Die Lage am Frankfurter Schlachtviehmarft
teilweise wieder ausgleichen konnten. CQ5 e i ;7e n » kleie war stärker gesucht: vhne daß sich Gewinne «instellien. Mais erfuhr eine Preissteigerung, da die hiesigen Vorräte sehr gering geworden sind. Auch bis zum Ende dieser Woche konnte sich kein lebhafteres Geschäft entwickeln, da dem Markte jede Anregung fehlt.
Im Vergleich zu den Votierungen der vergangenen Woche waren die Preise für alle Getreidesorlen kaum verändert, nur Mais und Weizenmehl war eine halbe Mark teurer. Es notierten: Weizen 27,75 bis 28, Roggen 22,75 bis 23, ausländ. Hafer 23,25 bis 25, Mais 19,25 bis 19,50, Weizenmehl 39,75 bis 40. Rvg- genmehl 35 bis 35.50, Wcizenkleie 13,25. Roggen- kleie 13,50 Mk.
Wochenbericht vom Frankfurter
Schlachtviehmarkt.
* D i e deutsche Roheisenerzeugung. Rach dem Ergebnis der Erhebungen seitens des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- industrieller ist die Rohei'engewinnung im Monat Juli (31 Arbeitstag«) mit 1 108 893 Tonnen um 41 310 Tonnen hoher als die des Juni, in dem an 30 Arbeitstagen 1 067 583 Tonnen hergestellt worden sind. Die arbeitstägliche Leistung stellt sich auf 35 771 Tonnen und ist um 185 Tonnen höher als die des Juni. Sie entspricht 77,89 Prozent der durchschnittlichen arbeitstäg- lick en Leistung des Jahres 1913 im Deutschen Reiche damaligen Llmfangs. Von l195 Hochöfen waren 115 (im Juni 113) im Betrieb und 10 (12) gedämpft.
* Erntevorschätzung f ü r Preußen. Das Preußische Statistische Landesamt veröffentlicht in der Statistischen Korrespondenz für Anfang August folgende Vorschützung dex Hektar- Erträge für Preußen, und zwar für Winterweizen 20.4 Doppe zent. er. Sommerweizen 20,2 Doppelzentner, Winterroggen 16,7 Dopvelzentner, Sommerroggen 13,1 Dopt e zentre', Wintergerste 21,7 Doppelzentner, Sommer.-e ste 19,8 Doppelzentner, Hafer 19,5 Doppelzentner. Unter Berücksichtigung einer Anbaufläche von 868 000 Hektar für Winterweizen, 3 532 000 Hektar für Winterrognen und 112 000 Hektar für Wintergerste würde sich für Preußen voraussichtlich eine Ee amternte von 17,7 Millionen Doppelzentner Winterweizcn, 59 Millionen Doppelzentner Winterroggen und 2,4 Millionen Doppelzentner Wintergerste ergeben.
benmarkt machte sich in Schweinen im Gegensatz zu den anderen Viehgattungen regeres Geschäft bemerkbar, es wurde auch bald ausver- kaust. Der Gesamtauftrieb bestand aus: 242 Ochsen, 97 Bullen, 649 Kühen, 324 Färsen, 1129 Kälbern, 224 Schafen und 5420 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 12 Rinder mehr angelrieben, während 470 Kälber, 60 Schafe und 403 Schweine weniger zum Verkauf standen. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 63 bis 67, 2. ältere 53 bis 62, sonstige vollflcischige: 1. jüngere 54 bis 57. 2. ältere 49 bis 53, fleischige 44 bis 48. Bullen: jüngere, vollfleischige. höchsten Schlachtwerts 57 bis 61. sonstige vollflcischige oder ausgemästete 52 bis 56. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht- Werts 53 bis 56. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 46 bis 52. fleischige 33 bis 45, gering genährte 30 bis 37. Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder): vollfleischige, ousgemästete. höchsten Schlachtwerts 62 bis 67. vollfleischige 55 bis 61. fleischige 50 bis 56. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 80. mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 73, geringe Kälber 61 bis 67. Schafe: Masilämmer und jüngere Masthämmel: Weidcmaft 43 bis 50, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 47. Schweine: vollfleischige Schweine von zirka 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 66 bis 63, vollflcischige Schweine von zirka 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 66 bis 63, vollfleischige Schweine von zirka 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 67 bis 69, fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 65 bis 67.
Im Vergleich zu den Votierungen der Der« gan cncn Woch- waren die Prc'se für Rinder kaum verändert, dagegen zogen Kälber und Schweine infolge des geringeren Auftriebes erheblich an. Schafe mußten bis 2 Mark nachgeben. Kälber bester Sorten waren bis 6 Mark, geringere Sorten bis 9 Mark teuerer. Schweine erfuhren in allen Qualitäten eine Erhöhung um 4 bis 5 Mark.
** Zur Abgeltung der Roggenschulden. Vorn Reichsverband der Roggenschuldner, der bekanntlich die Interessen der Roggenfchuldner vertritt und eine Sanierung der Roggenschulden, den heutigen Geld- und Zinsverhältnissen entsprechend anstrebt, um die Lage der Roggenschuldner zu verbessern, wird mitgeteilt: Am 9. August fand im Reichsernährungsministerium mit verschiedenen Berufsorganisationen der Landwirtschaft eine eingehende Verhandlung über die Lage der Roggenschuldner und die Auswirkung der Entschließung des Reichstags uom 9. Juli d. I.. statt. Der Vertreter des Reichoernährungsminifteriums legte in längeren Ausführungen den Standpunkt des Reichsernährungsministeriums dar und berichtete über die Besprechungen mit den Länderregierungen, die sich für die Schaffung der vorgesehenen Sanierunqsstellen bei den Ländern ausgesprochen haben. Der Äorstand des Reichsverbandes der Roggen- und landwirtschaftlichen Pfandbriefschuldner'hielt an seinem wiederholt erörterten Programm fest und forderte insbesondere den Erlaß einer Notverordnung zur Verhütung der Durchführung von Zwangsversteigerungen. Der Vertreter des Reichslandbundes wollte sich entgegen dieser Stellungnahme in der Hauptsache mit der Erfüllung seiner bekannten Forderungen, nämlich Herabsetzung des Verwaltungskostenbeitrages und Streichung des Ablösungszuschlages bei Umwandlung der Roggenschuld, zufrieden geben.
' Waldorf-Astoria-Zigar'etten- f a b r i k, 01.=®., Stuttgart. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß für 1926 mit einem Bruttoertrag von 219 513 (240 264) Mark, der sich nach 213 921 (234 042) Mk. Abschreibungen auf 22 177 Mk. (einschließlich 16 585 Mark Vortrag) ermäßigt. Die wi tichaltliche Lage und insbesondere die gewaltigen Reklameanstrengungen der gesamten Zigarettenindustrie, soweit sie überhaupt noch lebensfähig war, hatten ein einigermaßen solides und rentables Geschäft fast unmöglich gemacht. Trotzdem ist es ohne übermäßig hohe Reklameaufwendungen gelungen, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr wesentlich zu erhöhen.
* Zuckerfabrik Würzburg A. - G. iß Würzburg. Das Unternehmen, dessen Aktienkapital sich im Besitze der Süddeutschen Zucker- A.-G. in Mannheim befindet, schließt das letzte Geschäftsjahr bei 60 000 Mark Aktienkapital mit einem Verlust von 720 Mark (i. V. 737 Mark) ab, der wieder aus der Reserve gedeckt wird.
* Preußische Kraftwerke Ober- weser 01.=®., Kassel. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß per 31. März 1927. Es ergibt sich bei 3,03 Mill. Mk. Gesamteinnahmen ein Verlust von 403 004 Mk., wodurch der Gewinnvortrag auf 27 349 Mk. vermindert wird.
* Aus dem Brown Boveri-Kvn- z e r n. Die Lizenzverträge der Drown Boveri & Co. 01.«®. in Baden (Schweiz) mit der American Brown Boveri Elektric Corp., die 1925 unter Mitwirkung, jedoch ohne Kapitalbeteiligung, der schweizerischen Gesellschaft gegründet wurde, sind laut Veuhorker Meldungen der „Reuen Züricher Zeitung" auf Grund freundschaftlicher Vereinbarungen gekündigt worden, jedenfalls infolge der ungünstigen Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft, die 1926 mit einem Defizit von 769 000 Dollar abgeschlossen hat. Der Präsident der amerikanischen Gesellschaft fei zum Olbschluß eines neuen Vertrages nach der Schweiabgereist.
* Gewinnung von Oel aus Steinkohle in England. Mit Subventionen der britischen Regierung wurde die Fuel Production Co. gegründet, die sich hauptsächlich mi$ der Oelgewinnung aus Steinkohle nach dem mit niedrigen Temperaturen arbeitenden neuen Verfahren der Fuel Station befassen wird. Vorläufig werden täglich 100 Tonnen Steinkohle verarbeitet, welche mehr als 20 Tonnen reinen Brennstoff ergeben.
Frankfurter Abcndbörse.
Frankfurt a. M., 12. Aug. Die Abendbörse war "Uhig, im allgemeinen aber behauptet. Gegen die fqten Schluß- und Nachbörsenkurse ergaben sich nur geringe Veränderungen. Interesse zeigte sich für Phönix (plus 1 Proz.), Zellstoff Waldhof (plus 2 Proz.) und weiter für Metallbank (plus 1 Proz.). Etwas Geschäft war auch noch in Elektrowerten. Banken blieben gehalten. PH. Holzmann konnten da- dagegey den Höchstkurs nicht ganz behaupten. Renten still. Im weiteren Verlaufe können die Kurse noch etwas anziehen. Besonders Waldhof verlangt und bis 345,5 nachbörslich gesteigert. Ablösung 161, Schutzgebiete 10, Barmer Bank 154, Berliner Handelsgesellschaft 258, Commerzbank 185, Danatbank 24li, Discontogesellschaft 164, Dresdner Bank 1731, Metallbank 1541, Mitteldeutsche Creditbank 256, Buderus 118}, Gelsenkirchen 166}, Harpener 211, Ilse Bergbau 278, Kali Aschersleben 187, Westeregeln 195, Mannesmann 191}, Mansfeld 137, Phönix
Wirtschaft.
Wochenbericht
von der Frankfurter Börse.
Obwohl im allgemeinen der Rahmen des Börsengeschäftes serienmäßig klein bleibt, setzt sich doch allmählich eine festere und zuversichtlichere Stimmung durch. Zwar traten immer wieder Rückschläge ein, doch konnten gegen die vergangene Woche schließlich überwiegend Kursgewinne, wenn auch nur kleineren Ausmaßes, erzielt werden. Zur Besserung der Stimmung am wesentlichsten beigetragen hat die endlich eingetretene Erleichterung a m Geld- m a r k t. Hier wurde von Tag zu Tag das Angebot kurzfristigen Geldes größer, auch Reportgeld stand reichlich zur Verfügung und war kaum unterzubringen. Ob es sich bei dieser Enlspannung des Geldmarktes um mehr als eine vorübergehende Erscheinung handelt, ist allerdings noch eine offene Frage. Viel beachtet wurde die Besserung der Arbeitsmarktlage und die steigende Güterwagengestellung bei der Reichsbahn als Zeichen der Konjunkturbelebung, toenn auch die Besserung des Arbeitsmarktes teilweise durch den augerchlicklich starken Bedarf an Erntearbeitern bedingt sein dürfte. Dagegen war die Wirkung des vielbesprochenen Kommuniques der I. G.-Farbenindustrie über das Ergebnis der Verhandlungen mit Standard Oil nicht den Erwartungen e;t« sprechend. Gegen Ende voriger Woche hatte sich die Spekulation bereits stärker engagiert, da sie mit dem Erscheinen des Kommuniques rechnete, als dann aber am Tage der Bekanntgabe das Publikum nicht in dem erwarteten Maße mit« ging und auch die Knappheit und Kürze des Kommuniques enttäuschte, schritt man wieder zu Olbgaben. Viel verspricht man sich aber in Börsenkrcisen von der Ermäßigung des amerikanischen Diskontsatzes, die wieder einen stärkeren Zustrom amerikanischen Geldes zur Folge haben dürfte. Eine Belebung erfuhr die Stimmung dann vor allem durch die verschiedenen Meldungen von der Beschleunigung der Freigabeangelegenheit in Amerika, namentlich durch die offizielle Erklärung des Verwalters der Freigabewerte, Sutherland, daß die Freigabeangelegenheit eine der ersten Punkte der Tagesordnung der neuen Session des Kongresses bilden und die Regierung auf Beschleunigung dringen werde. Für die Kohlen» und Stahlwe r te wirkte der 45= Millionen-Austrag Rumäniens an die deutsche Stahlindustrie stimulierend, ferner die Unterzeichnung des Reparationskohlenabkommens mit Belgien und die Meldung, daß Frankreich an eine Aufhebung der Kohleneinfuhrbeschränkung denke. Für die Glektrowerte sind die Expansion der Diemensgruppe durch den Kauf des Prager Werkes unö die KapitalerÖöhungsabsich- ten bei A E. ®. und Eick r. Liefe r unge n anzuführen. Hier betätigte sich vorübergehend bas private Publikum, auch das Ausland trat wieder als Käufer auf. Zum Wochenschluß trat jedoch wieder ein gewisser Rückschlag ein, da zum Medio Glattstellungen vorgenommen werden mußten. Immerhin erzielten Montan- und E l e k tro- werte Kursbesserungen bis zu 9 Proz., Schiffahrtswerte gewannen bis 5 Proz. . und die Banken bis 4xi2 Proz. Alle anderen Marktgebiete verzeichneten kleinere Kursgewinne, dagegen blieben I. G. » F a r b e n, die zeitweise ziemlich stark vernachlässigt wurden, nur knapp behauptet.
Auf den Rentenmärkten herrscht immer noch vollkommene Geschäftsstille. Ausländer lagen durchweg rückgängig, Olblösung und auch Schutzgebiete aber erholt.
Der Geldmarkt war, wie schon erwähnt, recht flüssig.
Am Devisenmarkt trat infolge der amerikanischen Dislontherab'etzung eine Belebung ein, und das Psunb konnte sich wesentlich befestigen. Später erfuhr der Dollar vorübergehend eine Steigerung.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt war In dieser Woche sehr klein und die Umsätze bewegten sich in sehr engen Grenzen. Anfcngs der Woche waren die Preise für Weizen und Roggen nachgebend, Mehle und Kleie lagen gedrückt. Gegen Ende der Woche machte sich Interesse und Kauflust für Weizen, und hauptsächlich für Roggen bemerkbar, da besonders von der Gießener Gegend größere Posten gesucht und von den dortigen Mühlen höher bezahlt wurden. Die Stimmung wurde daraufhin wesentlich freundlicher, so Laß sich auch die anfänglich größeren Preisverluste
hat sich gegenüber der vergangenen Woche wenig geändert. Auch in dieser Woche ist das Geschäft als recht mäßig zu bezeichnen, doch wurden alle Märkte im Verlaufe geräumt. Am Ole»
123%, Rhein. Braunkohle 2721, Rheinstahl 2164, Stahloerein 138*, Adlerwerke 119, AEG. 194 J, Bergmann 203z, Daimler 125, Scheideanstalt 2241, Licht und Kraft 209, I. G. Farben 317, Felten 142, Goldschmidt 142, Holzmann 2031, Holzverkohlung 72, Lahmeyer 182z, Metallgesellschaft 195*, NSU. 117, Rütgcrswerke 1041, Schuckert 211, Siemens 298, Wayß & Freytag 171*, Zellstoff Aschaffenburg 205, Waldhof 343 *, Südd. Zucker 146*, Hapag 157i, Nordd. Lloyd 158, Anatolier I 18%, II 17f.
Berliner Börse.
Berlin. 12. Aug. Im Vorbörsenvcrkehlo hatte eine gewisse Unsicherheit Platz gegriffen, jedoch war die Stimmung zum offiziellen Verkehr wieder durchaus freundlich und angeregt. Wenn auch bas Publikum der Börse weiter fern blieb, 'so beteiligte sich die Spekulation stärker am Geschäft, und aurf> von Großbankseite machte sich für eine Reihe von Werten! größeres Interesse bemerkbar. Besonders lebhaft lagen Elektrowerte -aus den schon im gestrigen Abendverkehr heroorgetretenen Gründen. In diesen 'Werten fanden Tauschoperationen gegen I. G. Farben statt, -wodurch I. G. schwächer lagen. Lebhafter umgeseht wurden ferner Freigabewer>te und Mannesmann. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas gesucht, doch zum Sah von 4,50 bis 6 Prozent reichlich angeboten. Mvnatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent. Die Effekt enkurse lagen gegen gestern Schluß vereinzelt bis zu 2,5 Prozent fester, doch waren auch geringe Abschwächungen zu verzeichnen. „ Pfandbriefe und heimische Renten fast ' geschäftslos. Von fremden Renten waren Mexikaner eitwas befestigt. Rach Festsetzung der ersten Kurse wurde die Stimmung allgemein fester, jedoch gaben die Kurse im Verlaufe wieder nach, da die Tagesspekulaition zu Realisationen schritt. Fester notiertenMe t allbank plus 2 Prozent, nachdem sie schon anfangs 3 Prozent gewinnen konnten, ebenso Ludwig Löwe. Bevorzugt waren auch oberschlesische Werte, die sich um 2Prozent befestigten.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. OK., 12. Aug. Am gestrigen Vachmittag war größeres Geschäft in Auslands- Weizen. besonders Barusso, zu verzeichnen. In Inlanvsgetreide liegt kein allzugroßes Angebot vor. Roggenmehl für prompte Lieferung wird bereits billiger, da neue Ware schon am Markte ist. Futtermittel liegen fest, insbesondere wird Kleie gut gesucht. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 27,75 bis 23, Roggen, inländ. 22,75 bis 23, Hafer, ausländischer 23,25 bis 25, Mais (gelb) 19,25 bis 19,50, Weizenmehl, inländisches. Spezial 0 39,75 bis 40, Roggenmehl 35 bis 35,50, Weizenkleie 13,25, Roggenkleie 13,50. Tendenz: Stetig.
Berliner Produktenbörse.
Verl in, 12. Aug. Vachdem im heutigen Dormittagsverkehr aus das schwächere Amerika hin niedrigere Preise genannt wurden, trat gegen Mittag eine merkliche Erholung ein, die zu Beginn der Börse nur noch Fortschritte, machen konnte. Das schwache Angebot an Brotgetreide und die sich für Roggen weiter bemerkbar machende Exportnachfrage bot am Markt eine Stühe. Für schnellstens verladbaren Weizen wird ein Aufgeld von 6 bis 7 Mark gegen Augustlieferung gern bewilligt, während für August und September etwa die Lieferungspreise geboten werden. Am Lieferungsmarkt hielten sich die Eröffnungsnotierungen 0,25 bis 0,50 Mark über gestrigen Schluß. Sofort verladbarer Rvggon gegen August—September erzielt ein Aufgeld von 2 Mark. Für polnische und tschechoslowakische Rechnung besteht weiter Cxportnach- frage. Am Lieferungsmarkte ist die September- ficht um 1 Mark, Oktober 0,50 Mark und Dezember 0,25 Mark befestigt. Weizenmehl blieb sehr still. Roggenmehl ist in nahen Sichten gefragt. Hafer hat kleines Angebot, die Preise blieben unverändert. Reuhafer ist nur sehr spärlich angeboten und hat gute Konsumnachsrage. Sommer- als auch Wintergerste haben stilles Geschäft. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk., Sept. 273,50 bis 274,50, Oft. 272 bis 273,25, Dez. 273 bis 274 (fest): Roggen, märk. 215 bis 219, Sept. 220,50 bis 231, Oft. 229,50 bis 230,25, Dez. 230,75 bis 231 (fester): Wintergerste und Fuftergerste 204 bis 210 (fest),' Hafer, märk., Ott. 204; Mais, La Plata 193 bis 195 (ruhig); Raps 275 bis 285 (stetig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 35 bis 36,75 (gut bel.); Roggenmehl 31,25 bis 32,50 (fest); Weizenkleie 14 (etwas fester); Roggenkleie 14,75 bis 15 (still); Viktoriaerbsen 42 bis 54; kleine Erbsen 27 bis 31; Futtererbsen 21 bis 23; Peluschken 21 bis 23; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau 14,75 bis 15,75, Lupinen, gelb 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 14,80 bis 15; Leinkuchen 20,90 bis 21,10; Trockenschnihel 12,50 bis 13.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angesührlen Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent. Lombardzinsfuß 7 Prozent.
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß. Kurs
Schluß Abend- börle
Schlich- Kurs
Schlich!, Mittag börfc
Schluß. Kurs
Schluß!, Abrnd- bSrse
Schlich- Kur»
Schlichk Mittag dürfe
Datum:
II. 8.
1M.
IL8.
12. 8.
Datum:
11. 8.
12. 8.
11. 8.
12. 8.
6°/o Dt Relchsanleihe v. 1927 Dk. Aul Ablös Schuld nut
AuSIol --Rechten .
Desgl. ohne AuSlos.-Rechten 7°/e nraitff Hnp.-Bk. Go.dpi
unfmibboT bij 1932 . . •'/»% Rheinische Hpp -Bank
Ltgu -Goidvi ...
A E G abg BorkriegS-Ob liganonen. rückzahlbar 1932
<% Schwei;. Bundesb.°Anl. 4®/o Oesteretchlsche Goldrte.
4.2ü°/e Ocfterr, ich. Silderrte < 7o Oesterreich, einheitk» Rte <°A> Ungarische Goldrte . .
<°/o Ungarische Staatsr. b. 1910 «Vi°/n desgl. von 1913 . .
*% Ungarische Äronenrte . .
*°L Türk. Zollanlcihe o 1911 4°/o Türk. Bagdadbahn-Anl.
Serie I. .
1°/. deSgl. Serie I>.
4°.o Rumänen convcrt. Rte 4 VA Rumänen Goldanl. .
von 1913 , .
Alla Deuksche Eisenbahn 4*/$ Hamburg-Amerika Paket. . o vamb-Südam Damvifch. 8 Hansa Dampfschiss . .6
Norddeutscher ülopd . . 6 AUg. Deutsche Creditanst.. io Barm r Bankverein io
Berliner HandelSaclelllch. 12 Commerz» und Privat-Bk. n Darm st. it. Nationalbank. 12 Deutsche Bank..... . 10
Diskonto-Gesellschaft Llnt. 10 Dresdner Bank - • • • . 10 Mitteldeutsche Creditbank 9
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17
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174,5
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17
15
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147.75
152.25
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150 6
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184,5
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164,5
173.5
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A. E G........7
Bergmann ........8
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Felten L Guilleaume . . .6
Ges f. Elcktr Untern • . 10
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Rhein. Elcktr. ..... 8
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Schuckert .........7
Siemens A HalSke .... 16
Transradio...... . . . 8
Labmevcr L Co- . .... 9
BudernS.......0
Deutsche Erdöl......6
Essener Steinkohle.....8
Gelsenkirchener . f. »/, I. 4
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Hlse Bergbau........8
Möckncrwerke ........ 5
Äöln-Ncuessen .... 51/, Mannesman» .f. Vi I 4
ManS'rldcr.........7
Obcrlchlef. Eisenb. Bedarf 0
Oberschles. Kokswcrl« . . . 0
Phönir Bergbau. f '/, I 3
Rheinische Braunkohlen 10
Rhcinstahl . .0
Riebeck Montan.......t;
Bereinigte Stahlw- f. */• I 3
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RaltWesteregeln..... 10
Kaliwerk Salzdetfurth . . 12
I G Farben Industrie ■ 10
Dvnamtt Nobel ......0
Scheid anstatt ....... .8
Goldschmidt..... .5
Metallgcscllschaft.....10
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166,25
212,5 297,25
178,9 117.75 160,5
165,5 211,6
280 167.5
192,5 137,5 102.25
'24 271,5 2.0,5 179,5 137,5 34.6 180,5 187,5 239
19
222,5 141.5 102,5 192
194,. 203.75 196.25
21'9 142
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118.5 161
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138.5 34.6
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17
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105,5
192,9 202.5
194,75 207.76
140
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167
183 210,5 295,5
136 25
116.75 162,75
165.5 210 188,25
280
167
184.5 190.75
137.5
102
98.9
123 270.5
219 176.75 137.75 35,13 179.9
189
244
316 5 151.75
Kl.9 101.25
194
205
196
208,5
143.75
268.5
167.75
173,5
184,5
211.75
297,25
137.75
184,3
117.63
16
176 5
167.25
210
189,75
167
186
191,5
136,5
103
105,9
122.75
270,5
216,75
178
138,9
35
185 5
196
251.5
816
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ReichSbank ...... n»
Frankfurt a.M
Berlin
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11.8. | 13 8.
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Schultheis Patzenhofer. . 15
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93er. Glanzstoff 15
Bemberg..........x
Zellstoff Waldhof. . . . 12
Zellstoff Aschaffenburg . . 10
Charlottenburger Wasser. 7
Dessauer GaS......8
Daimler Motoren..... 0
Demag..... 0
Adlerwerke Kleyee. .... 0
Ludw. Üoelrc ..... If
Rat. Automobil.......
Orenstein A Koppel.... 4
Linke Hofmann ..... 0
Leonhard Tietz. . . . . . tz
Bamaa-Mcgnin ...... 0
Franks. Maschinen .... 0
Gritzner ..... 7
Hcvligcnstacdt ...... 0
IunghanS ....... c
Lcchwerke. ........ 8
Mainkraftwerke ...... 8
Miag ..... 10
Nekarfulmer ........ 8
Peters Union ....... 8
Gebr. Roeder . ...... 10
Doiat * Haeffner.....6
Slldo. Zucker.......0
Ban
198
150
190
166,5
>42,75 205,5
124, t
118
46.5
79 25
118,5
24.5
118 U4 128
137.5
118.25
117
141
156
144.5
knoten.
203 5 152 190
171,5
343,5
205
125
119
47^5
84.25
118.5 24,5
120
125,5
139.5
117 118 141
157
146.5
198.5
164.25
438
732.5
589.75
141,25
155.75 216
123,5 95
118
124.5
145,25
158
48 . <5 79,5
118,5
116.75
139
115,5 118
156
143,75
204,25
466.5 440 734 590
341,5
204.5
155.75 215.75 125,25
96,5 110
294,5 126.5
146.25
156 5
48.75
82.5 118
118,5
138
117
116.25
156 143
Berlm. 12 August.
Geld
Bnei
Amerikanische Roten.....
Belgische Noten......
Dänische Noten ......
Englische Noten .......
4.185
68,48
112,32
20,38
4.205
58,72
112,78
20,46
Berlin. 12 August
Geld
Brief
Franjostschc Noten......
R>748
16.54
Holländische Noten.....
168.08
168.76
Italienische Noten.....
22,99
23,09
Norwegische Noten......
Teutsch-Ocsicrr., 5100 Kronen
108,78
108,92
59.18
59,42
Rumänische Noten......
2.697
2.617
Schwedische Noten......
112,87
112.66
Schweixr Noten.......
Spanische Noten.......
81,06
bl 38
70 81
71,09
Tschechoslowakische Noten . .
12.42
12.48
Ungarische Noten . . .
73,10
73,40
Devisenmarkt Berlin
-Frankfurt a. M.
Telegraphische
Auszahlung.
11. August.
12. August.
Amtliche Noti-rung
Amtliche Notierung
Geld
Briet
Geld
Brief _
Amst.-Ron
168,64
168,75
168,45
168,70
Buen.-Aires
t ,79 t
1,795
1,794
1.798
Brss.°Antw
58,465
58,585
58,46
»8,58
Ehristiania Kopenhagen
108,63
112,59
108.86
112,81
109,10
112,69
109,32
112,81
Stockholm .
112,89
112,91
112,73
112,95
Hrlstngfors.
10,588
10,608
10,585
10,605
Italien. . .
22,89
22,93
23,89
22,93
London. . .
O.'eupork . .
4,425
20,465
<0,427
20,467
4,202
4,210
4,2025
4,2105 16,.'1
Paris....
Schwei; ..
16,47
16,51
16,47
81,02
■51.18
61.08
bl,17
Spanien. .
71,18
71,32
71,0'26
71,165
Japan . . .
1,989
1,993
1,991
1,995
Rio de Jan. Wien in D--
.4957
0,4977
0.496
0,498
Oest. abgest
39,19
69,31
59,18
12,454
69,13
Prag ....
12,407
12,477
12,474
Belgrad . .
7,398
7,412
7,397
7,407
Budapest. .
73,37
73,51
73,33
73,47
Bulgarien Lissabon . .
3,037 20,70
5,043 20,74
3,042
20.68
3,048 20,72
Damig. . . Konstantin.
81,43
81,59
81,39
81,55
2,098
2,102
2,063
2,067
Athen. . .
Canada . .
6,514
5,526
5,514
5,526
4,198
4,206
4.198
4.206
Uru iuay. .
4.176
4.148
4,176
4.184
ttatro . . .
20.95
20,99
20.95
20.99


