zwei Millionen Dollar geschätzt. Sine Perivn wirb vermißt. drei wurden verletzt.
Iorigesehke Gislaltcnkak« auf einen Laboranten.
Sei' anderthalb Fahren litt Der Laborant einer Firma i n Stolberg bei Köln an schweren BergiflvngSerstheinungen. die er auf eine Säurevergiftung jurüdTüfrrte. Al» eine» Abend» Die Familie de» Laboranten die Butterbrote af). die Dieter au» der Fabrrl zurückgebracht hatte stellten sich auch bei ihr ähnliche Vergiftung»«rirbetnungen ein. Sinc chemisch« Untersuchung ergab, daß auf die Butterbrot« Brech weinst«!« Pulver gestreut worden war. Die Kriminal Polizei enTittelH. daß ein Gehilfe de» Laboranten Der Täter war Seit anderthalb Jahren hatte et Die Gistanschläge auf seinen Borgefetzten verübt, um durch dellen fortgesetzte Krankheit Gelegenheit zu haben. Silber au# Dem Laboratorium ju st eh - lea. Der Täter gestand, nach und nach mindesten» «inen Zentner Silber erbeutet »u haben Frau und Kind de# Laboranten fie- gen schwer erkrankt Damieber
Vie Alpen Im Wlnlerffrib.
Die 9alleweil« In 6iibD«utfd>(anD und in den Alpen halt an. Da« choiplz auf dem St Gotthardt meldete 12 Grad Lelstu? unter Null und «Ine Schneedecke von 40 Zentimeter Höh«. Such St. Moritz ist völlig «ingeschneit.
HuloonfaO io den Llpen
3n den Dolomiten liegt der Schnee 75 Zentimeter hoch und in Triest zeigt« das Thermo- me.er gestern 0Grad. 3m Pustertal kam ein Personenauto aus dem gefrorenen Boden in» Schleudern und stützte in eine Schlucht. Glücklich-preise blieb tat Auto hängen unD di« cis Perl'nen blieben unverletzt.
Zehn Monat« Gesäogni« für einen Herrenfohrer.
Megen schrlälsiger Tötung stand der Attter- gutSbelitzer 6 ruf I u» vor dem Lripttger Schvfs en geeicht. Srufki# hatte in Lrivz g mll Bekannten in verichied.-nm lokalen S-k und Äognaf ge! runken. Jr Er?Utr dann mit feinem Kraftwagen feinet Detter nach Haufe bringen.
Farben Schwarz-veift-rot — den ,3ui* b«»farben“ — Die Treue bewahren und in deren Zeichen der KyffhLuferbuTtd allein „feine hlchen Aufgaben" lösen könne. General v. Horn fährt bann fort: .Aber mit Der Ghrung der Vergangenheit allein ist eS nicht abgetan. Wir müssen Die Auf ga den Der Gegenwart verstehen, um in der Zukunft bauen zu können. Wir müssen unS llar Darüber fein, daß alle Diejenigen, Die sich zum Staate bekennen, die gewillt find, am Staate und im Staate mitzuwirken, — und da» wollen wir. weil wir es für notendig halten. — auch verpflichtet find. Die Staatsautorität zu stützen. Darum muß auch di« heutig« Reichsflagge, folanfl« sie besteht, al» solche gewürdigt werden, mag die» auch hohe An- Forderungen an Herz und Gemüt Der alten Krieger stellen. Wird tat Ginzelfällen Wert Darauf gelegt, die Vertreter Der Behörden bei unseren Festen zu sehen, und bekommt dadurch Die Deranstaltung einen offiziellen Charakter, fo müssen wir unsere politische Reutralität äußerlich
An Stelle des zum Sowjetbotschafter tn Pari» ernannten Botschafters Do wga 1« ski soll der OteÖLxrtretmDe Präsident der oftckinefischen
Briand beruhigt.
die» gnterpcllaiio* im -ammkraudschuft
Pari», 15. Aov. iAgentur Havas.) 3m Kammerau»schuß für auswärtig« Angelegenheiten haben mehrer« Aus chahmitgli.der Br ia nd ihre Befürchtungen hm.lchtlich der Möalichkrit. wenn nicht eine» ooll'tänDigcn Anschlusses Oesterreich# an Deutschland, so doch einer engen Verbindung Der beiden Republcken. die nach ihrer Ansicht für da» Gleichgewicht in Europa bedrohlich werden könnt«, geäußert. Die örtlärungen Briand» haben Dtrie Besorgnisse beschwichtigt. Briand erflärte. Die Reise des deutschen Reichskanzlers und des R ichSaußen- minther» nach Oesterreich also ein Besuch von Ministern eine* Geffert ich benachbarten Lande» erscheine ihm normal, und e» genüge, den Ton Der Heben zu verzeichnen, die gewechselt wurden, um sich davon zu überzeugen, daß bie Aeife der Mitglieder der deutschen '^Regierung in Frankreich keinerlei Besorgnisse wach- rufen könne.
„(Sorgen"
über die Wiener Orden.
Berlin, 17. Noo. (Prio.-Iei.) ,,2Jonoärt«' und „Nachtausgabe" bringen ee fertig, in bie Harmonie der Wiener Zufammenkunfl die wie ein Heller Glocken ton in dlefe zerklüttet« und sorgenvolle deutsch« Gegenwart hmeintönt«, einen schrillen Miß- Mang zu bringen. Bride im brüderlichen Verein zitieren mf die Nachricht von den an die reichsdeut- schen Gast« verliehenen österreichischen Ehrenzeichen Den Paragraphen der Weimarer Bersassung- Kein Deutscher Darf von einer ausländischen Negierung Titel und Orden annehmen", wozu der Mitarbeiter der „Nachtausgabe" noch anmerkt: Wer Orden und Ehrenzeichen annehme, mache sich wegen „Ile b e r I r e t u n g' strafbar. — Vielleicht Darf man Daran erinnern, daß kein anderer al« der verstorbene Neich«präfid«nt Ebert in der richtigen (Erfenntni«. daß jene Dersafsungrdeftimmung an der Wirklichkeit, rote sie nun einmal ist, sich flöht und stoßen muß, hier das treifenbe Präzedenz geschaffen Hal. Auch er Hal Orden, die ihm von fremden Negieningen verliehen wurden, angenommen. Er bat, was nach seiner ganzen Vergangen- heil sa auch stillos g^mefen wäre, diese Orden zwar nicht getragen, dach sie dankend akzeptiert, und al« Erinnerung in seine Lade getan. Der derzeitige preußische Ministerpräsident Braun aber ist noch einen Schritt weiter gegangen. Er hat die ganz orden»- mäßig au»geftattete (oder umgeftallete) Feuer- roehrmedaille auch an Leute verliehen, die mit Dem Feuerwehr rorsen nur von Feme Berührung batten, und verleiht sie wohl auch noch fo. Schließ- lich aber dürfte auch den Wächtern vom „Vorwärts" nicht unbekannt geblieben sein, daß im Reichsministerium des Innern schon seit Den Tagen des Dr. Külz «in Geseßentrours über die Wiedereinführung von Orden und Titeln lagert und daß die soziaDemokrattsche Reichstags- fraftion seinerzeit bereit, gewonnen war, für Den Gesetzentwurf zwar nicht zu stimmen, doch ihn oassieren zu lassen. Herr von Keudell hat blelang die Vortage seine» Vorgänger» nicht einzu- bringen sich getraut au« Der vielleicht nicht ganz un- richtigen Anschauung heraus, daß Ihm, dem Deutsch- nationalen, die bozialbemokratie schärfste Opposition entgegensetzen würde. Aber Herr von Keudell wirb sa nicht eroig Reichsminister De» Innen, sein und früher oder soäter wird man Den Hchönyeitsfrhler von Weimar schon noch korriaieren. Im übrigen, haben wir nicht größere Sorge? Und muß um jeden Preis Krach gemacht werden?
Die deutschen Gäste in ZNostenieuburg.
Wien, 15. Roo (WB.) Reichskanzler Dr. Marx und Reichsauftenminister Dr S t r e Je m a n n begaben sich heute zusammen mit Dem Bundeskanzler Dr. Seipel noch Klosterneuburg, wo sie in der Stiftskirche dem feierlichen Pontifikalamt beiwohnten. Hierauf wurde vom Kirchenchor auf besonderen Wunsch De» Reich»kanzler« Die Messe in E-TOoU von Union Bruckner aufgeführt. Nach Dem chochamt besichtigten Die Gäste dos Stift. $n der Bibliothek trugen sie sich in da» Gedenkbuch ein. An die Besichtigung schloß sich «In zu Ehren Der Gäste im Refektorium gegebene» Frühstück an.
Deutsche Offiziere für Bolivien.
Nervenchok in Paris.
Eigen« Drahttn«ldung des ^Gießener Vnzeiger»".
Berlin, 17. Nov. Da» Pariser „Journal" glaubt roleber einmal einer Verletzung De» Versailler Vertrage» Durch DeutfdjIanD auf Die opur gekommen ZU fein, voller (fmporuna stellt es fest, daß Doli- vien Angehörige der allen deutschen Arm«« al»Instrukt«ur« für ba» eigene Heer e I n g t ft e 111 habe. Zwar muß e» Augeben, daft e» sich hier nicht um Reichsdeutsche, sondern um Dan Alge r Bürger handelt. Dennoch tobt es gegen Deutschland Io», gleichzeitig aber auch gegen Bolivien. Damit Dürfte eigentlich schon vewiesen sein, woher der Aerger De» Pariser Blatte« stammt. Es weift sicherlich sehr genau, daß für Danzig Die Bestimmungen de» Versailler Vertrage« nicht gelten und daß die Regiening Bolivien» sich vorher beim Völkerbund erkundigt hat. ob eine Anwerbung von Dandqem gegen irgendwelche Verträge verstößt. In Gens ist da« nemeint worden worauf Dann mit einem ehemaligen Oberstleutnant, zwei Motoren, vier Hauplleuten und acht Unteroffijleren entfpre- chende Vereinbarungen zustande kamen. Da« „Journal" speit vielmehr deswegen Gift und Galle, weil sich Bolivien, wie vor dem Kriege, sür deutsche Instnikteure «ntichlosien und ein ähnliche« französische« Angebot abgelehnt hat Wir können ruhig zur lägeoartmung übergehen, weil un« die Angriffe de» Pariser Blatte» und bie Lügen von dem amtttchen tfljarafttr dieser Militarnnision. wie e» sich auszudrücken beliebt, nicht treffen. Im übrigen sind wir Derartige Ergüsse gewohnt Die sich stet» Dann prompt clnzustellen pflegen, wenn nur einmal «in R«ich»w«hrossizier eine Erholungsreis« nach Spanien oder einem anderen Lande unternimmt, von dem Frankreich befürchtet, daft «» für uns einige Sympathien übrig haben könnte
Oer Kyffhauserbund zur $laggenfragc.
Berlin. 17. Tin? <Priv-rci.> Der Präsident des ÄT?fTMuferbunbrt. G^veral bei Artillerie a. D. v Horn ver-ftentliedt Richtlinien für Die Kriegerve reine tn bet Flaggenfrage General v Horn betont noch e mal .d'.e partetpolitische Neutralität DH ÄbffWuferbunDe» besten Angeftsrige alle den
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