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umsichtige Beamte unserem Dorse erhalten bleibt - Die hiesige Hartsteinindustrie wrrd zur Zeit an die Wasserleitung Ruppertenrod an­geschlossen, weil die eigene Wasserleitung des Werkes die beträchtlichen Wassermassen nicht liefern kann. Ein Anschluß an das Ober-Ohm er Betz konnte nicht getätigt werten, da das Werk im freien Felde liegt.

Starkenburg.

Darmstadt, 14. Juli. Die Darm­städter Gruppe lDorsihender Kunstmaler Alexander Posch) eröffnet am Sonntag in der Kunsthalle am Rheintor ihre Sommerausstellung, die bis Ende August dauern wird. Ober- lanbesgerichtsrat i. R. Hermann Sandmann feiert heute seinen 75. Geburtstag. Er ist in Ersrode bei Rothenburg in Kurhessen als Sohn eines Riedeselschen Beamten geboren, der" brachte aber seine Jugendjahre in Lauterbad), wohin sein Baler versetzt wurde. 3n Gießen hat er das Gymnasium besucht und auch dort stu­diert. 3m Jahre 1377 bestand er sein Staats­examen und stand dann im hessischen Justizdienst in Alsfeld. Wald-Michelbach, Butzbach, Orten-- berg uni) Gießen, wo er seit 1893 als Landgo- richtsrat und von 1904 ab als Oberlandesge-- richtsrat tätig war, bis er im Jahre 1922 in den wohlverdienten Ruhestand trat.

Preußen.

äkreis Wetzlar.

Ebersgöns, 14. Juli. Gemäß Beschluß des Gemeinderats soll nunmehr auch der hiesige

Oberhessen.

Landkreis Gietzeu.

Garbenteich , 14. Juli. Der Gesangver- e-n .Frohsinn" feiert im nächsten Jahre sein jähriges Bestehen. In der letzten ®enerai- ^tfammlung wurde beschlossen, das Fest mit ?mem Gesangsweltstreit zu verbinden. Als üest- t<xae wurden der 2., 3. und 4. Juni 1928 be- sltmint. Da der Verein samt seinem rührigen unb zielbewußten Dirigenten Harnisch aus : leinberg in den Kreisen wettsingender Ver­gne hinlänglich bekannt ist, glaubt er bestimmt, )amit rechnen zu können, daß sich zahlreiche Vrudcrvereine an diesem Wettstreit beteiligen.

, Mainzlar. 11. Juli. In der lungsten e m e i n d e r a t s f i tz u n g stand der Voran- chlag für das Rj. 1927 zur Beratung Derselbe tzließt in der Betriebs-Abteihtng m Einnahme av.D Ausgabe mit 37 309,84 .01«. ab, tüe Der- nlsaensableilung hingegen mit 341,02 Mk. om ^ervefonds werden vorgesehen: 2930 13 Alk. -Lobiliar^Erneucrungssonds: 319,57 Mark. Dem­selben werden neu zugelegt: 290 Mark llnge- tettt bleiben noch 2000 Mk., welche dem Aus- olttchssonds enlnommen werden. Erne Umlage mild ebenso wie im Vorjahr nicht erhoben. All­gemein wurde bemängelt, daß im Voranschlag noch die Gehälter der Gemeindebeamten tn der seitherigen Höhe erscheinen. Aach Verhandlungen c: rügte man sich dahingehend, daß eine Kür­zung von 10 bis 25 Prozent stattfinden soll. Wie nran hört, siird jedoch nicht alle Gemeindebeamten damit einverstanden.

bs. Aus dem Horlofftal, 14- ^uli. Pje Getreideernte hat ihren Anfang ge­nommen: die erste Wintergerste ist geschnitten worden. Im Vergleich zur Vorkriegszeit ist die Anbaufläche heuer sehr zuruckgegangen. Infolge des milden Winterwetters ist keinerlei Schaden durch Auswinterung entstanden und dank der kräftigen Halmbildung waren nur selten Lage­rungen vorgekommen. Da die vierzeiligen Aehren vollkommen entwickelt und vvllkörnig sind, steht ein sehr guter Körnerertrag zu erwarten. Der immer seltener angebaute Winterraps ist bereits unter Dach und Fach und auch schon gedroschen. Der Ertrag tft als mittelgut zu bezeichnen. Es ist allerdings dabei zu berücksichtigen, daß der Wintersamen, wie er landläufig benannt wird, meistens auf geringeren Boden und Baumstucken angebaut wird. _ r.

:/: LI t p h e, 14. Juli. Vorn 16. bis 18- Juli findet hier das diesjährige Gauturnfest des G a u e s ..W e t t e r a u" (Südwestdeutscher Turn- verband) statt. Die umfangreichen Vorbereitun­gen sind soweit beendet. Als Festplatz hat der Pächter des hiesigen Laubacher Hofgutes, A. Rissel, in entgegenkommender Weise ein größeres Terrain zur Verfügung gestellt, das am Dorfeingang, unmittelbar an der Kreisstraße nach Hungen, liegt. In dankenswerter Weise hat He Provinztalverwaltung auf Gesuch den Auf­bruch dieser Straße zwecks Kleinpflasterung bis nach dem Fest zurückgestellt. Da seit langen Jah­ren hier kein größeres Fest stattgefunden hat. tut die Bevölkerung a(les. um zum Gelingen des Festes beizutragen. Für sämtliche Turner stehen Bürgerquartiere bereit, eine große Anzahl Häuser prangt in neuem Kleid, noch größer ist die Zahl derer, die die Fenster mit Blumenkästen ge­schmückt haben. Mit dem Feste wird die Fahnen­weihe des Turnvereins ..Frischauf" verbunden werden.

Kreis Schotten.

==. = Gedern, 14. Juli. Die Ausgrabungs­arbeiten an unserem Kriegerdenkmal kön-

O Lüh Gemeinde hu. . .. ,

Sommers umfangreiche Wegebau- und i n = standsetzungsarbeiten ausführen lassen, die mit den in diesen Tagen stattgehablen Walz- arbeiten zu Ende geführt worden sind. Der nach Wetzlar führendeGrüne Weg", der bisher schon teilweise befestigt war. ist auf einer wetteren Strecke von etwa 600 Meter neu ausgebaut wor­den. desgleichen der nach dem Spielplatz der Schule führende Weg auf einer Strecke von etwa 100 Meter. Ebenfalls chausseemäßig ausgebaut wurde die ..Kirchstraße" auf einer Strecke von etwa 90 Meter, sowie auf größeren Teilstrecken dex nach Dutenhofen führende ..Haarweg", der Weg nach derFlurscheid" und der Wegin der Caub". Mit neuen Kleinschlagdecken versehen wur­den derKiesweg" auf einer Strecke von etwa 200 Meter Länge, dieKrämerhohl" mit dem sich daran anschließenden .,Pinnweg" auf einer etwa gleich langen Strecke. Die Wegbauarbetten sind durch den Unternehmer A 11 e u d ö r s e r von hier ausgeführt. Im Vordergrund der noch xuz- lösenden größeren Gemeindeaufgaben steht nunmehr der Bau eines Gemeindebul­le n st a 11 e s . SU dem der Staat bereits eine namhafte Beihilfe bewilligt hat. Die Baukosten sind auf mehrere zehntausend Mark veranschlagt. Der Bullenstall soll zur UntersteVlung von sechs Zuchtbullen, zwei Ebern und zwei Ziegenhöcken. die bisher in einem Mietstalle untergebracht wa­ren. eingerichtet werden.

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nen nunmehr als beendet betrachtet werden. Zur Zeit wird das Fundament gemauert. Man hofft, die Arbeiten derart beschleunigen zu können, daß die Einweihung der Kriegergedenkstätte be­reits im August erfolgen kann.

= .= Schotten, 14. Juli. Zur Vermei­dung von (Beunruhigungen der Bevölkerung und möglichster Verhütung von Llnglücksfällen ordnete das Kreisamt an, daß Sprengungen in der Steinbrüchen usw. nur in folgenden Tageszeiten ausgeführt werden dürfen: vormit­tags von 6 bis 7/2 cklhr, mittags von 12 bis 1 Uf)r. und abends von 7 bis 8 Ähr. Bei Zuwiderhandlungen droht Ent'iehung der Spreng­erlaubnis.

töreiö Alsfeld.

c-t Alsfeld. 14. Juli. Eine rege Tätigkeit entwickelt der im vorigen Jahre gegründete hie­sige Verkehrs- und Verschönerungs- Verein. Er hat eine sehr geschmackvoll ausge- stattete Werbeschrift herausgegeben, die das Kennwort führt: »Achtet auf A l t°A l s s e I b und in gedrängter Form einen kurzen Führer durch die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten darstellt und mit 12 Bildern der interessantesten Teile und Baudenkmäler der Stadt ausgestattet ist. Der Vertrieb der Schrift wurde dem Werbe­ausschuß übertragen. Ferner wurde die Ein­führung von Briefverschlutz-Siegel" marken beschlossen, deren Ausführung dem Ge­werbelehrer Pabst übertragen wurde nach einem von ihm gefertigten Entwürfe. Ferner wurde be­schlossen, einen lederzeit zur Verfügung stehenden Fremdenführer zu bestellen, da sich die Aotwendigkcit hierzu herausgestellt hat. 2Nan will sich dieserhalb mit der hiesigen Ortsgruppe des Verbandes der Kriegsbeschädigten in Ver­bindung setzen. Ferner sollen Anträge an die Reichsbahndirektion gestellt werden wegen Ver­besserung des Zugverkehrs auf der Strecke GießenFulda und wegen wei­terer Zulassung von Sonntagsfahrkarten nach Alsfeld. Bei dem hiesigen Postamt soll eine Verlängerung der Fernfprechdienststunden für die Zeit von 9 bis 12 Uhr nachts beantragt werden und die erforderlich« Anzahl von Fernsprechteil­nehmern für diesen Antrag gewonnen werden. Die namentlichen Mehrkosten für den einzelnen Teilnehmer sind nur gering. Der Vorstand will ferner den Antrag auf Ausstattung des Per­sonenbahnhofs mit Fernsprechanschluß stellen, dessen Fehlen als ein Mißstand empfunden wird. Außerdem will der Vorstand bei der Wieder­herstellung der Straßenfront der Häuser kostenlos beratend Mitwirken, um mög­lichst das stilgerechte, alte, für die Stadt charak­teristische Straßenbild zu erhalten. Lebhafte Zu­stimmung sand der Vorschlag, im Einvernehmen mit dem Hessischen Denkmalpfleger das Wahr­zeichen Alsfelds im unteren Stadtteil, den Leon- bardsturm am Fuldertor, wieder besteigbar und der Besichtigung zugänglich zu machen. Er enthielt das schwerste Gefängnis der Stadt sowie nie Folterkammer und ist eines der interessantesten hiesigen Baudenkmäler aus dem 14. Jahrhundert. Jedenfalls hat der hiesige Verkehrs- und Der- schönerungsverein noch ein großes und dank­bares Arbeitsfeld, bei dessen Erledigung er hof­fentlich bei Behörden und den Einwohnern ver­ständnisvolle Unterstützung finden wird.

= Ober-Ohmen. 14. Juli. Der Revier­förster H a n s u l t von hier war durch die Ried- eselsche Verwaltung nach Stockhausen berufen worden, um sich dort einen neuen Wirkungskreis zu schaffen. Das Dekret ist nunmehr rückgängig gemacht, und Hansult bleibt mit der Revier­verwaltung Ober-Ohmen betraut. Unsere Ge­meinde begrüßt es, daß der pflichtgetreue und

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? Cleeberg, 14. Juli. Auf dem hirsigcn Ratbaus sand gestern die Arbeitsvergebung für die Instandsetzung des Dizinalweges im Ortsbereich Cleeberg statt. Mit der Ausbesserung soll am nächsten Montag begonnen werden. Erforderlich sind ungefähr 350 Kubikmeter Steine, die im nahe­liegenden Eeineindewald Oberkleen, im Kalkstein­bruch Ebert gebrochen werden. Das Brechen dieser Steine wurde für 3 Ml. pro Kubiknteter vergeben. Auf 45 Kubikmeter Kleinschlaa kommen ungefähr 10 Kubikmeter Rauhschlag zum ÄusfüUen der großen Löcher. Die Länge des Weges beträgt 45" Meter. Der Weg soll bis 1. September so weit sertiggestellt jein, daß mit diesem Tage die Dampfwalze in Tätigkeit treten kann, so daß bis Mitte September die Straße wieder allgemein befahren werden kann.

Brandoberndorf, 14. Juli. Die hie­sige Verbindungsstraße nach Cleeberg bedürfte oberhalb der letzthin vorgenommenen Aus­besserung einer Neuinstandsetzung. Befonders in d : Nähe des Schiefersteinbruches häufen sich die Verttt- ungrn dermaßen, daß dieser Tage ein Motorrad ahrer Federbruch erlitt. Mit einem Sturz und )em Schrecken kam er glücklich davon.

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sch. Marburg, 14. Juli. Ein bedauernswert Unglück ereignete sich gestern in dem Basaltweri Lenz & Co. in Dreiyausen. Der 24jährige Arbeiter Peil, der an der elektrischen Bohrmaschine beschöi- tigt war, wurde plötzlich d u r, ch einen e l e k t r i - schenSchlaggetötet. An einem wtcinbruch- betriebe in Dreihausen wurde gestern ein Arbeiter von herabstürzenden Gesteinsmassen verschüttet. Der Unglückliche konnte noch lebend hervorgezogen werden, er hat jedoch sehr schwere Derlei jungen erlitten. Am gleidjen Tage wurde in dem Basaltwerk K. und S. Schneider in Dreihausen dem Äorarb-eite^ Schneider an der elektrischen Bohr­maschine ein Finger abgequetscht.

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WSA. Diez, 14. Juli. Die Stadweror - netenDerfammlung bewilligte in ihrer gestrigen Sitzung das Bauprojekt des Magistrats zur Errichtung eines Sechsfamilie n Hauses mi* einem Baupreis von 36 003 Mk. Dis Wohnun­gen, deren Mietpreis sich auf 23 bis 25 Mt. halten wird, sollen der minderbemittelten Bevölkerung zugute iommen. Weiter wurde der An ka u s von Gelände vor dem Kurhaus beschlossen, um zu verhindern, daß die Front des neuen Kurhauses verbaut wird.

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WSA. Bad Homburg. 13. Juli. Am dritten Tage des Gauturnfestes in Kirdorf kam es zu Reibereien zwischen einem Händler und einem Kjrdorfer Arbeiter. Die Polizei schritt ein und nahm den Kirdorfer in Schutzhaft. Dieser geriet darüber derart in Wut, daß er die ge­samte Einrichtung der Haftzelle demolierte. Beim Einschlagen her Fensterscheiben zerschnitt et sich die Pulsadern und zog sich noch andere Verletzungen zu, so daß er starken Blutver- lust erlitt und im Krankenhaus eingcliefert wer­den mußte. Ein anderer Festplatzvesucher ran­dalierte an einem Schießplatz, wobei es zu einem heftigen Zusammenstoß mit dem Schießbuden- besitzer kam. Dieser versetzte dem Störenfried da- bet eine so heftige Ohrfeige, daß ein Arzt die aufgeplatzten Lippen vernähen mußte.

Derantwortlich für Lokales, Provinz unb Wirtschaft i. B. Dr. Hans Thyriot.