Die
beobachteten,
Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. V. Dr. Hans Thyriot.
mflb ®emeta?>craf eine durchgreifende Apparatur beschlossen, die nunmehr, nachdem die Vorarbeiten beendet sind, unter Leitung des Hochbauamts
eingetragen hatte. Im Lauf der ersten Tage hatte er festgestellt, daß dieser Herr wirklich identisch war mit dem Professor aus Paris, der ungehinderten Zutritt zu dem Sonderling in der Theaterstraße hatte. Krag notierte sich mit Befriedigung die Resultate, zu denen er nun also gelangt war: Nämlich:
Erstens: Als der Anführer der Bande aus dem Automobil geflohen war, ging er in das Haus hinauf, wo der Sonderling wohnte.
Zweitens: Der Anführer hatte das Haus nicht in derselben Gestalt verlassen, in der er es betreten
Kreis Alsfeld.
Xlx Aus dem Ohmtal, 13.Sult. Vorigen Sommer wurde in unserer Gegend ein eigentümlicher Getreideschaden beobachtet. Massenhaft fand man Roggenähren, deren unteres Drittel total abgefressen war, während das Oberteil ganz unversehrt war. Die große Ausdehnung des Schadens erregte Besorgnis. Rach unseren! genauen Beobachtungen ist dieses Jahr keine Spur des unerkannten Schmarotzers zu finden.
Rheinhessen.
WSR. Monsheim, 13. Juli. Als die hiesige Kirchengemeinde zwei neue Glocken abholen lieh, scheuten auf dem Wege zum Bahnhof dis Wagenpferde des Landwirts Stoll. Dadurch wurde der 80jährige Besitzer auf die Straße geschleudert, wo er schwerverletzt liegen blieb. Der Tod trat bald darauf ein.
4- Stumpertenrod, 13. Juli.
Sperrung der Ohm st raße zwischen Ober- seibertenrvd und Unterseibertenrod infolge von Walzarbeiten hat für unsere Gemeinde insofern einen Vorteil gebracht, als in den letzten Wochen das Postauto Ulrichstein—Mücke hier täglich durchkam. Dieser tägliche Verkehr des Postautos hat so gefallen, daß allgemein der Wunsch entstanden ist, das Postauto Ulrichstein—Mucke möchte auch fernerhin unser Dorf regelmäßig berühren. Am Sonntagabend trat der Gemeinderat zusammen, um in dieser Sache einen entsprechenden Antrag bei der Postbehörde zu stellen.
Vsrlinsr Börse.
Berlin, 14. Juli. (WB. Funkspruch.) Im heutigen F'ruhverkehr bekundete die Spekulation zunächst eine leichte Neigung zu Gewinnmitnähmen. Das Geschäft ist ruhig, und die Tendenz eher etwas schwächer. Man tariert Farben auf ca. 312. Am Devisenmarkt hört man Paris 124,02, Mailand 89,30 und das Pfund 4,8550.
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13. Juli Der von der nd Kunst-Filmgesellschas! ! Friedberger Hei- erstmals tn den beiden m zur Dorführmtg. Die eg vorzüglich gegluckt uni abgerundetes Äi/d ton and den geschMichn alten Freien Veichsstebi dies JeugM ab für fa d den regen Handel mb c goldenen Detterau. Am ;Wtag vor den bommer- n der Friedberger Schul- > dann tritt er fcine gW m von der Schönheit des Sm 13. Juli ^Mn iß diesjähnge tt Sie Mfolge brkgt tiesdienst in der Hankes' nen D-ldgosiesbimst au!
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Zweitens: Es war eine Tatsache, daß der -von. derling in der Theaterstraße lange Konferenzen mit d'Albert über wissenschaftliche Themen hatte. Das war ein unzweifelhafter Beweis dafür, daß d'Albert wirklich der Gelehrte war, für den er sich ausgab
Drittens: d'Albert halte zweimal den bekannten Professor des Aegyptischen an der Universität von Ehristiania besucht, C. T. A. Winger. Das war derselbe Winger, der an Konsul Birgers bekannter Pokerpartie teilgenommen hatte, von wo dem frechen Dieb alles Geld vor Beginn des Spkels gestohlen worden war. Krag hatte Professor Winger ausgesucht, und dieser hatte ihnc bestätigt, da- Herr d'Albert wirklich in den alten ägyptischen Stachen sehr bewandert war und sogar dem Professor wertvolle Aufschlüsse hatte geben können.
Alles in allem: Während sehr schwache Anhaltspunkte dafür vorhanden waren, daß Herr d'Albert der Anführer der mystischen Bande sei, stand unwiderleglich fest, daß d'Albert derje,..ge war, für den er sich im Hotel und dem Doktor Saling gegenüber ausgab — ein Gelehrter, der nur seiner fachwissenschaftlichen Studien wegen nach Ehristiania gekommen war, um mit seinen berühirtzen ^ach- kollegen zu konferieren.
Krag trat darum mit der allergrößten Vorsicht auf. Mehrmals war er nahe daran, ganz von dieser Spur abzulassen, sein merkwürdiger Instinkt trieb ihn aber stets darauf zurück.
Da geschah etwas, was Krags Verdacht ftörfer erregte als alles Frühere. Herr d'Albert enthüllte sich auf höchst sonderbare Art.
Es war an einem Samstagabend gegen zehn Uhr, zwei Tage vor der Verhaftung des Juwelendiebs Charles Thollon.
Krag hatte seine geheimen Verbindungen im Hotel. Er war seiner Sache noch nicht so sicher, daß er der Hotelleitung gegenüber seinen Verdacht offen eingestehen konnte. Man glaubte darum schließlich, er wohne dort aus rein privaten Gründen für einige Zeit. So vorsichtig benahm er sich. Er fürchtete, allzu früh Aufsehen zu erregen.
(Fortsetzung folgt.) ______
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Preußen.
Kreis Wetzlar.
— £ — Wetzlar, 13. Juli. Aus verkehrspolizeilichen Gründen werden auS Anlaß des Kreistierfchaufestes am 14., 15, und 17. Juli die Provinzialstraßen Dutenhofen- Wetzlar aus der Richtung Dutenhofen, unt) Groß-Rechtenbach—Wetzlar aus der Richtung Groß-Rechtenbach für jeglichen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Der Verkehr von Gießen nach Wetzlar wird vor Dutenhofen durch den Wellerweg über Garbenheim, und der Verkehr aus der Richtung Butzbach und Lützellinden in Groß-Rechtenbach über Weidenhausen nach Wetzlar umgeleitet. Auch Kraftfahrzeuge, die zum Feftplah wollen, haben die Llmleitungswege zu benutzen.
— tz— Münchholzhausen, 13. Juli. Unsre Gemeinde läßt in diesem Jahre verschiedene Wegebauten ausführen. Es handelt sich zunächst um den Ausbau des „Wetzlarer Weges" um weitere 500 Meter, weiterhin wird der Verbindungsweg zwischen der Kirche und dem Bei- tenweg ausgebaut. Die Arbeiten sind von der Regierung als Rotstandsarbeiten anerkannt, der Gemeinde ist ein Zuschuß aus Mitteln der pro- dukttven Erwerbslosenfürsorge bewilligt. Die zum Wegebau erforderlichen Steine werden in einem eigenen Bruch der Gemeinde gewonnen.
Kreis Biedenkopf.
# Königsberg, 13. Juli. Die das ganze Jahr schon anhaltende Fuchsplage scheint jetzt ihren Höhepunkt zu erreichen. Fast jeden Tag fallen den Räubern einige Hühner zum Opfer. Schwer geschädigt sind die am Rande des Dorfes wohnenden Leute, denen meistens zwischen 7 und 8 Ahr Hühner geholt worden sind. Es ist unverständlich, daß die Jagdbesitzer hier schonend vorgehen, denn die Füchse werden außer Hühnerbraten auch zur Abwechslung junge Hasen und Rehkeulen nicht verachten. — Die Heu ernte ist hier beendet, der Ertrag war auch in diesem Jahve über alles Erwarten gut. Da vielfach noch Restbestände der vorjährigen Ernte vorhanden sind, so macht sich schon jetzt ein empfindlicher Platzmangel bemerkbar. Man ist vielfach gezwungen, einen Teil der neuen Ernte zu verkaufen.
Dillkreis.
XX Von der Dill, 13. Juli. Die Haus- insch'riften werden in Bälde unter Heimat- schuh gestellt werden, damit die Hausbesitzer die an ihren Baulichkeiten vorhandenen Inschriften nicht einfach verkommen lassen, wie es leider nur zu oft geschieht, und interessante Spriiche ohne weiteres verschwinden. Die Eigentümer von Häusern mit Sprüchen sollten es sich zur Ehrensache machen, bei Umbauten die Dalken mit Inschriften wieder anbringen zu lassen oder einem Museum zu überweisen.
Mairrgrrrr.
WSR. Höchst, 13. Juli. Der Dautechniker Wilhelm Bauer aus Ried hängte sich gestern mit feinem Fahrrad auf dem Wege nach Höchst an einen Kraftwagen an. In der Hauptstraße stieß er dabei mit einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lastkraftwagen zusammen, wodurch er schwere Verlehun gen an Kopf, Brust und Deinen erlitt. Sein Zustand ist bedenklich.
WSR. Hanau, 13. Juli. Heute vormittag hat sich hier die Ehefrau eines Polizeiwacht- meisters in ihrer Wohnung mit dem Dienst- revolver ihres Gatten erschossen. Die Ursache des verzweifelten Schrittes ist noch nicht geklärt.
hatte.
Drittens: Nach einem wiederholten Besuch bei Doktor Salings Wirtschafterin hatte Krag erfahren, daß ein ziemlich großer Koffer des Herrn d'Albert bei dem Sonderling stand. Nach der Angabe der Wirtschafterin enthielt dieser Koffer seltene wissenschaftliche Werke, die die beiden Herren bei ihren gemeinschaftlichen Konferenzen über die ägyptischen Dialekte benutzten. Asbjörn Krag ging jedoch davon aus, daß der Koffer auch sehr gut Bekleidungsgegenstände enthalten könne, Perücken, falsche Bärte und dergleichen. Krag hatte den Koffer nicht zu öffnen vermocht. Das Schloß widerstand seinen feinsten Apparaten — und sprengen wollte er es nicht. . i
Viertens: Herr d'Albert hak jederzeit Zutritt zu der Büchersammlung und dadurch zu dem Arbeitszimmer des Dorktor Saling.
Dies alles schien darauf hinzudeuten, daß Herr d'Albert mit dem Anführer der Bande identisch war.
Als Krag in seinen Schlußfolgerungen |o weit gekommen war, erschrak er über das Ergebnis, denn im nächsten Augenblick mußte er ja die anderen, unbestreitbaren Tatsachen feststellen:
Erstens: Die französische Polizei teilte mit, daß in Paris tatsächlich ein Sprachforscher namens d'Albert existierte — ein Mann, der keine offizielle Stellung einnahm und der doch in den wissenschaftlichen Kreisen sehr angesehen war. Dieser d'Albert war vermögend und betrieb seine umfassenden Studien einzig und allein der Wissenschaft halber. Er hatte ein Vermögen für Reisen und Untersuchungen verschiedener 2(rt geopfert. Wenn er in Paris war, lebte er sehr zurückgezogen und verkehrte mit niemandem. Augenblicklich hielt er sich nicht in
für Balten flgsjagd und fängt im Anfuhr proc tausend Motten und ZT Kerzen starken Lampe
e V e (AII tDoCften Stücke verleibt
Fernsprevermehrte sie 1925 um 9RHiSSÄH6H9?E1IM5tücf, von denen viele «„gehörten. Vorkeh-
sehungSse ier licUetten fanden tn der Stadtkirche tatt, woselbst die Leiche aufgebahrt war. In einer Gedächtnisrede erwähnte Hofprediger Schäfer mit Recht in anerkennenden Worten das segensreiche Wirken der Verstorbenen zum Wohle der minderbemittelten Düdinger Devöl- kerung. Nach der Trauerfeier bewegte sich ein endloser Zug nach dem fürstlichen Friedhof, wo nach Gebet und Vaterunser der Destattungsakt vor sich ging. Dei den Feierlichkeiten wirkten mit der Kalbhennsche Posaunenchor Ober-Mock- tadt, ferner der Gesangverein Liederkranz Bü- tingen und der Düdinger Mädchenchor.
A Ridda, 13. Juli. Ein hiesiges armes Dienstmädchen gewann in der Alsfelder Marktlotterie den er st en Preis, be- tehend aus einem Pferd mit Lauterbacher Korbwagen, im Werte von 1 0 0 0 Mark.
Ridda, 13. Juli. Die Wetterauer Frühkartoffeln erscheinen bereits auf dem Markte und werden bald die ausländische Ware verdrängen. Eine rasche Senkung der Preise wird die Folge fein. Die Züchter, insbesondere aus der Gegend von Echzell, wo eine anerkannt, gute Kartoffel gedeiht, liefern zum Preise von 10 Mark pro Zentner neue Kartoffeln ins Haus. — Die Zahl der Fernsprechanschlüsse an das hiesige Postamt hat sich in den letztes Jahren so stark vermehrt, daß das Dedürfnis vorliegt, einen durchgehenden Fernsprechdienst einzufuhren. Der von der Stadtverwaltung gestellte Antrag wird um so mehr Aussicht auf, Erfolg haben, als die Teilnehmer die Vergünstigung haben, nach 7 Ahr abends für eine fast um die Hälfte ermäßigte Gebühr nach auswärts sprechen zu können. Gegen diesen Vorteil fallen die geringfügigen Mehrkosten an den Grundgebühren kaum ins Gewicht.
Aus dem Dieichenbachtal, 13. Juli. Endlich kann auch hier die Heuernte als beendet betrachtet werden. Jetzt geht es an die H a ck - früchte, und die Landwirte werden hier viel Arbeit finden. — Bei der diesjährigen H e u g r a s - v e r ft e i g er u n g erlitten die Gemeinden einen gewaltigen Gsldausfall. Während 1926 in Wenings der Doppelmorgen auf 50 bis 70 Mark kam, galt er in diesem Jahre 20 bis 35 Mark.
Kreis Schotten.
(Erweitertes Schöffengericht Gießen.
Gießen, 13. Juli. Der Autoschlosser W. K. von Gießen und seine Frau hatten sich, zu verantworten, der Mann wegen schwererKup- pe I e i und Hehlerei, die Frau wegen He h- ler et Das Ende der Zwanzig stehende Paar hatte Freundschaft geschlossen mit dem Dchreib- gehilfen W., der als Angestellter der Bürgermeisterei Klein-Linden nach und nach etwa 5000 Mark Erwerbslosengelder unterschlagen hatte. (Heber die Verhandlung gegen ihn, die mit einer empfindlichen Bestrafung endigte, ist seinerzeit hier berichtet worden.) Wenn W. im Besitz unterschlagener Gelder war, zogen sie mit ihm durch hiesige Wirtschaften und halsen ihm das Geld durchbringen. Die Frau unterhielt mit ihm ein Liebesverhältnis. Der Mann wußte und duldete dies. Etwa ein halbes dutzendmal wurden Schlemmerreisen auf Kosten des W. nach Frankfurt unternommen, wo man von Samstag bis Sonntagabend Beträge bis zu 270 Mk. durchbrachte. Man stieg dabei tn einem verrufenen Gasthaus ab, wo der Angeklagte, der sich für alle Fälle mit falschem Ramen ins Fremdenbuch einttug, seine Frau dem W. zur Verfügung stellte. Der Angeklagte und seine Frau leugneten alles Belastende ab; die Herkunft des Geldes hätten sie nicht gekannt, es sei nichts Schlimmes vorgefallen, W. mache seine belastenden Angaben aus Rache, weil sie sich von ihm zurückgezogen hätten. Die eingehende Vernehmung des W., dessen Angaben in wesentlichen Punkten von anderen Zeugen bestätigt wurden, ergab aber dessen vollkommene Glaubwürdigkeit. Beide Angeklagten wurden für schuldig befunden; der Angeklagte erhielt eine Ges a m t ge fä n g n isst r a f e von elf Monaten, seine Frau eine solche von drei Monaten.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Ans der.Radio-Amschcm*.)
Freitag, 15. Juli:
13 bis 14: Reue Schallplatten. — 16.30 bis <16.45: Hausfrauennachmittag. — 17.45 bis 18.05: Die Lefestunde. — 18.15 bis 18.30: Haus und Garten. — 18.30 bis 19: Schopenhauer, Vortrag von Pfarrer Taesler. — 19 bis 19.30: Italienischer Sprachunterricht. — 19.30 bis 19.50: Fortschritte in Wissenschaft und Technik. — 19.50 bis 20: Film-Wochenschau. — 20: Ue&ertragung aus dem Kurhaus in Baden-Baden: Baden-Badener Musikfest 1927. — Anschließend Unterhaltungsmusik. _________
(Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
$üt unverlangt eingesandtc Manuskripte ohne beigesügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Llnzei genaufträge sind lediglich an die Gefchüftsstelle zu richien.
NMMWSlWlAMle
Roman von Sven Elve st ad.
Copyright bei Georg Müller, Müncheb.
30 Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Waren noch Zettel auf dem Koffer aufgeklebt?" „Mehrere waren darauf gewesen, aber abgekratzt worden. Die Spuren waren noch zu sehen. Ein einziger war zurückgeblieben, das war sehr deutlich. Das Hotelpersonal gibt an, daß Maltes Hotel, Niz^- barauj gestanden habe. Vermutlich Hotel de Malte in Nizza."
„Wahrscheinlich."
„Andere Ermittlungen waren nicht anzustellen. Dagegen habe ich das Gepäck des Dieners mit» gebracht."
„Lassen Sie sehen!"
„Das Gepäck bestand aus einem einzigen braunen Handkoffer, der dem von dem Schutzmann eben beschriebenen entsprechen mochte, aber keme Schutzhülle hatte. Am Handgriff war eine Visitenkarte befestigt: Charles Thollon ^aris.
Ein Diener," murmelte Krag, „ber die gleiche Art Koffer und Visitenkarten hat rote fein Herr, das nimmt sich sonderbar aus. Nun wollen wir sehen, ^Der^Kosstr wurde geöffnet und der Inhalt auf bem Tisch ausgebreitet. Die Anwesenden scharten sich darum unb sahen mit dem größten Interesse zu. Der Assessor war einer der eifrigsten unter den Zu chauem. Ein harter Gegenstand fiel auf den Tisch. Krag griff danach; es war ein großes blau- ürf'er Browningrevoloer vom schwersten Kaliber. Krag untersuchte die Magazine. Es waren noch fünf Patronen drin.
, Ein Schuß ist schon heraus", sagte Krag nach- denilich, während er den Revolver vorsichtig bei- seits legte. „Jst's hier in der Stadt geschehen ober wo sonst? Wer weiß es?"
Sann kam etwas Unterwäsche zum Vorschein, von der besten Sorte und vollkommen neu. Die Firmenzeichen waren noch darauf, und der Detektiv las: Magasin du Louvre.
.Wollen wir also festhalten," sagte Kraa, „daß die Diebe direkt aus Paris kommen? Wollen wir ferner festhalten, daß dies nicht die Ausstattung twnana1 ’ in ................
eines Dieners ist? Schen Sie hier, echte Seide, wie?" .
Darauf wurde her Toilettenkasten untersucht. Er schien cher einem Modeherrn als einem Dieb zu gehören. Der Kasten selbst war aus duftendem Juchtenleder mit eingelegtem Silber. Die verschiedenen Bürsten und Futterale, die sich darin fanden, waren aus feinem Holz, mit Silberbeschlag. Ferner waren da Fläschchen mit wohlriechenden Flüssigkeiten, von denen im Handel jeder Tropfen mehrere Frank kostete. All das war ja recht interessant und stützte Krags Ansichten, aber es gab einem keinerlei Aufschlüsse. Als man das Gepäck des Dieners durchsucht hatte, war man in Wirklichkeit nicht weiter als vorher. Krag war trotzdem zufrieden.
„Wir haben zwei Spuren gefunden", sagte er. „Die eine führt zurück, und die andere führt vorwärts."
„Wieso?" fragte der Assessor.
Krag zeigte auf den Stempel: Magasm du Louvre. Darunter stand Rue du Havre. Die Sachen waren demnach in diesem großen Welt- gescbäft gekauft worden. „Wir wissen,' erklärte Krag, „daß die Diebe aus Paris gekommen find, und zwar vor ganz kurzer Zeit. Das ist die Spur, die zurückführt."
„Und welche führt vorwärts?"
„Der Koffer, der andere Koffer. Der ist noch immer in der Stadt, und ich glaube, ich weiß, wo er zu suchen ist."
VIII.
Bevor wir fortfahren mit der Schilderung der weiteren Ereignisse im Polizeigebäude, nachdem die beiden geheimnisvollen Verbrecher in ihre Zellen gebracht worden waren, und der ferneren Ereignisse in Asbjörns Krags Wohnung, müssen wir uns ein wenig näher mit Krags Arbeit im Viktoria-Hotel beschäftigen. . _ .
Wie schon gesagt wurde, hatte es tn der Knmi- nalabteilung Aufmerksamkeit erregt, daß Krag sich in diesem Hotel niedergelassen hatte. Man meinte, er verfolge eine Spur, und wartete gespannt darauf, etwas Näheres zu erfahren. Krag wohnte jetzt schon eine Weile dort, und gewöhnlich dauerte es in solchen Fällen ja nicht lange-, bis ein Ergebnis vorlag.
Der Detektiv hatte einen bestimmten Verdacht auf den Herrn im Zimmer 24, den französischen Gelehrten, der sich ins Hotelbuch als Herr d'Albert
। Paris auf. (Weil er in Ehristiania war?) Die fram zösische Polizei kannte seinen gegenwärtigen StufenL i halt nicht. So lauteten die Mitteilungen aus Frank-
Saale des Rathauses oder auf dem fertigen Platze vor der Kirche statt. Von einem Reubau, der von dritter Seite angeregt wurde, da auch an gewöhnlichen Sonntagen dre ^Kirche sich oft als zu klein erweist, um die Zahl der Krrchen- besucher aufzunehmen, wurde abgesehen, da in Meter Zeit der Wohnungsnot usw. andere Bauten — falls Geld vorhanden ist — notwendiger sein dürften.
4 N i e d e r ° W e i s e l, 13. Juli. Der hiesige Ziegenzuchtverein feierte fein 25jäh - riaes Jubiläum und verband damit eine aroße Ziegenschau, lieber 100 Ziegen waren zur Prämiierung angemeldet. Als Preisrichter fungierten: Reallehrer Rin gs h aus en- Friedberg, Philipp Ostheim.Echzell und Zucht- wart Philipp-Watzenborn. Für diese Sachverständigen war es keine leichte Aufgabe, aus dem durchweg tadellosen Zuchtmaterial das beste herauszufinden. In unserem Dorfe bringt man der Ziegenzucht, es ist die Saaner Rasse, großes Interesse entgegen. Der imposante Festzug setzte alle Zuschauer, die aus nah und fern erschienen waren, in Erstaunen. Auf dem Festplahe hielten Ansprachen: der Vertreter der Landwirtschasts- ia-'imer OelonomieratBreidenbach -Dorheim, Der Vorsitzende des Oberhessischen Ziegenzuchtverbandes Oelonomierat K o r e l l - Angenrod und der Vorsitzende des Kreisziegenzuchtvereins Gießen Landtagsabg. Fenchel- Ober-Hörgem. Alle hoben die besonderen Verdienste des hiesigen Ziegenzuchtvereins um die Hebung der Saaner Ziegenrasse hervor. Bei der Pretsvertei- lung wurden die Ziegen folgender Züchter mit Preisen bedacht: 1. ältere Ziegen, bis 1924 geboren: Georg Reuter II., Jakob Wilhelm Bill, August Mohr, Adam Studt I., Jakob Schimpf, Jakob Jung, Peter Rikolai, K. Heinrich Hildebrand, Karl Reuter, Joh. Martin Rikolai, Georg Reuter, OttoWag- ner, Heinrich Karl Adami, Heinrich Ära us- flriil III. 2. 1925 geborene Ziegen: Jakob Bill, Joh. Haub VIII., Heinrich Raffer, August Häuser, Heinrich Adami, Kaspar Lenz, Karl Haub, Konrad Mandler. 3. 1926 geborene Ziegen: August Mohr, Konrad Bill II., Christoph Hildebrand X., Jakob Schimpf, Joh. Haub VIII., Konrad Krausgrill X., Philipp Richter, Jakob Richter II., Heinr. Häuser VI., Konrad Heinr. Hildebrand. 4. 1927 geborene Zie- aen: Georg Riegelhu th, Christoph Hildebrand X., Heinrich Karl Adami, Jakob Bili XL, Hans Ludwig, Georg Reuter, Jakob Schimpf, Heinrich Krausgrill IN.. Georg Reuter II., Peter Koch, Jakob Günther, Georg R u p p e l, Jakob Bill X.
Lireis Büdingen.
!! B ü d in g e n , 13. Juli. Unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft und zahlreicher! Vereine wurde hier die in Büdingen allseits beliebte Fürstin Bruno zu Vsenburg und Büdingen zu Grabe getragen. Außer den in Büdingen wohnenden Fanmienangehörigen waren zur Tvauerfeier u. a. erschienen. Baron und Baronin Rudolf von Thünaen, Gräfin- Mutter zu Solms-Laubach, Fürstin Wolfgang zu Vsenburg-Düdingen, Fürsttn von Colaltv, Prinz itnb Prinzessin Albert ;,u Schl eswig-Ho l stein-G lü cks bürg, Fürst und Fürstin zu Lippe-Detmold, Herzog und Herzvgm Adolf Friedrich zu Mecklenburg, Fürstin zu Stolberg- Roßla, Graf und Gräsin zu Solms-Lau- bach, Graf Bernhard zu Svlms-Laubach, Baron Cornelius v. Hehl zu Herrnsheim, Fürst und Fürstin zu S o l m s - Lich. Die Bei-


