erstaunt und verstimmt über dies« TDfltMgimg der Belange der Allgemelnh» t.
Sine Frage möchten toir zu dieser Konyb sionsübertragung durch die helsische Regierung noch au'wer^n. Die Claöt Gießen hat der verflossenen Biebertalbahn » Unternehmerin Grund und Boden und da« Torhaus an der Neu« stabt zu <i«m Dahnbetr eb l e i Hw ei f« übet- lassen natürlich nur, wie 1397 beabsichtigt war aus 50 Ja her Die frühere F rma besieht für dir Stadl Gießen al» Bertragspartner nicht mehr W r sind kein« 3urtften. darum möchten wir die berufenen Juristen der Stadtverwaltung und auch di« anderen juristischen Fachleute, die wir hier in großer Zahl besitzen, bitten, doch einmal die Frage zu vrüsen, ob die Stadt Gießen und die übrigen beteiligten ®e- mein7«n gezwungen sind, die von der hessischen Regierung einseitig über die örtlichen Der- Wallungen hinweg genehmigt» KonzrNionSverän- derung al» rechtsverbindlich für den Gerneinde- besitz anzus»hen. Hier handelt es sich um eine Aenderung der Recht»- und Sachlage, die sich auf mehrere Menschenalter gegen wichtige eigene Inter »ss« n der Gemeinden und der Allgemeinheit auswtrkt. Wenn man nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Biebertalbahn-Betrieb in Darmstadt nicht genügend Blickweit« und Verständnis für die einschneidenden Belange der Allgemeinheit in dieser Frage besessen yat, fo sollten die beteiligten Gemeinden doch gründlich prüfen, obsie die Lasten für die Fehlentscheidung der hesslschen Regierung auf sich zu nehmen haben. Und endlich dürste diese Angelegenheit wohl auch geeignet und wichtig genug fein, daß sich die ober- hefiisck.en. insbesondere aber die Gießener L a n b - tagSabaeordneten mit ihr befassen und die hessische Regierung ernstlich befragen.
Aus der Provinzialhauptstadt.
, 7* Giehen. den 17. Oktober 1927,
I Aepfel.
Wir befinden uns zur Zeit mitten in der Aepfelfaifon. Ungezählte Körbe, Kisten, Säcke und Wagen dieser würzigen Frucht werden auf den Marit gebracht und wecken die Begehrlichkeit der Käufer und derjenigen, die es gern werden möchten, wenn nur ihr Geldbeutel in richtigem Verhältnis zur Kauflust stände. Da» war leider immer so. Schon wenn sich die ersten Blüten zeigen, und die letzten, durch Unachtsamkeit der Hausfrau (nicht jeder) faul gewordenen Früchte in den Mülleimer gewandert find, stellt der Apfelliebhaber feine Prognose über die kommende Ernte.
Da ist in erster Linie bei Apselweinzecher, je nach dem Grade feine» Durste» „Ebbelwei- geschworener" genannt, der fein Kleingeld in möglichst großen Schoppen Dützen. Rauschen oder alten Klaren anzulegen gedenkt, der den Bembel auf der Wirtstheke al» den Inbegriff alle» Guten und Schönen mit Genugtuung betrachtet.
Der ObstzÜchter schmunzelt, wetm die Baume veichlich angesetzt haben, und zählt im Geiste bte ..Märkelcher , die et im Herbst auf bk Kante legen kann.
Die um da» Wohl ihrer Angehörigen besorgte Hausfrau denkt schon an die Füllung ihrer wahrend des langen Winter» leer gewordenen Gelee- und Marmeladetbpfe, und die Kinder schwelgen bn DorgenuH de» immer begehrten Apfelkuchen».
Die in allen Städten imb Dörfern unschwer zu findenden bösen Buben halten Kletterübungen. um im Herbst die verbotenen, aber um so besser schmeckenden Frückte eigenhändig da zu brechen, wo sie höher hängen, ober fte handeln nach dem Grundsatz: ..Wer nach dem Hund werfen will, findet immer einen Stein: wer in die ..Ebbe! haut" ebenfalls."
Die Zett der Apfelreife stellt auch hohe Anforderungen an die Besitzer von Obstgärten und an di« mit Feldstechern und toertbeftänbigeu Stöcken bewaffneten Feldschützen. Gegen Apfel- blebt ist kein Kraut gewachsen. Das sah selbst der Herr Studienrat eine» oberhessifchen Städtchen» ein. der einem in seinem Obstgarten „arbeitenden". dann flüchtig gegangenen Missetäter in kräftigen Worten einen Dortrag über da» siebente Gebot nachwars und von einer gerade daher kommenden Grohmutter hören mutzte: ..Herr Schtudterad, schelle Se nett, Sie hawe gewiß in Ohne Ihrer Jugend auch Sbbel ge- schtrenzt." Mögen unvermeidbare Widerwärtigkeiten unsere Stadt- und Landbewohner nicht abhalten. Obstbäum« zu Pflanzen, zu pflegen und zu handeln nach dem Grundsatz: ..Hast einen Raum, pflanz' einen Baum, und pflege fein, er bringt dir » eins" fe.
Gics.cncr Wochenmarktprcise.
Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bi« 210. Matte 30 bi» 33, Käse 60 bi» 130, Wirsing 10. Weihkraut 8. Rotkraut 12 bi» 15. gelbe Rüben 10 bi» 15. rote Rüben 5 bi» 15. Spinat 23 bi» 30. Römischkohl 10 bi» 15, Bohnen 25 bi» 30. Unter-Kohlrabi 6 61» 8 Rosenkohl 40, Feldsalat 100 bi» 120. Tomaten 40. Zwiebeln 10 bi« 15. Meerrettich 25 bis 80. Schwarzwurzeln 40 bi« 50. Kürbi« 6 bi« 8. Kcn> t off ein 5 bi« 6, Falläpsel 3 bi« 5. Aepsel 10 bi« 20. Bi men 10 bi« 20. Pflaumen 15. Zwischen 15 bi« 18. Honig 45 bis 50. Rüste 40 bi« 50 Brombeeren 45 bl« 50. Hagebut en 15. junge Hähne 100 bi« HO. Suppenhühner 100 618 120. Dän'e 100 bi« 120 Ps. das Pfund: Sier 16 bi» 17, Blumenkohl 10 bis 130. Sn di Vien 8 bi» 20. Ober-Kohlrabi 5 bi« 15. Lauch 5 bi» 10 Rettich 10 bi» 20. Sellerie 20 61« 40 Df da« Stück: Radieschen Bd, 10 Pf.
Vornotizen.
— Tageskalender für Sam « tag. SinführungsvoNrag bet Volkshochschule über Da« Käthchen von Heilbronn": 8 Uhr. Singiaal der Oberrealfchule. Turnverein von 1846: 8 30 Uhr. .Postleilcr". ordentliche Hauptversanun- hing. — Gesangverein .Heiterkeit': 8 Uhr. Oafs Leib. Unterhalt ungsabend. — Gernhardt scher 3itber- und Mandollnen-Ehor 8 Uhr. Restau- ynl .Hindenburg . Zither-Kon-ertvortraa — Reichsbund der Zivilbienstberechtiaten 8.30 Uhr. Stadt Lich". aNtzerordentliche Hauptver'annn-
B. f B8 Uhr. Bete Insheim Watd- , Spielabend. — Palast - Lichtspiele: Eine . — Astoria-Vichtspiele Der Mann e IS".
a 0 T *.La 1 e n b * t s ü r Sonntag.
Td'dtiheater: 6 U6r. Der Garten Eden' «Ende nach 3.30 Uhr) Oberhest,scher Kunftveren- 11 Uhr vvrm., Eröffnung der Ausstellung von
L r Boö au« Zell
Oelgemälden unb Graphik. — Gvekhe-Burrd: 3 Uhr, Reue Aula der Universität: Gastspiel der Deutichen Puppensciele. — Lichtspieltheater wie Samsiag.
— Aus dem Stabttheaterburcau wirb uns geschrieben: Nochmals fei auf b.e morg ge Bor« stcllung von „©arten (Eben hingewiejen. bie im Abonnement nicht wiederholt wird und als Frernbenoorstellung um 6 Uhr beginnt. — Zum 150. Geburtstag von Heinrich v. K l e i st am 18. Df- tober rnirb des Dichter» populärstes Werk „Dos Käthchen von Heilbronn" neu einftubiert in Szene gehen. Diele Bühnen haben gerade dieses Werf zur Gedächtnisvorftelluna gewählt, darunter auch die beiden anderen hessischen Theater: Darmstadt und Mainz. Hier hat für die Wahl dieses Stückes der Umstand beigetragen, daß für das .Käthchen" und den „Wetter von Strahl" in Frl. Scherer und Herrn © e f f e r s geradezu probe« fHnierte Vertreter zur Verfügung stehen.
- - Der Goethe -Bund und die Volkshochschule bitten uns. an dieser Stelle nochmal» auf dos morgen Abend in der Reuen Aula stattfinbende Gast'piel der Deutschen Prtppen- spiele au» Kassel hinzuweisen. (Siehe heutige Anzeige f)
— Der Konzertverein macht auf bi« Im heutigen Anzeigenteil abgedruckle .,Abon - nem«ntS-Einlabung" aufmerlfam und knüpft daran folgende Bemerkungen: GS find in diesem Winter zehn Konzerte vorgesehen, die am 27. Oktober, 13. und 24. Rovemb«, 11. Dezember. 15. und 26. Januar. 12. Februar, sowie I.. 15. und 25. März stattsinden. und zwar im Gtadttheat« für Orchesterkvnzerte. in dec Stadk- ktrche für Ghorkonzerte. und in der Reuen Um« verfitötSaula für die Solistenabende. Die angegebenen Daten find entweder Sonntage iRach- rnittag«) oder theaterfreie Donnerstagabende. Der Zahl nach die gleichen tot« früher, tst der Rahmen der Konzerte insofern «weitert. al» tn bk- fem Winter zum ersten Male bie Hälfte aller Veranstaltungen grotze Ghvr- unb Orchester-Konzerte sink), bie autzerdem eine Bereicherung da- ouvch erfuhren, daß in jedem bedeutende Lo- listeir mittoirken. Um nur einige der Künstler, di« sich im Laufe der zehn Konzerte hören (affen, zu nennen, führen wir an: bie Im vorigen Jahre hier fo gefeierte Pianistin Lubka Kolessa. den trotz feiner Jugend schon als Meister feines Instrument» erkannten ungarischen Geiger v. Szent-Györgyl, bie ausgezeichnete, von früher in bester Erinnerung stehende Konzertsängerin Mysz-Gmeiner. den bekannten Baritonisten Hermann Schey, den Wiener Pianisten Friedrich Wührer und schlietzllch den Liebling unserer Musikfreunde, Joseph S z t g e t i. Auch die Besetzung der Chorkonzer!«, zu denen bet Ehor vom Akademischen Gesangverein gestellt wird und die bie»mal einen besonders großen Apparat erfordern, toirb freudige Ueberraschungen bringen; die Ra men werden später in den Sinführungen zu den be- trefsenden Konzerten genannt werden. Leiter sämtlicher Ehor- unb Orchesterkonzerte, für die wiederum nach Uebertoindung großer Schwierigkeiten das Frankfurter Symphonie- Orchester gewonnen wurde, ist unser Uni- versitätsmusikdirektor Dr. St. Temesvary, der auch Frau Mhfz-Gmeiner an ihrem Liederabend am Klavier begleiten wird. Die Preise der Abonnement» sind auS der Anzei« ersichtlich. Besonder» sei darauf hingewiesen, daß, obwohl dl« Einzelpreise infolge der gewaltig gestiegenen Kosten erhöht werben mutzten, doch bte Abonnementspreise unverändert geblieben sind. ES liegt somit im Interesse de» Publikum», diesen Vorteil auszunuhen und sich für da» Abonnement zu entscheiden. Während die Einzelpreise für den ersten Platz insgesamt 50 Mk. betragen, sind für ein gleichartiges Abonnement nur 30 Mk. zu zahlen; ebenso kosten die Sinzellarten für den zweiten Platz für den ganzen Zyklu» 40 Mk., hingegen bloß 20 Mk. im Abonnement. Alfo in jedem Falle eine sehr in« Gewicht fallende Ersparnis, abgesehen von der Erleichterung, die die Zahlung de« Abonnement« in zwei Raten bedeutet. Jede sonst noch gewünschte Auskunft wird in der Mustkallen- handlung von Ernst Challier erteilt, und ebenso befindet sich dort die Derkouhsslelle für Abonnement«- unb Einzelkarten.
** Der Wal dweg zum Flugplatz schoint, soweit Has Waldstück hinter dem CMen- kopf in Betracht kommt, manchen Mitbürgern nicht genügend bekannt zu sein. Diese Tatsache formte tn jüngster Zeit erst wieder rnehickach festgesiellt werden, als man Flugplatz -Spa zj«- gänger nach dem Wege suchend im Walde bemerkte. Es dürste ratsam sein, den Weg durch eine QHarfienmg oder mehrere gute RiAungs- schllder deutlich zu bezeichrnen. Die Stadtverwal- 1»mg möge sich dieser Ausgabe berfb arrnehmen. Der Gießener D. H. E. wird ihr sicherlich aircb gerne ratend und hellend zur Seite stehen.
•e Der Neubau des Lichtspielhauses in der Bahnhos ft ratze geht einer Doll« endunß entgegen. Von außen ist das Gebäude kaum zu sehen, da es in der Bahnhofstraße sowohl al» auch in der Schanzenstraße durch die davorstehen« den Häuser verdeckt wird. Nur der Hauptzugang, der nodi besonder» architektonisch hervorgehoben werden soll, liegt In der Bahnhofstraße, während der Ausgang und die NotausgÜnge nach der Schon- zenftraße au gelegen find. Das Innere des Gebäudes, da« den Charakter einer großen Halle hat, weist im (Erb- und im ersten Obergeschoß große Zuschauerräume auf, die mit ansteigenden Sitzplätzen versehen find, während die (Emporen im erften Stock als Logen ausgebaut werden. Insge« samt sind ca. 1000 Sitzplahe vorhanden, fo daß öas Haus den h chftcn Anforderungen geroadifen fein dürfte. Die noch fertigzustellenden Bauarbeiten, besonders Schreinen, Weißbinder, und Installa. tionsarbeiten werden mit der größten Bclchleuni. flUhg durchgeführt, da man Ende dieses Monats mit der (Eröffnung des Betriebs rechnet. Soweit sich bis jetzt beurteilen läßt, wird da» Innere zmeckent- sprechend und mit allen neuzeitlichen Errungen« ichaften auogeftattet. Nach endgültiger ^crtlgftcl- tuna werden wir auf dieses Bauwerk nochmal, zu. rückkommen.
•• Wohnungseinbrüche Wie her heutige Pollzeiberickt mtttrlt. wurde am 20 S vt abeub» gegen 8 Uhr in brr Goethestratze tn ein« Parterrewohnung ein E nstrigdicbstahl auS- Qth'tbrt. i ndem der Dieb durch ein off.machendes oenster eindrang unb nachstehende 5adx*n ent- tornb«t». Sin blauer Anzug, ein Paar schtvarAe H^I>schuhe Strümpfe unb eine grüne Ii gd-jovp«.
f » 3ldd,f ^um 8. b. Mts wurde in bet ein oklchartig« Einbruch ausge- tupN, wo b« Dieb durch ein offenstehende« F--.. fkr etnfheg und dort dem schlafenden Löhnung«.
in hab« btm Anzug, einen Lodenmantel, eine braune Drteftafchc mit 50 M., eine Tafch:nuhr mit schwarzen, dicken Ziffern mit der Aufschrift Sna", ein Z.garetten-Gtui. ein Paar schwarze chuhe unb eine Krawatte au« schwarzer mit fifbergrauen KaroS. entwendete. Im letzteren Falle hat sich der Di'b m dem Garten de» angrenzenden Grundstückes vvllstänbig um- gekleidet unb seine alten Kleider, befteb^nb au« hellgrauer, lang« 5>ore. braunfarbiger Weste unb braunem, hellstreifl^en Rock zurückglassen. Setntr wurden in b«r Rähe ein Paar schwarte Schnürschuhe mit Kreppfoh:en borgefunben. i i: den Umständen nach ebenfalls vdn dem Täter herrübren können. Sachblenllch« M Heilungen nimmt die Kr minalpollzel Gießen entgegen.
,e Gin Schtoimmbabbieb. Im hiesigen DolkSbab wurde ein junger Mann von auswärts wegen Verdacht« de« Hiebstahl« von 70 Marl zum Rachietl eine» Badegastes festgenommen und in Unteriuchungöhait gebracht. Bei der Durchsuchung fand man Im De'itze des Verhafteten eine wertvolle geldene llhr. sowie zwei Pfandscheine üb« zwei versetzte Uhren. Wie die angestell'en Ermittelungen ergaben, stammt bte goldene Uhr au» einem von dem ncd> jugendlichen Menschen begangenen Diebstahl im stäbti'chen Schwimmbad in Frankfurt a. M. Die daran befindliche goldene Kette will « am 3. b. M während der Bahnfahrt von Frankfurt nach Gießen an einen Unbekannten. der in Oberdesfen wohnhaft sein soll, für 30 Mark verkauft yaben. Ziveckbienliche Mitteilungen über den D«bl:ib der Kette, die zwei- fello» einen höheren Wert barstellt, nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen.
** (Ermittelte Rowdys Die Töt«, bie in der Nacht zum 21. September die Reformationslinde vor der Johanneskirche unb das Wetterhaus, chen in der Südanlage erheblich belchädigten, sowie auch sonst noch groben Unfug verübten, sind durch bie polizeilichen Nachforschungen ermittelt worden. Die Angelegenheit kann hiernach als aufgeklärt an- gesehen werben. Im Hinblick darauf, daß die Festnahme der Täter noch bevorfteht, können deren Namen zur Zeit noch nicht genannt werden.
" Fahrraddieb stahleinesentwiche- nen Anstaltsinsafsen. Ein aus der hiesigen Heil- und Pslegeanstalt entwichener Insasse wurde, nachdem er einen Fahrraddiebstahl in hiesiger Stadt begangen hatte, festgenommen unb der Anstalt wieder zuaefüyrt.
''AuselnerJrrenanstaltimRheln. land entsprungen. Dieser Tage wurde hier von der Kriminalpolizei ein Bettler festgenommen. Bei seiner Durchsuchung entdeckte man, baß er mit Stempel versehene Anstaltskleldung unter dem Mantel trug. Nach anfänglichem Verschweigen der Herkunft der Kleider gestand er schließlich, aus der Irrenanstalt in Galkhausen im Rheinland entwichen zu fein. Der Mann wurde In die Anstalt wieder einaeliefert.
"von der Polizei sicheraestellt wurden 6 Paar neue arauwollene Herrensocken, die angeblich am 1. d. M gesunden wurden. Eigen tumsberecbtigte wollen sich mit der Kriminalpolizei ins Benehmen setzen. Es Ist auch nicht ausge- fd^offen, daß die SoeKn aus einem Diebstahl her- rühren.
** Gin DlaStzollon mit Salmlak- g«l st fiel gefkrn rwfimittag gegen 4 Uhr in ber Drogerie .Hindenburg" im Sektersweg in ten Kellerräumen bei einer Abfüllung um. Die sofort auftret enden starken Salmiakdänwfe zwangen zum £>et6etnjfen der Feuerwache, bbe mittels Rauchmasken tn den Keller embtai» imt> bie in dem Ballon noch vorhandene Fluff>Mt tni den Hof verbrachte. Hier wurde ehre Umfüllung in einen intakten Behälter trovoenommen. Weiterhin beseitigten bk Feuerwehrmonnschaften di« noch tm Kell« befindliche Flüssigkeit- Der dtovw gang, b« einen starken OttenWxnauflauf zur Folge hatte, verlief zum Glück ohne Schaven für die beteiligten Personen.
Evangelisch « kirchliche Nachrich- t e n. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Friedrich S ch u l t h e i s zu Großen-Linden die erste evangelische Pfarrsteve zu ©roßen-Linden, Dekanat Gießen, übertragen und der Berufung des Pfarrers Wilhelm Röhricht von Weisel bei (taub zum Deretnsaeiftltchen des Hessischen Lanbesvereins für Innere Mission die Bestätigung erteilt.
*• D l e Wiener Deutschmeister- K a v e l l e veranstaltete am Donnerstagabend tm ©aale des Eafö Leib einen Konzert-Abend unter der Devise „Wiener Musik". Die Veranstaltung war außerordentlich gut besucht unb bot so taten trefflichen Beweis bafür, welch guter Ruf der Kapelle auch In unserer Stabt vorangeht. Das gut gewählte Programm, baS reiche Abwechselung brachte, würbe in flott« Weife nach w'.enerisch« Art zum Vortrag gebracht. Die Darbietungen b« Kapelle fanden stürmischen 'Beifall, fo bah zahlreiche Einlagen gegeben wurden, tooburd) da» Programm eine willkommene Erweiterung «fuhr. D«svnd«S toaren e» die Wiener Walz«, Fantasien aus Operetten. Wiener BollSlleder unb Märsche, bie begeisterte Aufnahne fanden und rasch einen guten Kontakt zwischen dem Publikum unb der Kapelle herstellten. Sv bot der Abend den Desuchern einige Qtunben recht angenehmer Unterhaltung unb brachte der Kapelle bte wvhlverbiente Anerkennung ihr« Leistungen. sv daß wohl beide Teile auf ihre Kosten gekommen fein bürsten. Die Veranstaltung büifte bei den Wiener Deutschmeistern wohl bie Uebet- zeuqung wachgerufen haben, bah sie auch in Hießen bei evtl, späteren Konzerten wieb« eine freunbllche Ausnahme finden werden.
l«b:ndung mit ter
bestehe.
Die
- -- ^..^.,.v,.:enverficherung fei
fe^r Wohl auf Grund ihr« günstigen Finanz-
* Dewerkfcbaftsbunb der Angestellten. Man fchreibt und: In einer vom GewerllchaftSbunb der Angestellten e.nbenfencn Kundgebung sprach der 6tatm>«otbncte und Geschäftsführer des GDA., Armin Gehn er- Frankfurt a. M.. über bi» „Die Bedeutung der Wahl zur Anaestellten-BerficherungDer Redner erklärt», Satz auch bei den devors.ehenden Wahlen um die grundsätzlich« Frage geiämpll werde, ob bie Anhänger einer 'elbstänbigen freien Angestelltenver'ichecung bie M^a^eit in Den Stlbstverwaltunasköroem bet AD. belom- men. ober bl» Anhang« des Bcr'chn e tungS- gebonkenS der AD. mit der ID. Der GDA. fei für einen felbständiaen Ange eiltenftanb. Bei den Arb«itsämt«n und Ortslrankenka! en hätten die Anaestellten nicht den genügenden Einfluß auf bte Verwaltung, weil fte zahtenmästig In der Minderheit seien. Bei einer Verschmelzung mit d« 2kD. würbe etwa 1 Angestellter auf 7 Ar« beiter kommen. Die Stellungnahme Reichsarbeitsministers zur Forderung auf HerabfeHung der Altersgrenze von 63 auf 80 Jahre bewei'e. bah die Angestellten diese Forte.ung nicht er- füllt bekommen, wenn »ine Verbindung mit ter
Verhältnisse in b« Lage, die Altersstufe Don . ? .r.-.?vu\. .n. und e« müsse
schärfst« Protest dagegen erhoben werden, datz die Re-z erung dem Berlingen ter Angestellten Schwierigkeiten mache mit Rücksicht daraus, daß dadurch die Leistungen bet ID., die zu Meter Herabsetzung nicht in bet Qaje sei. noch mehr in den Hintergrund treten, jür einen tot’entlief: en Un.«schied zwischen AD. und ID. fei die Zahlung des Ruhegeldes bei Bcrufungr ähiokeit anzusehen, die vorhanden le wenn ein Angestellter weniger als ö.e Hnlf.e eine« Q.ngefleilten von gleichen Kenntnissen und Fählgkei'en verdiene während be: der ID. c ne Arbeit«- unfähiake t von zwei Drittel vorliegen müsse. Die Witwenrente wird bei d« AD. ohne wei
teres beim Tod« te« Derlickerten gezahlt, während bie 2D. Witwenrente nut bei Arbeitsunfähigkeit von zwei Drittel gewähre Auch bei den Heilverfahren beständen für bk Angestellten fxi b« AD ive'entlich günstigere Dor- aus'chungen. D« Redner i»earün"ete dann eingehend die Richtigkeit de - Kov taideckungsi erfahrens. welches den Dersicherlen auch bie Gewähr biete, daß bie Versicherung die Leistungen auch sicher gewähre. Man brauche aber bas Ka- vitalbeckungsvetfahren nicht zu überspannen. Man Dürft die Re'erven nur in bet un c in^t notwendigen Höh» onfammeln unb soll» dafür ben Angestellten b« gegenwärtigen Zeit, bi» unt« Krieg unb Inflat cm b»’onD»r« gelitten haben, erhvyt» Leistungen gewähren. Ter Ste gttungs- fatz von 15 Prozent lasse sich ohne Gefähtbung der Finanzlage ber AD. auf 20 Drezzent erhöhen. man müßte sogar bie Erhöhung auf 25 Prozent in Erwägung ziehen. Dtr Redner begründete bann em unucingreiches Programm über bte weitere Ausgestaltung ter AD. tvd<be» u. a. für bie Erwerbslosen eine Znhluna ber vollen Berträae durch die SD. oder bas Wohlfahrtsamt vot.ieht. Die OrtSauSschüsf» in Hessen unb Hessen-Rassau unt« Führung des granfurtet OrtSausschus öS hätten sich große Berd »nsie um die Ausgestaltung der AB. erworben. Der GDA. fei babei hervorragend beteiligt gewefen. Er werde auch in Zukunft alle« einsetzen, um bie AB. zu ^xhstleistungen zu bringen. Die sozialistischen Asaverbänbe. welche den Ttränten einer Veritomelzung ber AB. mit der 313. propagieren. hätten im jetzigen Wahlkampf» Fordetun- gen über ben Ausbau der AB gestellt, bie zutuckgewiefen werden müßien. toe.l fi« auf Umwegen ein Zerschlagen der Grundlagen der AV. bedeuten. Die Afavetbände hat en bei ber vorigen Wahl die Wähler entiäu'ch». denn ihr» gewählten Herlrauen8männer hätten das wichtigste Amt, nämlich bie Wahl der Mita lieber be» Berwaltungsraie» und damit inbirelt auch bie Mitglieder De« Direktorium« nicht vorgenommen, sondern aus parteipolitischen Gründen sich ein« Wahl enthalten. Die Asa habe somit In den vergangenen Jahren keinerlei Einfluß auf 6i« Selbstverwaltung der AV. in der Spitze a»«geübt. Diesmal feien auch vom Verwaltung«rat bie Mitglieder für die Versicherungsämter. Lande«- v«sicherungsämter unb das Reich«versicherunas- amt zu Wahlen. Die Vertrauensmänner hätten ferner bk Ausgabe, bie Versicherten bei Stellung von Anträgen zu beraten unb sich mit allen Fragen der ÄV. za beschäftigen. Ein verantwor» tunasbewicht« Angestellter dürfe nur eine Oiste wählen, deren Kandidaten bie Gewahr bleien für eine sachkch«, aufbauend« Arbeit fie bie wettere Ausgestaltung ber AV.
Starkenburg.
• Darmstabt, 14. Oft. Im Traut- mannschen Sägewerk «litt ein Sohn des Bef itzer» durch bk Kreisfäge eine schwere Ber le tzung , bie eine Operation im städtischen Kranknhau» In Darmstadt notwendig machte. Wegen des starken Blutv«lusteS wurde ein» Blutzusührung notwenbla. Der 3totIIing»bruber de» Verletzten brachte dieses Opf« unb ließ sich ungefähr ein Liter Blut abzapfen. SS besteh: bie Ausficht, daß b« Verletzte gerettet wird.
Nheinhefsen.
WSR. Rieber-Ingelheim, 14. Oft. Sin seltenes Fest konnten am Sonntag bie fünf Gefchtoi st e r Hahenberger von hier feiern. Der Senior der Geschwister Michael Hatzen- berger, vollendete sein 86. Lebens,ahr, Anton Hatzenberger sein 83 Johann Hatzenb«ger fein 70., Klara Scholl geb. Hatzenberger Ihr z6. unb Maria Hatzenberg« ihr 74. Levensjohr. Di» fünf heschtoist er bringen die stattliche Zahl von 389 Jahren zusammen unb dabei befinden sich alle noch rüstig imb gefunb.
Preußen.
.(treib Wetzlar.
} Wetzlar, 14. Oft. In Ausführung ihres großen btraßenausbauprogramms läßt die fireisDcrroaltung zur Zelt auf der Straße von Wetzlar nach öarbenheim rin» Strecke von etwa 700 Meter In Zementbeton Herstellen. Die Arbeiten werden von der Firma I. ©. Muller au:geführt unb geben dem Beschauer ein interesiantes Bild moderner Straßenbautechnlk. Eine neue Betonmaschine mit elektrisch betriebenen Stampfhämmern läuft auf Schienen In ganzer Breite der Fahrbahn und gibt dieser In kürzester Frist ihre oorqeschriebene Lage. Die Betondecke ist in einzeln» Felder eingeteilt, die durch EUenichienen verbunden sind. — D e von der Stadt In Verbindung mit Dem Berkehrsverein zu Ansang diese» Jahre» elnaerichteten Autobuslinien zwischen dem Bahnhos und verschiedenen Stadtteilen sind nunmehr in Form einer Aktiengesellschaft mit dem Namen Wetzlarer L e r f e h r s • 21..®. zusarn» mengefaht worden. Da" Grundkapital beträgt 75 000 Mk Als Gründer sind verzeichnet die Stadt Wetzlar, der Derkehrsverrin, ber Spor, unb Bau- verein, bie ftöbtischen Elgrnwlrtschasten unb bie Kugellagerwerke Friedrich Hollmann Dl» Gesell» ichast verfügt zur Zelt über vier große Autobusse. Der Fahrpreis betragt einheitlich zwanzig Pfennig.
Münchhvlz hauten. 14 O.t In bet Straß» noch Dut»nhvs«n ist bi» Sireck« zwischcn ber re )i-sei igrn Abzwe ) >ug be» Bet- icntorgeS unb ben näcb'1 m nach links abzweigm- ben Feldweg auf einer Läno- von nmb 15o Timtet auherorbentllch wa ff erreich Sine Ka- nolilleruT.g unb Dränierung, towk Abführung be» Waffer» burck) den am Betten- rntlang'iehenb-m B'toä'f rimgsgraben hat h 4> als e 3 ni'gcu'bes B^rfnls h« uSaestallt. Die ©mdnhcorrtrt:unq hat daher beschlossen, an der sraglichm 6t>*n« ein« Kanalanlage i 5<?rftcUen zu lassen. Bei D:r die'« Tage statt- gchabten D«g«tnmg wurde bte Ailssührung k>«


