Erwin Wenzel
Willi Wenzel
Gießen (Brandgasse 4), den 13. Januar 1927
Statt besonderer Anzeige.
Gestern abend 8 Uhr verschied sanft nach schwerer Krankheit me'ne herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante, Nichte und Cousine
Frau DinaWenzel geb. Hecker
im Alter von 44 Jahren.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Otto Wenzel
Die Beerdigung findet Samstag, den 15. Januar, nachmittags 21/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt
Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.
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der 2. ATB.-Sk
Gießen, Januar 1927
Vermittle
ATB. I Wintr
in jeder Höhe zu S1/. Prozent bei voller Auszahlung. Schriftliche Angebote unter 95D an den Gießener Anzeiger erbeten.
Vereins zimmer, separater (Eingang, von 15- 120 Perlonen salsend, sind noch einige Tage in der Woche frei.
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Benutzen Sie diese günstige Gelegenheit!
Für die uns anläßlich unserer Goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir hierdurch unfern herzlichsten Dank
Johannes Hirz und Frau
um 15 bis 20 Prozent.
Dolkshalle-Verein und Gewerbeausstellung. Der Vorstand des Dolkshalle-DereinS
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bergalm bei Biichofehofen unter Leitung des ATV. Graz statt.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrlstlcttung )
A. Die Steuerjorbcrunfl an Sie besteht zu Recht, denn nicht der yund wird besteuert, sondern der Hunde b e s i tz ist steuerpflichtig. Wenn Sie sich trotzdem beschweren wollen, so müssen Sie sich an das Hauptzollamt in Gießen wenden.
* Darmstadt, 13. Ian. Wie früher . , kurz gemeldet, soll hier ein hessisches Dragoner-Denkmal erstehen, für das die Stadt einen Platz in der Anlage an der Waldstrahe zur Verfügung gestellt hat. Der Entwurf des Ehrenmals stammt von Dr.-Ing. Blaß, Leutnant d. 91. a. D. im Leibdragoner- Rgi. Nr. 24; es soll aus untersränkifchom Muschelkalk hergestellt werden. Nach dem Entwurf besteht es aus einem Mittelstiick, das gewissermaßen einen Altar darstellt und das auf seiner Vorderseite die Hauptinschrift trägt: „Den Gefallenen des Großh. Hess. Garde-Dragoner-Regi- ments Nr. 23 und des Großh. Hess Leib-Dragoner- Regiments Nr. 24, 1914-1918." Das Mittelftück ist flankiert non zwei Säulen, geschmückt mit je einer Reiterfigur, den beiden Regimentern gewidmet. Der Sockel des Denkmals ist 10 Meter lang,
die Säulen ohne die Reiterfiguren ra. 5,80 Meter hoch. Auf der Rückseite werden die von den Regimentern aufgestellten Formationen, sowie die Gefechte, an denen die Regimenter teilgenommen haben, aufgeführt. Wenn die Mittel zusammenkommen, soll das Denkmal noch im Sommer 1927 enthüllt werden.
WSR. Offenbach, 13. San. Am Mittwoch vormittag wollte in einer hiesig :n Lederwarenfabrik ein junges Mädchen einen brennenden Füllofen nachsehen. Beim Anschüren des Feuers schlug plötzlich eine .Stichflamme aus dem Ofen und setzte die Kleider desMädchens in Brand. Che jemand zu Hilfe eilen konnte, hatte es schwere Brandwunden erlitten. Die Verletzte wurde nach dem Stadtkrankenhaus gebracht, wo sie an den schweren Brandwunden gestorben ist.
Rheinhessen.
WSR. Mainz. 13. Jan. Wie der „Mainzer Volkszeitung" aus parlamentarischen Kreisen mit» geteilt wird, dürsten die Tage des Kreis- amteS Oppenheim gezählt sein. Infolge der in Aussicht genommenen Sparmaßnahmen der hessischen Regierung soll der bisherige Kreis Oppenheim unter die Kreise Mainz,
Akademischer Turnbund (ATB.)
Der Akademische Turnbund, her Ver band nicht nrbentragenber Turnvereine und Turn Verbindungen an d.-ulscheu Hochschulen und in Deutsch-Oesterreich, will auch in diesem Jahre ein• Reihe von Veranstaltungn zur Durchführung brb gen, dis sich bereits im verflossenen Winter va> züglich bewährt haben. Mitte Januar wird di zweite A T B- S ch u l u n g ö w o ch e In Benin stattfindcn, auf der Vorträge über Grenz und Au. landdeutschturn, Kolonialfragen, HochschulpolitU Ehren- und Waffenfragen, sowie über Leibesubun §en gehalten werden sollen. Als Redner sind bi eften Fachkenner und Führerpersönlichkeiten gewonnen worden. Die Schulungswoche, in deren Rahmen auch das große Winters chauturnin der Berliner Bundeskorpo.ationen fällt, schließt ab mit dem Reichskommers des ATB, der am Freitag, 28. Januar, in der Philharmonie in Berlin stattfindet. Dieser Reichskommers, der sich nach dem Kriege aus den früheren Winterfesten des ATB. entwickelt hat, soll sich zu einer machtvollen vaterländischen Kundgebung des gesamten Bundes gestalten und aud) praktische Beweise für die ernste zielbewußte Arveit auf dem Gebiete der Leibespflege erbringen. Anfang Februar unternimmt der
Rundfunk-Programm.
Samstag. 15. Januar:
3.30 bis 4 Uhr: D.e Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr- Konzert des Haucorchesters: Aeltere Operetten. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 dis 6.45 Uhr: Der Brieskasten. 6.45 bis 7.15 Uhr Funkhochschule: „Die Philosophie der Gegenwart erster Vortrag: Wilhelm Dilthcy" Vortrag von Privatdozent Dr. Heinemann. 7.45 bis 8.15 Uhr „Bevölkerungsbewegung ", Vortrag von Diplom- kaufmann Steyer. 8.15 Uhr: „Rausch", Drama von August Strinoberg. Anschließend bis 12.30 Uhr: Tanzmusik.
bei guten Schneeoerhältnissen seine 2 4. rbrockensahrt, Mitte März findet hrgang auf der Mitter-
bm Käufer wieder auf den Thron, well er die Seele und Säule der Tagesbilanz ist. Weil die wirtschaftliche Gesamtmaschinerie damit geölt wird.
S. M. der Käufer wird bedient. Nicht mehr abgefertigt. Man bestürmt ihn mit Reklarnelockun- gen. Man fragt nach seinen Wünschen Man bittet um unverbindliche Besichtigung. Man legt ihm be- reitwilligst Auswahl über Auswahl vor, Man be cleitet ihn zur Tür und schickt ihm die Ware ins fhius.
Kurz: S. M. der Käufer ist wieder „die Seele von's Geschäft."'
Kreisausschust (Ziehen.
Der Kreisauschuß des Kreises Dietzen hatte unterm 18. Dezember v. 3. über die Vergütung des Bürgermeisters und die Besoldungen der Gemeindebeamten der Gemeinde Bettenhausen verhandelt. Die Verkündung der Entscheidung war damals ausgesetzt worden. In der gestrigen öffentlichen Sitzung wurde nun folgende Entscheidung verkündet:
Die Vergütung des Bürgermeisters der Gemeinde Bettenhausen wird aus jährlich 1000 Mk., die Besoldung des Gemein^echners auf jährlich 700 Ml., dcS Polizeidieners auf jährlich 350 ORL. des Zeldschühen auf jährlich 450 Mk. feslgesetN. und zwar mit Wirkung vom 1. Januar 1927 ab
Rach den Ausführungen des Vorsitzenden des Ge ihts legte der Kreisausschub der Berechnung der Bezüge folgendes zugrunde: beim Bür - germei st er: die Einwohnerzahl, die Gröhe der Gemarlung (Acker- und Wiesenland), die Drohe der unverpachteten Grundstücke, die Größe de.-i Geniei.idewaldes, die Lcistungsiahigkeit der Gemeinde nach dem Umsatz des Voranschlags. Richt einbegriffen in die Vergütung des Bürgermeisters soll sein, die diesem gemäß Art. 84. Abs. 2 S?. G. O. zustehende Vergütung für Bürcbedürsnisse (Stellung des Amtszimmers, Porto und Telephonauslagen): beim G e - meinderechner: die Einwohnerzahl, die Größe der unverpachteten Grundstücke, die Größe des Gemcindewaldes, die Leistungsfähigkeit der Gemeinde nach dein Umsatz des Voranschlags. Richt einbegriffen in di« Besoldung soll sdn die Vergütung für Stellung eines Kassezimmers sowie entstehende Portokost en: beim Polizeidi ener: die Einwohnerzahl, die Ortsfläche. knirn Feldschühen: die Größe der jgelbgemarfung (Acker- und Wiesenland), die Gröhe der unverpachteten Grundstücke, die Zahl der Obstbäume.
Gegenüber den seitherigen Bezügen bedeutet die Reufestsetzung der Gehalte eine Ermäßigung
KrciS Büdingen.
)( Ridda, 13. Ian. Am Dienstag wurde unter dem Vorsitz von Pfarrer Dock- Odarin ockstadt und Lic. Dr. Stumpf- Eschenrod ein Der tre tert ag der Kirchenaesangverein« des südöstlichen Oberhessens obgehalten. Es wurde beschlossen, auch in diesem Jahr ein Derbandsscst zu feiern, das am 8. Mai in Schotten stattsind en soll. Die Feier soll unter dem Grundgedanken „Ostern" stehen. Dem Verband gehören zur Zeit folgende zehn Vereine an: Büdingen. Gedern. Glauberg. Set' chenhain, Ridda. Ober-Mockstadt, Ober-Seemen, Ortenderg, Wallernhousen und Wenings.
1 Stockheim, 12. 3an. Die Svange 1. Dolksgemeinf chaf t hat am Samstag und Sonntag im Kreise Büdingen 12 Versammlungen gehalten. Die meisten Kundgebungen waren recht gut besucht. Vertrauensmänner meldeten sich überall, die Gründung von Ortsgruppen steht in den Versammlungsorten bevor.
Kreis Lauterbach.
tz Lauterbach. 13. 3an. Unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. Michel sand hier eine Versammlung der Vürgermeister des Kreises Lauterbach statt. Es wurde über die Auswertung der Gemeindeanleihen verhandelt und dabei beschlossen, den Gemeinden allgemein und ohne Rücksicht aüf Alt- oder Reu» besitz, auf Groß- oder Kleingläubiger eine 12,5 prozentige Auswertung zu empfehlen. Hinsichtlich der Aufstellung derGemelnde- voranschläge für 1S2Z mußte dis Mitteilung gemacht werden, daß nach einem Ausschreiben des Ministers eine Kürzung der Steuer- überweisu na e n vom Reich für die landwirtschaftlichen Kreise in Aussicht stehe.
ß Lauterbach, 13. Jan. fin der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes wurde ein An- trag, auch den st ä d t i s ch e n Beamten über der Gehaltsgruppe 6 die Weihnachtsbeihilfe nach den Reichsfätzen auszuzahlen, mit allen Stimmen gegen die des Antragstellers a b • gelehnt. Ein «traßendurchbruchspro- jekt Hintergasfe Obergasse soll zwecks Kostenermittelung zunächst noch durch Verhandlungen nut den Grundstücksbesitzern geklärt werden. Weiter beschäftigte man sich mit der Aufwert ungder ausgeliehenen städtischen Kapitalien. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters handelt es sich fast durchweg um meniger_bemittelte Personen. Er schlug vor, um diesen Schuldnern entgegenzukommen (zumal die Stadt durch den Ankauf der Pfandbriefe bei ihrer Auswertung gut weggekommen ist) eine 121 prozentige Aufwertung zu fordern. Der Stadtvorstand schloß sich diesem Vorschlag an. Am Schluß der öffentlichen Sitzung gab der Bürgermeister noch davon Kenntnis, daß die Freiherren Riedesel nun« mehr den Vergleich, wonach ab 1. Januar 1927 eine Getränke st euer nicht mehr e r - hoben werden soll, angenommen haben.
Starkenburg.
sich gestern abend mit dem Plane einet (Siebener Gewerbe-Ausstellung beschäftigt und ebenso wie der Orts-Gewerbeverein .Y Z ' ...s......dieser bedeutsamen Veranstaltung zugcstimmt. Ebenso wie der Ortsgewerbe- verein ist auch der Vorstand des Volkshalle- Vereins der Ansicht, daß eS notwendig ist, die Volksballe bis »um Zeitpunkte der Ausstellung vollständig auszubauen, damit die Gewerbeschau in der Volkshalle eine würdige Stätte finde.
Bornotizen.
— Tagcskalender für Freitag. Stadt lheal er: 7.30 Uhr, „Johannisfeuer"' (Ende gegen 10 Uhr). — V. H. E.: Hovfeld, 5)auptversamm- jung. — Lichtspielhaus, Bahnyosstraße: „Alles für die Firma". — Astoria-Lichtspiele: „Tom Mix als König der Gaukler".
* Das Mieteinigungsamt der Stadt Gießen hatte auch im abgelaufenen Kalenderjahre einen regen Geschäftsbetrieb zu verzeichnen, der allerdings hinter den Ziffern des Jahres 1925 ansehnlich zurückblieb. 3m Kalenderjahr 1925 wurden dem Mieteinigungsamt insgesamt 160 Anträge zur Erledigung vorgelegt (1925 waren es 214). Davon waren von Privatpersonen gestellt 2 Anträge betr. ge- ioerblicheu Zuschlag zur Ladenmiete (1925: 0), 91 Anträge auf Festsetzung der Friedensmiere (120). Anträge auf gesetzliche Miete 0 (18), 30 Anträge auf Genehmigung zur ilnteroermietung (22), 2 Anträge auf Entscheidung über Geeignetheit von Woynräumen (11), Anträge auf Verwendung von Dohnräumen für Geschäftszwecke 0 (5). Das Wohnungsamt stellte 9 Anträge auf Errichtung eines Zwangsmietverlrages (19) und 23 Anträge betr. Beschlagnahmebeschwerden (14). 3m 3ahre 1925 wurden ferner 4 Anträge auf Inanspruchnahme der großen Instandsetzungszuschläge für Gebäude und eine Pachtsache vorgebracht, 1926 wiederholten sich diese Anträge nicht. Mündliche Verhandlungen waren 1926 insgesamt 153 erforderlich, gegen 213 im Jahre 1925. Die Instandsetzungsstelle beim Mieteinigungsamt hatte sich im Kalenderjahre 1925 mit 151 Anträgen zu beschäftigen, die in 23 mündlichen Verhandlungen erledigt wurden,
Samstag, den 15. Januar Schlachtessen „„Andres" Auerhahn-Dräu Inh.: W. Däu! ke.
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Empfehle Mittags, und Abendktamm» essen, sowie Speisen nach der Karte.
Alzey. Bingen auf geteilt werden. Ein en: scheidender Schritt in der Sache soll jedow bei den amtlichen Stellen noch nicht erfolgt sein
Preußen.
jlrcift Metzlar.
—-Z— Hochelheim, 13. Ian. Der hiesige Männergesangverein „Frohsinn" beabsichtigt, Ende Mat einen größeren Gesangs Wettstreit zu veranstalten, zu dem schon zahl reiche Meldungen vorliegen. Langjähriger Dirigent ist Lehrer Drescher von hier.
Alrci# Marburg.
WSR. Marburg. 13. Jan. Aus Anlaß der bevorstehenden 400-Iahrfeier der Marburger Universität hat die Stadt Marburg einen Preis von 500 Mark aus gesetzt für einen Wettbewerb Aur Gewinnung eines leicht singbaren LtedeS über Marburg mit eigener Melodie. Der Umfang soll fünf Verse nicht übersteigen.
Maingau.
WER. Homburg v. d. H., 13. Ian. In der Wohnung eines hiesigen ArzteS Erschien gestern nachmittag ein etwa 30 bis 35)ähriger Mann mit der Angabe, daß er im Austrage einer Frankfurter Apothele ein Paket mit Medikamenten im Werte von 50 Mk. ab* zuliesern habe, und daß er den Betrag sofort einkassieren solle. Als das HauSmädchen Bedenken hegte, führte der Mann ein fingierte» Telephongespräch mit dem Arzte, woraus das Mädchen den gefälschten Lieferschein bezahlte. Rach Rückkehr deS Arztes stellte sich dos Ganze als ein grober Schwindel heraus. Das Paket enthielt eine Zigarrenkiste mit Gips.
WSR. Höchst a. M, 13. Jan. Ein schwe rer Ciuto Unfall hat sich heute morgen auf der Wiesbadener Straße ereignet. Ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen der Münchener Film-Gesellschaft „Emelka" überholte einen Personenkraftwagen der Farbwerke. Hierbei verlor der Führer des Münchener Autos anscheinend die Herrschaft über den Wagen. DaS Auto fuhr in den Straßengraben und über- schlug s i ch. Drei Insassen wurden hierbei erheblich verletzt. Der Wagenlenker kam mit lnch tcren Verletzungen davon. Die drei Schwerverletzten wurden In das hiesige Krankenhaus gebracht.
Oberhessen.
Landkreis Gießen
± Alten-Buseck, 13. Ian. Die Maul- und Klauenseuche, die vor einiger Zeit hier ausgebrochen ist, hat weiter um sich gegriffen. Die gesamte Gemarkung ist als Sperrgebiet erklärt worden. Die Schafherde darf nicht ausgetrieben, das Klauenvieh nicht gefahren werden. Glücklicherweise verlief die Seuche bis jetzt ohne Verluste.
n. Grohen-Linden, 13. Ian. Der G e - meinberat erhöhte den Gehalt des Bürgermeisterei-Schrci.bgehilsen. Einem Antrag, die Gemeinde als Mitglied zur Bau und Siede- lungs-Gesellschaft anzumelden, wurde nicht stattgegeben.
j) Lich . 13. Ian. Bei der heutigen Brenn« Holzversteigerung im hiesigen Stadtwald war ein erheblicher Preisrückgang zu verzeichnen. Es kosteten im Durchschnitt pro Buchen: Scheiter 13 bis 15 Mk., Knüppel 9 bis 10 Mk., Stöcke 4 bis 6 Mk. Vuchen-Wellen 50 Stück je nach Qualität 10 bis 14 Mk.
ri. Cid), 13. Ian. Gestern wurde in der Turnhalle der zweite Teil des Bethel-Films vorgeführt, am Nachmittag für die Kinder, am Abend für die Erwachsenen. Wie seinerzeit der erste Teil, so machte auch dieser zweite und der erläuternde Vortrag einen sehr tiefen Eindruck auf die Erschienenen. Bethel hat von jeher in Lid) treue Freunde gehabt, die Vorführung dieses Films hat zu den alten Freunden neue gewonnen.
* Lich, 14. Jan. Der Bezirk Lid) der Krie- gerkameradschaf t Hassia und der Kriegerverein L i ch haben für nächsten Sonntagnachmittag ein M i l i t ä r k o n z e r t in der hiesigen Lurnhalle angesagt. Das Konzert wird von der Gießener Militärkapelle unter Leitung von Obermufilmeiftcr C 5 b e r gegeben. In unserer Stadt und d:r Umgegend sieht man dem Ereignis, das im heutigen Anzeigenteil des Gießenrr Anzeig.rs bekanntgeg^.ben wird, mit gnftem Iittereste cn'gegen.
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1 lehr kalt sind, die llr- s'b/ulen? Da gibt <i uer- id)[le Mittel ist dar Veo ) gefallenen Schnee. Man min, bi; der Schnee gr non bit Hände in heihe» n Echnee bi; er schmilzt odjen ist der „Frost' au; en. Ein andere; einfache; 'en der Hände in heißer, i iaht die Hände ja lange infie sich abzukühlen bt n mehrmals. Man nimmt Ibenb vor dem Schlafen- logen oder Wochen ist Frost verschwunden. Ve- blung der Frostbeulen mit n getrockneten Eichenbläl- illt biefen Aujgutz her, in
Eichenrinde in ein Liier iischung auskochen lägt und fen Ausguß auch au; selbst em Herstellen, selbst sol- jume gefallen sind, sofern fjen von Fäulnis an sich r finb gut gegen Frost- tannin rechnet man auf Hutt) diese Mer werden bt eine tzanze fsteihe von n die Frostbeulenl fieber nb für ihn Passende aus« freilich ist. daß man die imimmt und solange durch- rfolg gehabt hat.
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1926 waren es dagegen 219 Anträge, für die 209 I Verhandlungen erforderlich waren. Bei der Betrachtung dieser letztgenannten Ziffern ist zu be- | achten, daß im Jahre 1925 die meisten Anträge durch Vermittlung deS Sachvc.rständigen und des Vorsitzenden des Mieteinigungsamtes auher- terminmähig erledigt wurden, während im Jahre 1926 auf Antrag des hiesigen Hausbesitzervereins diese- Verfahren nicht mehr Anwendung fand und infolgedessen alle Anträge eine Verhandlung notwendig machten.
•• Das Gießener Krematorium, das bekanntlich am 10. August v. IS. in Betrieb gesetzt wurde, hatte bis zum 31. Dezember 1926 insgesamt 28 Einäscherungen zu verzeichnen. Dayon waren 15 Feuerbestattungen aus Gießen, 13 von auswärts. Die höchste monatliche Inanspruchnahme bracht« bisher der Dezember, in dem 8 Einäscherungen vorgenommen wurden.
WSR. Ermäßigung der Schließ- sachgebühren. Die Deutsche Reichspost hat, um die Schließfachabholurg zu erleichtern, die Gebühr für die Benutzung oer Fächer bedeutend ermäßigt: für ein gewöhnliches Schließfach werden monatlich nur noch 75 Pf., erhoben, für ein größeres eine Mark. Die Benutzung eines Schließfachs bietet bekanntlich den Vorteil, daß der Fachinhaber seine Postsendungen, sobald die eingehende Post verteilt ist und solange die Abholungsräume geöffnet sind, jederzeit den Schließfächern entnehmen kann.
' Das Genosfenschaftsfeft der bar» ftellenben Künstler des Stab 11hea - ters Gießen finbet am 19. Februar in ben Räumen bes Gesellschaftsoereins statt. Es ist hier in den letzten Jahren keine berartige Veranstaltung mehr abgehalten worben, teils aus wirtschaftlichen, teils aus zeitlichen Grünben. Um fo mehr hoffen die Künstler, in biesem Jahre mit bem Zuspruch bes Publikums rechnen zu können, liegt ihnen doch außerbem baran, inbem sie bas Banb zwischen der Gießener Bürgerschaft und ich fester knüpfen, ihren burch Engagementslosig eit und Alter barbenben Kollegen eine Unterstützung zu- kommen zu lassen. Bei brei Kapellen soll sich ein recht buntes Leben abwickeln, bas burch befonbere Ueberraidjungen unb Darbietungen und burch eine zweckentsprechende Dekoration ber Säle bes Ge- sevschaftsvereins einen gediegenen, künstlerischen Rahmen erhalten wird.
Die Gießener Radfahr-Gefell- schast von 1 896 „D i e Wanderer" beging am Samstag auf der Lieb.gshöhe ihr 31. Stiftungsfest. Den zahlreich erschienenen Besuchern wurden von der Vereinskapelle der „Wanderer" unter Kapellmeister Krengel und von den sportausübenden Mitgliedern angenehme Stunden der Unterhaltung bereitet. Besonders erfreut wurde man durch die ausgezeichneten Schmuckreigen, um deren Durchführung der Fahr- wart Willi Muhl sich sehr verdient gemacht hat. Die Leistungen fanden allgemein lebhaften Beifall.


