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Stilleben. Interieurs

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zeichnerischen Können der verschiedenen Klassen er­kennen lief

| Getelllchasts- und Brettspiele Wenn auch bet bet neuen Gcfelligfcil das Mattri elle in den Hintergrund treten soll, so wird doch der Gast­geber auch hier seinen Gästen etwa- an Speisen und Getränken bieten wollen, wobei man »ich auch der akoholfreien Getränke erinnern sollte. (Sine Umstellung lässt sich natürlich nicht auf ein­mal durchführen; die Reform must sich allmählich durchsetzen. Freude tut uns not. jeder muh mit- Helsen, bah die Geselligkeit ein Dom der Freude werde.

WicHcner Tr-schenmarktprei-e.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmartt dasl:funb: Butter 150 bis 170 Pfennig. Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück» 63 bis 140. Wirsing 20 bis 30. Weisskraut 10 bis 12. Rotkraut 20 bi- 25. gelbe Rüben 10 bis 15. rote Rüben 10. 2pina» 30 bis 35. Llnter-Kohlrabi 8 bis 10. Drünkehl 20 bis 25. Rosenkohl 43 bis 45. Feld- 'alat 120 biS 150. Tomaten 70. Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 30 biS 80 Schwarzwurzeln 30 biS 50. Kartoffeln 7. Aepsel 20 bis 53. Birnen 15 b-.S 25 Honig 50. junge Hahnen 100 bis 120. Suppenhübner 100 bis 120. Hüffe 70; das 5iüd (Ster 10 bis 11. Blumenkohl 30 bis 140. Salat 25 biS 30. Endivien 80 bi8 103. Lauch 5 liS 15 Sellerie 20 bis 50. Radieschen <Bund^ 35 Pfennig.

Hornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadtlhea:er 7.30 U>r. .21 if bet Son enseite". Evangeli'che Stadtm.fsion: 8.33 Llhr. Bor rag. Licht ptelhaus Dahnhafstraße .Das Mädel auf der Schaukel". Astoria-Lichtpirle: 2Sie Ge­fallenen'.

Aus bem Stabttheaterbureau wirb unS geschrieben: Da Oberspielleiter Xe« leky sich gestern bei der Probe zu der heutigen Aufführung den Fust verletzt hat und infolge- bellen wegunfähig geworden ist. muh die heu­tige ,Fa u st" - A u f f ü h r u n g verschoben werden. Statt dessen geht heute als Dienslag- Abonnements-Bvrstellung um 7.30 ilbr Auf der Sonnenseite" in Szene

CD Collar, 14. Marz. Die gestern nachmittag stattgehabte aufocrorbeniLde Hauptversamm des Veteranen- und Krieaerverei

holzversteigerung der Gemeinde die letzte dieses Jahres gewesen sei. ist zu bemerken, bah hier ein Irrtum vorliegt. Vielmehr findet die nächste Hotesubinission der ©emeinbe am 17. März und bic letzte Brennholzversteigerung

in den nächsten Monaten in der .Heimat im Bilde" zurückkommen. Eduard von Bamberg lebte in dem von ihm wunderbar wiederhergestellten und eingerichteten Braunshardt ein ftillei @c- lebrtenleben. Die HllsSmittel zu feinen For­schungen bot eine auserlesene und nach vielen Taufenden von Bänden zählende Bibliothek die auf dem Gebiete der deutschen Literatur, na­mentlich der Goethczoit. sowie der Kunst- und Musikgeschichte eine ungemeine Reichhaltigkeit auswies. Der rüstige, liebenswürdige und an­regende alte Herr war ein ang?n:hmer Gesell­schafter und jeder, der ihn in feinem einstigen Rokokoidyll aufsuchte, wird die dort verleb en Stunden in dankbarem Anbenlen behalte.

** Sie Stadtverordneten sitzung am nächsten Freitag, nachmittags 4 Uhr begin­nend. wird sich u. a. mit folgenden Vorlagen be­schäftigen: Erhebung einer Wertzuwachssteuer. Bildung eines Forstbetriebsstocks für bi? städti­schen Waldungen. Polizeiverorbnung über die Verkehrsregelung in der inneren Stadt. Polizei- Verordnung über die Reinhaltung und Wegsam­keit der Strasten und Plätze. Reufestseyung des Schulgeldes am Lyzeum und an der Studien­anstalt.

" Der Dolkstrauertag nahm auch in zahlreichen Orten der Provinz einen würdigen Verlauf. In eindrucksvollen Feiern wurde un­serer gefallenen Brüder gedacht, und in der Schmückung der letzten Ruhestätten der in der Heimat bestatteten Kämpfer wurde der Dankbar­keit der Heimat gegenüber den Gefallenen Aus­druck gegeben. Soweit in einigen Orten beson­dere Fecern nicht stattsanben. war bet Beweg­grund der, bah man bas Andenken an unsere Gefallenen gelegentlich des allgemeinen Toten­sonntags mit zu feiern gedenkt. Die Berichte aus den verschiedensten Orten der Provinz im einzelnen hier wiederzugeben, ist aus Rücksichten auf den Raum nicht möglich.

** Glühende AscheinPappkartonS hätte gestern mittag in der Sonnenstrahe beinahe wieder zu einem Brande geführt. Ein zufällig dort vorbeigehender Feuerwehrmann bemerkte in einem Hause unter der geschlossenen Haustüre hervorquellenden Rauch. Als er den Rauch­schwaden nachging, fand er einige Pappkartons brennend vor, die mit glühender Drikettafche ge­füllt waren. Auf sein Rusen kamen zwei Mäd­chen hinzu, die Wasser herbeischasflen. mit dem der entstehende Brand schnell gelöscht werden konnte. Mit Leichtigkeit hätte hier ein erheblicher Brand entstehen können, wenn der Feuerwehr-' mann nicht zufällig die Rauchentwicklung be­merkt und in Abwesenheit des in Betracht kom­menden Einwohners bas Löschen vorgenommen hätte. Der Vorfall möge erneut zur Warnung bienen. Asche gehört in feuerfeste Behälter, aber nicht in Pappkartons. Äfften unb ähnliche brenn­bare Gefäße.

' Warnung vor einem Betrüger. Der gestrige Polizeibericht meldet, wie in einem Teil der gestrigen Ausgabe schon berichtet. Am 9. März erschien auf bem H e llhof bei Alsfeld ein Wann, der sich Bausch aus Grünberg nannte unb bem Besitzer ein Pferd abkaufte mit dem Bemerken, er wolle in den nächsten Tagen, nach­dem er das Geld von einer Kasse erhalten habe, den Kaufpreis bezahlen. Nachdem sich der Ver­käufer nach den Angaben des Käufers erkundigt hatte, muhte er zu der äleberzeugung kommen, das; er einem Schw indler in die Hände ge­fallen war. DaS Pferd ist ein brauner Wallach und auf dem linken Auge blind. Am 11. März hat offenbar der gleiche Gauner einem Landwirt und Kaufmann in DernSseld ebenfalls ein Pferd abgeschwindelt. Auf Grund einer Anzeige in einer landwirtschaftlichen Zeitschrift war der Käufer, der sich Hermann Stork aus Saasen nannte, erschienen unb hat unter allerlei An­gaben. die bem Verkäufer glaubhaft erschienen, ein Pferb zum Preise von 975 Mk. gekauft. Ein Kaufvertrag wurde abgeschlossen. Der Verkäufer muhte noch am gleichen Abend durch feinen Knecht das Pferd nach Grünberg an bic Wirt­schaft Beltropp bringen lassen, wo eS der Gauner in Empfang nahm. Ain andern Tage erkundigte sich der Verläufer in Saasen unb muhte zu seinem Schrecken hören, das; ein Stork in 6jaicn gänz­lich unbekannt ist. Es handelt sich hier um eine dunkelbraune Stute (Olbenburgcr Kreuzung) mit weihem ©tem am Kopfe, am linken Hinterbein im Sprunggelenk eine alte Rarbe in Form eines Geschwulst. Die Pferdehändler unb Metzger wer­ben hiermit vor Ankauf bringenb gewarnt. Sach­dienliche Mitteilungen, die zur Sicherstellung der Pferde und zur Festnahme der Betrüger bzw. des Betrügers führen, nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen

" Eine Ausstellung von Schülerzeich- n u n g e n , die allen Interessenten unentgeltlich zur Besichtigung zugänglich war. veranstaltete am Samstag und Sonntag das hiesige Realgymnasium im Zeichensaale der Anstalt. Aus zahlreichen Tischen waren viele Schülerarbeiten des letzten Jahres aus- gelegt, die in instruktiver Weife die Fortschritte im

eine Anzahl Chöre unb kleinere Lieder Vorteilhaft lum Gelingen de, Abend, befeuerte. Auch diesen Darbietungen wurde reicher Beifall gezollt.

t Grünberg. 14. März. Am Samstag- abenb vereinigte sich die hiesige Ortsgruppe der DeutfchenVolkSpartei zu einer seichten Feier. In der der Gründung der Rational- liberalen Partei gedacht wurde. Partei- ge^chäfrssührer W e i h e r ®ief,cn sprach in etwa einftünbiaer Rede über die Geschichte unb das Dirken oct Rationalllberalen Partei und zeigte deren geistige Fortwirkung in der heutigen Deutschen Volkspartei auf. Der Vortrag fand lebhaften Deisalll

Ärcie Aricdbcrg

Friedberg. 14. März. Der Ober- hessische Landjugendbund unter Lei­tung von Rodert Schmidt- Steinheim hat eine Wanderbücherei für ben Bund geschallen, um feine Mitglieder mit e nfchlägigtr geistiger Kost zu versorgen. Zu diesen, Zweck ist das Bundesgebiet in zehn Lelebezucke eingeteilt, deren Bücherkisten vierzehnlägtg nach einer ein für allemal festgelegten Regel toed/eln. Als Leihgebühr werden pro Buch unb W»pe 10 Df erhoben. Dieser Betrag muhte verhältnismäßig hoch gehalten werden, um den weiteren Ausbau der Wanderbücherei zu er- mögl.ch.n. Jeder der Lesebezirle (Hungen. Stetn- heim, Oberhörgern. Lich. Laubach. Gründe^. Dauemheim. Alsfeld I und II unb Schotten) ist in vier Lesegruppen der umliegenden Ort­schaften gegliedert. Zum Bun. ea-Büche rw art wurde Lehrer Henrich in FrHrg c,nannt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Zohanneskirche. Mittwoch, ben 16. Mär, 6: Passtonsgottesdienst. Psr. BechtolSheimer.

vartgetzabte auhcrorbenil.de Hauptversammlung des Veteranen- und Kriegervereins, bie von den Mitgliedern sehr zahlreich besucht war, hat nach eingehender Aussprache über die Irage der Errichtung eines Ehrenmales für btc Gefallenen unserer Gemeinde einen DuS- schuh mit den vorbereitenden Arbeiten beauftragt.

! Daubringe n, 14. März. Rach 13- jährigem ununterbrochenem Bett- unb Krankenlager würbe gestern hier unter ungewvhnlich starker Beteiltgung der Bevölke­rung die 32jährige Tochter des verstorbenen früheren Rachtwächters Friedrich Stecker zu Grabe getragen.

I Allen dors a. d. Lda., 14. Tlär.v Gestern fanö hier eine Vorstandssitzung ves Lumda- talsängerbundes unter Vorsitz von Lehrer Ziegler, Kessclbach. statt, in dec hauptsächlich über Fragen, die das diesjährige Wcrtungs- fingen deS Bundes betrafen, verhandelt wurde. Das Eingen soll am 3. Juli in Geils­hausen stattfinden. Der Gesangverein3ugenb- mut in Geilshausen feiert an diesem Tage gleich- -eckig sein fünfzigjähriges Bestehen. Das Wer­tungssingen soll tn dem neuer bauten Hofmann- schen Saale abgehalten werden. Da dieser etwa sieben- biS achthundert Personen saht, so sollen auch die passiven Sänger als Zuhörer diesmal zugelassen sein, was in früheren wahren wegen Mangel an Raum nicht möglich war. Der Haupt­punkt der Tagesordnung betraf die Bestimmung be8 Kritikers. Tine ganze Anzahl Meldungen hierzu lagen vor. Durch geheime Abstimmung wurde Lehrer Blast, Grosten-Linden, gewählt, der als tüchtiger, erfahrener Männerchorsach- mann bekannt ist und auch bereits beim vor­jährigen Wertungssingen dieses Amt zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten befieibet hat. Sebcr Verein soll eine schriftliche Kritik der Leistungen sämtllcher Bundesvereine erhalten. Die Reihenfolge der Vereine soll durch das Los be­stimmt werden, jedoch soll der feftgebenbe Verein stets als erster fingen. Von einzelnen Vereinen wurde Klage Darüber geführt, bah der H e s s i - sche Sängerbund bei ihnen Gelder anforbert. die sie an den .Lumdatailängerbund" eingezahlt, und bie dieser an denHess S.-B " weitergelettet hat. Es liegt hier, wie festgestellt wurde, ein Irr­tum vor. Der Vorstand wurde mit der Regelung der Angelegenheit beauftragt. Rach Erledigung ber Tagesordnung schloß der 2. Dorsihenle.L^rer E b e r le -T re i S. der nach Weggang des ersten Vorsitzenden die Versammlung geleitet hatte, die Verhandlungen.

:- Beuern, 14. März. Einen genußreichen Abend bereitete der hiesiae v o l k s b i l d u n g s - verein am Samstag feinen Mitgliedern und Gästen. Rulturbauinfpeftor Georg Heß von Leih­gestern erfreute die sehr zahlreichen Zuhörer mit Vorträgen aus seinen heimatlichen, mundartlichen Dichtungen. Ernstes und Heiteres brachte der Vor­tragende in der Tracht des Wetterauer Bauern ganz vortrefflich zu Gehör und emiet« Dafür den wohl­verdienten lebhaften Beifall seiner Zuhörer. (Einen weiteren Genuß des Abends bereitete ein Sänger­quartett aus Nordeck. bas unter der Leitung 'eines Dirigenten Heinrich S ch o m b e r oan, hier

~ Klein-Linden, 14. März. Der ä 11 c ft e Gesangverein unseres Dorfes, der Gesang- vereinE i n t r a ch t", beging am Samstagabend unter sehr starker Beteiligung seiner Migtlieder im Vereinslokal Rinn sein 6 2. etiftungsfe t. Der 1. Vorsitzende Hch. Luh gedachte in seiner An pradjc besonders der beiden noch lebenden Gründer d"s Vereins, Altoeteran von 1870 71 Phil. Jung, der im 82. Lebensjahr steht, und Kaspar Klein,' der sich trotz seiner 80 Hahre an dem Festabend beleb ugte. Für 25jährige Mitgliedschaft tour- ° 9 U-> Ehr. Brandenburger,

2. H a r n i s ch und Hch. Morne- weg Ehrendiplome verliehen, außerdem wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Abend, ber durch Chöre des Vereins unter Sei- tung von Chormeister Curtz (Gießen) umrahmt war, nahm einen guten Verlaus. Der Verein plant vuch In diesem Sommer ein Konzert zu veran­stalten.

21us der provinzialhaupistadt.

® leb en, ben 15. März 1927.

®etDerbeausf.enung©iefeenl927

3n der Zeit vom 1. oiS 19.3uni findet be- annttich in der Voll-Halle unb ben groben fallen auf bem angrenzenden Gelände bie Gc - Werbeausstellung Gießen 1 927 statt. Nach ben bis jetzt Dorfiegcnben Messungen lind ehDa 3000 Quadratmeter AuSstellungsgelänbe von den verschiedensten Gewerbezweigen und dem ein­schlägigen Handel an gerne (bet. Der Platz ber Ausstellung wirb ein Gelänbe von nahezu 30 CO3 Ouabratmctct umf J l.cßen Ein grol e. Teil bet Gewerbe wirb hn De'tiebe - vorgeführt, damit lich der Besucher in ans' aulichet Weise ein Bild Drin Werden mancher Gebrauch-gegenstände verschassen kann. Die Mannigfaltigkeit der Aus­stellung in belehrender unb unterhaltender Hin- llcht dürste jeden, auch den Mchtsachmann, zu einem Besuche ber Ausstellung veranlassen.

RezitaNonsabenk in der Sradtkirche.

br. Einen besonders Ichönen Ausllang sand ber Dolkstrauertag in der Feer am Abend m ber Stadtkirche, bie veranstaltet toor- ben war von bem Universitätsprofeslor bei Theo­logie, D. HanS Schmidt und dessen Freunde auS der Kriegszc-it. bem Lektor für Dortrags- hmft an bet Universität Marburg. Dr. Budde. Rach ein leiten den Worten von D. H. Schmidt gab Dr. Fritz Dudde zunächst einige Perlen ans dem Psalter wieder, und zwar in der Uebedefcung von H. Schmidt im Rhythmus der Urschrift, so den PsalmGott der Schöpfer" (Ps. 104). ferner ..Gott im Gewitter" «Pf. 29) Äinberf ?g«nM <Ps. 127),Siegesheimkehr" (Psalm 24. 7-10),Sehnsucht" lPs. 126) unbDas Lied der Gefangenen" (Ps. 137). Rach einem Orgel­zwischenspiel der Organist an der Stadtkirche Heinrich Simon hatte sich, bereitwilligst wie immer, zur Verfügung gestellt kam bann das BuchHiob", das biblische Buch vom Sinn des Leibes, in der ^Übertragung von H. Schmidt zur Verlesung. Die ganze Tiefe dieser Welt kam in eindrucksvollen Bildern unb in hervor­ragend psychologisch erfaßten Ausdrucksformen zur Geltung. Daß Gottes Wille kein Warum hat unb bah Gott gnäbig auf den Menschen blickt, wenn er aufrichtig gewesen ist. das zu wissen ist unS heute ebenso not wie ehedem. D. Schmidt faßte in feinen ausklingenden Schluß­worten die Gedanken alle iwchmalS dahin zu­sammen, daß gerade im Leid uns bic Liebe GotteS offenbar werbe

Der Reingewinn floh der ,.W ohnungs- n o t h i l s e V i c h « n zu, bic wiederum ein neue- Wohnhaus erstellen will unb deren Be­strebungen weilestgelende Beachtung verdienen. Auch um dieses guten Zweckes willen hätte man dem Abend mehr Besucher schen dürfen.

Neue Formen der Geselligkeit.

Lieber dieses Thema sprach am Samstag­abend im Auftrage deS Landesamts für daS Bildungswesen Fräulein Maria Lehne aus Darmstadt in einet von der Volkshochschule veranstalteten Versammlung. Die Vortragende führte u. a. aus: Unbewußte und bctoufjte Ge­wöhnung unb ber Wunsch, sich zu betäuben, sinb bie Gründe, weshalb bei Familien-, Volks- und vaterländischen Festen der Alkohol vielfach die Hauptrolle spielt. 'Der Alkohol ist auch bei den geselligen Veranstaltungen im Hause deshalb so beliebt, weil er die Stimmung schafft, die bet Gastgeber nicht hervotzubringen vermag, da er Menschen zu sich cinlabt, die sich ost nicht kennen unb bie sich nichts zu sagen haben. Sowohl die Zwangsgeselligkeiten, die bei den führenden Gesellschaftsschichten zum guten Ton gehören. alS auch die freiwilligen Geselligkeiten sind reform- bebürflig. Sie bringen dem Gastgeber ein großes Maß von Arbeit unb hohe Ausgaben, unb be­reiten ihm meist wenig Freube; der Gast aber hat andern TagS meist einen benommenen Kopf. Diele unserer jungen Menschen werden durch den Alloholgenuh zu Schlechtem verführt; zum mindesten tritt eine sanfte Entartung ein, unb -war oft bei Leuten, bic erstklassig fein könnten, ©ine Reform ber Zwangsgefelligkeit ist kaum durchführbar; eS gehört schr vcel Mut unb ein starkes Rückgrat dazu, hier bie festgewurzelten Anschauungen zu brechen. Bei allen Festlichkeiten sollte man bestrebt fein, das Materielle zurückzu- stellen unb dem Geistigen ben Vorrang einju- räumen. Reformbebürstiy sind vor allem auch die Vereinsfestlichkeiten. Der ihnen sollte nian mehr die Erzählkunst üben. Humoristische und mundart­liche Vorträge, Spiele, das Kafperletheater. Volks- und Reigentänze mühten hier eine Stätte hüben. Auch die Vorführung guter Ulme, ebenso turnerische und sportliche Hebungen sind hier am Platze. Hauptsächlich muß aber die Geselligkeit in der Familie reformiert werden, denn sie wirkt vorbildlich für alle anderen Arten von geselligen Veranstaltungen. Bei den Famllien- unb Staus- esten sollten bic Rezitationen eine große Rolle 'vielen. Das Vorträgen von Gedichten aller Art. >as Lesen mit verteilten Rollen und das Reimen ;ühten einen breiten Raum einnehmen. Jeder, der in einem solchen Fest beteiligt ist. sollte etwas >ur Unterhaltung beitragen. Es ist felbfwer- tändllch. bah gute Musik in hohem Grade dazu ingetan ist. edle Geselligkeit zu fördern. Dabei ist nicht notwendig, daß immer hoch künstlerische Lei­stungen gezeigt werben; jeder gibt nach feinem Können. Auch das Betrachten von Bildwerken aller Art ist zu empfehlen, ebenso bie Pflege der

Friedberg, 14. März. Das 8. Schüler- konzert der Augustinerschule brachte einen Liederabend von Frl. Rosemarie N ö l k e aus Marburg. Die Klavierbegleitung hatte Pros. Dr. St. Schmidt aus Friedberg übernommen. Beson­deres Interesse wurde den Liedern des verstorbenen Professors Gustav Irautmann aus Gießen entgegengcbracht. Sie wurden mit reichem Beifall ausgenommen. Die Gesangsdarbietungen wurden umrahmt von vierhändigcn Klaviervorträgen Frau Studienrat Waldt aus Bad-Rauheim Profestor 6 chm I d t

WSR. Bad-Rauheim. 14. März, aussichtsreiche Kandidaten für den neu zu setzenden Bürgermeisterposten werden gegentoärtig genannt: Regcerungsrat Schmidt, Friedberg. Bürgerme.ster Dr. Riepoth. Schlitzv und RegierungSrat Ahl, Darntstadt.

Mrciö Schotten.

' Laubach. 15. März. Zu der gestrigen Mitteilung, baß bie jüngste Ruh- und Brenn-

) -( Ruppertsburg, 14. März. Am ge­strigen DollStraucrtag wurde hier eine vom Kriegerverein gesti,stete Ehrentafel für alle Feldzugsteiln ehmer durch den Vorsitzenden des Kriegervereins, Wilh. Lein, enthüllt Da die Tafel, die den gefallenen und den noch lebenden Kriegern eine Ehrung sein soll, im RathauS aufgehängt wird, übernahm Bürger­meister Högy sie in ben Schutz der Gemeinde. Der Gesangverein unb der Posaunenchor wirk­ten bei ber Feier mit. Unter untern Kin­dern herrschen zur Zeit die Masern. Die Schule mußte deshalb zunächst für eine Woche geschlossen werben. Dom Schicksal schwer h e i m g e s u ch t wurde Frau Heinrich H o g h IV. Hierselbst. Innerhalb von zwei Monaten wur­den ihr durch ben Tob ihr Ehemann, ihr sieben­jähriges Söhnchen unb ihre Schwiegermutter ent­rissen. Alte brei erlagen bet Lungenentzündung. Untere Gemeind« nimmt an bem harten Geschick ber Frau herzlichen Anteil. Zum Verwaltet der hiesigen zweiten S ch u l st e l l e , d.e durch ben Tob des Lehrers Eichelmann verwaist wat. wurde der Schulamtsanwärtcr W. Volk aus Großen-Lmden ernannt. Der erste Buchhalter der Ehemischen Fabrik Friedtichshütte. Daniel Stenger, wurde als Leiter einer gleicharti­gen Fabrik nach Lausach versetzt. Der Weggang 5eS allgemein beliebten ManneS wird hier sehr bebauen.

WSN. Gedern, 14. März. Das dreijäh­rige Söhnchen des Postschaffners Schmidt, ber in einen Topf heißen Kaffees gefallen war, ben die Mutter auf ben Fußboden gestellt hatte, ist im hiesigen Krankenhaus seinen Brandwunden erlegen.

Krciö -llssclv.

Alsfeld, 14. Marz. 21m Samstagabend veranstaltete der hiesige Zweigverein des V. H. C. im kleinen Saale desDeutschen Hauses" einen aut Gelungenen Lichtbilderoortrag. Veallehrer Karl Dotter sprach über die21 u s grabungen in Pompeji", die er anläßlich seiner Jtalienreise im Herbst 1925 an Ort und Stelle kennengelernt hot. Der Vortragende verstand es, eine sehr interessante Darstellung über diese alt­römische Kulturstätte zu geben, die im Jahre 79 n. Chr. durch einen gewaltigen Ausbruch des Ve­suvs verschüttet und erst in neuerer Zeit wieder aus- gearaben worden ist. Der Vortrag wurde durch etwa 100, meist kolorierte, recht hübsche Lichtbilder sehr wirkungsvoll oeranschaulichi. Die 2teranftallung wurde umrahmt durch einige musikalische f)aTak­tungen des unter Leitung des Herrn Dotter stehen- den Alsfelder Äugendorchesters. Die dankbaren Zu- Hörer spendeten reichlichen Beifall. Am Sonntag, 2 7. März, findet hier anläßlich des 100jährigen Todestages Beethovens eine Beethooenfeier statt unter Mitwirkung ber durch Alsfelder Musiker verstärkten Reichswehrkapelle Fulda unb eines ge­mischten Chors. Bürgermeister Dr. D ö l s i n g wirb einen Vortrag halten über Beethoven unb seine Werke. Die Veranstaltung wird geleitet von Musik tehrer D. Meinhardt in Alsfeld.

----- stch auch einige gut auf« gefaßte Bleistift-Porträts, die ben Forlichrm beson­ders bcutlich machten. Im ganzen ließ bic Ausstel­lung erkennen, daß die Schiller mit regem 3nt:r« esse dem Unterrichte folgen und jo für ihr Späteres Leben manchen Nutzen baoon Haden werden.

Ser 2) unb für christliche Erziehung in Maus unb Schule widmete seinen letzten Familienabend dem Gedenken Zohann H. Pestalozzis. 9n einem sehr interessanten und- lehrreichen Dort eng behandelte Pfarrer D. Fritsch, Ruppertsburg, die Frage: lehrt uns Pestalozzi?" Einleitend gab der Dortra- gerbe eine kurze Lebensbeschreibung dieses großen Volkserziechers. dabei einen Vergleich ziehend zwi­schen ihm und dem Piettlten 2Iug. Herrn. F r a n ck e. dessen wir in diesem Jahre auch noch besonders zu gedenken haben. Des weiteren behandelte er jein Thema auf Grund der PestalozzischriftLienhard und Gertrud". Die Forderungen, die dort erhoben werden, so führte der Redner aus, gehen auch noch für unsere Zeit, nämlich: eine verantwortungsvolle gerechte Regierung eine treue kirchliche Seelsorge, ein auf -christlicher Grundlage beruhender Unterricht in ber Schule unb eine gewissenhafte christliche Cr> Ziehung im Haufe. Der Vortrag wurde umrahmt ron ausgezeichneten musikalischen Darbietungen emiacr Mitglieder unserer Militärkapelle

>ft sah man die einfachen Jüngsten fte erinnern un» Erwachten« wohl am eindringlichsten an dte eigene Schulzeit, bei denen charakteristische Formen (Ball. Reisen, Eier. Zterljcuge) in den Vordergrund treten, mit bunten Farbstiften ausgemah. Dann schlossen sichjiud> noch flächig gesehen Zeich- nungen von Früchten und Ähmetteriingen, mit Wastersarben angelegt, an. An zahlreichen Zeich­nungen von 3igareiten und Zigarrenjchachteln.

Krügen usw. verfolgte man bie Einführung in das perspektivische Zeichnen, denen sich weiter bic Aus- arbeitung der Schatten anschloß. Hier üöenoogen nun bie reinen Lleististzeichnungen. Den in verschie­denen Techniken ausge ührten Arbeiten der älteren Sdjüler dienten Vögel, Stilleben. Interieurs alsDorlaac. Man

informiert hat Nr. das di. ' ben gegebenen -Dlerungbfr naufminb wird aßen.

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