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Mein V ochba r, der im Semcirxbctat ist. rmir* mdu etwa» von Varrenpollen Ich aber muhte habet gleich on txi» Lprichwor! bmfen: Ainber und Darren sogen bie Mohrh<U Beam enabbau ist gut. aber man bad ihn nicht übertrdben Denn Ma, unb Moritz sich sreuen, haben bie andern den Schaben davon. Wer aber den Schaden bat. ... ja, das ist schon wieder ein Sprich- wort, man bat es in diesen Herbsttagen aus Me Bewohner unserer Siebener Strohe ange­wendet 91 ist behauptet worden diese bravrn Staatsbürger Hütten seit zwei Iahrrn ihre Steuern nicht befahlt, unb darum feien sir i?bt bei den Slrahentecrunflim unb Stroh nptlaste- rungen so schnöde behanrelt worben. Bon Sieben bis noch Hungen hat man die Prov'.nzlallt raste in einen tadellosen, staubfrei en Zustand g-dracht, aber den Teil dieser 6trede, den man in Lich Siebener 6 rohe nennt, hat man gelassen, wie er ist. Man braucht kein Fachmann zu sein, um zu sehen, bah die Herstellung einer frtfirm»tränen- berft innerhalb der Stadt ebmfo notwendig, hi noch viel notwendiger ist, als drauhen. aber aus­gerechnet da. wo die Strohs durch ^elb und Wiesen führt, hat man sie staubfrei gemocht, und dort, wo Menschen wahnen, lüht man den Auto» das Vergnügen riesige Wolken von Staub emporzuwirbeln, bafj kein Mestsch do- Fenster ßffnm kann. Die Bürger- meifterei sagt, bie Sache ginge sie nichts an. zur Unterhaltung ber Durchgang-fl raste sei die P ro- bi n* gesetzlich verpflichtet. Der Steuerzahler ober glaubt ein Anrocht daraus zu haben, eine Antwort au bekommen auf die Frage, warum man die freie Strecke besser behandelt, gls die Strasten- teile, cm denen Menschen wohnen

Spectaior

Landkreis Oietzen

Äletn-ßinben. 14. Vov. Der h.osige Turn ne rein hielt am Sonntagnachmittag tm Turnerheim feine diesjährige Seneralver- sammlung ab. Aus hem Jahresbericht des 1. Borlthenden. Sattlermeister Weih, war zu entnehmen, dah ber Bersin zur Zeit 157 Mit­glieder zählt Der Aechnungsbericht. der von dem Verein »rechn er Karl Schimmel er­stattet wurde, schlieht in Sinnahmen mit 910,90 Mark, in Ausgaben mit 834.21 Mk. ab und wurde genehmigt. Die BorstandSwahlen hatten folgendes »rgcfmi»: Äeugewählt wurde als 2. Vorsitzender Lehrer Rau. Wiedergcwählt Wurden olö 1 Schriftführer Karl Klinkei, 2 Schriftführer Gustav Matu! chka. Der feit- herige Geschäftsführer, Gisenbahnsekretär Karl Klein, übernimmt in Zukunft auch das A«st- netamt Die beiden Turnwarte. Srnst Pfaff und Heinrich Adolph, wurden wiedergewühlt, ebenso der Frauentumwari, Karl Klinkel. Das schwckrige Amt eine« bchülerlurnwarts wurde Wilhelm Harnisch übertragen, während als 3euflWart ^ari Syring gewühlt wurde. Zu Beisitzern wurden die Turner 3atob Frey, Karl Volk uitb Heinrich Lang bestimmt. Dach dem gemeinsam gesungenen Tumerlied .Turner auf »um Streite" fchloh der 1. Borfchende die Seneralberiaimnluna

is. Steinbach 14. Dov. Auf Anregung des hiesigen Pfarramtes wurden in unserem Kirchspiele Steinbach Albach von den Konfinnanden Liebesgaben gesammelt für da« evangelische Schwester nhauS in Stehen. Dank der groben Liebestätigkeit mancher Sinwohner war es möglich, fünf Wogen Smteerzeugniise, wie Kartoffeln, Kraut. Obst usw. au» beißen Scmeinben -usammenzubringen Be­sondere Anerkennung gebührt noch den Land­wirten, die in voller Arbeitszeit ohne jede Ber- qütung für ihre Versäumnis die Sahen nach Dietzen zur Ablieferung brachten.

n Düddi na »Hausen, 14. Dov. Heule nacht wurde ein Fruchtbausen des Pächters Saget dahier ein Baud der Flammen. 9r enthielt die gesamte Kornernte des über 300 Morgen grotzen Pachtgutes Slüd- licherweife befand er fid) so weil von, Dorfe entfernt, daß keine Gebäude gefährdet waren. Als Ursache des Brandes kommt Velbstentzün- duna das Korn war zum Teil nicht voll­ständig troden, als cs aufgeschtchtet wurde oder Brandstiftung in Frage Der Besitzer wat gegen Feuer versich rt Hier sind immer noch Landwirte mit der iSinbringung der Dick- wurz beschäftigt 5ie Wintersrnd)t ist gesät und steht tm allgemeinen gut, doch hat sie sehr unter der Dchneckenplage »u leiden

®rünberg,14 Noo In Der Turnhallc v«r anftaltrte gestern abend der Scfangoereln .6 A n a e r I r a n j" unkt der bewährten Leitung seines Dirigenten K. Dtcolat se.n dc'siadrrg.'e Konzert. Die Voritagssoliie war recht reich- haltig Sie war abgcfr.mnrt auf .Staube. Liebe Heimat". Tie ffböre unb Lieder von Schube n Silcher. MendeiSsohn-BarthoieV. Lik. Wendel Aeaar u. a. wurden mit feinem mus.kalischcn Smp- flnbcn und guter Auffassung »u Schor gebracht Der gute Besuch de« Konzertes und der reiche Beifall, den die Darb-^tungen sanden, waren wohlverdienter Lohn für tie Mühe und Irb.' t des IMriaenttn und ber Sänger k,-s ßrtnaer- kranzes DerCünqcrft atu kann mit Recht stolz auf diese Beranstaltung fein

Hungen, 14. Dor Oderiujtizinsp.ktor Schäfer von, biehgen AmttgeriLi trat in den wohlverdiente,» Duhestand nachdem er tm Bongen 3ab« Mn 30jähriges Tienftiubillum gefeiert hatte

Ärei# Schotten.

Caubüd). 14 Roo. 3n (Iraanjung der Mit ItUungen über bie durch den (Bau Main isthein Lohn Fulda de* Jug<nbberb«rflinoerbanbee geplante Neuderrichlung unserer Zugendher- b < rat sei noch beigefugt, da st nutzer dem Kaum für Männer in her itirnball» noch ein besondere» Zimmer für Frauen eingerichtet werden wird u .nso fall auch »weck» Lchassung einer Kochaeiegenben auf die Kereitftellung einet Herdt» mit Brennmaterial von der Stadt Bedacht genommen werden Vie Be­leuchtung wird »erlegt und bedeutend erweitert Der Anstrich der Räume soll erneuert werden stützet Bürgermeister Bohm macht stch noch Db.r.'jh- dofsoorstehrr i S 6 t d r m r r um bi der Qugcnöherbergc sehr verdient. Vie st u a a t bei Winterfrucht wird sehr bi i.:> a u | e

kratz geschädigt, Mostregekn stad dagegen ie Lus- ficht genommen. Ebenso leidet der Klee sehr unter oen Verheerungen durch die schädlichen Nagetiere. Sud) der Schnecke ns ratz schädigt die frifdje Saat Sraf Seorg zu SokmeLaubach ist am Samstag von feinem Fluge in den Orient hierher zurückgekehrt

Babenhausen bei Ulrichstein, 13. Noo SeftTrn feierte unter allgemeiner Teilnahme der Be- ooirerung der Mühlenbestber Martin Neichhold auf ter nahen ..Lohmühle seinen Afi. Geburt»- t a ß Der Clubilar erfreut sich im ganzen Vogelsberg de» besten Ansehen« und arotzer Beliebtheit nut ber ganzen Umgegend, aus Ulrichstein, Schotten, Lau- dach iifm kamen Personen aller Stände und brachten ihre Glückwünicht dar. Der (Meierte, geboren in l-lpenrob bei (lsrost Frida al» Sohn eine» Bürger­meister», machte den Feldzug 1870/71 mit. ffr fft geistig noch völlig frisch, härt und sieht noch aus gezeichnet, ist jedoch Im Gehen etwa» behindert. (Er war seinerzeit ein weidgerechter Sager. Sein ein­ziger Sohn hat vor zwei Jahrzehnten das Seidjäft übernommen.

Dohnfeld, 14. Tlop. Zn unserem Tal wie im benachbarten Ta! der (Biigbad), woran Baben­hausen liegt, war in biejem Herbst einungewähn­lich e r O b st f e g r n. Än den Kellern und Speichern lagern noch riesige Mengen unverkaufter Aepfel und Birnen. An der Strotze WohnfeldAltenhain stehen noch ganze Baumreihen mit Früchten. Man hatte noch keine Zeit zum (Einernten.

) ( Bupper tsburg, 14 Dov Tie See­leute Heinrich Muller feierten dieser Tage das Fest der goldenen Hochzeit. T er alt« Herr war 42 3a&re lang in der chemtschen Fabrik Ftiedrichshütte tätig, bis er im Fahre 1919 erkrankte und seitdem leidend ist. Seine Sattln Glifabethe geb. Döpfer. erfreut sich noch der besten Sesunbhcit. Dem Jubelpaar würben zahl­reiche Ausmerksamkeiten erwiesen. - - Dieser Tage dielt Pfarrer Traudt au» Vieder-Grlenbach ln der Kirche einen Lichtbildervortrag über die Arbeit, der Leipziger Mission in Deulfch-Ostafrika. der den etwa 250 Besuchern wertvolle und intereflante Aufschlüsse gab. Tie Kollekte zum Besten der Heidenmistion brachte etwa 20 Mark.

± Sehern, 14. Dov Unter dem Dorfitz he« Präsidenten des Kr'.egrrvercrns, Post­schaffner» Karl Diehl XII.. trat der Krie- aerdenkmal-Au-schutz zu seiner letzten Sitzung vor der für den Totensonntag festgesetzten Denkmals-Einweihung zusammen. Lehrer Häu­sel erstattete den Seschät»bericht und gab einen AleberDlid über den W?rd?gang des Denkmal»; 1920 Beschlutz des Semeinb.'tat» zur Errichtung des Denkmals. 1925 Gründung des Denkmal-AuS- schusses, Vornahme zweier Haussammlungen, Bo- schlutzsafsung über die Platzsrage iSchlotzberg), Hebertraaung de» Bauen Wurfs an Degi rungs- baurat D ob n a g e l - Schotten und der Bau­leitung an Bau-Oberinspektor Fink- Seb?m, welche beide in uneig.mnütziger Weise sämtliche Arbeiten kostenlos übernahmen, schlietzlich die Ausführung der ganzen Anlage. Lehrer Häusel sprach unter lebhaftem Beisall der Bersamm- hmg der Fürstlichen Standesberrfchaft Dank au» für die unentgeltliche lleberlassung des Platzes für das Denkmal. Sodann berichtete der Denk- malsrechner, 64>niiebnwiftcT Beyer über da» Er­gebnis der dis j:ft stattgefundenen Sammlungen und der ersvlgl-n Deldspenden. 3m Anschlutz daran wurde ir.itgeteill, dah jur Zeit noch eine weitere, und zwar die lryte, Sammlung statt- findet - deren Ergebnis soll zunächst abgewartet und dann, wenn noch erforberlt4>. an die Se- meindeverwaltung ml btt Bitte um Ueb.mabmt des Defizits heran getreten werden. Die genaue Ordnung der Einweihungs feierlich- feiten wurde sodann durch Lehrer Häusel vorgeiragen und einstimmig autgeheihen. Danach n trh am Bormittag des 20. Dovember ein Fitur- gisch rerch ausgestalteter Sedenkgottes- bienst in der Kirche g.-halten werd-n, bei w.lchem der Kirchengesangver.in und drr Kind rchor mlt- wirken werden Dachmit ag» um 1 Uhr wird sich unter 0kglei ung von Trauermustk ein Zug zum DenkmalSplay beweg .-n, wo durch heu Ort Ja ist- ltchen die Weihe des Denkmals statt­finden soll. Zum Schluh der Berhandlungen dankte Hosprediger Widmann allen Mitgliedern des Ausschüße» für die b »her a leistete Ach i und besonder» Lehrer Häusel. Der sich in der Denk­malsangelegenheit besondere Berdienste erwor­ben hat.

Sehern, 14. Aov. Am Samstag hielt her hiesige Obst- und Sartenbauüerein seine diesjährige Jahresversammlung ab. Da Odelbauin'pektor Fink den Bors.tz nicbtr- gelegt hatte, mutzte ein neuer Obmann g wählt werten Die Dahl fiel e nstimmig aut Leh'.r Häusel. Bachdem die Derlolung von 14 Obfl- innen Jtat:aefunben halte, erstattete Bürger­meister Muller einen lehr interessanten Be­richt über die Büd nger Obfnrcrfe. Es wurde beschlossen Obfibauinlpe.lor Metternich-- h ngen <u bitten, h er einen Sema^unasrund- gang nnt anschlietzendem belehrenden Bortrng über Obstbau zu halten.

Arne Büdingcn.

H Büdingen. 14. Aov. Au» der jüngsten eeittnbeeaillHuaa ist u a zu be- richten- Sinern Antrag des Steinbruchbefitzers Acinhard Müller wegen Ueberlassung von Gelände am Sricnkippet zur <3r- Weiterung seines Wirtschaft »betrieb» wurde statt- gegeben. Die Hundesteuer für 1928 wird m gleicher H5hc wie 1927 erhoben. Der zur Her­stellung von Aotwohnungen bestellte Sisenbahr. Waggon wird in den nächsten Tagen tim re ff en und am neuen Marktplatz aus­gestellt. Zn dem Wagen sollen Mieter unter- gebrachi werden, die in städtischen Wohnungen wohnen, aber keine Miete zahlen

. Aidda. 14. Aov. Die im vorigen Herbst neu gegründete h efige Landwirt schäft» 11 ch c Schule begann brüte das Winter­semester. Bon 26 vorjährigen Schülern sind 25 wieder in die Anstalt zurückgetomn-en imb bilden nun die OtKrflalk. 23 Schüler traten neu e n. sie bilden bie Hr.terflaffe. Dae umaebaute Sastpaus der ehrmattgen Brauerei Kraii bietet der Schule mit 'e.nen zeitgemäst .ingclichteten Lehrläten. Lehrmtttelzii imern unb Herr Sprech­zimmer des Direklrro ein sehr -wettmätziges Hcm. wofür der Stadl Verwaltung Dank qebüEm An der Schule unterr.chten au her dem neu er­nannter. Direktor Dr geifert noch zwei Qtlf^toecn unb e.n Aeterendar 3n O b e r* Widdersheim wurde ein tn den vierziger Jahren stehender Mann »erhaltet, der sich an le ner 15 Zähre alten Tochter sittttch ver­gangen hoben soll ®r wurde :n bat hiesige 2 cr.chts^ängn-t etiwliefert Wevi die Hakt- irfalc in Schotten unb Büdingen zur Zeit ge*

schiess« fchch. mM« aus bea brlxr Ger^chrs- dez.rken alk mu Getängnis ober Hakt Ä> st rotten ober ttnteriuchu ngsgetongene in dem h.efigcn -SerrchtsgefängTÜs untergebracht werd«. Dicfes ist mtolgü>etten gcfleawärtig stark befefiL

# Unter-Wltzberrtzeim. 14. Koo. Die Kartoffelpreise, die kurz nach ber Ernte auf 4.25 Mk. für den 3entner gestiegen waren, sind in den letzten Wochen im Tlachqeben begriffen. Vie Händler zahlen eben für gelbsieifch.g« Speisekar- tosfein, Industrie, Selbe Kiesen und (Ebeltraub nur noch LLV Ak. >e ^ntner. Denig )>onbel ist in Dittfchoft»kattoffein. Der grötzte Teil der Kattofiel- ernte wurde hier vorn Wer weg oerkaust. einzelne Canbwirte fetzten mehrere bunbert ZenMer ab. 2,*.-rcnlc5t durch die hohen Öerfelprc.ie im oor- jährigen Herbst hatte man sich In verstärktem Mutze auf FerkeIzucht einaefteU: ff» herrscht nun Ucberangeboi. Insolgedesien sind die Züchter genötigt, die Jungtiere unter dem Gestehungsprei» zu oerMufen, ober sie zu fflnlegefd)weinen heranzu- lüttem, da nach diesen ersahrung»gemätz qrStzere Nachfrage herrscht.

Mrct* «lsfclv.

Alsfeld, 14. Koo. Am Sonntagoormittag fand in der bleflgen Sewerbefchule die feier­liche Ueberreidjung der Scfetlenbriefe über die in diesem Herbst von dem Brüfungsaus- schuh be* Ortsgewerdeoerein» veranstalteten Se- iedenprufung unter bem Vorsitz be« Architekten und Gewerbelehrer« K o h r b a ch statt. Zu der Feier waren die (Eltern ber Prüflinge, eine Anzahl Ge­werbetreibender. sowie bie Hanbwerk«- unb Brü- fimgtmeifter, dieVertreter be« Kreise« urtb ber Stobt Alsfeld unb der hessiichen Handwerkskammer erschienen. Der Vorsitzende Kohrbach hielt eine Anlprache über die Bedeutung be« Honbwerk« für die Volkswittschaft mit dem Ziel einer rationellen Betriebsführung unb einer gelegenen Qualität»- arbeit, und empfahl bie Heranbildung eine« geeig­neten Nachwuchses für den Handwerkerstand durch Besuch von Fachschulen unb Ablegung der Meister- Prüfung, ff» folgten bann Ansprachen ber Vertreter be« Kreieamt« und der Stabt Alsfeld, der Hand­werkskammer und de« Vrtsgewerbevercin«. Se- Werbeleiter Kohrbach überreichte daraus den ^Prüflingen die künstlerisch ausgestattetcn Gesellen­briefe 'Lei Prozentsatz derjenigen, welche die Prü­fung nicht beftanben haben, ist ein geringer. An- Ichlletzend an die würdig verlaufene Feier fanfr eine Besichtigung der Ausstellung der Gesellenstücke und Arveiisproben tn den Räumen ber Gewerbeschule statt

' Alsfeld. 14. Aov. Die Dah! zum hefftschen Landtag hat in unserer Stadt als besonders bemerkenswerte iSrfcheinung ein Hat- r A Anwachsen der kommunistischen Stimmen gebracht. Bei der vorigen Land- lagswahl wurden für die kommunistische Partn hier nur 22 Stimmen abgegeben, bei der jehigen dagegen 134. Dieses Anwachsen der Kommunisten in Alsfeld ist sicherlich auf die lebhafte Agitation des hiesigen Kommumstenführers Studienrat von der Schmitt, der bekanntlich von Offen­bach hierher versetzt wurde, zurückzufuhren.

cf Dannenrod, 13. Noo. Gestern abend hielt Mifsionspröse« Schmoll au« Hersfeld in unserer Kirche einen Lichtbildervortrag über bac- Dirken ber Baseler Mission in ffhina. Die Kirche war gut besucht. Die Kollekte am Schluffe be« Abend« ergab in unterer nur 200 ffinwohner mhlen den Gemeinde den schdnen Betrog von 12 Mk. Der heute durch Herrn Schmal l gehaltene Gottesdienst erbrachte eine Gabe ron 10 Mk., auherbem wurden au» dem Berkaus von Missionefchrlften durch die Schuler noch 10,05 Mk. edöft.

Preußen.

Gedanken zum Äuhiage.

Bon Reinhold Braun.

Wie man sich zu Sott verholt.

steht man auch zu Mensch und Welt!

Durch den herbstlichen Garten schritt Ich. Heber den Weg lag der Obftbaum. der Immer so statt­lich war und prunkeno in seinem Blättergewand. Aber feit Zähren brachte er kein« Früchte mehr Hun hatte er einem anderen. verbeistungSvollen Stämmchrn Platz machen müssen. Ich beugte mich zu feiner Wurzel nieder .Wurzelkrank 1" rief mir ber schassende Gartner zu. Da» uralte und doch immer wieder von Heuern so beredtame

Ss war mir ein eigenes Getützl, den Wurzeln nach zu tasten. Das macht besinnlich.

Unb weiter schritt ich und lab, wie der sorg­same Sännet um jeden Baum Die Grdc aufge­graben hatte so dah schon die obersten Wurzeln hier und da zu sehen waren. 04 sollte nun jeder weiter geplleat unb griränft werden

Die doch bie einfachsten Bilder des Ceben» Besinnung wecken! Morgen wollte nun wieder wie schnell ist das Jahr vergangen - Buhlas sein.

Tie zwei erlebten Bilder nahm ich mit in den lernst seiner Stunden. Unb sie halten mir nun ihre stille Predigt.

Undurchdringlicher Aebel flutet im Tal. Der erste Auf bet Kirchenglocke schallt traumhaft mahnend aedämvtt zu nur herein.

Den Wurzeln nachtasten, den eigenen. Wir lange hast du das nicht mehr getan. Vielleicht gleichst du jenem Baume mit den kranken Wur­zeln mehr, als du denkst. Du prunkst doch auch so dinaus ins Leben Betörst du deine Blüte raschelst mit hundert Dingen. Und 'hie kleinste Frucht oder ber Ernst zur Fruchtbere.tung in hirl Wc> lind sie? Woher kommt die'es Unvermöaen zur echten, klaren, fegnenben Frucht, zum Ge­schenke deiner selbst in bewustter, bekliater Tat? Unb wenn du eine vvlldrach est, zwgngs! du dich nicht zu ihr? Do war bisher der lebendige Got-

oe der L muh. weil er

nicht anders kann, der über die Dämme bricht, wenn er eingeengt wir?'?

Die Busttagsglocken tönen non neuem auf. schwer und klar!

Mensch, ber du deinen Wurzeln nachtastest, fühlst bu nicht wie ich. dah wir es bitter nötig Haden, dieses tief und mit heiligem Ernste Sich- selber-nach-spüren! Aützlen wir niLs jemciRfame Olot unb das Eine, was not tut! Ko mnt ihr Schwestern und Brüder im Geiste, lastt uns Me ewigen Quellen als Gnade emplnben!

Bustiag leiern heisti Gegen sich selbst einmal rücksichtslos gruntltch fein, tapfer gewn sich vor­geben verstehen zu feiner Tiefe, es ganz ernst nehmen mit bem S:* 'c!b,r«!mnen.hmen. Und dabei .einem Höheren A ineren. Unbekannten tn Dankbarkeit willig htnarben!"

Buktag feiern heint Endlich wieder nnmal Kühe finden und um seines Leben» Wurzelorlch

d'.e Erk

freie Luft wirklich heranfluien kann. Einmal um

uns glrichkam a»ch alles Heben: Nm»ertfl und Kruste unb lastendem ItwL Fvei^chtedem von unserem innersten Aährgrund den Alttaa. die Zahl, die ffr.ge des Allzum en schlichen. Stille sein, bereit ftr des groben Gärtners hetmlich pslegende Hand. Autgeschlosien dem Fluren des Unerivrichlichen. ganz Dasein. Gefühl unb klarer Gedanke unb der jur höheren Welt gelöste Wille.

Bußtag gehört in die Oekvnvmte unseres Leben» Freilich die meisten leben heute als linnlofe Frevler gegen sich selbst, ihre Gefunkt Helt, ihre Seele Zch Lader fe viel Qnai

unb ttn-ufriedenheit. fe viel Härte unb ®tn- anderwehttm.

Das ist des Busttags ewia neue Frage et tnch .Du, wo will es mit dir hinaus!*

Die Sonne bricht durch den Lebet. Sei ge» grübt du heiliges Licht! Hill mir. Gott, dah ich fei ein wahrhafter Mensch mit einer leuch­tenden Seele, einem guten Willen, jur eiflwei starken reingrünbigen Tiefe unb aus ihr *ur Üiebe!

Buhtag Innerstes Klarwerden, .neues Auf- stehen, ernst'rohes Ltch-selbst-eriasfen. 3ufMc- rung unb Aullockung zu der heiligen Schön he ' der höheren Welt.

Läutet ihr Glocken, Hütet mir Kampf läutet mir Sieg!

Ureii Bicdcnkops.

T Waldgirmes. 14. Aov. f*n Aeuzen der diesjähngen W nterdarbiet ungen eröffnete gestern der hiefiae Bolkschor unter der Lei­tung feines ihrigen ten Lchrer Thoma- fchewIk m:t e.nem wohlgeiungene« Kon­zert. Der Borirag der einzelnen DHöre zeigte bast auch auf dem Lande bei ztelbewustHer. an- baltenbcr 211beit in der Ge'angeskunst Gröhes gelriflet werden kann. Das P.:dttlum karUte nicht mit seinem Beifall- Auch die vorzügliche Musik der Stadtkapelle Wetzlar wurde dankbar ent-

gemengten ornnten

liatreii.

bl. Breitfcheid 14. 2lov. Unser nei»es S ch u l g e b ä u b e . in schöner Lage am Orb- bacher Weg ist nunmehr imAobdau vollen­det. Das Haus enthält 4 Cebtrimmet unb 3 Lehrerwobnungen lieber den Winter bleibt die Schule im Aohdau stehen, bis im kommen den Frühjahr mit den (Ynntnarbeiten begönne» wird.

bl Odersberg. 14. Aott Am Sams»ag- nachmittag wurde unter Teilnahme dar a<m*cr Sinwohnerfchafl unter neues Schu l hau« emoewibt Dao alte Schulhaus besteht beinahe 200 3(4re. Das jetzige Gebäude hat ernt Lehr klasse mit bet Wohnung des Lehrers.

CbcntirftcrwalMrci*.

DHoh n , 14 Koo. Au« ber S e m e i n b e o c r t re l u n g. Der Kreisauslchust zu Marienberg hatte bei der Aussordtrung zur Htndenb..tg<pende Im Oberwesterwaldkreife unbeschadet der Opfer- Willigkeit zu hickr Spende die Gründung eines Tuderkulvlefonds im Ä reif* in 2ln- regung gebracht Gr liest sich habet von der stilistischen Feststellung leiten, dah die luber- kulvse im Oberwesterwalde feit Kriegsende in höchst bedenklicher Weise um sich gegriffen hat. Der Kreis- au» schuh, der zu die sein Zwecke selbst ein Siamrn- kapital von 5000 Ml. dem Ärcllfürforoeumt ec Verfügung stellst, rechnet damit, hast sämtliche Gemeinden des Kreises, ihren pefuntlm 'Bet* bältniffcn entspvochend. sich an dem Werte betri­tt jen. er hofft auch the Industrie des Kreises fn diesem Sinne für die nützliche und tegensteiche Ginrichtung zu inlerrisieten, so hast immerhin ei» Grundstock von 20 bis 23»» H' zulammenkom- men dürste. Da» Fürfotge-aml soll mm in Fällen besonderer Dürst.gleit und Aot. unb falls die ihm von Amt» wegen zur Verfügung stehenden Mittel erichöpft find, auf bie*en Fonds bzw bU Zinsen des Fond» zurückgreifen. Die Gemeinde- vertre ung bew lligte zu di f m Zwecke vorläufig 200 Mk. - Die Kram- und Biehmsrste sollen wie bisher auch im kommenden Jab re en den Üblichen Tagen abqrhalten w.-rden. unb zwar am Dienstag tuich Weisten Sonntag, am Momtag nach Maria Hcim'uchung und am 2 Dstnstaa l» Ollolvr. Gin An'.rug des Kreisamies. den fluIV markt um acht Tage zu verlegen, wurde ein­stimmig abgelebnt. D.t Büraermrister wurde W- austragt, durch aeiiaiwte A?llame die breite Orifenttichlrit aurmrilfam zu machen. Ser Gemelndenachtwächter hatte sich bereit erklärt, die durch ihn eriolflte Äünbtguna feine» Dienstes »ueÜckzunehmei». faW sein Gehalt ab l. Ol ober erhöht würde. Dr sich auf die bsientliche Ausiorderung zur D lbung für bi.fcn Po.en niemand der itgesund-n he't». kt fick» die Grmeindevcrtrctung zur Gehöhuna des Gehalts no g drungen veranlaht. - >ce Schluh der Tagung blldete eine B kpoechunaGher den geplanten Schulhausneubau Mit Asck- iicht auf die aufblühende Industrie des Or es. bst ein Anwachsen her Bevölkerung Im Grioigr hat und den Um tand dast brri OcH rn zum Unur- richten nut zwei Schul die zur Beriüg ma ftetai. ein Zustand, der auf die Dauer unhaltbar <r- Icheink. hatte Sie G.mrindcv rtMvna schon tx einer vorhergeh mdm S tzung einrn Uvub.u als eine dringende Votwendigl.it erkannt. 9rm MC verschiedenen Baumeistern o ri 'NHlc Gnlwürfe lugm zur Zeit brr Veaieruns zu Di s da den «er Gin ichtnähme vor Sooalb »w fpifinr zurückgo- langt sind. Wird di: »cmeiebte.-r t tung brimitt» Stellung dazu nehmen.

Lprkckiftundr» der «rbaktio».

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