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wat« tatb Pfarrämter ein Ausschreiben gerichtet, in dem auf bie 200. Wiederkehr des Todestages von 3uguh Hermann 'Stande hingewielen wird, öeffen am 8. Sunt 1927 in allen deutschen Qanbcs- ffrchen gedacht wird. ES bedürfe wohl kaum der Erwähnung, wieviel die evangelische i^ristenheit Stande, dem großen christlichen Erzieher und Iugendbilbner, dem großen Träger des (beban» kenS der Inneren und äußeren Mission, dem einflußreichsten Führer des PietiSrnu« verdanke Denn auch Stande nicht direkt im hessischen Kirchengebiet wirksam gewesen sei und demnach besondere Srandefeiem, wie sie In Preußen ftatt- finden. nicht angebracht erscheinen, so fei doch die Bedeutung Kranckes Grund genug, feiner in besonderer Ißcife in Predigt Konfirmanden» und Schulunterricht In diesem ErinnerungSjahre zu gedenken. Zumal da der Todestag auf den Witt» woch nach Pfingsten falle, seien in natürlichster Weise in dieser Zeit Beziehungen zwilchen Standes Lebenswerf und der kirchlichen Berkün- digung gegeben
Starkenburg.
DSA. Offenbach. 14. Febr Qkficrn abtnb gegrn 7 Uhr schlug ein Boot aus dem M a i n bei Dietesheim um. 10 Personen stürzten in» Dassel Während 9 Personen von den oerbeigeeilten Schiffern gerettet werden konnten, ertrank der Arbeiter Johann Peter Kaiser au* Dietesheim. Fahrlässigkeit kommt nicht in Stage. Die wir hören, hatten die Mitglieder des Arbeitersportoereins .Vorwärts" In Wil- Helm-bad ein Fußballspiel auszutragen gehabt. Sie gingen auf der rechten Seite des Main- entlang. um sich bei Diele-Heim über den Main sehen zu lassen. Dabei geriet da» Boot mit der Ankerkette eines Schisses in Berührung und schlug um.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
D Wetzlar, 14 Febr. Nachdem die 'M a u l- und Klauenseuche im Kreise Wehlar in öer lehten Zeit wesentlich zurüdgegangen ist. hat der Landrat seine viehseuchenpolizeiliche Anordnung. nach der der Handel mit Klauen- dieh und Geflügel Im älmherziehen innerhalb des KreiseZ Wetzlar verboten war, ausgehoben. - Die S r w e r b « l o se n z i s s e r im Bezirke des Arbeitsnachweises Weylar hat auch im Lause des Monats 3anuar wieder eine wesentliche Steigerung erfahren. Während eu Beginn beS Monats Januar 1655 Haupt» unter st ützungSempsänaer mit 1022 Frauen und 2061 Kindern in der Lrwerb-losenfürsorge standen, betrug die Zahl der Erwerbslosen am Ende des Monats 2095 Haupt Unterstützungsempfänger mit 1150 Frauen und 2316 Kindern. Hiervon entfallen auf die Stabt Wetzlar 549 Hauptunterstützungs» «npsänger mit 258 Frauen und 496 Kindern, auf die Landgemeinden des Kreise- 1279 Haupt» Unterstützungsempfänger mit 775 Frauen und 1515 Kindern und auf die zu dem Arbeit-nachwel-bezirk gehörigen Gemeinden de- Äreife» Biedmkopf 267 HauptunterstühungSempfänaer mit 117 Frauen und 306 Kindern AotftandSarbeiter wurden am Ende de- Monat» 49 gegenüber 23 zu Beginn des Monat- beschäftigt. KotstanbSarbeiten sind zur Zeit nur in den Bürgermeistereien BraunselS und Rechtenbach im Gange. Die Erhöhung der ErwerbSlol.nzisfer ist daraus zurudzufuhren, daß b>- Hvlzfällungen in den Waldungen deS Kreises letzt ihr Ende genommen haben.
' Kinzenbach. 14. Febr. Die hiesige Ortsgruppe de» KreiSlandbundeS veran» staitete in Gemeinschaft mit dem Gesanaver- ein .Fortuna" eine wohlgelungene Abcnb- unterhaltung. Der Vorsitzende D. Bep l er hob in feiner Ansprache die Pflicht zur Einigkeit her» vor Landwirt Meuter auS Dornholzhausen sprach lehr interessant über OrganisationSnot- wendigkeilen der Landwirtschaft und erfreute sodann mit Rezitationen ernster und heiterer Art. Die künstlerischen Darbietungen des Gesangvereins .Fortuna" unter der Leitung des Dirigenten Leib au« Gießen bereicherten den Abend in wertvollster Weife und ernteten mit Recht großen Beisall
L Klein-Rechtenbach. 14. Febr. Bei der Rutz- und Brennholzver steige- r u n g im hiesigen Demeindewald wurden solgende Preise erzielt: Buchenscheitholz 35 bi« 36 Mk je 2 Raummeter, Buchenknüppel 28 bis 30 Mk. je
2 Raummeter. Buchenreifer 16 bi« 18 Mk je 6 Raummeter. Kiefernfchichtnuyholz 20 bis 25 Mk. je 3 Raummeter Kiefernknüppel 15 biS 16 Ml. je 2 Raummeter, Kiesernstodhciz 7 bi» 8 Mk. ie 3 Raummeter. Äiefemreifcr 5 618 7 Mk. je 4 Raummeter. Eichenschichtnutzholz 26 bi« 28 Mk je 2 Raummeter. Eichenknüppel 22 Mk. je 2 Raummeter. Eichenreiser 12 Mk. je 6 Raummeter. Fichtenknüppel 14 bi« 16 Mk je 2 Raummeter. Fichtenreifer 5 bis 6 Mk. je 4 Raummeter. Lärchenlchlchtnuyholz 28 bi« 30 Mk je 2 Raummeter. Birlenknüppel 16 bi« 18 Mk je 2 Raummeter. Fichtenderbstangen 2 Kl. 10 bi» 12 Mk. je 10 ©tüd. 3. Kl. 8 biS 9 Mk. je 10 Slüd. Fich- tenweichftangen 4. Kl. 3 biS 4 Mk. je 10 Ötüd
kreis Biedenkopf.
- B i c b e r , 14. Febr. Dieser Tage fanden Amei große Drennholzvertzeigerungen in den fürstlichen Revieren .Windelbach" und .Heksholz" statt Während in der Windelbach fich der Preis für 100 Wellen durchschnittlich auf 30 Mark stellte, kamen diele im Helsholz auf 35 Mark. Buchenscheitholz wurde in Mbcn Distrikten gleich hoch mit 30 Mark je zwei Raummeter bezahlt Für Eichenbrennhvlz zahl.c man für dieselbe Quantität (2 Km.) durchlchnitllich 22 bi« 25 Mark
Kreis Marburg.
WER. Marburg. 14. Febr. Zu den wenigen Industriezweigen im Kreise Marburg gehört in erster Linie die Dreihäuser Ba» faltinbuftric, die sich ;n den letzten Jahren so enttoldett hat. daß die Marburger Kreisbahn, die bis 1913 mit einem jährlichen Zuschuß von 40 000 Mk. feiten« de« KreiscS arbeitete, heute einen Ueberschuh erzielen kann. Durch die erweiterte Ausbeutung der Basaltwerke konnten nämlich durch die Kreisbahn 1926 150 000 Tonnen gegenüber 45 000 Tonnen 1913 befördert werden Sie Basaltinbuftrie hofft aber, noch bedeutend mehr Material förbern zu können, wenn die Kreisbahn ihre jetzigen Tarife (7 Mk. Rohmaterial, 17 Mk. Pflaster pro 10 Tonnen) verbilligt In einer lürzlich in Dreihaufen abgehaltenen Versammlung, zu der auch mehrere Landtagsabgeordnete erschienen waren, wurde seitens der Dasaltindustrie die dringende Bitte an die zuständigen Instanzen gerichtet, die Frachtsätze zu verbilligen. Gleichzeitig will man bei der Reichsbahn vorstellig werden, daß sie auf die UeberführungSgebühren verzichtet oder sie wenigstens beträchtlich herab» seht. In bereit« früher ftattgefjabten Versammlungen wurde bekanntlich auch die Verstaatlichung und Weiterführung der Marburger Kreisbahn bi« Müde lOberhessen) als zweckmäßig be- zeichnel.
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 11. Febr. Ein Eisenbahnarbeiter W. hat eine Frau G. wegen Beleidigung feiner ö&eftau verklagt. Sie soll behaupket haben, Frau W. habe sich eine neue Küche gekauft, das Geld hierzu habe sie nicht auf ehrliche Weife erworben, sondern in ihrer Monatsstelle alle« zusammengestohlen. Während Frau 0. in Abrede stellte, eine derartige Aeuherung getan zu haben, behauptete eine Zeugin P, Frau G. habe e« ihr im April oder Mai 1925 erzähl». Cie. Frau P, habe die Frau W. damals noch nicht gekannt, sondern sie erst an Weihnachten zum erstenmal gesehen. Im August 1925 He mit der
Frau G. uneinig geworden, hab. .eren Aeuße> runfl aber erst Ende Oktober 1926 der Frau W. mitgeteilt. Die Frau G. habe nämlich ihr. der Frau P.. Stiefkind darüber ..aufg'klärt", daß Frau P. nicht seine richtige Mutter sei. Hierüber habe sie sich geärgert und oeShalb der Frau W. von den Behauptungen der Frau G. Kenntnis gegeben. Letztere behauptet jedoch, sie fei bereits im März 1925 mit Frau P. uneinig geworden, was von zwei anderen Zeu» gen bestätigt wird. Außerdem steht du «- die AuSfage der Frau W. selbst fest, daß die Frau P. sie nicht an Weihnachten, sondern schon Ende April und außerdem im Iuni 1925 gesehen hat. DaS Gericht hatte im Hinblick auf diese Widersprüche Bedenken, allein auf die AuSfage der Frau P. hin die Angeklagte zu verurteilen, hielt vielmehr einen vollen Beweis für ihre Schuld nicht für erbracht und sprach sie deshalb im Zweifel mangels ausreichenden B e - weife« frei. Dementsprechend wurden dem Privatfläger W die Kosten auferlegt.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von D vrbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw sind zu richten an bie Schachrcdaktion bo .Gießener Anzeiger«-.
Probiemlöfungslournier.
Preidproblem Nr. 7. Don Dhos. D. Rowland.
Schwarz
2
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a
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b
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Weiß
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Weiß zieht und fetzt in zwei Zügen matt Weiß: 10 Steine Kg4; Dc2; Tg3, f5; Lh6, Sc5; Bb5 c6, 63, e4. i
Schwarz: 6 Steine Kd4; Da7; Lai, g8; Bf4, 67.
Prcisproblcm Nr. 8.
Weih zieht und fetzt in drei Zügen matt. Weih: 8 Steine Kg6; Dc8; Sc5; c5; Ba4, c2, cd, 66. Schwarz: 7 Steine Ke4; Tb6; Lf2; Sb2; Bc5, h3 h4.
8
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Weiß.
Don G. Chvcholous Schwarz, c 6 e t
A»S dem Schachklub Gießen.
Für da« Winterturnier 1926/27 war zum erstenmal die Bestimmung gebrof'en worden, daß der erste Sieger in der ä.-Klaffe den Titel eine« Klubme isterS nebst einem wertvollen Wanderpreis erhält, der Eigentum des Siegers wirb, wenn dieser dreimal innerhalb vier Iahren den Sieg davonträgt. Für 1926 27 fielen Klubmeisterschaft und Wanderpreis Herrn Architekt PH. R i c o l a u S zu.
Turnier endete Anfang 3anuar Der Wanderpreis >chinesisches Elsenbeuischachlp el) gehl nach dreimaligem Gewinn m den Besitz des flieget# über.
Schachbriefkafie».
E- G . hier: ©ie irren sich, bei Problem Rr. 3 von Feigl folgt aus 1. Df44 . gxf4 Abzugschach
V. L-, hier: Ihre Lösung zum Problem Rr. vd von Szabo scheiten nach l.Sf6-H an Kc3!
Lehrer H. R. Ihr Problem wird, falls totrett, gebracht.
Richtige Lösungen 95. Lehret Bteidedet V. Loo«. Preb.en, 94: Lehrer S Simon. H Kappe«, Langedors: 3. Mehl, Hochelheim. D, in G.: D O. - Schm.: Hsm. in Londorf, desgl zum Problem Rr. 96 Lehrer S. Simon, hier. H. Kappe«, Langsdorf: D. O. - Sd>m. desgl. zum Endspiel Rr. 28. Lehrer S Simon, hier: Lehret H Ranz Detzhaufen: D». in ®.. D. O. - Schn^
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStifch.
Gewtstenhaft.
Der Held dieser Geschichte hat einen sehr leichten Schlaf, erwacht leicht und kann lange nicht wieder einfcblafen. In einem GaÜhos in Bamberg war er endlich fest eingeschlafen, al« et durch wiederholtes laute« Kloplen geweckt wurde.
.Wa» gibt'«?'
.TS ist ein Paket für Sie drunten."
.Ra. daS kann doch wohl warten bis zum Morgen?"
Der Bursche ging, und als dann der Herr lange nachher wieder feft schlief, klopfte es zum zweiten Male stark an die Tur
,'Ha, waS ist denn jetzt los?" fragte der Gast.
.DaS Paket ist nicht für Sie."
Zu spät.
.WaS, du willst einem FeuerbestattungSoerein bei treten?
Alfo, da- sage ich dir, von dem Moment ab. wo du dich verbrennen läßt, sind wir geschiedene Leute!"
Der Hund.
Daß die Abfastung von Verboten und östent- lichen Verordnungen nicht immer ganz leicht ist, wurde dem Gemeiuderat einer kleinen Saarländischen Stadt klar, in der die Hundetollwut ausgebrochen war. Der Gemeinderat erließ also eine Verordnung, die überall angeschlagen wurde und folgenden WoN^ laut hatte:
.Wer einen Hund ohne Maultorb umherlaufeu läßt, wird erfchoffen — "
Weise Bürget machten die Siadiväler zan» sühlend daraus aufmerksam, daß stch daS Erschießen nicht aus die Hunde, sondern auf deren Besitzer beziehe, worauf man sich zu einer langen Rat- sihung zutückzog und nun dielen Te,t von sich gab
.Wer einen Hund ohne Maulkorb umherlauke,, läßt, wird erschosien, der Hund."
Offenbachs Almosen.
In einem französischen Seebade wurde Iacquee Offenbach einmal von einem jungen Menschen ur» ein Almosen angesprochen Offenbach, äußerst generös und gutherzig veranlagt, konnte solche Bitte bet Rot nicht abweilen. Vergeben« durchsuchte er seine Taschen nach einem nicht zu kleinen Geldstück. Die Roulette, die er soeben verlassen, hatte ihn völlig ausgeplündert. 5kurz entschloßen nimmt er den jungen Mann am Arm, tritt mit ihm in einen Tabakladen, läßt sich ein Stück Papier geben, improvisiert darauf ein Musikstück und übergibt es dem Bittenden mit der Weisung: .Gehen Sie zu einem Musik- Händler und behalten Sie da« Honorar!" Rasch unterzeichnete er noch mit vollem Kamen und der junge Mann zog beglückt von Dannen.
Schachverein „Anderssen", Frankfurt a. M.
Da« diesjähriae WanderpreiSturnier des ..Schachverein Anderssen" ergab zum zweiten Male den Sieg von W. Orbach mit 8l,t Punkten. Orbach schlug Professor Mannheimer in beiden Partien. Zweiter Preisträger wurde H. Haar mit 71 . Punkten: den dritten Preis gewann mit 6 ,P. Prof. R. Mannheimer. Das
Seefahrt.
Der alte Kapitän Peterfen war ein guter Kerl, aber saugrvb. Einmal meldete sich bei ihm der neue Schiffsjunge. „Ka, warum gehst Du Durchaus »ar See?" fragt Petersen, natürlich Die alle Beschichte, bist'n Taugenichts, alfo stecken dich die Eltern ausS Schiff?" .Kein", antwortet der Dengel, .da« hat sich seit Ihrer Zeit alle« geändert."
UZZ4
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Jreude ijl HiDeg md den. (grillen, undSorgen.?
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Wöchnerinnen kaufen ihren Bedarf an 8ett-Unterlagen, verbanö- stosfen, Irrigatoren angern, Nährmitteln nsw. am vorteilhaftesten in der ”“c CentralDrogerie, Schulftr.
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