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Hand, eine gfaufyfe

Deutsche, ttxiß flfeufe»

zu verhindern.

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Immer wieder der Memelkonflikt

bringen da sich die Gefahr einer Korruption im Inlante und einer ernsten Abkühlung

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ment anzufragen, ob Bedenken dagegen be­ständen, war heute früh die Zielscheibe einet energischen Protestes des demokratischen Sena­tors Glast- Virginia, der ankündigte. er werde diese Angelegenh^t im Kongreß zur Sprache

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Südtirols Leidensweg.

Die neuen Derwelschungsmahnahmen der Faszisten.

Die französische Regieeuna hat detchiolsen, txit- Agrement für den neuen russischen Botschafeer tn Pari», Dowgalewski, zu erteilen. Rakowski

TaS Hcinktl-Alugzcug i» Amsttrdaru

Das deutsche Flugzeug .D. 1220" traf Frei- a mittag 1,35 Uhr im Amsterdamer 5luy- ?|en Schellingwoube ein und kfite kurz rauf im ®Leitfluge glatt auf das Wasser auf. 15 Minuten fpäter lag das Flugzeug berat* fest verankert. Zur Zeit ist man damit beschäftigt. daS Flugzeug mi: Benzin zu versehen. Ins­gesamt werden noch 80) Liter Benzin zu dem

Attentat auf einen albanischen Diplomaten.

Ter albanische (Gesandte in Prag das Lpfer eines stievolveranschlags.

Prag, 14. Oft. (WTB) Der albanische ®e- te (£ e n u ©eg, gleichzeitig alblanifchcr Ge­sandter in Belgrad, wurde heute abend in einem hiesigen Cafe da» Opfer eines Attentates Ein ITjahrigcr Bursche, angeblich ein Mazedonier, stürzte sich in dem Augenblick, als der Gesandte in der Garderobe seine Oberkleider holen wollte, auf den Gesandten und gab aus unmittelbarer Nähe einen Revolverschuß auf ihn ab. Der Ge­sandte brach zusammen. Das Publikum, dos sich auf den Täter gestürzt hatte, übergab ihn der Polizei. Cena Beg wurde in ein Krankenhaus über- geführt. Auf dem Transport ins Krankenhaus Hst er gestorben. Der Täter besuchte bereit» seit drei Tagen das CafvPassage" Heute hatte er unm ttclbar am Eingang de» Cafes in der Nähe her Garderobe Platz genommen, ter Gesandte sah I 'm ersten Stock de» Hafte Nach dem Attentat über- * gab der Täter den Nevoloer dem Oberkellner de»

Leibe zu spüren bekommen, ohne daß es in der nachfolgenden Zeit den Italienern g'.ungen ist, den deutsche Reisendenstrvm wieder in )«n» bisherigen Umfang über den Brenner zu feiten. Ss liegt in Müsivlinis Meldung Italiens durch ..._ bedeutend mit starken finanziellen Ausfällen ist.

Eigener Draht bericht des .Gießener Anzeigers.

Berlin. 15 Oft Ss hat Zeiten gegeben, da man sich deS Eindrucks nicht erwehren fon-.tc. alÄ habe Mussolini d«h einiges Interesse daran, es durch eine gewaltsame Ilalianisierung der Südtiroler mit uns nicht restlos zu verderben Die Entsendung eines gemästigten Beamten deutete daraus hin. doch hat sich in­zwischen herausgestellt. daß sich im Grunde ge­nommen in Südtirol nichts geändert hat, vielmehr kann jetzt festgestellt werden, dast die gewaltsame Berwelschung intensiver denn je betrieben wird. Als neueste Leistung der Faszisten kann die Derbannung jedes deutschen Wortes aus der Oesfentlichkeit verzeichnet wer­den Die italienischen Machthaber sind sogar so weit gegangen, den Privatpersonen zu befehlen, auf Messern und Gabeln deutsche Schaltzeichen in italienische umändern zu lassen. Wir sind in der Tat gespannt, womit die Faszisten «noch aufwarten werden, um die llmfrempelung der Südtiroler in waschechte Italiener sich erzu- stellen. Darüber möchten wir allerdings keinen Zweifel lassen, dast wir uns auf die Dauer diese- Verfahren nicht mehr ruhig mit ansehen wer­den. Mussolini must ja wissen, ob ihm die Italianisierung Der 200 000 deutschstämmigen Ti­roler wichtiger ist als gute Beziehungen zu seinen nördlichen Nachbarn. Schon einmal hat Italien die Folgen dieser Politik am eigenen

der Beziehungen zu einer fremden Regierung, fall« deren Anleihe abgelehnt werde, in sich berge. Glast, Bvrah und andere Senatoren er­klärten sie würden einen etwaigen Gesetzentwurf, der diese A u s f i ch t s ft e l l u n g des Staatsdepartements legalisieren wolle, unbedingt ablehnen. 3m Staatsdeparte­ment wurde hierzu bemerkt, die (Regierung be­absichtige nicht, die Einbringung eines derartigen Gesetzes, sie halte im G^ente 1 die Einsetzung einer Beratungsstelle für Anleihen des Auslandes für unerwünscht. Im übrigen halte bad Staatsdepartement an der im Marz 1922 durch ein Zirkular-Rundschreiben den Ban­kiers übermittelten Bitte fest, ihm vor der Auf­legung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, da immerhin der Fall Vorkommen könnte, wo eine Richtauflegung Im nationalen Interesse geboten sei. z. B. bei Anleihen zu Rüstungs- zwecken oder für die Entfachung ober Förde­rung von Revolutionen oder dergleichen.

Mus aller Welt

D 1230 auf den Azoren gelandet

Das ,Flugzeug D 1230 ist Freitag 17.10 Uhr deutscher Zeil in der Horta-Bai glatt gelandet Schon seit 2.30 Uhr war die Mole

Vie Abberufung Rakowskis. Das Agrement für feinen Rachfolger erteilt. (Eigener Drahtbericht dc»Gießener Anzeigers".)

Berlin, 15. Oft. Die Parier Presse hat also nun doch die Abberuf ung deS russischen Botschafter« durchaesetzt. Dast er früher oder später abgvlöst werden würde, stand eigentlich schon außer Zwe fei, als die Pariser Regierung die Unterzeichnung der be­kannten Resolution zum Dorwand nahm, um sich ernstlich über Rakowski in Moskau zu be­klagen. Tschitscherin desavouierte seinerzeit feinen 'Botschafter, womit er mbireft ausdrückte, dast er ihm bei Gelegenheit einen anderen diplo­matischen Posten übertragen würde. Aber d i e Pariser Presse, ober richt gcr gesagt, die­jenigen. die h.nter chr standen und die nicht nur in den Kreisen der fnnuötleben Hatwnaliften zu suchen waren, gaben keine Buhe, sondern legten nun erst recht gegen Rakowski los. Diesem Druck konnte sich die Parcker Regierung auf die Dauer nicht entziehen, zumal bestimmte Ereig­nisse zu verzeichnen waren, die man mit dem von Rakowski unterzeichneten Dokument in Ver­bindung brachte und die Im gesamten französi­schen Volk eine starke antikommun ist i- s che Bewegung auslösten. So wurde Ra­kowski vollkommen laltaeftelü. Paris verhandelte mit Moskau nur noch über den französischen Botschafter in Moskau, fttrbette. Die Sow­jetregierung hat endlich emgesehen, bah das für Ruhland auf die Dauer ein unhaltbarer Zu­stand ist. Sie bat unter bie ganze Affäre von sich aus einen Schluhstrich gezogen und Ra­kowski abberufen. E« fragt sich aber nun, ob auch die Gegenseite sich zufrieden geben wird. So manches Pariser Blatt läßt schon durch­blicken. dast es den Abbruch der diplo­matischen Beziehungen lieber geloben hätte. E« bedarf also nur eine« kleinen Anstoßes, um auf« neue eine antirusfifche Bewegung in Paris auszulösen, bi« aber bann andere Gründe ins Feld führen und banr.t demarkieren müßte.

einer Aenderung des Kurses.

m e l l ä n b e r Rechnung trägt, zu deren Schutz der Dölkerbunb die Annahme des Statuts von Litauen verlangt hat. Wenn jetzt von Kowno damit gedroht wird, Reich-deutsche nicht mehr in das Memelgebiet hineinzul^ssen, obwohl die Derhandlungen über bie Ausgestaltung des Riederlasfungsrechts noch gar nicht beendet sind, so kann man deutscherseits hierin nur eine betonte Unfreundlichkeit ge­wisser litauischer Kreise gegen Deutschland sehen, denen anscheinend an einer Verständigung zwi­schen Litauen und Deutschland nichts gelegen ist.

Der Streit um Wilna.

Litauens Beschwerde an den Völkerbund.

Paris, 14. Oft. (WTB.) Die litauische Ge- sandtschaft in Paris veröffentlicht den Wortlaut des Telegramms, daß der litauische Ministeroräfident W o l d e m a r a s an den Generalsekretär oes Lol- kerbundes, Sir Eric Drummond, gerichtet hat. E» lautet:

Am 4. Oktober bat die polnische Regierung das Lehrerseminar und 45 Elementarschulen g e s ch l o s- f e n und etwa 120 litauische Persönlichkeiten i n » Gefängnis geworfen, und zwar Schul- direktoren, Lehrer und Priester aus Der Wilnaer Gegend unter dem Dorwand, dast die» eine R e vressa 11e wegen angeblicher Berhaftungen von Polen in Litauen sei. Die polnischen Zeitungen veröffentlichen einen Aufruf von 28 polnischen Leh­rern, die angeblich inDarnia» inter­niert sind und die um die Intervention Polen» bitten. Der Aufruf und die Anklage der Polenoer- folgung sind von A bi» Z erfunden. Die litau­ische Regierung fordert Anwendung der im Minori- tätenoertrag mit Polen vom 28. Juni 1919 vorge- sehcnen Maßnahmen. Motivierte Klage folgt"

schast liche tfjiflen (eit Wochen persönl , und seine Poft unter besonderer Zenkur stand, und daß er mit demselben Schicksal der Zwangs- Verschickung von Dr. Noldin aus Saturn rech­nen mußte. Dabei hätten die Faszisten ihm weder in seiner Eigenschaft als Anwatt noch wegen irgend­einer öffentlichen Tätigkeit außerhalb seines Berufs einen Borwurf machen können. Da ihm die italieni­schen Behörden feit dem Dezember 1926 keinen Auslandpaß mehr gegeben hätten, habe er sich gezwungen gesehen, bei seiner Reise ins Ausland zu einer Irreführung der italienischen Behörden seine Zuflucht zu nehmen, die ihm auch glücklich gelun-

bereit« vorhandenen Borrat eingenommen wer­den. Der Start des Heirckcl-Flugzeuges zur Fort- setzung de« Fluges ist angesichts ber sehr un­günstigen Wetterlage auf e.nen noch unbestimm­ten Zeitpunkt verschoben morgen. DieWetter- nachrichten ber Hamburger Seewarte sowie der Amsterdamer meteorologischen Station lauteten unbestimmt. Hr.nzu kommt noch, daß über Schel- lingwoute und tem Amsterd imer V bas Wetter zur Zeit lehr dicht ist Die SichiverhättnM« sind schlecht. außerdem sind Regenfälle zu ertoarfen. Das Ziel des Etappenfluges steht ,u>ch nicht genau fest, da es entsprechend ber Wetterlage erst auf dem Fluge festgesetzt teerten soll. Sicher ist jedoch, daß das Flugzeug in f ü h- östlicherRichtung abfl e;en wird Die Flie­ger wollen verbuchen, den Hafen von Ltfsa- b on direkt zu erreichen. Sollte dies wegen der Wetterlage nicht möglich sein, fo wird beab­sichtigt, einen spanischen Hafen, z. B B i g o oder Ferrol, anzusliegen.

Liscnbahnunglück.

Freitag 23.46 Uhr ft reifte ein Güteczug bei der Einfahrt In den Bahnhof Draunschweig- O st eine im RachbargleiS nicht prsfilfrei stehend« Wagengruppe. Zuglokomotive und acht Wagen vom Güterzug entgleisten. Zugführer und zwei Postschaffner, die sich im Packwagen befanden, wurden durch Quetschungen getötet.

Winter In der Eifel.

Auf ber Hoben Ach' - igle da« Thrrmomet-r tn der letzten Rächt 2 Grad unter Rull. In ber ganzen 8.fei Herr ch winterliches Wet­ter. Teilweise wurden sogar schon vereinzett« Schneeflocken feftgeftellt

Die Wetterlage.

Cafe» und feinen Reisepaß dem ihn verhaftenden Wachtmann. Augenzeugen des Attentats er­klärten, daß der Angreifer auf Eena Beg zweimal, und zwar rückwärts, geschossen habe. Er wurde dem Polizelkommissariat zugeführt, wo er einem Der- hör unterzogen wurde, bei dem er erklärte, Alaivladh Bebi zu heißen und Im Jahre 1904 in Elbassan in Albanien geboren zu sein. Er sei Student. Auf die Frage, warum er da» Attentat verübt habe, antwortete er, das Motiv sei politischer Natur. Er habe Eena Beg er­schossen, weil dieser feine Heimat Albanien an Jugoslawien verkaufen wollte. Debi wurde dann nach der Polizeidirektion übergeführt, rop das Verhör fortgesetzt wurde.

Amerikas Anleihepolittk.

(focflen die Ucberwachung durch daS Ltaatddcpartrmcnt.

Washington, 14. Oft. (WT-D.-Furrkspr.) Die seit 1922 bestehende Gewohnheit, vor der Auflegung von Anleihen fremder Staaten, Län­der und Gemeinden im Staatsdeparte-

«« RcrtiaiK» .««r«U<lw unirxl

<vctlcr^oruusiage.

Durch die weitere Ostoäl tSverlagerung t* isländischen Drucksallgebleres wurde der nord­westliche Hoch"ruckvorstoß etwas südwärts «7- brängt. Die IDinte haben über M.tleieurvp^ das im Südseiten bereich de« Hochs liegt. NW nach Olorooftcn bzw. nach Osten umge ref* il* ter dem Einfluß bet Ost-Lfastströnmng gefr H Bewölkung Zurück Gleichyeitig sinken. bdcmNI während der Rächt, die Temperaturen, sotzW sie den Gefrierpunkt erreichen und sogar fmW* weise darunter gehen. Das Di^druckgepiet W Südkrankreich dürfte durch die fr-Tl-teilte Lhet* sttömung verhindert werten, feiner Ginsskutz as unsere Wetterlage gel.enb zu machen.

Wettervor^usfag.: Leiste Ra^rvstg morgen« neblig, wolkig, dann aufherternd trti* trocken.

W.tl.rungs auslichten für Montag- weise Frühnebel, vielfach wolkig und m.ifl taw

Lufttemperaturen am 14. Oktober: mittag» IV Grab Eelsiu», abend» 8,8 Grad Eelsiu»: am 16 DB morgen» 5,5 Grad Eelsiu» Erdtemperaturen »» 10 Zentimeter Tiefe am 14. Oktober: abends»^ Grad Celsius: am 15. Oktober: morgen» 7,8 Celsius. Maximum 11,5 Grad Ceifhi», Minim«« V> Grad Eelsiu».

voller Men'chen. Es fid leichter Regen. Als man das Flugzeug majestätisch ankommen sich, ließen die 5-inffc die Sirenen erschallen. Die Landung er.olüle binnen dreier Almuten im Ha'en innerhalb ter Mole auf einer gar nicht großen Fläche. Das Flugzeug ist augenblicklich von Motorbooten umgeben und sicher 'eftgelegt Die Besatzung der ,D 1230 gewahrte Presse­vertreter,» cur Horta eine Unterredung, tn der unter anderem auSgeführt wurde: Der Start von Lissabon erfolgte tn ter Dämmerung bei schlechtem Detter. Auf See klärte sich da- Wetter auf, doch trat gegen Mittag teieter eine Verschlechterung mit starken nordwestliche« Winden, hoher 6cc niedrigen Wolken und Re­genschauern ein. Dicht bei ter Azoren war d t e Wetterlage sehr s chlech t tim 13 15 tihr Greenwicher Zeit betonten wir uns über Ponta del ®anba. um 1420 tihr nahmen wir Ziel­richtung und Ziellandung im Halen von Hortet vor. Die Besatzung und die Pattagiervn find wohlauf und in bester Stimmung und sehr er­freut über den herzlichen Empfang auf Aorta. Das weitere Ziel ist Reuhork über Reu- funblanb. Allerdings ist der Weiterflug in diefer Iahreszeit von der Wettevlage stark ab­hängig und es heißt zunächst: .Warten". Die Iunkersmaschinc und die Iunkersmotore haben glänzend gearbeitet Die Flugstrecke betrügt zirka 950 Seemeilen, die In zehn Stunden zurüa- gelegt wurden. Die Flughöhe tetmg 30) bis 600 Meter.

Der auf der Flucht aus Sudtirol in München eingetroffene ehemalige Abgeordnete des römischen Parlaments, Dr. Reut Ricofuffi, äußerte sich dahin, daß die italienische Regierung ihm durch Streichung aus der Anwaltsliste seine wirt- z a c r ft ö r i habe, daß er t ch überwacht wurde

hat heute dem Vorsitzenden der französischen Delega­tion bei der französisch-russischen Konferenz, de Monzie, seinen Abschiedsbesuch gemacht. Vor dem russischen Botschaftsgebäude in Paris und dessen Settenausgängen herrscht lebhaftes Treiben. Gepäckwagen und Automobile kommen und fahren ab. Wie es heißt, soll Rakowski beretts seine A b reise aus Paris vorbereiten.

Pressefreiheit im ENah.

Pari», 14. Oft. (WTB.) Wie demTemps" aus Straßburg gemeldet wird, ist Baron Claus Zorn von Bulach heute wieder wegen der gegen ihn erhobenen Anschuldigung der Bedrohung des Präfekten und der Anstiftung gegen die Sicher- beit des Staates verhört worden Lr erklärte, der von ihm in bezug auf den Präfekten gebrauchte AusdruckHabenichts" fei eine elsässische Re. densari und bedeute ortsansässiger Frem- der. Baron Claus Zorn von Bulach habe durch diese Aeußerung den ersten inten nicht beleidigen wollen. Nach dem gleiche Korrespondenten hat Claus Zorn von Bulach heute ankündigen lasten, er werde bei den nächsten Wahlen ein in franzö­sischer Sprache abgesahte Sondernummer sei- ncr gegenwärtig verbotenen ZeitungD i e W a h r - heil" veröffentlichen. Die Straßburger autonom!» stische ZeitungV o l k s st i m m e" ist zu 800 Fr. Geldstrafe und zur Bezahlung der Gerichts- kosten verurteilt worden, weil sie zur Bezahlung einer Geldstrafe, zu der sie früher verurteilt mor­gen war, eine Sammlung veranstaltet hatte

Die AuSschuhbelchlÜsfe Drnrten als «tne toefent»- liche OferbdTerung betrachtet werten tnexm auch Sachsen dadurch nicht vollftänrng tefnetegt werte Wenn die Vorlage Gesetz werte muhte das Reich unbedingt die Kosten übernehmen.

Angenommen wurde der neu erngesugte § 12a, ter besagt:Bon amtStoegen ein-uruhtente neu« Schulen lind Gemeinschaftsschulen^ so- weit fit nicht auf Antrag der Grziehungsberech- tigttn in eine andere Schulsorm umgetoantell werten. Die timwandlung kann nur von einet Zweidrittelmebrheit der Artttagft elfer dutchgefetzt werben" Reichsinnemnimster von Ke u dell erklärte, daß er die Zustimmung ter Reichstegierung für diesen Beschluß ntcht m Aussicht stellen könne. Die Ausschustbeschlusse über den Religionsunterricht wurden ebenfalls gegen den Widerspruch ter Reichstegierung mit 40 gegen 28 Stimmen angenommen.

Zum § 20, ter die Ausnahmebestimmungen für die sogenannten Simultans ch u l l ä n d e r enthält, beantragte Minister v. Keudell sewst eine Aenderung der Regierungsvorlage. Während diese al« felche Länder Baden, Hessen und daS ehemalige Herzogtum Rass au auffuhrt, beantragte der Minister jetzt die Fassung, daß bie Ausnahme gelten soll für ..die Gebiete te« Reiches, in denen eine nach Dekenntnisfen nicht getrennte Volksschule besteht". Bestimm e Landet wetten danach also überhaupt nicht aufgezahlt. Der Antrag der Reichsrcmerung wurde mit 39 gegen 29 Stimmen abgele h n t.

Der letzte 'Paragraph des Gesetzes bestimmt nach dem Aus'chuhantrag. daß die auSitewi Ge­setz den Ländern und Gemeinten erwachsenden Kosten in voPer Höhe vom Reiche er­stattet werten. - Hierzu erklärte Minister v. Äcubell. die Reichsregierung könne vor Der endgültigen Fassung ter Vorlage nicht die daraus entstehenden Kosten übernehmen Sie könne deshalb heute auch nicht erklären, ob und inw.eweit eine Beteiligung des RetKs Kosten in Frage kommt. Staatssekretär 5>r. Deismann erklärte, diese Erklärung des Mi­nisters könne die preußische Regierung nicht be­friedigen. Auf seinen Antrag wurde ausdrücklich festgestellt, daß der AuSschußantrag über bie Kostens rage vom Reichsrat einstimmig an­genommen Worten war.

Die namentliche Schlußabstimmung hatte da« Ergebnis daß die Vorlage mit 37 gegen 31 Stimmen abgelehnt tourte. Dagegen stimmten Bayern. Anhalt. Oldenburg Thurin- gen Hessen. Hamburg. Bremen, Lübeck. Olie^ lenburg-Schwerin. Württemberg und die preu­ßischen Provinzen mit Ausnahme von Ber- lin und Proo.nz Sachsen.

Das Besoldungsgesetz im Preußischen Landtag.

^inan^minifecr Höpkcr-AschoN begründet die Vorlage.

Berlin, 14. Ott. Der preußische Landtag beschäftigte sich heute mit der ersten Beratung des Besoldungsgesetze«. Finanzminister Dr. Höpker-Aschos f erklärte, die Reform könne man vom Standpunkt des Staats aus al« sehr weitgehend bezeichnen. Die Erhöhung bedeute für den Staat eine Belastung von 193 Mill. Sie sei bei den einzelnen Grupprn vev- schiedeii. Die Gehälter der Ministerialräte er­führen eine Steigerung um 17,7, die unteren Gruppen eine Steigerung bis 33,1 Prozent. Der größte Teil des Mehraufwandes könne gebe (ft werden, allerdings brauche Preußen die Hilfe des Reichest aber es sei noch eine offene Frage, ob das Reich helfen werde. Die Ge­meinden befänden sich in derselben Lage wie ter Staat, doch könnten auch die Gemeinden mit 87.2 Mill mehr aus Reichssteuern, 20 Mill, mehr auS der HauüKinSsteuer und 50 Mill, mehr au« ter Gewerbesteuer vochneii. Unter allen Umständen solle die Besoldungserhöhung ohne Steuererhöhung durchzejührt werden. Des­halb sei auch kein wirtschaftlicher GiUiidfürP c -steigerungenAU sehen. 'Bervesierungen sollten in gemeinsamer Arbeit gesucht werden, doch dürfte sich der Gesamt­aufwand nicht erhöhen. Rach Furier De­batte, an der sich nur Kommunisten und Völkische beteiligen, wird die Vorlage dem Hcruptaus- schuß überwiesen.

In Litauen keine Neigung zu

Kowno, 14. Olt. (XU.) In hiesigen politi­schen Kreisen verfolgt man mit steigendem Un­behagen die Haltung der deutschen Oeffentlich- feit, die im Hinblick auf die zwischen dem Ministerpräsitenten Woldemaras und dem deutschen Auhenmi..i'ter Dr. Stresemann ge­pflogenen persönlichen Verhandlungen eine A e n- d e r u n g ter litauischen Politik in der Memel- frage erwartet und bereits von festen Zu­sicherungen spricht, die Professor Wolde- inaras bei seiner Berliner Anwesenheit in dieser Richtung gegeben haben soll. Dieser Ausfassung teutfdxr Kreise gegenüber wird von maßgelender litauischer Seite darauf hingewiesen, daß sich Litauen dne Einmischung Deutschlands in die Memelfrage unter keinen Umstän­den werde gefallen lassen, weil Deutsch­land im Versailler Vertrag ausdrücklich auf das Memelgebiet habe verzichten müssen. Litauen werde keine deutsche Propaganda, die auf eine einseitige Aenl erung des MemelstatutS im Sinne deutscher Wunsche abziele, dulden. So sei auch nicht damit zu rechnen, daß die Ausweisung ter drei vor einiger Zeit ausgewiesenen deut­schen Redakteure zurückgenommcn werte. Ebenso könne nicht damit gerechnet werden, daß anderen reichsdeutfchcn Redakteuren die Ein­reise in das Memelgebiet gestattet werden würde. Litauen als souveräner Staat werde niemals dulden, daß im Memelgebiet ein« neue Zentrale deutscher Propaganda gegen Litauen geschaffen werd«.

In Berliner biplomattschen Kreisen wird zu ter vorstehenden Meldung erklärt, daß Deutsch­land niemals eine Aenderung des Memel-Statuts verlangt habe. Wohl aber als Ratsmacht darauf bestehe, daß das Memel-Statut eine Auslegung finde, die den berechtigten Lebens intereffen der Me -

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