Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 15. August 1927.
Leicht und schwer.
Nicht darauf kommt es an, was man erlebt, sondern, wie man erlebt.
Da ist ein Mann, der durch Unfall beide Arme verloren hat, dort der andere, den ein heimtükisches Schicksal des Augenlichtes beraubte. Und beide tragen i^r Unglück mit einer staunenswerten Gelassenheit, ja sie Irringen sogar einen gewissen Zug von Lebensfreude und Humor auf, den man völlig an anderen vermißt, die nach unferm Ermessen mit ihrem Los mehr als zufrieden (ein müßten.
Dort aber begegnet man einem, dem ein kleines Mißgeschick zustieß, so lächerlich gering, daß gar nicht die Rede davon lohnt. Und doch trägt er es so schwer, sieht die Welt schwarz und trostlos und würfe am liebsten die Flinte ins Korn. Die Menschen flieht er und vergrabt sich immer tiefer in seinen Gram, daß a ich ihn die Menschen meiden, weil er ihnen ein unbequemer Weggenosse ist.
Anlage, sagen wir. Ader damit ist nur wenig beantwortet. Denn Anlage allein ist es nicht, wenngleich nicht zu leugnen ist, daß wir alle ein wenig an den Ketten schleppen, die uns die Vererbung an= gehängt hat, aber auch schätzenswerte Eigenschaften mit in die Wege gelegt bekamen. Im Grunde sind wir doch alle aus den gleichen Stossen aufgebaut und müßten das, was uns zustößt, auch mit gleicher seelischer Bereitschaft empfangen. Da das aber nicht so ist, besteht kein Anlaß, zu leugnen, daß wir aus unferm Weg durchs Leben auch manches erworben haben, was uns Schweres leicht tragen läßt, im Gegensatz dazu aber auch Leichtes schwer. Nicht zuletzt ist es die Erziehung, die wir empfangen haben, die bisher gesammelten Eindrücke sind es, die mit den Ausschlag geben. Wer als Kind verhätschelt wurde, wem alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt wurden, wer sich stets im Mittelpunkt alles GeschHens fühlen konnte, für den ist es dann gewiß nicht leicht, sich den harten Anforderungen des Lebens gewappnet gegemiberxuftetien. Besonders solcke, stets behüteten Menschen sind es, die sich leicht von jeder Widrigkeit niederwerfen oder doch aus dem Gleis bringen lassen. Wer von Jugend auf daran gewöhnt wurde, das Leben als das zu nehmen, was es ist, Kampf um die Selbstbehauptung, der wird viel weniger dazu neigen, sich von jedem Windhauch umblasen zu lassen. Er weiß, daß es meist hart auf hart, geht, daß sich nur der innerlich Starke und Lebenstüchtige behaupten kann, und wird dem Rechnung tragen, mit zäher Energie gegen die kleinen Widrigkeiten seinen Mann stehen, aber auch großen Fährnissen zu begegnen wissen. Meist ist es auch so, daß man sich von den großen Fährnissen viel weniger umwersen läßt als von den kleinen Nebensächlichkeiten, die unferm Wünschen hier und da einmal zuwider laufen.
Eine mit Humor gemischte Gelassenheit ist sicher ein köstliches Geschenk. Nicht jeder kann sich dazu aufschwingen. Aber dazu kann es jeder bringen: Dem Lebenskämpfe Rechnung tragen. Die Aufgabe der Selbstbehauptung ist jedem gestellt. Sie zu erfüllen, dazu bedarf es keiner Reichtümer, keiner wohlvorbereiteten Lebensbahn. Die Geschichte gibt Beispiele genug, die uns sagen, daß das Bedeutende dort geschaffen wurde, wo alle guten Kräfte im Menschen mobil gemacht wurden. Gerade im Kampfe mit den großen und kleinen Widrigkeiten des Daseins wurden die Kräfte geweckt und,erprobt, die erst Menschenwert ausmachen.
Schwer und leicht sind ganz individuelle Begriffe. Und zur rechten Zeit kann es dienlich sein, sie zu verwechseln, das Schwere mit einem Achselzucken abzutun, aber das anscheinend Geringe ernst zu nehmen. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel.
S—r.
Die Spätfröste des Jahres 1927 in Hessen.
3m Auftrage des hessischen Ministeriums der Finanzen untersuchte Professor Dr. Ihne- Darmstadt die Witterungsverhältnisse in der Zeit der Spätfröste (Frühjahrsfröste) in diesem Jahre sowie die dadurch verursachten Schädigungen. Die Ergebnisse sind jetzt in der „Hessischen Landwirtschaftlichen Zeitschrift" veröffentlicht, der wir die nachstehenden Mitteilungen entnehmen: Eingelaufen waren Meldungen aus 60 Orten, und zwar aus Rheinhessen 13, aus Starkenburg 20, aus Oberhessen 27. Die aus allen Provinzen für den 8. oder 9. April gemeldeten Fröste kamen als Spätfröste nicht in Betracht. Anders war es mit dem 27. April: allgemeiner Frosttag. Die „Kalten Heiligen" oder „Eisheiligen" vom 10. bis 15. Mai brach
ten überall Frost. In Rheinhessen wurde für den 27. April von fast allen Ortcn Frost gemeldet, nicht von Bo.enheim, Oocc O.in, Worms, welches überhaupt keine Spätfröste meldet. Für den 11. Mai liegen von der Mehrzahl der Stationen Meldungen vor, für den 12. bis 15. Mai nur vereinzelte, z. B. Dosenheim, Offenheim, Frei-Weinheim (hier für den 11. fein Frosteintrag), Dom-Dürkheim. Gegen Ende Mai (27., 29.) trat an einigen Orten ebenfalls schwacher Reif auf, so in Bosenheim, Wörrstadt, Wolfsheim, in Dom-Dürkheim am 4. und 5. Juni.
Wenn auch Reben, Obstblüte und manche Gartengewächse etwas durch die Fröste gelitten hatten, so wurde eigentlicher Schaden doch nicht verursacht: viele Meldungen heben dies ausdrücklich hervor.
In Starkenburg war es ähnlich. Was den Schaden betrifft, so waren, wie in Rheinhessen, wohl die Obstblüte, die Triebe der Ruß- und einiger Waldbäume, gewisse Gartengewächse etwas gedrückt worden, die Befürchtungen erheblichen Schadens stellten sich aber als grundlos heraus.
Auch in Ober Hessen war am 27. April überall kräftiger Frost, der sich bei einigen Orten im 'Horten der Provinz, z. D. Homberg, Lauterbach, R< ,iA ..»rod, in geringerem Maße an dem folgenden oder nächstfolgenden Tagen wiederholte. Zu der Zeit der „Eisheiligen" war in Oberhessen ebenfalls am 11. Mai Frost am meisten verbreitet, doch folgten bis zum 15. an weit mehr Orten — im Vogelsberg und in der Wetterau — als in Starkenburg und Rheinhessen weitere Tage mit Reif und Frost. Einige Stationen des Vogelsbergs (Freiensteinau, Herbstein, Lauterbach, Alsfeld, Homberg, R..,..m» rod) verzeichnen auch Reif am 2. Mai. Die Fröste vom 26. bis 29. Mai traten in Oberhessen spärlicher auf als in den anderen Provinzen, Meldungen nur aus Lauterbach, Freiensteinau, Trais a. d. Lda.
Schaden an der Obstblüte, am Laub den Buchen und Eichen, besonders an Waldrändern, an einigen Gartengewächsen wurde etwas mehr gemeldet als in Rheinhessen und Starteickurg, bedeutend war er aber auch hier nicht.
Äornotizen.
— Tageskalender für Montag. Palast-Lichtspiele: „Die Frauengasse von Algier". — Astoria-Lichtspiele: „Das Geheimnis einer Stunde".
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** Personalien. Ernannt wurden: der Vortragende Rat im Ministerium des Innern Dr. Rudolf S i e g e r t zu Darmstadt zum Referenten für das Polizeiwesen im Ministerium des Innern mit der Amtsbezeichnung „Ministerialrat"; der Polizeirat August Fuchs zu Darmstadt zum Hilssreferenten für die Polizei im Ministerium des Innern mit Der Amtsbezeichnung „Regierungsrat', beide mit Wirkung vom 1. April; der Gendarmerieoberwachtmeister Karl Fischer zu Alsfeld zum Gendarmeriekommissar mit Wirkung ab 16. Juli; der Gendarmeriewachtmeister Georg Berghöfer zu Altenstadt (Kreis Büdingen) zum Gendarmerieoberwachtmeister mit Wirkung ab 1. Juli.
Generaldirektor Dr. Fillmann f. In einer Privatklinik in Jena verstarb an den Folgen eines Darmleidens nach einer Operation der Generaldirektor ter Porzellanfabrik Kahla und Präsident der mittelthüringischen Handelskammer, Dr. h. c. Heinrich Fillmann. Der verewigte war ein Sohn ter Stadt Gießen; er tourte hier am 24.11.1871 als Sohn des GlasermeisterS Heinrich Fillmann geboren. Lange Zeit war Fillmann in unserer Stadt beruflich tätig. In diesen Jahren gehörte er u. a. dem Vorstand der Gießener Rudergesellschaft 1877 an, um die er sich große Verdienste erwarb. In Anerkennung dieser verdienstvollen Tätigkeit ernannte die Gießener Rutergesellschaft Dr. Fillmann gelegentlich ter diesjährigen Jubiläums-Regatta zu ihrem Ehrenmitglied. Seit August 1914 war Fillmann Generaldirektor ter Porzellanfabrik in Kahla, seit 1. Januar 1924 Präsident der mittel- thüringischen Handelskammer.
** Seinen 70. Geburtstag begeht am morgigen Dienstag der Schuhmachcrmeister Marcus Kahn, Seltersweg 57 wohnhaft. Gleichzeitig sind 34 Jahre verflossen, daß der alte Herr in dem Hause des Metzgermeisters M e i st e r, Seltersweg, als Mieter wohnt.
** Einweihung des V. f. B. - H a u s e s. Gestern mittag weihte der V. f. B. sein auf dem D.f.D.-Sportplah neugeschaffenes Haus in schlichter aber bemerkenswerter Weise ein. Zu der
Feier hatten sich gelatene Gäste, Freunde und Gönner, sowie die Spieler des Vereins cinge- funden. Dem Verein wurden beste Wünsche für dieses neue Werk, das im Laufe Der Zeit «roch weiter ausgebaut werden soll, mit auf den Weg gegeben. Heber Die Feier werden wir morgen im Rahmen des Gesamtberichtes über Die gestrigen D.f.B.-Sreignisse noch näher berichten.
" Der Technische Verein Gießen feierte am Samstagabend im Cafs Leib sein 30jähriges Stiftungsfest. Der Ortsverein Marburg, sowie Die hiesigen technischen Verbaute überbrachten durch ihre Vertreter Glückwünsche. Es wurde erwähnt, daß im Laufe dieser 30 Jahve die Technik außerorteirtlich große Fortschritte gemacht habe und daß auch ein großer Teil davon ter Stadt Gießen zugute gekommen sei; insoesondere wurde auf die lirzwischeu In unserer Stadt eingeführte Kanalisation, sowie auc' Die Verbesserung der Straßen, Einführung der Elektrischen Straßenbahn, sowie am. eine Anzahl öffentlicher Bauten hingewiesen. Mit tem Bekenntnis, daß auch Der technische Verein, die auf dem Gebiet ter Technik erzielten Fortschritte Der Allgemeinheit übermitteln wolle, endete die allgemeine Feier, ter sich noch einige Stunden geselligen Zusammenseins anschlossen.
= Vom hessischen Tierschutzverein. Der Tierschuhverein für Hessen. Der auf eine 50jährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken kann, hält^ seine diesjährige Hauptversammlung am 16. September in Erbachi. O. ab. Der Verein hat im letzten Jahre 100 003 Stück des beliebten Tierschuhkalenters an Hessens Schullinder verteilt. Die freiwillige Spenden für das in Darmstadt zu errichtende Lierheim haben die Summe von 650 Mk. erreicht.
Einrichtung einer Posthilfs - stelle auf dem hiesigen Flugplatz. Aus Dem Gießener Flugplatz ift jetzt eine Posthilfsstelle eingerichtet worden, Die sich mit Dem Verkauf von Flugpostfreimarken und ter Annahme und Beförderung gewöhnlicher Luftpostbrief- sendungen befaßt. Die Posthilfsstelle wird mit einem besonderen Driefaufgabestempel mit Der Inschrift „Gießen Flughafen" ausgestattet werben. Die Echlußzeiten für die Auflieferung gewöhnlicher LuftpostbriefsenDungen bei ter Posthilfsstelle sind für den Flug nach Frankfurt a. M. (ab Gießen 14.20) auf 14.05 und für den Flug nach Hannover (ab Gießen 13.45) auf 13.30 festgesetzt worden. Mit tem Flug um 14.20 nach Frankfurt a. M. werben nach Bedarf besondere Luftposten nach Frankfurt a. M.. Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe i. B., BaDen-Baden, Dillingen i. B. und Konstanz, mit Dem Flug um 13.45 nach Hannover besondere Luftposten nach Kassel—Bettenhausen, Magdeburg, Berlin, Dresden, Hannover, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Kiel, Flensburg, Wilhelmshaven und den Rorbseebädem Wangerooge, Rorderneh und Borkum abgefertigt. In diese Posten toerben nicht nur Lustpostsendungen nach Den betreffenden Orten selbst, sondern auch solche nach ter näheren und weiteren Umgebung und nach Den von diesen Orten abzweigenden Ctfenbahnstrecken usw. aufgenommen. Die Schlußzeiten für diese Posten sind beim Postamt in der Schulstrahe auf 12.15 und beim Hauptpostamt auf 12.45 Uhr festgesetzt. Durch die Einrichtung der neuen Posthilfsstelle bietet sich also Gelegmheit, auch noch über diese Zeiten hinaus wichtige Briefsendungen mit den Flügen um 14.20 und 13.43 Uhr zur Absendung zu bringen.
** Die bauliche Entwicklung an Der „Schönen Aussicht" macht weiterhin rege Fortschritte. Reuerdings läßt Dvof. Dr. Collin an ter Ecke Der „Warte" und des Leih- gefterner Wegs ein Wohnhaus erbauen. Damit wird ter Anfang ter Bebauung des Leih- gestemer Wegs zwischen Warte unö Rodhohl gemacht.
** Militär-Streichkonzert. Dem stets außerordentlich guten Besuch ter diesjährigen Abonnementskonzerte sowie Den zahlreichen Rachfragen entsprechend, hat sich Obermusikmeister Gober entschlossen, zwei weitere Sonterkon- zerte zu veranstalten, von Denen das erste .am kommenden Mittwoch, 17. August, abente 6,15 Uhr stattfintet. — Am 5>onner£tag und Freitag dieser Woche konzertiert die Gießener Reichs- toehrkapelle in ter Frankfurter Ausstellung „Musik im Leben der Völker".
" Reichsjugendtag des Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verbandes. Anläßlich des Reichsjugend- tages in Hamburg wurden Berufswettkämpfe abgehalten, an denen sich 800 Lehrlinge und Junggehilfen beteiligten. Wie Die jetzt beendete
Prüfung der Arbeiten ergab, sind sechs Preise auf Teilnehmer der Ortsgruppe Gießen entfallen. und zwar: Hans Bepperling und Heinrich Mosbach, beite im Hause W. und G. Schuchhard, Otto E r b im Hause K. Mohr, Georg Hanitsch im Hause H. Schaffstädt, Heinrich Seibert im Hause Gebr. Kahl und Wilhelm Möhl. — Am 20. und 21. August veranstaltet der Kreis Mitelhessen (Oberhessen, Lahn- und Dillgebiet) einen Kreisjugendtag in Rlsseld, bestehend in einem Begrußungsabend, Feldgottesdienst, sportlichen Wettkämpfen, Besichtigung der Stadt «Rathaus, Heimamuseum usw.) und einer öffentlichen Kundgebung. Be- russwettkämpfe innerhalb des Kreises Mittel- hessen werden im Rovember für alle Ortsgruppen bezirksweise in Gießen, Lauterbach, Marburg und Dillenburg am gleichen Tage abgebalten werden.
*• Die Justizwachtmeister erhalten Gummiknüppel. Die vielfachen Aus- schveitungen in den Gerichtssälen, die in Deal letzten Jahren in steigendem Maße zu verzeichnen waren, haben, einer Berliner Meldung zufolge, die zuständigen Behörden jetzt veranlaßt, den Saaldienst tuenden Beamten strenge Anweisungen zu geben, mit allen Mitteln Derartige Ausschreitungen, die sich gegen das Gericht odeo Zeugen von feiten rabiater Airgeklagter richten, im Keime zu ersticken. Die Justizwachtmeister werden in Zukunft also ständig mit Gummiknüppeln, Seitengewehren mit Koppel, Handfesseln und SignalpfÄfen ausgerüstet, und es werden auch in jedem Sihungssaale ßeterriemeit zur Festnahme vorhanden sein. Der größte Teil der Justizwachtmeister soll im Jiu-Jitsu ausgebildet werden. Diese Einrichtung, die allerdings vorläufig erst in den Berliner Gerichten vorgenommen worden ist, oerölent unstreitig Nachahmung auch in den anderen Gerichten, Denn häufig sind nicht nur in Berlin Die Angeklagten so temperamentvoll, daß sie durch besonders nachhaltige Mittel zur Raifon gebracht werten müssen.
** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schl acht Vieh markt: 263 Ochsen, 98 Bullen, 653 Kühe, 369 Färsen, 503 Kälber, 60 Schafe, 5952 Schweine.
Berliner Börse.
Esfektcn-Frühvcrkehr.
Berlin, 15. 2Iug. (WTB. Funkspruch.) Auch zu Beginn der neuen Woche herrscht im heutigen Esfeklen-Frühverkehr große Geschäftsstille, doch scheint die Tendenz weiter freundlich zu bleiben. Die Konvertierung Der neuen Reichsanleihe von 1927 von 5 auf 6 Prozent wird mit Befriedigung aufgenommen und löst eine gewiss« Genugtuung aus. Die fortschreitende Entspannung auf Dem Geldmarkt beeinflußt die allgemeine Stimmung günstig. Man hört nur einen Farbenkurs von 316. Am Deoissn- marft hört man London gegen Paris mit 124,03, Kabel mit 4,86z, Madrid mit 28,75.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Da Herr Oberstudienrat Hüter in feiner Festrede zum Derfassungsfeste sich auf Friei) rich Gottlieb Weicker beziehen zu müssen geglaubt hat, so sei aus einem BriefF. G. Weickers an den Galerie-Inspektor, Hofrat T e r n i t e, Berlin, vom 10. Februar1849, folgendes gebracht:
„Ich hoffe, daß Sie unterdessen nicht unter die Republikaner gegangen, sondern denen treu geblieben sind, die noch von Wissenschaft und Künsten ein Teil gerettet sehen möchten. Möge es Ihnen in dem trüben Durcheinander nicht allzu übel ergangen sein und Ihre Pläne und Interessen nicht allzu sehr leiden unter den Umständen der Zeit."
Gießen, 12. August 1927.
F. Welcker, Ober-Regierungsrat.
Sprechstunde» der Redaktion.
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Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen.
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und wenns geht, auch ein wenig 'Kleingeld find etwas ganz Kdftliches. ‘Das (chdne (gefuhl der'’ freiheit und des ‘"Ungebundenfeins macht uns unternehmungsluftig, 'Plane werden ge(chmie„ det-fahren wir an die See, ins (gebirge oder bleiben daheim, ? Dasr ift die frage ! (glücklich, wenn wir [ie uns felbft beantworten können und nicht erft eine Zwiefpradie mit der— Qeldbörfe halten muffen. jAber einerlei - ob an der See, im (gebirge, daheim, die f reude wird großer und die Stimmung noch gehobener,—2 wenn wir uns des (genuffes fo wundervoll— aromatischer (Zigaretten -wie Greiling
und
erfreuen können. ‘Das pianefchmieden - oder auch
das ‘Verzichten, fallt viel leichter. -Diefe prachtvollen fdarken bringen zuftande, unfer Gefühlsleben in 'Bahnen zu lenken, die unftrem ‘Wohlbefinden am-—*—
1 v I / forderlichften find«
Süddeutsche Hotel- und Gastwirte-Ausstellung Würzburg Mai 1927 Höchste Auszeichnung, Goldene Medaille und Ehrenpreis.
Auto 1
Telephon
Nr. 1730.
Jwetschen-
Kuchen.
Billige Bühler Zwetfchen verkaufe ich jetzt wieder von morgen ab jeden Wochen-Marktlag am gelben Auto auf dem Wochen-Marki. 06818 Besitzer:
Jak. Eichbladt.
EiDkocbapparalg verzinkt u. emailliert empfiehlt 6879a EdgarBorrmann Eiienwaren,Werk- zeuge, Gießen.
Bekanntmachung.
Bett.: Obstoerpackungslehrgang an der Hessischen Lehranstalt für Obstbau und Landwirtschaft.
Am 2. September 1927, vormittags 8 Uhr beginnend, wird an unserer Lehr- anstall ein
Obstverpackungslehrgang abgehaUen. Zugelassen werden in erster Linie berufsmäßig ausgebildete Baumwärter, jedoch können auch sonstige Interessenten teilnehmen. Schulgeld wird nicht erhoben. Den auswättigen Teilnehmern kann eine entsprechende Fahrgeld- oergütung gewährt werden. 7439V Anmeldungen sind baldmöglichst an Die Direktion zu richten, die auch zu jeder roeUeren Auskunft gern bereit ist.
Friedberg, den 15. August 1927.
Direktion der Hessischen Lehrandall für Dbftbeu und Landwirtschaft.
Spieß. *


