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Manöver der beiden um und Schleinstein I

entsprechendem Verhältnis zu der Truppenverminderung stehen.

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deutsche Beschwerde in Kowno.

körperlichen Ertüchtigung den Schul» Vereinigungen und Gesellschaften ähn-

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Französisches Militär zur Iugendausbildung.

Paris, 13. Aug. (WB.) Der K r i e g s m i n i - er hat an die Befehlshaber der Armee

Ziehung der Uiaffenlolterie: Mittwoch. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".

Genf seitens der verschiedenen Minister einer neuen Prüfung unterzogen wird. Wie verlautet, beträgt die Stärke der britischen Rhein- arme e zur Zeit 7 3 18 Mann. Wie Reuter erfährt, sind angesichts der Tatsache, daß die Frage der alliierten Streitkräfte am Rhein wahrscheinlich in Genf aufgeworfen werden wird. Besprechungenzwischeu London und Paris im Gange. Wie man glaubt, wird die Haltung Englands durch eine etwaige Ent­schließung bestimmt werden, die von der fran­zösischen Regierung hinsichtlich der Verminderung ihrer Truppen getroffen werden sollte. Diese

seiner Kolonien durch den Versailler Ver­trag als ungerecht. Cs erwarte die Wie­dergutmachung durch len Völkerbund. Die Rückgabe von zwei oder drei Kolonien würde Deutschland befriedigen.

Die Besatzungsfrage.

London, 13. Aug. (Wolff.) Zu den Mel­dungen, dah die britische Armee am Rhein wahrscheinlich binnen kurzem um 1000 Mann vermindert werde, erklärt Reuter,

lösung des Reiches schien nur eine Frage von Zeit, von Tagen. Und das kaum Glaubliche ge­lang. Der Ruhrkampf wurde unter den best­möglichen Bedingungen abgebrochen. Die Mark wurde st a b i l i s i e r 1 und in langsamer und zäher Arbeit gelang der Wiederaufbau" lieber das Wirken Dr. S t r e s e m a n n s a l s Außenminister schreibt das volksparteiliche Blatt:Die Dawesgesetze, der Berliner Vertrag mit Rußland, der Locarnovertrag und der Ein­tritt Deutschlands in den Völkerbund sind einige der wichtigsten Marksteine auf dem Wege, den die deutsche Außenpolitik seit dem August 1923 unter der Führung Dr. Stresemanns zurück­gelegt hat. Erst eine spätere Generation, die den nötigen Abstand zu den Ereignissen dieser Jahre hrt, wird vielleicht den ungeheuren Um­schwung in der Stellung Deutschlands in der Weltpoü.ik richtig würdigen können."

Reichskanzler Dr. Marx Hot an Reichsminister Dr. Stresemann folgendes Telegramm gerichtet: Am heutigen Tage, der das vierte Jahr abschließt, in dem Sie die ausmärtige Politik des Deutschen Reiches geleitet haben, drängt es mich, sehr ver­ehrter Herr Kollege, Ihnen meine und der ganzen Reichsregierung aufrichtigsten Glückwünsche aus-

jeht die englische Regierung noch zu Entscheidung gekommen ist. Cs wird dah die ganze Frage der alliierten im Rheinland während der bevor- Völkerbundsratstagung in

Verminderung der britischen Truppen wird sicherlich fn

ein Rundschreiben gerichtet, durch das sie ermächtigt werden, im Rahmen des Möglichen das gesamte militärische Ausbildungspersonal zur

Flieger wird in einigen Tagen einen neuen Flu.q anketen. Der Flug soll von Moskau über Lenin­grad, Reval, Stockholm, Kopenhagen, Berlin, Paris, Wien, Prag, Königsberg, Riga nach Moskau führen.

verknüpfen diesen Zeitraum deutscher Geschichte mit Ihrem Namen. Möge auch fernerhin Ihr Wirken von reichem Segen für unser Volk und Vaterland gekrönt sein. Reichskanzler Marx."

Ebenso haben der Staatrjekrekär in der Reichs­kanzlei Dr. P ü n d e r und Staatssekretär Dr. von Schubert zugleich im Namen der Beamten des Auswärtigen Amtes ihre herzlichen Glückwünsche ausgesprochen.

Reichsminister a. D. Gothein 70 Jahre alt.

Berlin, 14. Aug. (TU.) Am 15. August begeht Reichsminister a. D. Dr. ing. h. c. Georg Gothein seinen 70. Geburtstag. Reichs­kanzler Dr. Marx gedachte des Jubilars in folgendem Telegramm :Zur Vollendung des 70. Lebensjahres spreche ich Ihnen zugleich im Ramen der Reichsregierung die wärmsten Glück­wünsche aus. Ich darf der Hoffnung Ausdruck geben, dah Sie Ihr für Deutschlands politi­sches und wirtschaftliches Leben so überaus för­derliches Wirken in unveränderter Frische und Arbeitskraft noch lange fortsetzen möchten."

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Da' verlöre' Zchickfa aen ihr heil, Lebens anderer ihrem 1

Dor Mges die Red jieht di liebsten und ne auch >h bequem

Berlin, 15. Aug. Die wegen der Betruas- igetreuen Beamten Böhm bis auf weiteres verscho-

Stresemann vier Jahre Außenminister

Berlin, 13. Aug. Heute jährt sich zum v i e r t e n m a l der Tag, an dem Reichsminister des Aeußern Dr. Stresemann in die Reichsregierung eintrat und die Lei­tung der deutschen auswärtigen Po­litik übernahm. DieTägliche Rund­schau" nimmt die vierjährige Wiederkehr dieses Tages zum Anlaß, um einen Rückblick auf die Ministertätigkeit Dr. Stresemanns zu werfen. Das Blatt schreibt u. a.:Am 13. August 1923 über­nahm Dr. Stresemann die Führung des Kabinetts der Großen Koalition, das die fast un­lösbare Aufgabe hatte, den Ruhrkampf zu li­quidieren. Rückschauend sieht sich der Herbst des Jahres 1923 heute wie ein politisches Inferno an. Die Widerstandskraft an der Ruhr war an der Inflation verblutet. Die Geldentwertung riß die gesamte Wirtschaft und den Einzelnen in eine immer fürchterlichere Rotlage und Ver­zweiflung. Im Westen drohte die Separatisteit- herrschaft, der von Frankreich geförderte Abfall der DHeinlande, in Bayern völkische Putsche, in

bene Ziehung der 5. K l a s s e der Preu­ßisch-Süddeutschen Klassenlotterie wird nunmehr nach einer soeben ergangenen Mitteilung der Direktion bestimmt am kom­menden Mittwoch früh um 8 Uhr be­ginnen. Am Tage vorher bereits wird die Ein­schüttung der Lose erfolgen. Dem Beschluh der Direktion ist von feiten des preuhischen- Finanz­ministeriums bereite zugestimmt worden, so daß also eine weitere Verschiebung der Ziehung nicht mehr in Frage kommt, lieber die nunmehr end­gültig getroffenen Maßnahmen, die in Zukunft jede betrügerische Handlung auszuschliehen im­stande sind, äußert sich die Direktion etwa folgendermaßen: Es muß bei der kommenden Ziehung noch einmal ohne besonders konstruierte, mechanische Einrichtungen gezogen werden. Dafür aber wird eine Ziehungskommission ge­bildet, die aus drei Kommissaren und zwei Pro­tokollführern bestehen soll. Diese Kommission wird nun nicht mehr, wie früher, aus Beamten der Lotte rieverwaltung bestehen, sondern aus solchen Beamten, die der Lotterie völlig fern­st ehe n. Die Kommissare werden täglich durch andere Personen ersetzt werden. Außer diesen personellen Aenderungen wird dem Publikum besser als früher gestattet werden, jede, auch die kleinste Handlung am Rummern- oder Gewinnrade beobachten zu können. Wenn­gleich die Direktion der Ansicht ist, dah durch die Verwendung ganz fremdelt Personals jede be­trügerische Handlung, zu der mindestens zwei Personen gehören, ausgeschlossen ist, so will man doch durch die größtmögliche Beteiligung der Öffentlichkeit die Gewähr vergrößern, daß in Zukunft Unregelmäßigkeiten nicht mehr vorkom­men können.

Die Lotterieverwaltung beabsichtigt ferner, die gesamte 5. Klasse der vorigen 28. Preußischen Klassenlotterie nochein malziehen zu lassen, Cs soll hierbei so verfahren werden, daß in das Losrad lediglich die F e h l l o s e die Rieten noch einmal eingeschüttet werden, und in das Gewinnrad kommen ein Gewinn von 100 000 Mark und ein Gewinn von 25 000 Mark. Aus dem Losrad würden dann nur zwei Rummern gezogen werden, auf die dann die beiden Ge­winne in Abteilungep A und B fallen. Man glaubt, daß diese Lösung den Wünschen der Lotteriespieler am besten gerecht werde und daß Spieler, die ihr Los bereits am Ende der 28. Klassenlotterie aufgegeben haben und nicht mehr besitzen durch entsprechende Bescheinigung des Lotteriekollekteurs den Rachweis ihrer noch­maligen Spielberechtigung leicht werden erbringen können.

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Aus aller Welt.

(Ein französischer Weltrekord von Deutschland überboten.

Mit 1000 Kg. Nutzlast startete am 12. August abends in Staaken das GroßflugzeugRohrbach Ro­land", das in den letzten Wochen bereits neun neue Nutzlastrekorde über Geschwindigkeit und Entfernung aufstellte, unter Führung Steindorfs zum Höhenflug. Dabei wurde laut amtlicher Feststellung eine Höhe von 6850 Meter erreicht. Der in französi­schen Händen befindliche Weltrekord derBreguet 19" von 6540 Meter, ist mit dieser Höchstleistung um 310 Meter Überboten worden. Das Ergebnis wird der F. A. T. zur Anerkennung als Weltrekord ein» gereicht. Bei diesem Fluge dürste besonders zu er­wähnen sein, daß die,,Rohrbach Roland" ebenso wie bei den bisherigen Flügen mit normalen B. M. W. Serienmotoren ausgestattet war.

Drei Personen vom Blitz erschlagen.

Ein gestern über Wittenberge bei Berlin niedergegangenes kurzes Gewitter hat in den benachbarten Dörfern drei Todesopfer durch Blitz­schläge gefordert. Eine Frau und ein Knabe wurden ebenfalls durch Blitzschlag schwer verletzt.

Schweres Unwetter in Frank ^ch.

Vorgestern nachmittag ist in der Gegend von Charolles (Frankreich) ein Orkan: niebergegangen, der die Gegend vollkommen zerstört hat. Der ange­richtete Schaden soll mehr als 15 Millionen Franken betragen. Zahlreiches Vieh ist getötet worden, auch mehrere Personen sind als verletzt gemeldet. Man nimmt an, daß der Wiederaufbau der Gegend meh­rere Jahre in Anspruch nehmen werde.

Erdbeben in Engadin.

Nach einer Meldung des schweizerischen Erd­bebendienstes wurde Samstag früh 2 Uhr in Ober» engadin, besonders in Pontresina, heftige Erdbeben verspürt, welche die Bevölkerung aus dem Schlafe weckten, jedoch keinen Schaden anrichteten. Man hat im Engadin noch nie Erdstöße von solcher Stärke wahrgenommen.

Einbruch in eine Poskageniur. Mord.

In der Rocht zum Samstag drangen Ern- brecher in die Postagentur Mülverstedt (Kreis Langensalza) ein und versuchten vergeblich, den Geldschrank zu offnen. Als ein Arbeiter früh morgens an der Agentur vorüberkam, wurde er von den Einbrechern, die sich erkannt glaubten, erschossen. Geraubt wurde anscheinend nichts. Die polizeilichen Ermittelungen schweben noch

Große Unterschlagungen.

In einer Berliner Armaturenfabrik in der Frankfurter Allee find große Unterschlagungen eines ungetreuen Buchhalters und Kassierers auf­gedeckt worden, die den Betrag von 150 000 Mk. überschreiten dürften. Es handelt sich um den 30 Jahre alten Kurt Richter, der seit dem Jahre 1912 bei der Firma beschäftigt war und sich im Laufe der Jahre eine Vertrauensstellung er­worben hatte. Richter ist geflüchtet.

Das Hlottendauprogranim Amerikas.

Rapid Eity, 15. Aug. (MTB. Auntspruch.) Am Schlüsse seiner Konferenz mit dem Präsidenten Eoolidge erklärte General Lord, der Direktor der Haushaltsabteilung im Staatsetat, der Präsident habe eine wesentliche Erhöhung der näch st jährigen Ausgaben für die na­tionale Verteidigung, und zwar sowohl für Armee wie Jlotie, die in umsassender Weise vorge­sehen seien, gebilligt. Das 5jährige Marine- und Cuffflotfenprogramm, ebenso wie das Lustslotten- programm des Handelsamtes würde rasch durch- geführt und außer dem Beginn des Baues von neuen Kreuzern würden andere Flotteneinheiten, fo die SchlachtschiffeRe- oada" undOklahoma", modernisiert werden.

Der Putsch in Portugal.

Paris, 13. Aug. (WD.l Havas berichtet aus Lissabon: Trotz der gestrigen Ereignisse herrscht überall Ruhe. Major F i l o m e n o Samora, der Führer der Aufstandsbewegung, ist verhaftet worden.

Heber die Vorgänge in Lissabon berichtet Havas in einer weiteren Meldung: Reuen Rach­richten zufolge brach die Aufstandsbewegung gestern früh aus. Drei Offiziere drangen in das Konferenzzimmer der Ministerien, das in der Residenz des Staatsoberhauptes liegt und über­reichten dem Präsidenten der Repu­blik ein Schreiben, in dem der Rücktritt ge­fordert wurde. Einer der Offiziere, der Leutnant Moraes Sarmento, wollte die Meinung eines Teils der Armee über die politische Lage auseinandersetzen und den Kriegsminister be­stimmen, die von einer Offiziersgruppe betreffend die angekündigte Umgestaltung des Ministeriums getroffenen Beschlüsse anzunehmen. Als der K r i e g s m i n i st e r sich weigerte, sich in eine Diskussion einzulassen und den Offizieren ihre Verhaftung mitteitte, gab Leutnant Sarmento in der Richtung der Regierungsmitglieder Re ° volver schlisse ab und traf den Sekretär des Finanzministers mit einem Schuh, ein anderer streifte den Justizminister am Fuß. Der Präsi­dent der Republik warf sich entschlossen auf die Offiziere, doch gelang es Sarmento, in der all­gemeinen Verwirrung zu entkommen. Kurz darauf wurde er jedoch verhaftet. Etwas später versuchten mehrere Offiziere in Beglei­tung des Direktors der Rationalbibliothek und des Direktors der Rationaldruckerei die Ver­öffentlichung eines Dekrets im Staatsanzeiger zu fordern, durch das die Regierungs ihren Rück­tritt bekanntgeben und als Diktator und Inhaber sämtlicher Ministerpvrtefeuilles den Leiter der Ausstandsbewegung Major Filomeno Sa­mara ernennen sollte. Der Direktor der Ratio­nalbibliothek wurde verhaftet. Vorher hatten Offiziere verschiedener Regimenter versucht, die Truppen aufzuwiegeln. Sie hatten jedoch damit keinen Erfolg, da ihnen das Betreten der Kasernen verwehrt wurde. Die Regie­rung hat im Fluglager von Amadora im Hin­blick auf etwa eintretenbe Ereignisse Truppen konzentriert.

Wie derChicago Tribüne" in einem durch die Zensur verzögerten Telegramm aus Lissa­bon gemeldet wird, ist die Lage verworren. Cs werde eine strenge Zensur ausgeübt. Verschiedene Kämpfe hätten in Lissabon statt­gefunden. 1

In einer Rote an die Regiments­kommandeure der um Lissabon zusammen­gezogenen Truppen erklärte gestern der Mi­ni st e r r a t, daß die Regierung nicht die Ab­sicht habe, die Teilnehmer an dem Staatsstreich ebenso hart zu bestrafen wie die Februarrevolu­tionäre. Rach einer Erklärung des Kriegsministers ist die Umbildung des Ministeriums verschoben worden, um den Anschein zu ver­meiden, als ob die Regierung einem Druck nach­gebe. Der Ministerrat hat beschlossen, die in die Aufstandsbewegung verwickelten Personen nach den Kolonien zu deportieren. Leutnant Sarmento ist aus der Liste des Heeres ge­strichen und der Direktor der Ranvnalbiblio- thek, Rigeiro, ist seines Am tes enthoben worden.

Der Indianeraufstand in Bolivien.

London, 15. Aug. (WTB. Funkspruch.) Daily Mail" berichtet aus Buenos Aires, die letzten Meldungen aus La Paz, der Hauptstadt Bolivias, besagten, daß der Auf st and der In­dianer unter eingeborenen und ausländischen kommunistischen Führer äußerst ernst ist und daß 200 000 gut bewaffnete Aufstän- diIche jetzt die Eisenbahnlinie besetzt halten. Die Regierung gibt den Ernst der Lage zu. Die weihen Ansiedler appellieren um Schutz.

Die Wirren in China.

Schanghai, 13. August. (WTB.) Reuter. Tschiangkaischeck ist heute mit seinem Stab aus Nangking hier eingetroffen und hat sich sofort ins Hauptquartier begeben. Es sind verschiedene Ge­rüchte über die gegenwärtige Lage in Nanking im Umlauf, jedoch können sie infolge der strengen Zensur nicht nachgeprüft werden. Jedenfalls trägt ihr Inhalt dazu bei, den Glauben immer mehr zu verbreiten, daß Tschiangkaischecks Rücktritt unmittel­bar bevorstehe.

Wie Reuter erfährt, ist die Ernennung des Nachfolgers des zurückgetretenen Außenministers Tschen von der Hankauregierung rückgängig gemacht worden. Die Hankauregierung wird sich für die nächste Zeit ohneAußenminister behelfen.

Daily Mail" berichtet aus Schanghai, daß Tschang-Kai-Scheks Heere sich nach einem Verlust von 30 000 Mann in voller Flucht befinden und aus Ranking große Brände berichtet werden.

Wettervoraussage.

Unbeständig, wechselnd wolkig mit verein­zelten Schauerregen, etwas kühler, auftrischende westliche bis nordwestliche Winde. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 21,3 Grad Cel­sius, Minimum 14,0 Grad Celsius. Riederschläge: 14,6 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 15,6 Grad Celsius. Witterungsaussichten für Mittwoch: Wolkig mit zeitweiser Aufheiterung und meist trecken.

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Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers'.

Berlin, 15. Aug. Die Reichsregie­rung hat, wie wir erfahren, bei der litaui­schen Regierung ernste Beschwerde wegen der Unterdrückung der deutschen Sprache erhoben. Es ist ein charakteristisches Zeichen für den Mangel an Selbstbewuhtsein der verschiedenen Staaten, die durch die Friedens­verträge deutsche Minderheiten erhalten haben, daß sie das Schulwesen und die Sprache ihrer deutschen Bevöllerungsteile zunächst zu unterdrücken suchen, also die charakteristischen Merkmale der deutschen Kultur. Wenn ein Volk gleich Wertvolles zu bieten hat oder gar bei der Vergleichung gewinnen kann, so hat es alles Interesse daran, die Muttersprache der Staats­angehörigen fremder Rationalität pfleglich und entgegenkommend zu behandeln, um zum Der­gleichen herauszufordern. Unterdrückung ist auf diesem Gebiete eine noch größere Unklugheit, als auf dem rein politischen.

Deutschlands Kolonialsorderung

Williamstown, 13. Aug. (WTB.) Auf der Tagung des Institute of Politics erklärte der ehemalige deutsche Finanzminister Dr.Rein­hold, Deutschland empfinde die Wegnahme

desbehörden begrüßt werden. Die Steuben- Society ernannte einen Bürgerausschuß, um mit dem städtischen Cmpsangskomitee zusammen­zuwirken. Alles deutet darauf hin, dah sich die Ankunft der Flieger zu einer Ries enkund- gebung des guten Wi llens einer deutsch-amerikanischen Annäherung gestalten wird. Die amerikanische Presse bringt bereits £eit Tagen eingehende Berichte über die Vorbereitungen zum Abflug der deutschen Flieger.

Könnecke und Graf Solms in Köln.

Köln, 13. Aug. (WTB.) Könnecke und Graf Solms, die um 4.28 Uhr in Berlin ge­startet waren, sind glücklich und glatt um 20.50 Uhr hier gelandet.

Bei dem Eintreffen der Rachricht, daß Könnecke heute nachmittaag in Berlin zum Flug nach Köln gestartet ist, wurde das Bild auf dem Kölner Flughafen bei schönem Flugwetter immer belebter. Die >Flughafenanlage ist ge­sperrt. Ein starkes Polizeiaufgebot sicherte die nötigen Absperrungen. Es wird allgemein er­wartet, daß Könnecke morgen mit seinen hier noch beabsichtigten Belastungsflügen beginnen und bei einem zufriedenstellenden Resultat und guter Wetterlage dann bald zu seinem Amerika-Flug aufsteigen wird. Unter den bereits anwesenden Gästen befinden sich auch Vertreter des ameri­kanischen und des französischen Konsulats.

Bei ihrer Landung wurden die Flieger st ü r - misch begrüßt. Namens der Stadtverwaltung und der gesamten Bürgerschaft begrüßte Beige­ordneter Dr. B e ft die Flieaer. Nach weiteren Be­grüßungen und Beglückwünschungen fuhr Könnecke mit seiner Frau und seinem Söhnchen zum Ver­waltungsgebäude durch die immer wieder in be­geisterte Hochrufe ausbrechende Menge, wo ihn meh­rere der ihm Zujubelnden auf die Schultern nahmen und ihn in das Gebäude trugen. Wie Könnecke dem WTB.-Berichterstatter erklärte, hat der Flug von Berlin nach Köln etwas länger gedauert infolge stürmischen Gegenwindes. Er beabsichtige vorläufig nicht, einen neuen Motor einHubauen. Die von ihm geplanten Belastungsflüge gelten der Er­probung der hiesigen Startverhältnisse. Graf Solms erklärt, die ungünstigsten Wetterverhält­nisse bei dem heutigen Flug gehabt zu haben.

Belastungsflüge Könnens.

Köln, 15. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Der Flie­der Koennecke nahm gestern abend einige Be­lastungsflüge vor. Er startete zunächst mit einer Desamtlast von 3100 Kilogramm. Nach einem Anlauf von etwa 500 Meter erhob sich die Maschine in die Luft. Der Flieger umkreiste einige Male den Hasen und landete, um kurz darauf noch eine weitere Belastung von 500 Kilogramm vorzunehmen. Der zweite Start nahm etwas mehr Rollfeld in An­spruch. Bei der Landung erklärte Könnecke, daß er mit den bisherigen Versuchen vollkommen zufrieden sei. Nur einige unwesentliche Ver­besserungen technischer Natur seien vorzunehmen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Belastungsflügen betrug 160 Kilometer. Den nächsten Startversuch mit wahrscheinlich noch größerer Belastung will Könnecke heute früh 6 Uhr vornehmen. Die Mit­teilung von dem Start der Junkersflieger nahm Könnecke mit der Bemerkung auf:Heil und Sieg. Ich hoffe, die Kameraden in Ame­rika wieder z u sehe n."

Start in 3 bis 4 Tagen.

Köln, 14. Aug. (WTB.) Bei einer Pressebe- sprechung im Domhotel teilte der Flieger Kön­necke u. a. mit, daß, wenn sich die Wetterlage ent­sprechend gestalte, er hoffe, seinen Flug in 3 bis 4 Tagen antreten zu können. Die Wahl einer der vier vorgesehenen Routen werde ganz von den Anfangsverhältnissen des Fluges abhängen.

Sabotage üii derMiß Columbia".

Paris, 14. Aug. (WTB.) Wie die Mor­genpresse berichtet, ist gestern der Propeller des Flugzeuges D r o u h i n s ,M Co­lumbia", beschädigt worden. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß es sich um einen Sabotageakt handelt. Da alle Reserveteile von Levine nach Reuyork abgesandt wurden, ist der beschädigte Propeller der einzige passende Metallpropeller, über den man augenblicklich ver­fügt. Der Wächter der Halle erklärte, daß kein Unbefugter an den Apparat herangekommen fei. DemPetit Parifien" zufolge erklärte Le­vine. vielleicht fei der Propeller auf dem Transport des Apparats von der einen Halle in die andere beschädigt worden.

DieMiß Columbia" Levines und Drouhinssoll nunmehr einer französischen Re­paraturwerkstätte zur Anbringung eines neuen Propellers übergeben werden. Man hatte in französischen Kreisen befürchtet, dah Levine auf Grund seines Kontraktes vom Fluge zurücktreten würde. Art. 4 des Vertrages mit Drouhin be­sagt, daß, wenn vorher ein anderer Europa- Amerikaflug stattfinden würde, die kontra­hierenden Parteien das Recht hätten, innerhalb 8 Tagen vom Kontrakt zurückzutreten. Levine soll nun, wie die Blätter berichten, erklärt haben: Obwohl ich nach dem Buchstaben des Kontraktes das Recht des Rücktrittes habe, liegt es nicht in meiner Absicht, das zu tun, denn als dieser Artikel abgefaht wurde, war lediglich von fran­zösischen Fliegern die Rede, und ich sehe in dem Start der deutschen Flieger keinen Grund, nunmehr vom Vertrage zurückzutreten."

Der geplante Flug Costes nach Amerika.

Paris, 15. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Der Flieger Co ste will mit dem FlugzeugRun­ges ser-Coli" starten, sobald günstige Witterung eintritt. Er rechnet damit nicht vor kommenden Mittwoch. Er gedenkt einen kleinen Funkapparat mit einem Sender von 1000 Kilometer mitzuführen. Jede Stunde will et während 5 Minuten fein ZeichenFR- AM" (Frankreich-Amerika) senden. Außerdem sollen zwei kleine Boote an Bord genommen werden.

Der russische Europa-Rundflug abgebrochen.

Moskau, 14. Qlug. (Wolff.) Der Flieger Wvischitzki, der heute zu seinem Europa- Run d f l u g crufgestiegen war, ist nach Moskau zurückgekehrt, da er wegen des dichten Rebels im Leningrader Gebiet nicht landen konnte. Der