Kreistierschau in Wetzlar
32 Fortsetzung
Nachdruck verboten
aufhalten.
415?" fragte
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ihn selber
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er fort?"
Als er zurückkam, war aus welchem Haus er
Ge- von
aae nach die Juwelendieb f mit feinem
„Hab ich s mir doch gedacht. Ich sah die Nummer ,m Laternenschein. Wußten Sie, daß Sie einen Passagier hinten auf Ihrem Auto hatten?"
„Wie?" fragte Krag sehr cifria.
„Ein erwachsener Mann hing hinten dran " .,Wic sah er aus?" fragte Krag.
„So wie ein Seeman."
Sulfat, vermittels des Zusatzes von Schwefelsäure, oder es kann durch Zusatz von Gips der sog. Kalksalpeter hergesbellt werden.
Die beiden Fortschritte in der Technik, die eine erhebliche Verbilligung gegenüber dem bisherigen Verfahren naturgemäß mit sich bringen, sind es neben einer Reihe anderer Vorteile, die hier nicht näher erörtert werden sollen, welche das Mvnt-Cenis-Verf ähren zu einer Erfindung stempeln, die sowohl für den Steinkohlenbergbau selbst, als auch für die Landwirtschaft von großer Bedeutung ist. Es ist daher zu erwarten, daß die in Kürze bevorstehende Auf- nähme der Großproduktion auf der Zeche Mont- Cenis und auf der staatlichen Zeche Hibernia der deutschen Wirtschaft neue wertvolle Kräfte zuführen wird.
„Wohin haben Sie ihn gefahren?"
„Genau an diese Stelle."
„Und wohin ist er dann gegangen?"
Der Chauffeur antwortete nicht. Nach einem Weilchen fragte er: „Wer sind Sie denn? Das nenn ich neugierig sein!"
Krag ließ den Lichtstrahl in das Gesicht des Mannes fallen, was diesem ersichtlich unbehaglich war. Krag kannte ihn nicht. Als er aber seine blanke Polizeimarke im Licht spielen ließ, gluckste der Chauffeur: „Ach so. Ja, ich hab' nix Böses getan!"
„Das behauptet ja auch niemand", sagte Krag. „Ich möchte bloß eine Antwort auf meine Frage haben Wohin ist er gegangen?"
Der Chauffeur zeigte in eines der dunkelsten (Lätzchen. „Dahin", erklärte er.
Krag sah sich interessiert nach den Seemannssachen von der vorigen Nacht um, sie waren nickt zu finden. Wahrscheinlich hatte Herr d'Albert sie heute nacht noch gegen andere Kleider vertauscht. Aber wo war er gewesen? Bei einem seiner Mitschuldigen? Auf einer seiner Stationen?
An dem breiten Fenster standen in einer langen Reih- mehrere dicke eingebundene Bücher. Krag konnte die Titel lesen. Es waren lauter wissenschaftliche Werke, die alle ägyptische Sprachforschung und Kulturgeschichte behandelten.
Krag bewegte sich mit der größten Vorsicht im Zimmer. Er glitt wie eine Katze umher. Er wollte nichts in Unordnung bringen, denn er rechnete damit, daß der rätselhafte Gelehrte mit seiner außerordentlich scharfen Beobachtungsgabe sofort selbst die geringste Veränderung entdecken würde.
Die Schreibtischschubläden waren geschlossen. Es waren neue Schlösser eingesetzt worden, was Krag übrigens schon vom Pogtier wußte. Der Detektiv mochte nicht einmal einen Versuch, sie zu öffnen; ei wußte, daß sie widerstehen würden.
in das Licht Schutzmann.
„Und wie lange blieb „Gut zwei Stunden, es hell."
„Haben Sie gesehen, kam?"
„Ich glaube nicht, daß Er kam draußen von den
Unter einem Briefbeschwerer aus Blei fand er brei gewöhnliche gelbe Notizblockblätter. Auf jedem dieser Blätter stand ein Satz in norwegische! Sprache. Auf dem ersten: „Spanisches Rohr wächst im „Schatten." Auf dem zweiten: „Loch im Winkel." Und auf dem dritten- „Er hat Tinte an den Fingern."
Besonders dieser letzte typische Ausdruck aus dem niedrigsten Kristiania wirkte so komisch auf den Detektiv, daß er unwillkürlich lachen mußte.
(Fortsetzung folgt.)
in entgegengesetzter nicht wahr?"
Dagegen betrachtete er mit großem Interesse ein umfangreiches LNonuskript, das aufgeschlagen auf dem Schreibtisch lag. Es war in französischer Sprache abgefaßt. Der Autor war bis zur ©eite sechzehn- hundertoierzehn gelangt. Krag blätterte in deir großen Manuskript zurück. Das Titelblatt gab an, daß es sich um einen Abschnitt der ägyptischen schichte handelte. Es wimmelte im Text auch Hieroglyphen.
Gestalt.
„3a", erwiderte Krag.
Der Unbekannte stellte sich Automobillaternen. Es war ein „Sie sind vor einer Weile Richtung hier vorbeigekommen, „Ja."
er aus einem Haus kam.
„ ------Feldern."
Krag dachte wieder an die Ziegelei.
„War er allein?" fragte er den Chauffeur.
„Jo, er mar ganz allein, als er kam, und als er ging. Aber als er kam, las er in einem Buch."
„War es denn hell genug dazu?"
„Nein, aber er blieb unter den Laternen stehen und las."
Doch bann wurde der Detektiv auf etwas oeres aufmerksam, das ihn in das höchste staunen versetzte.
„Sind Sie dessen sicher, bafe er las?"
Ja, ziemlich sicher. Entweder er las ober schrieb. Ich habe das Luch gesehen "
Krag überlegte einen Augenblick. Hier ließ sich osstubar nicht mehr ermitteln, und der Mann mar fort. Er hatte Krag durch den aücrelcmenfarfien und alltäglichsten Kniff hinters Licht geführt: indem er in voller Fahrt aus dem Wagen sprang, während Krags Automobil noch hinter her letzten Ecke verborgen war.
„schockschwerenot! rief Krag. „Dann haben wir ‘-**1 . hinbefordert.
Dullen im Alter von 3/4 bis iy2 Jahren: 1. Preis und silberne Preismünze des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen Heinrich Friedrich, Rauborn; 2a-«Preis Wilhelm Dietrich !., Riederlveh; 2b-Preis Johs. Ohlh Witwe, Hörnsheim; 2c. Preis Johs. Will, Hörnsheim; 3a. Preis und Ehrenpreis der Gemeinde Garbenheim Duderussche Gutsverwaltung Hvsgut Altenberg; 3b. Preis und Ehrenpreis der Gemeinde Dorlar Wilh. Schäfer, Rieperwetz; 3c. Preis Johs. LenzV.. Lützellinden; 3d. Preis Anton Volk, Rieder- kleen; 3e. Preis Vorsteher o. D. Salten- 6er g er, Griedelbach; 4. Preis und Ehrenpreis der Gemeinde Riederquembach Karl Fiedler, Dorlar; 5a-Preis und Ehrenpreis der Gemeinde .Liesenbach Gebr. Marx, Dorlar; Sb- Preis Karl Georg, Griedelbach; Sc-Preis Ferdinand Engel, Hörnsheim; Sck-Preis Friedrich Held Witwe, Rauborn. Lobende An-er- lennungen: Adolf Koch, Dlasbach; Witwe A. Schwarz, Hörnsheim, und Karl Friedrich.
Stroh, Reiskirchen.
Klasse 2: Bullen im Alter von l1/» bis 2 Jahren: 1. Preis und große Preismünze der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz Herdbuchgesellschaft Wetzlar für ihren Dullen in Hörnsheim; 2. Preis Wilhelm Selling, Atzbach; 3. Preis Gemeinde Oberkleen; 4. Preis und Ehrenpreis der Gemeinde Wißmar Karl Schneider, Dutenhofen; 5. Preis L:ck>wig Schlaudraff, Leun. Lobende Anerkennungen: Peter Graulich, Oberndorf; Peter Wenzel Lau d , f un^Friedrich Schäfer, Garbenheim.
Klasse 3: Dullen im Alter von 2 bis 2Va Jahren: 1. Preis und Keine Medaille der Land- wirtschaftskamnter Herdbuchgesellschast Wetzlar für ihren Dullen in Reiskirchen. Lobende Anerkennung: Johs. Veit, Laufdorf.
Klasse 4: Dullen im Alter von mehr als 2i/? Jahren: 1. Preis und Siegerpreis für den besten Dullen HerdbuchgeselNchaf tW e tz- lar für ihren Bullen in Griedelbach; 2a-PveiS Gemeinde Donbaden; 2b°Pveis Gemeinde Lützellinden; 3a-Preis Wilh. Stroh, Reiskirchen; 3b-Preis Ludwig Säumer, Garbenheim ; 3c-Preis Johs. Dach, TÄünchholzHau- sen; 4. Preis Ehr. Mül ich, Garbenheim. Lobende Anerkennung Wilhelm Schnorr, Garbenheim. "
Klasse 5: Rinder im Alter von 12 bis 21 Monaten: a) gedeckt: 2a--Preis Witwe Heinr. Dach, Hochelheim; 2b--Preis Ludwig Schweizer, Hochelheim; ,3a-Preis Witwe Friedrich Held, Raubvrn; 3b-Preis Vorsteher Lehn» Hardt, Reiskirchen; b) nicht gedeckt: 1. Preis Johs. Ludwig, Hörnsheim; 2. Preis Friedrich Will, Atzbach; 3a--Preis Philipp Jung, Hochelheim; 3b°Preis Anton Engel V., Hörnsheim; 4.!-Preis Ludwig Schmidt. Reukirchen; 4b-Pr<'s Wilhelm K o l m e c, Griedelbach.
Klasse Za: Kühe a) sichtbar tragend: la» Preis und große Preismünze der Landwirtschaftskammer in Bonn Wilh. S a l t c n b e r g i., Griedelbach; Id-Preis und silberne Preismünze des Landwirtschaftlichen Vereins für Rhünpreu- ßen Wilh. Saitenberg L, Griedelbach; 2a» Preis und 2. Siegerpreis der Stadt Wetzlar Heinrich Rühl, Aßlar; 2b°Preis Friedrich Will, Atzbach; 3a°Preis Johs. Engel, Hörnsheim; 3b°Preis Ferdinand Engel, Hörnsheim; 3c>Preis Heinrich Friedrich, Rauborn; 3d»
Vas Mont-Cenis-Verschren und feine Aussichten.
Die Fortschritte der chemischen Industrie und die Erkenntnisse der chemischen Vorgänge habet, in den letzten Monaten eine Reihe von Ergebnissen gezeitigt, die wahrscheinlich eine 51m» Stellung unserer Stickstoffwirtschaft im Gefolge haben werden. Dies dürfte mittelbar die Folge der ungesunden Verhältnisse in der Sleinlohienwirtschaft fein. Rach Beendigung des enalßchen Bergarbeiterstreiks ist der Wettbewerb auf bei: deutschen und europäischen Kohlenmärkten unerträglich geworden. Der deutsche 6tein» kohl, nbergbau will seine Produktion nicht erneut ermäßigen, wie es in den Krisenjahren 1923, 1924 und 1925 geschehen mußte. Das Produk- tionsverhältnis bei Stein- und Braunkohle hat sich in den letzten 14 Jahren zuungunsten der Steinkohle gewandelt, da heute nur 45 Prozent Steinkohle, dagegen 55 Prozent Braunkohle aus den Bergwerken zu Tage gefördert werden. Dabei muß in Betracht gezogen werden, daß an und für sich die enorm angewachsene Produktion an Braut: kohle ihre wirtschaftliche Berechtigung findet, Denn vielfach ist bei der Braunkohle der Lagebergbau möglicy. wählend die Steinkohle aus der Tiefe hervorgeholt werden muß, also große Anlagen und Damit erhöhte Kosten erfordert. Der Wettkampf der Steinkohle fann also nur dadurch unterstützt werden, daß es getingt, aus ihr größere Energiemengen heraus- zuholen ober sie reichhaltiger als bisher auszu- nuhen. Hierfür sind zwei Möglichkeiten gegeben: einmal die Gasfernversorgung, die die bei der Verkokung der Kohle entfallenden überschüssigen Ofengase weiterleitet oder das M o n t» Cenis-Verfahren, das die gesamten Gase mit ihrem Wasserstoffreichtum sofort an Ort und Stelle zur Stickstoffherstellung benutzt. Während der erste Weg die Aufwendui^ großer Kosten erfordert, und bis zu einem gewissen Grade eine Aenderung in der kommunalen Gaswirtschaft mit sich bringt, ist der zweite Weg insofern einfacher, al8 hier nicht auf Bestehendes Rücksicht genommen zu werden braucht, sondern dem Bedürfnis an Stickstoff nachgekom- men wird.
Die Koksofengase, die bisher einfach veriüch- tet, d. h, verbrannt wurde::, nachdem man ihnen die sog. Rebenprodukte, wie Leer, Benzol, Raph- talin usw., entzogen hatte, werden nach dem Mont-Cenis-Verfahrei: ausgenutzt. Es wird ein viertes Pr^>ukt, das A m m o n - S u l f a t, mit ihrer Hilfe gewonnen. Die Koksofengase bestehen bekanntlich zu etwa 50 Prozent aus Wasserstoff. Dieser Wasserstoff wird zusammen mit dem Stickstoff, — wobei auf drei Teile Wasserstoff ein Teil Stickstoff kommt — ditz> wichtige Rohstoffquelle für den Ammoniak-Dünger. Vermittels des Gegenstromprinzips wird der Wasserstoff aus diesen Koksofengasen herausgezogen und dabei ein Element von außerordentlicher Reinheit erhalten, wie es für die Vereinigung mit dem Stickstoff unbedingte Voraussetzung ist. In großen Gasometern wird der so erhaltene gereinigte Wasserstoff ausgespeichert, während gleichzeitig vermittels des Lindeschen Verfahret aus der Luft der Stickstoff gewonnen wird.
. Tte Vereinigung der beiden Elen:ente Stickstoff und Wasserstoff, die auf dem genannten WeAe erzeugt wurden, wird vermittels eines besonderen Katalysators erzielt. Bisher hatte man nur Katalysatoren, die bei sehr hohen Drucken und Temperaturen die Vereinigung von Stickstoffs und Wasserstoff vornahmen. Bei den Hohen Temperaturen und Drucken zerfraß der Wasserstoff sehr bald die Apparaturen, und es konnten mir kohlenstossarme oder kohlenstoss lose Stähle, sog. Edelstahle, Verwendung finden, um
worden ist, befindet sich in der Geistesverfassung aller Gläubiger, d. h. es wünscht nicht, daß sich seine Schuldner zugrunde richten.
Aber wer kann prophezeien? Wenn wirklich Kräfte bestehen, die in wirksamer Weise gegen die Kriegstreiberei gewisser Mächte arbeiten, so sind sicherlich auch starke Kräfte am Werk, die eine Kricgspolikik begünstigen. Torheit kennt beim einzelnen Menschen und im Völkerleben kein Gebot. Hoffen wir, daß diese Episode der Torheit bald iyr Ende nimmt, und daß die moralischen Gesetze im Leben der Völker ihre Macht behalten.
„Sie sind auffaüenb langsam gefahren", sagte Krag. „Warum haben Sie das getan?"
..Der merkwürdige Herr selbst ljat mich darum gebeten."
„Wann?"
..Als er aus dem Hotel kam. Fahren Eie ganz langsam, sagte er.
„Hat er Sie auch das vorige Mal langsam fahren lassen?"
„Nein, da ging's ihm nicht schnell genua."
Da verstand Krag, daß der Gelehrte sich schon, als er das Hotel verließ, klar darüber war, daß er verfolgt wurde.
Jetzt in der dunkeln Nacht war jehe weitere Un- tersuchung der Sache aussichtslos. Das Spiel war vorläufig, verloren. Krag konnte nicht in den schla- fenben Häusern Lärm machen und nach einem Mann in Seemannskleidern fragen; und hier ringsum $ab es so viele Ziegeleien, daß er nicht wissen konnte, wo er beginnen sollte. Cs blieb daher nichts anderes übrig, als zur Stadt zurückzukehren.
Er ließ den Chauffeur mit dem leeren Automobil voranfahren und folgte selber mit Jens in dem anderen.
Roman von Sven Elve st ad Copyright bei Georg Müller, München.
den Angriffen des Wasserstoffs zu widerstehen, was naturgemäß die Kosten der Herstellung außerordentlich verteuerte. Durch das Mont- Cenis-Derfahren ist nun ein neuer Katalysator gefunden worden, der bereits die Gewinnung großer Mengen Ammoniak auch bei _ niedrigen Drucken ermöglicht. Es ist deshalb möglich, die Apparaturen aus einfachem Siemens-Martin- Stahl statt aus Chrom, Rickel oder Edelstahl herzu stellen. Wenn man bedenkt, daß Siemens- Martin-Stahl etwa 200 Mark pro Tonne. Edelstahl etwa 2000 Mark pro Tonne kostet, so wird man sofort die Ersparnis, die auf diesem Wege erzielt werden kann, erkennen können. Rach der Vereinigung der beiden Elemente, Stickstoff und Wasserstoff, zu Ammoniak, erfolgt die Herstellung des weißen Düngemittelpulvers Ammon-
aber trotzdem Zeit genug zu den Beobachtungen im Hotel.
Er war der Ansicht, baß jetzt so viele Verbachts- grünbe gegen den Gelehrten Vorlagen, baß er, ohne zuviel zu wagen, etwas kühner auftreten konnte.
Um elf Uhr vormittags ging b'Aldert aus. Jens folgte ihm unb konnte Krag einige Minuten später telephonisch mitteilen, baß Herr d'Albert sich zu einer wissenschofilichen Konferenz zu dem Sonder- ling^in der Theaterstraße begeben habe/
Das Gänze erschien Asbjörn immer märchen Hafter. ,
War Herr d'Albert wirklich der Anführer der Diobesgesellschast — und zu dieser Anschauung neigte Krag jetzt immer stärker —, warum spielte er bann die seltsame Komödie mit seinen altägypti- schen Studien? Verfolgte er auch damit einen Plan? War er ein wirklicher Gelehrter, oder wollte er nur den alten Dotkor Saling verblüffen? Was wollte er in der Nacht bei den Ziegeleien? Und wie war es ihm gelungen, sich an Krags Auto zu hängen? Es war nicht nur eine Kühnheit, sondern geradezu ein akrobatisches Kunststück.
Sobald Krag wußte, daß dÄldert bei Doktor Saling in Sicherheit war, beschloß er, in sein Hotelzimmer einzudringen, was er bisher nicht gewagt hatte.
Natürlich war es eine Kleinigkeit für ihn, die Hoteltür mit einem Dietrich zu öffnen. Er achtete nur darauf, daß keiner ihn sah, unb verschloß die Tür wieder sorgfältig, sobald er drinnen u>04
Zum erstenmal war er nun also in d'Alberts Zimmer, und er merkte, baß er ein klein wenig nervös wurde. Wenn er sich irrte, so stand er im Begriff, eine gehörige Dummheit zu begehen. Wenn er sich aber nicht irrte, so befand er sich auf ber Schwelle zu einer bedeutsamen Entdeckung.
Das Zimmer glich allen anderen Hotelzimmern, aber es herrschte auffallende, zierliche Ordnung darin. Auf dem Koffergestell in ber einen Ecke ftanb ein großer amerikanischer Reisekoffer. Er trug mehrere Zettel, darunter solche aus Nizza, Kairo, Paris. Krag versuchte, ihn mit seinen Sieh "chkn zu offnen, aber das war unmöglich.
In dem Kleiderschrank hingen, zierlich aufge- hängt, verschiedene Anzüge, Fracke, Smokingröcke, Hausjoppen; ein Bademantel lag zusammengefaltet über einer Stuhllehne.»
Preis Karl Friedrich Stroh, Reiskirchen; Ze- Preis A. Schwarz Witwe Hörnsheim; 4a» Preis Philipp Jung, Hochelheim; 4b-Preis Anton Schwarz Witwe, Hörnsheim; 4c-Preis Gebr. Marx, Dorlar; 5a-Preis Ludwig Engel, Hörnsheim; 5b°Preis Karl Friedrich Stroh. Reiskirchen.
Klasse 7b: Kühe in Milch: I. Preis und kleine Preismünze des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen Wilhelm D e p l e r< Hörnsheim; 1. Preis und Siegerpreis des Kreises Wetzlar Wilhelm Depler, Hörnsheimo 2. Preis Georg Hedrich, Hörnsheim; 2c-Prei- Anton Müller IV., Hörnsheim; 3. Preise Johannes Krombach, Lützellinden und Johannes Staudt, Raunheim; 4. Preise Johs. Ohly, Witwe, Hörnsheim; Adolf .Koch, Dlasbach, Anton Engel V., Hörnsheim; Vorsteher a. D Saltenberger, Griedelbach und Johannes Staudt, Raunheim; 5. Preise Heinrich Hofmann l., Hörnsheim und Karl Hinkel II.. Raunheim; 6. Preise Friedrich Will/'Atzbach und Johannes Staudt, Raunheim.
Klasse 8. Familien: Kühe mit mindestens zwei Rachkommen: 1. Preis Friedrich Will, Atzbach; 2. Preis Johannes Ohly Witwe, Hörnsheim; 3. Preis Anton Schwarz Witwe, Hörnsheim; 4. Preis Anton Engel V., Hörnsheim. Lobende Anerkennungen Karl Friedrich Stroh, Reiskirchen und Anton Engel V., Hörnsheim.
Klasse 10. Sammlungen aus einer Gemeinde, mindestens acht Tiere, darunter ein an- gekörter Dulle, vier Kühe und drei Rinder, oder an Stelle der letzteren zwei Rinder und ein Jung- bulle: 1. Preis Gemeinde Hörnsheim; 2. Preis Gemeinde Griedelbach und,3. Preis Gemeinde Reiskirchen.
Klasse 11. Sammlungen von Einzelzüch tern, mindeste:^ vier Tiere: 1. Preis Anton Engel V., Hörnsheim; 2. Preis Anton Schwarz Witwe, Hörnsheim; 3. Preise Vorsteher a. D. Saltenberge r, Griedelbach und Friedrich Will, Atzbach; 4. Preis Johs. Ohly Witwe, Hörnsheim; 5. Preise Karl Friedrich Stroh, Reiskirchen und Heinrich Friedrich, Rauborn
II. Rindvieh (S im m e n 1 h a l e r); Klasse 12. Bullen: 1. Preis Gemeinde Lützellinden; 2a° und Ehrenpreis der Gemeind« Oberkleen Friedrich Jung, Hochelheim und 2d» Preis Heinrich Henrich, Schwalbach.
Klasse 13. Rinder: 1. Preis Friedrich I u n g , Hochelheim; 2a-Preis Wilhelm Mack 1., Riederkleen und 2b-Preis Louis Engel, Riede rkleen.
III. Pferde, a) Kaltblut. Klasse 1: Stuten im Alter von mehr als 4 Jahren mit oder ohne Fohlen: 1. Preis und Silberne Me- daUle des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen Buderussche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg; 2a-Preis und Kleine Medaille der Landwirtschaftskammer, für die Rheinprovü^ Karl Petry. Reiskirchen; 2b-Preis Heinrich Haub II., Riederüeen; 3a»Preis Wilh. Saltenberger II.. Griedelbach; 3d-Preis Louis Volk, Hörnsheim; 4.Preis Konrad Held, Reiskirchen. Klasse 2: Stuten im Alter von! 3 Jahren mit oder ohne Fohlen: 3a- und 3b» Preis Louis En gel, Riederkleen. Klasse 3: Fohlen im Alter von 2 Jahren: 1. Preis Louis Volk, Hörnsheim und 3. Preis Friedrich Lu d- w i g Witwe, Riederkleew Klasse 5: Familien: Ehrenpreis, 2. Preis und die Große Me^nlle der LandwirtschaftÄammer für die Rheinprvvins: Buderussche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg.
b) Warmblut. Klasse 6: Stuten im Alter von mehr als 4 Jahren mit oder ohne Fohlen: 1.Preis Johannes Schäfer, Hörnsheim ; 2. Preis Ludwig P e p p l e r , Hörnsheim; 3. Preis «Johannes Schäfer, Hörnsheim. Klasse 7. Stuten im Alter von 3 Jahren mit ober ohne Fohlen: 1. Preis Otto Schneider, Hörnsheim; 2. Preis Friedrich Schmidt, Weidenhausen und 3. Preis und Ehrenpreis Ludwig P e p p l e r , Hörnsheim. Klasse 9: Fohlen im Alter von 1 Jahr: 1.Preis Albert Engel, Hörnsheim.
(Fortsetzung folgt.)
Erster Tag.
Q Wetzlar, 14. Juli. Das von ber Lokalabteilung des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen unb ber Bauernschaft des Kreises Wetzlar e. V. veranstaltete Kreistierschaufest, bas alle drei Jahre gefeiert wird, "nahm heute feinen Anfang. Im Gegensatz zu den früheren Festen würben in diesem Jahre die Belange der Land wirtschafte in Diel stärkerem Maße in den Vordergrund ber Veranstaltung gerückt, insofern als an dem ersten Tage, an dem bie eigentliche Tierschau stattfand, ber Festzug ausfiel unb auf den letzten Festtag, bei: Sonntag, verlegt wurde. Das Fest hat sich im Laufe ber Jahre gerade zum Nationalfest der gesamten Bevölkerung hes Kreises Wetzlar herausgebildet. Davon zeugte die gemalt i g e Beteiligung, bie nach Eintritt günstigeren Wetters schon von den frühen Vormittagsstunden ab einfetzte.
Schon von vormittags 6 Uhr ab wickelte sich der Auftrieb der Tiere nach dem Festplatz ab. Etwa eine Stunde später trafen die Preisrichter auf dem Festplatz ein, um zunächst im Schauleitungszelt eine,Vorbesprechung über ihre Aufgaben abzuhalten. Ais Ob- richter für alle Tiergattungen fungierte Oekoiiomie- rat 2) e 11 i n g e r, Bonn; als Preisrichter waren tätig: für Vogelsberger Rindvieh: Professor Dr. Kn eil, Gießen, Landwirt I. Becker, Frohnhausen, Direktor Hopp, Erndtebrück, Gutsbesitzer Th. Fischer, Hof Zwiefalten, Oekonomierat Wagner, Gießen. Landwirt H. Velten, Göbelnrod; für Simmentaler Rindvieh: Tierzuchtinspektor Sintert, Bad Kreuznach, und Landwirt Karl Hahn, Bellsheim; für Pferde: Gutsbesitzer Jakob Sch warze ntraub, fjof Bubenrod; für Schweine: Tierzuchtinspektor Schulze- Rößler, Westerburg, und Gutspäckter B ü ch s e n s ch ü tz , Lich; für Schafe: Tierzuchkinspektor Dr. T o r n e b e, Biedenkopf, und Gutsverwalter ©rietet, Kohn- häuserhof; für Ziegen: Oekonomierat De11inger, Bonn, und Landwirt Münster, f)atienrob; für Geflügel: Geflügelzu chtinspektor Müller, Neuß, unb Geflügelzüchter C. Rübsamen, Gießen. Das Richten der zur Schau gestellten Tiere fand in fünf verschiedenen Richtungsringen statt.
Nachdem d(e Festmusik, die ehemalige Bockenheimer Husarenkapelle, zunächst einen Umzug durch die Studt veranstaltet und sich bann zum Festplatz begeben hatte, fand dort vormittags gegen 10 Uhr die offizielle Eröffnung des Festes durch den Vorsitzenden der Lokalabteilung Wetzlar des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen, Landrat Geheimrat Dr. Sartorius statt. In feiner Ansprache wies Dr. Sartorius u.a. darauf hin, daß es sich hier Um ein Fest handele, das den Landwirten des Kreises Gelegenheit gebe, nach großer unb schwieriger Berufsarbeit auch einmal die Erzeugnisse ihrer Stolle zu messen. Das Kreistierschaufest sei .311 einem großen Heimat- und National f e st für b e n ganzen Kreis Wetzlar geworden. Dr. Sartorius schloß seine mit großem Beifall aufgenommene Ansprache mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland, worauf bie Festmenge gemeinsam das Deutschlandlied sang.
Die für mittags 12 Uhr vorgesehene Vorführung der ausgezeichneten Tiere nebst der Preisoerteilung konnte erst nachmitags gegen 3 Uhr ftattiinben. Unter den Klängen des „Ochsenfestmarsches" wurden die prämiierten Tiere vor einer großen Zuschauermenge in den großen Vorführungsring vor die Tribüne geführt, von der aus die Bekanntgabe und Verteilung der Preise erfolgte.
Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: 1. Vogelsberger Rindvieh: Klasse 1:
baren Ereignis verhaftet. Krag beschäftigt, fand
Aus dem . ^tgungsSlatt.
** Das Amtsverkündigungsblati Ar. 53 vom 15. Juli enthält: Die Hegezeit für Enten. - Straßensperre Inheiden—Lltphe. — Die ansteckende Dlularmut der Pferde. — Dienstnachrichte::.
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Als sie em Ende weil gefahren waren, sahen sie eine Gestatt auf die Straße treten und Krags Wagen durch eine Handbewegung „Ist dies Auto Nummer


