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schäfte, indem er ein Mittel in kaufte, das er .Amoniaphone"
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roh, Primadonna Branche Marchefi, er des berühmten Gesangslehrers Sal- karchel'. und der nicht mtnDer berühmten
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Die merkwürdigsten Erlebnisse einer großen Sängerin.
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von tiefer Melancholie befallen, wälzte Cent Boden de» Eisenbahnabteil» un- unter Tränen, er müsse nach Haust' eine Braut und könne die Trennung nicht ertragen. Während alle andern
lachten, und der entsetzte Professor ihn zur Der- mmft zu bringen suchte, blieb er bei seinem Entschluß, kehrte nach Wien zurück, heiratete und wir für die Bühne verloren." Die Marchesi erzählt, daß in ihren jungen Tagen der Qlame OfsenbachZ nie ausgesprochen wurde, ohne daß dazu da» Zeichtn de» Kreuze» gemacht wurde. Der Meister der Operette galt für einen Unalücksdämon. Man sagte ihm nicht nur die Gabe des .bösen Blicks" nach, sondern behauptete, dah er Unglück bringe, wo er erscheine. Do sollte einmal, al» Offenbach in einen Ball- saol trat, der Kronleuchter heruntergestürzt fein, der 50 Personen tötete. Sin Aheindampser, auf dem er gefahren war. ging unter, und zweimal brannten die Theater herunter, in denen „Hoffmann» Erzählungen" gegeben wurden Al» ein merkwürdiges Erlebnis berichtet sie, wie fk einmal gesungen habe, um da» Leben eine» Hunde» zu retten. Ss war während einer amerikanischen Tournee, al» sie einen halb verhungerten und kranker, Hund sand. Vergeben» suchte sie nach einem Heim, um ihn unterzubringen. Schlleh-
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seiner Ansicht wurden die schönen Stimmen der Italiener durch die gute Luft Jtalien» hervorgerufen, und so zog er italienische Lust auf Flaschen, um dieses wertvolle Mitte! den Sängern zugänglich zu machen. Der Beruf eines Gesangslehrers ist sehr schwierig, und die besten Schüler bringen oft ihren Lehrer zur Verzweiflung. So hatte ihr Vater einmal in Wien einen wundervollen Tenor entdeckt und ihn so weit ausgebildet, dah er in der Skala m Mailand
oder billiger käme als ein eigene» Werk, müßten uns die zuständigen Stellen noch nachprüsen.
•f- Lang-Göns, 12. Dez Zu dem 47. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr, über da» gestern bereits kurz berichtet wurde, ist noch zu melden, dah die Feier durch Konzert der Kapelle Müller und ®c- sangSvorlräge te«J Gesangverein» „Frohsinn" In vortrefflicher Dteife bereichert wurde. Pfarrer Wahl hielt eine sehr beifällig auf- genommene Ansprache Außer den gestern bereit» gemeldeten Ehrungen durch den Beauftragten de» Ministerium», Kreisseuerwehrinspek- tot Dicforc, wurden noch folgende Auszeichnungen vorgenommen Bürgermeister Rompf ehrte verschiedene Mitglieder der Wehr
n rftänbnt» zu gelangen, beweisen unfett Handelsverträge, die grundsätzlich auf der Gewährung der MeistbegünstigungSklau'el beruhen."
.Trotzdem werden in Deutschland vielfach Klagen über die Interpretation dc» be- ltehenden Handelsvertrags» laut. Man sagt, daß hier ein bestimmte», für Deutschland nicht eben befriedigendes System g handhabt wird."
.Unsere Handel-bez.ehung.'n mit Deutschland 'ind durchaus befriedigend. SS geht dem Reiche auf wirtschaftlichem Gebiete ja wieder sehr gut." Minister Belluzo gehört gewiß zu denjenigen, übrigens recht zahlreichen italienischen Staatsmännern. die dem Wiederaufstieg Deutschlands ihre Achtung und Sympathie nicht versagen. .Die Rationalisierung und Konzentration in der deutschen Industrie betßbchten wir al- bejspiclaebend. Wir sind auch In unteren kleineren Verhältnisse.' bemüht, diesem Beispiel zu folgen. Auch wir haben die Absicht, unsere industriellen Unternehmungen. die sich al» techni'ch unzulänglich erweisen, ihrem Schicksal zu überlassen. Die anderen be’»er organisierten wollen wir bann zusammensaffen, um so zu der OualitätSproduk- ion zu kommen, die Da» faszistische Ital.en als ÜorauSsetzung seine» eigenen befriedigenden . 'irtschastSlevens betrachtet."
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für 15jährige Dienstzeit: der erste Kommandant Schäfer überreichte Im Auftrage der Wehr dem zweiten Kommandanten Karl Albert Schmidt ein Ehrenbeil. Die Vemcinde ließ die Wehr mit neuen Uniformen ausstatten Wie man hört, soll auch noch eine fahrbare Leiter an- geschafft werden. Die Wehr zählt gegenwärtig 80 Mitglieder.
7 Holzheim, 12. Dez. Nachdem unser Rathau » vor längerer Zeit ein neue» Gewand erhalten hat. ist nun auch da» alte SchulhauS frisch verputzt worden. Mit 'einer leuchtenden Farbe und den braunen Gäben ist es eine Zierde für unsere Hauptstraße. Auch ein neue» Hoftor wurde angebracht In letzter Zeit sind hier die Wafern stark auf•
auftreten sollte. Sein Glück wäre damit gemacht gewesen. Aber auf der Fahrt wurde er plötzlich sich auf
Sängerin Mathilde Marchefi. erzählt in einer enaftlchen Zeitschrift von den .seltsamsten Erfahrungen", die sie m ihrem Leben gemacht hat. S,e verweilt habet de» längeren bei den Geheimniften der GesangSkunst, m die ihr Vater wie wenige eingedrungen war und di« fo viele . ntdeckt zu haben glauben. .Ich wundere mich." 'a>recht sie. .warum ft> trete Gesangslehrer etn bestimmte» ätehtimnis über das Sinaen heraus- befemmen zu haben glauben. GS gibt nur zwei Wege de» Lernens, den richtigen und Den falschen, und alle besonderen .Mittel" sind faulet Zauber. So verfolgte ein deutscher Grsangs- prosessor daS Verfahren, die Zunge mit einem Stück Blei zu belasten, da» beim Singen an Ort und Stelle bleiben mußte Gr erreichte dadurch den Erfolg, die 3unge festzuhalten. störte aber damit den Ton. und als eme» Tages ein Schüler da» Bleigewicht verschluckte, mutzte er seine Methode aufgeben. Ein anderer Lehrer empfahl seinen Schülern, vor dem Auftreten den Mund mit Pflaumen und Kastanien aruufüUen. indem er von der Ansicht au»ging, datz Der Ton verschlechtert werde, wenn die Backen wände die
Oberheffen.
Landkreis Gieße«.
• Heuchelheim, 13. Dez chje Frage der Wasserleitung 'unseres Orte» ist in ein neue» Stadium g treten, nachdem die Bohrungen unterhalb t>r» Heuchelheimcr Müblchen^ leider kein Srgebnl» zeitigten, entschloß sich der De- meinderat, au versuchen, ob vielleicht im .Heuchelheimer Wäldchen', einer im Preußischen liegenden Enklave. Quellen zu erschließen seien, die eine Frei lau sl.ilung ermöglichten. Der Ruten- gänger Oberstleutnant a. D. Heinemann wurde berufen, um in diesem Wald mit der Wünschelrute nach ergiebigen Quellen zu suchen. Tatsächlich konnte er mit Bestimmtheit oberhalb eine» (teilen Hanges eine Stelle bezeichnen, unter der in 18 Meter Tiefe nach seinen Anaaben Wasser vorhanden sei. Der Demeinberat beschloß daher, einen Schacht abzutragen, um die Quelle freizulegen unD durch einen Purnpversuch Ihre Ergiebigkeit festzustellen. Aus den Bat de» K u l - turbauamt» Dietzen, da» übrigen» von vornherein einen Erfolg al» sehr wenig augsichtsvoll bezeichnet haben soll, wurde jedoch kein Schacht gegraben, sondern in den ft?ilen Hang ein Stollen bi» zu dein von der Wünschelrute anaegebenen Punkt im Drauwack<nsellen in mühevoller Arbeit vorgetrieben, und zwar von geübten Bergleuten durch den Bauunternehmer Menz von Dillenburg. Leider entspricht das Ergebnis des mit erheblichen Kosten auSgesührten Der- suchsstollen» keineswegs den gehegten örteartun» gern; bei Beendigung der Arbeiten ergaben die Bkessungen etwa 16 Kubikmeter Wasser in 24 Stunden, und es ist anzunehmen, dah diese Schüttung noch weiter jjutudgi l ifliefe
bei anhaltendem Frost und in trockenen Sommern. Da unsere dkmeinDc für eine ausreichende Versorgung etwa 300 Kubikmeter Wasser im Tag zur Verfügung haben muß, kommt der Stollen zur Anlage einer Dreisall-Anlage überhaupt nicht in Frage, ganz abgesehen oon den hohen Kosten der langen Zuleitung, die selbst bei einem Zusatz Pumpwerk nicht verantwortet werden kvnn- ten. Da die Erbauung einer neuzeitlichen Wasserleitung für eine so große, vor den Toren von Dietzen liegende Demelnde nicht länger ausgeschoben werden kann, wird nichts andere» übrla bleiben, als in der Lahn-Viederung. uno zwar in den Kahnwlesen. ‘Brunnen anzu- legen, die nach dem günstigen Erfolg de» Wasserwerk» für den Oberen 5)aruik>of zu schließen, sicherlich gute» und au» reichen des Wasser liefern werden. Da ferner neuerdings von den Ueberlandwerlen ^lachlstrom für Was'erwerle zu besonder» billigem Tarif abgegeben wird, ist wohl anzunehmen, daß ein Pumpwerk auch nicht teurer kommt, al» eine in der Erbauung recht kostsptelige weite Herbeiführung von Quellen, bei denen noch mit erheblichen Entschädigungen gerechnet werden muß. Wa» so viele andere Heinen Gemeinden fertigbringen, sollte Heuchel- beim bwb auch möglich sein, um endlich diese wichtige Frage zu lösen. Ob ein Anschluß an die Stadt Dietzen auf die Dauer teurer
S trabe ist bi» lutr. 11 ebergang der Sicher E.ftn- bahn ae'verrt. Der Fuhrwerks- und Autoverkehr liiert von ter Acustadt an den Schulen und der Gärtnerei Ulrich vorbet zur Strohe nach Dießen. — Zufolge de» günstigen Detters konw» ten die Maurerarbeiten an dem neuen Fi - nanjflml. das drei Stockwerke u»>aßt des zum oberen Stockwerk vollendet werden. Ebe« wird der Tachfockel hergestellt, fo daß der Bau ht Kürze unter Dach kommen kann.
Hungen. 12. Dez. Au» der Buderus- schen ®l|en telngrube im Heckenwold bei Langd herrscht in den letzten Wochen rege Absa tztätiakeit. Während die Zahl der Arbeiter im Frühjahr noch 50 war ist die Belegschaft jetzt auf 70 ge Wiegen. und weiter* Einstellungen werden noch vorgenommen. Däglich kommen 83 bi» 100 Tonnen Eisensteine die in zwei Erzwäscher.ien gereinigt werden, an der Verladestelle der Strecke Hungen Billingen zur Verfrachtung. Der Transport Dabin erl-lgt mtt- kels Drahtseilbahn. Da» Setz a-mbocken da» durch Absetzen der Erbmassen fast ausgefüllt iß. soll nun neu ausgebaggert werden. Da da» geklärte Waller immer von neuem der Wt'ch rei «uae-
Hungen eine schiele Ebene zur Aufnahme der Rohrleitung errichtet. Die Ei'enßeine werden im Tagbau gewonnen.
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4 Bad-Rauheim. 12. Dez. Ein bedeutsames Derk des deutschen Xie,bau», die neue städtische Klärbeckenanlage zwi' Yen hier und Friedberg, sand heute di« offizielle Abnahme durch die Au,fichtsbehörten und wurde damit In Betrieb genommen. 3n den Biftona- Lichtsplelen versammelte sich am Rachmittag eine stattliche Zahl von Vertreter« der Behörde«, darunter Provinzialdirertvr Graef <Gieße«). Kreisdirektor Gebhard ' Friedberg). Medizi- nalrat Dr Spamer ?annftabt> als Vertreter de» Innenministeriums Kur- und Bade- direllor von Boehmer. Beamte >s Hoch- bauamts und der Kulturinlpektion Fnedoerg, sowie der hiesigen städtischen und staatlichen Bauämter. Bürgermeister Dr. Ahl hieß die Gäße willkommen und machte dann interessante Mitteilungen über die Geschichte und die Au» üh- rung Der neuen Anlage, die mit rund 250 000 Mk. ohne Ueberfcbreitung des Voranschlag» vom hiesigen Xlefbauamt projektiert inorben iß. Stadtbaurat Röder, drc Leiter der Bauar bette«, führte dann in einem interessanten Film die Dir- kunasweise der bioloalschen Reuugmigsanlaae anschaulich vor. Anschlienend sand eine Besichtigung der Anlage statt, die allseitige Bcfrw- digung fand Das neue Klärbecken, da» auf dorn mechanisch-biologischen Vers ähren beruht, ist die zweite Derartige Anlage in Deutschland
l etelnsurth. 12. Dez. Der Obst» und Sartenbauorre in etelnsurth hielt dieser Tage seine 3ohrt»oerfammlung ad. Lehrer St, y - ler hielt einen Dortrog über da» Vstanzcn «unger Obstbäume und stellte beachtenswerte Kegeln aus. In der anschließenden Aussprache wurden mancherte, praktische Vorschläge gemocht. Koch tfrftalhmg des Jahresberichtes wurde die Frage der «nlchaftung einer Vaumlpritze erörtert.
Kreitz Budiugc«.
L st > d.d a . 12. Dez. Bei reger Beteiligung hielt die hiesig, 6 ch u tz e n g e s e I l, ch a , t ein Geflügelschießen ab. Der beste Schutze war Steinbruchbefitzer Bickel au» Ober-Viddersheim — Am Samstag wurden auf dem hiestaen Zöge werk oon 3 HimmeI » boch 17 Arbeiter wegen Arbeitsmangel» entlassen. Unter den Entlassenen befinden sich auch einig, verheiratete Leute, die schon mehrer, Jahre in dem Wert beschäftigt waren Sehr guten S,schast»gang Hot die hi,fig, Möbelfabrik oon F. Neun in g gegenwärtig zu verzeichnen. Bei voller Beschäftigung konnte he noch einige Schreiner in der letzten Zen neu einftelien.
fietrete«. Der Be'ach der ilntcdhffe bet o schwach dah der Unterricht mehrere Tage a u » g e s e tz t werde« mußte.
: Grßnbera. 12 De, Gegenwärtig il Dte Londorf er Straße Poe Kn. zerdenkwa! bis in Me Aähe der Bezirks'parkoNe zur Vornahme der Äanolifatienöarbelten auf-
lich erklärte Der Sekretär einer wohltätigen Gesellschaft, er wolle für das Xier soyaen. wenn die Sängenn ein Äcnttert für feine Wacken £**ben würde. Sie fang daraufhin zu diesem Zwc ke. um ton HunD zu retten, und als fte nach Monaten nach dem Ort zurückkehrte, sand He ten Beinen Findlm? vollkommen hergestellt und bei bestem Befinden.
ßlefnbahocklteschfchteo.
Die neueste Errungenschaft auf dem Gebiete der Kleinbahnen iß eine Anlage in Aorwegen. die nach Berichten au» Oslo 18 verschiedene Stationen befährt, ohne daß auch nur ein einziger Stationsvorsteher aus diesen Bahnhösen wäre Die Telegraphie beforat alles, und ein Zugführer genügt, um an jedem Bahnhof die Billetts auszugeben und daS Gepäck anzonehmen. 3m Anschluß daran tnäfolt etnr sranzösckche Zeitung von einer ähnlichen Einrichtung in der Bretagne Auch dort gibt es eine Kleinbahn, d e für die Abfertigung an den verschiedenen Bahnbösen nur einen einzigen 'Beamten vvrsieht. Dc» ist eine Frau, die den ganzen Dienst versieht. Aber eine» Tage» bediente sich ein Spaßvogel einer Bahnpfeise. um den Zug zum Abfahren zu bringen, bevor die wackere Frau da» Gepäck emgeladen hatte. Glücklicherweise befand sich darunter ein Zweirad, da» die Beamtin so'ork bestieg. Sie holte auch glücklich den Zug ein und zwang ihn. zurückzufahren, worauf da» zurückgebliebene Gepäck perladcn wurde. Zwischen Aavenna und Almini gab e» früher eine Lokalbahn. die an bestimmten Stellen aut freiem Felde hielt, woraus der Zugführer bei Den Passagieren ein Trinkgeld einsammelte. ohne da» er nicht weiters ähren wollte. Der .Du^c" hat aber diesem einträglichen Aebenverdienst etn Eide bereitet.
Ein neuer Bericht über Livingstones letzte Stunden.
Sin Mann lebt noch, der beim Tode des groben Entdeckers Dr. David Livingstone am 1 Mai 1873 zugegen war E» ist birt der Afrikaner Matthew Wellington, der jetzt im hohen Alker in Freetcwn lebt. Er war einer von den sechs befreiten Sklaven, die Livingstone an Stanley nach seiner Rückkehr nach Sansibar mit Vorräten schickte. Zur Erinnerung an die 70. Wiederkehr des Tages, an dem Si-'.nnftrne zu Eambridge seine berühmte Rede .Laßt Mrlka nicht wieder verschlossen werden" hielt, ver- öfsentlicht die Zeitschrift „East Africa“ eine Unterredung mit Wellington. .Die letzten beiden Rächte Ävingstvnes." fo erzählt der alte Mann, waren sehr qualvoll, und wir sechs Männer, die fein Vertrauen besaßen, wachten bei ihm zusammen mit seinem persönlichen Diener Susi und bewunderten die letzten Stunden dieses edlen Leben». Wir ahnten, daß wir bald von ihm allein gelassen würden, da er nicht mehr zu un» sprechen konnte. In der Rächt vor seinem Tode verließen wir chn. weil er Susi bat. er möge ihm eine Kerze an stocken und sie ihm nahe an» Bett setzen, da er die Bibel zu lesen und allein zu bleiben wünsche. AI» wir wieder bei ihm eintraten, waren seine Augen in ewigem Schlummer geschlossen und da» Haupt über die Heilige Schrift gebeugt" Die sechs Getreuen trafen bann alle Vorbereitungen und trugen den Leichnam säst 2500 Kilometer weit durch unwegsames Gebiet unter großen Anstrengungen und Gefahren von Ehitamvo nach Vagamvjo.
Kameraden.
Istoman von Felix MoeIchlIn. Copyright by dar! Duncker, Berlin W 62.
34. Fortsetzung. stachdruck verboten.
,Lch verstehe nicht, was du meinst ?" jagte Wehn.
..3d) e raubt re Deine Offenheit mit einer anderen. Wir find hi RmneiuDtn. Wir öürjta einander sagen, was wir denken Georg hat sogar ein Papier, wo iem 'stam, braul steht und meiner, beite unter Dem Berjvrechen. mir wollten immer ManwraDen fein. 3d) denk,. Aufrichtig!«! ist Die erfte Voraussetzung bor RamtmD|d)ah." Er In dielte und spielte wieder nut Der schwarzen. zylinDrischeu Kapsel. „Und Da ich mm so aufrichtig gewesen bin, o wirst auch du mir ein um nm von Deiner polituchen Arbeit erlabten. wenn |te sich wich soviel ich .»hort habe, Hielte mit der '-iationalvirrung der Wirtzchast beschäftigt."
,.3ch h^bt nicht uiei zu erzählen. 3ch gUub, nicht. D»iß meinen ’flmtrvngungen irgendeine Be- beuhmg beijiunefieii ist."
Ou untersd-atzesl dich sie stad jidyrr immi einer twisten BeDeutung. Öo gut man nämtid) Dir .stach- i icbten Mitrügt, so trogt man sie auch mir zu. Dein '.'tarne ist mir Ichan in verbi »Dung tuu genifftR Ab- •idjten genannt worden, di« ich wahrhaftig nicht de- beuümgslos nennen mochte. 3d) nur zwar dis j««t nicht auf Den QkDanten g<Commen. daß du es seiest, in,in Kamernd aus Dem Schützengraben. 3d) glaubte dich tot. Da du nun aber gerade da bist, wurde es nich Interesstertn. Genauere« zu erfubnm. vielleicht bietet sich auch in diesem^rlle ttzeiegeiik. it. 3rrtümer auszuftaren und salsche Meinungen richtig yi stellen.
wäre s.yade- eine solche Gelege'heu ungenüut ’ortwigeben *u setzen. Wir Deutschen lind leider tn den lebten Jahren ein vertzegte, Volk getoorben Wir denken weniger und glauben um so leichter "
ltz.-org dachte Ich bin dieftn Menschen nicht mehr ..eioacysen. Sie sagen Die« und jagen lene«. unD alle« hört sich an wie HkihrixiL Jetzt wird Wehn r*en. in* auch Da« wird ßcherlich einen guten, gtoubhaften stiang haben.
Doch Wehn sprach nicht. Er zog es vor lernen <üe|lbah»<iibrfr reden zu Mffen. .Jwrr 6oLtenann.e »agle er. berichten Sie über unser, Arbeit '
Ootomann war nicht erfreut über tee'e du-'orde- iung. Er war gerade mit einem Gedanken ooschas- tigt. Den er nur ungern sollen ließ, vielleicht dvauchch
er ibn gar nicht fallen zu lassen. Und so begann er: Unsere Arbeit gilt Dem nationalen BoDenproblsn. Der Herr Direktor ur* in Der Folge auch ich sind zur Ueteneiigung gekommen. Daß Die BoDenirage die zeni: le Frage Der Deuftchen (Begenuxirt Dar- stellt."
..Banüxi wird fick» Georg sehr gefreut haben", *agie OkunDt sachlich .^3ch teile diese Meinung nicht."
..3a, Herr Lutz bot sich sehr gefreut", bestätigte (HolDmann. „Daß Sie unsere Meinung niefet teilen, nehmen wir 3bnen nicht übet Sie schworen auf Die iRahonalHierung, nxr schworen auf den BoDeit Einseitigkeit io rö leöem Propheten anboften. Dar liegt in Der ’.’latur Der wache selber begründet." UnD während er fortmhr die Bedeutung De« Boden Problem, ui* Die Notwendigkeit seiner Losung in einem wahr- haft nationalen etroie Darydegen. lief )ene andere iMkmfenreibe nebenher. Die durch Die tlufforDvrung Wehn« gestört, doch nicht unterbrochen worden war.
Dieser Geichäitsfüboer war ein Mann Der m einem wach^nnen Leben zur lieberwugiing gekom- men war. Daß (ein Mentch etwa» Sinnlose» tue. Do« beißt. Daß »oDe Bewegung. )ede Handlung — und i« sie scheinbar noch so unbedeutend unD nebensächlich — einen d,stemmten Sinn habe. Dieser Beobachtung in* Dieser Erfahrung waren unpoeiselhuft t'iete feiner geschäftlichen Erfolge zuzujchreiben Er lxß nie etwa» au« Dem Auge und maß Den sogenannten Äktnigfetien rben'ooiel <4ea»icht bei wie den oft überschätzten Hauptsachen p im Zweilet»- rallt noch mehr
Heute |ab er nun einen Mann vor sich, der sich völlia veberrfcht und unDurchDrinallch blieb . bi« auf 'inen gewißen Punkt Er c-.1),rdd)tf seine Finger icht Er fviclte. unD zwar mit einer zylü*rischen, bwaryen nartgummifapfet. Dieft« cpid unteHch^eD irgendwie von Dem üblichen cpul mit laidyn- ne ff em. Brillen. Geldstücken Viersti'thüften. Z.chn- 'locheni «ogelpuyem und Zioaromscherev. Die-es =P-«I ei nn,rt, ibn an ein viw da, er nie in Der ktzirNichkelt. um o öfter« ober hn Filln golden batte. Man Durfte woht annetzmea daß Dor Ftlm der LirNichkmt unD der natürlichen men'chlichen ^ndiunaswoise in solchen Ätetmgf«t,n gerecht während also irgend ein Voleancht an nnom T»i*e soß und sprach, spielte er mit einer Söffe. tSetteub« um zu drohen otefleiAi um sich trimer tteÄer yj wrgreitkni. >iß rr di, SaH, ^saß. >ir dies, schwarte Unschuld»g aiteehend, stapel i eine ioidx Sa «ft?
(Botomann war noch nicht im flortn, aber e« mutzte sich bei weiterem Nachdenken sicherlich ein Mittel finden, um sich Klarheit tu verfchafsen. Man konnte vielleicht tagen: Was haben Sie da für eine seltsame Kapsel, dürste ich sie näher befdjaum1 Man konnte vielleicht auch scheinbar ganz absichtslos auf das Spiel elngehen und diese« seltsame Ving, wenn e» wieder einmal auf einen zurollte, in die Hand nehmen und lächelnd prüfen, ehe man e« zu ruck- rollte. Man würde ja sehen ..
Derweil schloß er feine Rede vom nationalen Charakter de« Bodenproblem» mit dem Wunsche, daß sich bald alte Kreise de» Volke« dank Wehn, und anderer Arbeit In diesem Programm riniqrn mochten.
..So hätten sich also hier gan., zufälligerweift zwei uneigennunitK. oon hohem 3deali«mu» getragene vaterländische Bestr-bungen zusannnengesun- den", sagte Grundt lächelnd.
..Do« ri,d)t cm wenig nach Eigenlob." log« Wehn, . ober man darf sich vielleicht Io auebrürfrn “
Georg stand auf und ging gegen die Züre. Er hielt e« nicht mehr au» In dieser Stube. „Sie haben mir eine Mütze geliehen, um herzukonimen, Herr iZ old mann." lagt, er, ..ich werde fk Ihnen wieder wldyüfen "
-0. da» ift nicht nötig, Herr Lutz, es wird mir ein Vergnügen lein, wenn Sir bk Mütze b,halten wollen."
Wohin gehst du?" fragte Sehn Du weißt, wo« ich gesagt hob,, mein Haus steht Mr offen Du kannst kommen, wenn du willst."
.Lch dank,. Vielleicht später. Ich werde wohl zuerst nach Hamburg fahre«, otelleichr auch nach Berlin." Cr dachte plötzlich mit einer tkfm Sehn lucht an Marianne und den Bünden vielleicht wartet, auch in Homburg nichts andere« eul ihn al« etn, Ent- löuschung.
Er östnete Me Tur« 3a Mdera Augenblicke läutete te und d<mach (lang unten Im Hou«gonge eine Stimme auf. Me ihm mit einem Schlag, Glauben und Zuversicht zurückgab. In Meter Stimm« war nicht zu lonffln Schritte kamen Me Treppe hftiau'. leichte Schritte. Me zuerst zögerten und dann auf einmal rasch und ungestüm warben sich überbo'trtm UnD dann tarn fte auf Mese tilr, zugelo t,n Hilde, feine ander, al, Hilde. St, hätte r» auch nc, snbm Irin Tennen? Er stand immer na* bei der Zur«. *a,t<bt MdI er sich auch an der Tür«, o. nicht vor Schwäch» netx vor Erreg in« vor Starnten rot
lauter glücklicher Hilflosigkeit, «r tat keinen Schrift auf fk zu, er wich sogar «in wenig tn« Zimmer zurück ... UnD sie kam wie dn Wirbelwind, er stand >hr mitten Im Weg«. Sie rannte ihn an. ja. da» tat fte. ..Georg", sagte sie. schrte sie. -Hilde. sagte er. nicht fo laut wie fte. —- ..5inl> Sie verletzt?" fragte fte ängstlich. — ,.E» ist nicht der BeDe wert" tagte er. — „UnD mein Bina?" wie sah sich suchend um. — Hch hab' den Bmg*. sagte er. Bua gaben fie sich di« Hand, nun schauten fie sich an. Und fte sah nur ihn. und er sah nur sie
..Wa» soll da» bedeuten?" fragte Hermann Inte ..Darum wollte rr nach Hamburg", anwortrte Beter.
.Da» ift tchon em Grund, um na* Hamburg (u reiten ... Eine rassige versa«.* Wehn mutterte te billigend, er aerftanö sich darauf „Du host feinen chlechitn Geschmack. Georg", scherzte et.
Hilde drehte sich um. als mutzte fte ßch «ir Wehr letzen. Aus einmal wußte fie weder, wo st, stand Zwei frembe Männer, und drüben der Mann mit brr schwären Brille ... Er Ipirlle mit etwa», rr drehte etwa» in den Fingern ...
Die Äapfel'" chr e fte und packte Georg am Arm. Komm. fort, schnell ..." Und si, zerrte chn au« dem Zimmer. ,r iolme chr. obn, ste zu oer
er gehorchte *<- ‘Hirn .sug bret
Hand Ja, fort wo» batten fte hier noch zu tun. hin au», in die Lust, in den Abenb'chem. In» Leden... ei# liefen noch auf Der Straß.-, ein Stück »eiter fabln, jetzt ging ihnen der Btrm au», fte mutzten heben bleiben. Hilde schaut, sich um. Birmcmb folgt, ibr,n. Aus der anderen Seit, der Straße kam em leere» Automobil Sie rief rt an. E» hielt, fte stiegen „n. .Wohin'" fragte der Ehaufteur. — „Ja. wohin? E» ist M gfrtdxxH-fl, wohin." nwinle Oko: j teilt. Bern, ganz glr.dygülrtg war e» nicht Wohi-i aber? Der ffbouffror wartete g*u*ia. Do» lernt man. wenn mon Ehaust«ur ift. vielleicht mutzte man dem kl tarnen Boa re helfen Df, Straße -iig nach WoNenbültel Bo. o(to. Wollen Me Herrfchaf- i»r otelleicht nach ScMfenbüttet?" fragte er. .fln hübsche» Städtchen " — Bo. ne* Wösten bürtet." l-iate fte 'chnell entschtoften 61, dachte: Rochan der Weste M.nna oon Bamh*n. Lesftn,-' JJo." sagte '* nochmal» E, mußt, rin IrranMlAe« -toMchen jein. _Du hstt doch nicht» bogegen?" fragte fte. als fte fchon stchrm. Bdn, er hotte ntche» begehen.
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